Ich habe eine externe Soundkarte über USB an einen Linux-Rechner angeschlossen. Das hat bisher für meine Ansprüche gut genug funktioniert – bis heute Morgen.
Ich wollte nach dem Systemstart ein Video abspielen, aber der Ton war mit einem heftigen Rauschen überlagert und nicht zu verstehen.
Ein pipewire Reset änderte nichts. Ein Kaltstart auch nicht.
Ich habe dann in dem Kabelverhau auf der Rechnerrückseite den Stecker gezogen und wieder eingesteckt und das Rauschen war weg. Sehr merkwürdig.
Wird das Sound-Signal über USB etwa analog ausgegeben, oder wie ist das zu verstehen?
Grob geraten: Auf dem USB-Audio-Platinchen hat der Hersteller Abblock-Kondensatoren eingespart, in 99% der Fälle initialisiert sich der Chip auch so korrekt.
Da gibt es zwei Varianten: Die eine hat einen USB-Soundchip verbaut, die andere benutzt die "Sideband Use"-Pins vom USB-C Stecker, um dort direkt analoge Audiosignale zu übertragen.
Dein Power Cycle hat irgendein Problem behoben. Ob es am USB-Soundchip, am Treiber oder am Zusammenspiel der beiden lag, kann ich Dir mangels Glaskugel nicht sagen.
Tante Google hilft vielleicht, wenn Du ihr mehr Informationen zum Audio-Device gibst als uns.
Wird das Sound-Signal über USB etwa analog ausgegeben,
Nein. Da ist ein USB-Audio-Codec drin, der eine USB-Standardgeräteklasse umsetzt, und von Deinem PC angesteuert wird.
oder wie ist das zu verstehen?
Vielleicht oxidierter Stecker, so daß die Spannungsversorgung nur noch grenzwertig war? Oder der Kabelverhau belastete den Stecker mechanisch, so daß der Anpressdruck der Kontaktfedern kompensiert wurde, und deswegen die Spannungsversorgung grenzwertig wurde.
Evtl. Masse-/Kontaktproblem oder der CODEC hat sich in einen Zustand begeben, in dem er stärker rauscht und durch den Neustart hat ihn neu initialisiert.
Weder Software noch die USB-Verbindung können für das Rauschen verantwortlich sein an dieser Stelle.
Grob geraten: Auf dem USB-Audio-Platinchen hat der Hersteller
Abblock-Kondensatoren eingespart, in 99% der Fälle initialisiert sich
der Chip auch so korrekt.
OK, das ist eine Möglichkeit. Mein Verdacht war zunächst auf den Rechner gefallen und wurde dadurch noch bestärkt, dass auch ein kompletter Shutdown und Kaltstart an der Sache nichts geändert hat.
Stecker ziehen und wieder reinstecken behob das Problem.
Also für den Treiber ein verschwundenes und dann neu aufgetauchtes Audio-Device, wodurch alles neu initialisiert wird, für den USB-Soundchip sogar ein Power Cycle.
Wenn Dich wirklich interessiert, was es gewesen sein könnte, USB-VID/PID raussuchen und Google fragen. Sofern das USB Audio Class und nichts Proprietäres ist, würde ich den Fehler beim Device vermuten.
Serielle Übertragung verhindert weder, dass der Sender Mist sendet, noch
dass der Empfänger aus dem Tritt kommt und etwas falsch verarbeitet.
Das habe ich auch nicht behauptet – lies nochmal nach…
Also für den Treiber ein verschwundenes und dann neu aufgetauchtes
Audio-Device, wodurch alles neu initialisiert wird, für den
USB-Soundchip sogar ein Power Cycle.
Wie ein Kaltstart des Rechners auch… nur dass der nichts geändert hat.
Nochmal zum Kopfhörer: das ist eigentlich ein billiges Headset mit USB-Stecker und einem Adapter auf Klinke. Ich habe jetzt mal spaßeshalber den Kopfhörer direkt an den USB gesteckt und mit lsusb nachgesehen, ob da was dazu kam – es änderte jedoch gar nichts, USB ist da wohl nur der Stecker.
Die Soundkarte ist ein 0d8c:0102 C-Media Electronics, Inc. CM106 Like Sound Device
Nochmal zum Kopfhörer: das ist eigentlich ein billiges Headset mit
USB-Stecker und einem Adapter auf Klinke. Ich habe jetzt mal
spaßeshalber den Kopfhörer direkt an den USB gesteckt und mit lsusb
nachgesehen, ob da was dazu kam – es änderte jedoch gar nichts, USB ist
da wohl nur der Stecker.
