Hallo,
http://karriere.pepperl-fuchs.com/job-suchen/job/detail/entwicklungsingenieur-fuer-zertifizierungen-mw.html
dieses Angebot, was ich zb zu 99% abdecken kann, weil ich 12 Jahre
nichts anderes gemacht habe als genau das, steht da seit 4 Monaten. Ich
erhielt eine Absage im September, 5 Tage nach der Bewerbung aber auch 2
andere Leute, die ich kenne, weil ich denen den Link schickte. Nur
Absagen. Ich fragte zurück und erhielt keine Antwort. Etliche Stellen
stehen dort seit Monatenn "offen".
Pepperl & Fuchs sit recht bekannt und gilt als seröser Laden.
Bis mir dann mal eine Personalfachfrau den Tip gab, dass manche Firmen
immer offene Stellen haben, damit es nicht so aussieht als würde es kein
Wachstum mehr geben. Wer sich auch bewirbt, er kriegt gleich eine
Absage, die Schein-Stellen stehen monatelang offen.
Haben seriöse Firmen so etwas wirklich nötig? Ich habe es inzwischen
mehrfach erlebt, dass "Top Stellen" scheinbar nicht besetzt werden
können.
Ok, für mich ist der Laden eh gestorben, habe eine Zusage bei Rockwell
Automation in Karlsruhr und ich denke damit fahre ich besser.
Und, welche Antwort suchst du?
Mitleid?
Willkommen in wahren Leben.
Es gibt Leute, die wollen dir dein Portomoneium abnehmen, erzählen aber
von der kranken Großmutter in Sibirien.
Oder sie haben die tollste Geschäftsidee und suchen Highperformer,
können aber gerade nichts zahlen - du hast aber Anteil an der
zukünftigen Leadership, was sich bestimmt auszahlt.
Und die Frau dekoriert sich vor dem Spiegel, um etwas zu werden, was sie
nie war.
Und morgen kommt der Weihnachtsmann.
Wie war die Frage eigentlich?
Ach ja, seriöse Firmen. Wer sagt, daß das eine ist? Und was ist eine
seriöse Firma?
Bewerber schrieb:> Bis mir dann mal eine Personalfachfrau den Tip gab, dass manche Firmen> immer offene Stellen haben, damit es nicht so aussieht als würde es kein> Wachstum mehr geben.
Das ist doch eine Binsenweisheit. Dazu braucht man doch keine
Personalfachfrau. Die meisten angeblich offenen Stellen existieren
nicht.
> Bis mir dann mal eine Personalfachfrau den Tip gab, dass manche Firmen> immer offene Stellen haben, damit es nicht so aussieht als würde es kein> Wachstum mehr geben. Wer sich auch bewirbt, er kriegt gleich eine> Absage, die Schein-Stellen stehen monatelang offen.
Das erklärt auch mir jetzt einiges, danke für den Tipp, wieder was
gelernt.
Bewerber schrieb:> Haben seriöse Firmen so etwas wirklich nötig?
Ist doch ganz einfach, wenn man die Aktionäre oder die werten
Mitbewerber verschaukeln mag, darf man eben keine Zweifel lassen.
Und btw. das gibts auch auf der AN-Seite, um z.B. das Arbeitsamt
zufrieden zu stellen - so tun als bemühe man sich um einen Job....
Kennen wir doch von ein paar Forenprofis.
- 12 Jahre, und Du weisst nicht daß es noch andere Fähigkeiten braucht?
Keine fachlichen (vlt. 40%) sondern die "social skills".
- Du weisst auch nichts über die Struktur der Abteilung.
- Ein falscher Mann ist teurer als keiner.
> Bis mir dann mal eine Personalfachfrau den Tip gab, dass manche Firmen> immer offene Stellen haben, damit es nicht so aussieht als würde es kein> Wachstum mehr geben. Wer sich auch bewirbt, er kriegt gleich eine> Absage, die Schein-Stellen stehen monatelang offen.
Wenn man überhaupt eine Absage kriegt , meistens kriegt man ja nicht mal
eine Absage auf so ein FAKE Stellenangebot !!
Klaro schrieb im Beitrag #3937275:
> denn> warum sollte er ein Interesse haben, diese bedingungsfeindliche> Einstellung auch noch zu bestätigen?
Weil das kein Geheimnis, sondern allgemein bekannt ist.
>>Wir sagen allen ganz klar ins Gesicht, dass nur einer von der gesamten>>Gruppe übernommen wird.
Genau das fand damals bei der ehemaligen Fa T......n aus Krefeld auch
statt, bevor sie gottseidank pleite ging! Mehrere Einstellungen an
Ingenieuren wobei schon vorher klar war, dass nur 1 v 2 übernommen wird.
Mal schauen wie die beiden sich ausspielen. Ganz mieses Spiel der
gerissenen damaligen Personalcheffin deren Namen ich hier mal lieber
beiseite lasse. Genauso als es bergab ging "Wir können leider nicht
jeden halten aber wer gehen muss aus jeder Gruppe legen wir später
fest..." damit sich auch alle schön zerfleischten und nur die "Besten"
übrig blieben. Da ging das Gemobbe erst richtig los.
Den Eindruck, den der TS schreibt kann ich aus meiner eigenen
Bewerbungsphase bestätigen, habe es einer Frima auch mal direkt frech
gesagt, dass ich nicht glaube, dass diese Stellen "echt" sind. Vor allem
die Personalagenturen haben massenweise Luft-Jobs in den Börsen drin,
nur noch Datenmüll.
Den Vogel schoss eine Firma aus Suttgart ab, die mir immer wieder neue
Absagen schickte, obwohl ich mich nach 3 Absagen wochenlang gar nicht
mehr beworben hatte :-)
> dieser Dipl Ing(FH) hat völlig recht. Es scheint mir, als habe er unser> System durchschaut.
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa .....
> Aber 99% tun dies nicht.
Ist auch wahr
Das Rest im Statement ist übrigens auch lesenswert , würde mal beinahe
sagen , BEMERKENSWERT !!
Bewerber schrieb:> Bis mir dann mal eine Personalfachfrau den Tip gab, dass manche Firmen> immer offene Stellen haben, damit es nicht so aussieht als würde es kein> Wachstum mehr geben. Wer sich auch bewirbt, er kriegt gleich eine> Absage, die Schein-Stellen stehen monatelang offen.
Personalerin?
Die wollt halt ned zugeben, dass die gar keine Lust haben irgendwas zu
tun.
In den Personalabteilungen sind die ruhigsten Plätze in einer Firma.
(Ausser es wird der halbe Laden rausgeschmissen).
Ansonsten:
Es gibt massenweise Stellenanzeigen auf den HP der Firmen.
Da werden mit der gleichen Anzeige (Layout 80`er Jahre mit den Scanner
digitalisiert) über Jahre hinweg "Experten", "Spezialisten", "Talente",
etc. gesucht!
Ob da wirklich die Bewerbungen dann weiter gehen?
Ob da die Stellenentscheider Leute einstellen, die sich im Text auf
Sachen beziehen die sie "eigentlich" nicht suchen?
Oder sucht man nur Doofe, die sich über den Personaldienstleister dann
mit der Rübe "Übernahme" einfangen lassen?
Oder will man nur wieder einen "Heiko" in die Firma hole?
Muß halt jeder selber entscheiden, ob er zu einer Firma wie P&F Leute
sucht?
Pers. denke ich das P&F ein so gutes HRM hat, dass die ihren
Entwicklerbedarf über BA-Studenten und übernommene Werkstudenten deckt.
Und vorallem auch genügend Werkverträgler hat.
Bewerber schrieb:> http://karriere.pepperl-fuchs.com/job-suchen/job/detail/entwicklungsingenieur-fuer-zertifizierungen-mw.html
So eine Anzeige, wer bewirbt sich auf sowas?
> dieses Angebot, was ich zb zu 99% abdecken kann, weil ich 12 Jahre> nichts anderes gemacht habe als genau das, steht da seit 4 Monaten.
Ob die wirklich suchen?
Oder hat da einer der Subhäuptlinge Terminprobleme und will mit den
ollen Spruch:
"Wenn wir die Leute für die Zertifizierung gehabt hätten, dann hätten
wir die Produktline XYZ schon vor Monaten vermarkten können."
Die eigenen Fehler verdecken, etwa weil das Produkt noch garnet existent
ist?
> dieses Angebot, was ich zb zu 99% abdecken kann, weil ich 12 Jahre...
Dann biste aber auch schon knapp vor den 40`ten. Also für einen
Entwickler zu nix mehr zu gebrauchen!
> Autor: Christian J. (hobel)> Datum: 24.12.2014 10:31> Den Vogel schoss eine Firma aus Suttgart ab, die mir immer wieder neue> Absagen schickte, obwohl ich mich nach 3 Absagen wochenlang gar nicht> mehr beworben hatte :-)
Ich bekam mal nach sechs Jahren eine Absage.
Als ich mich dann nach weiteren sechs Jahren bei der Firma bedanken
wollte kam die Post zurück. Die Firma war zwischenzeitlich den Weg alles
irdischen gegangen.
Stellen, die monatelang offen bleiben, sind doch im Ingenieursbereich
völlig normal, weil es für die meisten Bereiche einfach viel zu wenige
Bewerber gibt. Zumindest wenn man nach erfahrenen Leuten sucht. Es ist
keine Seltenheit, dass eine Firma länger als ein Jahr sucht.
Oft sind die Stellen auch nicht wirklich konkret. Es wird eben einfach
Verstärkung für das Team gesucht, die genaue Verwendung ergibt sich dann
je nach Fähigkeiten.
Bei größeren Abteilungen kann man durchaus auch permanent suchen. Dazu
muss man nur eine Abteilung von 10 Mann und einer Fluktuation von 10%
haben, wenn man durchschnittlich ein Jahr suchen muss.
Zum Thema 99% passend: Wie schon geschrieben wurde spielt eine große
Abdeckung der fachlichen Qualifikation fast gar keine Rolle. Da reicht
auch 50-80%, außer bei absoluten Spezialistenpositionen. Ein Ingenieur
kann sich dann schon in den Rest einarbeiten. Außerdem wird meistens ja
in der Stellenausschreibung das komplette Abteilungsprofil dargestellt,
und kein einzelner deckt die volle Palette ab, auch wenn er schon viele
Jahre dort arbeitet.
Die sozialen Kompetenzen sind viel, viel wichtiger. Wobei ich da
inzwischen der Meinung bin, dass der Umgang mit Kollegen gar nicht der
Knackpunkt ist. Man sollte natürlich halbwegs umgänglich sein, aber man
muss nicht der perfekte Teamplayer sein und man kann sich auch einige
menschliche Macken erlauben. Viel wichtiger ist Engagement, innere
Motivation (d.h. nicht nur von Gehalt getrieben) und Interesse am Fach.
Wie gesagt, fachliche Defizite kann man in der Regel lernen, aber die
sozialen Kompetenzen sind wenig veränderbar. Außerdem: Eine fachliche
Niete kostet zwar Geld, aber eine soziale Niete kann eine ganze
Abteilung oder sogar Firma in den Ruin treiben. Deshalb legen die Firmen
auch mehr wert darauf.
Unternehmer im Urlaub schrieb im Beitrag #3937304:
> das ist doch genau das, was gut für Firmen ist. Nämlich wenn die Besten> übrig bleiben und die weniger guten gehen.
Das ist aus Sicht des Unternehmens und seiner Mitarbeiter auch das
einzig Vernünftige. Wenn du dich in die Lage eines guten Mitarbeiters
versetzen könntest, würdest du das auch sofort verstehen. Vor allem
sozial schlechte Mitarbeiter sind richtiges Gift für ihre Kollegen, denn
sie zerstören jegliche Motivation. Da darf man diese Leute doch nicht
auch mit sicheren Jobs und einem hohen Gehalt belohnen und damit das
schlechte Verhalten noch verstärken. Leider wird das trotzdem immer noch
viel zu oft gemacht.
Antimedial schrieb:> Viel wichtiger ist Engagement, innere> Motivation (d.h. nicht nur von Gehalt getrieben) und Interesse am Fach.
Was meine Freunde, Hobbys und Vereinstätigkeit angeht, stimmt ich dir
hier voll und ganz zu. Für wohltätige, nicht gewinnorientierte Sachen
ebenso.
In der Geschäftswelt zählt m.E. als Arbeitnehmer nur, das Wissen und
Erfahrung eins zu eins mit Gehalt vergütet werden muss.
Du willst Qualität? Also zahle dafür.
Wenn du kein Geld ausgeben willst, bekommst du halt Mitarbeiter, welche
ihr Wissen nicht richtig einschätzen können und dadurch Projekte
massivst (selbst erfahren einem Team) in Probleme bringen können.
abc schrieb:> In der Geschäftswelt zählt m.E. als Arbeitnehmer nur, das Wissen und> Erfahrung eins zu eins mit Gehalt vergütet werden muss.
Erst einmal widerspricht sich das nicht. Ein motivierter und engagierter
Mitarbeiter bekommt durchaus mehr Geld. Trotzdem ist es eine gute
Praxis, unmotivierte Mitarbeiter gar nicht erst einzustellen. Dann
bleibt nämlich auch mehr Geld für den Rest übrig.
abc schrieb:> Wenn du kein Geld ausgeben willst, bekommst du halt Mitarbeiter, welche> ihr Wissen nicht richtig einschätzen können und dadurch Projekte> massivst (selbst erfahren einem Team) in Probleme bringen können.
Die Praxis zeigt aber auch, dass gute Leute nicht primär durch das
Gehalt motiviert werden. Schlechte Leute beharren dafür umso öfter auf
ein höheres Gehalt und begründen das mit fachlicher Qualifikation (ein
abgeschlossenes Studium wird da schon als großartige Leistung angesehen)
und Berufserfahrung (die bei denen aber eher abgesessener Zeit ohne
wirkliche Weiterentwicklung ist).
Von daher funktioniert deine Hypthese nicht.
> Stellen, die monatelang offen bleiben, sind doch im Ingenieursbereich> völlig normal, weil es für die meisten Bereiche einfach viel zu wenige> Bewerber gibt. Zumindest wenn man nach erfahrenen Leuten sucht. Es ist> keine Seltenheit, dass eine Firma länger als ein Jahr sucht.
Ja , es wird aber sehr oft übersehen dass es diese "Stellen" garnicht
gibt , es sind reine Werbeanzeigen für den Laden , mit dem Motto , wir
suchen neue Mitarbeiter , ergo MUSS es uns gut gehen , garnicht so
selten ist aber das Gegenteil der fall , der Laden steht kurz vor dem
Abgrund , also VORSICHT !!
Unternehmer im Urlaub schrieb im Beitrag #3937304:
> Christian J. schrieb:>> damit sich auch alle schön zerfleischten und nur die "Besten">> übrig blieben. Da ging das Gemobbe erst richtig los.>> das ist doch genau das, was gut für Firmen ist. Nämlich wenn die Besten> übrig bleiben und die weniger guten gehen.
Der Schuss kann aber auch nach hinten los gehen, wie ich selbst schon
erlebt habe. Die "Besten" suchen sich einen besseren Arbeitgeber, der
bessere Bedingungen bietet. Zurückbleiben halt diejenigen, die sonst nix
kriegen.
> Die "Besten" suchen sich einen besseren Arbeitgeber, der bessere> Bedingungen bietet.
Zu dumm das es gerade für die sogenannten Besten extrem wenige
Betätigungsfelder in DE gibt , die wirklich Guten suchen das Weite im
Ausland , USA , Emirate , etc . sind recht beliebt , aber nur für die
wirklich besten !!
