Per Default wird C als C23 übersetzt. Ein paar Neuerungen:
constexpr für Objekte. Kann z.B. für Array-Größe verwendet werden.
Direktive #embed, mit der man Binärdateien ins Programm einfügen kann. Das ging bislang schon, war aber z.T. umständliches Binutils Gebastel. Beispiel mit #embed:
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#include<stdio.h>
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#include<avr/pgmspace.h>
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staticconstcharfoo_c[]PROGMEM=
5
{
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#embed "foo.c"
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// Append \0 so that foo_c becomes a proper C string
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// (assuming foo.c is a text file).
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,'\0'
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};
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intmain()
13
{
14
printf("== foo.c has %d bytes ==\n%S\n",
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(int)sizeof(foo_c)-1,foo_c);
16
}
bool, true und false sind Schlüsselworte. stdbool.h wird nicht mehr gebraucht, funktioniert aber weiterhin.
Globale asm Statements können Argumente haben.
In Prototypen wie "int func()" ist "()" gleichbedeutend mit "(void)".
Case Ranges (-std=c2y)
if Deklarationen so wie in for (-std=c2y)
Implizite Oktal-Literals sind abgeschafft. Wer wirklich 12 oktal will schreibt also nicht mehr 012 sondern 0o12.
Attribute signal(num) wo num die IRQ-Nummer ist. Damit kann man static Funktionen als ISR verwenden und auch Funktionen aus einem C++ Namespace. AVR-LibC v2.3 uterstützt das als ISR_N(num). Beispiel:
1
#include<avr/io.h>
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__attribute__((signal(ADC_vect_num)))
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staticvoidadc_isr(void)
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{
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// Code
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}
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#include<avr/interrupt.h>
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ISR_N(INT0_vect_num)// ab AVR-LibC v2.3
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staticvoidint0_isr(void)
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{
14
// Code
15
}
Unterstützung von Compact Vector Table (CVT). Auch dies erfordert AVR-LibC v2.3.
Implizite Oktal-Literals sind abgeschafft. Wer wirklich 12 oktal will
schreibt also nicht mehr 012 sondern 0o12.
Vielen Dank für die Warnung. Wer war das? 0.2% meiner Quelltextzeilen müssen geändert werden, muss das sein? Brauchen die alle kein chmod(), open(), creat()... oder ANSI-Escapes? Funktioniert denn jetzt zum Ausgleich wenigstens '\e' statt '033'?
Kennt der gcc 13 oder 14 diese Konstruktion schon?
The use of base-8 instead of base-10 by integer literals that begin
with a zero digit is the source of frequent confusion. We propose
marking the use of such literals as obsolete in order to encourage
a warning that will prompt rewrites, and the introduction of a new
prefix to explicitly mark literals that are genuinely intended to
be in base-8.
und:
We propose that a new syntax is added for explicit octal constants,
with a new prefix 0o or an alternative spelling to mark the beginning
of a base-8 literal. The old syntax should be retained and marked as
obsolescent to avoid breaking the meaning of existing code.
Wie es aussieht wird es eine neue Diagnostic geben, die auch deaktiviert werden kann wenn man die alte Syntax wirklich haben will (ähnlich zu Trigraphen).
Kennt der gcc 13 oder 14 diese Konstruktion schon?
Das hängt weniger am Compiler als an der C-Version, welche noch nicht released ist. C2y wird wohl C26 oder C27 werden. In C23 ist es als Erweiterung drin, aber erst ab GCC v15:
Implizite Oktal-Literals sind abgeschafft. Wer wirklich 12 oktal will
schreibt also nicht mehr 012 sondern 0o12.
Die Änderung bezüglich der oktalen integer literals ist in C2y, nicht C23. Und auch in C2y ist die Variante mit führender 0 nicht "abgeschafft", sondern nur "obsolete".
Habe gerade paar meiner Projekte damit und aktueller avr-libc (git) durchgebaut. Generierter code scheint, bei mir, mit dem gcc-15.1 deutlich kleiner zu sein als gcc-14.2. An gcc-13.1 kommt er allerdings nicht heran.
