Hallo,
ich bin ein ziemlicher µC-Neuling und da ich mittlerweile schon fast am
verzweifeln bin, richte ich mich an euch und hoffe, dass ihr mir
weiterhelfen könnt!
Und zwar geht es um eine einfache UART-Kommunikation. Ich habe schon
alle damit zusammenhängende Beiträge durchforstet, kam jedoch trotzdem
nicht weiter.
Ich benutze einen MSP430FG4619 und möchte lediglich mit dem
Hyperterminal die Eingaben echoen.
Der Code lautet folgendermaßen:
#include "io430xG46x.h"
__interrupt void uartReceiveHandler( void );
unsigned char RxChar;
void main( void )
{
WDTCTL = WDTPW + WDTHOLD; // Watchdog aus
U1CTL |= UCSWRST; // Disabel interrupt
P2SEL |= BIT4 + BIT5; // Verwendung der Ports 2.4 und
2.5
P2DIR |= BIT4 ;
P2DIR &= ~BIT5;
U1CTL |= BIT4; // 8-bit character
U1CTL &= ~BIT7 + BIT5; // no parity, 1 Stopbit
U1TCTL |= BIT4 + BIT5; // UCLK = SMCLK
U1BR0 = 0xB4; // 32k/2400 - 13.65
U1BR1 = 0x01; //
U1MCTL = 0xFF; // modulation
ME2 |= BIT4 + BIT5; // Enable USART0 TXD/RXD
IE2 |= BIT4 + BIT5; // Enable USART0 RX interrupt
U1CTL &= ~UCSWRST; // Enable Interrupt
}
#pragma vector=USART1RX_VECTOR
__interrupt void uartReceiveHandler( void )
{
U1TXBUF = U1RXBUF; // empfangenes Byte sofort
wieder verschicken
}
Vielen Dank schon mal im Voraus!
Viele Grüße
Johannes
> geht nicht
Was geht nicht? Springt er denn in die Interrupt Schleife? Kannst du
Zeichen senden und sie kommen am PC an? Warum schaltest du den TX
Interrupt an? Sind die globalen Interrupts überhaupt eingeschaltet?
Was meinst du wohl, was passiert, wenn du das erste Zeichen vom MSP an
den PC geschickt hast, und der Sende-Interrupt ausgelöst wird, ohne dass
du einen Interrupt-Handler dafür hast?
ok, den Sende-Interrupt hatte ich schon drin, habe ihn (dummerweise) für
den Thread rausgenommen. Das heißt, der folgende Code würde noch dazu
kommen:
#pragma vector=USART1TX_VECTOR
__interrupt void uartSendHandler( void )
{
}
Muss ich dann im Interrupt den Buffer wieder löschen?
Aber trotz alledem wird kein Interrupt ausgelöst, weder wenn ich mit dem
Hyperterminal etwas verschicke noch wenn ich bewusst etwas in den
SendeBuffer schreibe.
Den TX-Interrupt schalte ich an, weil ich ja wieder etwas senden möchte.
Die globalen Interrupts schalte ich mit dem folgenden Code an,oder? :
__bis_SR_register(GIE);
Das hatte ich auch schon mal , hatte aber auch nicht funktioniert...
Hallo Stefan,
also ich möchte USART im UART-Mode verwenden. In dem Datenblatt dazu
steht doch, dass beim Reseten von BIT 5 und BIT 7 zum einen ein Stopbit
eingestellt wird und zum anderen die Parity disabled wird, oder?
Gruß
Johannes
Und am besten immer die Makros für die Register-Bits verwenden, mit Bit3
+ Bit 5 usw sieht ja kein Schwein durch. Nimm doch zum Start erst mal
ein Demo von TI und schmeiß den TX-Int raus. Das bringt nur was, wenn du
während des Sendens mit der CPU noch andere Sachen machen musst.
>dass beim Reseten von BIT 5 und BIT 7
Ja schon, aber Dein Code macht was anderes!