Klaus Wachtler schrieb:> Wie war die Frage eigentlich?> Ach ja, seriöse Firmen. Wer sagt, daß das eine ist? Und was ist eine> seriöse Firma?
Nein, er meinte eine seröse Firma. Weiß nicht, ob das was mit Ansteckung
zu tun hat, s.u.
Bewerber schrieb:> Pepperl & Fuchs sit recht bekannt und gilt als seröser Laden.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Ausland , USA , Emirate , etc . sind recht beliebt , aber nur für die> wirklich besten !!
USA -> sicher eine der besseren Möglichkeiten
Emirate -> sich das die beliebt sind? Gibt es da zahlen dazu wie viel da
hin sind und nach wie viel Jahren die zurück kommen. Hab schon gehört
das Gehalt sei nicht schlecht aber Lebensumfeld nicht so toll. Meistens
einfach Sand heißt goldener Käfig und letztlich prallen auch zwei
Weltansichten aufeinander.
Hab ich aber auch nur gehört und daher würden mich mal Zahlen
interessieren
prozentzeichen schrieb:> Emirate -> sich das die beliebt sind?
Sind viele Expats dort. Bekommen alle eine Aufenthaltsgenehmigung für
einige Jahre und wenn die abläuft, oder du gekündigt wirst dann musst du
aber schleunigst das Weite suchen. Eine Staatsbürgerschaft kannst du da
gar nicht bekommen - so viel zu den Integrationsbemühungen.
Und was es dort gibt? Nun Sand und Geld, oder anders herum, die haben
dort wirklich viel von beidem. Habe ich im Buch "Leben und Arbeiten in
Dubai" gelesen, wenn es dich interessiert kann ich dir das Buch
empfehlen. Dort sind auch einige Freihzeitbeschäftigungen beschrieben.
Da wird ein 200m hoher Berg in der Nähe als Highlight beschrieben, oder
die allseits bekannte Skipiste. Alkohol ist dort immer noch verpönt,
dort herrscht noch Recht und Sitte - allerdings nicht die von
Deutschland gewohnten. Wenn gerade Ramadan ist und deine Kollegen den
ganzen Tag nichts essen wollen kannst du dir denken wie gereizt die
Stimmung im Büro ist. Für mich wäre das wirklich der goldene Käfig. Geld
gibts aber ganz gutes, kannst dann auch das Doppelte an Wohnungspreisen
bezahlen.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Zu dumm das es gerade für die sogenannten Besten extrem wenige> Betätigungsfelder in DE gibt , die wirklich Guten suchen das Weite im> Ausland , USA , Emirate , etc . sind recht beliebt , aber nur für die> wirklich besten !!
Och, viele meiner ehemaligen Kollegen sind einfach zu anderen
Unternehmen, zum Beispiel ins IGM Disneyland oder vergleichbar,
gewechselt. Das mag für manche immer noch nicht perfekt sein, aber es
ist schon mal eine gewaltige Verbesserung der persönlichen Situation.
F... den Arbeitgeber, bevor er Dich f...t!
Kampfstiefel schrieb:> Der Schuss kann aber auch nach hinten los gehen, wie ich selbst schon> erlebt habe. Die "Besten" suchen sich einen besseren Arbeitgeber, der> bessere Bedingungen bietet. Zurückbleiben halt diejenigen, die sonst nix> kriegen.
Am Geld liegt das meistens aber gar nicht, sondern eher daran, dass die
Abteilung oder Firma schon durch ein paar schlechte Leute oder einen
schlechten Chef "vergiftet" ist. Oder die Arbeit einfach langweilig ist
- manche Firmen verstehen unter "Entwicklung" Excel-Tabellen und
Powerpoint-Folien erstellen. Oder es wird am "Support" gespart, sprich
Sekretärin, IT und Putzkräfte, und müssen dann sich dann selbst um jede
Kleinigkeit kümmern. Oder sie werden in Großraumbüros gesteckt, bekommen
keine kostenlosen Getränke, schlechtes Equipment und so weiter. Selbst
wenn man dann ein überdurchschnittliches Gehalt zahlt, kann man gute
Leute nicht halten, sondern zieht nur die Parasiten an, die nur wegen
des Geldes arbeiten.
Hallo,
Klaro schrieb im Beitrag #3937275:
> Unternehmer im Urlaub schrieb im Beitrag #3937257:>> Was ich sagen kann ist, dass wir definitiv keinen Mangel an Bewerbern im>> MINT Bereich haben. Dabei sind wir ein Mittelständler im Speckgürtel>> einer Metropolregion.>> Mein Reden, aber ich glaube nicht das der Poster tatsächlich> Unternehmer ist. Eher würde ich ihn für einen Troll halten,> der mit diesem Eingeständnis nur seinen Spaß haben will, denn> warum sollte er ein Interesse haben, diese bedingungsfeindliche> Einstellung auch noch zu bestätigen?
Er könnte auch ein (nur angestellter oder freiberuflicher) Whistleblower
sein? Das beschriebene Verhalten passt perfekt auf
Ingenieurdienstleister. Ferchau, Reinisch, Götz und Weise, TANNER ...
Ich müsste bei der Beschreibung als allererstes an Götz und Weise
denken, aber auch die anderen Verdächtigen arbeiten genau so wie oben
beschreiben.
> So was wird schön vertraulich gehalten von solchen Leuten und> nach allen Regeln der Kunst verleugnet.
Nein! Ich habe bei mindestens einem Ingeneurdienstleister diese von
einer Sachbearbeiterin mitgeteilt bekommen. Allerdings reagieren die
meisten der Sachbearbeiter bei den anderen Dienstleistern sehr aggressiv
wenn dieses Thema erwähnt wird. Der Fachbegriff für die
Phishing-Anzeigen zum Abgreifen von Bewerberdaten ist Allgemeinanzeige.
Frag mal direkt bei einem Telefongespräch danach. Und wenn der
Gesprächspartner unwissend tut und/oder ist erkläre kurz den Begriff.
Viel Spaß. fiesgrins
Der Poster arbeitet aber vmtl. nicht im Bereich F & E. Da kommt eine
weitere Motivation hinzu. IdR ist da Abwicklung oder Schrumpfung einer
Abteilung schon beschlossene Sache. Man fährt das Menschenmateriall voll
auf Verschleiß und holt alles raus was noch raus zu holen ist. Damit die
Entwickler aber nicht überraschend und unerwartet abziehen, Stichwort
Brain-Drain, gauckelt man denen heile Welt vor. Dazu gehört es auch, zu
behaupten dass man neue Mitarbeiter sucht um die Arbeitsbelastung wieder
zu reduzieren und um von der anstehenden Freisetzung abzulenken. Und
dann vertröstet man die Noch-Mitarbeiter mit der Begründung der
bedrückenden und handgewrungenen Fachkräftemangel, treibt diese noch mal
so richtig zur Arbeit an und hat die Liste der Entlassungen schon in der
Schubalde liegen. Das ist aber eine sehr spezielle Form ... Ach ja ...
in der Pflege ist das auch schon sehr beliebt.
MfG
Hallo,
Antimedial schrieb:> Stellen, die monatelang offen bleiben, sind doch im Ingenieursbereich> völlig normal, weil es für die meisten Bereiche einfach viel zu wenige> Bewerber gibt. Zumindest wenn man nach erfahrenen Leuten sucht. Es ist> keine Seltenheit, dass eine Firma länger als ein Jahr sucht.
Ingenieure (und qualifizierte Techniker) gibt es mehr als nur
ausreichend auf dem Markt. Mehr als 8 Wochen sollte die Besetzung einer
offenen Stelle nicht dauern. Nach spätestens 4 Wochen kann man die
Anzeige wieder runter nehmen, weil schon genug Bewerbungen angekommen
sind. Was danach kommt wird idR nicht besser und wenn nix brauchbares
kam sollte man die Anzeige etwas überdenken und vollständig
überarbeiten.
> Bei größeren Abteilungen kann man durchaus auch permanent suchen. Dazu> muss man nur eine Abteilung von 10 Mann und einer Fluktuation von 10%> haben, wenn man durchschnittlich ein Jahr suchen muss.
Auf eine Stelle kommen max. 4 Wochen Suche und max. 4 Wochen Auswahl.
Dazu kommt Orga-Kram für die Anstellung. Nach etwa 2 Kalendermonaten
sollte die Stelle wieder besetzt sein, so das HR halbwegs funktioniert.
Daher müsste die oben genannte Abteilung auf wesentlich geringere
Leerstandsquoten kommen. Bei absehbaren Trennungen mit Fristen von weit
mehr als 2 Monaten sollte sogar ein lückenlosen Übergang möglich sein.
Dann gibt es trotz realer Ausschreibung (noch) keine unbesetzte Stelle.
Permanete Suche ist bei erträglichen Arbeitsbedingungen erst bei (weit)
über 100 MA zu erwarten. Grober Kennwert, basierend auf den von Dir
schon genannten 10 Jahren: 2 Stellenbesetzungen je Woche auf 1000 MA
sind plausibel. Davon gehen die inoffiziell auf dem kleinen Dienstweg
schon vergebenen Arbeitsplätzchen ab und man hat eine Quote von weniger
als 2 Stellenausschreibungen / (Woche * Tsd. MA). Viele grö0ere Firmen
mit gutem Ruf kommen mit (weit) unter 1 / (Woche * Tsd. MA) aus. Hire
and Fire erhöht diese Quote aber extrem. Aber alles was über 10 / (Woche
* Tsd.) ist deutet auf Dummyanzeigen hin. Darunter kann es auch
Verheizen sein. Bei Personalsienstleistern findet man Quoten rauf bis
200 / (Woche * Tsd.), manchmal noch viel mehr. D.h.: Mindestens 95%
dieser Anzeigen sind Dummys, bezogen auf die 200/(Woche*Tsd.).
MfG
Ich hatte in meienr Firma auch dauerhaft eine Suchanzeige geschaltet
(kleineres Geschäft)
Leider haben sich nur Nieten und Pfeifen beworben.
Schlussendlich habe ich das Geschäft verkauft, der Nachfolger hat die
offene Stelle bis heute drin :-)
Uwe Borchert schrieb:> Ingenieure (und qualifizierte Techniker) gibt es mehr als nur> ausreichend auf dem Markt.
Leider falsch. Der Markt ist völlig leergefegt. Wir haben
Vollbeschäftigung unter den Ingenieuren.
Uwe Borchert schrieb:> Auf eine Stelle kommen max. 4 Wochen Suche und max. 4 Wochen Auswahl.> Dazu kommt Orga-Kram für die Anstellung. Nach etwa 2 Kalendermonaten> sollte die Stelle wieder besetzt sein, so das HR halbwegs funktioniert.
Allein die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate - Ingenieure bewerben sich
sehr, sehr selten aus der Arbeitslosigkeit. Wie gesagt -
Vollbeschäftigung. Ausnahme sind lediglich Absolventen - aber die
bewerben sich meist ja auch schon lange vor dem Abschluss.
Antimedial schrieb:> aber die> bewerben sich meist ja auch schon lange vor dem Abschluss.
Ja, schon bei Immatrikulation, dann klappts heutzutage auch evtl. mit
dem Jobeinstieg bis zum Abschluss bei unseren versnobbten Unternehmen.
Antimedial schrieb:> Leider falsch. Der Markt ist völlig leergefegt. Wir haben> Vollbeschäftigung unter den Ingenieuren.
Völlig undifferenziert, da Fächer und Schwerpunkte fehlen.
Der Markt ist nur leergefegt, wenn man gute fertige Leute sucht und
bestenfalls bezahlt wie die Mitbewerber. Da wechelst natürlich keiner.
Es werden hingegen ganz frech jährlich zig Absolventen verschrottet, wo
keiner mehr am Ende weiß, dass sie ein Ingenieurfach studiert haben.
Wenn nur noch Stellen auf Firmenwebseiten ausgeschrieben werden würden,
die auch wirklich existieren, dann hätten wir noch ca. 40 Prozent der
Angebote übrig. Gerade die letzten 6 Monate in den Firmen absolute
konjunkturelle saure Gurkenzeit.
Ehrliche Unternehmen haben heutzutage folglich drin stehen, momentan
leider keine freien Stellen verfügbar, vor allem die kleineren, die
keine dezidierten HR-Ressourcen für einen Ganzjahres-Bewerberscan und
Imagepflege dieser Art haben. Jeder Firma mit dezidierter HR-Abteilung
hat immer Fakestellen drin, je nach Konjunkturlage mehr oder weniger. Da
die meisten Stellen für Akademiker in den Unternehmen angesiedelt sind,
die eine HR-Abteilung haben, erfahren diese auch den ganzen Schmuh beim
Bewerbungszirkus, während der Handwerker dies nur bei den
Zeitarbeitsklitschen erfährt.
Der Staatsanwalt schrieb:> Ja, schon bei Immatrikulation, dann klappts heutzutage auch evtl. mit> dem Jobeinstieg bis zum Abschluss bei unseren versnobbten Unternehmen.
Ja, das ist nicht unüblich (duales Studium).
Der Staatsanwalt schrieb:> Völlig undifferenziert, da Fächer und Schwerpunkte fehlen.
Auch bei den "schwächeren" Fächern herrscht Vollbeschäftigung. In
Elektrotechnik sieht es natürlich noch schlimmer aus, da herrscht ein
echter Mangel.
Der Staatsanwalt schrieb:> Es werden hingegen ganz frech jährlich zig Absolventen verschrottet, wo> keiner mehr am Ende weiß, dass sie ein Ingenieurfach studiert haben.
Hast du schon einmal gesehen, was für unfähige Leute teilweise von den
Hochschulen kommen? Und selbst davon finden sehr viele noch einen
ordentlichen Job. Dass am Ende ein paar arme Seelen übrig bleiben liegt
an der Natur der Dinge, daran wird auch ein extremer Mangel nichts
ändern.
Der Staatsanwalt schrieb:> Wenn nur noch Stellen auf Firmenwebseiten ausgeschrieben werden würden,> die auch wirklich existieren, dann hätten wir noch ca. 40 Prozent der> Angebote übrig. Gerade die letzten 6 Monate in den Firmen absolute> konjunkturelle saure Gurkenzeit.
Absoluter unbelegbarer Unsinn.
Der Staatsanwalt schrieb:> Ehrliche Unternehmen haben heutzutage folglich drin stehen, momentan> leider keine freien Stellen verfügbar, vor allem die kleineren, die> keine dezidierten HR-Ressourcen für einen Ganzjahres-Bewerberscan und> Imagepflege dieser Art haben.
Kleinere Firmen haben logischerweise seltener Bedarf. Wie gesagt, schon
bei 10 Mitarbeitern hat man eigentlich ständigen Ersatzbedarf.
Antimedial schrieb:>> Ja, schon bei Immatrikulation, dann klappts heutzutage auch evtl. mit>> dem Jobeinstieg bis zum Abschluss bei unseren versnobbten Unternehmen.>> Ja, das ist nicht unüblich (duales Studium).
Ein Duales Studium sehe ich als sicherste Möglichkeit an, in ein
Unternehmen zu kommen. Wenn ich das früher gewußt hätte, wäre ich
bestimmt an eine BA gegangen.
Was ich mich immer wieder frage, ist warum sich "Antimedial" so nennt.
Meistens schreibt er hier ja das gleiche, was auch in den sonstigen
Medien verbreitet wird.
> Meistens schreibt er hier ja das gleiche, was auch in den sonstigen> Medien verbreitet wird.
