Hallo,
nachdem der XMEGA so langsam an Bedeutung gewinnt und es anscheinend
noch nicht allzu viele Evaluation Boards dazu gibt, wollte ich einfach
mal fragen, wie groß denn so der allgemeine Bedarf danach ist. Falls es
eine ausreichend hohe Nachfrage gibt, würden wir das dann entsprechend
layouten und fertigen lassen.
Gebt auch gerne an, was ihr euch dann so an Peripherie vorstellen
könntet und in welchem groben Preisrahmen sich das ganze so bewegen
könnte.
Wir verwenden den XMEGA bereits in einem Projekt und können den Einsatz
trotz seiner bestehenden Macken durchaus empfehlen.
Horst schrieb:
> ich verstehe deine antwort überhaupt nicht???
Wenn man mal etwas in diesem Forum sucht, wird man gleich über mehrere
angefangene Projekte bezüglich eines XMEGA-Evalboards stolpern. Sie
fangen alle mir der gleichen Frage an. Wenn man sich dann die Beiträge
durchliest versteht man die Antwort.
Christian H. schrieb:
> Horst schrieb:>> ich verstehe deine antwort überhaupt nicht???> Wenn man mal etwas in diesem Forum sucht, wird man gleich über mehrere> angefangene Projekte bezüglich eines XMEGA-Evalboards stolpern.
Nur kein fertiges...
CMosSwitcher schrieb:
> doch, dass von Michael ist jetzt bestellt ... bin mal gespannt :-)
Ich dachte das funktioniert nicht ;)
Leider gibts ja keine Informationen mehr dadrüber, da ja alles
abgesperrt wurde (entgegen der sonstigen Open-Source Meinung von
Michael).
Markus, das sieht schön aus, aber 40 pin ic = 15,24 breit...
Und die genutzten pins sollen (etwa) die von 8515 sein, um Brauchbarkeit
von STK200 zu behalten. Von ein grossere Xmega könnten vielleicht 40
pins auf DIL40 und 8515 Kompatibel gemacht werden, und die andere pins
mehr zur seite, und/oder nach oben. Der erneuerte STK200 bekommt dann
etwas mehr ports.
Der Pinabstand ist breiter als bei einem Standard IC. Es handelt sich ja
auch nicht um ein IC sondern um ein Prototype Board. Um genau zu sein
hat die Platine nicht nur 44 sondern 46 Pins.
Ich bin den Kompromiss eingegangen, weil es mir wichtiger war, die
Features unterzubringen als darauf zu achten, dass man einen normalen IC
Sockel verwenden kann. Die Platine ist für Lochraster oder Steckboards
gedacht. Und die Aufgabe erfüllt die Platine perfekt.
Eine Anpassung an irgend eine Belegung vom einem AVR ergäbe überhaupt
keinen Sinn, da es sich um eine universelle Platine handelt und nicht
für ein spezielles IC. Im Prinzip kannst du jeden beliebigen 44 poligen
Baustein auflöten, egal ob es ein AVR, ein CPLD oder was auch immer ist.
alvidi board ist minimalistisch, allerdings gut gelungen.Perfekt wenn
man ein peripherie board hat wo nur uC fehlt - also universal.
Im vergleich bittet Michaels board mehr für weniger geld was aber beim
hobby projekt zum erwarten war da kaum gewinn für entwickler.Es ist
typisches anfänger board- wo der ganze schnick schnack schon da ist und
keine extra erweiterungen notwendig um board als test oder
projektplatform zu benutzen.
Ollis board ist nie fertig geworden, also uninteressant (bis jetzt),
sollte es fertig werden, wird es dann für halb-profis interessant.
Ob andere boads sinn machen ? Auf jeden fall, solange die günstiger sind
als konkurenz und glechwertig oder besser sind.
Was michaels board angeht wir warten auf die lieferung, boards sind
unterwegs. Es ist eine weitere serie geplannt. Da es viele skeptiker gab
was die fertigung angeht werden wir erst produzieren und ausliefern
(allerdings nur boards, vielleicht mit uC+sdram) nach demdie erste serie
ausgeliert ist und die leute im forum zufriedengestellt.
Gruss
Thomas R.
Simon K. schrieb:
> CMosSwitcher schrieb:>> doch, dass von Michael ist jetzt bestellt ... bin mal gespannt :-)>> Ich dachte das funktioniert nicht ;)
Nein, es wurde nur nicht komplett auf Funktion getestet. Das ist ein
Unterschied. Eine unbestückte Platine funktioniert auch nicht, was aber
noch kein Manko ist.
Offiziell sollten die bestellten Platinen demnächst raugeschickt werden
(incl. Prozessoung, RAM und etwas Hühnerdreck).
>Hallo,>nachdem der XMEGA so langsam an Bedeutung gewinnt und es anscheinend
Woran machst du das fest, dass der XMEGA an Bedeutung gewinnt?
Im Vergleich zu was? ARM7, Cortex M3 ?