Trotzdem, vielen Dank noch mal fuer den unglaublichen Einsatz!
Wie wird uebrigens das hier funktionieren:
Unterstützung von Compact Vector Table (CVT). Auch dies erfordert
AVR-LibC v2.3.
In den neuen gcc/ld manpages habe ich nichts dazu gefunden. Wird es automatisch passieren, oder wird man sich dazu linker-command-files selber stricken muessen?
Ich mache vorwiegend C++ und bin gerade auf C++20 festgenagelt. Die Unterschiede koennten also auch hieraus entstehen. Auch wenn der gcc-13 schon so ziemlich "feature complete" gewesen ist.
Wie wird uebrigens das hier funktionieren:
Unterstützung von Compact Vector Table (CVT). Auch dies erfordert
AVR-LibC v2.3.
In den neuen gcc/ld manpages habe ich nichts dazu gefunden.
Mit LTO genügt zum Nachvollziehen nicht mehr das Präcompilat eines Moduls (z.B. mit -save-temps), weil *.o nur LTO-Bytecode enthält. (-ffat-lto-objects hilft auch nix, weil nicht-LTO Code zur lto Time verworfen wird).
Mit LTO braucht man also (die Präcompilate) alle(r) Module, um was nachzuvollziehen. Evtl lässt sich mit -fno-lto eingrenzen, wo der Codezuwachs herhommt. Wenn er nur mit -flto passiert ist es ein Indiz dafür, dass sich was beim IPA geändert hat (Inlining, Cloning, LTO-Partitioning, etc.).
Mit LTO genügt zum Nachvollziehen nicht mehr das Präcompilat eines
Moduls (z.B. mit -save-temps), weil *.o nur LTO-Bytecode enthält.
(-ffat-lto-objects hilft auch nix, weil nicht-LTO Code zur lto Time
verworfen wird).
Ich habe jetzt das gleiche ohne lto gemacht.
Geiches Projekt, gleiche compile optionen, in beiden Faellen ohne lto.
gcc-13.1:
1
Sections:
2
Idx Name Size VMA LMA File off Algn
3
0 .data 00000050 00800100 00001b0c 00001bc0 2**0
4
CONTENTS, ALLOC, LOAD, READONLY, DATA
5
1 .text 00001b0c 00000000 00000000 000000b4 2**1
6
CONTENTS, ALLOC, LOAD, READONLY, CODE
7
2 .bss 00000091 00800150 00800150 00001c10 2**0
gcc-15.1:
1
Sections:
2
Idx Name Size VMA LMA File off Algn
3
0 .data 00000050 00800100 00001b7e 00001c32 2**0
4
CONTENTS, ALLOC, LOAD, READONLY, DATA
5
1 .text 00001b7e 00000000 00000000 000000b4 2**1
6
CONTENTS, ALLOC, LOAD, READONLY, CODE
7
2 .bss 00000091 00800150 00800150 00001c82 2**0
Das sind, bei ca. 7kB in .text, 114Byte Unterschied zu Gunsten des gcc-13.1.
Wie gesagt, ich werde mir am WoE die einzelnen Objekte ansehen, und melde mich wieder falls ich etwas greifbareres habe.
Mit LTO genügt zum Nachvollziehen nicht mehr das Präcompilat eines
Moduls (z.B. mit -save-temps), weil *.o nur LTO-Bytecode enthält.
(-ffat-lto-objects hilft auch nix, weil nicht-LTO Code zur lto Time
verworfen wird).
Wie gesagt, ich werde mir am WoE die einzelnen Objekte ansehen, und
melde mich wieder falls ich etwas greifbareres habe.
Ich habe jetzt mal paar Codestellen die gcc-15.1 dicker macht genauer angesehen. Zum einen muss ich zu geben, dass ich die gcc-13.1 und 15.1 tool-chains mit verschiedenen avr-libc Versionen gebaut habe. Dummerweise beide direkt auf dem, damaligen, git-master basierend. Dh. um wirklich fundierte Vergleiche zu bekommen muesste ich beide compiler mit der gleichen avr-libc verwenden.