Womöglich ein bezahlter Ghostwriter , der in der Wirklichkeit ein
Arbeitsloser MINTler ist und auf diesem wege sein Lebensunterhalt
bestreitet , Angst vor dem Jobcenter könnte eine gewisse Rolle spielen
..
Ihr haltet Euch schon für sehr wichtig, dass ihr immer wieder glaubt,
dass tatsächlich jemand auch nur einen Cent bezahlen würde, um Euch mal
die echte Welt zu zeigen.
Antimedial schrieb:> Hast du schon einmal gesehen, was für unfähige Leute teilweise von den> Hochschulen kommen? Und selbst davon finden sehr viele noch einen> ordentlichen Job. Dass am Ende ein paar arme Seelen übrig bleiben liegt> an der Natur der Dinge, daran wird auch ein extremer Mangel nichts> ändern.
So kann man sich das zahlenmäßige Mismatch von Absolventen zu
Stellenangebot auch schönreden, nicht dass man als Unternehmer noch ein
schlechtes Gewissen bekommt, dann schiebt man lieber die Schuld auf die
Absolventen, nicht wahr?
Antimedial schrieb:> Kleinere Firmen haben logischerweise seltener Bedarf. Wie gesagt, schon> bei 10 Mitarbeitern hat man eigentlich ständigen Ersatzbedarf.
Kann ich mit 5 Beispielen von Firmen mit einer Mitarbeiterzahl von ca.
30 bis 80 widerlegen. Letzte Einstellung beim Aktuellsten war 2012.
Keiner ist in Rente gegangen, keiner ist gewechselt (wohin auch,
anderswo ist das Gras doch nicht grüner), keiner vorzeitig durch was
auch immer verstorben/arbeitsunfähig geworden und auch das
Arbeitsvolumen ist gleichgeblieben. 10 Mann ständiger Ersatzbedarf
selten so gelacht, vielleicht wenn alle gefährliche Hobbys haben.
TB schrieb:> Ach mach dir nichts draus. Du gleichst dem Geist den du begreifst.
"Dipl Ing ( FH )" mag einseitig schreiben, das Gleiche macht aber auch
"Antimedial", nur mit (-1) multipliziert. Da kommt auch schon der
Verdacht eines Trolles auf hohem Niveau, ein profaner Lügenbaron oder
eines Arbeitgeberlobbyistes auf. Da kann man auch nur hoffen, dass er
mal für seine einseitige Anschauungsweise selbst ohne jeglichen Nachweis
und Abservieren begründeter andere Anschauungsweisen seine Quittung noch
zu Lebzeiten bekommt. Absolut schändliches Verhalten.
Anti-Lügenbaron schrieb:> So kann man sich das zahlenmäßige Mismatch von Absolventen zu> Stellenangebot auch schönreden, nicht dass man als Unternehmer noch ein> schlechtes Gewissen bekommt, dann schiebt man lieber die Schuld auf die> Absolventen, nicht wahr?
Niemand ist Schuld. Die Unternehmer können auch nichts dafür, wenn ein
signifikanter Anteil der Absolventen nicht das notwendige Talent haben.
Das liegt einfach in der Natur der Dinge.
Anti-Lügenbaron schrieb:> Kann ich mit 5 Beispielen von Firmen mit einer Mitarbeiterzahl von ca.> 30 bis 80 widerlegen.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein Zeitraum von 2 Jahren hat auch
überhaupt keine Aussagekraft. Fakt ist, dass eine Fluktuation von 10%
pro Jahr nicht ungewöhnlich ist.
Anti-Lügenbaron schrieb:> Da kann man auch nur hoffen, dass er> mal für seine einseitige Anschauungsweise selbst ohne jeglichen Nachweis> und Abservieren begründeter andere Anschauungsweisen seine Quittung noch> zu Lebzeiten bekommt.
Schau doch selbst mal in den Spiegel, Michael. Übrigens: Nur weil ich
anderer Meinung bin, heißt das noch lange nicht, dass ich nicht über
andere Meinungen nachdenke und sie auch gelegentlich übernehme. Ich habe
durchaus Verständis dafür, dass jemand völlig frustriert vom
Arbeitsmarkt ist. Ich habe aber auch lange versucht, dir sinnvolle
Ratschläge zu geben. Ich habe aber auch schon lange gemerkt, dass das
bei dir nicht ankommt. Von daher lasse ich das schon lange. Solange aber
zu befürchten ist, dass jemand den Unsinn, den du hier verbreitest,
glaubt, lasse ich das nicht unkommentiert stehen.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939314:
> Und wie soll diese Natur der Dinge sein? Mit kühnen Thesen wirste> kaum Achtungserfolge erhalten.
Dass ich dich nicht überzeuge ist mir klar. Aber das brauche ich auch
nicht. Es reicht, wenn die hier Unbeteiligten merken, was für einen
Unsinn du erzählst.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939314:
> Liest sich aber plausibler als dein unqualifizierter plumper Kommentar.
Für dich, ja.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939314:
> Der hat hier nämlich schon mal kräftig Prügel bezogen und hat sich> danach verabschiedet, aber so schnell lässt das Forum keinen los, wenn> man erst mal süchtig danach geworden ist und das sind so einige.
Dem musst du es aber richtig gegeben haben! Ich bin richtig stolz auf
dich.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939314:
> Jeder ist wichtig, nur einige halten sich für wichtiger und das wird> dann zum Problem.
Hier halten sich sogar einige für so wichtig, dass sie tatsächlich
glauben, man würde bezahlte Ghostwriter oder sogar Lobbyisten auf sie
ansetzen! Überheblicher geht es wohl kaum.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939314:
> Falsch, die Unternehmer übernehmen keine Verantwortung, weil auch die> gesetzlichen Rahmenbedingungen fehlen, sonst wäre nämlich schon so> mancher zur Verantwortung gezogen worden. Insgesamt sind diese Typen> schuldiger als die Hölle. Ich hab da noch keinen Paulus erlebt.
Immer wieder das gleiche Blabla. Und immer noch falsch. Jeder
Unternehmer übernimmt eine wahnsinnige Verantwortung. Aber eben
hauptsächlich für ihre Belegschaft. Für psychsisch Kranke natürlich
nicht. Dafür gibt es andere Institutionen, zum Beispiel den
sozialpsychiatrischen Dienst.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939314:
> Dafür fehlt dir doch der nachvollziehbare Überblick. Wenn du das> irgendwo mal gelesen haben willst, dann müsste das aber amtlich sein> und das müssteste es ja dann belegen können. Machste aber nicht und> daher tendiert diese Aussage gegen Null.
Hättest du nur einmal zwei Sekunden lang Google benutzt, wüsstest du,
dass meine Zahlen realistisch sind und auch amtliche Institutionen diese
bestätigen. Aber ich weiß schon was dann wieder kommt: Alle korrupt,
bedingungsfeindlich, keine Verantwortung blablabla. Du akzeptierst nur
die Zahlen, die du dir im Kopf ausgedacht hast.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939314:
> Diesmal hat dein Sensibilitätssensor daneben gehauen. Anti-Lügenbaron> ist jemand anders. Hast dich schön blamiert.
Den Namen kann man schnell wechseln und nur weil du deine eigenen
Beiträge zitieren kannst, heißt das noch lange nicht, dass du mich
täuschen kannst.
Antimedial schrieb:> Niemand ist Schuld. Die Unternehmer können auch nichts dafür, wenn ein> signifikanter Anteil der Absolventen nicht das notwendige Talent haben.> Das liegt einfach in der Natur der Dinge.
Mag ja sein, dass das Prüfungsniveau an den Hochschulen zum Teil etwas
abgsenkt worden ist, in den letzten 7 Jahren, was auch zum Teil an den
jüngeren Professoren liegt. Die alte, harte Nachkriegsgeneration ist ja
jetzt komplett in Pension, nichtsdestotrotz braucht es immer ein noch
gewisses Talent und Zielstrebigkeit, um es bis zum Abschluss zu
schaffen. Wenn die Industrie selbst mit diesem Minimaltalent nichts
anfangen kann, dann liegt es einfach in der Natur der Dinge, dass sie
genug Leute und mehr als Nachwuchs haben, so einfach. Früher gab es das
Dilemma nicht, als Absolventen wirklich ein 1:1 Stellenverhältnis
vorfanden. Nach dem Abschluss war man mit minimalem Zeitaufwand im Job.
Heute muss man selbst für Ingenieurleihbutzen zig Bewerbungen bundesweit
schreiben und lange warten, bis es dann doch mal passt und das im
Konjunkturaufschwung. Im Abschwung kann man hingegen ewig warten.
Anti-Lügenbaron schrieb:> Wenn die Industrie selbst mit diesem Minimaltalent nichts> anfangen kann,
Doch kann sie, sogar Leute mit wenig Talent finden in aller Regel einen
Job. Wir haben Vollbeschäftigung unter den Ingenieuren.
Anti-Lügenbaron schrieb:> dann liegt es einfach in der Natur der Dinge, dass sie> genug Leute und mehr als Nachwuchs haben, so einfach
So kann man das nicht sagen. Wenn Leute gewisse Aufgaben nicht erledigen
können, kann man davon tausende einstellen - die Aufgaben werden
trotzdem nicht erledigt.
Anti-Lügenbaron schrieb:> Heute muss man selbst für Ingenieurleihbutzen zig Bewerbungen bundesweit> schreiben und lange warten, bis es dann doch mal passt und das im> Konjunkturaufschwung.
In der DDR war das vielleicht so, ja. Dort ist jetzt natürlich tote
Hose. Man muss schon nach Süddeutschland ziehen. Dann hat man aber
genauso wenige Probleme wie früher.
Anti-Lügenbaron schrieb:> Im Abschwung kann man hingegen ewig warten.
Das ist schlicht falsch.
> Wir haben Vollbeschäftigung unter den Ingenieuren.
Welche Märchen glaubst du sonst noch?
Wie zählst du Ingenieure die im Billigstlohnsektor arbeiten wofür
niemand einen Hochschulabschluss braucht?
Hallo,
Antimedial schrieb:> Uwe Borchert schrieb:>> Ingenieure (und qualifizierte Techniker) gibt es mehr als nur>> ausreichend auf dem Markt.>> Leider falsch. Der Markt ist völlig leergefegt. Wir haben> Vollbeschäftigung unter den Ingenieuren.
Nein! Die rechnerische Vollbeschäftigung in den Zahlen der BA ist reiner
Bilanzbetrug. Diese ist auch aus einem einfachen Grund gar nicht
machbar. Es werden weit über Bedarf Ing. ausgebildet. In Fahrzeug- und
Maschinenbau sind es altuell etwa 5 oder 6 mal mehr Absolventen als
Arbeitsplätzchen zu besetzen wären.
> Uwe Borchert schrieb:>> Auf eine Stelle kommen max. 4 Wochen Suche und max. 4 Wochen Auswahl.>> Dazu kommt Orga-Kram für die Anstellung. Nach etwa 2 Kalendermonaten>> sollte die Stelle wieder besetzt sein, so das HR halbwegs funktioniert.>> Allein die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate - Ingenieure bewerben sich> sehr, sehr selten aus der Arbeitslosigkeit. Wie gesagt -> Vollbeschäftigung. Ausnahme sind lediglich Absolventen - aber die> bewerben sich meist ja auch schon lange vor dem Abschluss.
Schon wieder zwei mal nein! Die arbeitsrechtlichen Kündigungsfristen
sind sehr viel geringer. Durch die prekären Arbeitsverträge haben nun
mal beide Seiten keine Planungssicherheit mehr. Und das mit der
Erwerbslosigkeit ist auch Unsinn. Ich erspare es uns aber mal die
Manipulationen aufzudecken, das geht viel zu sehr ins Detail. Aus
eigener Erfahrung kann ich jedoch die zwei Monate ab Schalten den
Anzeige bis zur Besetzung als sehr gut erreichbare Vorgabe (für
Techniker und Ings) verkaufen.
MfG
Paul M. schrieb:> Wie zählst du Ingenieure die im Billigstlohnsektor arbeiten wofür> niemand einen Hochschulabschluss braucht?
Wenn jemand nur für einen Job im Billiglohnsektor taugt, dann spielt es
keine Rolle, ob er vorher studiert hat. Es erhöht aber seine Chancen,
eben dort nicht zu landen, enorm.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939435:
> Es wird nicht wahrer, nur weil du es unbelastbar wiederholst.
Nein, wahrer als wahr geht nicht.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939435:
> Kommt ja wohl auf die Aufgabe und die Bedingungen vor Ort an.
Ja, richtig. Ich rede von anspruchsvollen Aufgaben.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939435:
> Wo hatte die DDR denn Leihbutzen? In der Planwirtschaft war doch> Beschäftigung sowieso nicht frei wählbar, sondern wurde von der Partei> verordnet. Da hinkt also jeder Vergleich.
Eben, in der DDR war die Jobsuche aber sehr einfach. War das System
deshalb besser?
Michael S. schrieb im Beitrag #3939435:
> Hast du dich denn in den letzten Jahren mal beworben und zwar ohne> Vitamin B? Mit Berufserfahrung wirste zwar anders eingeordnet> als ein Absolvent, aber trotzdem wird das nicht so adhoc klappen.
Die Bedingung "ohne Vitamin B" ist Quatsch. Das ist genauso als würde
ich mich ohne Abschluss und ohne Berufserfahrung auf einen
Expertenposten bewerben. "Vitamin B" ist nichts gottgegebenes, sondern
ist ein normaler Bestandteil des (Berufs)lebens. Ich bin außerdem nicht
der beste Netzwerker. Aber um mich geht es doch gar nicht. Ich kenne
einige Absolventen, und kein einziger hatte ein Problem einen Job zu
bekommen, selbst diejenigen, die ich als fachliche Null einstufen würde.
Hallo,
Der Staatsanwalt schrieb:> Antimedial schrieb:>> Leider falsch. Der Markt ist völlig leergefegt. Wir haben>> Vollbeschäftigung unter den Ingenieuren.>> Völlig undifferenziert, da Fächer und Schwerpunkte fehlen.
Und dazu noch völlig falsch. Unter den Fächern war vor 2010 LRT (Luft-
und Raumfahrttechnik) des letzte Fach mit in etwa ausgeglichenen
Bilanzen. Es verließen etwa so viele LRT-ler die Hochschulen wie die
Firmen als Ersatz gebraucht haben. Das hat sich aber in den letzten
Jahren geändert. Mit LRT ist letzte Bastion der Vollbeschäftigung
geschliffen worden.
...[...]...
> Wenn nur noch Stellen auf Firmenwebseiten ausgeschrieben werden würden,> die auch wirklich existieren, dann hätten wir noch ca. 40 Prozent der> Angebote übrig. Gerade die letzten 6 Monate in den Firmen absolute> konjunkturelle saure Gurkenzeit.
Nenene! Es sind sehr wahrscheinlich weniger als 10%, so man auch die
Anzeigen der ZA/PV-Klitschen mit einbezieht. Selbst bei sehr guter Lage
sind IMHO maximal 30% der Anzeigen real ... wenn überhaupt ...
> Ehrliche Unternehmen haben heutzutage folglich drin stehen, momentan> leider keine freien Stellen verfügbar, vor allem die kleineren, die> keine dezidierten HR-Ressourcen für einen Ganzjahres-Bewerberscan und> Imagepflege dieser Art haben. Jeder Firma mit dezidierter HR-Abteilung> hat immer Fakestellen drin, je nach Konjunkturlage mehr oder weniger. Da> die meisten Stellen für Akademiker in den Unternehmen angesiedelt sind,> die eine HR-Abteilung haben, erfahren diese auch den ganzen Schmuh beim> Bewerbungszirkus, während der Handwerker dies nur bei den> Zeitarbeitsklitschen erfährt.
