Ich habe mit Mint 21.02 Mate ein ziemlich lästiges Problem mit dem Bildschirmschoner: obwohl er deaktiviert ist und alle 5 Minuten ein cronjob mit mate-screensaver-command -p läuft, schaltet er immer mal wieder den Bildschirm schwarz – mit Vorliebe natürlich, wenn man ein Video abspielt…
Wenn man die Maus bewegt, geht der BS wieder an.
Aber das ist nicht alles: der Screensaver zersägt das Audio-System.
Der Grund: ich habe den Bildschirm über HDMI angeschlossen, benutze aber die analogen Audio-Ausgänge. Der Screensaver sorgt dafür, dass unter Sound Preferences keine analogen Ausgänge mehr zur Wahl stehen, sondern nur noch HDMI und der Lautsprecher des Bildschirms klingt glauslich…
Das lässt sich beheben, indem man das Audiosystem neu startet, was dauert und außerdem eine Passwort-Eingabe erfordert.
Kennt jemand das Problem und hat vielleicht sogar eine Lösung?
Wie bereits geschrieben, ist kein Schirm an der Karte. Das Applet, das ich weiter oben (Beitrag "Re: Wildgewordener Bildschirmschoner?") abgebildet habe, erschien, nachdem nach Einbau der Gforce der Treiber installiert wurde. Ich hab sie noch nicht getestet, nur den Power Saving Mode aktiviert.
Der BS ist nicht gelockt, nachdem das Problem auftritt – es reicht, die Maus zu bewegen, dass er wieder kommt. Nur das Audio-System hat danach einen Schlag weg.
Wie bereits geschrieben, ist kein Schirm an der Karte.
Das ist völlig unerheblich. Wenn es die Karte gibt und den Treiber, dann würde der auch geladen werden, wenn kein Display an irgendeinem der Display-Anschlüsse der Karte vorhanden wäre. Schon allein deshalb, um den späteren Anschluss eines Displays bemerken zu können..,
Sprich: du lügst ganz offensichtlich. Also: Ganz klar ein Troll.
Der BS ist nicht gelockt, nachdem das Problem auftritt – es reicht, die
Maus zu bewegen, dass er wieder kommt. Nur das Audio-System hat danach
einen Schlag weg.
Kannst du trotzdem nachsehen / das "IdleAction" aus den logind.conf rausnehmen oder auf "ignore" setzen falls es da ist? Nur für alle fälle, es kann ja nicht schaden, das auszuprobieren.
Bei X11 versuch mal ein "xset -dpms", damit kann der X-Server den
Bildschirm nicht mehr ausschalten...
OK, ich habe gerade herausgefunden, dass x11 auf Mint 21.2 Mate läuft…
Heute Morgen habe ich die Gforce ausgebaut: bisher hat kein Screensaver zugeschlagen. Das kann aber auch daran liegen, dass die Maus zu häufig bewegt wurde. Ich beobachte…
So, jetzt steht fest, dass der Ausraster des Screensavers nichts mit der Gforce zu hat: der Bildschirm wurde bei längerm Laufen ohne (Maus-)Eingaben abgeschaltet und das Audiosystem wußte von "analog" nichts mehr.
Ich habe jetzt mal das xset -dpms eingegeben – mals sehen, obs was hilft.
Bisher dachte ich, dass nur nvidia diese schwachsinnigen Defaults hätte, weil mir das Problem bisher nur im Zshg. mit nvidia aufgefallen ist.
Offensichtlich haben aber auch andere Graka-Treiber dieselbe Macke bzw. es ist umgekehrt eine Macke der Default-Konfig des xserver, die von einigen (vielen?) Graka-Treibern in diesem Punkt sinnvollerweise ignoriert oder überschrieben wird.
Wie auch immer: das ist eine Sache, die eventuell auf einem normalerweise headless betriebenen Server einen Sinn ergibt, aber nicht auf einem Desktop. Da sollten nach all den Jahren endlich mal die Defaults angepasst werden. Sonst wird das nie was mit Linux auf dem Desktop...
