Ich habe mir zu Weihnachten mal den Luxus SSD gegönnt.
Jetzt habe ich alles installiert, die Karre läuft so wie sie soll und
nun quält mich eine Frage:
Macht es eigentlich noch einen Sinn SSDs zu defragmentieren?
Durch die "Interne Fragmentierung" und die sehr strammen Zugriffszeiten
könnte das doch eher nachteilig sein weil ich eh nur die endlichen
Schreibzyklen pro Speicherzelle verbrate.
Oder mach ich da gerade einen Denkfehler?
mal zur Erklärung:
eine Festplatte ist eine drehende Scheibe wo ein einzelner Lesekopf die
Dateien abruft - wie eine Schallplatte. Wenn eine Datei nun fragmentiert
ist, muss der Lesekopf für diese eine Datei an verschiedene Stellen
springen um die Datei vollständig lesen zu können.
Eine SSD hat keine mechanisch bewegbaren Teile, also auch keinen
Lesekopf - da gibt es nur Speicheradressen hinter dennen die Teile der
Datei abgelegt sind. Ähnlich wie beim RAM.
Ob die Speicheradressen dieser einen Datei nun aufeinanderfolgend oder
willkürlich verteilt sind spielt keine Rolle, jede Speicherzelle ist
einfach nur ein einzelner Lese- bzw. Schreibbefehlt
Ein defragmentieren hätte zur Folge dass du unnötig Schreibbefehle auf
die SSD gibts (und zwar ganz schön viele!!)
Dieses unnötige beschreiben verringert die Lebensdauer deiner SSD, den
eine SSD ist ein "Verschleißteil" und hat nur eine begrenzete Anzahl an
Schreibvorgängen je Speicheradresse bevor sie defekt ist! Genau gleich
wie beim USB-Stick.
@Klugscheißer:
Danke für den langen Text der sicher vielen Leuten eine Hilfe ist
(Wirklich sehr verständlich geschrieben, Respekt!)
Aber ich behaupte einfach mal das ich "etwas" mehr Ahnung von HW habe
als die meißten anderen Menschen, mir ging es nur darum mich nochmal zu
vergewissern ob ich nicht doch evtl. einen Denkfehler drinnen hatte.
(Man weiß ja nie).
Aber du und auch dein Vorposter haben es mir bestätigt, damit wäre die
Waffel dann gegessen und der Fred kann geschlossen werden.
Und vielen dank nochmal an die schnellsten Antworten die ich je in einem
Forum gesehen habe!
@Andi D.
hab mir die "billigere" X18-M 80Gb gekauft, die kann zwar trim aber ich
kann jetzt auch die schnelle nicht ergurgeln ob XP i386 SP3 das
unterstützt?
Kannst du mir das schnell beantworten?
Wenn nicht dann gurgel ich weiter.....
Danke
Damit eine SSD auch länger hält, defragmntiert sich sogar die Festplatte
selber. Sie versucht möglichst über den ganzen Flash die Daten so zu
verteilen, dass jede Flashzelle gleichviel genutzt wird.
Es ist erschreckend, dass selbst in einem Elektronikforen solche Fragen
gestellt werden. Wo doch spätestens nach 3 Sekunden googeln und
Hirnbenutzen klar ist, dass man SSDs nicht defragmentieren soll. Es ist
schon schlimm genug, irgendwelche Geräte zu kaufen ohne sich vorher über
ihre Eigenschaften, Features, Vorteile und Mängel informiert zu haben.
Gäst schrieb:
>Es ist erschreckend, dass selbst in einem Elektronikforen solche>Fragen gestellt werden.
Wo soll man sie sonst stellen? im Radio bei Alexander Borell!?
Ach ne ich hab ne Idee: Wir löschen alle Foren im internet und setzen
die DNS konsequent auf google! - noch besser: wir verbrennen alle Bücher
und ersetzen sie durch Googleausdrucke!
Es kotzt mich wirklich an wenn in jedem Forum irgendwer dahergesch...en
kommt und meint auf google verweisen zu müssen!
Hast du für google einen Schrein zuhause eingerichtet - betest du
täglich zu google!?
Jetzt fehlt nur noch dass du sagst, mit Linux hätte man dieses Problem
nicht!
...soviel kann ich garnicht fresse wie ich kotzen möchte wenn ich sowas
lese!
Hallo,
das Defragmentieren verursacht doch nur einen einzigen Schreibzugriff je
Zelle. Bei 100.000-facher garantierter Wiederbescheibbarkeit sollte das
also kein Problem sein.
>>Es ist erschreckend, dass selbst in einem Elektronikforen solche>>Fragen gestellt werden.>Wo soll man sie sonst stellen?