Über dieses Thema ist häufig Schweigen verordnet. Gerade den Handwerkern
ggü. wird da gelogen was das Zeug hält. Daher wird der Handwerker dies
eben nicht durch die ZA erfahren. Bei Akademikern wird eher geschwiegen,
da man sich nicht in Widersprüche verwickeln will.
MfG
Hallo,
Antimedial schrieb:> Der Staatsanwalt schrieb:>> Völlig undifferenziert, da Fächer und Schwerpunkte fehlen.>> Auch bei den "schwächeren" Fächern herrscht Vollbeschäftigung. In> Elektrotechnik sieht es natürlich noch schlimmer aus, da herrscht ein> echter Mangel.
HEEEE! Was macht Ihr mit den vielen Absolventen? Es gehen etwa 10 mal so
viele Absolventen von den Hochschulen ab wie der Markt zum Ersetzen der
Ü40 braucht.
> Der Staatsanwalt schrieb:>> Es werden hingegen ganz frech jährlich zig Absolventen verschrottet, wo>> keiner mehr am Ende weiß, dass sie ein Ingenieurfach studiert haben.>> Hast du schon einmal gesehen, was für unfähige Leute teilweise von den> Hochschulen kommen? Und selbst davon finden sehr viele noch einen> ordentlichen Job. Dass am Ende ein paar arme Seelen übrig bleiben liegt> an der Natur der Dinge, daran wird auch ein extremer Mangel nichts> ändern.
Hä? Kleiner Tipp: Falls man minijobbende Erwerbspersonen als Erwerbslose
im erweiterten Sinne zählt haben wir in Schland eine Erwerbslosenquote
von rund 23%. Bei Akademikern geht diese aber auf 30% zu ... leider habe
ich da keine genauen Daten vorliegen, der kleine Dienstweg hat da mal
wieder versagt.
> Der Staatsanwalt schrieb:>> Wenn nur noch Stellen auf Firmenwebseiten ausgeschrieben werden würden,>> die auch wirklich existieren, dann hätten wir noch ca. 40 Prozent der>> Angebote übrig. Gerade die letzten 6 Monate in den Firmen absolute>> konjunkturelle saure Gurkenzeit.>> Absoluter unbelegbarer Unsinn.
Beispiele könnte ich nennen, würde da aber gegen diverse Verpflichtungen
verstoßen und/oder Freunde und Bekannte denunzieren.
> Der Staatsanwalt schrieb:>> Ehrliche Unternehmen haben heutzutage folglich drin stehen, momentan>> leider keine freien Stellen verfügbar, vor allem die kleineren, die>> keine dezidierten HR-Ressourcen für einen Ganzjahres-Bewerberscan und>> Imagepflege dieser Art haben.>> Kleinere Firmen haben logischerweise seltener Bedarf. Wie gesagt, schon> bei 10 Mitarbeitern hat man eigentlich ständigen Ersatzbedarf.
Schwachsinn! Das fängt irgendwo bei 100 MA an. Bei unter 20 MA pro
„Einheit“ (Kleinst-Firma oder -Abteilung) habe ich das noch nie gesehen.
Und länger als drei Monate hat da eine ernst gemeinte Besetzung IIRC nie
gedauert. Zwei Monate waren da typische Anhaltswerte die in mindestens
2/3 aller Fälle hätten eingehalten werden konnten.
MfG
Uwe Borchert schrieb:> HEEEE! Was macht Ihr mit den vielen Absolventen? Es gehen etwa 10 mal so> viele Absolventen von den Hochschulen ab wie der Markt zum Ersetzen der> Ü40 braucht.
Die Zahl müsstest du erst einmal belegen. Davon abgesehen werden viele
Jobs durch Ingenieure belegt, die vorher durch Facharbeiter und
Techniker besetzt wurden. Einfach aus dem Grund, dass die Leute, die
früher mit einer Ausbildung zufrieden waren, eben jetzt studieren. Am
Ende landen sie aber doch wieder in dem Job, der ihrem Talent
entspricht.
Uwe Borchert schrieb:> Falls man minijobbende Erwerbspersonen als Erwerbslose> im erweiterten Sinne zählt haben wir in Schland eine Erwerbslosenquote> von rund 23%. Bei Akademikern geht diese aber auf 30% zu ... leider habe> ich da keine genauen Daten vorliegen, der kleine Dienstweg hat da mal> wieder versagt.
Die Zahlen sind frei erfunden.
Uwe Borchert schrieb:> Beispiele könnte ich nennen, würde da aber gegen diverse Verpflichtungen> verstoßen und/oder Freunde und Bekannte denunzieren.
Du kennst offensichtlich nicht den Unterschied zwischen Beispielen und
einer Statistik. Ich könnte dir sicher für jedes deiner Beispiele zwei
Gegenbeispiele liefern.
Uwe Borchert schrieb:> Schwachsinn! Das fängt irgendwo bei 100 MA an. Bei unter 20 MA pro> „Einheit“ (Kleinst-Firma oder -Abteilung) habe ich das noch nie gesehen.
Ich schon.
Uwe Borchert schrieb:> Und länger als drei Monate hat da eine ernst gemeinte Besetzung IIRC nie> gedauert. Zwei Monate waren da typische Anhaltswerte die in mindestens> 2/3 aller Fälle hätten eingehalten werden konnten.
Ich habe selten Zeiten unter einem halben Jahr gesehen. Meist deutlich
länger. Natürlich geht es da um hochqualifzierte Jobs, der einfache
Ing-Sachbearbeiter kann schneller besetzt werden.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:
> Wie soll denn ein Hochschulabsolvent tauglich für den Billiglohnsektor> sein? Den nimmt doch ein nüchtern denkender Arbeitgeber sowieso nicht,> denn der braucht Leute die er binden kann und die nicht bei erster> Gelegenheit abhauen. Da müsste man sich schon in den Bereich rein lügen.
trotzdem wird hier immer behauptet, dass ein signifikanter Anteil der
Ingenieure im Billiglohnsektor arbeitet. Mit deiner Aussage
widersprichst du dem aber vehehemnt. Was stimmt denn nun?
Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:
> Wenn der Arbeitgeber Wunder von dir verlangt, dürfte das Niveau> ziemlich egal sein.
Der Arbeitgeber verlangt nicht, sondern er hat eine Aufgabe zu lösen.
Dafür braucht er entsprechend qualifiziertes Personal. Und das bekommt
man ab einem gewissen Level nicht mehr so einfach.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:
> Wird von sehr vielen Menschen so empfunden. Arbeitslosigkeit gab es> praktisch gar nicht.
Dafür waren die Leute ärmer als jeder Hartz IV Empfänger heute.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:
> So scheitern ja auch viele dann, weil sie den Markt einfach> unterschätzen.
Dafür können die Arbeitgeber aber nichts. Es wird sehr oft über die
Anforderungen des Arbeitsmarktes geredet, aber manche Leute stellen das
ja nur als Propaganda dar, anstatt sich mal damit ernsthaft zu
beschäftigen.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:
> Die Fähigkeit, sich adäquat zu verkaufen, könnte man durchaus> als gottgegeben sehen. Manche haben das nämlich nicht und> scheitern dann kläglich.
Und manche haben das nicht und kommen trotzdem ganz gut klar. Zu der
Gruppe gehöre ich auch, und auch viele meiner Bekannten. Also liegt es
sicherlich nicht nur daran. Kleiner Tipp für dich: Vitamin B bekommt man
auch, ohne sich ständig verkaufen zu müssen.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:
> Wenn du nach eigenen Erfahrungen argumentierst, dann gehts auch> um dich.
Ich argumentiere hauptsächlich mit Beobachtungen, und nicht mit meiner
persönlichen Erfahrung.
Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:
> Viel zu allgemeine These ohne jede Aussagekraft.> Hier kommt es auf die Rahmenbedingungen an.
Die Rahmenbedingungen waren bei dem ein oder anderen nicht so gut
(Ostdeutschland, keine relevante Berufserfahrung, zu lange mit
Bewerbungen gewartet, ...)
Hallo,
Antimedial schrieb:> Paul M. schrieb:>> Wie zählst du Ingenieure die im Billigstlohnsektor arbeiten wofür>> niemand einen Hochschulabschluss braucht?>> Wenn jemand nur für einen Job im Billiglohnsektor taugt, dann spielt es> keine Rolle, ob er vorher studiert hat. Es erhöht aber seine Chancen,> eben dort nicht zu landen, enorm.
Äh ... in gewisser Weise ja, aber ganz anders wie Du es hier immer
wieder versuchst darzustellen. Die Eintreffwahrscheinliochkeit von
Erwerbslosighkeit im erweiteren Sinn (Minijob ist nur
Taschengeldzuverdienst und keine volle Erwerbstätigkeit) ist mit Studium
um die 30%, im Schnitt über alle Qualifikationen aber nur 23%.
Die offiziellen Zahlen der BA sind wertloser Datenmüll, man muss sich
die Zahlen bei SV, DRV, Mikrozensus und SOeP zusammensuchen. Dabei sind
Netzwerke und kleine Dienstwege aber unverzichtbar.
MfG
Hallo,
Antimedial schrieb:> Uwe Borchert schrieb:>> HEEEE! Was macht Ihr mit den vielen Absolventen? Es gehen etwa 10 mal so>> viele Absolventen von den Hochschulen ab wie der Markt zum Ersetzen der>> Ü40 braucht.>> Die Zahl müsstest du erst einmal belegen. Davon abgesehen werden viele> Jobs durch Ingenieure belegt, die vorher durch Facharbeiter und> Techniker besetzt wurden. Einfach aus dem Grund, dass die Leute, die> früher mit einer Ausbildung zufrieden waren, eben jetzt studieren. Am> Ende landen sie aber doch wieder in dem Job, der ihrem Talent> entspricht.
Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung
Gute Bildung - gute Chancen
Der Arbeitsmarkt für Akademikerinnen und Akademiker
(BA, Nürnberg, Stand 2013)
Einfach mal suchen und die Zahlen durchrechnen. Lege den Augenmerk auf
die durchschnittliche Verweildauer im Arbeitsmarkt. Diese liegt in fast
allen Fächern nur noch bei wenigen Jahren. Dazu gab es in einem Faden
von Heise mal detailierte Hinweise. Ich bin jetzt gerade zu faul zum
googln ...
> Uwe Borchert schrieb:>> Falls man minijobbende Erwerbspersonen als Erwerbslose>> im erweiterten Sinne zählt haben wir in Schland eine Erwerbslosenquote>> von rund 23%. Bei Akademikern geht diese aber auf 30% zu ... leider habe>> ich da keine genauen Daten vorliegen, der kleine Dienstweg hat da mal>> wieder versagt.>> Die Zahlen sind frei erfunden.
Nein! Auswertungen der SV und des Mikrozensus, dazu einige ergänzende
Daten der Minijobzentrale und der DRV ... 44 Mio. Erwerbspersonen, davon
haben weniger als 37 Mio. eine Erwerbstätigkeit, aber davon sind
mindestens 2½ Mio. nur Minijobber, also Erwerbslose im erweiterent Sinn.
Nur 34 Mio. Erwerbspersonen haben ein Einkommen von über 450 Euro/Monat
und rund 10 Mio. sind Erwerbslose im leicht erweiterten Sinne. Leider
ist bzgl. des Inländerkonzepts die eine oder ander Manipulationen bei
der Erfassung nicht auszuschließen. Noch ein Punkt bei dem mein Netzwerk
für den kleinen Dienstweg versagt hat, so wie bei den Beamten.
> Uwe Borchert schrieb:>> Beispiele könnte ich nennen, würde da aber gegen diverse Verpflichtungen>> verstoßen und/oder Freunde und Bekannte denunzieren.>> Du kennst offensichtlich nicht den Unterschied zwischen Beispielen und> einer Statistik. Ich könnte dir sicher für jedes deiner Beispiele zwei> Gegenbeispiele liefern.
Das kann ich aber umdrehen. Tipp: Beispiel -> Monte Carlo -> Statistik!
> Uwe Borchert schrieb:>> Schwachsinn! Das fängt irgendwo bei 100 MA an. Bei unter 20 MA pro>> „Einheit“ (Kleinst-Firma oder -Abteilung) habe ich das noch nie gesehen.>> Ich schon.
Muss 'ne üble Klitsche gewesen sein. Wenn selbst die Klitschen die mich
noch nehmen solche Probleme nicht haben ... Ich muss Dich jetzt echt
bedauern. Man ... Du bist aber weit runtergekommen.
> Uwe Borchert schrieb:>> Und länger als drei Monate hat da eine ernst gemeinte Besetzung IIRC nie>> gedauert. Zwei Monate waren da typische Anhaltswerte die in mindestens>> 2/3 aller Fälle hätten eingehalten werden konnten.>> Ich habe selten Zeiten unter einem halben Jahr gesehen. Meist deutlich> länger. Natürlich geht es da um hochqualifzierte Jobs, der einfache> Ing-Sachbearbeiter kann schneller besetzt werden.
Diese Sachbearbeiterstellen machen aber die große Masse aus. Die anderen
Stellen werden über den kleinen Dienstweg besetzt. Ja, stimmt ... da hat
man längeren Vorlauf, aber eigentlich ist die Stelle noch nicht vakant
...
> Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:>> Wie soll denn ein Hochschulabsolvent tauglich für den Billiglohnsektor>> sein? Den nimmt doch ein nüchtern denkender Arbeitgeber sowieso nicht,>> denn der braucht Leute die er binden kann und die nicht bei erster>> Gelegenheit abhauen. Da müsste man sich schon in den Bereich rein lügen.>> trotzdem wird hier immer behauptet, dass ein signifikanter Anteil der> Ingenieure im Billiglohnsektor arbeitet. Mit deiner Aussage> widersprichst du dem aber vehehemnt. Was stimmt denn nun?
Viele Ings arbeiten im „relativen Billiglohnsektor“. Das sind Einkommen
von irgendwas um oder (weit) unter Brutto 3000 Euro/Monat. Und dann gibt
es viele Ings die da nicht rein kommen und in die Erwerbslosigkeit
gehen. Das sind auch nicht wenige, auch wenn die BA diese erfolgreich
wegrechnet. In den Kernarbeitsmärkten sind aktuell wenige % aller Ings
zu finden, siehe oben angegebenen Publikation der BA.
> Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:>> Wenn der Arbeitgeber Wunder von dir verlangt, dürfte das Niveau>> ziemlich egal sein.>> Der Arbeitgeber verlangt nicht, sondern er hat eine Aufgabe zu lösen.> Dafür braucht er entsprechend qualifiziertes Personal. Und das bekommt> man ab einem gewissen Level nicht mehr so einfach.
Tipp: Schon mal was von Aus- und Weiterbildung gehört?
> Michael S. schrieb im Beitrag #3939485:>> Wird von sehr vielen Menschen so empfunden. Arbeitslosigkeit gab es>> praktisch gar nicht.>> Dafür waren die Leute ärmer als jeder Hartz IV Empfänger heute.
Materiell oder Sozial? Teilhabe an der Gesellschaft? Diese Problematik
ist mir zu komplex, um sie mit einen Vergleich auf Niveau Birnensaft in
der Glasflasche oder Apfelmus im Tetrapak abhaken zu können.
