Welchen Atmega soll ich nehmen

Gast #3445733
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Hallo.

Ich glaube deine Frage ist nicht praezise genug formuliert, da Atmel 
sehr viele Controller herstellt.
Auch 32Bitter sind dabei - da laeuft dann sogar Linux drauf.

Falls du aber die 8Bit Mikrocontroller meinst:
Da gibt es grob 2 Kategorien: ATmega und ATxmega (mit x im Namen).

Die ATxmegas sind leistungsfaehiger und haben mehr Peripherie.
Ein Vertreter waere z.B. der ATxmega128A3U - der hat sogar USB 
integriert.

Die ATmegas sind beliebter.
Der ATmega mit dem ungeschlagen meisten RAM ist der ATmega1284p - 
erhaeltlich als TQFP44 oder Steckbrettvariante DIP40.
Aber der ATmega mit den meisten IO und meisten Programmspeicherplatz ist 
der ATmega2560-16AU. Als TQFP100 erhaeltlich.

Falls du mehr Fragen hast - immer her damit.

MfG
Gast #3445737
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Achso, was ich vergas:

Es gibt auch ATtiny fuer Bereiche wo nur wenig IO benoetig wird.

Zu ATmega: Ein wirklich sehr preiswerte und auch sehr beliebter 
Vertreter ist der ATmega8 (bzw. Neuauflage ATmega8A).
Leider ist der ATmega8 ausser im Preis gegenueber den anderen Vertretern 
seiner Kathegorie nicht besonders ueberlegen.
Oftmals reicht er aber breits aus. Zudem ist er robust und nicht so 
leicht zu "toeten".

MfG
#3445896
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Hallo Olivander,

auf www.atmel.com gibt es einen "Microcontroller Selector". Wenn du dort 
unter CPU "8-bit AVR" einstellst, bleiben von 508 möglichen noch 224. 
Dann setzt du den maximalen Pincount auf 44 (darüber gibt es kein DIP 
mehr), bleiben 133.

Jetzt bleiben also 6 Seiten. Dann klickerst du auf "Show/Hide 
Parameters" und machst die Spalte "Packages" sichtbar. Jetzt kannst du 
für alle verbleibenden 133 checken, ob es sie in PDIP gibt, und dann 
entsprechend in die nähere Wahl nehmen.

Je nach deinen weiteren Wünschen (UART, Speicher, ADC, etc ...) kannst 
du die Auswahl natürlich auch weiter eingrenzen.

LG, Sebastian
Gast #3445910
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Hi

>Dann wirst du wohl bei einem Mega644 bleiben müssen. Das ist, soweit ich
>es sehe, der größte 8bit im DIL-Gehäuse.

Der "größte" AVR im DIP-Gehäuse ist der ATMega1284P/PA. Ist auch der 
einzige 40polige mit vier Timer.

MfG Spess
Gast #3446228
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Hallo,

der ATMega1284P scheint mir nun der "ausstattungsreichste" Controller zu 
sein.

5,65 € bei Pollin,
http://www.pollin.de/shop/dt/OTk4ODk4OTk-/Bauelemente_Bauteile/Aktive_Bauelemente/Microcontroller/Microcontroller_ATMEL_ATmega1284P_PU.html

Damit kann ich loslegen. Ich habe noch gar keine spezielle Anwendung, 
möchte halt nur nicht an fehlenden Ressourcen scheitern ;-).

Der kommt nun auf's Steckbrett und über die Weihnachtszeit kann ich dann 
basteln.

Bleiben noch zwei Fragen:

1)
Ich habe von Kollegen vernommen, dass es immer mal auch HW Fehler in den 
Controllern gibt.
Ist der ATMega1284P davon betroffen?
Ich möchte ungern verzweifeln.....

2)
Ein Kollege hat mir einen "USB AVR Lab Tool" Programmer geschenkt.
Ist das zielführend damit zu arbeiten, oder gibt es andere Programmer 
welche ggf. einfach besser funktionieren?
Geld spielt da erst einmal keine Rolle.
Möchte halt nur "best of bread" einsetzen um mich auf die zentralen 
Dinge zu konzentrieren.

Danke bis hierhin, sehr lieb und zielführend von Euch!
#3446264
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Hallo

Olivander schrieb:
> Ist der ATMega1284P davon betroffen?

Sieh im aktuellsten Datenblatt (http://www.atmel.com/images/doc8059.pdf) 
nach - Kapitel "Errata".
So wie ich das sehe, ist der ATmega1284p eine Ausnahme: "No known 
errata".

Olivander schrieb:
> Ein Kollege hat mir einen "USB AVR Lab Tool" Programmer geschenkt.
> Ist das zielführend damit zu arbeiten, oder gibt es andere Programmer
> welche ggf. einfach besser funktionieren?

