grundlegende Schaltungsfrage wozu der PNP??

Gast #808248
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Guten morgen allerseits...

ich hätte da mal folgende Frage: wozu dient der PNP Transistor in der 
obigen Schaltung??? V1 ist ein Frequenzgenerator der z.B. 
Rechtecksignale liefert (0-5V). Ich hab es mal simuliert... verstehe 
aber einfach den Sinn des PNP-Transistors nicht. Warum nicht nur der 
Tiefpass aus R und C???

Schonmal vielen Dank für die Antworten...
Gruß
Frank
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Gast #808265
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Is ne Diode mit höherer Sperrspannung und durchschnittlicher Schaltzeit 
( um 100 ns). Folklore des Schaltungsmalers. Benutzt man 
Innenschaltungen von Schaltkreisen, wenn eine höhere Sperrspannung als 
ca. 5 V gebraucht wird.
So aber kalter Kaffee.
Gast #808279
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@Bernd:
Ich versteh nur Bahnhof??? Folklore, kalter Kaffee??

Wenn du vielleicht ein paar Sätze dazu schreiben könntest... wozu das 
ganze??? Sinn und Zweck??? Und warum kalter Kaffee? macht man das heute 
anders??
Gast #808294
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Dann will ich mal ausholen:
Wenn der Transistor so verschaltet ist, wie dargestellt, entsteht eine 
Diode (Katode rechts, Anode links) mit einer Sperrspannung bzw. 
Durchbruchsspannung von ca. 30 - 40 V (für den benutzten Transistor), 
einer Flußspannung von ca. 0,9 V und einer Sperrverzögerungszeit von ca.
50 - 100 ns. Für eine handelsübliche Diode wären das die Kennwerte von 
gestern. Jede Diode (z.B. 1N4148, und die wird schon seit fast 40 Jahren 
unverändert hergestellt) ist da besser und billiger. (kalter Kaffee!)
Die dargestellte Lösung wird in integrierter Schaltkreisen eingesetzt, 
weil dort die Implementierung von Transistorstrukturen einfacher ist als 
die von Dioden (zumindest dann, wenn Dioden und Transistoren 
gleichzeitig reinmüssen).
Diskret aufbauen, wie hier, würde man das nicht, sondern immer eine 
Diode nehmen, weil deren Daten besser sind und der Preis knapp über Null 
liegt.
Der Schaltungszeichner wollte also mal als Selbstdarsteller tätig sein 
und den Betrachter verwirren und dumm dastehen lassen, was ihm ja auch 
mal wieder gelungen ist (Folklore!).
Die Diode dient als dazu, daß der Impuls den Kondensator lädt. Wenn der 
Impuls wieder Null Volt hat, sperrt die Diode und der Ko kann sich nicht 
über den Generatorinnenwiderstand entladen, sondern nur über den 
parallelen R.

Klaro?
Gast #808334
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Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass ein Transistor als Diode etwas 
bessere Leckströme aufweist als eine normale Diode. Ich meine sogar, 
dass mal kürzlich in einer Schaltung mit genau der Begründung gesehen zu 
haben.

Ich werde allerdings jetzt den Teufel tun und hypothetische Datenblätter 
eines Transistors vom Typ "Q1" :-) zu wälzen um sie gegen hypothetische 
Daten einer "normalen Diode" zu vergleichen :-)
#808346
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Dass der Transistor nen geringeren Leckstrom aufweist als 
Waldundwiesen-Dioden kenn ich auch so. Allerdings gibts mittlerweile 
Dioden mit recht guten Werten. Die Schaltung ist m.E. erst recht etwas 
unsinnig wenn man nur mit positiven Impulsen arbeitet (im Eingangspost 
steht 0-5V). Abgesehen von dem "Überspannungsschutz" (bei 5V?) wäre das 
eher sinnvoll um nen +/- Wechselsignal Einweg-gleichzurichten. (die 
Basis-Kollektor-Diode blockt ebenso den negativen Impuls).
Sowas in der Art kenn ich noch aus alten Prüfungen wo versucht wird, den 
Studenten für blöd zu verkaufen :)
Gast #808375
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@Bastler
 Das ist eine Diode! Mit genau den von mir beschriebenen Eigenschaften

Wenn Basis und Kollektor zusammengetackert werden, liegt die 
Sperrspannung bloß noch bei ca. 5 - 7 V. Die Schaltzeit sinkt beim 
stinknormalen Transistor z.B. 2 N 3904 auf ca. 2 ns. Das benutze ich in 
einem Gerät.

Frage Leckstrom ? Müßte ich nachsehen, weiß ich nicht aus dem Hut.

Nachlesen bei Sidney Soclof "Analog Integrated Circuits", Prentice Hall 
1985

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