Realisierung von Breitbandverstärkern mit 100% reflektierter Leistung

OP #7967916
Lesenswert?

Es gibt zum Beispiel von R&S mit der BBA150 Serie Verstärker bis 1kW, die 100% reflektierte Leistung im Dauerbetrieb vertragen können. Weiß jemand wie so etwas Schaltungstechnisch gelöst wird und hat Referenzen, Literatur oder Servicemanuals für solche Verstärkerschaltungen?

#7967966
Lesenswert?

Ich lese da "100 % Tolerannz gegenüber Fehlanpassung". Das ist nicht dasselbe wie 100 % reflektierte Leistung. Was auch verständlich ist, denn 100 % reflektierte Leistung entspricht 0 % Leistungssgabgabe, da durch eine Foldback Schutzschaltung geschützt.

Im Datenblatt wird es dann konkreter:

Output mismatch tolerance VSWR < 6:1 without foldback

VSWR > 6:1 with gradual foldback to approx. 50 % of nominal output power, depending on load impedance

Output mismatch protection, VSWR 100 %, without damage

#7968138
Lesenswert?

Schlimmer als bei einem Klasse-A-Verstärker ohne Ansteuerung kann's eigentlich nicht werden.

Bei mir im Keller oxydieren noch ein paar class-A- Endstufen für 30 Watt herum. Wir haben die mal für ein Ultraschall-phased-Array gebraucht. Kurzwelle.

Die Last waren Bariumtitanat-Schwinger. Verhalten sich auf jeder Frequenz anders und nirgendwo angenehm.

Gruß Gerhard DK4XP

: Bearbeitet durch User
OP #7968190
Lesenswert?

Gerhard H. schrieb:

Schlimmer als bei einem Klasse-A-Verstärker ohne Ansteuerung kann's eigentlich nicht werden.

Bei mir im Keller oxydieren noch ein paar class-A- Endstufen für 30 Watt herum. Wir haben die mal für ein Ultraschall-phased-Array gebraucht. Kurzwelle.

Ok man kann mehrere Klasse A parallel betreiben. Allerdings können die R&S Geräte ein paar kHz bis GHz.

#7968202
Lesenswert?

Martin schrieb:

Es gibt zum Beispiel von R&S mit der BBA150 Serie Verstärker bis 1kW, die 100% reflektierte Leistung im Dauerbetrieb vertragen können. Weiß jemand wie so etwas Schaltungstechnisch gelöst wird und hat Referenzen, Literatur oder Servicemanuals für solche Verstärkerschaltungen?

Wenn du das nächste mal eine Frage hast , dann gewöhne dir bitte an genau zu beschreiben für was das dein ungewöhnliches Ansinnen exakt gut sein soll. Du erspart dir damit falsche Anworten ....ua. Einige Ant worten danach ist leider zu spät.

#7968217
Lesenswert?

Du bist also son geiler Typ, dass du eine Antwort darüber verfasst, keine Antworten zu verfassen.

Und damit jeder sieht, wie geil du bist, musst du diese Aussage übers Schweigen unbedingt öffentlich getroffen werden.

Die glaubhafteste Antwort wäre in der Tat überhaupt keine Antwort, wenn man behauptet nicht zu antworten.

Aber herzlichen Dank auch für deinen Beitrag zum weiteren Niedergang dieses Forums.

: Bearbeitet durch User
#7968223
Lesenswert?

J. T. schrieb:

Aber herzlichen Dank auch für deinen Beitrag zum weiteren Niedergang dieses Forums.

Die meiste Müll hier entsteht unter anderem auch dadurch, dass man sich das Szenario nicht plausibel vorstellen kann. Ein gutes Eingangs Posting mit wenig offenen Fragen vermeidet Müll so gut es geht....leider auch nicht komplett. Ich und Untergang des Forums? Ich poste nicht nach 22h und schon gar nicht nachdem ich irgendwo an der Theke gewesen bin. Lass gut sein, ist off toppic.

#7968246
Lesenswert?

Im Ausgangsposting war ein konkreter Verstärker von R&S genannt mit der Frage wie man sowas hinkriegt. Genauer geht nicht.

Dein Vorschlag, dass man ihn sicherheitshalber abschaltet wenn man seine Eigenschaften tatsächlich braucht ist nicht gerade zielführend. Der thread wird nicht leiden, wenn Du am Bahnhof zurückbleibst.

Gerhard DK4XP

#7968252
Lesenswert?

Günter L. schrieb:

Das kann totaler Kurzschluß oder Leerlauf bedeuten, beides kann bei 100% reflektierte Leistung vorkommen.

Günter L. schrieb:

Bei Kurzschluß muß der Verstärker in sich selber alles in Wärme umsetzen und bei Leerlauf muß er Überspannung aushalten.

Genau so ist es.

solche anpassungsresistente Breitbandverstärker ( es gibt sie unter anderen von der Fa. Amplifer-Research und der Fa. Bonn ) arbeiten in der Regel im A-Betrieb und dessen Halbleiter sind sowohl in Strom , als auch Spannungsfestigkeit mehrfach stärker dimensioniert, als es für die nominale Ausgangsleistung erforderlich wäre. Ein 10W Verstärker ist dann mit Transistoren bestückt, welche für eine Ausgangsleistung von 100W und mehr ausreichen würden. Das macht sie extrem schlecht im Wirkungsgrad und auch teuer.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
#7968307
Lesenswert?