Mach dich mal zum Thema "verfusen" schlau. Bei den ATmegas spielt das 
Thema eine grosse Rolle wenn du [I]n [S]ystem [P]rogramming verwendest.
(Man kann den IC in einen Zustand "konfigurieren", wo er dann nicht mehr 
reagiert.)
Und zudem, wie schon gesagt: Geschwindigkeit. Mit hohem ISP Takt dauert 
nur allein das Lesen ca. 70 Sekunden. Zudem: In der Defaulteinstellung 
ist der ATmega1284p auf 1MHz getaktet - schnelles ISP faellt dann weg.

Vorteil ISP: 6 Kabel/Leitungen reichen zum Programmieren.

> Geld spielt da erst einmal keine Rolle.
Na dann hol dir einen HVPP (High volatge parallel programmer) - verfusen 
und Geschwindigkeit sind dann kein Thema mehr.
Ein moeglicher HVPP den wir an der Uni einsetzten: EasyPro 90B.

Nachteil: Teuer! Viele Leitungen wenn man ausserhalb des Programmers 
flashen will.


MfG
Gast #3446277
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Hi

>Ich habe von Kollegen vernommen, dass es immer mal auch HW Fehler in den
>Controllern gibt.
>Ist der ATMega1284P davon betroffen?
>Ich möchte ungern verzweifeln.....

Man soll nicht alles glauben. 99% der Fehler sitzen vor dem 
Bildschirm.

>Geld spielt da erst einmal keine Rolle.
>Möchte halt nur "best of bread" einsetzen um mich auf die zentralen
>Dinge zu konzentrieren.

Dann besorge dir einen original AVRISP MKII wenn du nur programmieren 
willst. Wenn du auch noch in der Schaltung debuggen möchtest dann einen 
AVR Dragon.

MfG Spess
Gast #3446287
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>welcher ist der leistungsfähigste Atmel bezüglich Speicher IO und
>Peripherie im DIL/DIP Gehäuse?
Also, ich als Anfänger würde Dir den ATMega32 an's Herz legen! Ein 
Schmuckstückl in der Serie!
#3446323
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Blende22 schrieb:
> Also, ich als Anfänger würde Dir den ATMega32 an's Herz legen! Ein
> Schmuckstückl in der Serie!

Voellig antiquiert das Ding! Und nichteinmal der Preis ist gut!

Der ATmega1284p muesste Pinkompatibel sein und ist in jeder Hinsicht 
besser!

spess53 schrieb:
> Dann besorge dir einen original AVRISP MKII wenn du nur programmieren
> willst.

Das brauchst du eigentlich nicht. Fuer ATmega (ISP) gibt es genuegend 
gute Clones. (Fuer XMEGA sieht es allerdings anders aus - da wuerde ich 
durchaus den MKII empfehlen.)
Ansonsten inverstiert das Geld lieber in einen HVPP.

Btw. was bisher noch nicht angesprochen wurde: Es gibt auch durchaus 
gute Boards mit integriertem AVR. Um die ganze externe Hardware musst du 
dir dann nicht so viele Gedanken machen.

MfG
Gast #3446348
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Hi

>Der hat was ! Und ist ohne SMD-Lötkenntnisse
>verbaubar! Und, SMD - Ofen braucht man auch nicht!

Du verwechselst da wohl etwas. Den ATMega1284P gibt es im 40pol. Dip.

Lies einfach mal das Datenblatt. Aber das aktuelle von Atmel. Keine
Secondhandware von alldatasheet.com:

http://www.atmel.com/Images/Atmel-8272-8-bit-AVR-microcontroller-ATmega164A_PA-324A_PA-644A_PA-1284_P_datasheet.pdf

MfG Spess
#3446497
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Olivander schrieb:
> Geld spielt da erst einmal keine Rolle.

Dann kauf ein STK500. Damit kannst Du den ATmega1284P auch retten, falls 
Du mal die Fuses falsch setzt.
Und Du kannst erstmal rumprobieren.

Und über den 6-poligen Anschluß kannst Du auch später direkt in der 
Schaltung programmieren.
Nur Debuggen kann das STK500 nicht.

Das STK500 hat auch Sockel für alle anderen DIP, außer dem 
ATtiny24/44/48.
#3446801
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Olivander schrieb:
> Ein Kollege hat mir einen "USB AVR Lab Tool" Programmer geschenkt.

Der Programmer funktioniert nur mit dem AVR-Studio 4.19 unter XP.
Mit AVR-Dude funktioniert er immer. Wenn du mit AVR-Dude zurechtkommst 
wirst du keine Probleme haben. Der Programmer ist mit dieser 
Einschränkung ganz Top.

Wie du aus den verschiedenen Meinungen siehst, ist für jeden das das 
Beste, was er hat und mit dem er gut zurechtkommt. Genau so wird es bei 
dir nach kurzer Einarbeitszeit auch sein.
Ob du dir für den Anfang einen Mega8 oder Mega1284 nimmst,ist ziemlich 
egal. Solange du nur was selbstprogrammiertes draufspielst wirst in den 
ersten paar Monaten einen Mega8 nicht voll bringen.

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