Dazu müsstest Du aber die Lanes aus einem Slot abgreifen, und
obendrein ist die Frage, wie die Laufzeitunterschiede zwischen
unterschiedlichen USB-Kabeln und der ganzen Steckerei aussehen ...
Ich halte ja schon das Ding in der "ein-Lane"-Ausführung für Murks.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Ich halte ja schon das Ding in der "ein-Lane"-Ausführung für Murks.
Deswegen steht in der Beschreibung:
"Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft."
Das ist natürlich klar rechtswidrig, wird aber seine Gründe haben. Wenns
nicht funktioniert, wars halt Lehrgeld. Trotzdem würde ich dafür lieber
essen gehen.
Georg
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Dazu müsstest Du aber die Lanes aus einem Slot abgreifen, und> obendrein ist die Frage, wie die Laufzeitunterschiede zwischen> unterschiedlichen USB-Kabeln und der ganzen Steckerei aussehen ...
Das ist nicht ganz richtig. Die Lanes, die an ein Device gehen, müssen
nur so angeordnet sein, daß das Bios sie auch einem Device zuordnet. Da
gibt es Regeln für. Und die Laufzeitunterschiede spielen bei PCIe
überhaupt keine Rolle, jede Lane spielt ihr eigenes Spiel. Aggregiert
werden die Daten erst auf höherer Ebene. Mit den richtigen Kabeln und
Steckern sind mehr als 50 cm drin, wirklich normgerecht.
MfG Klaus
Es gibt ja auch die PCIe external Cabling Spec, das klappt schon. USB
3.0 SuperSpeed ist elektrisch nix anderes als eine PCIe 2.0 Lane. Mit
den richtigen Kabeln geht das bis 7m ohne groß Umwandlung, haben wir
hier selber in Betrieb. Ich glaube das gibts mittlerweile auch für 3.0
Ok, danke für die Antworten, ich geh mal nicht zum Essen ;) ich hab so
ein Teil mal bestellt, mal schauen ob es so klappt vorerst mit einer
Lane. Wenns soweit ist geb ich hier bescheid.
Klaus schrieb:> Rufus Τ. Firefly schrieb:>> Dazu müsstest Du aber die Lanes aus einem Slot abgreifen, und>> obendrein ist die Frage, wie die Laufzeitunterschiede zwischen>> unterschiedlichen USB-Kabeln und der ganzen Steckerei aussehen ...>> Das ist nicht ganz richtig. Die Lanes, die an ein Device gehen, müssen> nur so angeordnet sein, daß das Bios sie auch einem Device zuordnet. Da> gibt es Regeln für.
Diese Regeln sind Chipsatz und BIOS spezifisch, also nicht generell
anwendbar.
> Und die Laufzeitunterschiede spielen bei PCIe> überhaupt keine Rolle, jede Lane spielt ihr eigenes Spiel. Aggregiert> werden die Daten erst auf höherer Ebene.
Das ist falsch. Maximaler Lane to Lane Skew ist 1.6 ns. Davon entfallen
auf das MB 1.25 ns, und auf die Einsteckkarte 0.35 ns. Für das Kabel ist
also nichts übrig.
(Quelle: PCI Express CEM r2.0)
Christian R. schrieb:> Es gibt ja auch die PCIe external Cabling Spec, das klappt schon.
PCIe-Verlängerung ohne jedwede Form von aktiven Treiberbausteinen?
Daran glaube ich nicht.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Christian R. schrieb:> Es gibt ja auch die PCIe external Cabling Spec, das klappt schon.>> PCIe-Verlängerung ohne jedwede Form von aktiven Treiberbausteinen?> Daran glaube ich nicht.
Laut Spec nicht zwangsweise. Häufig wird aber auf beiden Seiten so ein
Cable Redriver eingebaut. Wir haben aber hier eine fehlerfreie 5 GBit/s
Verbindung zwischen zwei FPGA MGTs mit einem Molex TDP 3m Kabel und ohne
Redriver. Bei USB 3.0 hat man schließlich auch keine Redriver und die
Kabel sind noch viel billiger.