Das klingt seltsam. Der Adapter auf Klinke hat also eine USB-Buchse und einen Klinkenstecker, und wenn man den in eine analoge Quelle steckt, und in die USB-Buchse den USB-Stecker des Kopfhörers, dann kommt Audio aus dem Kopfhörer raus?
Nochmal zum Kopfhörer: das ist eigentlich ein billiges Headset mit
USB-Stecker und einem Adapter auf Klinke. Ich habe jetzt mal
spaßeshalber den Kopfhörer direkt an den USB gesteckt und mit lsusb
nachgesehen, ob da was dazu kam – es änderte jedoch gar nichts, USB ist
da wohl nur der Stecker.
Klingt seltsam. Ich kenne das nur umgekehrt: Das Headset hat Klinkenstecker, und für USB-Betrieb ist eine "USB-Soundkarte" (etwas grösserer USB-Stecker mit Kabelpeitsche) dabei.
Stimmt, den Kaltstart hatte ich übersehen. Dann würde ich umso mehr auf
den USB-Soundchip als Verursacher tippen.
Wenn der PC nur heruntergefahren wurde dann kann es durchaus sein das die USB Soundkarte dennoch durch den Port mit Strom versorgt wurde und somit kein PowerCycle vollführte. Kommt halt ganz auf die BIOS Einstellungen des TOs an.
Klingt seltsam. Ich kenne das nur umgekehrt: Das Headset hat
Klinkenstecker, und für USB-Betrieb ist eine "USB-Soundkarte" (etwas
grösserer USB-Stecker mit Kabelpeitsche) dabei.
Ich habe ja drei Kinder im pubertären Alter. Es gibt Headsets mit USB Soundkarte und es gibt Headsets die USB nur für Strom nutzen (Licht und Verstärker) - die haben dann Klinke und USB fest verkabelt.
Wenn der PC nur heruntergefahren wurde dann kann es durchaus sein das
die USB Soundkarte dennoch durch den Port mit Strom versorgt wurde und
somit kein PowerCycle vollführte.
So war es garantiert, sonst hätte der Kaltstart ja geholfen.
Aber wenn der Kaltstart (sprich: Reboot) nicht hilft, der Power Cycle des Devices hingegen schon, kann man den Treiber als Verursacher weitestgehend ausschliessen.
Ich habe eine externe Soundkarte über USB an einen Linux-Rechner
angeschlossen. Das hat bisher für meine Ansprüche gut genug funktioniert
– bis heute Morgen.
Ich wollte nach dem Systemstart ein Video abspielen, aber der Ton war
mit einem heftigen Rauschen überlagert und nicht zu verstehen.
Ein pipewire Reset änderte nichts. Ein Kaltstart auch nicht.
Ich habe dann in dem Kabelverhau auf der Rechnerrückseite den Stecker
gezogen und wieder eingesteckt und das Rauschen war weg. Sehr
merkwürdig.
Wird das Sound-Signal über USB etwa analog ausgegeben, oder wie ist das
zu verstehen?
Bei USB-C im "Audio Adapter Accessory Mode" gehen die Audiosignale Analog über den Stecker.
Damit ist eine Analoge Ansteuerung des HeadSet durchaus möglich.
Klingt seltsam. Ich kenne das nur umgekehrt: Das Headset hat
Klinkenstecker, und für USB-Betrieb ist eine "USB-Soundkarte" (etwas
grösserer USB-Stecker mit Kabelpeitsche) dabei.
Die Soundkarte ist ein etwas betagteres Teil mit Anschluss über ein USB-Kabel. Hat mit dem Headset nichts zu tun. Der Ärger mit dem Teil hielt sich bisher in Grenzen, das war das erste mal.
Wenn der PC nur heruntergefahren wurde dann kann es durchaus sein das
die USB Soundkarte dennoch durch den Port mit Strom versorgt wurde und
somit kein PowerCycle vollführte. Kommt halt ganz auf die BIOS
Einstellungen des TOs an.
Ich hatte einen vollen Shutdown gemacht, keinen Restart. Aber es ist möglich, dass im abgeschalteten Zustand noch Spannung auf dem USB ist. Das muss ich nochmal nachprüfen.
Im Analogmodus wird dann wohl tatsächlich der USB-Stecker nicht standardkonform für Analogsignale verwendet, da ist es dann kein Wunder, wenn der Rechner nichts erkennt.