MfG
Uwe Borchert schrieb:> Auswertungen der SV und des Mikrozensus, dazu einige ergänzende> Daten der Minijobzentrale und der DRV ... 44 Mio. Erwerbspersonen, davon> haben weniger als 37 Mio. eine Erwerbstätigkeit, aber davon sind> mindestens 2½ Mio. nur Minijobber, also Erwerbslose im erweiterent Sinn.> Nur 34 Mio. Erwerbspersonen haben ein Einkommen von über 450 Euro/Monat> und rund 10 Mio. sind Erwerbslose im leicht erweiterten Sinne.
Und wie viele deiner "Erwerblosen im erweiterten Sinne" sind Schüler,
Studenten und Rentner? Dazu gibt es immer noch die klassischen
"Hausfrauen", die sich einfach durch einen kleinen Nebenjob ein
Taschengeld verdienen möchten. Die wenigsten deiner Minijobbler machen
einen solchen Job, weil sie nichts anderes finden würden.
Uwe Borchert schrieb:> Muss 'ne üble Klitsche gewesen sein. Wenn selbst die Klitschen die mich> noch nehmen solche Probleme nicht haben ... Ich muss Dich jetzt echt> bedauern. Man ... Du bist aber weit runtergekommen.
Deine Klitschen haben offensichtlich nichts anspruchsvolles gemacht.
Dann ist es nicht schwer, Leute zu kriegen.
Uwe Borchert schrieb:> Diese Sachbearbeiterstellen machen aber die große Masse aus.
Richtig. Diese Stellen werden meist gar nicht erst ausgeschrieben, weil
sie leicht zu besetzten sind. Ausgeschrieben werden oft nur die
anspruchsvollen Stellen, und dann treffen meine Aussagen wieder zu.
Uwe Borchert schrieb:> Viele Ings arbeiten im „relativen Billiglohnsektor“. Das sind Einkommen> von irgendwas um oder (weit) unter Brutto 3000 Euro/Monat. Und dann gibt> es viele Ings die da nicht rein kommen und in die Erwerbslosigkeit> gehen.
3000 Eur/Monat ist für die allermeisten Deutschen immer noch ein gutes
Einkommen. Da sieht man mal wieder sehr gut, wie desillusioniert und
verwöhnt die deutschen Ingenieure sind.
Uwe Borchert schrieb:> Tipp: Schon mal was von Aus- und Weiterbildung gehört?
Das hilft, wird auch gemacht wo es geht, es ersetzt aber Talent und
Engagement nicht.
horst schrieb im Beitrag #3937428:
> dass man gleich aussortiert hat, nur weil man> einen Bieratem hat und stinkt wie ein Moloch.
Öch?
Schon in den Unterlagen erkennbar.
Antimedial schrieb:> ... Wie schon geschrieben wurde spielt eine große> Abdeckung der fachlichen Qualifikation fast gar keine Rolle. Da reicht> auch 50-80%, außer bei absoluten Spezialistenpositionen. Ein Ingenieur> kann sich dann schon in den Rest einarbeiten.> ...> Die sozialen Kompetenzen sind viel, viel wichtiger. Wobei ich da> inzwischen der Meinung bin, dass der Umgang mit Kollegen gar nicht der> Knackpunkt ist. Man sollte natürlich halbwegs umgänglich sein, aber man> muss nicht der perfekte Teamplayer sein und man kann sich auch einige> menschliche Macken erlauben. Viel wichtiger ist Engagement, innere> Motivation (d.h. nicht nur von Gehalt getrieben) und Interesse am Fach.>> Wie gesagt, fachliche Defizite kann man in der Regel lernen, aber die> sozialen Kompetenzen sind wenig veränderbar. Außerdem: Eine fachliche> Niete kostet zwar Geld, aber eine soziale Niete kann eine ganze> Abteilung oder sogar Firma in den Ruin treiben. Deshalb legen die Firmen> auch mehr wert darauf.
Aha, es gibt also gar keinen Fachkräftemangel (das Fachwissen lässt sich
ja leicht hinterher aneignen).
--> Was wirklich fehlt sind Lemminge, die den Mund halten und für wenig
Geld viele unbezahlte Überstunden leisten und dafür noch dankbar sind
und gute Laune verbreiten.
Ein interessanter Thread
Es soll an der Gesamtlage ja nichts beschönigt werden - es würde mich
aber schon interessieren , in wessen Namen Hr Antimedial spricht
3000 Euro sollen heute als gutes Gehalt gelten .... wer sagt das? Hr
Clement ?!?
3000 Euro um 1998 herum rund 6000DM und ein Einstiegsgeld für Ing/IT
Damals kostete zB ein 3er BMW 30000 DM heute darf man locker 35ooo
Euro hinzundern. Oder noch besser formuliert 1 Euro entspricht der
Kaufkraft von 50 Pfg .
Den Sachverhalt Miete will ich gar nicht erst näher andiskutieren.
Es verwundert nicht wirklich, daß den Politikern u.ä. die Muffe geht
,weil es nichtso weiter gehen kann ,daß ein Ing auf
Bäckereifachverkäuferinlevel
bezahlt wird bw ein Praktikant noch genehmer wäre ( und die Frau heute
eh nur auf 450 Basis anschaffen ehen darf )
Früher schrieb die HR wenigsten noch , was sie von den ach so
händeringend gesuchten Fachkräften hielt
Daimler : Wir brauchen Dipl.Ings nicht und das auf Dauer
ReisRobotics : Wir liegen unter dem Tich vor Lachen ,wenn sich ein
Hochqualifizierter bei uns bewirbt ( -> Fast pleite jetzt bei KUKA )
oder BoschRexroth : dort filtern die nicht nur das untere Viertel ,
sondern mit " Guten Leuten muß man absagen" auch noch die oberen 5/8 der
Gausskurve weg......... Resultat bei dem Supertanker . Da man den Motor
entsorgt , die Schiffsschraube weggeflogen -muß man 12% der Belegschaft
feuern in der Hoffnung,daß der Kahn nicht absäuft .
Ansonsten ein paar Links speziell die Kommentare ...
https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=cckf7mIJKmMhttp://www.welt.de/politik/deutschland/article135727676/Volker-Bouffier-sieht-Dumpfbacken-bei-Pegida.htmlhttp://www.welt.de/politik/deutschland/article135727656/DGB-geisselt-fuenf-Kernfehler-von-Hartz-IV.html
Faktenschreiber schrieb:> 3000 Euro um 1998 herum rund 6000DM und ein Einstiegsgeld für Ing/IT> Damals kostete zB ein 3er BMW 30000 DM heute darf man locker 35ooo> Euro hinzundern. Oder noch besser formuliert 1 Euro entspricht der> Kaufkraft von 50 Pfg .
Du alter Träumer.
Ein 3er lag anno 1998 bei ca. 40000 DM, der aktuelle geht bei 30000€
los, zwischendrin war noch eine MwSt-Erhöhung von 16 auf 19%.
Die Inflation liegt also um 2%, preislich keine überraschung.
Pro-Tipp: Wenn du dich schon Faktenschreiber nennst, dann komm auch mit
Fakten...
Hallo,
Antimedial schrieb:> Uwe Borchert schrieb:>> Auswertungen der SV und des Mikrozensus, dazu einige ergänzende>> Daten der Minijobzentrale und der DRV ... 44 Mio. Erwerbspersonen, davon>> haben weniger als 37 Mio. eine Erwerbstätigkeit, aber davon sind>> mindestens 2½ Mio. nur Minijobber, also Erwerbslose im erweiterent Sinn.>> Nur 34 Mio. Erwerbspersonen haben ein Einkommen von über 450 Euro/Monat>> und rund 10 Mio. sind Erwerbslose im leicht erweiterten Sinne.>> Und wie viele deiner "Erwerblosen im erweiterten Sinne" sind Schüler,> Studenten und Rentner? Dazu gibt es immer noch die klassischen> "Hausfrauen", die sich einfach durch einen kleinen Nebenjob ein> Taschengeld verdienen möchten. Die wenigsten deiner Minijobbler machen> einen solchen Job, weil sie nichts anderes finden würden.
Ich schrubte ausdrücklich Erwerbspersonen. Die hier genannten Gruppen
sind keine Erwerbspersonen und werden aus den Zahlen geschmissen. Das
sind nach meinem Wissen etwa 3 Mio. minijobbende Nichterwerbspersonen.
In den Zahlen bleibt etwa die gleiche Menge an minijobbenden
Erwerbspersonen. Allerdings sind davon aktuell rund 600 Tsd. die auf
eine Befreiung von der SV-Pflicht verzichten und so wiederum in den
SV-pflichtig Beschäftigten auftauchen, also von dort wieder raus und in
die Minijobber reingebucht werden müssen.
> Uwe Borchert schrieb:>> Muss 'ne üble Klitsche gewesen sein. Wenn selbst die Klitschen die mich>> noch nehmen solche Probleme nicht haben ... Ich muss Dich jetzt echt>> bedauern. Man ... Du bist aber weit runtergekommen.>> Deine Klitschen haben offensichtlich nichts anspruchsvolles gemacht.> Dann ist es nicht schwer, Leute zu kriegen.
Na ja, es geht so, es geht so.
> Uwe Borchert schrieb:>> Diese Sachbearbeiterstellen machen aber die große Masse aus.>> Richtig. Diese Stellen werden meist gar nicht erst ausgeschrieben, weil> sie leicht zu besetzten sind. Ausgeschrieben werden oft nur die> anspruchsvollen Stellen, und dann treffen meine Aussagen wieder zu.
Nenene! Diese Stellen werden fast immer grundsätzlich ausgeschrieben.
Ich habe nur von sehr. sehr wenigen Fällen mitbekommen in denen man
darauf verzichtet hat.
> Uwe Borchert schrieb:>> Viele Ings arbeiten im „relativen Billiglohnsektor“. Das sind Einkommen>> von irgendwas um oder (weit) unter Brutto 3000 Euro/Monat. Und dann gibt>> es viele Ings die da nicht rein kommen und in die Erwerbslosigkeit>> gehen.>> 3000 Eur/Monat ist für die allermeisten Deutschen immer noch ein gutes> Einkommen. Da sieht man mal wieder sehr gut, wie desillusioniert und> verwöhnt die deutschen Ingenieure sind.
Für einen Ing mit Berufserfahrung ist das IMHO zu wenig.
> Uwe Borchert schrieb:>> Tipp: Schon mal was von Aus- und Weiterbildung gehört?>> Das hilft, wird auch gemacht wo es geht, es ersetzt aber Talent und> Engagement nicht.
Na also, dann ist ja alles Supergut! Bei der aktuellen Ing-Schwemme gibt
es genug Auswahl für die Weiterbildung. Da könnt Ihr locker 80%
wegwerfen und habt immer noch genug Rohmenschenmaterial.
MfG
Faktenschreiber schrieb:> Daimler : Wir brauchen Dipl.Ings nicht und das auf Dauer
Ohne vernünftige Quellen kann man alles behaupten. Solche "Zitate", die
irgend etwas beweisen sollen, sind komplett für'n Arsch.
> Daimler : Wir brauchen Dipl.Ings nicht und das auf Dauer
Siehe unter
http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/schwache-quartalszahlen-daimler-muss-gewinnprognose-kassieren-thread-88666-3.html
"Es reicht schon eine Bewerbung dort hinzuschicken . Wenn Daimler
paßgenauen Dipl.-Ing von Excellenzunis ( Sehrgute Noten usw pp ) mit den
Worten daherkommt : "Wir brauchen Ingenieure wie Sie nicht und das auf
Dauer " Dann sollte das ein Alarmsignal für jeden potentiellen Käufer
solchen Blechwerks darstellen"
Es scheint wahr zu sein ...
Mal einfach googeln ..
> Verstehst du den Unterschied zwischen:> a.) einer vernünftigen Quelle> b.) dem, was irgendein anonymer Dahergelaufener im Internet postet?
Die anonyme Hinweise sind meistens ehrlicher , sagt meine Erfahrung , da
muss man sich nicht berbiegen !!
Also, 60.000DM oder 30.000Eur habe ich 1995 Jahresende bei Mercedes Benz
am Band 1 Jahr nach Ausbildung verdient.
3000 Eur pro monat sind im Vergleich ein lächerliches Ingenieursgehalt.
Da komme ich bei 13 Monatsgehälter auf 39.000Eur.
Wenn man das damalige Gehalt bei Mercedes mit der Durchschnittsinflation
(1,5%) Rechnet, also nicht mit den IGM Tarifrunden, diese können ja
etwas über der Inflation sein, dann sollte sich heute folgender
Gehaltswert ergeben.
1,015^20 * 30.000 = ca. 40.000Eur.
Also, als Facharbeiter bei Daimler bekomme ich nach Ausbildung 40.000Eur
am Band bei 35h Woche und nur 1 Schicht.
http://de.inflation.eu/inflationsraten/deutschland/historische-inflation/vpi-inflation-deutschland.aspx
Der durchschnittliche IGM Tarif der letzten 20 Jahre wird so bei 2,5%
gelegen haben.
1,025^20 *30.000 = ca. 49.000Eur @ 35h Woche und 1 Schicht.
Die Jungs bekommen aber noch fett Bonus weil die ja bei den vielen
Sklaven, sorry, Dienstleistern einsparen. So ca. 5000Eur bekommen die da
schon am Jahresende.
Wäre ich also beim Mercedes geblieben, so hätte ich heute ca. 54.000Eur
@ 35h Woche. Würde ich 3 Schichten machen, ginge es wohl an die
60.000Eur @ 35h Woche.
Die Schicht wollen wir aber mal außen vor lassen.
Ein Ingenieurseinkommen liegt beim Mittelständler wohl gemerkt bei 35h
Woche heute im Schnitt auch so um 55.000Eur.
Zusammengefasst, ein Ingenieur beim Mittelständler verdient heute das
gleige wie ein Bandarbeiter ohne Schicht.
Wir haben aber einen Fachkräftemangel .. lol..
Ein Sklaventreiber sagte mir mal .... an Ingenieuren haben wir keinen
Mangel. Mangel erkennen wir bei Zerspanungsberufen wie CNC Drehern, CNC
Fräser .. u.s.w.
Habt ja schon recht, kann nicht jeder beim Benz am Band arbeiten.
Aber, mir ging es nur darum das Leistungsverhältnis darzustellen.
Und wieder einer, der endlich festgestellt hat, dass sich das Gehalt
nicht durch den Ausbildungsstand definieren kann.
Mensch, hier rennen echt eine Menge Naivlinge herum.
Hallo,
Anti-Lügenbaron schrieb:> Antimedial schrieb:>> Kleinere Firmen haben logischerweise seltener Bedarf. Wie gesagt, schon>> bei 10 Mitarbeitern hat man eigentlich ständigen Ersatzbedarf.>> Kann ich mit 5 Beispielen von Firmen mit einer Mitarbeiterzahl von ca.> 30 bis 80 widerlegen. Letzte Einstellung beim Aktuellsten war 2012.> Keiner ist in Rente gegangen, keiner ist gewechselt (wohin auch,> anderswo ist das Gras doch nicht grüner), keiner vorzeitig durch was> auch immer verstorben/arbeitsunfähig geworden und auch das> Arbeitsvolumen ist gleichgeblieben. 10 Mann ständiger Ersatzbedarf> selten so gelacht, vielleicht wenn alle gefährliche Hobbys haben.