>noch nicht allzu viele Evaluation Boards dazu gibt, wollte ich einfach>mal fragen, wie groß denn so der allgemeine Bedarf danach ist. Falls es>eine ausreichend hohe Nachfrage gibt, würden wir das dann entsprechend>layouten und fertigen lassen.>Gebt auch gerne an, was ihr euch dann so an Peripherie vorstellen>könntet und in welchem groben Preisrahmen sich das ganze so bewegen>könnte.>Wir verwenden den XMEGA bereits in einem Projekt und können den Einsatz>trotz seiner bestehenden Macken durchaus empfehlen
In was für Projekten setzt ihr denn den XMEGA ein? Ich kann mir im
Moment noch kein Anwendungsgebiet vorstellen wo man so viel Power für
ein 8 Bitter benötigt. Wenn setzt man doch gleich einen 16bitter oder
gar einen 32bitter ein, oder?
falls ich falsch liege, möge man mich bitte berichtigen!
Der Witz an den Xmega ist ja, dass man die Power von 16 Bit Controllern
hat, ohne das man allzu viel neues braucht. Man kann die meisten der
alten Werkzeuge weiter verwenden, man kann die alten Sourcen teilweise
weiterverwenden.
ja, du liegst falsch.
xmega ist kein wunderwaffe, ist nur etwas schnelleres 8bit platform, da
gibts schon lange andere 8 bit'er die schneller sind. Das ist eine
natuerliche entwicklung, davon hast du aber keine ahnung da du von arm7
und m3 sprichst - was schon eigentlich alte technik ist.
Es gibt immer answendunsgebiete fuer alles, vielleicht nicht sichtbar
fuer hobby anwender, profis wissen, die marketing leute soweiso.
Du liegst falsch. Der XMEGA findet dort Anwendung, wo man viele
Interfaces, schnelle Reaktion und geringen Stromverbrauch braucht und
nicht in neue Programmierumgebungen investieren will. Wir verwenden den
XMega auch in einem Projekt für gemischte Signalverarbeitung mit
Netzwerkanbindung.
8bit schrieb:
> xmega ist kein wunderwaffe, ist nur etwas schnelleres 8bit platform, da> gibts schon lange andere 8 bit'er die schneller sind.
Du sprichst von diesen 75MHz 8051 Klonen? SX51 oder wie die heißen? Die
haben einen schnellen Core, aber praktisch keine Peripherie. Nichtmal
einen UART. Da muss alles in Software gegossen werden. Damit geht die
Performance dann wieder flöten. Außerdem brauchen die elend viel Strom
skeptiker schreib:
>>nachdem der XMEGA so langsam an Bedeutung gewinnt und es anscheinend>Woran machst du das fest, dass der XMEGA an Bedeutung gewinnt?>Im Vergleich zu was? ARM7, Cortex M3 ?
Das war mehr eine allgemeine Einleitungsfloskel als statistisch
fundierte Feststellung. An Bedeutung gewinnt deshalb, weil man ihn nun
vernünftig kaufen kann, es erste Eval-Boards gibt und mehr Threads hier
im Forum sich damit beschäftigen. Also: Im Vergleich zum XMEGA selber
vor z.B. 1 Jahr. Dass er jetzt »draußen« noch nicht viel in Verwendung
ist (worauf du wahrscheinlich anspielen wolltest), ist mir vollkommen
bewusst. Deswegen ja auch das explizit schwammige »an Bedeutung gewinnt«
statt »sich etabliert« o.ä..
>>Wir verwenden den XMEGA bereits in einem Projekt und können den Einsatz>>trotz seiner bestehenden Macken durchaus empfehlen>In was für Projekten setzt ihr denn den XMEGA ein? Ich kann mir im>Moment noch kein Anwendungsgebiet vorstellen wo man so viel Power für>ein 8 Bitter benötigt. Wenn setzt man doch gleich einen 16bitter oder>gar einen 32bitter ein, oder?
Dazu gibt es inzwischen genug Antworten - siehe auch die vorherigen
Threads zum XMEGA und die Beiträge hier. Für den XMEGA sprechen z.B. der
gleiche Befehlssatz wenn man von den AVRs kommt (nichts neues lernen,
weiterverwenden der selben Toolchain), das Plus an Peripherie und
Geschwindigkeit und der neue modularisierte Aufbau (macht den Code
einfacher). Das ist jetzt alles im Vergleich zu sehen zu den AVRs
vorher, der XMEGA ist für mich auch nicht mehr als ein deutlich
verbesserter atMega. Da es preislich da nicht viel Unterschied zum z.B.
atMega128 gibt, gehe ich auch davon aus, dass das ungefähr dieselbe
Zielgruppe sein wird.
Zu dem Projekt konkret (ja, ich habe auch nur ein Projekt
geschrieben): Hier fiel die Entscheidung für den XMEGA vom Auftraggeber,
ich hatte darauf keinen Einfluss, konnte mich dann aber mit dem XMEGA
durchaus anfreunden. Es müssen permanent Daten von SPI an Ethernet
übertragen werden, wobei einem das DMA, das ja die AVRs vorher nicht
haben, deutlich Arbeit und Prozessorlast abnimmt.