Christian R. schrieb:> Bei USB 3.0 hat man schließlich auch keine Redriver
Das ist kein Argument; ein USB3.0-Phy ist dafür ausgelegt, ein recht
langes Kabel anzusteuern. PCIe-Devices aber dürften mit nicht viel mehr
als den paar Dezimetern rechnen, die auf Motherboards üblicherweise
vorkommen.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Christian R. schrieb:>> Bei USB 3.0 hat man schließlich auch keine Redriver>> Das ist kein Argument; ein USB3.0-Phy ist dafür ausgelegt, ein recht> langes Kabel anzusteuern.
Das ist etwas ungeschickt ausgedrückt. Die Transmitterseite ist
weitgehend identisch. Jedoch wird bei USB 3.0 für lange Kabel ein
trainierbarer Equaliser auf der Reseiverseite empfohlen. Bei PCIE 2.1
gibt es nur 2 verschiedene pre-emphasis Settings (bei 5 GT/s) für
unterschiedliche Längen im Transmitter.
> PCIe-Devices aber dürften mit nicht viel mehr> als den paar Dezimetern rechnen, die auf Motherboards üblicherweise> vorkommen.
Cabled PCIe hat nicht umsonst sauteure Kabel.
In der SATA Spec finde ich übrigens so gut wie nichts zu Pre-Emphasis
und Equaliser.
Christian R. schrieb:>> Wir haben aber hier eine fehlerfreie 5 GBit/s> Verbindung zwischen zwei FPGA MGTs mit einem Molex TDP 3m Kabel und ohne> Redriver.
Ein MGT ist ja nicht nur für PCIe, und hat typischerweise viele
Pre-Emphasis und Equaliser Settings. Damit kommt man schon weiter.
Mit Redriver kann man bei PCIe 1.1 auch miese CAT5e Kabel verwenden.
Lattice User schrieb:> In der SATA Spec finde ich übrigens so gut wie nichts zu Pre-Emphasis> und Equaliser.
Da dürfte aber was zum Thema Kabellängen zu finden sein - deutlich unter
1m, eher 50cm.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Lattice User schrieb:>> In der SATA Spec finde ich übrigens so gut wie nichts zu Pre-Emphasis>> und Equaliser.>> Da dürfte aber was zum Thema Kabellängen zu finden sein - deutlich unter> 1m, eher 50cm.
Nachgeschaut:
Internal Host to Device: <= 1m, Dämpfung 6 dB @4.5 GHz
xSata,eSata : <= 2m, Dämpfung 8 dB @4.5 GHz
Lattice User schrieb:> Rufus Τ. Firefly schrieb:>> Lattice User schrieb:>>> In der SATA Spec finde ich übrigens so gut wie nichts zu Pre-Emphasis>>> und Equaliser.>>>> Da dürfte aber was zum Thema Kabellängen zu finden sein - deutlich unter>> 1m, eher 50cm.>> Nachgeschaut:>> Internal Host to Device: <= 1m, Dämpfung 6 dB @4.5 GHz> xSata,eSata : <= 2m, Dämpfung 8 dB @4.5 GHz
Zum Vergleich:
USB 3.0 erlaubt eine Dämpfung von 7.5 dB @2.5 GHz, bzw fast 15 dB @4.5
GHz.
Also deutlich toleranter als SATA, (und nacktes PCIe)
Nochmal weiter geforscht.
Die Cabled PCIe Spec 2.0 stell für das Cable Assembly (d.h.
einschliesslich Buchsen/Stecker) die gleichen Anforderungen wie USB 3.0
:-()
Zu beachten ist aber, dass der Aufbau
Host <> Motherboard <> PCIe Slot <> EinstackKarte <> Kabel <> Mini
Backplane <> Slot <> Einsteckkarte
weit mehr Komponenten und Übergangsstellecn hat.