Hallo,
ich belichte meine Platinen mit dem Belichte siehe Bild.
Ich habe jetzt zum Ersten Mal eine 160x100mm Platine belichtet (1min35s)
und festgestellt das am Rand schlecht belichtet wurde. Ich habs beim
Ätzen dann gemerkt. Man kann auch nach dem entwikceln schon sehen, dass
am Rand die Belichtung schlecht ist und in der Mitte super. Die Lampen
sind neu und das Gerät wärme ich 5min vorher auf. was könnte das sein?
Basismaterial ist am Rand oft schlechter belichtbar, muss also nicht
unbedingt an dir liegen.
Aus diesem Grund schneide ich die Platine immer erst nach dem Entwickeln
zurecht.
Na ja mein Layout ist 160mmx100mm und die Platine auch.
also mit Nachschneiden ist da nicht viel.
Soll ich deswegen eine Größere nehmen nur damit das geht? das wird aber
teuer. da muß es doch eine andere Lösung geben?
Nutzt du Bungard Platinen?
Ich hatte das von dir beschriebene Problem mal bei den günstigeren
Platinen von Reichelt... bei den Bungards hatte ich bis jetzt noch
keinen Ausschuss...
- gerd
Wie hattest du die Platine denn auf dem Belichter liegen? Längs oder
quer zur Röhrenrichtung? Sind die schlecht belichteten Stellen vllt mit
den Röhrenzwischenräumen in Kongruenz zu bringen?
Hast du mal eine Belichtungsreihe gemacht? Vllt hast du schlicht zu kurz
belichtet und nur genau über den Röhren hat es eben gerade so gereicht.
Ich z.B. belichte mit einem ähnlichen Belichter (auch 4 Röhren, ähnliche
Abstände) 400 Sekunden und nicht nur 95 Sekunden, allerdings durch
Transparentpapier. Das kann also in wirklich weiten Grenzen variieren.
/Hannes
Ich belichte längst zu den Röhren. Und sogenannte Abdrücke von den
Röhren habe ich nicht. Das ist nur der Rand... als Vorlage habe ich
Transparentfolie und Bedrucke die im hp-Laser-Drucker. Anschließend
nehme ich noch Tonerverdichter. Ich kann das nochmal mit längerer
Belichtungszeit versuchen aber 400s sind echt übelst lang.Ich werd
nochmal 30s drauflegen.
400 Sekunden sind für dich freilich viel zu lang, du nimmst Folie und
kein Transparentpapier wie ich.
Die Frage ist doch, ob die schlecht belichteten Stellen links und
rechts der Mitte sind (das würde auf zu kurze Belichtungszeit hindeuten,
weil du die Platine sicher mittig über eine Röhre legst). Mach eine
Belichtungsreihe, das ist für optimale Ergebnisse unerlässlich. Achte
dabei darauf, dass du die "aufgedeckten" Bereiche durch die
unbedruckte Folie belichtest, statt die Folie einfach nur zur Seite
wegzuziehen, sonst ist das Ergebnis nicht das gleiche wie beim Belichten
eines Layouts.
/Hannes
Johannes Studt schrieb:
> 400 Sekunden sind für dich freilich viel zu lang, du nimmst Folie und> kein Transparentpapier wie ich.>> /Hannes
Kannst du mir sagen, was für Transparentpapier du nimmst und welche
Ergebnisse du damit hast.
Vermutlich sind die Platinen zu alt oder zu warm oder nicht lichtdicht
gelagert. Dies kann auch schon beim Händler geschehen sein. Wie ist das
Verfallsdatum?
>Ich kann das nochmal mit längerer>Belichtungszeit versuchen aber 400s sind echt übelst lang.Ich werd>nochmal 30s drauflegen.
Wer etwas von Fotografie versteht, weiß das man erst ab einer halben
Blende/Zeitstufe eine Änderung sieht.
Die 30s sind zuwenig, eine halbe Zeitstufe wären dann 600s.
Ich belichte aber mit dem Reichelt-Belichtungsgerät und Tintenfolie in
der Regel 4 Min. Laserfolie braucht etwas länger.
Apropros Glaskugel. Ich hab mal wo gelesen, ist schon lange her, daß man
Bleiglas zum Belichten nehmen soll. Ich hab das auch mal mit einer
Glasscheibe von einem Halogenscheinwerfer und normalem Fensterglas
versucht. Die Ergebnisse waren doch stark von einander abweichend.
Abstand zur Platine und Glasstärke der beiden unterschiedlichen Scheiben
waren dabei gleich.
Vielleicht ist das dein Problem?
Gruß,
norticum
Mario K. schrieb:
> Kannst du mir sagen, was für Transparentpapier du nimmst und welche> Ergebnisse du damit hast.
Mal 100 Bogen über Ebay gekauft, den Verkäufer gibt's dort aber nicht
mehr.
Die Ergebnisse sind für mich ausreichend. Mit einem 600dpi-Drucker mit
Refilltoner (was eindeutig die beschränkende Komponente ist) bekomme ich
mein Zeug gut hin, allerdings brauch ich bei meiner Dampfelektronik nie
weniger als 20mil.
/Hannes
>toll, Glaskugel oder Formel?
Also schaut man sich einen Fotoapparat an. Am besten einen von 1970.
Digitale Kameras funktionieren ebenso, wenn man die meistbenutzte
Automatik abschaltet.
Die Blende geht z.Bsp.: 2,8, 4, 5,6, 8, 11, 16, 22 .... also immer mit
1/2 Blende.
" Richtige Foto-Schaltuhren" sind auch so gestaffelt.
Probestreifen macht man auch mit diesen Stufen, immer das doppelte.
Das Licht geht quadratisch ein, deshalb die Werte. Formeln gibt es auch,
aber ihr wollt doch auch noch etwas herausbekommen.
>Ich hab mal wo gelesen, ist schon lange her, daß man>Bleiglas zum Belichten nehmen soll.
In der Regel wird für soetwas Quarzglas genommen, welches UV-Licht
durchlässt.
Gast schrieb:
> @Mario K.: Was für einen Abstand haben die Röhren zueinander?
so 3cm
Wenn mir einer sagen kann wo ich Quarzglas für mein Belichter herbekomme
dann immer her damit.
Mario K. schrieb:
> Quarzglas
Wenn man gerade wegen des Gesichtsbräuners sowieso im Wellness-Bereich
ist, kann man auch gleich die 6mm-Glasplatte von der Körperwaage
verwenden. Das ist zwar möglicherweise kein Quarzglas, aber es ist
schwer und es belichtet.
Ulf Rolf schrieb:
> Mario K. schrieb:>>> Quarzglas>> Wenn man gerade wegen des Gesichtsbräuners sowieso im Wellness-Bereich> ist, kann man auch gleich die 6mm-Glasplatte von der Körperwaage> verwenden. Das ist zwar möglicherweise kein Quarzglas, aber es ist> schwer und es belichtet.
kein Wort verstanden was du willst. Ich weiß nicht was du gesehen und
gelesen hast ich habe ein Belichter( Siehe Bild oben) es ging darum ein
Quarzglas einzusetzen.
Ich tippe darauf, dass die Randbereiche an den Längsseiten der Platine
einfach weniger stark belichtet werden als die mittleren Regionen.
Möglicher Test: In ein Stück lichtdichte Pappe einen Ausschnitt 10 cm x
16 cm schneiden. Auf den Scanner ein Blatt weißes Papier legen, darauf
die Pappe. Ausschnitt mittig über die Röhren positionieren, so als wär
das Loch eine Platine. Röhren einschalten. Den beleuchteten Ausschnitt
mit einer Digitalkamera senkrecht von oben fotografieren.
Belichtungszeit der Kamera auf einen kleinen Wert einstellen, so dass
auf der Aufnahme nichts überstrahlt ist. Also eher eine "zu dunkle"
Aufnahme machen. Foto anschließend am PC beurteilen. Wenn die
Randbereiche dunkler sind, was ich vermute, ist Deine Ausleuchtung nicht
gleichmäßig und dann kennst Du den Grund.
(Einfach nur draufgucken ist übrigens keine ebenbürtige Alternative,
weil das Auge-Hirn-System zu subjektiv urteilt. Du brauchst die Kamera
als objektives Messgerät.)
Quarzglas bekommst z.B. fast geschenkt beim Recyclinghof: die Scheiben
von Backöfen bestehen nämlich aus Quarzglas! Aber wie schon wieter oben
gesagt wurde, liegt dein Problem sicher nicht an der Scheibe.
Ich tippe auch auf ein Problem mit inhomogener Ausleuchtung, Foto von
der Platine wäre sehr hilfreich.
Weitere Möglichkeit wäre, dass deine Platinen an den Rändern noch einen
Grat vom Schneiden haben und deshalb nicht plan aufliegen.
> die Scheiben von Backöfen bestehen nämlich aus Quarzglas!
Nein, nicht mal Ceran, mit Glück Borosilikatglas (Duran)
Die Scheiben von Kaminöfen sind immerhin aus Ceran, aber
das ist auch kein Quartz.
Gesetzlich müsste es hochbrechendes Glas sein ("Bleiglas", "Svarovski")
aber es wird sicher nur Fensterglas ohne Grünstich sein, also klares
Fensterglas.
Michael G. schrieb:
> Hi Majo,>> wenn das ne Bungard Platine war ist die Belichtungszeit zu kurz.>>> Michael
Wie lange soll ich denn Bilichten deiner Meinung nach???
ich belichte mit einem Bungard-Belichtungsgerät. Hat oben und unten
jeweils 5 UV-Röhren. (Kann doppelseitig) Vorlagen werden auf
Klarsichtfolie mit einem HP-Laserdrucker gedruckt.
Ich montiere immer 2 Folien übereinander. Belichtungszeit für
Bungard-Material ist 6 Minuten, also 360 Minuten.