Hallo,
für diverse Geräte habe ich bisher gerne Akkus eingesetzt, meist Mignon
oder Micro (AA oder AAA) in NiMH. Beworben werden diese mit vielen
hundert Zyklen, was bestimmt übertrieben ist.
Ich habe nun so einen Computer-Lader von Conrad, und mir fällt auf, dass
die Kapazität nach 10, max. 20 Zyklen auf einen Bruchteil zurück geht.
So verwende ich z.B. Akkus in einem Hand-GPS, 70mA Stromaufnahme über 8
Stunden, kein Problem für einen 2500 mAH Akku, und jeden Abend ins
Ladegerät. Nach 2 Wochen haben sie nicht mal mehr die 8 Stunden
durchgehalten. Dabei sind das doch fast Idealbedingungen für die Akkus.
Extremer in der Digitalkamera, große Spitzenströme und Entladung bis auf
Null, da sind sie schon nach ein paar wenigen Zyklen auf der Hälfte
(gefühlt).
Und wenn sie mal 3 Monate geladen, aber unbenutzt in der Taschenlampe
liegen, dann sind sie auch weitgehend leer, und beim Wiederaufladen ist
nur noch ein Teil der Kapazität da.
Nein, die Akkus lagen nicht lange entladen rum, auch nicht in Eiseskälte
oder in der Hitze. Sie werden kontrolliert mit weniger als C/10 geladen,
und werden dabei auch kaum warm. Anderes Ladegerät habe ich auch schon
probiert.
Ich bin dabei, diesen ganzen Akku-Mist sein zu lassen und mir nur noch
Primärzellen zu kaufen. Ob ich nach 5 Zyklen die Akkus wegwerfe oder
nach einem Zyklus die Batterien...
Was meint ihr? Habt ihr auch so schlechte Erfahrungen gemacht?
>Ich habe nun so einen Computer-Lader von Conrad
Genau das ist das Problem. Was das blaue C hat und einen µC funktioniert
mit Sicherheit nicht zufriedenstellend. Das musste ich mittlerweile bei
vier Akkuladern feststellen. Es gab mal einen analogen 'Akkumaster' vom
C, der funktioniert prima.
Hallo,
kann ich so nicht bestätigen. Auch nur gefühlte Werte, da ich keine
Kapazitätstests mache: Kamear-Akkus (im Moment 1500, 2000, 2100mAh
teilweise schon 2 Jahre alt, relativ selten benutzt, meist vor dem
Einsatz noch ein Satz geladen, weil die Kamera zwar noch voll anzeigt,
die Dinger aber schon 6 Wochen drin sind. Halten dann oft noch die ganze
Runde durch (100-150 Aufnahmen, alte DC290...).
Ladegerät ist entweder ein Assmann ??? oder ein Schnelllader aus dem
Baumarkt, da waren die 2100mAh Akkus dabei.
8h mit 70mA sind 560mAh, da sollten Deine 2500mAh Akkus schon 4 tage
durchhalten... NiHM soll zwar keinen Memory-Effekt haben, aber ich habe
trotzdem den Eindruck, daß teilentladene Akkus besser erst ganz entladen
werden sollten.
Ich hatte bei Billig-Akkus aber schon das Problem, daß ein einzelne
Zelle aus dem Satz frühzeitig keine Lust mehr hatte während der Rest
völlig in Ordnung war.
Gruß aus Berlin
Michael
Eigentlich nicht. Ich habe zum Beispiel einen Primitiv-Lader zusammen
mit 4 NiMH Akkus für meine Digitalkamera gekauft und benutze sie schon
seit etwa zwei Jahren Regelmäßig. Selbst nach zwei Wochen Liegezeit sind
die Akkus noch (gefühlt) voll. Außer für Uhren und Fernbedienungen
verwende ich keine Primärzellen mehr.
Hmm. Ich würde erst mal ein anderes Akkuladegerät ausprobieren - es wird
da unerwartet viel Schrott verkauft. Gerade Conrad ist mir da mehrfach
unangenehm aufgefallen.
Mit einem AP2010 habe ich bislang sehr gute Ergebnisse gehabt; das Gerät
ist nur mit tiefentladenen Akkus etwas ungnädig, die werden oft zu früh
als defekt angesehen. Kurzes "Anladen" in einem klassischen Akkukocher
hilft da aber.