Ich korrigiere mein voriges Posting, Parity und SPI werden nicht
aktiviert, aber trotzdem glaube ich, dass Du nicht das programmiert
hast, was Du eigentlich wolltest:
>U1CTL &= ~BIT7 + BIT5;
~BIT7 = b01111111
+ BIT5 = b00100000
-------------------
b10011111
Kommt zwar "zufällig"(?) was richtiges raus, ist aber nicht "schön" ;-)
Hab es mal ausprobiert. Habe bewusst die TX-Interrupts disabled und den
TX-Handler herausgenommen und in U1TXBUF ein 'q' geschrieben. Am
Hyperterminal kommt aber leider trotzdem nix an...
Ähmm...
>P2SEL |= BIT4 + BIT5; // Verwendung der Ports 2.4 und 2.5
P2.4 u. P2.5 gehören zur USCI-Schnittstelle, Du benutzt aber die USART!
Probier mal lieber P4.0/4.1
Ah, stimmt! Wollte zuerst nämlich USCI verwenden. Hat halt Anfangs auch
nicht funktioniert und bin deshalb auf USART umgestiegen. Aber ich
probiere es nochmal aus!
also, ich habe jetzt mal von ganz vorne angefangen und versucht,
irgendetwas an das Hyperterminal ohne Interrupts zu schicken (siehe
folgender Code):
#include "io430xG46x.h"
#include <intrinsics.h>
void main( void )
{
WDTCTL = WDTPW + WDTHOLD; // Watchdog aus
P2SEL |= BIT4 + BIT5; // Verwendung der Ports 2.4 und
2.5
P2DIR |= BIT4 ;
P2DIR &= ~BIT5;
UCA0CTL0 &= ~BIT3; // 1 Stopbit
UCA0CTL0 &= ~BIT4; // 8-bit character
UCA0CTL0 &= ~BIT5; // LSB first
UCA0CTL0 &= ~BIT7; // no parity
UCA0CTL1 |= BIT6 + BIT7; // UCLK = SMCLK
UCA0BR0 = 0x03; // 32k/9600 - 3.41
UCA0BR1 = 0x00; //
UCA0MCTL = 0x06;
while(1)
{
while (!(IFG2 & UCA0TXIFG)); // Warten bis TX Buffer leer
UCA0TXBUF = '5'; // Testzeichen senden
}
}
Er kommt jedoch nie in die letzte Zeile, in der die 5 in den Buffer
geschrieben wird. Aber wieso nicht??? Hat irgendjemand eine Idee?
fehlt, damit ist USCI nicht aktiv!
Halte Dich doch mal an die Init-Anweisung im User-Guide!!!
"Note: Initializing or Re-Configuring the USCI Module
The recommended USCI initialization/re-configuration process is:
1) Set UCSWRST (BIS.B #UCSWRST,&UCAxCTL1)
2) Initialize all USCI registers with UCSWRST = 1 (including UCAxCTL1)
3) Configure ports.
4) Clear UCSWRST via software (BIC.B #UCSWRST,&UCAxCTL1)
5) Enable interrupts (optional) via UCAxRXIE and/or UCAxTXIE"
ok, vielen Dank für den guten Tipp...Jetzt kommt er auch in die letzte
Zeile! Mit dem Oszilloskop kann ich jetzt schon mal erkennen, dass er
irgendwas sendet. Nur leider interresiert das dem Hyperterminal nicht im
geringsten.... Baudrate, Stopbits und Parity habe ich alles so
eingestellt wie im Quellcode.....
Woran kann das noch liegen?!
Evtl passt einfach deine Baudrateneinstellung noch nicht.
Hier -> http://mspgcc.sourceforge.net/baudrate.html kann man sich bequem
die Werte ausrechnen lassen.
Ist dein Takt schnell genug für die eingestellte Rate?
Stellst du irgendwo überhaupt deine Taktquellen ein, oder verwendest du
den internen? Der läuft defaultäßig so ca.(!) bei 800kHz denke ich. Was
für 9600 baud eher problematisch ist ;)
@ Christian: Ja, habe einen MAX3232 dazwischen.