Mir fiel jedoch auf, dass der gcc-15.1 sich mehr um den stack pointer 'kuemmert' und dazu neigt prologue/epilogue fetter zu machen. Hier mal eine kleine Funktion die zwei bytes auf SPI schreibt. Eigentlich sollte es nur CS-ziehen, zwei mal txRaw (schreibt einen byte und wartet auf fertig) aufrufen und dann wieder CS los lassen.
Beim gcc-13.1 sieht es so aus ('//' sind meine kommentare):
In .Loc.16 ist eine sub-routine die den SREG rettet, interrupts stoppt, stack pointer runter schiebt, und dann den SREG wieder zurueck holt (gcc-15.1):
1
00001ad0 <.Loc.16>:
2
1ad0: aa 81 ldd r26, Y+2 ; 0x02
3
1ad2: b9 81 ldd r27, Y+1 ; 0x01
4
1ad4: ce 0f add r28, r30
5
1ad6: d1 1d adc r29, r1
6
1ad8: 0f b6 in r0, 0x3f ; 63
7
1ada: f8 94 cli
8
1adc: de bf out 0x3e, r29 ; 62
9
1ade: 0f be out 0x3f, r0 ; 63
10
1ae0: cd bf out 0x3d, r28 ; 61
11
1ae2: ed 01 movw r28, r26
12
1ae4: 08 95 ret
Klingt plausiebel. Aber ich frage mich, warum der gcc-13.1 das nicht macht. Sind im neuen GCC vielleicht irgendwelche stack pointer Schutzmechanismen eingebaut worden die jetzt mehr speicher verbrauchen?
Der gcc-13.1 schiebt den stack pointer natuerlich auch immer wieder herum. Aber vor allem dann, wenn eine groessere sub-routine (oder mehrere davon) aufgerufen wird. Ich habe kaum Stellen gesehen an den es so aufwaendig gemacht wird, obwohl die sub-routine wirklich so banal ist wie mein txRaw oben.
Falls es etwas bringt, kann ich den generierten code fuer die kleine txRaw auch posten.
Ich habe noch paar andere Stellen gefunden, an den der gcc-15.1 sich dem stack pointer mehr zuwendet. Es ist etwas weniger aufwaendig wie oben und ist vollstaendig, ohne 'jump', in den prologue der Funktion eingebettet. Allerdings macht an der gleichen Stellen der gcc-13.1 nichts weiter als nur den Stackpointer zu speichern, was viel weniger aufwaendig und damit kuerzer ist.
Hier ein Auszug aus einer etwas groesseren Funktion. Nur der prologue.
gcc-13.1:
c70: a3 85 ldd r26, Z+11 ; 0x0b // ab hier alles wieder gleich
22
c72: b4 85 ldd r27, Z+12 ; 0x0c
Ist es moeglich dem gcc-15.1 etwas schlankere Funktionsaufrufe beizubringen? Ich habe das Gefuel, dass ich, zumindest in meinem Code, einiges sparen koennte.
Zum einen muss ich zu geben, dass ich die gcc-13.1 und 15.1
tool-chains mit verschiedenen avr-libc Versionen gebaut habe.
Spielt auf der Ebene keine Rolle.
In .Loc.16 ist eine sub-routine die den SREG rettet, interrupts
stoppt, stack pointer runter schiebt, und dann den SREG wieder
zurueck holt (gcc-15.1):
Ist es moeglich dem gcc-15.1 etwas schlankere Funktionsaufrufe
beizubringen?
An den Funktionsaufrufen selbst liegt es ja nicht, es sei denn die Funktion(en) wurden gecloned.
Vielmehr scheint es um die Sicherung von Werten über Funktionsaufrufe hinweg zu gehen. Und da könnte -fno-caller-saves helfen.
avr-gcc (und also auch avr-g++) verwenden noch den alten lokalen Registerallokator. Das AVR Backend befindet sich noch in der Umstellung. Der neue Allokator ist noch nicht aktiviert; v15 verwendet noch den alten Allokator.