Gut - es gibt natürlich auch Qualitätsunterschiede bei den Akkus selbst;
Sanyo-Akkus halten bei mir deutlich länger als die mit Phantasienamen
beschrifteten NoName-Akkus von Lidl/Aldi etc.
> Und wenn sie mal 3 Monate geladen, aber unbenutzt in der> Taschenlampe liegen, dann sind sie auch weitgehend leer,
Die hohe Selbstentladung ist ein Problem klassischer NiMh-Akkus, aber
mittlerweile Geschichte. Seit knapp einem Jahr gibt es eine
Weiterentwicklung der NiMh-Technik, die auf dieselbe Art und Weise
geladen werden kann, aber eine recht geringe Selbstentladung aufweist;
es werden Restkapazitäten zwischen 70 und 80% nach einem Jahr Lagerung
versprochen.
Diese Akkus erkennt man daran, daß sie bereits geladen verkauft werden.
Durch die geringe Selbstentladung sind die Teile ideal für Anwendungen
mit geringer Stromaufnahme (Uhren, Fernbedienungen) und für Anwendungen
mit nur gelegentlicher Nutzung (Taschenlampe).
Die etwas geringere Kapazität (2000 mAh statt 2700 bei klassischen NiMh)
wird durch die flachere Entladekennlinie sogar etwas kompensiert.
Diese NiMh-Technik wird unter den Namen "eneloop", "ready2use" o.ä.
vertrieben.
Irgendwie habe ich auch die Erfahrung mit den NIMH Zellen gemacht.
Ich habe hier ältere 500mAh NCD Akkus nachgemessen die haben teilweise
600mAh gehabt.Genau so alte 600 mAh NIMH's die unter gleichen
Bedingungen verwendet wurden haben maximal 200 mAh . Und wen ich sogar
einen tiefentladenen NCD nehme kann ich nach ein paar Zyklen etwas
brauchbares daraus machen , ein NIMH dagegen ist fast immer schrott.
Eine weitere Auffälligkeit ist die unterschiedliche Kapazität der Akkus
aus dem gleichen 4er Pack.Da sind unterscheide bis 40% drinnen.Das führt
zur unangenehmen abstürzen der Digicam.
Als Ladegerät wurden verwendet : ein Selbstbau mit so TDE 1101 , ein
MLE12 von ELV (funktioniert nur bedingt und wen man reinschaut weiß man
auch warum) und seit neuestem sowas
http://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/akku1/akku1.htm
Mit leichten Modifikationen funktioniert das ding ganz gut , für den
täglichen Gebrauch werde ich mir aber noch was bauen müssen ;-)
Zusätzlich habe ich für die Messung ein Bausatz Ah Zähler von ELV .
MfG St182
Hallo,
also grundsätzlich ist auch meine Erfahrung, dass die NiMH nicht so
lange halten, wie früher NICD. Letzere hielten bei mir 10 Jahre, NIMH
sind meist nach 3-5 Jahren hinüber.
Aber immerhin habe ich damit wesentlich längere Standzeiten, als du das
beschreibst. Ich habe dazu auch mal einen Test gemacht: Billige NIMH aus
dem Aldi, 4 Stück ich glaub für 1,69 Euro.
Das Ergebnis nach 100 Ladezyklen:
* Zu Beginn hatte der 2100mAh Akku gemessene 1980mAh bei 500 mA
Entladestrom.
* Nach 100 Zyklen war die gemessene Kapazität immer noch bei 1930 mAh
Der Innenwiderstand stieg leicht an, womit die Ausgangsspannung bei
500mA Last um ca. 0.06 Volt während der kompletten Entladekurve
abrutschte.
Alles gemacht mit dem Akkutrainer AT1, den es auch bei Conrad gibt und
den ich empfehlen kann. Hatte vorher einen anderen Lader von Conrad, der
total Schrott war und meine Akkus immer röstete. Der wollte selbst nach
3Ah nicht aufhören, 2Ah Zellen zu laden.
Auch Ansmann kann ich empfhehlen, die Geräte um 50 Euro rum.
Hi!
Bei NiMH Akkus gibt es einen Lazy Battery Effekt. Wenn die Akkus nur
schwach entladen werden, also mit wenig Strom dann kann es vorkommen,
dass der Innenwiderstand steigt und die Akkus deshalb schnell als leer
gelten (obwohl sie es eigentlich noch nicht sind) nur durch den hohen
Innenwiderstand sinkt die Spannung bei Belastung so stark ab, dass viele
Geräte den Akku als leer erkennen.
