vorweg, ich weiß, es existieren zig Beiträge zu diesem Thema, allerdings bleiben für mich trotz gründlicher Recherche ein paar Fragen offen.
Zusammengefasst geht es darum, den Überstrom meiner PV sinnvoll zu nutzen und den 3,3 kW (1‑phasig) Heizstab meines Boilers anzusteuern.
Um die Möglichkeiten abzukürzen:
Phasenschnitt-Steuerung:
funktioniert, aber EMV-Bedenken und der Netzbetreiber muss es absegnen
PWM-Steuern SSR am Nulldurchgang:
ggf. Saldierungs-Probleme
Fertige Lösungen:
z. B. Ohm-Pilot, ist mir zu teuer und nicht ganz kompatibel mit meinem Setup
Ich wollte eigentlich einer PWM-Steuerung für ein SSR (zero cross) erstmal eine Chance geben, bin dann aber während meiner Recherche auf folgenden Artikel gestoßen:
CARLO GAVAZZI – RGC1P48V30ED
Ein Blick ins Datenblatt verrät mir, dass Modi 2 (Vollwellen-Steuerung) perfekt für mein Vorhaben ist.
Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ich tue mir relativ schwer, das Saldierungs-Intervall meines Smart-Meters (Iskra AM550) herauszufinden.
Saldierung pro Welle (20 ms) kann ich mir nicht vorstellen, und somit habe ich mindestens 2 Wellen (40 ms) in meinem Saldierungsintervall. Damit hätte ich mit diesem Relais schon einen deutlichen Vorteil im Gegensatz zu einem simplen Schütz, der mir stumpf die ganze Last schaltet.
Natürlich, wenn man das hochrechnet – sagen wir, wir wollen nur 10 % bzw. 90 % Leistung – bedeutet das, dass mein Zähler ein mindestens 200 ms (10 Wellen) Saldierungsintervall haben muss, damit er den Mittelwert korrekt erkennt.
Daher bitte um eure Einschätzung: Was ist ein realistisches Saldierungsintervall eines modernen Smart-Meters?
Ich denke, wenn die Schätzungen bei >40 ms liegen, würde ich den Kauf schon riskieren und es einfach austesten (z. B. Heizstab auf 10 % für 30 min, alle anderen Verbraucher aus und prüfen, um wie viel sich der Gesamtverbrauch erhöht hat).
Ansonsten: Spricht irgendetwas gegen den RGC1P48V30ED, bzw. bin ich bei meinen Überlegungen irgendwo falsch abgebogen? EMV und TAB des Netzbetreibers dürften kein Problem mehr sein.
Daher bitte um eure Einschätzung: Was ist ein realistisches
Saldierungsintervall eines modernen Smart-Meters?
Du brauchst nicht eine Einschätzung eines realistisches
Saldierungsintervalls, sondern du brauchst die Länge des Saldierungsintervalls von genau DEINEM Zähler. Alles andere sind Hausnummern und nützen dir überhaupt nichts.
Was ist ein realistisches Saldierungsintervall eines modernen
Smart-Meters?
50-250ms.
Wenn du auch nur irgendwas so gelesen hättest, dass du es verstanden hättest und nicht bloss Wunschdenken hineininterpretierst hättest,
dann wüsstest du, dass Phasenanschnitt für Heizungen der Leistung verboten (nein, das kannst du auch nicht mit deinem Versorger verhandeln, wer glaubst du dass du bist) und Wellenpaketsteuerung nicht schneller als 0.25Hz arbeiten darf und somit immer deutlich langsamer ist als das was der Zähler misst.
Du brauchst nicht eine Einschätzung eines realistisches
Saldierungsintervalls, sondern du brauchst die Länge des
Saldierungsintervalls von genau DEINEM Zähler. Alles andere sind
Hausnummern und nützen dir überhaupt nichts.
Der genaue Wert ist leider nicht bekannt und die Dame vom EVU konnte/wollte mir da auch nicht weiter helfen. Deswegen bleibt nur das austesten.
dann wüsstest du, dass Phasenanschnitt für Heizungen der Leistung
verboten (nein, das kannst du auch nicht mit deinem Versorger
verhandeln, wer glaubst du dass du bist) und Wellenpaketsteuerung nicht
schneller als 0.25Hz arbeiten darf und somit immer deutlich langsamer
ist als das was der Zähler misst.
