189 Volt Strombegrenzt, 100 Ampere

Gast #950561
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Ich möchte einen "kleinen" LiPo Akku laden. Es handelt sich um eine 
Reihenschaltung von 45 Zellen mit einer Kapazität von jeweils 200 Ah.

Der Ladestrom ist mit 200 A angegeben. Mir reichen schon 100 A. Weil ich 
glaube hier stoße ich mit 18,9 kW schnell an die Grenzen eines normalen 
Drehstromanschlusses (ich nehme mal an, die liegt bei 230V*32A * 3 = 
22kW).

Ich glaub mit einem Schaltnetzteil würde ich hier in mir bisher 
unbekannte Dimensionen stoßen (hab bisher nur Erfahrungen mit SNT im 
Bereich bis zu 30 Watt).

Ich sehe zwei möglichkeiten:

Über drei in reihe geschaltete Kondensatoren den Strom jeder Phase 
begrenzen und dann über einen Gleichrichter die DC Spannung erzeugen. 
Wenn der Akku 189 Volt erreicht hat, muss ich mir eine aktive 
Spannungsbegrenzung überlegen. Bzw. den Akku ganz von der Schaltung 
trennen.
Nur würden die Kondensatoren riesig ausfallen denke ich.

Oder die Verwendung eines Trafos und einer elektronischen Regelung. Die 
zu vernichtende Leistung wäre wahrscheinlich riesig... Jedes zu 
vernichtende Volt entspräche ja schon 100 Watt.
#950577
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Wenn ich mir deinen Text so durchlese, dann würde ich dir raten es sein 
zu lassen.
Alleine schon die Idee mit den Kondensatoren zur Strombegrenzung. LiPos 
brauchen eine U/I Regelung, also erst eine Konstantstromquelle und 
hinterher eine sehr genaue Spannungsquelle. Sowas kann man nicht so 
einfach mit ein paar Widerständen oder Kondensatoren erzeugen. Um ein 
Schalnetzteil wirst du bei der Leistung nicht rumkommen.
Gast #950581
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Kommerzielle Ladegeräte wären natürlich auch eine Alternative. Hab 
leider bisher noch keins gefunden welches die Leistung bringen kann.

Vielleicht könnte man auch jede zelle einzeln laden. Dann bräuchte man 
45 voneinander galvanisch getrennte Ladeeinheiten mit jeweils 4,2V 100 
Ampere. Macht die sache auch nicht einfacher.

Das Ladeverfahren ist mir klar und entspricht einer strombegrenzten 
Spannungsquelle, viel mehr ist da nicht dran. Diese verhält sich dank 
der Strombegrenzung erst als Konstantstromquelle und beim erreichen der 
Ladeschlussspannung als normale Spannungsquelle.

Die hohe Genauigkeit muss nur erreicht werden, wenn die Zellen bis zum 
letzten mV voll geladen werden müssen. Bleibt man absichtlich unter der 
maximalen Ladeschlusspannung, dann besteht hier keine Gefahr.
Gast #950598
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Mutiges Projekt !

Kondensator:
2000µF hat einen Wechselstromwiderstand von 1,6 Ohm, würde direkt an 
230V gelegt, 145A führen, nicht praktikabel.

Als Strombegrenzung gingen allenfalls Drosseln, solche halbmetergrossen 
Spulen, wie sie u.a. in Gleichstromstellern bei Strassenbahnen eingebaut 
sind, grössere Bauformen dann noch bei der EVU-Verteilung.

Im übrigen müsste das EVU die Anlage zulassen, wg. Leistungsfaktor bzw. 
Oberschwingungsströmen (?).

Ich bin ebenfalls skeptisch (, habe auch mal im Bereich 
Leistungselektronik gearbeitet ).

Grüsse
Gast #950687
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>Kommerzielle Ladegeräte wären natürlich auch eine Alternative. Hab
>leider bisher noch keins gefunden welches die Leistung bringen kann.

Duenn, mager, bloed.
Sowas gibt's nicht fuer n'Appel und n'Ei. Da musste richtig Flieder in 
die Hand nehmen.
#950689
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Weiss nicht was das soll.

Power Charge wrote :
Ich möchte einen "kleinen" LiPo Akku laden. Es handelt sich um eine
Reihenschaltung von 45 Zellen mit einer Kapazität von jeweils 200 Ah.

Das würde bedeuten 45 x 200Ah = 9000 Ah.
Er schrieb "jeweils 200Ah" wohlgemerkt.

