Hast Du mal ausgerechnet, wie groß die Bilder werden? Selbst bei 160x100
Pixel mit 256 Graustufen sind das 16KB pro Bild. Die bekomsmt Du
vermutlich nicht in der nötigen Geschwindigkeit in das EEPROM, also mußt
Du sie im RAM zwischenspeichern. Dein RAM ist aber nicht groß genug,
also kannst Du pro Bild immer nur ein Teil aufnehmen und speichern; d.h.
Du mußt Dein Ergebnisbild aus mehreren Originalbildern
zusammensstückeln.
Außerdem sind die größten I2C EEPROMs die leicht erhältlich sind die
24C512, die haben aber nur 32KB Speicher, d.h. ein Chip kann maximal 2
Bilder aufnehmen.
Als A/D-Wandler brauchst Du einen, der mindestens 3MSPS bei 8Bit macht,
da gibts verschiedene, z.B. den TDA8703.
Die Kamera selbst ist wohl ok, erwarte aber keine Wunder von der
Bildqualität.
Prinzipiell solltest Du Dir aber erstmal überlegen, welche Bildqualität
Du möchtest. Ich halte die o.g. 160x100@256 Graufstufen für das unterste
Limit, aber vielleicht reichen Dir ja auch 80x60 mit 16 Graustufen oder
so, spiel einfach mal mit einer Bildbearbeitung rum damit Du die
Qualität beurteilen kannst. Außerdem wäre noch die Frage, ob Du anstatt
einem seriellen I2C EEprom nicht vielleicht ein serielles oder gar
paralleles Flash verwenden möchtest.
Markus
Hallo Markus,
danke für deine Antwort.
Also einen SRAM als Zwischenspeicher würde ich auf jeden Fall verwenden.
Ich möchte einen externen verwenden, der könnte bis zu 32kb aufnehmen.
NAchdem das Bild also digitalisiert wurde und im SRAM gelandet ist, muss
ich es in ein EEPROM speichern lassen. Bestehe bei dem genannten EEPROM
nicht die Möglichkeit, mehrere Chips zu verwenden (z.B. 2 -> 8 Bilder).
Hast du dir die Kamera mal angesehen, würde das mit der gehen?
Den AD Wandler dann also mit dem Eingang an den Composite Ausgang der
Kamera hängen ...
Was für einen Vorteil würden mir die Flashes bieten?
Grüße
Steffen
Hallo,
Wenn du keine hohe auflösung brauchst, kuck mal mach der Gamboy Kamera,
findest du über google.
Als speicher kannst du auch NVRAM nehmen, Texas Instruments hat die bis
2 MBytes.
Bei EEPROM und FLash solltest Du auf die maximale lösch zahl achten.
Grüße Mark.
Also die Gameboy kamera ist eine echte Alternative!
Auch von der Auflösung her ist es genau so, wie ich mir das vorstelle.
Ich werd mir die Kamera bei Ebay besorgen.
Mit der Auslesegeschwindigkeit kann ich wohl auch den TDA8703 verwenden.
Kann man den NVRAM auch so schnell wie einen SRAM ansteuern? Dann
bräuchte ich keinen extra SRAM. Wahrscheinlich wäre dann ein paralleler
am besten, oder?
@Steffen:
Man kann schon mehrere serielle EEPROM an einen Bus hängen, aber die
(parallelen) Flashes sind billiger und größer.
Ein 24C512 (64KB) kostet bei Reichelt 4,75 Euro, ein 29C040 (512KB
Flash) kostet dagegen nur 3,90 Euro. Da würden dann 32 Bilder
reinpassen.
Die Frage ist aber, ob Du eigentlich überhaupt nichtflüchtigen Speicher
brauchst. Du könntest das Ganze ja auch Akkugepuffert in einem SRAM
speichern. NVRAM ist im Prinzip auch nix anderes, dürfte aber vermutlich
relativ schwer erhältlich sein.
Markus
Also ich würde gerne einen nicht flüchtigen Speicher verwenden. Der
Flash hört sich gut an - ist auch nicht schlimm, dass man es nicht
unendlich oft beschrieben kann ...
Ich werde dann einen parallelen SRAM mit Latch un 32k Speicherplatz
verwenden ... Da hab ich schon einige zu Hause und 32 k reichen ja
locker aus.
Hallo Steffen,
NVRAM ist 'normales' SRAM mit batterie und überwachungs circuit, also
beschreibbar wie SRAM behält aber die daten ohne spannung.
Und die 1 Mbytes module (BQ4016) vom Texas Instrument kann Ich dir
anbieten für 35 EURO.
Wenn Du noch schnelle AD wndler brauchst, Ich hätte auch noch welche.