Herbert Z. schrieb:

Die meiste Müll hier entsteht unter anderem auch dadurch, dass man sich das Szenario nicht plausibel vorstellen kann

Und dann überfordert es dich, konkret nachzufragen, was mit dem dir unverständlichen Punkt gemeint ist? Stattdessen wird über Allgemeinplätze und nichtantworten geschwafelt.

Wie soll das denn bitte hilfreiches zu tage fördern?

#7968342
Lesenswert?

Herbert Z. schrieb:

J. T. schrieb:

Aber herzlichen Dank auch für deinen Beitrag zum weiteren Niedergang dieses Forums.

Die meiste Müll hier entsteht unter anderem auch dadurch, dass man sich das Szenario nicht plausibel vorstellen kann. Ein gutes Eingangs Posting mit wenig offenen Fragen vermeidet Müll so gut es geht....leider auch nicht komplett.

Der vom TE genannte Verstärker im Zusammenhang mit dem Anforderungsprofil ist schon sehr eindeutig und abseits der Tatsache das man für die Beantwortung der Frage den Einsatzzweck gar nicht kennen muss drängt sich für jemanden mit Fachkenntnis in der professionellen Entwicklung zumindest ein Einsatzszenario sofort auf: Imissionsprüfung im Rahmen des EMV test. Da werden solche verstärker verwendet da man nicht alle paar MHz die Antennen wechseln will. Und die meisten werden noch weitere Anwendungsfälle zusätzlich kennen wie die Erzeugung leistungsstarker HF für technische Zwecke außerhalb der Kommunikation und RADAR. Ansteuerung von US- Schwingern wurde hiermit im Thread ja schon genannt, gibt noch mehr wie Plasmaöfen etc.

Gruß Carsten

#7969074
Lesenswert?

Günter L. schrieb:

von Martin schrieb:

die 100% reflektierte Leistung im Dauerbetrieb vertragen können.

Das kann totaler Kurzschluß oder Leerlauf bedeuten, beides kann bei 100% reflektierte Leistung vorkommen.

Es gibt nicht nur diese zwei Punkte, sondern unendlich viele mit Betrag gleich eins und beliebiger Phase (!) in der Reflexionsebene! Kurzschluss und Leerlauf sind zwei Sonderfälle mit 0° resp. 180°.

#7969749
Lesenswert?

Sowas löst man doch in aller Regel durch eine Leistungsreduktion, sofern ein Messkoppler im Gerät verbaut ist, um die Fehlanpassung zu erkennen.

Ansonsten gibt es noch Zirkulatoren, die aber wieder frequenzabhängig arbeiten. Da wird bei Fehlanpassung das Signal an eine Dummyload weitergeleitet, was den Verstärker schützt.

Die erste Lösung ist heutzutage Standard, die zweite ist eher als Failsafe betrachten, damit der Verstärker das auch überlebt.

Viele Grüße!

Sven

#7970128
Lesenswert?

Sven L. schrieb:

Sowas löst man doch in aller Regel durch eine Leistungsreduktion, sofern ein Messkoppler im Gerät verbaut ist, um die Fehlanpassung zu erkennen.

das macht man, wenn der Verstärker nur eine Last mit guter Anpassung sieht, und dass der Normalzustand ist. z.B. bei Sender.

Sven L. schrieb:

Ansonsten gibt es noch Zirkulatoren, die aber wieder frequenzabhängig arbeiten. Da wird bei Fehlanpassung das Signal an eine Dummyload weitergeleitet, was den Verstärker schützt.

Bei dieser Lösung ist der Frequenzbereich begrenzt. Sie kommt zum Einsatz, wenn eine gute Anpassung der Last nicht garantiert werden kann.

Der TO fragt aber nach breitbandigen Lösungen, welche immun gegen Fehlanpassungen jeglicher Art ist. Anwendungen für solche Verstärker hat Carsten ja bereits genannt. Es gibt solche Verstärker. Diese sind aber nicht ohne Grund so extrem teuer, und nur schwer im Selbstbau zu realisieren.

Ralph Berres

#7971055
Lesenswert?

https://elektrotanya.com/eni-electronic_navigation_ind._5100la_1,5-400mhz,100w_rf_pa_1995_sm.pdf/download.html

Als Beispiel das Modell 5100L von ENI. 100W von 1MHz bis 410MHz. Intern arbeiten 32 Verstärker in parallel, wobei jeder Verstärker weniger als 4W zur Ausgangsleistung beitragen muss. Die jeweils aufgenommene DC Leistung beträgt etwa 27W. Der Wirkungsgrad ist dementsprechend gering, der Hersteller spricht hier von ultralinearer Klasse-A.

Der mehrstufige Leistungsummierer am Ausgang schirmt die einzelnen Verstärker von der am Ausgang angeschlossenen Last ab, die volle Ausgangsleistung kann daher z.B. selbst bei Kurzschluß abgegeben werden. Die Temperatur des Leistungsummierers am Ausgang wird überwacht. Erst wenn diese über Gebühr ansteigt, wird die Gesamtverstärkung zurückgefahren.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren