Spannungsversorgung (1 GHz, 10-20 kV)

OP #1029742
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Hi,

Kennt jemand eine Firma die Netzteile oder HF-Verstaerker mit 1 GHz 
Frequenz fuer hohe Spannungen (10-20kV) herstellt?

Das ganze soll nur zur Erzeugung eines E-Feldes zwischen Elektroden 
dienen, Verbraucher sind hier nicht im Spiel.

Bin sehr dankbar fuer jeden brauchbaren Hinweis.

MfG
#1029768
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Selbst wenn es gelingen sollte, ein solches Gerät zu bauen, wie willst 
Du dann das Gerät anschließen?

Ein Koaxkabel hat etwa 100pF/m.
D.h. durch 1m Kabel fließen dann:

2*PI*1GHz*100pF*20kV = 12,5kA Blindstrom

D.h. schon Deine Zuleitung löst sich sofort in Rauch auf.


Peter


P.S.:
Ich hab mal nen Rechteckgenerator 1kHz..1MHz, 0..1000V gebaut, der hatte 
einen Wirkungsgrad von 5%, d.h. 95% (200W) wurden schon im Gerät und der 
Zuleitung (1m) verheizt.
OP #1030104
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PPP: Danke, aber es geht wirklich darum ein schon fertiges Produkt zu 
finden, falls es sowas wirklich gibt :)

Peter: Bei den Kabeln gibt es bisher keine Anforderungen. Ich versuche 
grade rauszufinden, ob es technisch machbar ist soetwas aufzubauen. 
Falls du sich auf dem Gebiet auskennst, was ist denn so die obere Grenze 
bei kommerziell verfuegbaren Sachen?

Christoph: Welche Information fehlt dir um etwas ueber Leistung aussagen 
zu koennen? Offenbar spielt die Kabellaenge und - Kapazitaet eine Rolle, 
daher: 1m ist wohl realistisch und die Art des Kabels ist wie gesagt 
nicht naeher spezifiziert. Sollte halt so sein, dass es funktioniert. :)


Wie gesagt, gebraucht wird nur das hochfrequente E-Feld.
#1030125
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Also dem Generator wird praktisch keine Leistung entnommen. Bleiben die 
Verluste beim Erzeugen und Hochtransformieren. Es gibt Hersteller von 
breitbandigen Hochfrequenzverstärkern für Laborzwecke. Was bei 1 GHz 
also Trafo wirkt, damit habe ich auch keine Erfahrung, es wird irgendein 
Resonanzkreis sein. Ein Hohlraumresonator hoher Güte bei 30cm 
Wellenlänge hat schon Keksdosen- bis Hutschachtelformat.
OP #1030613
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Das der Spass nicht umsonst ist ist schon klar. Aber ich verstehe grade 
nicht wozu ich ein 2000W Monster kaufen soll um zwischen 2 Elektroden ne 
Spannung von 100V erzeugen kann. Wie viel Verlustleistung in den 
Leitungen habe ich da zu berücksichtigen? Das sollte ja im wesentlichen 
die Leistung bestimmen, die ich brauche. 600W klingt für mich deutlich 
zu hoch gegriffen.

E1          E2
-----|  |-----

2 Elektroden mit ner Potentialdifferenz die im Bereich 0.5 MHz - (falls 
möglich) 1 GHz moduliert werden soll.
#1030619
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Na, dann rechne doch erstmal die nötige Leistung ohne Kabelverluste aus.

Form, Größe und Abstand deiner Elektroden kennst nur du, aber daraus 
solltest du dir mit der Formel für Plattenkondensatoren die Kapazität 
der Anordnung ausrechnen können.
So, und jetzt rechne aus, wieviel Strom in die/aus den Elektroden 
fließen muss, damit bei der gegebenen Frequenz auch noch die gewünschte 
Spannung erreicht wird.
Zeig deine Ergebnisse, und dann schauen wir weiter wg. den Zuleitungen 
und dem Verlust in ihnen.
OP #1030796
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OK, mit Luft als Dielektrikum
 ergibt sich mit einer Flaeche von 1 cm * 100 nm und einem Abstand von 
20 um eine Kapazitaet von ca.

Mit 0.1 pF und einem Widerstand von 50 Ohm wuerde sich eine 
Zeitkonstante von
 ergeben. 1 GHz ->
 Zeit bevor wieder umgepolt wird.

Was mir noch fehlt ist die Information, wie ich hiermit dann auch die 
letztendlich benoetigte Power komme.

So wie ich das sehe brauche ich dafuer die Impendanz zwischen den 
Platten bei den hoeheren Frequenzen, sehe ich das falsch?

Christopf: Vielen Dank btw, die Seiten sind genau das, wonach ich 
gesucht habe. Ich denke da werde ich fuendig, sobald ich klar weiss 
wieviel Power der Verstaerker denn nun braucht. :)
#1032087
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Ich denke, in einem geschlossenen Hohlraum könnte man so hohe 
Feldstärken durchaus auch mit einfachen Mitteln erreichen. Laut 
Meinke-Gundlach wurden Güten bis 50000 gemessen, da sollten sich ein 
paar Volt an 50 Ohm , die man in den Hohlraum einkoppelt, irgendwie 
hochtransformieren.
Im offenen Aufbau sieht das eher wie die "Streifenleitung" in dem 
R&S-Artikel aus. Eine Art Hornantenne schickt die Welle auf eine 
Zweidrahtleitung aus Blechplatten und am Ende wird die Welle in einer 
zweiten Hornantenne in einem Abschlußwiderstand verheizt, sodaß es nicht 
zu stehenden Wellen kommt. Zwischen den Platten ist ein einigermaßen 
homogenes Feld, ähnlich wie in den Helmholtz-Spulen für Magnetversuche.
OP #1032368
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Naja, fuer alle die hier ne Krise kriegen: Die Feldstaerke ist die 
gleiche, jedoch ist das ganze physikalisch so klein geworden, dass 40V 
langen.

Ich sehe das Problem nicht, dass man umdisponiert, wenn sich die 
urspruengliche Dimensionierung halt nicht umsetzen laesst.

Man muss ja nicht immer mit dem Kopf durch die Wand...

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