Mir sind gerade eine Menge Optokoppler vom Typ MB104 (entspricht CNY17)
in die Hände gefallen. Ich kam auf die Idee, (siehe Anhang) zwei weit
entfernte Atmega8515 statt über RS232 über eine Art
Stromschleifenschnittstelle zu verbinden.
Frage: Was meint ihr, ob das so gehen könnte. Ich kann es hier nicht
testen, weil ich nicht in meiner "Bude" bin.
MfG Paul
Die Anode von der LED im Optokoppler sollte aber an Ub.
Sonst funktioniert das. Wird sich nur nicht für große Baudraten eignen,
da die internen Phototransistoren ziemlich langsam sind
Wenn du die LED an Vcc hängst, statt verkehrt herum zwischen Pin und
GND, kann das was werden. Entspricht dann grob gepeilt der
Vebindungstechnik, die bis in die 70er als 20mA-Stromschleife für
Fernschreiber üblich war.
Zu beachten ist das sehr begrenzte Tempo billiger Optokoppler. Je nach
Typ und Betriebsbedingungen kann man schon mit 9600bd scheitern.
Trottel ich! Die Diode soll schon gegen Masse geschaltet werden,
allerdings mit der Kathode an Masse. ;-)
Ich will das Signal nicht invertieren, so daß ich es genauso
verarbeiten könnte, als wenn TXD und RXD direkt über Kreuz verbunden
wären.
MfG Paul
Gegen Masse ist nicht so gut, denn eben dann invertiert der Kram. TX
high => LED an => Transistor leitet = > RX low. Diode so lassen, aber an
Vcc, dann stimmt's.
Solche Optokopper werden mit zunehmendem Laststrom schneller. Wirf mal
einen Blick ins Datasheet. Für R1 ist daher maximal 1K sinnvoll (auf
Basis vom Datasheet des CNY17), wobei dabei der LED-Strom ebenfalls
beachtet werden sollte, je nach CTR des Kopplers. Stromsparend ist sowas
nicht wirklich.
Danke für Eure Ratschläge und Hinweise. Ich sollte nach 21 Uhr keine
"komplizierten " Schaltpläne mehr zeichnen. ;-))
Schnell muß es nicht sein. Es geht nur darum, zwei Platinen mit
Atmega8515
zu verbinden und alle paar Sekunden mal ein Byte zu empfangen und zur
Quittierung zurückzusenden. Das Schlimme ist eben, daß die Sachen ca.
150 Meter voneinander weg sind und ich nur über eine Kabelbahn kann, die
schon daliegt. Darauf ist aber "der Teufel los", sprich: es liegen
Leistungskabel drauf. Die erzeugen Magnetfelder, daß es nicht mehr schön
ist! ;-)
Trotz geschirmter Leitung bin ich mit RS232 nicht zurechtgekommen. Da
erinnerte ich mich eben an die sog. IFSS-Schnittstelle aus DDR-Zeiten.
Na, da wolln mer sehn....
MfG Paul
Ich habe hier nur Telefonkabel IYSTY 4+2+0,6. Damit muss ich auskommen.
Es darf doch alles nichts kosten. :-(
So, ich habe jetzt nur mal schnell mit 74LS13 einen Astabilen
Multivibrator
dran, der den Optokoppler über 470 Ohm mit ca. 1Khz ansteuert.
Dazwischen
ist ein 100 Meter-Ring des besagten Kabels und auf "der anderen Seite"
der Empfangstransistor mit 4,7K am Kollektor und an den "dortigen" +5V.
Resultat: Mit dem Oszillographen sehe ich erstklassige Rechteckimpulse.
Das wird jetzt so in die Tat umgesetzt.
Ich gehe erstmal Kabel ziehen und sage Euch nochmal Bescheid, ob es auch
in "Natura" so gut geht wie in der Werkstatt.
MfG Paul