Google und eigenes Hirn benutzen hätte genügt und wäre schneller
gegangen als hier eine Frage zu formulieren und die Antworten
abzuwarten. Wenn in allen Foren die gleichen Fragen gestellt werden,
weil die Fragesteller zu dumm oder zu faul zum denken sind, sind bald
die meisten Foren nicht mehr lesbar, weil mit Müll zugemüllt. Es hat
auch etwas mit gutem Benehmen zu tun, erst mal eine Suchmaschine und
sein Hirn zu benutzen und sich erst mal selber zu bemühen bevor man
ein Forum belästigt. Will man dann noch tiefer in Materie einsteigen und
fragt spezielles, gibt es sicher niemand, der sich über die
Fragestellung aufregt.
klugscheißer schrieb:
> Es kotzt mich wirklich an wenn in jedem Forum irgendwer dahergesch...en> kommt und meint auf google verweisen zu müssen!
Ich schlage vor, alle Fragen, die durch Google (oder eine andere
Suchmaschine) in wenigen Sekunden beantwortet werden können,
grundsätzlich nicht zu beantworten und den Thread schnellstmöglich zu
löschen.
Sowas Dummdreistes wie Dich hab ich echt lange nicht mehr erlebt.
Stefan Helmert schrieb:
> das Defragmentieren verursacht doch nur einen einzigen Schreibzugriff je> Zelle. Bei 100.000-facher garantierter Wiederbescheibbarkeit sollte das> also kein Problem sein.
Einem NTFS Defragger habe ich mal bei der Arbeit zugesehen. Während
DOS/FAT Defragger am Filesystem vorbei optimierten und damit auch
zusammenpackten, analysierte dieser NTFS Defragger lediglich die
bestehende Fragmentierung der Files und kopierte zu sehr fragmentierte
solange mit normalen Betriebssystemmechanismen in der Landschaft herum,
bis entweder das Ziel oder eine Grenze erreicht war. Da NTFS bei
vorneweg gegebener Filegrösse ganz gut alloziert funktioniert das
leidlich. Aber nicht selten sind vor allem bei grossen Files etliche
Anläufe drin.
Dazu kommt, dass jede solche Aktion aus Konsistenzgründen synchron
arbeiten muss. Alle Veränderungem am Filesystem, wie frei/belegte
Blöcke, Filenodes, Dir-Einträge usw. werden ebenfalls mit jeder solchen
Aktion geschrieben, manches pro Aktion mehrfach.
Ohne TRIM Funktion führt das insbesondere bei Defragging von grossen
Files (z.B. Disk-Images aus Virtualisierung) noch dazu, dass aus Sicht
der SSD das Filesystem stärker belegt erscheint als es tatsächlich ist.
Das Wear-Levelling also mehr Arbeit hat als nötig, denn der von der SSD
als frei bekannte Bereich ist dafür sehr wichtig.
> Ich schlage vor, alle Fragen, die durch Google (oder eine andere> Suchmaschine) in wenigen Sekunden beantwortet werden können,> grundsätzlich nicht zu beantworten und den Thread schnellstmöglich zu> löschen.
Das wäre mal ein guter Vorschlag.
Im Hausfrauen- oder Technikanalphabetenforum könnte man obige Frage ja
noch tolerieren. Aber doch nicht in einem Elektronikforum wo man einen
gewissen mindest-IQ samt einigem technischen Basiswissen voraussetzen
sollte.
Hallo,
bisher nicht erwähnt: das wear levelling soll ja die Zugriffe
gleichmässig über die ganze Kapazität verteilen, man kann also auch
sagen, wear levelling fraktioniert absichtlich. Ein Defrag-Programm
dagegen versucht alles am Anfang der Platte zu sammeln. Ich bin der
Meinung, dass Defrag nicht nur wegen des Zugriffs ohne bewegliche Teile
nichts nützt, sondern sogar massiv dadurch schadet, dass das wear
levelling konterkariert wird.
Gruss Reinhard
@ Reinhard Kern (Firma: RK elektronik GmbH) (rk-elektronik)
>sagen, wear levelling fraktioniert absichtlich. Ein Defrag-Programm
Fragmentiert.
>dagegen versucht alles am Anfang der Platte zu sammeln. Ich bin der>Meinung, dass Defrag nicht nur wegen des Zugriffs ohne bewegliche Teile>nichts nützt,
Da wäre ich vorsichtig. Flash kann man auch nur dann SCHNELL lesen, wenn
man große, zusammenhängende Blöcke auf eine Rutsch liest. Wenn man aus
verschiedenen Adressen die Blöcke/Sektoren holen muss, wird er auch
langsamer.