Wird das Sound-Signal über USB etwa analog ausgegeben,..
Nein.
doch, EOS 1D MK4 + viele andere Digital Cams
Die Art und Weise, durch Unterschlagen des Kontext, in dem ich geantwortet habe, meiner Antwort einen anderen Sinn zu geben, ist dummdreist und unverschämt.
Dem Kontext, es geht nämlich um die USB-Buchse eines PC, kann man im ersten Post des TE nachlesen:
Ich habe eine externe Soundkarte über USB an einen Linux-Rechner
angeschlossen. Das hat bisher für meine Ansprüche gut genug funktioniert
– bis heute Morgen.
:
Wird das Sound-Signal über USB etwa analog ausgegeben, oder wie ist das
zu verstehen?
Das dies bei anderen Geräten durchaus anders aussehen kann, ist mir bekannt, z.B. vom Samsung Smartphone, an das ich Kopfhörer via Adapter Klinkenbuchse zu USB-C anschließen kann.
Die Art und Weise, durch Unterschlagen des Kontext, in dem ich
geantwortet habe, meiner Antwort einen anderen Sinn zu geben, ist
dummdreist und unverschämt.
Dem Kontext, es geht nämlich um die USB-Buchse eines PC
das war klar mein Fehler, dafür ein dickes SORRY
Ich wurde nur von der Sonderlocke USB und analog getriggert ohne PC.
Die Art und Weise, durch Unterschlagen des Kontext, in dem ich
geantwortet habe, meiner Antwort einen anderen Sinn zu geben, ist
dummdreist und unverschämt.
Dem Kontext, es geht nämlich um die USB-Buchse eines PC
das war klar mein Fehler, dafür ein dickes SORRY
Ich wurde nur von der Sonderlocke USB und analog getriggert ohne PC.
LG jar
Ach, vergiss es, alles halb so schlimm, der Ärger verfliegt mit dem Schreiben.
Darauf noch ein Gläschen Wein und dann ab ins Bett, Prost.
(OK, ich meinte USB-Buchse und das ist
nicht der UniverselleSerielleBus)
Das ist keine USB-Buchse. Das ist eine proprietäre Buchse, die USB-Signale führt und steckkompatibel zu einem Mini-USB-Stecker ist (der dann nur die die USB-Signale kontaktiert).
Deine Anwendung --Analogsignale-- aber hat mit USB hier überhaupt nichts zu tun, denn diese landen in der proprietären Buchse auf Kontakten, die nur kontaktiert werden können, wenn man den proprietären passenden Nicht-USB-Stecker verwendet.
Ich habe dann in dem Kabelverhau auf der Rechnerrückseite den Stecker
gezogen und wieder eingesteckt und das Rauschen war weg. Sehr
merkwürdig.
Korrosion?
Ich habe ein ähnliches Problem mit USB-Sticks auf dem Windows 8.1 Rechner. Windows wundert herum, dass die USB-Sticks kaputt sind. Die Linux-Kiste nicht. Da mehrere Anschlüsse betroffen sind, tippe ich für mich auf Alterserscheinungen.
Wenn der PC nur heruntergefahren wurde dann kann es durchaus sein das
die USB Soundkarte dennoch durch den Port mit Strom versorgt wurde und
somit kein PowerCycle vollführte. Kommt halt ganz auf die BIOS
Einstellungen des TOs an.
Ich habe heute Morgen geprüft, ob bei ausgeschaltetem Rechner, der aber nicht vom Netz getrennt ist, Spannung auf dem USB ist: ja, dort sind die 5V aktiv.
Damit ist klar, dass die Soundkarte die Fehlerquelle war.
Da mehrere Anschlüsse betroffen sind, tippe ich für
mich auf Alterserscheinungen.
Da könnte helfen, die Kontakte in der USB-Buchse mal mit Kontaktspray abzuwischen. (Einsprühen würde ich sie nicht, weil das Zeug auf alten Kunststoff sehr korrosiv wirken kann. Die Teile fallen dann einfach an irgend welchen Mikrorissen auseinander.)
Da könnte helfen, die Kontakte in der USB-Buchse mal mit Kontaktspray
abzuwischen. (Einsprühen würde ich sie nicht, weil das Zeug auf alten
Kunststoff sehr korrosiv wirken kann.
Danke für den Hinweis. Darum werde ich jetzt um so vorsichtiger herangehen.
Die Soundkarte müsstest du aber noch an einem anderen Rechner überprüfen. Nicht das am Ende die Abhöre eine Macke hat ;)