@ Martin: Ich verwende den internen Takt. Welche Baudrate ist denn dann
zu bevorzugen? Die Einstellungen für die Baudrate habe ich von einem
Codeexample von TI.
>Die Einstellungen für die Baudrate habe ich von einem>Codeexample von TI.
Dann muss man aber auch die Hardware wie im TI-Bsp. verwenden, nämlich
einen 32kHz-Uhrenquarz!
Ja ok, aber den habe ich nicht. Ich möchte zunächst erst mal ohne
externen Quarz arbeiten. Was für eine Baudrate muss ich denn dann am
besten nehmen?
Übrigens schon mal vielen Dank für die rege Beteiligung, weiß ich
wirklich zu schätzen!
Ohje...naja, 9600 kriegt man meistens noch recht gut hin mit dem
internen Takt. Aber mehr ist schwierig, dann darf sich die Temp nicht
ändern. Schließ lieber einen Quarz an.
Wenn du keinen externen Quarz hast, musst du erstmal den internen DCO
(Digital Controlled Oscilator) einstelln. Wie gesagt defaultmäßig läuft
er auf ein paar kHz. Müsste aber auf bis zu 4MHz einstellbar sein.
Hier ( Beitrag "MSP430 DCO einstellen" ) gibts einige Infos
dazu.
In den Ergebnissen vom Baudratenrechner ist auch der Fehler in Prozent
angegeben. Der sollte unter 1% liegen.
Ich habe z.b. einen externen 4MHz Quarz habe UART mit 57600 baud laufen.
Das sind dann so 0,8% Fehler, klappt wunderbar.
Es gibt auch einen Pins, an dem du direkt die Taktfrequenzen der
verschiedenen Takleitungen des MSP abgreifen kannst. Damit kannst du
dann deine Takteinstellungen prüfen.
An deiner Stelle würde ich mir erstmal die wichtigsten Kapitel des
Family User´s Guide zu deinem MSP durchlesen. Also UART, Basic Clock
Module(!)
Aller Anfang ist schwer... OK, zumindest nicht ganz leicht... das wissen
wir alle. Aber was um Himmels Willen hindert Dich daran, mal das
entsprechende Kapitel (USCI - UART mode) im User Guide von vorne bis
hinten durchzulesen?
Da steht alles -wirklich alles- was Du wissen musst drin, auch wie man
die Baudrate einstellt!
Zuvor solltest Du dann vielleicht noch das Kapitel Basic Clock Settings
durch lesen, um herauszufinden, wie man den internen Clock konfiguriert,
denn davon hängt letzendlich auch Deine Baudrate ab!
JAAAAAAAAAAA, ich kann immerhin schon mal was raussenden!!! Die 5 kommt
am Hyperterminal an!!!! Es lag tatsächlich an der Baudrate. Habe jetzt
folgende Einstellung gewählt:
UCA0BR0 = 0x09; // 1MHz 115200
UCA0BR1 = 0x00; // 1MHz 115200
UCA0MCTL = 0x02; // Modulation
Damit gehts. Jetzt werde ich nach und nach versuchen, das ganze mit
Interrupts aufzubauen.
Vielen vielen dank für die Tipps!
Viele Grüße
Johannes
P.S.: Ich hoffe, das ich den Rest alleine hinbekomme :-)
Ehrenwort, den User Guide kann ich schon fast auswendig... :-I Aber das
eine Baudrate von 9600 beim internen Takt problematisch ist, steht da
nicht drin... :-(
Ja ok. Da hast du Recht. Ich beschäftige mich damit halt erst seit einer
Woche und so was liest man, aber versteht bzw. erkennt man nicht 100%ig
und dann macht man so doofe Fehler...
>Ja ok. Da hast du Recht.
Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung :-))
Es gibt als "Anfänger" keine "doofen" Fehler...
Aber man sollte sich nicht verführen lassen, blindlings jeden
Sample-Code einfach so zu übernehmen, ohne ihn zu hinterfragen, bzw.
zumindest mal im User-Guide nach zu schauen, was die Kollegen da
programmiert haben. Genau dadurch lernt man ja!
Viel Erfolg weiterhin!