> sondern sogar massiv dadurch schadet, dass das wear>levelling konterkariert wird.
Nun ja, das ist halt so ein legacy Problem. Die normale Software weiss
nix von wear leveling und kann damit bisweilen ziemlich dazwischen
funken.
Ideal wäre ein von grund auf geschlossen entwickeltes Filesystem,
welches direkt auf die speziellen Anforderungen von FLASH ausgelegt
wäre. Ist aber aus Kompatibilitätsgründen so nicht machbar. Aber ich
meine, die bestehenden Lösungen sind schon recht gut. Und sie werden
besser.
MfG
Falk
Kleines wikipediazitat zum Thema gefällig:
Eine Defragmentierung ist aufgrund der marginalen Lese-Zugriffszeiten
nicht nötig. In Bezug auf die Schreibleistung differieren die
Herstellerangaben jedoch. So warnt OCZ die Nutzer seiner MLC-basierten
Core-Serie vor dem Defragmentieren,[35] während MTron für seine
SLC-basierten Produkte ein Defragmentieren sogar empfiehlt.[36]
Winfried J. schrieb:
> Eine Defragmentierung ist aufgrund der marginalen Lese-Zugriffszeiten> nicht nötig. In Bezug auf die Schreibleistung differieren die> Herstellerangaben jedoch. So warnt OCZ die Nutzer seiner MLC-basierten> Core-Serie vor dem Defragmentieren,[35] während MTron für seine> SLC-basierten Produkte ein Defragmentieren sogar empfiehlt.[36]
Das passt schon. Je nachdem was das Ziel der Defrag ist. Defrag nutzt
ab, aber die Scheibleistung steigt. Da das Thema Abnutzung bei SLC Flash
um den Faktor 10 weniger relevant ist lassen sich diese Aussagen mühelos
in Einklang bringen.
Falk Brunner schrieb:
> Da wäre ich vorsichtig. Flash kann man auch nur dann SCHNELL lesen, wenn> man große, zusammenhängende Blöcke auf eine Rutsch liest. Wenn man aus> verschiedenen Adressen die Blöcke/Sektoren holen muss, wird er auch> langsamer.
Wer sagt das? Ein Block braucht seine Zeit, egal wo, und für die
Adressierung zwischen den Blöcken geht keine Zeit verloren - es ist also
egal, ob es der folgende Block ist oder einer am anderen Ende.
Jedenfalls behaupte ich das jetzt mal so. Also Antworten bitte mit
nachvollziehbarer Quellenangabe, sonst können Falk und ich ja würfeln.
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:
> Wer sagt das? Ein Block braucht seine Zeit, egal wo, und für die> Adressierung zwischen den Blöcken geht keine Zeit verloren
Das ist der Punkt wo ich mir nicht sicher bin. Es könnte schon einen
Unterschied machen, ob für den gleichen Job einer oder 5 Blöcke
angefasst werden müssen. Nur ist das verglichen mit einer Festplatte
Klagen auf ziemlich hohem Niveau.
wobei eine definierte Größe der Datei auch eine definierte Anzahl an
Blöcken belegt.
wenn eine datei 1024 Bytes groß ist, und eine Zuodnungseinheit 256 Bytes
hat, dann benötigt man eben 4 Speicheradresse. Ob die jetzt
aufeinanderfolgen oder wild verteilt sind, spielt keine Rolle! - Beim
LESEN!!!
Beim schreiben sieht es anders aus: wenn die Adresse aufeinanderfolgend
sind, reicht es eine Seite im Flash zu löschen, eine stark fragmentierte
Platte dagegen müsste in obrigen Fall 4 Seiten Löschen bevor geschrieben
werden kann - und ich denke hier wäre dann ein enormer
Geschwindigkeitsverlust.
So stelle ich mir das jedenfalls vor, korrigiert mich bitte wenn das
nicht stimmt!
klugscheißer schrieb:
> wenn eine datei 1024 Bytes groß ist, und eine Zuodnungseinheit 256 Bytes> hat, dann benötigt man eben 4 Speicheradresse. Ob die jetzt> aufeinanderfolgen oder wild verteilt sind, spielt keine Rolle!
Die beiden Samsung SLC,MLC NAND-Flashes, deren Datasheet sich bei mir
auf der Platte befinden, haben 2KB Blöcke. Intel SSDs verwenden 10
parallele Kanäle, was demzufolge auf einen effektive Pagegrösse von 20KB
rausläuft. Wenn das Filesystem die üblichen 4KB Blöcke verwendet, dann
macht es möglicherweise schon einen Unterschied, ob pro 20KB Lesevorgang
5 Flash-Pages beansprucht werden, oder nur eine.
Dazu kommt, dass die SSDs den Flash-Speicher nicht direkt und linear
adressieren können, weil das Wear-Levelling ein gewisses Mass an
Verwaltung, an Blockmapping mit sich bringt. Je kleiner der einzelne
Request, desto grösser ist der Verwaltungsaufwand.