In meinem Hausanschlusskasten sind 63A Sicherungen.

Versuchs mal an einem 40ft Caterpillar Powerplant.

Bis dann.
Gast #950692
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benutze die ladeschaltung von deinen auto. Ist doch ein hybridauto oder?
Versuche rauszufinden welche eingangsströme das ding mitmacht.

@Armin

es bleiben 200Ah, ist ja schließlich Reihenschaltung nur die Spannung 
steigt.
Gast #950694
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Bei einer Reihenschaltung addieren sich die Spannungen der Einzelzellen, 
nicht die Kapazität der Zellen. Deshalb geht es hier auch um eine 
Spannung von 189 Volt.

Wenn ich hier selbst sowas klar stellen muss, bin ich hier wohl falsch.

Hab jetzt eine Lösung gefunden: 4x NLG511 (25A) der Fa. BRUSA für 
jeweils umgerechnet 2200 euro.

Ein günstigerer Eigenbau, auch mit "arbenteuerlichen" Lösungen, wäre mir 
lieber gewesen.
Gast #951538
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Auch in D findet man was, wenn man will:

http://www.elektroautomatik.de/products/hochleistungsquellen/dcsources.html


Textauszug:
Bei der Geräteserie EA-PS 1000 handelt es sich um regelbare 
primär-getaktete Hochleistungsgleichrichter, ausbaufähig bis zu 500 V, 
8500 A und einer Leistung von max. 220 kW. Die Geräte sind für den 
industriellen Einsatz konzipiert und werden in galvanotechnischen 
Anwendungen (z.B. Oberflächenbeschichtung, Härtung) sowie 
elektrotechnischen Anwendungen (z.B. Motorprüfstände, Testanlagen von 
Schaltern, Relais/Schützen, Verbindungen) eingesetzt.


Allerdings solltest Du Dir dann einen verstärkten Hausanschluss legen 
lassen.
Persönliche Seite #951704
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840 Watt? Wenn man während des Ladens balanced, dann sollte man mit viel 
weniger auskommen. Je nachdem wie stark die Zellen auseinander liegen 
sollten 25 Watt pro zelle reichen.

Da könnte man sich auch eine intelligente Steuerung überlegen, die den 
Ladestrom für alle Zellen runter fährt, wenn die erste Zelle kurz vor 
ihrer Schlussspannung steht.
#951733
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Wenn ich mal so fragen darf: Wofür brauchst du so viele Akkus? Wird das 
eine USV für einen gesamten Raum oder Gebäude?

Alternativ wenn du auch mit etwas weniger an Ladestrom auskommen 
könntest: man kann mit einem Schaltregler, der 48V @ 5A liefert 11 Akkus 
beladen => mit 4 Schaltreglern schaffst du 44 Lipos. Wenn du den Strom 
auf 10A erhöhen würdest durch eine Parallelschaltung von 2 je 
Schaltnetzteilen hättest du  eine Ladezeit von "nur noch" 20h. Aber ich 
weiß nicht, ob du die Akkus in wirklich 2h laden musst oder ggf. auch 
längere Ladezeiten ausreichen würden...

(Als Beispiel bei Reichelt den SNT MW-DRP48, 48V@5A, kostet das Stück 
auch "nur 72€")
#1888817
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Also für mich riecht das nach einem ganz anderen Verwendungszweck:
Selbstbau-EV. ( Elektroauto )

Der genannte Akku hat ja eine Energiekapazität von "nur" 38KW/h.

Der vom bekannten Tesla Roadster hat um 50 KW/h, da sind wir ja nicht 
mehr weit davon entfernt. Das würde dann auch erkären, weshalb er den in 
2 Stunden vollpumpen will. Und da wären wir wieder bei der Problematik 
so mancher moderner Elektroautos: Sie könnten schneller laden, aber der 
verfügbare Stromanschluss macht das nicht mit.

Vielleicht sollte mann da auf der suche nach Ladegeräten in dieser 
Richtung stöbern. Dann würde mann auch etwas in richtung 
Steuerelektronik ( Steller ) für den Motor finden, falls es wirklich in 
diese richtung hinausläuft.
Gast #1888830
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Hi

>Vielleicht sollte mann da auf der suche nach Ladegeräten in dieser
>Richtung stöbern.

Letzter Post: Datum: 15.10.2008 13:26

Das interessiert wahrscheinlich nur noch den Gasmann. Wieso antwortet 
man auf einen fast 2 Jahre alten Thread?

MfG Spess

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