Man braucht nicht viel Basiswissen über den Arbeitsmarkt um Antimedials
Aussagen als sehr unwahrscheinlich bis sicher falsch zu erkennen. Falls
die Arbeitsbedingungen nicht all zu übel sind werden die MA versuchen 5
oder 10 Jahre zu bleiben und dann, so es der Arbeitsmarkt zulässt,
wechseln. Daher müssen max. 20% der Belegschaft pro Jahr ausgetauscht
werden, aber 10% sind schon viel wahrscheinlicher. Falls aber der
Arbeitsmarkt so mies wie heute aussieht wird man versuchen bis zur Rente
zu bleiben. Da wäre der rechnerische Ersatzbedarf im Extremfall bei 3%
oder weniger im Jahr.
Man darf Quantisierungseffekte nicht vergessen. Die Verteilungsfunktion
des MA-Alters ist selten normnalverteilt. Aktuell haben wir in D fast
keine Alten Ü50 mehr in SV-pflichtigen Beschäftigungen. Bei den von Dir
oben angegebenen 80 MA ist man aber rechnerisch bereits leicht über der
Obergrenze für ein ersatzbedarfreies Jahr, so die Firma nicht gerade
abbaut. Aber selbst bei 100 MA hätte man im Mittel mit 3 bis 10 Ersätzen
zu rechnen. Und selbst bei 10 Stellensuchen über alle Qualifikationen
hinweg ist man eigentlich nicht dauersuchend, da die meisten Ersätze
doch recht schnell gehen. Unter 20 MA ist aber ein erstazfreies Jahr
nichts sehr ungewöhnliches, besonders bei (sehr) guten
Arbeitsbedingungen.
Antimedial bringt hier eigentlich nur Unsinn, den man leicht als solchen
erkennen kann. Ich glaube aber nicht, dass er ein bezahlter Ghostwriter
ist. Für das hier anwesende Publikum muss man/ich wesentlich höhere
Qualität abliefern um überhaupt bezahlt zu werden. [*] Ich kann mir
daher nur sehr schlecht bis gar nicht vorstellen dass Antimedial für die
hier abgelieferte Leistung bezahlt wird.
[*] Meine hier geäußerten Komemntare sind privaten Äußerungen, welchen
keine Gewinnerzielungsabsicht zu Grunde liegt. Ich werde dafür also
nicht bezahlt. hüstel
MfG
Uwe Borchert schrieb:> Falls aber der> Arbeitsmarkt so mies wie heute aussieht wird man versuchen bis zur Rente> zu bleiben. Da wäre der rechnerische Ersatzbedarf im Extremfall bei 3%> oder weniger im Jahr.
1) der Markt sieht für fähige Leute derzeit alles andere als schlecht
aus
2) gerade in kleineren Firmen wechseln die Leute eher mal. Bis zur Rente
bleiben eher die "Konzernbeamte", weil sie woanders häufig nicht mehr zu
Konzernkonditionen arbeiten könnten
Uwe Borchert schrieb:> Man darf Quantisierungseffekte nicht vergessen. Die Verteilungsfunktion> des MA-Alters ist selten normnalverteilt. Aktuell haben wir in D fast> keine Alten Ü50 mehr in SV-pflichtigen Beschäftigungen. Bei den von Dir
das ist falsch. Man darf nicht vom gesamten Arbeitsmarkt auf den guten
Arbeitsmarkt für Elektrotechniker schließen. Bei den Elektroingenieuren
sind ca. 35% der SV-pflichtig beschäftigten über 50. Also keine
Ausnahme. Da die wenigsten bis 65 arbeiten, sondern viele mit 63, zur
Not mit Abschlägen, in Rente gehen, geht also in den nächsten 10 Jahren
fast jeder 3. Elektroingenieur in Rente. Bis 67 wird kaum einer wirklich
noch arbeiten und insbesondere gut verdienende Elektroingenieure die
heute schon ü50 sind nicht. Die haben meist genügend Rentenpunkte, so
dass selbst die Rente mit 63, auch ohne über 45 Beitragsjahren, mehr als
ausreichend ist, häufig haben gut verdienende Ingenieure auch noch
privates Vermögen, wie eine schuldenfreie Immobilie etc. so dass man
auch mit weniger Rente zurecht bekommt. Der durchschnittliche
Elektroingenieur verdient als Angestellter doppelt so viel wie der
durchschnittliche Rentenbeitragszahler, daher auch mehr Rente, trotz
Studienzeit. Gleichzeitig häufig mehr privates Vermögen durch das höhere
Gehalt.
Uwe Borchert schrieb:> Ich kann mir> daher nur sehr schlecht bis gar nicht vorstellen dass Antimedial für die> hier abgelieferte Leistung bezahlt wird.
ich mir auch nicht, es ist einfach eine Privatmeinung. Hier im Forum
wird ja jede kleine Meldung die etwas Mut machen soll oder wo jemand
auch nur etwas Erfolg hat gleich als "Fake" "VDI Troll" usw. verschmäht.
Success schrieb:> 1) der Markt sieht für fähige Leute derzeit alles andere als schlecht> aus
Bitte mal ne Def.!
Success schrieb:> 2) gerade in kleineren Firmen wechseln die Leute eher mal.
Jo, da wechseln die Leute zur Argentur f. A., weil der Konzern für den
der "Contractor" arbeitet mal wieder "Krise" wittert.
Success schrieb:> Man darf nicht vom gesamten Arbeitsmarkt auf den guten> Arbeitsmarkt für Elektrotechniker schließen.
SoSo.
Wo liegt der Markt wo E-Ing gehandelt werden?
> Bei den Elektroingenieuren> sind ca. 35% der SV-pflichtig beschäftigten über 50.
Quelle?
> Also keine> Ausnahme. Da die wenigsten bis 65 arbeiten, sondern viele mit 63, zur> Not mit Abschlägen, in Rente gehen, geht also in den nächsten 10 Jahren> fast jeder 3. Elektroingenieur in Rente.
Fiktion, die schon bei den Grundlagen (Quelle) mittels Wallahalla
arbeitet.
> Bis 67 wird kaum einer wirklich> noch arbeiten und insbesondere gut verdienende Elektroingenieure die> heute schon ü50 sind nicht.
Quelle, oder ist das auch wieder Wallahalla?
> Die haben meist genügend Rentenpunkte, so> dass selbst die Rente mit 63, auch ohne über 45 Beitragsjahren, mehr als> ausreichend ist,
Meinste Vllt. so um die 1300€ pro Monat?
Ok. wenn man eine Eigenwohnung hat. kann man so über die Runden kommen.
Kleine Rechnung pro Monat (eigengenutzte Wohnung, 50qm):
Wohngeld: 180€
Strom: 50€
Versicherungen: 120€
Telefon/Internet: 40€
Nahverkehr oder PKW: 200€
Rückl. Inst. Whng. : 100€
macht pro Monat: 690€
Also bleiben pro Monat nur mehr 610€ zum Leben.
Also nix mit den ruhigen Lebensabend auf Malle oder Cypern!
> häufig haben gut verdienende Ingenieure auch noch> privates Vermögen, wie eine schuldenfreie Immobilie etc. so dass man> auch mit weniger Rente zurecht bekommt. Der durchschnittliche> Elektroingenieur verdient als Angestellter doppelt so viel wie der> durchschnittliche Rentenbeitragszahler,
Quelle?
> daher auch mehr Rente, trotz> Studienzeit. Gleichzeitig häufig mehr privates Vermögen durch das höhere> Gehalt.
Ach, was für ein Getrolle!
Mir tun nur die Jung`s leid die auf so einen Unfug reinfallen!
Success schrieb:> Uwe Borchert schrieb:>> Falls aber der>> Arbeitsmarkt so mies wie heute aussieht wird man versuchen bis zur Rente>> zu bleiben. Da wäre der rechnerische Ersatzbedarf im Extremfall bei 3%>> oder weniger im Jahr.>> 1) der Markt sieht für fähige Leute derzeit alles andere als schlecht> aus
Wobei das eigentlich immer so ist - richtig gute Leute finden immer eine
Stelle.
> Uwe Borchert schrieb:>> Man darf Quantisierungseffekte nicht vergessen. Die Verteilungsfunktion>> des MA-Alters ist selten normnalverteilt. Aktuell haben wir in D fast>> keine Alten Ü50 mehr in SV-pflichtigen Beschäftigungen. Bei den von Dir>> das ist falsch. Man darf nicht vom gesamten Arbeitsmarkt auf den guten> Arbeitsmarkt für Elektrotechniker schließen. Bei den Elektroingenieuren> sind ca. 35% der SV-pflichtig beschäftigten über 50. Also keine> Ausnahme.
Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Und das gilt nicht nur für
Ingenieure. Alle Bekannten, Freunde und Verwandte über 50 (ich habe mal
zusammengezählt, das sind über 50 Personen, M und W) haben einen
Vollzeitjob und auch beim Wechsel ihrer Arbeitsstelle immer sofort etwas
anderes gefunden (selbst mit MS-Diagnose). Dazu haben die alle
Wohneigentum. Ich kenne nur zwei, die arbeitslos sind: einen
Landschaftsgärtner und einen ewigen Studenten.
Das dürfte kaum an den Genen liegen - wobei das für mich ja nicht
schlecht wäre ;-)
"Fast keine Alten in SV-Jobs" kann ich also aufgrund meiner nicht ganz
kleinen Stichprobe (mein Vater hatte 10 Geschwister, deren Kinder jetzt
fast alle über 50 sind) überhaupt nicht nachvollziehen - und das ist
regionenunabhängig.
> ich mir auch nicht, es ist einfach eine Privatmeinung. Hier im Forum> wird ja jede kleine Meldung die etwas Mut machen soll oder wo jemand> auch nur etwas Erfolg hat gleich als "Fake" "VDI Troll" usw. verschmäht.
Da ist etwas dran ;-)
Liegt aber auch daran, dass die Leute, die voll im Job stehen, hier nur
sehr wenig schreiben (können). Entsprechend verzerrt das dann das Bild
hier im Forum.
ich kann mich Chris voll anschließen.
Quellen? gerne.
https://www.uni-due.de/isa/fg_ingenieurwiss/e-technik/e-technik_hs_frm.htm
Da die Altersverteilung. Wobei ich hatte mich geiirt, es sind sogar 37%
der erwerbstätigen Elektro Ingenieure über 50.
Zur Rente: laut destatis verdient jemand der als Elektroingenieur tätig
ist im Schnitt 70k. Geschäftsführer, Manager, Abteilungsleiter usw. die
mal E-Technik studiert haben, zählen da nicht dazu, ebenso wenig wie
taxi fahrende Ingenieure.
Der durchschnittliche Rentenbeitragszahler verdient im Schnitt ca.
30-35k. Also hat der Elektroingenieur im Schnitt das doppelte bzw.
bekommt ca. 2 Rentenpunkte pro Jahr statt einen.
Natürlich gibts die 70k nicht zum Einstieg, das ist klar. Aber sagen wir
10 Jahre nach dem Abschluß ist das schon drin. Die Quellen von destatis
sind die Daten vom Finanzamt.
Wenn nun jemand ab Ende 20 anfing als E-Technik Ingenieur zu arbeiten
und ab Ende 30 kaufkraftbereinigt 70k hat, bzw. 2 Rentenpunkte pro Jahr
bekommt, hat er mit 63, nur für die Zeit ab Ende 30, ca. 50 Rentenpunkte
gesammelt, also so viele wie ein Normalverdiener in 50 Beitragsjahren.
On top noch die Rentenpunkte die man von Ende 20 bis Ende 30 gesammelt
hat. Da man als Ing normalerweise über 30-35k zum Einstieg verdient,
noch mindestens 10 Punkte dazu, eher aber 15.
Macht also 65 Rentenpunkte. Ein West-Rentenpunkt ist derzeit rund 28
Euro wert, bringt also 65*28 = 1820 Euro Rente. Nicht wenige bekommen
noch eine Betriebsrente. Selbst ohne das sollte man sich bei einem 70k
Gehalt (Durchschnitt s.o.) auch noch in der Lage sein, anderweitig
vorzusorgen, sei es eine Immobilie oder sonst was.
Cha-woma M. schrieb:> Also nix mit den ruhigen Lebensabend auf Malle oder Cypern!
nehmen wir an man hat zum Renteneintritt die 1800 Euro Rente + eine
abbezahlte Immobilie, dabei meine ich keine 50 qm Studentenbude, sondern
was richtiges in einer soliden Gegend. Dann kann man die verkaufen, hat
so mehrere hundert tausend Kapital und kann sich irgendwo im Süden es
ziemlich gemütlich machen. Muss ja nicht Europa sein, irgendein
Niedriglohn Land wie Thailand oder Philipinnen, dort lebt man mit der
Kohle sehr fürstlich. Aber selbst in DE lebt es sich mit 1800 Euro Rente
+ abbezahlte Immobilie relativ gut.
Cha-woma M. schrieb:> Bitte mal ne Def.!
ich kenne es nur von mir. Also einfach mal um den Markt zu checken ein
paar Bewerbungen geschrieben, dann einige VGs und Zusagen und konnte mir
dann das beste Angebot rauspicken. Habe 10 Jahre BE.
Es kann natürlich sein, dass deine Schilderungen stimmen, aber wenn dann
eher nur für sehr strukturschwache Regionen.
Chris D. schrieb:> "Fast keine Alten in SV-Jobs" kann ich also aufgrund meiner nicht ganz> kleinen Stichprobe (mein Vater hatte 10 Geschwister, deren Kinder jetzt> fast alle über 50 sind) überhaupt nicht nachvollziehen
So ist das.
> - und das ist regionenunabhängig.
Nach meiner Erfahrung nicht ganz.
Ich habe etwas Vergleich, weil ich mich sowohl in Norddeutschland (NS)
als auch in Süddeutschland herumtreibe.
Da ist schon ein enormes Gefälle zu sehen. Im Norden sind ordentlich
bezahlte Jobs für mich ziemlich rar, im Süden wird gesucht ohne Ende.
Klaus Wachtler schrieb:> Da ist schon ein enormes Gefälle zu sehen. Im Norden sind ordentlich> bezahlte Jobs für mich ziemlich rar, im Süden wird gesucht ohne Ende.
Bei Tel. 089 od. 040 sind die Mieten etwas höher. Da sollten die Leute
mindestens so viel verdienen, daß sie sich eine ordentliche Wohnung in
ordentlicher Lage leisten können. Deshalb sind dort wahrscheinlich noch
einige schlechter bezahlte Stellen oder ungemütliche Jobs offen...
Aus aktuellem Anlass möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass das
Posten unter mehreren verschiedenen Namen nicht erlaubt ist. Wenn uns
das auffällt, löschen wir alle Beiträge die dem betreffenden Autor
zugeordnet werden können.
Bewerber schrieb:> Wer sich auch bewirbt, er kriegt gleich eine Absage, die Schein-Stellen> stehen monatelang offen.
Automobilzulieferer hier in der Nähe: Beobachte mittlerweile seit 18
Monaten eine Stelle. Weiß nicht wie lang die wirklich schon offen ist.
Damals beworben und nach 4 Monaten die Antwort bekommen, dass sie sich
für einen anderen Kandidaten entschieden haben. Stelle ist weiterhin
ausgeschrieben, lediglich die Aufmachung des PDFs hat sich seitdem
verändert.
> Stelle ist weiterhin ausgeschrieben, lediglich die Aufmachung des PDFs hat >
sich seitdem verändert.
Vermutlich eine FAKE Stellenanzeige , garnicht so selten ..
Max schrieb:> Automobilzulieferer hier in der Nähe:
Wo?
