Frage zu FET

Persönliche Seite #274484
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Ohje, großes Vorurteil:
FETs sind zwar spannungsgesteuert, das heißt aber nicht dass sie kein
Strom brauchen.
Ein Bipo Transistor wird durch Strom gesteuert, also muss ständig Strom
in die Basis fließen.
Der FET regelt sein Verhalten über die Gatespannung(!). Das Gate
nämlich besitzt gegen Source einen Kondensator.

Wenn man jetzt an den FET (Und somit an den Kondensator am Gate) eine
Spannung anlegt, so will sich dieser Kondensator füllen. Ist dieser
leer (Zuerst 0 Pegel) und soll dann geladen werden (1 Pegel), dann muss
da ein irre hoher Strom fließen, da der Kondensator im leeren Zustand
einen Kurzschluss darstellt. (Auch wenn nur sehr sehr kurz).

Das ganze ist trotzdem nicht weiter tragisch. Bisher ist noch kein AVR
von dieser hohen Stromspitze gestorben. Außerdem wird diese ja begrenzt
durch den Leitungswiderstand zum Gate.

Prinzipiell Gilt: Kein Widerstand ans Gate des FETs.
Dies ist erst dann nötig, wenn die Quelle im Ein/Ausschaltmoment
überlastet wird, oder durch den hohen Stromfluss zu viele Störungen
entstehen. Nachteil von dem Widerstand ist, dass der GateKondensator
langsamer geladen/entladen wird und die Schaltflanken nicht so schön
steil sind.

Also: Solang du in niedrigem Frequenzbereich bleibst (20kHz etwa
funktioniert noch ganz gut, weiter war ich noch nicht), ist alles in
Butter. Liegst du stark drüber, so bei 500kHz, dann brauchst du einen
MOSFET Treiber, der dir die hohen Umladeströme bereitstellt und dann
gegebenfalls einen Widerstand.
Gast #274485
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kleine Ergänzung: Bisweilen dämpfen - je nach Schaltungsaufbau -
Widerstände die Neigung zu Schwingungen. 47-100 Ohm reichen meist aus.
Bei FET's ist das vielleicht nicht so tragisch. Setzt man Darlington
Transistoren ein, ist der Widerstand unerläßlich.

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