Vielmehr scheint es um die Sicherung von Werten über Funktionsaufrufe
hinweg zu gehen. Und da könnte -fno-caller-saves helfen.
avr-gcc (und also auch avr-g++) verwenden noch den alten lokalen
Registerallokator. Das AVR Backend befindet sich noch in der Umstellung.
Der neue Allokator ist noch nicht aktiviert; v15 verwendet noch den
alten Allokator.
Habe gerade -fno-caller-saves ausprobiert. Leider bringt es in meinem Fall nichts (keine Aenderung in der code-Groesse).
Aber es ist gut zu hoeren, dass es an der Stelle noch Potential vorhanden ist und der Registerallokator vielleicht noch optimiert wird.
Im Microchip Studio7 kann im "Solution Explorer | advanced | Link flavour configuration" die Toolchain für AVR 8-Bit cpp-language und AVR-8Bit c-language eingetragen und anschliessend für ein Projekt ausgewählt werden.
Im Anhang ein modifiziertes ZAK-Script.
Unter Linux Mint 22.1 Xia base: Ubuntu 24.04 noble:
Done in 3178 seconds -
Toolchains are in /media/ab/Linux-HDD/avr-toolchain____/
Es hilft halt nichts, wenn du "char* foo" schreibst statt "char *foo" – der Stern, der aus "char" einen Zeiger "pointer to char" macht, gehört nicht zum Typ, sondern zum damit deklarierten "member".
Wenn du schreibst
1
conststruct{char*copyright,*calibration;}e3={"LCQ V1.42 by XYZ","Calibration"};
dann macht der Code das, was du dir vorstellst.
Offensichtlicher wäre es natürlich, auch den ersten Stern nach rechts zu rücken:
1
conststruct{char*copyright,*calibration;}e3={"LCQ V1.42 by XYZ","Calibration"};
Wenn du für den Zeiger lieber einen Typnamen hättest, dann:
1
typedefchar*pchar;
2
conststruct{pcharcopyright,calibration;}e3={"LCQ V1.42 by XYZ","Calibration"};
Es hilft halt nichts, wenn du "char* foo" schreibst statt "char *foo" –
der Stern, der aus "char" einen Zeiger "pointer to char" macht, gehört
nicht zum Typ, sondern zum damit deklarierten "member".
Naja, er ist Teil des Typs. Aber ja, in C war es ursprünglich so gedacht, dass er stattdessen auf der Seite des Namens steht, damit es der Dereferenzierung des Zeigers mehr ähnelt.
Offensichtlicher wäre es natürlich, auch den ersten Stern nach rechts zu
rücken:
const struct {char *copyright, *calibration;} e3 = {"LCQ V1.42 by
XYZ","Calibration"};
Oder einfach das Problem ganz zu umgehen, indem man die Members getrennt deklariert:
1
conststruct{char*copyright;char*calibration;}e3={"LCQ V1.42 by
>conststruct{char*copyright,calibration;}e3={"LCQ V1.42 by
2
> XYZ","Calibration"};->syntaxerror
3
>conststruct{char*copyright;char*calibration;}e3={"LCQ V1.42 by
4
> XYZ","Calibration"};->ok
5
>
Das ist das Problem wenn man denkt alle Variablen auf eine Zeile quetschen zu wollen um die Angabe vom Datentyp einsparen zu wollen.
Wenn man den fehlerhaften Syntax umformatiert in der Ansicht/Lesbarkeit, sieht man sehr schnell das etwas fehlt bzw. Komma/Semikolonfehler enthalten ist. Gerade beim Zeiger schlägt vermeintlich immer fehl, weil sich der "Stern" immer nur auf die erste Variable bezieht. Für die nachfolgende bleibt nur char übrig.
1
conststruct{
2
char*copyright,
3
calibration;
4
}e3={
5
"LCQ V1.42 by XYZ","Calibration"
6
};
Das wäre vielleicht einleuchtender wie das gemeint ist, das für calibration nur char übrig bleibt. Wie gesagt, ich halte solche Einsparmaßnahmen grundlegend für unsinnig.
