ItStudent schrieb:> Verstehe ich das richtig, dass man damit zbs. eine Stecknadel anziehen> könnte? Wie sehe ich wie stark dieser "Magnet" ist?
nein, das sind Induktivität. Sie sollen so wenig wie möglich ein
Magnetfeld nach außen erzeugen. Sie ziehen also nichts an.
SMD Elektromagnet wird scheinbar sehr wenig gebraucht, bin mir nicht
sicher ob es da etwas gibt.
Dazu sind die nicht gedacht. Das sind Induktivitäten, die sind um eine
bestimmte Induktivität in einer Schaltung zu haben. Es ist zu erwarten
dass die explizit so entworfen sind dass möglichst wenig von dem Feld
nach außen dringt.
Wobei die abgebildeten Typen durchaus einen anständigen Luftspalt haben
und somit auch ein signifikantes Streufeld aufweisen werden.
Du kannst es ja ausprobieren.
Es könnte eine planare Induktivität als Elektromagnet "missbraucht"
werden.
Das pdf unter
http://www.kaschke.de/fileadmin/user_upload/documents/datenblaetter/flyer/kaschke-planar_components-web-0812.pdf
gibt dir sicher eine Idee von einem solchen Aufbau.
Eigentlich reicht eine Printspule, diese wird aber vermutlich zu schwach
sein (ohne die Anforderungen zu kennen!). Durch einen ferromagnetischen
Kern kann das Feld konzentriert werden. Z.B. mit einem für planare
Trafos üblichen E/I Kern, bei dem jedoch das I weggelassen wird.
Als Kinder haben wir uns schon Elektromagneten mit einer Schraube und
Lackdraht selbst gebaut. Wo ist das Problem? Vor allem, wenn es nur eine
Nadel sein soll, die damit angehoben wird. Ist nur die Frage, ob quer
oder an einem oder anderem Ende. Aber auch da gibt es simple Lösungen.
http://www.ems-kraus.de/elektro2.html
Na ja: max 5x5mm wären schon sehr sportlich per hand herzustellen.
Viele Windungen sehr dünnen Kupferlackdraht auf einen kleinern Kern
mechanisch belastbar per Hand herzustellen dürften ohne spezielles
Werkzeug nur die wenigsten schaffen.
Vielleicht lässt sich ein Quarzuhrwerk auseinander nehmen, oder irgend
ein ausrangierter Drucker, Videorecorder(falls nicht mittlerwile alle
entsorgt sind) oder ein anderes Gerät mit viel Feinmechanik kann noch
als "Organspender" dienen.
Das blöde ist natürlich der "Restschrott" den man dann entsorgen muss...
Weiterhin gibt es Leute die Mikromodellbau machen nicht unwahrscheinlich
das es da etwas (teuers) gibt.
Praktiker
HildeK schrieb:> F. F. schrieb:>> 5V, 0,5A>> Diese paar Windungen von dem relativ dicken Draht haben doch niemals> 10Ω!
Na, das waren die Einstellungen am Netzgerät.
F. F. schrieb:> HildeK schrieb:>> F. F. schrieb:>>> 5V, 0,5A>>>> Diese paar Windungen von dem relativ dicken Draht haben doch niemals>> 10Ω!>> Na, das waren die Einstellungen am Netzgerät.
Dann sind die 5V aber egal. ;)
Scheißegal sogar. Mir ging es nur darum, eben zu beweisen und zu zeigen,
dass man das ohne großen Aufwand selbst machen kann. Der Draht war sogar
sehr dick und es waren nur wenige Wicklungen. Nicht mal eine Minute
hatte das gedauert.
Man braucht weder das ganze Internet danach abzusuchen noch einen
ellenlangen Thread, mit wissenschaftlichen Abhandlungen über Magnetismus
zu schreiben, für diese einfache Aufgabe.
Ich will nicht überheblich klingen, aber während die Ingenieure noch
diskutieren, hat der Handwerker den Nagel längst in der Wand und wenn
die Ingenieure mit dem Rechnen fertig sind, werden sie feststellen, dass
das hält, was der Handwerker so schon sah.
In gewisser Weise hast du aber "Scheiß" erzählt, denn wie oben bemerkt
sind 5V, 0.5A unrealistisch. Wenn du eine 0.5 A Strombegrenzung drin
hast, müsste auch die anliegende Spannung genannt werden.