Grüße Mark,
Hallo Mark,
danke für die Erklärung - war zwar unnötig, aber trotzdem ;)
Das ist bestimmt ein gutes Angebot, aber leider sond mir 35 Euro ein
bisschen zu teuer, zumindest im Moment, wo ich noch net mal sicher weiß,
ob ich das hinkrieg ...
Aber einen schnellen AD Wandler könnt ich schon brauchen ... Was hast du
denn für welche und was kosten die?
Grüße
Steffen
Nimm doch zur Speicherung DataFlash von Atmel. Sind groß, relativ
einfach seriell zu beschreiben, und nicht allzu teuer (hab die Teile
aber bisher nur bei Segor gesehen). Die neuen Modelle haben nen
High-Speed SPI-Port, die älteren verkraften immerhin noch ne
Taktfrequenz bis 20MHz. Die 16MBit-Version kostet bei Segor 8€.
Problem dabei ist halt, wie bei allen Flash-Speicher, die begrenzten
Schreibzyklen.
Hallo,
ein ähnliches Vorhaben hatte ich mir auch in den Kopf gesetzt.
Erstmal muss ich sagen, für weniger als 10 Euro liefert die
352x288-s/w-Kamera doch einigermaßen gute Bilder.
Nett ist auch, dass man das Modul quasi ohne Beschaltung verwenden kann;
zumindest testweise.
Allerdings frage ich mich, wie genau ich die Synchronisation hinbekomme.
Nach allem, was ich weiß, liefert die Kamera doch ein Composite-Signal
von Vss = 1 V, wobei bei 30% Schwarz, bei 100% Weiß und bei 0% die
Synchronisation vorliegt (muss mir nochmal die Spezifikationen genau
ansehen).
Wenn ich nach jeder Zeile synchronisiere, wie teile ich dann die
gewonnenen Daten auf meine 352 Pixel auf?
Muss ich den µC einmal die Zeit für eine Zeile messen lassen und dann im
Vergleich dazu in 352-stel Abständen meine Werte abspeichern?
Ich müsste mich dann ja darauf verlassen, dass das Timing wirklich
stimmt.
Wie würdet Ihr die Sache angehen?
Grüße
Jens
Hallo Jens,
ich hab mir das Kameramodul auch bei Konrad gekauft. Ich hab es so
angeschlossen wie es die Schaltung auf der Rückseite beschreibt. Nur es
kommt einfach kein Bild. Kann es sein dass dieses Modul defekt ist?
Grüße Meike
Hallo,
also testweise reicht es vollkommen aus, die Kamera auch ohne externe
Bauteile zu betreiben (um andere Fehler auszuschließen).
Einfach stabilisierte 5 Volt an Pin 3 (+) und und Pin 2 (Masse), sowie
Composite-Ausgang an Pin 1 (Innenleiter) und ebenfalls an Pin 2
(Abschirmung).
Sofern Du jetzt noch den richtigen Eingang am TV erwischt (meistens
gelber Cinch), müsste es auf Anhieb klappen. Natürlich musst Du noch
den richtigen Kanal am Fernseher wählen (AV, oder sowas).
Wenn alles nicht klappt, ict das Modul evtl. wirklich defekt.
Jens
@Markus:
Du hast einen 29C040 zur Datenspeicherung erwähnt. Hast du diesen schon
mal in Verbindung mit einem AVR zur Speicherung von Daten benutzt? Ich
habe vor einiger Zeit mal versucht einen per AVR zu beschreiben,
allerdings ohne großen Erfolg.
Nun wir wär's mit einer MMC Karte wie sie in MP3 Playern, Handys usw
eingesetzt wird? Die kosten bei ebay etwa 50cent pro MB, werden
resourcenschonend über SPI angesteuert, sind klein und portabel.
Hallo Jens,
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Du hast mir wirklich
weitergeholfen. Ich hatte an der Abschirmung ausversehen statt Masse
+5V angeschlossen. Aber jetzt funktioniert alles wunderbar!
Danke.
Deine Meike
Ich habe mir übrigens mal o.g. ADC (TDA 8703) besorgt, der scheint mir
für meine Zwecke genau der richtige zu sein.
Ich rätsel aber noch, wie viele Samples ich pro Sekunde brauche, d.h.
wie ich die Taktfrequenz des Converters auslegen soll.
Ein Zeilendurchlauf benötigt 52 µs (Bildinformationen) + 12 µs
(Zeilensynchronisation). Bei 352 Pixeln pro Zeile hieße das
52µs/352Pixel = 1,48e-7 s/Pixel = 6,77 MHz.
Kann das jemand bestätigen? So einen Quarz werde ich wohl nicht
bekommen. Vielleicht hat zufällig schon jemand von Euch Erfahrungen
damit gesammlt.
Jens