Deswegen steht ein Phasenschnitt auch nicht zur Option? Ich habe es lediglich aufgelistet damit das nicht wieder Thema/Diskutiert wird und niemals gesagt das ich es in Erwägung ziehe?
Du sagst 50-250ms.
Selbst bei 50ms sehe ich in einer Vollwellen-Steuerung einen Vorteil im Gegensatz zu einen Schuetz, und auch eines Sinusdimmers wo der RoI bei > 5 Jahren liegt.
Das Thema ist wirklich reichlich durch, wenn Mama Nein sagt frag ich
Papa nervt bloss.
Ich seh schon, bei den Thema kommen bei einigen ein paar Emotionen hoch ..
Natürlich gibt es zig bessere Möglichkeiten, aber meine Umstände begrenzen die Möglichkeiten. Ziel ist es unter einen vernünftigen RoI meinen Heizstab "smarter zu machen" und nicht hunderte Euros in neue Regeltechnik oder neue Heizstäbe oder gar Heizungen zu investieren.
Es interessiert nicht, wie geizig oder arm du bist.
das sind keine Fakten, sondern persönliche Emotionen, die du ins Spiel bringst.
Mir wird das jetzt zu bunt. Ich habe nach rein technischem Rat gefragt und nicht nach abwertenden Kommentaren. Über Empfindlichkeiten möchte ich hier mit dir auch nicht weiter diskutieren! Werde darauf jetzt auch nicht mehr antworten.
Falls jemand eine weitere Meinung dazu hat, warum Vollwellen auf niedriger Frequenz nun doch nicht so toll sind und wenn nur Schwingungspakete "the way to go" sind waere ich sehr dankbar.
Hat deine PV Anlage denn einen Pufferakku? Wenn nicht, kannst du alle pulsierenden Varianten vergessen, denn deine Solarzellen liefern (die meiste Zeit lang) nicht den nötigen Strom für 3,3 kW starke Impulse.
Wenn du den nötigen Akku hast, kann der auch gleich etwas größer dimensioniert werden, um den Überschuss aufzunehmen.
Bedenke auch, dass du an den sonnigen Tagen mit viel Überschuss weniger warmes Wasser brauchst, und weniger Energie um es zu erwärmen.
Hat deine PV Anlage denn einen Pufferakku? Wenn nicht, kannst du alle
pulsierenden Varianten vergessen, denn deine Solarzellen liefern (die
meiste Zeit lang) nicht den nötigen Strom für 3,3 kW starke Impulse.
Will/wollte er ja auch nicht.
Er möchte gerne das EVU bescheissen und versteht nicht, dass das nicht so einfach geht und erlaubt ist.
Hat deine PV Anlage denn einen Pufferakku? Wenn nicht, kannst du alle
pulsierenden Varianten vergessen, denn deine Solarzellen liefern (die
meiste Zeit lang) nicht den nötigen Strom für 3,3 kW starke Impulse.
Will/wollte er ja auch nicht.
Er möchte gerne das EVU bescheissen und versteht nicht, dass das nicht
so einfach geht und erlaubt ist.
In meinen Augen bleibt nicht viel mehr über, wo ich meinen Überstrom
reinpulvern kann
Du kannst deinen Überstrom in ein Elektroauto reinpulvern, denn das lässt sich bequem in seiner Ladeleistung während des Ladens kontinuierlich ab 1,4 kW aufwärts automatisch einstellen. Dann hast du schon mal die Treibstoffkosten für deine Mobilität weitestgehend eingespart.
Bei einer PV-Anlage mit nur 6,5 kW macht eigentlich nur einphasigen Laden Sinn. Vernünftige Wallboxen oder Ladesteuerungen können sogar nachts das Laden des Elektroautos unterbrechen und am nächsten Morgen bei Sonnenschein automatisch weiter laden lassen.