1
conststruct{
2
char*copyright,
3
calibration;
4
}e3={
5
"LCQ V1.42 by XYZ","Calibration"
6
};
Deswegen bin ich kein Freund von vermeintlichen Abkürzungen. Außer ich habe gleichartige Funktionen o.ä, die in Tabellenform besser erkennbar sind. Den Datentyp spare ich nie ein.
Wenn du schreibstconst struct {char* copyright, *calibration;} e3 =
{"LCQ V1.42 by XYZ","Calibration"};
dann macht der Code das, was du dir vorstellst.
Offensichtlicher wäre es natürlich, auch den ersten Stern nach rechts zu
rücken:
const struct {char *copyright, *calibration;} e3 = {"LCQ V1.42 by
XYZ","Calibration"};
Das hat mich jetzt sehr überrascht und zu 99% (100% wenn das aus der aktuellen C Specification ableitbar bzw. stringent folgt) überzeugt.
Hat irgendwer einen link dazu?
Ich war immer rechts orientiert ... und hatte jetzt angefangen davon abzugehen, weil ich irgendwo aufgeschnappt (und viele Quellen es auch praktisch so halten) sowie es auch logisch erscheint, dass char/int*/... ein daten type ist.
Die gcc Fehlermeldung ist dann auch verständlich und eindeutig. Also mache ich jetzt wieder eine Rolle rückwärts mit *rechts, weils der aktuelle Compiler es so will und hege 1% Zweifel ... allerdings wenn man beachtet, dass der * dereferenziert passt es, ABER in C gibt es mehrfach mehrfach Bedeutung von Token.
Daraus folgt, dass gcc v13.x (und davor) den Bug trägt, weil es da ohne Fehlermeldung zwei und nicht ein pointer und char sind.
Das hat mich jetzt sehr überrascht und zu 99% (100% wenn das aus der
aktuellen C Specification ableitbar bzw. stringent folgt) überzeugt.
Hat irgendwer einen link dazu?
Wie gesagt, ich halte solche
Einsparmaßnahmen grundlegend für unsinnig.
Widerspruch, weil denkbar eine Frage von persönlicher Perspektive ...
weitere Beispiele zum diskutieren :-)
1
>//der ersten Variante gebe ich den Vorzug
2
>while(1)continue;while(1);while(1){};
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>while(x=y,x);while(x=y);x=y;while(x)
4
>
Das kann man so schreiben wenn es sonst niemand liest. :-) Es wird auch für dich Jahre später schwer lesbar sein.
Verstehe mich nicht falsch. Du kannst schreiben wie du das möchtest. Nur wenn der Compiler meckert, spätestens dann sollte man seine Zeilen überprüfen.
Ein Bjarne Stroustrup und Ulrich Breymann schreiben in ihren Büchern auch
1
int* ip
und nicht "durchgehend"
1
int*ip
Obwohl U. Breymann in seinem Text dazu folgendes richtig beschreibt.
1
Die Variable ip ist vom Typ »Zeiger auf int«. Der Stern * bezieht sich also nur auf den direkt folgenden Namen.
Und paar Zeilen darüber auf gleicher Seite schreibt er es in der Form
1
int*ip{&i}
Das heißt wie schon gesagt bei Schreibweisen mit Mehrfachaufzählung wie
1
int*ip,mac
wird es gefährlich, weil mac kein Zeiger mehr hat, sondern nur den Datentyp int.
Wenn man jeder Deklaration eine eigene Zeile gönnt, dann ist es praktisch egal wie man es schreibt. Dann ist es immer sofort ersichtlich.
Daraus folgt, dass gcc v13.x (und davor) den Bug trägt, weil es da ohne
Fehlermeldung zwei und nicht ein pointer und char sind.