Es ist ausserdem für NiMH Akkus besser, diese mit C/2 bis C zu laden als
mit C/10, da die meisten Ladegeräte bei diesen geringen Ladeströmen den
Spannungsknick in der Ladekurve (bei Delta U bzw. dU/dt) nicht erkennen
und deshalb den Akku überladen, was ihn natürlich kaputt macht. Ein
gutes Ladegerät sollte den Akku nur Handwarm werden lassen, die maximale
Temp sollte 50° nie überschreiten, das ist dann eh schon unangenehm in
der Hand.
Wenn man mit wenig Strom lädt erwärmt sich der Akku natürlich nicht so
stark aber wenn er sich bei C/10 erwärmt, dann wird er eindeutig
überladen.
Meine Erfahrungen mit NiMH und einem guten Ladegerät sind fast
ausschließlich positiv. Vor allem die neuen Eneloop Akkus kann ich nur
wärmstens empfehlen.
Grüße
Fasti
Zusammenfassen kann ich einige Punkte der Vorposter bestätigen, andere
nicht. Ich fange mal an:
- Ich habe sowohl mit NiMH, wie auch mit NiCd gute Erfahrungen gemacht.
Bei so schneller Aletrung wie von Tom beschrieben ist irgendwo etwas
faul!
- Auch bei mir ist die Lebensdauer von NiMH-Zellen geringer als die von
NiCd. Letztere waren einfach nicht totzukriegen.
- Man sollte trotz des höheren Preises nur Markenzellen kaufen. Erstens
wird man dort nicht mit Fantasie-Kapazitätswerten beschissen und
zweitens halten die Zellen viel länger und haben weniger Streuung. Bei
Sanyo Industriezellen habe ich mal einige ausgemessen. Alle waren
innerhalb ca. +/-5% vom Nennwert, das schaffen die China-Teile nie!!
(Als Marke erachte ich übrigens nur Panasonic und Sanyo!)
- Bei Akkuladern, egal ob vom grossen "C" oder sonstwoher kann oft nur
die Erfahrung zeigen, ob sie was taugen. Billigstgeräte sind generell zu
meiden, diese zerstören oft nur die Akkus! Ich benutze Ansmann
Powerline4 und 5 sowie einen Chargemaster vom C (welche Modell ist mir
gerade entfallen). Mit allen drei bin ich eigentlich zufrieden.
- Billige Superschnellader vom Baumarkt oder im Paket mit Digicams
schalten die Ladung oft reichlich spät ab. Der Akku ist dann so heiss,
dass das ihm sicher nicht gut tut!
- Für Digicams sollte man nicht die Akkus mit der höchsten erhältlichen
Kapazität verwenden. Die hochgezüchteten Teile haben oft einen höheren
Innenwiderstand als neue(!) Markenakkus mit niedrigerer Kapazität. Dafür
kann man sich dann ein zweites Set zur Kamera zulegen und ist gut
versorgt.
Gruss
rayelec
Bin auch extrem zufriedener NiMH-Verwender, möchte nicht alles
wiederholen, aber ein wenig ergänzen:
* NiMH ist eher noch gutmütiger als NiCd. Letztere brauchten ja noch
»Pflege« in Form von gelegentlichen Vollzyklen. Um NiMH schnell kaputt
zu machen, muß man sich schon anstrengen mit einem total unbrauchbaren
Ladegerät (ständiges Überladen? Lieber hier etwas mehr ins Ladegerät
investieren!) oder häufigem Tiefentladen
* Das Entladen vor dem Laden ist wirklich überflüssig. AUSNAHME: Wenn
das Ladegerät keine echte Einzelzellenüberwachung hat. Dann könnte die
eine Zelle überladen werden, während die andere noch nicht voll ist usw.
Deshalb auch (wichtigster Tip!):
* Möglichst Akkus beisammen lassen! Ein Set für die Digiknipse
markieren, das andere für die Taschenlampe usw. Und die bleiben dann
immer zusammen, werden gleichmäßig geladen und entladen. Denn wenn
einmal unterschiedlich geladene/unterschiedlich alte o.ä. Akkus zusammen
betrieben wurden und ein Gerät noch von zwei guten Akkus gespeist wird,
während der dritte schon leer ist, dann zerstört ihn das sehr schnell.
* Ich bewundere die Langlebigkeit von NiMH-Akkus vor allem auch im
Vergleich zu LiIonenakkus: als ich ein acht Jahre lang intensiv
genutztes PowerBook verkauft habe, testete ich vorher noch die
Restlaufzeit des Akkus: sechs Stunden! Die LiIonen-Akkus, die danach
kamen, waren meist schon nach drei bis vier Jahren unbrauchbar geworden
...
Hallo,
wenn wir schon bei den Markenzellen wie Panasonic und Sanyo sind: taugen
die GP Zellen was ?
Ich hab mittlerweile einige der 2700mAh Mignonzellen im Einsatz und
eigentlich halten die schon einigermaßen gut durch.
Wobei ich mir nach dem Durchlesen dieses Threads wirklich überlege, nur
noch Pana oder Sanyo 2100er zu kaufen.
Peter wrote:
> Hallo,>> wenn wir schon bei den Markenzellen wie Panasonic und Sanyo sind: taugen> die GP Zellen was ?> Ich hab mittlerweile einige der 2700mAh Mignonzellen im Einsatz und> eigentlich halten die schon einigermaßen gut durch.
Ich habe GP- und Assmann-Akkus im Einsatz. Bisher habe ich noch keine
Probleme festgestellt.
Ansmann waren bei mir schnell kaputt. Von GP ließt man auch oft wenig
gutes, wobei die bei mir recht gut funktionieren. Ich hab mal irgendwo
gelesen, dass bei GP wohl unterschiedlichste Zellen genommen werden,
wenn man Pech hat, bekommt man Mist. Von Sanyo lese ich überall nur
Gutes. Hab selber aber noch nie eine Sanyo gekauft :-)
Nach meinem Aldi-Test hat mich die Qualität bei dem Preis überzeugt, so
dass ich jetzt meist diese kaufe. 4 Stück für 1,69 Euro bei Haltbarkeit
von 3-5 Jahren reicht mir.
ich habe 2300mAh Ansmann-Akkus, die wegen meines sehr seltenen
gebrauches sich immer selbst entladen (schätze mal auf 10-30% runter).
dann lade ich sie mit dem Ansmann-Superschnelllader (I = 4300mA) in 1h
auf und dann brauche ich sie, soweit ich sie brauche und dann landen sie
wieder in der schachtel bis zum nächsten mal. man kann also sagen, dass
ich meine akkus sehr(!) schlecht behandle. trotzdem ist mir nicht
aufgefallen, dass die kapazität abgenommen haben soll - und das nach
einigen jahren. ich bin also sehr zu frieden mit NiMH :)
edit: NiMH sollten definitiv nicht mit C/10 geladen werden, das ist
schon beinahe erhaltungsstrom - von laden kann da keine rede sein! und
solche geräte, die so "laden" gehören auf den müll (wie mein erstes
Conrad-NiMH-ladegerät mit uC und C/10)
aber 2C wie in deinem Beispiel ist auch nicht so gut für die
Lebensdauer. Wenn das deine Zellen aber aushalten, dann sind die Zellen
wirklich gut (und auch der Lader).
ich weiss :( aber so selten wie ich die brauche und wenn ich sie dann
mal brauche, möchte ich die akkus nicht noch erst 3h laden sondern das
muss ruck zuck gehen :) ...Ansmann hat bei diesen Powerladern einen
(nervenden) lüfter eingebaut, so dass die akkus max. 40°C warm werden.
ps: das ladegerät besteht aus einem externen schaltnetzteil (Ua = 15V),
das ladegerät verlangt (aufschrift Ui = 15..18V). da ich in die ferien
wollte und mein laptopnetzteil 17.5V liefert und den selben stecker hat,
dachte ich mir, dass ich einen klotz sparen kann und machte das
ladegerät auf. der erste kondensator für die sp-reg verträgt exakt 15V
-> Anruf bei Ansmann, was das soll -> aufschrif sei falsch ...meiner
meinung nach aber trotzem zu knapp bemessen!!!
Danke für die vielen Meinungen - sagt der Thread-Starter Tom.
So viele gute Erfahrungen mit NiMH - da werde ich erstmal den Lader
entsorgen und mir zum Probieren mal 4 Sanyos und 4 Eneloops kaufen.