Den 3,3 kW Heizstab würde ich dagegen ganz stumpf mit einem Triac ansteuern. Zum Beispiel über einen lichtgesteuerten Nullspannungsschalter (Photodiode und MOC3063).
Hat deine PV Anlage denn einen Pufferakku? Wenn nicht, kannst du alle
pulsierenden Varianten vergessen, denn deine Solarzellen liefern (die
meiste Zeit lang) nicht den nötigen Strom für 3,3 kW starke Impulse.
Will/wollte er ja auch nicht.
Er möchte gerne das EVU bescheissen und versteht nicht, dass das nicht
so einfach geht und erlaubt ist.
PV-Akku ist bis auf weiteres "Bau- und Brandschutz-Technisch"
untersagt
??
Du möchtest doch die Leistungsanforderung Deines Heizstabes zum Teil aus dem Netz, also vom EVU beziehen, aber nicht bezahlen, sondern als geringere Leistung über längeres Intervall saldierend ausgleichen.
Also so, dass der Zähler die bezogene Leistung nicht berechnet.
Genau deswegen Deine obigen Fragen.
Sinnvoller wäre es, eine Wärmepumpe mit dem "Überschuss" zu
betreiben.
Mike hat aber nur eine Heizungswärmepumpe, die im Sommer nutzlos ist. Um warmes Wasser zu erzeugen, benötigt man eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, oder eine Brauchwasserwärmepumpe.
Ohne Akku ist PV irgendwie...
...wie Hamburg ohne Schiffe
Das mag sein, aber da ich schon einige Akkus bei Elektroautos brennen sehen hab, kommt bei mir auch kein PV-Akku ins Haus rein. Dass man deswegen den PV-Akku aus Brandschutzgründen weglässt, kann ich deshalb gut nachvollziehen.
Du möchtest doch die Leistungsanforderung Deines Heizstabes zum Teil aus
dem Netz, also vom EVU beziehen, aber nicht bezahlen, sondern als
geringere Leistung über längeres Intervall saldierend ausgleichen.
Also so, dass der Zähler die bezogene Leistung nicht berechnet.
Genau deswegen Deine obigen Fragen.
Leuchtet mir nicht ganz ein wie du das meinst.
Natürlich zieht mein Heizstab mit so einer Schaltung kurzzeitig die volle Leistung, aber ein Zähler saldiert doch immer die mittlere Leistung mit den Faktor Zeit.
Als Beispiel, wenn ich meinen Heizstab auf 30% ansteuere, haben die Spitzen zwar die vollen 3,3KW aber 60% der anderen Wellen 0KW. Somit ist ein mittlerer Verbrauch im Intervall X immer korrekt. Und wenn der Smartmeter den Ueberstrom von 1KW erkennt und der Heizstab im Saldierungs-Intervall auch nur 1KW verbraucht ist es dennoch korrekt. Ich bin zwar Netzabhaengig aber Betrug ist das in meinen Augen nicht.
Neben einem Sinusdimmer gibt es noch motorbetätigte Stelltrafos, robuste störarme Technik. Aufpassen, die Leistung steigt quadratisch mit der Spannung.
Mit der hochwertigen elektrischen Energie kann man sicher sinnvolleres als Wärme erzeugen.
Tja, keine Arme, keine Kekse. Soll er sich halt 'ne Brauchwasserwärmepumpe hinstellen, und die mit dem "Überschuss" betreiben. Effizienter als ein Heizstab ist das allemal, und auch in der PV-losen Zeit reduziert das die Kosten der Brauchwassererzeugung, denn der Wärmepumpe ist's wurscht, woher der Strom kommt.
Blei oder NiCd Akkus mit der überschüssigen PV Leistung beladen. Den Heizstab zyklisch aus diesen Akkus befeuern. Ist völlig unabhängig vom Netz und erübrigt jeden Zählerbeschiß.
Blei oder NiCd Akkus mit der überschüssigen PV Leistung beladen.
Den
Heizstab zyklisch aus diesen Akkus befeuern. Ist völlig unabhängig vom
Netz und erübrigt jeden Zählerbeschiß.
Da gebe ich dir natürlich recht.