Erst recht bei si Kampfthesen die du nachlegst :-)
Ach Winni, ich habe da erstmal irgendwas eingestellt, um keine heißen
Finger zu bekommen. Der einzige Gedanke dabei war, die Funktion zu
testen.
Da ich gefühlte 1000 Jahre so was nicht mehr gemacht habe und man früher
diese 6V Batterien benutzte, habe ich bei diesen wenigen Wicklungen
einach mal einen Wert eingestellt der augenscheinlich ungefähr
funktionieren musste, ohne dass ich heiße Finger bekomme.
Keine Kampfthesen, nur der Hinweis, dass man nicht alles zerreden muss.
Also sowas hier kann schon klappen:
http://www.reichelt.de/Power-Induktivitaeten-SMD/L-PISM-100-/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=73027&GROUPID=3709&artnr=L-PISM+100%C2%B5
Wichtig ist eben, das die Spule nicht gekapselt ist und so keinen
magnetischen Kurzschluss hat.
Wie manche von euch sicher schon mal gemerkt haben, sind solche
Speicherdrosseln öfter mal auch schon durch die Ansteuerung (kein reiner
Wechselstrom) magnetisch.
Man muss allerdings schon kräftige Ströme parat haben, da diese
Speicherdrosseln ja meistens keinen grossen Widerstand darstellen - wäre
ja auch gegen ihre 'Natur'.
F. F. schrieb:> Scheißegal sogar. Mir ging es nur darum, eben zu beweisen und zu zeigen,> dass man das ohne großen Aufwand selbst machen kann. Der Draht war sogar> sehr dick und es waren nur wenige Wicklungen. Nicht mal eine Minute> hatte das gedauert.
Wird der Nagel nicht mit der Zeit magnetisch?
Der Nagel wird praktisch sofort magnetisch und kann seinerseits weitere
Nägel anziehen. In diesem Forum ist wichtig anzumerken: natürlich nur
wenn der Nagel aus einem geeigneten Material ist. Kupfernägel,
Edelstahlnägel... werden nicht funktionieren, die billigste
Stahllegierung hingegen schon.
Interessant ist was passiert, wenn das Erregermagnetfeld abgeschaltet
wird: je nach Material / Feldstärke (und Polarität und Magnetkreis)
verliert der Nagel seinen Magnetismus völlig teilweise kaum. Du
kennst das vielleicht von den Schraubenziehern, deren Spitze
magnetisiert werden kann um die Schraube zu halten.
winnie schrieb:> Spricht etwas dagegen, so eine Drossel> noch mit Feile zu bearbeiten?
Was möchtest du erreichen? Das Ferritmaterial ist im Allgemeinen richtig
schlecht zu bearbeiten, da springt eher mal ein Chip ab, als das du was
sauberes reingefeilt bekommst. Am besten ist es, wenn du dir eine
Bauform aussuchst, die schon grösstenteils so ist, wie du es brauchst.
@ ItStudent (Gast)
Der Gedanke, mit den winzigen Elektromagneten etwas herzustellen, ist
schon verlockend!
Vor Jahrzehnten habe ich mal zur MMM (etwa ""Jugend forscht" von heute)
ähnliches konstruiert.
Mehrere einzelne Spiegelquadrate(in Zeilen und Spalten angeordnet)
wurden durch je einen winzigen E.-magneten abgelenkt. Auf die
Gesamtfläche der Spiegel wurde ein spezielles Diabild projeziert.
Ein nicht aktivierter Einzelspiegel stellte seinen Ausschnitt des
Gesamtbildes nicht dar.
Die Einzelspiegel arretierten in einem "Haltebügel", der ebenfalls durch
einen (stärkeren) E-magneten ausgelöst werden konnte (Kein Haltestrom
notwendig!).
Dadurch wurden Symbole in aggresiven Flüssigkeiten dargestellt.
- nun, ein Schelm(und davon gibt es ja genug) könnte nun bemerken, daß
die winzigen E-Magnete nie genug Hubweg zum ablenken haben könnten.
Auch dafür hatte ich eine Lösung:
- die Spiegel einer Spalte wurden geichzeitig den E.-magneten darunter
mech. "angeboten". Die nicht aktiven klappten zurück.
Wie?
Das ist so geheim, das ich es selbst nicht wissen darf :-)