3 bis 5 Jahre Lebensdauer liegen Größenordnungen über meinen Werten.
C/10 ist nicht empfohlen, weil es keine zuverlässige Abschaltautomatik
gibt. Bei C/10, was von anderen Herstellern u.U. auch als
Erhaltungsladung empfohlen wird, bauen die Zellen einen recht hohen
Innenwiderstand auf und werden überladen. Das überladen ist aber nicht
so schlimm, weil die entstehenden Gase direkt wieder rekomboniert
werden. Diese Überladereserve fällt unterschiedlich aus und geht auf
Kosten der Kapazität. Billige Akkus nehmen evtl. von C/10 schon Schaden.
Duracell's preferierte Methode für Akkupacks ist:
Duracell recommends a three-step procedure that provides
4
a means of rapidly charging a nickel-metal hydride
5
battery to full charge without excessive overcharging or
6
exposure to high temperatures. The steps in sequential
7
order are:
8
1) Charge at the 1C rate, terminated by using
9
dT/dt = 1°C(1.8°F) /minute.
10
2) Apply a C/10 top-up charge, terminated by
11
a timer after 1/2 hour of charge.
12
3) Apply a maintenance charge of indefinite
13
duration at C/300 rate.
14
The three-step charging method should be used
15
with a backup temperature cutoff of 60°C (140°F).
Duracell geht von einem Temperaturfühler mit gutem Kontakt aus, was bei
Einzelzellen jedoch nicht gegeben ist. Bleiben noch -dV und d2V/d2t für
den ersten Schritt übrig. Bei -dV werden die Zellen schon minimal
überladen.
>ohne irgendwelche einschränkenden Bemerkungen
Na, so ganz würde ich dem nicht folgen, den hier wird nur von einer
"convienient method" gesprochen, eine Paragraph drüber wird jedoch für
optimale Performance eine 3 Schrittprozedur gesprochen:
6.3.1 Duracell’s Recommendation: Three-Step Charge Procedure
...
1) Charge at the 1C rate, terminated by using
dT/dt = 1°C(1.8°F) /minute.
2) Apply a C/10 top-up charge, terminated by
a timer after 1/2 hour of charge.
3) Apply a maintenance charge of indefinite
duration at C/300 rate.
also Trickle Charing erst nach 1C Vollladung.
In gleichem Sinne spricht Panasonic (Punkt 1.6)
Erst Rapid Charge, dann Trickle Chare mit Timer begrenzt.
Hallo,
nur mal so als Ergänzung zu den diskutierten Varianten der
Ladeverfahren:
Die in einem Beitrag schon erwähnte gemeinsame Benutzung und Ladung der
Akkus ist wichtig, verhindert aber nicht eine unterschiedliche
Entwicklung (Alterung) der Einzel-Akkus.
Wenn eine der Zellen einen deutlichen Kapazitätsabfall erleidet, dann
ist es ein Ringelspiel von Überladen und Tiefentladen, was die Zelle
immer weiter in den Tod treibt.
Die sicherste Methode so etwas früh zu erkennen, ist der Einsatz eines
Laders mit Einzelzellen-Überwachung und Anzeige für eingeladene
Kapazität. Damit lassen sich aufkommende Unterschiede zwischen den
Einzelzellen eines Satzes erkennen und die Einzel-Überwachung sorgt
dafür, dass wenigstens der Ladevorgang keinen weiteren Schaden
anrichtet.
Der 1/10C-Ladestrom gegen Ende der Ladung soll ein Angleichen der im
Verbund geladenen Zellen ermöglichen, weil dann die Überladung der
Zellen, die eher voll sind, schonend und ohne große Wärmeentwicklung
erfolgen kann.
Also im Dokument ist C/10 und Time Limit als eine mögliche Ladetechnik
aufgeführt, wovon auch nicht explizit abgeraten wird. Das sind auch
meine Erfahrungen. Ebenso, dass bei C/10 die Überladung recht unkritisch
ist und auch NIMH Akkus so geladen mehrere Jahre durchhalten.
Ich wollte eigentlich nur mal einen Gegenpunkt setzen, zu so Aussagen:
C/10 ist totaler Müll und funktioniert überhaupt nicht.
