Hallo,
ich suche einen Weg den Betrag zu errechnen, der einem per Paypal
geschickt werden muss, um nach Abzug der Gebühren auf einen festgelegten
Betrag zu kommen.
Ich habe den Warenwert, möchte aber den Betrag der die Paypal Gebühren
bereits beinhaltet wissen, den mir der Käufer schicken muss.
Der Käufer übernimmt also die Paypal Gebühren.
Es gibt dafür auf dieser* Seite (Mitte unten) einen Rückwärtsrechner.
Ich bin aber an der Mathematik dahinter interessiert.
Bin schon etwas eingerostet in Sachen Algebra. Ideen?
Ob man Paypal mag oder nicht, soll hier keine Rolle spielen. Das muss
jeder für sich entscheiden (können und dürfen).
Gruß,
Raoul
* http://www.mich-tipps.de/PayPal_Gebuehren.html
Matthias H. schrieb:> steht doch sogar da
Leider ist das nicht so einfach.
Sage ich dann dem Käufer, er soll mir 10,70 EUR schicken werden mir
davon (wenn man zu deinen Konditionen rechnet) ... 71 Cent Gebühren
abgezogen und ich habe nachher nur 9,99 EUR. Bei höheren Beträgen ist
die Differenz höher.
Durch herumprobieren kommt man schon auf den passenden Betrag, mir geht
es aber wie gesagt um die Mathematik dahinter.
Beantwortet meine Frage also nicht.
Nehmen wir einen höheren Betrag. Sagen wir 10000 EUR.
Wenn ich nun naiv an die Sache gehe rechne ich
3,4 % von 10000 EUR
= 340 EUR + 35 Cent
= 340,35 EUR
Nun schickt mir der Käufer
10000 EUR + 340,35 EUR
= 10340,35 EUR
Nun berechnet Paypal die Gebühren:
3,4 % von 10340,35 EUR
= 351,5719 EUR + 35 Cent
= 351,9219 EUR
Somit erhalte ich:
10340,35 EUR - 351,9219 EUR
= 9988,4281 EUR
Mir fehlen also 11,5719 EUR, welche der Käufer hätte zahlen sollen.
Ich suche den korrekten Betrag (falsch ist 10340,35 EUR) den ich dem
Käufer nennen muss, um nach Abzug der Gebühren auf 10000 EUR zu kommen.
Da steckt kein Algorithmus dahinter.
Du musst nur rauskriegen, wie die Prozente angewendet werden. Da wird
manchmal seltsam gerechnet, damit die Prozentzahl niedrig aussieht.
Tatsächlich ist dein Betrag, den du erhältst 96.6% vom Paypalpreis
10€ ...... 96.6%
x ...... 100.0%
--------------------
10 * 100
x = ------------ = 10.3519
96.6
und dann noch die fixen 0.35 dazu: 10.351 + 0.35: 10.7019 € verlangen.
Und dann schätze ich mal, kann man noch etwas kreatives Runden einsetzen
10.7019 zu 10.71 aufrunden. Rechne einfach immer zu deinen Ungunsten,
dann wirst du genau das machen, was diverse Firmen auch tun.
Raoul D. schrieb:> Nehmen wir einen höheren Betrag. Sagen wir 10000 EUR.> Wenn ich nun naiv an die Sache gehe rechne ich> 3,4 % von 10000 EUR
Siehst du, und hier ist der Fehler.
Tatsächlich ist da ein Betrag x. Von diesem x kriegst du 96.6% und 3.4%
behält sich Paypal.
Wie meinst du das nun
Was muss der Käufer dir INSGESAMT schicken, damit abzüglich der Gebühren
dein Wunschpreis rauskommt?
Oder was muss der Käufer die schicken, damit die Gebühren (ohne die
darauf wieder bezogenen Gebühren zu beachten) gedeckt sind?
Einfachste Prozentrechnung glaube bei uns damals 5 Klasse.
Bei uns hies das Verhältnisgleichung (Basis 100) und sollte jedem Ing.
geläufig sein.
Für Hausfrauen und Wessis wird es wohl auch Dreisatz genannt.
Aber wenn ein % Zeichen auftaucht.... Gott sei dank war kein ln oder log
geschweige denn db(A) dabei.
;-)
Winfried J. schrieb:> Einfachste Prozentrechnung glaube bei uns damals 5 Klasse.
Der springende Punkt ist immer die Basisgröße zu finden. Welcher Wert
ist 100%.
Als Paypal Benutzer ist er von dem Wert ausgegangen, den er erhalten
will. Und diese Annahme ist nicht von der Hand zu weisen. Unser ganzes
Brutto/Netto System beruht darauf. Wenn auf einer Rechnung steht:
enthält 10% Mehwertsteuer, dann werden die 10% Steuer vom Nettobetrag
berechnet und zum Nettobetrag zugeschlagen. Kostet etwas 100€, dann sind
10% davon 10€ und ich habe inkl 10% Steuer 110€ zu zahlen.
Tatsächlich ist hier aber die Bezugsgröße aber der Wert, den der Käufer
zahlt. Hier muss man aber auch Paypal einen gewissen Vorwurf machen, die
Berechnung so angesetzt zu haben, dass sie zwar mit einem niedrigeren
Prozentsatz gut dastehen, trotzdem aber einen höheren Prozentsatz
verdienen.
Um beim Steuerbeispiel zu bleiben, würde dir Paypal von den 110€ zwar
wieder die 10€ nehmen, aber behaupten, das sind nur 9%. Und wenn man so
rechnet wie die, dann stimmt das auch. 10€ von 110€ sind nur 9%.
Bei amerikanischen Firmen bin ich mitlerweile vorsichtig geworden. Das
scheint dort Modesport zu sein, Berechnungen (die mathematisch völlig
korrekt sind - es gibt keinen Rechenfehler) so auszuführen, dass hinten
nach trotzdem nicht das rauskommt, was du selbst errechnet hättest,
sondern mit ihrem Verfahren kommt ein Betrag raus, der für sie besser
ist, bzw sich in der Werbung besser vermarkten lässt.
Die Aufgabe entspricht dem Herausrechnen der Wermutsteuer aus einem
Brutto-Betrag. Damit hat man natürlich als Arbeit-"nehmer" meistens
nichts zu tun und entsprechend schwer fällts, wenn man plötzlich vor dem
Problem steht.
Uhu Uhuhu schrieb:> Die Aufgabe entspricht dem Herausrechnen der Wermutsteuer aus einem> Brutto-Betrag.
Eben nicht.
Wenn du einen Steuersatz von 10% hast und einen Bruttobetrag von 110€,
dann entspricht der Bruttobetrag einem Prozentsatz von 110% und 100%
(also der Nettobetrag) wären 100€. Genau das hat der Frager am Anfang
auch gemacht (und ich auch) und ist nicht auf die Ergebnisse des Online
Rechners gekommen.
Aber genau so rechnet PayPal eben nicht.