Der Witz ist übrigens: mit den Tools, die es zu nvidia dazu gibt, kann man das Problem immerhin lösen, ohne das GUI verlassen zu müssen. Leider aber nach den neuen Erkenntnissen wohl nur dann, wenn nvidia der einzige Graka-Treiber im System ist.
Und zu deinem unverschämten und völlig unbegründeten Troll-Vorwurf hast du nichts zu sagen?
Merke: Fantasien kommen immer aus dem eigenen Kopf und können daher nur Dinge enthalten, die einem selbst nahe liegen. Behalte also nächstes mal besser den Unrat, der in deinem Kopf herum spukt, für dich, bis du wirkliche Beweise für deine Hypothesen hast.
Kenne ich aus der Zeit der Röhrenmonitore, damit in der Leuchtschicht (Phosphore) keine Abnutzung auftritt mit der Folge, dass immer gleiche Bilder zu teils stärkerer (= sichtbar ungleichmäßiger) Abnutzung führt.
Da sollten nach all den Jahren endlich mal die
Defaults angepasst werden.
Die defaults im X-Server kommen nicht zum tragen, wenn deine Nutzeroberfläche die mit den vom User konfigurierten Werten für den Screensaver-Timeout überschreibt. Ob Mate das macht oder nicht, und warum, kann ich nicht sagen, nutze das nicht.
Übrigens funktioniert normalerweise auch, dass der Bildschirmschoner während des Abspielen von Videos deaktiviert und der Monitor an bleibt.
Das Problem des TE ist ein Anderes:
Sein Audiosystem (vmtl. Pulseaudio auf dem 21er Mate?) wird das Einschlafen und Aufwachen des Monitors als Entfernen und Hinzufügen eines Audio-Devices erkennen, und versuchen laufende Audio-Streams auf das neue Device umzuschalten.
Kann man natürlich umkonfigurieren, dazu
load-module module-switch-on-port-available / module-switch-on-connect
in der PA-Config rausnehmen.
Oder schauen ob's dafür einen Klicki-Bunti-Knopf in den Systemeinstellungen gibt.
Zum temporären Testen ohne Anfassen der Konfiguration:
pactl unload-module ...
Und bevor die Frage kommt, warum das nicht default ist: Vermutlich weil viele Leute wollen dass der Sound automatisch auf Kopfhörer umgeschaltet wird, wenn man diese einsteckt.
Die defaults im X-Server kommen nicht zum tragen, wenn deine
Nutzeroberfläche die mit den vom User konfigurierten Werten für den
Screensaver-Timeout überschreibt. Ob Mate das macht oder nicht, und
warum, kann ich nicht sagen, nutze das nicht.
Mate tut das normalerweise. Und in den entsprechenden Dialogen hatte der TO das auch völlig korrekt eingestellt, Screenshots dazu hatte er gepostet. Normalerweise funktioniert das auch korrekt. Aber eben nachweislich nicht mit zuindest einigen nvidia-Treibern.
Übrigens funktioniert normalerweise auch, dass der Bildschirmschoner
während des Abspielen von Videos deaktiviert und der Monitor an bleibt.
Ja, das ist aber nicht das Problem. Er hatte konfiguriert, dass die Sache niemals in irgendeinen Schlafzustand eintreten soll. Mit dieser Einstellung stellt sich dieses Problem normalerweise überhaupt nicht. Zumindest bei einigen nvidia-Treibern aber eben doch.
Das Problem des TE ist ein Anderes:
Sein Audiosystem (vmtl. Pulseaudio auf dem 21er Mate?) wird das
Einschlafen und Aufwachen des Monitors als Entfernen und Hinzufügen
eines Audio-Devices erkennen, und versuchen laufende Audio-Streams auf
das neue Device umzuschalten.
Das wiederum ist sinnvoll. Ich kenne jedenfalls keinen Monitor, der im Schlafzustand bereit wäre, noch einen digitalen Audiostream entgegen zu nehmen. Also entweder auf eine noch verfügbare Senke umschalten oder vollständige Ruhe. Das sind hier die Optionen, die verbleiben. Ich halte das Umschalten für die sinnvollere.
ich habe den Bildschirm über HDMI angeschlossen, benutze aber
die analogen Audio-Ausgänge. [...]
der Lautsprecher des Bildschirms klingt glauslich
d.H. in der Konstellation wär' das beibehalten des Analog-Outputs, egal
was am HDMI passiert, sinnvoller.