> Beobachte mittlerweile seit 18> Monaten eine Stelle. Weiß nicht wie lang die wirklich schon offen ist.
Ach, gibt auch die Karotten-Stellen.
Sind für die Opfer der "contractors" reserviert.
> Damals beworben und nach 4 Monaten die Antwort bekommen, dass sie sich> für einen anderen Kandidaten entschieden haben.
Ja, und?
> Stelle ist weiterhin> ausgeschrieben, lediglich die Aufmachung des PDFs hat sich seitdem> verändert.
Inwiefern?
Neuer Konzernmuttername?
Oder das Jahr des TOP-xxx-Arbeitgeber Preises hat sich geändert
Success schrieb:> nehmen wir an man hat zum Renteneintritt die 1800 Euro Rente + eine> abbezahlte Immobilie, dabei meine ich keine 50 qm Studentenbude, sondern> was richtiges in einer soliden Gegend. Dann kann man die verkaufen, hat> so mehrere hundert tausend Kapital und kann sich irgendwo im Süden es> ziemlich gemütlich machen. Muss ja nicht Europa sein, irgendein> Niedriglohn Land wie Thailand oder Philipinnen, dort lebt man mit der> Kohle sehr fürstlich. Aber selbst in DE lebt es sich mit 1800 Euro Rente> + abbezahlte Immobilie relativ gut.
In einem Billigland zu leben geht so bis ca. 65-67 Jahren gut, danach
ist das Ticken der biologischen Uhr unüberhörbar. Und dann merkt man das
Deutschland doch eines der besten Gesundheitssysteme hat. Je später du
Rente beantragst desto weniger lohnt es sich, willst du erst mit 63 nach
Thailand kannst du das höchstens 5 Jahre geniesen.
Die Immobilie verkaufen ist allerdings nicht die schlechteste Lösung.
Vorallem nicht wenn sie in der Wüstenrotzohne fern ab jeglicher
Infrastruktur steht. Dort geht Mobilität zwar mit Xenonblender,
Einparkhilfe und Toter Winkel Warner mittlerweile länger aber irgendwann
hört man auch dort die biologische Uhr ticken.
Uwe Borchert schrieb:> Falls> die Arbeitsbedingungen nicht all zu übel sind werden die MA versuchen 5> oder 10 Jahre zu bleiben und dann, so es der Arbeitsmarkt zulässt,> wechseln. Daher müssen max. 20% der Belegschaft pro Jahr ausgetauscht> werden, aber 10% sind schon viel wahrscheinlicher. Falls aber der> Arbeitsmarkt so mies wie heute aussieht wird man versuchen bis zur Rente> zu bleiben. Da wäre der rechnerische Ersatzbedarf im Extremfall bei 3%> oder weniger im Jahr.
Man braucht nicht viel gesunden Menschenverstand, um zu erkennen, wie
unsinnig diese Aussagen sind. Außerdem bestätigen Statistiken meine
Annahmen.
Uwe Borchert schrieb:> Antimedial bringt hier eigentlich nur Unsinn, den man leicht als solchen> erkennen kann. Ich glaube aber nicht, dass er ein bezahlter Ghostwriter> ist. Für das hier anwesende Publikum muss man/ich wesentlich höhere> Qualität abliefern um überhaupt bezahlt zu werden.
Wie arrogant und selbstverliebt muss man sein um zu denken, dass
irgendjemand Geld bezahlen würde, um Euch zu überzeugen und das Publikum
dazu noch eine gewisse "Qualität" bräuchte?
Ich weiß schon, dass ich Euch nicht überzeugen kann. Ich amüsiere mich
nur köstlich über die weltfremden Ansichten der Leute hier. Und es ist
gute Übung, im Berufsleben trifft man häufiger auf solche Spinner. Da
ist es praktisch, wenn man Reaktionen auf bestimmte Techniken
ausprobieren kann.
> Ok. wenn man eine Eigenwohnung hat. kann man so über die Runden kommen.> Kleine Rechnung pro Monat (eigengenutzte Wohnung, 50qm):> Wohngeld: 180€
bischen viel für eine 50qm Wohnung, selbst in Frankfurt
> Versicherungen: 120€
da bist du überversichert
> Telefon/Internet: 40€
Eine Internetflat mit Telefon kostet die Hälfte
> Nahverkehr oder PKW: 200€
je nach Fahrtstrecke
> Rückl. Inst. Whng. : 100€
Naja
> Der durchschnittliche> Elektroingenieur verdient als Angestellter doppelt so viel wie der> durchschnittliche Rentenbeitragszahler
Glaubt das jemand wirklich?
> Es ist ja nicht jeder Helfer oder Packer am Flughafen
Natürlich nicht. Aber auch diese Leute muss man bei der Erstellung der
Statistik entsprechend mitzählen. Macht natürlich keiner, weil dann ein
etwas anderes Ergebnis rauskommt wie uns die Politpropaganda erzählen
will.
> Es ist ja nicht jeder Helfer oder Packer am Flughafen ;-),
Ja die verdienen manchal in der Tat mehr als welcher E-Ing oder was auch
immer im sogenannten MINT-Bereich in DE
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Ja die verdienen manchal in der Tat mehr als welcher E-Ing oder was auch> immer im sogenannten MINT-Bereich in DE
Wo und wie lange?
> Wo und wie lange?
Bei E-Ingenieuren ist es nicht selten bei um die 35 Jahren schluss , der
Packer hält es meistens etwas länger durch ..
Aber um die 50 dürfte auch bei den Packern schluss sein , Stichtwort
körperlicher Verschleiss ..
Hallo,
Success schrieb:> Uwe Borchert schrieb:>> Man darf Quantisierungseffekte nicht vergessen. Die Verteilungsfunktion>> des MA-Alters ist selten normnalverteilt. Aktuell haben wir in D fast>> keine Alten Ü50 mehr in SV-pflichtigen Beschäftigungen. Bei den von Dir>> das ist falsch. Man darf nicht vom gesamten Arbeitsmarkt auf den guten> Arbeitsmarkt für Elektrotechniker schließen. Bei den Elektroingenieuren> sind ca. 35% der SV-pflichtig beschäftigten über 50.
Diese Quote kann ich Dir nicht abnehmen. Also theoretisch wäre die schon
möglich, aber nur bei einem ganz schrägen Arbeitsmarkt mit
Randbedingungen die es sonst nicht gibt. Hausaufgabe: Jeder überlege
sich welche Bedingungen das wären. Dann überprüfe er ob diese bei den
Etis vorhanden sind.
MfG
Hallo,
Success schrieb:> ich kann mich Chris voll anschließen.>> Quellen? gerne.>> https://www.uni-due.de/isa/fg_ingenieurwiss/e-technik/e-technik_hs_frm.htm>> Da die Altersverteilung. Wobei ich hatte mich geiirt, es sind sogar 37%> der erwerbstätigen Elektro Ingenieure über 50.
Dort direkt auf der Seite ist aber keine Quelle zu finden. Du hast also
den falschen Link erwischt. Bitte noch mal von vorne! Diesmal mit einer
richtigen Quelle? Nach den Zahlen auf der Seite sind übrigens 10
Absolventenjahrgänge ausreichend um den kompletten SV-pflichtigen
Arbeitsmarkt wieder aufzufüllen. Der lag 2013 nach Angaben der BA bei
rund 85 Tsd.
MfG
Hallo,
Klaus Wachtler schrieb:> Chris D. schrieb:>> "Fast keine Alten in SV-Jobs" kann ich also aufgrund meiner nicht ganz>> kleinen Stichprobe (mein Vater hatte 10 Geschwister, deren Kinder jetzt>> fast alle über 50 sind) überhaupt nicht nachvollziehen>> So ist das.>>> - und das ist regionenunabhängig.>> Nach meiner Erfahrung nicht ganz.>> Ich habe etwas Vergleich, weil ich mich sowohl in Norddeutschland (NS)> als auch in Süddeutschland herumtreibe.>> Da ist schon ein enormes Gefälle zu sehen. Im Norden sind ordentlich> bezahlte Jobs für mich ziemlich rar, im Süden wird gesucht ohne Ende.
Aber auch der SÜden an für sich ist nicht homogen. Die Arbeitsplätzchen
balgen sich in einigen Zentren, das Umland geht leer aus. In diesen
Zentren sind die Kosten für das Wohnen extrem hoch und man bekommt dort
kaum noch bezahlbare Buden im Tagespendelbereich.
MfG
Hallo,
Antimedial schrieb:> Uwe Borchert schrieb:>> Falls>> die Arbeitsbedingungen nicht all zu übel sind werden die MA versuchen 5>> oder 10 Jahre zu bleiben und dann, so es der Arbeitsmarkt zulässt,>> wechseln. Daher müssen max. 20% der Belegschaft pro Jahr ausgetauscht>> werden, aber 10% sind schon viel wahrscheinlicher. Falls aber der>> Arbeitsmarkt so mies wie heute aussieht wird man versuchen bis zur Rente>> zu bleiben. Da wäre der rechnerische Ersatzbedarf im Extremfall bei 3%>> oder weniger im Jahr.>> Man braucht nicht viel gesunden Menschenverstand, um zu erkennen, wie> unsinnig diese Aussagen sind. Außerdem bestätigen Statistiken meine> Annahmen.
Nein! Diese Aussagen sind vollkommen korrekt. Das ist nur eine einfache
Flussgleichung. Und die Statistiken bestätigen sogar das von mir
genannte Interval des Ersatzbedarf.
> Uwe Borchert schrieb:>> Antimedial bringt hier eigentlich nur Unsinn, den man leicht als solchen>> erkennen kann. Ich glaube aber nicht, dass er ein bezahlter Ghostwriter>> ist. Für das hier anwesende Publikum muss man/ich wesentlich höhere>> Qualität abliefern um überhaupt bezahlt zu werden.>> Wie arrogant und selbstverliebt muss man sein um zu denken, dass> irgendjemand Geld bezahlen würde, um Euch zu überzeugen und das Publikum> dazu noch eine gewisse "Qualität" bräuchte?
Ich glaube ja eben nicht das Du bezahlt wirst uns zu überzeugen! Daher
musst Du ja auch den Anforderungen nicht gerecht werden. Obwohl? Rein
theoretisch wäre folgender Fall möglich: Ein direkt an- und
eingewiesener Lohnschreiber mit ganz mieser oberster, verheerenden
Leitung. (BTDT) Aber das wäre IMHO doppelt unsinnig und vollkommen
unwirtschaftlich. So ein Unsinn sollte nur sehr selten der Fall sein.
Meine subjektiven Erfahrungen (BTDT) sind nicht zu verallgemeinern.
> Ich weiß schon, dass ich Euch nicht überzeugen kann. Ich amüsiere mich> nur köstlich über die weltfremden Ansichten der Leute hier. Und es ist> gute Übung, im Berufsleben trifft man häufiger auf solche Spinner. Da> ist es praktisch, wenn man Reaktionen auf bestimmte Techniken> ausprobieren kann.
Bei mir ist es relativ einfach. Ich habe Daten und Informationen auf der
Festplatte, teilweise auch auf den kleinen Dienstweg und unter der Hand
erhalten. Diese decken auch einige Bereiche des Arbeitsmarktes ab und
alles was da nicht reinpassen kann, auch bei großzügigster
Interpretation der Daten, muss ich ablehnen.
PS: Nach Angaben der BA hat der Arbeitsmarkt Eti von 2003 bis 2013 um
rund 13% abgenommen. Also ein prosperierender Arbeitsmarkt sieht da
anders aus.
MfG
Hallo,
Nachdenker schrieb im Beitrag #3943862:
> Paul M. schrieb:>> Glaubt das jemand wirklich?>> ja, siehe destatis und deren Berechnungsmethode, noch fragen? wobei> genau genommen verdient der durchschnittliche Elektroingenieur sogar> etwas mehr als das Doppelte als der durchschnittliche Arbeitnehmer, aber> so grob abgerundet ist es das doppelte.
Ähm ... ja. Destatis ist keine richtig seriöse Quelle. Viele Angaben von
Destatis basieren mehr auf Wunsch und Weisung von oben als auf den
Daten. Generell ist die Erfassung von Einkommen nach Qualifikation und
auch die zugrunde liegende Qualfikation extrem ungenau. Besonders der
untere Rand fällt da raus. Wie das genau bei den Etis aussieht wäre
interessant, in einigen anderen Bereichen (Naturwissenschaften) sieht
das verheerend aus und es werden teilweise weniger als 20% der
Absolventen noch erfasst. Ich erinnere mich an etwas veraltete Angaben
nach denen nur noch 10% aller MINT-Absolventen bei den Berechnungen mit
einbezogen werden. Da ziehen aber Biologen den Schnitt fett runter,
Informatiker und Mathematiker sind auch solche Spielverderber, ebenso
die Physiker. Bei Physikern war es vor einigen Jahren nur noch jeder 6te
der in den Zahlen als Physiker erfasst wurde. Man müsste sich die
Rohdaten von Destatis ansehen. Diese bekommt man als Privatperson gar
nicht und Forschungseinrichtungen haben auch sehr große Probleme an
diese Zahlen ranzukommen. Daher weichen diese idR auf die Daten des SOeP
aus.
> Es ist ja nicht jeder Helfer oder Packer am Flughafen ;-), wobei wer so> tief sinkt und wirklich GAR NIX anderes findet, ist schon zu einem> großen Teil selber schuld. Aber du Paul sagtest ja, dass selbst Java> Entwickler nicht gefragt seien. Damit hast du dich bei mir endgültig> disqualifiziert ....
Die Nachfrage nach JAVA-Entwicklern soll angeblich leicht rückläufig
sein. Da gab es mal Meldungen in diversen Tickern, aber davon bin ich zu
weit weg um da genaueres zu wissen. Aber ein leichten(?) Rückgang der
Nachfrage sollte man als erwiesen betrachten können.
MfG
Hallo,
Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Wo und wie lange?>> Bei E-Ingenieuren ist es nicht selten bei um die 35 Jahren schluss , der> Packer hält es meistens etwas länger durch ..
Nenene! Einige Eti kommen erst gar nicht an ein Arbeitsplätzchen. Aber
die, die es schaffen, sind dann noch relativ lange bis über 45 im
Arbeitsmarkt. Die 35 sind eher ein Problem von Naturwissenschaftlern,
Informatikern und Mathematikern.
Maschinen- und Fahrzeugbau war vor 10 Jahren noch besser als
Elektrotechnik und der Arbeitmarkt wurde für Ü50 zwar eng, aber nicht
aussichtslos. Aber die stark angestiegenen Absolventenzahlen der letzten
Jahre lassen übles für diese Ings erwarten. Schaun wir mal was da noch
kommt.
MfG
Uwe Borchert schrieb:> Nein! Diese Aussagen sind vollkommen korrekt. Das ist nur eine einfache> Flussgleichung. Und die Statistiken bestätigen sogar das von mir> genannte Interval des Ersatzbedarf.
Jeder Mensch weiß aber, dass Leute keine 5, 10 Jahre oder gar bis zur
Rente in einer Firma bleiben. selbst wenn sie es wollten.
Uwe Borchert schrieb:> Ich habe Daten und Informationen auf der> Festplatte, teilweise auch auf den kleinen Dienstweg und unter der Hand> erhalten.
Und was bringt dir das? Gar nichts.
Uwe Borchert schrieb:> Ähm ... ja. Destatis ist keine richtig seriöse Quelle. Viele Angaben von> Destatis basieren mehr auf Wunsch und Weisung von oben als auf den> Daten.