Kurzer Hintergrundinfo.
PV-Anlage 6.5KWp
Wer bei 6.5kWp keine Einspeisevergutung bekommt, betreibt offenbar eine
illegale Anlage, denn für Balkonsolar ist sie zu gross.
Und der fragt jetzt nach dem zweiten illegalen (PWM<0.25Hz) zur
Netzstörung.
Keine Sorge, meine Anlage ist alles andere als illegal, auch mit aufrechter Einspeisevergutung und vom EVU abgenommen. Allerdings entstehen durchs einspeisen Netzkosten pro KWh, somit ist es effizienter den Eigenverbrauch zu optimieren.
Da ist die Unterstellung etwas illegales zu betreiben natürlich leichter als über den Tellerrand zu blicken und den Grund dahinter zu verstehen.
Meine Fresse - fast nur noch Angsthasen und Ottos hier unterwegs ...
An den Threadstarter:
was Du vorhast funktioniert astrein und problemlos.
An meinem Zähler ist die Saldierungszeit knapp 1 s, der ist aber schon 10 Jahre alt. Im Netz liest man mittlerweile auch von 500 ms.
Als Zugeständnis and die Ottos wg. "Netzstörung" mache ich die Wellenpaketsteuerung nur an einem Einzelstab meines Heizstabs (3 x 1 kW), die beiden anderen addieren sich an oder aus dazu.
Damit regelst Du bis auf 20 W genau am Bilanzpunkt auf Nulleinspeisung aus.
Holst Du Dir die Momentanleistung per IR-Lesekopf aus dem Stromzähler oder hast Du was anderes?
Meine Fresse - fast nur noch Angsthasen und Ottos hier unterwegs ...
Was hat hat das mit "Angsthasen und Ottos" zu tun, wenn man illegales handeln ablehnt?
Und was Leute wie Du oder Mike durch solche illegale Trickserei einsparen (wollen), wird ja lediglich auf Kosten der anderen Stromkunden und Steuerzahler erzielt.
Und was Leute wie Du oder Mike durch solche illegale Trickserei
einsparen (wollen), wird ja lediglich auf Kosten der anderen Stromkunden
und Steuerzahler erzielt.
Um von Leistung auf Energie zu kommen, muss über die Zeit integriert werden.
Der vom Netzbetreiber gestellte und von mir nicht manipulierte Zähler hat eine Integrationszeit, die ich durch eine eigene Schaltung für mich günstig nutze ("homo oeconomicus").
Sich über eine technische Gelegenheit zum eigenen Nutzen zu beschweren, ist "more Stockholm syndrome than Betty Hearst".
Keine Kilowattstunde muss wegen mir mehr erzeugt werden, was wird wohl von diesem dithering hinter dem Ortstrafo erkennbar sein? "Andere Stromkunden" und "Steuerzahler" geht das gar nichts an.
Kümmere Dich darum, was Netzbetreiber, EVUs und die Politik zu Deinen Ungunsten machen, da sind Deine Sorgen besser aufgehoben.
Und was Leute wie Du oder Mike durch solche illegale Trickserei
einsparen (wollen), wird ja lediglich auf Kosten der anderen Stromkunden
und Steuerzahler erzielt.
Unsinn, der EVU spart durch die dezentrale Erzeugung einen Großteil der Netzkosten, weil der eingespeiste Strom vielleicht nur zum Nachbarn drei Häuser weiter fließen muss und nicht über den ganzen Weg vom Kraftwerk angeliefert werden muss.
Und was Leute wie Du oder Mike durch solche illegale Trickserei
einsparen (wollen), wird ja lediglich auf Kosten der anderen Stromkunden
und Steuerzahler erzielt.
Unsinn, der EVU spart durch die dezentrale Erzeugung einen Großteil der
Netzkosten, weil der eingespeiste Strom vielleicht nur zum Nachbarn drei
Häuser weiter fließen muss und nicht über den ganzen Weg vom Kraftwerk
angeliefert werden muss.
Klar doch! Und die neuen Ortsnetztrafos mit gesteuerten Wicklungen zur Vermeidung von Überspannung fallen vom Himmel?