Ähemm, ja natürlich, das war mir entgangen. Allerdings ist dann ja auch nicht der Fall, dass die Audio-Senke "verschwindet". Es sollte also überhaupt keinen Grund für den Audio-Kram geben, überhaupt irgendetwas umzuschalten.
Tut er es doch, kann es nur ein Bug in dem Audio-Gedöhns sein. Der allerdings bei der gezeigten Konfiguration irrelevant wäre, weil ja bei korrektem Verhalten garnix in den Schlafmodus gehen würde.
Das muss beim Moritz entweder ein hardware-spezifisches Problem sein, oder spezifisch für seine Linux Distribution.
Denn mit meinem Laptop (der Intel+Nvidia GPU hat) mache ich genau das gleiche. Ich nutze normalerweise einen Kopfhörer am analogen Ausgang und habe damit keine Probleme.
Kenne ich aus der Zeit der Röhrenmonitore, damit in der Leuchtschicht
(Phosphore) keine Abnutzung auftritt mit der Folge, dass immer gleiche
Bilder zu teils stärkerer (= sichtbar ungleichmäßiger) Abnutzung führt.
Hier geht es eher um "Energieschoner"?
Bilder brennen sich bei TFT-Bildschirmen nicht ein, aber die Leistung des Backlights lässt mit nach, wenn sie viel laufen - früher bei den CCFL-Backlights ziemlich stark. Bei LEDs ist es wohl weniger stark ausgeprägt, aber immer noch vorhanden. Ist also auch über den Energiespar-Effekt hinaus durchaus sinnvoll, wenn der Monitor nicht die ganze Zeit durchläuft. Es gibt aber spezielle Anwendungen, wo man will, dass er sich niemals ausschaltet. Da muss man dann eben diese Einstellungen verwenden.
Übrigens: Wenn ein Video oder ein Spiel läuft, geht der Monitor bei mir nie aus. Diese Anwendungen unterdrücken das automatisch.
Ja, mag sein. Der Knackpunkt ist hier: nvidia oder nouveau? Den Bug, das trotz der entsprechenden Einstellungen, die das verhindern müssten, das Display in den Energiersparmodus geschickt wird, kannte ich bisher nur von einigen Versionen der nvidia-Treiber.
Sinnigerweise haben die Mate-Leute im Screensaver-Applet die Option
"Deaktivieren" entfernt.
Also in meinen Systemeinstellungen zum BS taucht definitiv eine "Checkbox"-Option auf: "Bildschirmschoner bei Inaktivtät des Benutzers aktivieren" (osä.). Und wenn man hier den Haken löscht, ist Wirkung exakt die, wie wie in der unvordenklichen Zeit, als man die Sache nur über irgendein verschissenes Applet konfigurieren konnte und dort tasächlich "deaktiveren" wählen musste.
Vielleicht einfach mal dort reinschauen, wo Konfigurationen wirklich zu erledigen sind. Zumal es dieses ominöse Applet "standardmäßig" wohl garnicht mehr gibt. Keine Ahnung, wie du das in's System implantiert hast...
Stimmt! Zwei Bespiele für Monitore ohne Röhren, die man schonen kann.
Wobei ich nicht weiß, ob CCFL-Röhren häufige Ein- und Ausschaltvorgänge
mögen.
Den Röhren ist das weitgehend egal, bei denen zählt im Wesentlichen wirklich nur die Betriebszeit.
Das Problem sind hier eher die Inverter. Die werden bei Einschaltvorgängen besonders belastet. Und da die ganz typisch ziemlich auf Kante genäht designed sind, läßt häufiges Einschalten sie früher ausfallen.
Das ausfallende BE ist dabei natürlich gerade genau das, was sich nicht einfach von der Stange ersetzen läßt: der Trafo. Das teuerste Bauelement der Baugruppe und damit auch das, wo sich am meisten sparen läßt. Und genau das haben die Hersteller auch jederzeit weidlich getan...