Hallo,
haben Seagate Barracuda HDs 7200.11 und 7200.12 ein Firmwareproblem?
(ich habe im Kopf, vor Jahren einen einen Artikel gelesen zu haben, der
das sagt)
Ich müsste nämlich ein paar Daten sichern und habe hier eine neue
Barracuda HD mit 1TB rumliegen, weiß aber nicht, ob das wegen dieser
Firmwaregeschichte ratsam ist. Kennt sich hier jemand näher mit der
Thematik aus?
(die Platte ist eine Seagate Barracuda 1TB 3,5Zoll 64MB Cache SATA III 6
Gb/s ST1000DM010)
Ben B. schrieb:> Ooch komm, wenn ich mich an die IBM Deathstar erinnere,> dürfte man von deren Hersteller auch keine Platten mehr kaufen.
2 Jahre später hat IBM ja auch keine HDDs mehr hergestellt.
A. K. schrieb:>> Ooch komm, wenn ich mich an die IBM Deathstar erinnere,>> dürfte man von deren Hersteller auch keine Platten mehr kaufen.>> 2 Jahre später hat IBM ja auch keine HDDs mehr hergestellt.
Wurden die nicht von Hitachi weiter gebaut?
Ben B. schrieb:> Ooch komm, wenn ich mich an die IBM Deathstar erinnere,> dürfte man von deren Hersteller auch keine Platten mehr kaufen.
Ich hatte auch fünf IBM Deskstars, umm, Deathstars - 100% Totalausfall
nach einem Jahr. Bis dahin liefen sie fantastisch gut.
Die Platten warwn aus Glas. Ein Hammerschlag und sie brachen in
Millionen Stücke.
Der Vollständigkeit halber: Mir sind zwei Western Digital zerfallen,
eine 500GB Desktop- (WD Green) und eine 500GB Laptop-Platte (WD Blue).
Früher auch schon eine Quantum 6,4GB und eine Samsung (als der Verlust
von 850MB noch echt schmerzlich war).
Die Deathstar-Platten (75GXP) waren noch echte IBMs (zwei Jahre später
wurde die Sparte von Hitachi weitergeführt und inzwischen gehört die
Produktion zu Western Digital). Die Probleme entstanden durch schlechte
Verträglichkeit der GMR-Schreib/Leseköpfe mit schnell drehenden
3,5"-Plattern aus Glas. Dabei löste sich die magnetische Beschichtung
von den Plattern, was zu Headcrashes und dadurch meist ohne Vorwarnung
zum Totalausfall der Laufwerke führte.
Joachim schrieb:> haben Seagate Barracuda HDs 7200.11 und 7200.12 ein Firmwareproblem?
Ja, aber nicht alle. Unter rechts die Ser.-Nr. eintippern:
https://www.seagate.com/de/de/support/downloads/
Sollte eine Platte bereits ausgefalen sein, kann man sie via serieller
wiederbeleben.
Das
Joachim schrieb:> Sehr schönes Tutorial!!! Was ist das denn für ein selbstgebauter> Logic-Analyzer?
Dankeschön ☺️
Ach das war ein selbstgebauter auf ATmega32 Basis 4 Kanal mit FTDI Chip.
War zwar schnarchlahm aber hatte vollkommen gereicht für I2C und
langsames SPI ? Das Ding war damals schon ca. 3-5 Jahre alt, also quasi
so 15 Jahre alt nun und ich hatte kein Geld für ein "richtigen" - also:
selber bauen. Und ich hatte UART über Stiftleisten und Jumperbrucken
zugänglich gemacht.
oerks schrieb:>> Ich hatte auch fünf IBM Deskstars>> Ich habe hier 2 Dutzend im Kapazitaetsbereich von 120 GB - 250 GB.> Und allen geht es gut...
Glaube ich Dir nicht! 250GB waren bestimmt keine IBM mehr.
Die Deathstar waren im zweistelligen GB-Bereich. Ich hatte ein paar mit
30GB. Bei ihrem Ableben hatte schon Hitachi übernommen und netterweise
die kaputten 30GB-Platten gegen neue 40GB-Platten getauscht.
Ansonsten muss ich sagen, egal ob Seagate oder WD oder was auch immer
drauf steht: Man kann immer Pech haben, ich hatte schon kaputte Platten
von allen Herstellern in der Hand.
mh schrieb:> oerks schrieb:>>> Ich hatte auch fünf IBM Deskstars>> Ich habe hier 2 Dutzend im Kapazitaetsbereich von 120 GB - 250 GB.>> Und allen geht es gut...>> Glaube ich Dir nicht! 250GB waren bestimmt keine IBM mehr.> Die Deathstar waren im zweistelligen GB-Bereich.