Was ich dazu noch sagen möchte. Unabhängig davon ob das bei dir kompilierte und nun nicht mehr o.ä. Generell wird jede neue Compilerversion strenger. Wirft also mehr Warnungen/Fehler wie die Version davor. Das sollte man dankbar aufnehmen um Probleme im Code zu erkennen um damit schwerwiegende Fehler im Vorfeld vermeiden zu können. Siehe die Fehlermeldung also nicht als Bug sondern als Hilfe.
Überzeugt trotzdem und Grund genug die 1% Zweifel jetzt an der Garderobe
abzugeben!
Ein Test ersetzt aber keine Spezifikation.
Im C99 Standard: Im Abschnitt 6.7.5 Declarators ist der Aufbau von Deklaratoren beschrieben, woraus sich die Semantik der diskutierten Deklaration ergibt. Das ganze ist im Stil einer kontextfreien Grammatik formuliert, damit alle möglichen Fälle (das sind unendlich viele) abgedeckt sind.
Das ist richtig; nur ist offenkundig die Spezfikation, um die es hier letzlich geht, schon sehr, sehr lange elementarer Sprachbestandteil. Das war nämlich schon im ungeliebten K&R-C, also dem nicht standardisierten Urschleim vor C89 (damals "ANSI-C" genannt) so.
Habe gerade paar meiner Projekte damit und aktueller avr-libc (git)
durchgebaut. Generierter code scheint, bei mir, mit dem gcc-15.1
deutlich kleiner zu sein als gcc-14.2. An gcc-13.1 kommt er allerdings
nicht heran.
Ein Grund könnte der alte lokale Register-Allokator sein (Reload). GCC hat 2 solcher lokaler Allokatoren, und das alte Reload ist bei fast allen Targets schon durch das neue LRA ersetzt -- nicht aber für AVR
Aus diesem Grunde ist -mlra im avr-gxx noch deaktiviert (und nicht dokumentiert, weil die Option ja spätestens mit Entfernung von Reload wieder entfällt).
Hier ein Beispiel, wo die Codegröße von v13 zu v15 ansteigt. (Reload wird natürlich nicht mehr supprted, zumindest nicht was die Qualität des erzeugten Codes angeht.)
Da oktal in MISRA absolut verboten ist, darf man also immer noch nicht
"x = 0;" schreiben sondern muss weiterhin "x = 1-1;" o.ä.
Witzig, stimmt aber nicht ganz. x=0 ist in MISRA natürlich erlaubt.
(Für alle, die Schnappatmung bekommen haben... :-) )
Auszug: MISRA C:2012 Rule 7.1 Octal constants shall not be used
Rationale: Octal constants are denoted by a leading zero.
Developers can mistake an octal constant as a decimal constant
with a redundant leading zero.
Wichtig: "leading zero", eine 0 alleine ist also keine octal Zahl.
p.s.: Die Web-Links in NEWS führen noch zur /aktuellen/ Dokumentation, reflektieren also noch nicht die Änderunden in der v2.3. Für Doku zur v2.3 einfach der obigen HTML Vorschau folgen.
Im Gegensatz zur v15, wo es einige Verbesserungen und Erweiterungen für AVR gab, hat die v16 praktisch keine AVR-spezifischen Änderungen. Lediglich der Code für Shifts mit konstantem Offset wurde leicht verbessert. Beispiel:
1
#include<stdint.h>
2
3
uint32_tlsr22(uint32_tx)
4
{
5
returnx>>22;
6
}
Mit -Os für ATmega8:
v14
1
ldi r18,22
2
1: lsr r25
3
ror r24
4
ror r23
5
ror r22
6
dec r18
7
brne 1b
v15
1
movw r22,r24
2
ldi r18,6
3
1: lsr r23
4
ror r22
5
dec r18
6
brne 1b
7
ldi r24,0
8
ldi r25,0
v16
1
movw r22,r24
2
andi r22,-64
3
ori r22,32
4
1: lsr r23
5
ror r22
6
brcc 1b
7
ldi r24,0
8
ldi r25,0
Das Thema KI geht natürlich auch an FOSS nicht vorbei, und in den GCC Mailing Listen gibt es mehrere Threads zum Thema: