> ich habe weniger Angst um das Löten sondern vielmehr dass ich die
> feinen Strukturen nicht geätzt bekomme :/
Ich habe wie Thorsten auch ewig Hemmungen sowohl vor SMD als auch vor
dem Ätzen gehabt. Dann hab ich eine Schaltung mit einem LQFP-64 (0,5
mm Pitch, die für dich in Frage kommenden AVRs haben 0,8 mm) und dem
in diesem Forum immer wieder diskutierten Tonertransferverfahren zur
Platinenherstellung (Leiterbahnbreite 0,2 mm, Abstände 0,3 mm) und
einer vergleichweise dicken Lötspitze (breit genug, um 2 bis 3 Pins
gleichzeitig zu löten) aufgebaut, und sie hat funktioniert.
Das Tonertransferverfahren habe ich vorher vielleicht viermal geübt,
das SMD-Löten einmal an einem SO-irgendwas mit 1,27 mm Pitch.
Lötpaste habe ich auch benutzt, würde es aber als Herausforderung
ansehen, das nächste Mal darauf zu verzichten und alles mit
1-mm-Standardlot zu machen. Das einzige, was du wirklich brauchst, ist
Flussmittel in großen Mengen. Ich habe mit in Spiritus gelöstem
Kolophonium die Platine nahezu ersäuft und die Sauerei hinterher mit
Spiritus, Aceton und Zahnbürste wieder weggemacht. Die Platine sieht
(wenn man mal vom fehlenden Lötstopplack und der fehlenden Verzinnung
absieht) ganz ordentlich aus.
Also nur Mut!
Noch ein Tip: Löte zuerst nur das schwierige Teil und mache dann einen
gründlichen Test auf Kurzschlüsse und schlechte Verbindungen. Dann
hast du noch nicht so viel Arbeit reingesteckt, falls du irgendwas
versaut haben solltest :)
Die Bohrerei finde ich mittlerweile ebenfalls nerviger als das Ätzen
und SMD-Löten.