Wollte ich auch gerade schreiben... ich hatte eine IC35 mit 40GB, das
war schon die Nachfolgerin der Deathstar (ebenfalls noch von IBM).
>100GB gab's damals noch nicht.
Die IC35 waren übrigens nicht besser...zwar gab es bei meiner keinen
Totalausfall, aber auf einmal gab es nur noch Lesefehler. Ich kann mich
erinnern die neuesten Daten davon noch erfolgreich gerettet zu haben
indem ich sie im Kühlschrank betrieben habe ;-)
Dagegen hab ich noch eine 2,5"-IBM mit 30GB auch etwa aus der Zeit, die
ich von Anfang an in einem MP3-Player im Auto betrieben habe...die ist
noch heute da drin, und läuft und läuft und läuft :-)
Rene K. schrieb:> Ach das war ein selbstgebauter auf ATmega32 Basis 4 Kanal mit FTDI Chip.> War zwar schnarchlahm aber hatte vollkommen gereicht für I2C und> langsames SPI ? Das Ding war damals schon ca. 3-5 Jahre alt, also quasi> so 15 Jahre alt nun und ich hatte kein Geld für ein "richtigen" - also:> selber bauen. Und ich hatte UART über Stiftleisten und Jumperbrucken> zugänglich gemacht.
Cool!
Ich hatte bis vor einiger Zeit noch einen LA laufen, der quasi nur aus
dem Parallelport von einem älteren Rechner bestand (dazwischen ein
Bustreiber-IC, um den Port zu schützen).
Lief ziemlich schnell, leider ist der Rechner mit dem Parallelport
mittlerweile in Rente.
ich³ schrieb:> Ja, aber nicht alle. Unter rechts die Ser.-Nr. eintippern:>> https://www.seagate.com/de/de/support/downloads/
Habe das übrigens gemacht, die Seriennummer ist ZN18KDGC. Die wird aber
dort nicht gefunden.
(auf der Platte steht SN: ZN18KDGC)
Woran mag das liegen?
Joachim schrieb:> Update:>> zu der Seriennummer wird folgendes ausgegeben:Für diese Seriennummer> wurde keine Firmware gefunden.>> ZN18KDGC>> Wahrscheinlich gibt es einfach kein Firmware-Update zu dem Modell...?!
Dieses Modell war / ist auch nicht von dem obigen Bug betroffen.
Ich hatte immer 7200 U/Min JD Laufwerke von WD im 24/7 Betrieb nie ein
Ausfall inzwischen muss das die Black Serie sein, bei WD sind das aber
auch die Laufwerke die statt 2 meist 5 Jahre Garantie haben und die
gewähren sie nicht umsonst, wenn Sie nicht wüssten, dass das die
besseren Laufwerke sind. Defekte Laufwerke sind mir bisher nur von
anderen Herstellern zugeflogen, die berühmt berüchtigtem IBMs mit 20
oder 30 GB, die wurden später noch unter einem anderem Label
weiterverkauft irgendwas mit T am Anfang, ansonsten viele viele
Seagates, war letztens wieder in Versuchung meinem Sohn eine 2 TB-SSHD
von Seagte zu kaufen aber die sterben anscheinend auch recht oft.
Mein Fazit lieber 10-20% mehr ausgeben und eine Serie kaufen die eine
längere Garantie hat, die Hersteller wissen warum.
Ich fahre seit meinem obigen Vorfall ausschließlich Samsung HDDs. Aber
ich denke, das man das nicht pauschalisiert sagen kann welcher
Hersteller (ich glaub nichtmal das Samsung überhaupt selbst herstellt?!)
besser oder schlechter in der Ausfallrate ist.
Ich denke viel eher das es wie bei Autos ist: Mal erwischt man ein
Montagsmodel mal ein Mittwochsmodel... Ich hatte jetzt in den letzten
Jahren nach der Seagate Platte keinen weiteren Ausfall. Und ich hatte
einige Platten.
In meinen Servern setze ich (noch immer 3,5") 15k SAS Platten von Dell
ein, da ist es nicht erkenntlich welcher Hersteller das ist. Auch da,
und diese laufen 24/5, hatte ich in den letzten Jahren keine Ausfälle zu
beklagen.
Aber aufgrund eines Serverrefresh werden diese dann wohl so langsam Sata
SSDs weichen in der nächsten Zeit. Alleine aus Kosten / Lautstärke und
Performance Gründen. Da bin ich dann mal gespannt wie da die
Langzeitsabilität aussieht.