Von HP kenne ich Umlabelungen für alles bis runter zu Standard-ICs, bei
Tektronix sinds dagegen meist im eigenen Keller^WHalbleiterwerk
handgebastelte Sonderlocken.
Mein Gerät wird wohl dazwischen liegen. Und selbst wenns ein
Standardchip war, wird der sich nur im 1990er-Papierkatalog, aber nicht
im heutigen Web finden.
Teilweise hilft auch das Servicemanual weiter beim Ratespiel.
Bei mir aber nicht, die gute AEG selig gibts nicht mehr, und H&B ist in
ABB auf- oder untergegangen.
Es wäre halt irgendwie nett gewesen, das hübsche zweizeilige LCD gleicht
mit diesem Treiber weiterzuverwenden (wie es mit z.B. mit den
LED-Anzeigen, teils sogar 8x 14-Segment, von alten
Kathrein-Sat-Receivern perfekt funktioniert).
Ich hätte z.B. eine gleichzeitige Strom- und Spannungsanzeige für ein
Gerät bauen können. Natürlich noch die Reflexfolie unter dem LCD
abzupfen und eine aus den Streufolien und LED eines defekten
Flachbildschirms gebastelte Hintergrundbeleuchtung drunterkleben. Geht
natürlich mit dem nackten LCD und einer aus 74xx-Treibern gebauten
Ansteuerung auch.
Oder ich kaufe mir das als fertiges Modul inkl. Schnapprahmen für die
Frontplatte in 8 wählbaren Farben der Saison bei Aliexpress für 3 Euro.
:)
Eine Chance sehe ich noch: Das EPROM auf der Platine des Geräts
auszulesen und so das Protokoll des Displays zu erfahren. :)
uC ist aber ein SAB80C535, und ich vermute, das C steht für
maskenprogrammierter unauslesbarer interner Programmspeicher. In dem die
Verschlüsselungsalgorithmen sitzen, ohne die das ausgelesene EPROM
wertlos ist, damit es den Russen nicht in die Hände fällt (Baujahr 93
heißt Entwicklung vor dem Mauerfall.)