Also ich habe bei mir noch zwei NIMH Zellen von Varta (1200mA/h),
gekauft irgendwann 1997/1998. Diese wurden immer 14Std mit 1/11 C
geladen, wobei ich darauf geachtet habe dass die vor dem Laden leer
waren. In den ganzen Jahren gab es mehrere Tiefentladungen und lange
leere Lagerungen. Letztens habe ich die Kapazität mal mit einem
selbstgebastelten Lader/Entlader überprüft und die Zellen hatte immer
noch rund 600mA/h. Der Innenwiderstand ist inzwischen so hoch, dass sie
für Kameras o.ä. nicht mehr geeignet sind, aber für Verbraucher unter
100mA funktionieren sie weiterhin wunderbar.
Bei 4 Zellen von Conrad (gekauft 2001) hatte ich übrigens mal direkt
nach dem Auspacken eine Defekte.
@ Malte
>...1200mA ...14Std mit 1/11 C ... jetz noch rund 600mA
Wenn es für dich einfach möglich ist, könntest du die Zellen ein paar
mal mit 1C Laden & Entladen und dann schauen wie sich Ri un Kap.
verändert?
Danke.
Bei der ganzen Diskussion sollte man nicht ausser acht lassen, dass in
den letzten 10-15Jahren die NiMH Technologie enorme Fortschritte gemacht
hat.
Das Verhalten von Akkus verschiedener Generationen und Hersteller mit
erheblichen unterschieden in der Materialzusammensetzung lässt sich dann
nur schwer vergleichen oder gar daraus allgemeine Schlüsse ziehen.
Kupfer Michi wrote:
> @ Malte>>...1200mA ...14Std mit 1/11 C ... jetz noch rund 600mA>> Wenn es für dich einfach möglich ist, könntest du die Zellen ein paar> mal mit 1C Laden & Entladen und dann schauen wie sich Ri un Kap.> verändert?
Ein Ladegerät welches mit 1,2A laden kann und eine Ladeschlusserkennung
hat steht mir (noch) nicht zur Verfügung. Daneben glauche ich nicht,
dass die Akkus für 1C Ladestrom ausgelegt sind.
Draufgedruckt ist:
Laden/Charge: 14h, 120mA
Schnelladung/Fast Charge: 6h, 280mA
Bin gerade dabei 4 Akkus ca.2-3 Jahre marke 4You auszumessen.
Ergebnisse kann ich reinschreiben wenn Interesse besteht.
Ich habe aber noch eine Auffälligkeit zu vermelden.Bei Akkus die selten
benutzt werden schaltet das Ladegerät nach -dV verfahren zu früh oder
gar nicht ab.Nach kurzem laden und darauf folgendem entladen
funktioniert alles wieder wunderbar .
St182 wrote:
> Ich habe aber noch eine Auffälligkeit zu vermelden.Bei Akkus die selten> benutzt werden schaltet das Ladegerät nach -dV verfahren zu früh oder> gar nicht ab.Nach kurzem laden und darauf folgendem entladen> funktioniert alles wieder wunderbar .
Das Problem ist, dass die Ladespannung bei Akkus, die lange Lagen beim
darauffolgendem Laden schwankt.
Zumindest bei meinem Selbstbau verhindert das derzeit noch eine
Zuverlässige "Voll" Erkennung. Es würde mich nicht wundern, wenn andere
Geräte vor dem
gleichen Problem stünden.
Kurz erwähnt wird das Problem auch in:
http://www.sanyo.com/batteries/pdfs/twicellT_E.pdf
Anfang Seite 8. Und:
http://panasonic.com/industrial/battery/oem/images/pdf/Panasonic_NiMH_ChargeMethods.pdf
in Unterpunkt 8.
Ja, die Sache mit der korrekten Erkennung des Ladeschlusses ist nicht
einfach. Da scheitern sehr viele Geräte, weil Akkus sich manchmal
"zickig" verhalten. Das beste Abschaltkriterium ist immer noch die
Temperatur bei hohen Ladeströmen (0.5-1C).
mein erstes NiMH-Conrad-ladegerät, hatte auch eine -dV abschlatung,
leider funktionierte diese nicht, weil der ladestrom viel zu gering war.
auch empfehlen hersteller bei -dV abschaltung, dass der ladestrom genug
hoch ist (ich habe mich damals ziemlich in diese materie eingelesen -
leider weiss ich genaue zahlen nicht mehr). von daher ist bei heutigen
NiMH-akkus eine C/10-ladung definitiv unbrauchbar, wenn eine -dV
abschaltung verwendet wird.