Aber "deine Festplatte" ist eine seriöse Quelle? Hahaha.
Uwe Borchert schrieb:> Die Nachfrage nach JAVA-Entwicklern soll angeblich leicht rückläufig> sein. Da gab es mal Meldungen in diversen Tickern, aber davon bin ich zu> weit weg um da genaueres zu wissen. Aber ein leichten(?) Rückgang der> Nachfrage sollte man als erwiesen betrachten können.
Du bist echt eine Witzfigur. Du glaubst wohl wirklich, dass alle Fäden
der Welt in deinen Händen zusammen laufen?
Uwe Borchert schrieb:> Maschinen- und Fahrzeugbau war vor 10 Jahren noch besser als> Elektrotechnik und der Arbeitmarkt wurde für Ü50 zwar eng, aber nicht> aussichtslos.
Alles Unfug. Ingenieure haben kein Ablaufdatum. Entwickler vielleicht,
das liegt an der Natur der Dinge (irgendwann haben die meisten Menschen
einfach kein Interesse mehe, neues zu lernen), aber es gibt genug andere
Jobs für Ingenieure. In manchen Bereichen setzt man ganz gezielt keine
Leute unter 40-50 ein.
Antimedial schrieb:> Alles Unfug. Ingenieure haben kein Ablaufdatum. Entwickler vielleicht,> das liegt an der Natur der Dinge (irgendwann haben die meisten Menschen> einfach kein Interesse mehe, neues zu lernen), aber es gibt genug andere> Jobs für Ingenieure. In manchen Bereichen setzt man ganz gezielt keine> Leute unter 40-50 ein.
Ich wollte Du hättest da recht. Wobei ein leichtes Umdenken bei den
Firmen da schon eingesetzt hat (ich kenne ein paar die um die 45-50 noch
gewechselt sind).
Welche Bereiche wären das dann?
Danilo schrieb:> Antimedial schrieb:>> Alles Unfug. Ingenieure haben kein Ablaufdatum. Entwickler vielleicht,>> das liegt an der Natur der Dinge (irgendwann haben die meisten Menschen>> einfach kein Interesse mehe, neues zu lernen), aber es gibt genug andere>> Jobs für Ingenieure. In manchen Bereichen setzt man ganz gezielt keine>> Leute unter 40-50 ein.>> Ich wollte Du hättest da recht. Wobei ein leichtes Umdenken bei den> Firmen da schon eingesetzt hat (ich kenne ein paar die um die 45-50 noch> gewechselt sind).>> Welche Bereiche wären das dann?
Safety Engineering ist ein klassisches Beispiel für einen Bereich, in
dem auch und gerade ältere Ingenieure tätig sind. Allerdings nicht nur.
Ebenso natürlich Projektleitung und Vertrieb. Wobei es auch hier zum
Teil junge Ingenieure gibt, die diese Jobs machen.
Antimedial schrieb:> Alles Unfug. Ingenieure haben kein Ablaufdatum. Entwickler vielleicht,> das liegt an der Natur der Dinge (irgendwann haben die meisten Menschen> einfach kein Interesse mehe, neues zu lernen)
In welchem Bereich braucht man denn gar kein neu anzueignendes Wissen
mehr? Mir fiele da keiner ein.
@ Succes
Sehr guter Beitrag.
Deine Ausführungen zum Thema "Rentenpunkte" sind korrekt. Wie viele
Ingenieure dann tatsächlich mit 40 70k p. a. verdienen, steht natürlich
in den Sternen.
Unterm Strich ist es aber richtig, dass Ingenieure neben einer höheren
Rente auch ein deutlich höheres Einkommen als der Normalverdiener haben.
Das höhere Einkommen erzielt der Ingenieur über Jahrzehnte.
Auch zeitweise Arbeitslosigkeit (1-2 Jahre auf ein Erwerbsleben gesehen)
hat hier keinen großen Einfluss. Das höhere Einkommen des Ing.
ermöglicht dann auch den Aufbau von Vermögen.
@ Uwe Borchert
Im Süden (Bayern + BaWü) hast du flächendeckend Arbeitslosenquoten von
2-3 % in den Landkreisen. Das ist Vollbeschäftigung. Dort findet derzeit
fast jeder was.
Mark Brandis schrieb:> In welchem Bereich braucht man denn gar kein neu anzueignendes Wissen> mehr? Mir fiele da keiner ein.
Ganz ohne geht das nicht, aber es gibt schon deutliche Unterschiede, in
welcher Art und Tiefe man sich neues Wissen aneignen muss. Es ist schon
ein Unterschied, ob man nur alle paar Jahre eine neue Norm mit meist
recht wenigen Änderungen anschauen muss oder ob man quasi tagtäglich mit
neuer Technologie und neuen Methoden konfrontiert wird.
Uwe Borchert schrieb:> Aber auch der SÜden an für sich ist nicht homogen. Die Arbeitsplätzchen> balgen sich in einigen Zentren, das Umland geht leer aus. In diesen> Zentren sind die Kosten für das Wohnen extrem hoch und man bekommt dort> kaum noch bezahlbare Buden im Tagespendelbereich.>> MfG
völlig falsch! gerade im Süden gibt es viele KMUs, teils auch kleine
Konzerne die in sehr günstigen, ländlichen Gegenden ihren Sitz haben.
Aber was erzähle ich da, jemand der behauptet es gäbe nur 85k Stellen
für E-Ingenieure in Deutschland, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Quellen zu den 37% ü50 E-Ingenieure wurden genannt, aber du hast so
getan als würde diese Quelle nicht existieren. Gleichzeitig nennst du
Zahlen ohne irgendeine Quelle. Wenn man das so lesen würde was man von
den Pessimisten hier so liest, würde man ja denken, Elektrotechnik sei
ein Fach wie Philosophie von den Berufsaussichten her.
Indeed schrieb:> Im Süden (Bayern + BaWü) hast du flächendeckend Arbeitslosenquoten von> 2-3 % in den Landkreisen. Das ist Vollbeschäftigung. Dort findet derzeit> fast jeder was.
konfrontiere ihn nicht mit Fakten ;-), das verwirrt ihn.
kenne den schrieb:> völlig falsch! gerade im Süden gibt es viele KMUs, teils auch kleine> Konzerne die in sehr günstigen, ländlichen Gegenden ihren Sitz haben.
Das kann ich bestätigen. Natürlich ist auch der Süden nicht ganz homogen
und es gibt Zentren wie München, Stuttgart und Nürnberg/Erlangen (dort
ist Wohnen sogar vergleichsweise bezahlbar), aber auch in den kleinen
Zentren und ländlichen Gebieten gibt es sehr viel Auswahl für
Ingenieure. Auch in großen Konzernen. Man muss sich nur mal anschauen,
wie viele Bosch-Standorte abseits des Großraum Stuttgart existieren.
Allein dort sind tausende Ingenieure beschäftigt.
Antimedial schrieb:> Man muss sich nur mal anschauen,> wie viele Bosch-Standorte abseits des Großraum Stuttgart existieren.> Allein dort sind tausende Ingenieure beschäftigt.
das hatte ich sogar vergessen. Viele Konzerne haben teilweise sogar
richtig ländlich ihren Sitz. Aber sonst ist es halt so, wenn man
irgendwo durch die Provinz fährt gibt es in fast jeder Kleinstadt
mehrere Mittelständler im Bereich Elektrotechnik oder Maschinenbau.
Teilweise sogar Weltmarktführer in ihrer Nische die kaum einer kennt.
Aber was erkläre ich hier, Uwe will einfach nur meckern.
Antimedial schrieb:> quasi tagtäglich mit> neuer Technologie und neuen Methoden konfrontiert wird.
Ja, vielleicht noch bis Ende der 90er. Heute wird oft alter Wein in
neuen Schläuchen verkauft. In den meisten technischen Bereichen tritt
man im Grunde auf der selben Stelle. Was extrem stark zugenommen hat,
ist die Dokumentation und das Drumherum. Oftmals zum Selbstzweck, wenn
ich mir meisten Projekte angucke, lief die Entwicklung sogar früher
deutlich besser, weil weniger in Miniprojekte gesplittet wurde und nicht
hunderte von Firmen beteiligt waren, um selbst einen profanen
Elektrorasier herzustellen.
Hallo,
kenne den schrieb:> Uwe Borchert schrieb:>> Aber auch der SÜden an für sich ist nicht homogen. Die Arbeitsplätzchen>> balgen sich in einigen Zentren, das Umland geht leer aus. In diesen>> Zentren sind die Kosten für das Wohnen extrem hoch und man bekommt dort>> kaum noch bezahlbare Buden im Tagespendelbereich.>> völlig falsch! gerade im Süden gibt es viele KMUs, teils auch kleine> Konzerne die in sehr günstigen, ländlichen Gegenden ihren Sitz haben.> Aber was erzähle ich da, jemand der behauptet es gäbe nur 85k Stellen> für E-Ingenieure in Deutschland, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Das sind die offiziellen Zahlen der BA. Die Quelle habe ich schon
genannt. Es gibt nach den Rechnungen der BA rund 85 Tsd. SV-pflichtige
Arbeitsplätzchen für Eti als Eti. Bzgl. der Selbständigen und
Freiberufler werden da keine richtigen Angaben gemacht, das sind nur
einige 10 Tsd.
> Quellen zu den 37% ü50 E-Ingenieure wurden genannt, aber du hast so> getan als würde diese Quelle nicht existieren. Gleichzeitig nennst du> Zahlen ohne irgendeine Quelle. Wenn man das so lesen würde was man von> den Pessimisten hier so liest, würde man ja denken, Elektrotechnik sei> ein Fach wie Philosophie von den Berufsaussichten her.
Und hierzu wurde auf einen Link verwiesen, der aber keine Angaben zu
dieser Quote enthalten hat.
> Indeed schrieb:>> Im Süden (Bayern + BaWü) hast du flächendeckend Arbeitslosenquoten von>> 2-3 % in den Landkreisen. Das ist Vollbeschäftigung. Dort findet derzeit>> fast jeder was.>> konfrontiere ihn nicht mit Fakten ;-), das verwirrt ihn.
Das sind keine Fakten. Die Fakten sind typische Quoten von 4 bis 7%
registrierter Arbeitslosigkeit nach SGB-III hier im Süden. Und diese
Quoten beinhalten nur noch einen kleinen Teil der real Erwerbslosen. Von
etwa 10 Mio. Erwerbslosen deutschlandweit im erweiteren Sinn (Einkommen
Null oder nur geringfügig) werden aktuell weniger als 3 Mio. noch
registriert. Auf die obigen Quoten übertragen kommst Du auch im Süden
nicht mit unter 10% Erwerbslosigkeit weg.
MfG
Cha-woma M. schrieb:> Wo?
NRW.
> Ja, und?
Das Problem ist nicht, dass sie sich "für einen anderen Kandidaten
entschieden haben", sondern das das scheinbar einfach eine Lüge war.
Dreist finde ich es, jemanden 4 Monate warten zu lassen. Da hatte ich
schon lange woanders unterschrieben.
> Inwiefern? Neuer Konzernmuttername?> Oder das Jahr des TOP-xxx-Arbeitgeber Preises hat sich geändert
Prinzipielle Aufmachung redesigned, ebenso wie die HP.
Daher schließe ich eine "ungeborgene Leiche" aus.
Max schrieb:> Das Problem ist nicht, dass sie sich "für einen anderen Kandidaten> entschieden haben", sondern das das scheinbar einfach eine Lüge war.
Seit dem AGG auch keine Überraschung mehr.
genervt schrieb:> Max schrieb:>> Das Problem ist nicht, dass sie sich "für einen anderen Kandidaten>> entschieden haben", sondern das das scheinbar einfach eine Lüge war.>> Seit dem AGG auch keine Überraschung mehr.
Hat nix mit AGG zu tun.
Das AGG ist eine reines Konstrukt, das die Grünen/90 zur Befriedigung
ihrer
Anhängerschaft durchgedrückt haben.
Es dürfte nur bei den blödesten AG der Fall eintretten, das man einen
wg. AGG sich eine Klage einhandelt.
Und selbst dann ist da noch die Beweispflicht, wenn da 4 Zeugen für den
AG stehen, dann wird man auch da nicht vor Gericht durchkommen.
Uwe Borchert schrieb:> Das sind die offiziellen Zahlen der BA. Die Quelle habe ich schon> genannt.
Ich poste die Quelle gleich mal für dich:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Akademiker/generische-Publikationen/Broschuere-Ingenieure-2012.pdf
Jetzt kann jeder ganz schnell nachvollziehen, welchen Unsinn du redest.
Nur so als Tipp für dich: Die meisten "Elektroingenieure" arbeiten nicht
als solche.
Uwe Borchert schrieb:> Das sind keine Fakten. Die Fakten sind typische Quoten von 4 bis 7%> registrierter Arbeitslosigkeit nach SGB-III hier im Süden.
Unter Ingenieuren herrscht deutschlandweit quasi Vollbeschäftigung. Dass
es dann regional und branchenspezifisch sogar einen erheblichen Mangel
geben muss, ist daher völlig logisch.
Marx W. schrieb:> Es dürfte nur bei den blödesten AG der Fall eintretten, das man einen> wg. AGG sich eine Klage einhandelt.
Ja genau, weil die schlauen Arbeitgeber eben nur noch Standardabsagen
schicken, um rechtliche Probleme gleich im Voraus zu vermeiden.
Antimedial schrieb:> Marx W. schrieb:>> Es dürfte nur bei den blödesten AG der Fall eintretten, das man einen>> wg. AGG sich eine Klage einhandelt.>> Ja genau, weil die schlauen Arbeitgeber eben nur noch Standardabsagen> schicken, um rechtliche Probleme gleich im Voraus zu vermeiden.
Und wenn man schreibt, dass man sich für einen anderen Bewerber
entschieden hat, kommen in der Regel keine Nachfragen mehr und geklagt
werden kann auch nicht.
Eigentlich ganz einfach, aber selbst das sieht nicht jeder...
Hallo,
Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Daimler : Wir brauchen Dipl.Ings nicht und das auf Dauer>> Siehe unter>> http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/schwache-quartalszahlen-daimler-muss-gewinnprognose-kassieren-thread-88666-3.html>> "Es reicht schon eine Bewerbung dort hinzuschicken . Wenn Daimler> paßgenauen Dipl.-Ing von Excellenzunis ( Sehrgute Noten usw pp ) mit den> Worten daherkommt : "Wir brauchen Ingenieure wie Sie nicht und das auf> Dauer " Dann sollte das ein Alarmsignal für jeden potentiellen Käufer> solchen Blechwerks darstellen"
Ohne den genauen Kontext ist diese (unsichere) Aussage aber wertlos. Ich
habe ähnliche Formulierungen in Absagen gesehen und da war es ohne
Kontext, den ich den Beteiligten erst entlocken musste, nicht möglich
die Ursachen zu verstehen. Diese waren übrigens auch individuell und der
schlechten Laune von überforderten Sachbearbeitern geschuldet. Also so
was wie gewollte Rufschädigung von innen, also eine Art der Sabotage.
Das kann durchaus mal vorkommen. Ich habe damals sogar einen solchen
Fall kurz zusammengefasst, es war gar nicht mal so einfach das nicht
sinnentstellend hin zu bekommen. Und eindeutig ist so was schon gar
nicht.
MfG
Uwe Borchert schrieb:> Ohne den genauen Kontext ist diese (unsichere) Aussage aber wertlos.
Natürlich ist sie wertlos. Das versteht auch jeder. Naja, fast jeder.