Also: Auf dem Boden bleiben. Wir sind uns denke ich alle bewusst, dass
der XMEGA nicht die Welt verändern wird, aber die AVR-Produktlinie nach
oben ergänzt und es dafür auch durchaus Anwendungsbereiche gibt.
Er wird einige Geräte günstiger produzieren lassen und mehr Performance
bei gleichem Verbrauch gegenüber den 'alten' Megas liefern. Für
Techniker und Entwickler verändert dies schon ein ganz klein wenig die
Welt. Man kann halt mehr, ohne investieren zu müssen.
Simon K. schrieb:
> CMosSwitcher schrieb:>> doch, dass von Michael ist jetzt bestellt ... bin mal gespannt :-)>> Ich dachte das funktioniert nicht ;)>> Leider gibts ja keine Informationen mehr dadrüber, da ja alles> abgesperrt wurde (entgegen der sonstigen Open-Source Meinung von> Michael).
Open Source heisst nicht dass man sich von unbeteiligten am laufenden
Band beleidigen lassen muss. Ich glaube da hast Du etwas falsch
verstanden. Das repository hat oeffentlichen Lesezugriff und jeder
Besteller hat Schreibzugriff.
Klaus B. schrieb:
> Es gibt seit heute, gestern? das hier>> http://www.alvidi.de/shop/product_info.php?info=p18_AVR-ATxmega-
Da ist laut Produktbild (wenn man da glauben darf) ein 4bit-SDRAM drauf.
Wo die den wohl her haben... das wuerd mich auch mal interessieren.
Vergiss es... wenn Du nicht 1000 Stueck abnimmst bekommst Du dank RoHS
hierzulande davon garnichts. Aber das sind ja die bekannten Probleme mit
dem Xmega.
Arno H. schrieb:
> 11 Stück Speicher unter> http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=557-1066-1-ND
Schoen und gut, aber was will man mit 11 Stueck? oO
Merkst was?
Bei Farnell ist der 100er-Preis noch deutlich groesser als bei den
anderen shops der 1er-Stueckpreis. Wunderbar. Und die haben ja auch fast
nichts auf Lager davon (grad mal 22 Stueck).
Unten links kann bei Digikey der Hinweis "Nicht auf Lager" angeklickt
werden und sorgt für etwas mehr Klarheit. Beschaffbarkeit ist also
grundsätzlich gegeben.
Ausserdem gibt es sowohl
Micron Semiconductor (Deutschland) GmbH in Ismaning
als auch
Atmel in Garching und Heilbronn.
Fragen kostet außer der Überwindung nur Telefongebühren.
Die Staffelpreise wären übrigens ein Grund für eine Sammelbestellung.
Arno
In Garching und Heilbronn bekommt man nix. Die verweisen nur auf die
Distributoren. Und da bekommt man wie üblich nur gegen Gewerbeschein und
Mindestbestellwert/-menge
die bestellmenge stand hier nicht zur diskussion, auch nicht der
gewerbeschein. Mal im ernst, niemand hat jemals mein gewerbeschein sehen
wollen, es reicht anzugeben das sich um eine gmbh/ug/llc/ltd 'in
gründung' handelt und schon gehts. Es ist aber immer so, die einen sehen
gar kein problem und sind in der lage unmögliche sachen zu bestellen,
die anderen möchten für nen euro/cent beim 0815 zulieferer (z.b.
reichelt) und ohne versandkosten haben...
@pke
mach bitte einen vorschlag wie in deinen augen ein konkurenzfähiges
xmega board aussieht ?
@neo:
Den Thread habe ich aufgemacht, um genau das herauszufinden ;-)
Bis jetzt wurde ja mehr so allgemein rund um den XMEGA diskutiert, so
richtig hilfreiche Erkentnisse bzgl. Ausstattung konnte ich jetzt noch
nicht herauslesen.... Das Modul von Alvidi ist ja eher minimalistisch,
man könnte also was mit deutlich mehr Peripherie anbieten. Frage ist
halt, ob das dann jemand kauft, da auch der Preis entsprechend steigt.
@Michael G.: So wie ich das jetzt mitgekriegt habe, hast du ja bereits
eines im Angebot. Hast mal nen Link für mich?
>Klaus B. schrieb:>> Es gibt seit heute, gestern? das hier>>>> http://www.alvidi.de/shop/product_info.php?info=p1...>Da ist laut Produktbild (wenn man da glauben darf) ein 4bit-SDRAM drauf.>Wo die den wohl her haben... das wuerd mich auch mal interessieren.
Und laut Schaltplan ist es dann ein 16Bit SRDAM, also 16Mb und nur 4Mb
davon genutzt, so schnell ändert sich die Welt ;)
Gruß Hagen