Das gleiche gilt insbesondere für das Betriebssystem, auch da ist neben
der Transferrate die Anzahl Requests ein bedeutender Faktor in der
I/O-Performance. Bei eher kleinen Requestgrössen (untere 2stellige KB)
ist die Gesamtperformance erfahrungsgemäss hauptsächlich von der Anzahl
Requests abhängig, weniger vom Datenvolumen.
Folglich kann ein sequentieller Lesezugriff auf eine stark fragmentierte
Datei durch die notwendige Verteilung auf etliche kleine Requests sehr
wohl deutlich abgebremst werden.
Reinhard Kern schrieb:
> Falk Brunner schrieb:>> Da wäre ich vorsichtig. Flash kann man auch nur dann SCHNELL lesen, wenn>> man große, zusammenhängende Blöcke auf eine Rutsch liest. Wenn man aus>> verschiedenen Adressen die Blöcke/Sektoren holen muss, wird er auch>> langsamer.>> Wer sagt das? Ein Block braucht seine Zeit, egal wo, und für die> Adressierung zwischen den Blöcken geht keine Zeit verloren - es ist also> egal, ob es der folgende Block ist oder einer am anderen Ende.> Jedenfalls behaupte ich das jetzt mal so. Also Antworten bitte mit> nachvollziehbarer Quellenangabe, sonst können Falk und ich ja würfeln.>> Gruss Reinhard
Hängt vom verwendeten Flash ab und wie der Controller und der restliche
Aufbau sind...
Bsp.:
Numonyx, Hynix oder Toshiba (die anderen Hersteller können ihren Kram
behalten, wenn sie Datenblättern nur noch mit NDAs rausrücken)
SLC large/medium
http://hynix.com/datasheet/pdf/flash/HY27UK08BGFM%20(Rev0.0).pdfhttp://numonyx.com/Documents/Datasheets/NAND04G-B2D_NAND08G-BxC.pdfhttp://www.semicon.toshiba.co.jp/docs/datasheet/en/Memory/TC58NVG2S3ETA00_en_datasheet_090709.pdf
Normaler Read:
- Address setup / command : 7 Bytes a 25/50 ns
- Busy (Datentransfer Speicher -> interner Cache): 25000 ns
- Datentransfer zum Controller: n * 25/50 ns
Cache-Read:
- Address setup / Command : 7 Bytes a 25/50 ns
- Busy: 25000 ns
- Datentransfer erste Page zum Controller n * 25/50 ns
- Busy: <3000 ns - 30000 ns
- Datentransfer zweite Page ...
Der Unterschied ist je nach Typ deutlich...
Ähnliche Optimierungen gibt es auch beim Schreiben
Äääähhhhh, Leute.....
Ich habe damals den Fred eröffnet (bin nun registrierter User)
Ich habe doch bloß eine kleine simple Frage gestellt weil (es tut mir
echt leid gefragt zu haben wenn ich sehe was hier abgeht.)
Ich habe die Frage gestellt damit sich Menschen die (mit dieser neuen
Technologie) mehr Erfahrung haben wie ich mir meine Frage beantworten da
ich bisher verschiedene Statements gehört habe (Viele halt nur von
vollpfosten die nur Compterbild und PCGH kennen).
Es tut mir nochmals vielmals leid eine Frage gestellt zu haben, wusste
nicht das das heutzutage unhöflich ist und sich Menschen die es nicht
nötig haben zu antworten sich dadurch beleidigt/angegriffen fühlen.
Ich werde es in Zukunft anstreben dumm zu sterben.....
>ist doch jetzt eigentlich eine ganz sachliche und informative>Diskussion!?
Echt?
K!
Dann muss ich mich noch an den Umgangston hier gewöhnen ^^
Aber dann zieht euch warm an! :-)
> Jetzt fehlt nur noch dass du sagst, mit Linux hätte man dieses Problem> nicht!
Gibt es bei Linux überhaupt Software zur Defragmentierung? Ich dachte,
das macht dort der jeweilige Treiber für das Dateisystem selber.
Naja Linux verwendet ein anderes Dateisystem.
In der regel ext2 oder ext3, neuerdings ext4.
Ich habe mal gehört (das bedeutet das ich es nicht 100%ig sicher weiß)
das diese dateisysteme für Fragmentierung nicht so anfällig sein sollen
wie Fat, Fat32 oder NTFS.
Berichtigt mich bitte wenn ich falsch liege.