Habe einen Test bei MyProjectFarm gesehen und bemerkenswert war, wie sehr viel besser halogenierte/chlorierte Bremsenreiniger klebrigen Fett-Kuchen lösen können.
Ich kenne das von meinen frustrierenden Reinigungsarbeiten, dass immer dann, wenn das Fett mit Dreck kontaminiert ist, normaler Bremsenreiniger nahezu hoffnungslos ist.
Wenn ich jetzt hier allerdings danach suche, finde ich rein gar nichts dazu. Alle werben mit chlor/halogenfrei.
Liegt das mal wieder an der EU, dass man nichts wirksames kaufen kann, oder haben die sich hier einfach nie etabliert? Ich finde ja nicht einmal Bezugsquellen für Geschäftskunden.
wie
sehr viel besser halogenierte/chlorierte Bremsenreiniger klebrigen
Fett-Kuchen lösen können.
Endlich mal ein vernünftiger Anwendungsfall für den Bremsenreiniger-Scam. Nächstes Mal, wenn ich besoffen mit dem Auto in das Schaufenster der Konditorei fahre, weiß ich zumindest wie die Bremsen wieder sauber werden.
"Bremsenreiniger" ist halt nur ein Anwendungsbegriff, von Spüli bis Aceton kann alles drin sein.
Halogeniert will man in Europa sicher nicht.
Ich hab hier auch einen Dusch-Reiniger von 1980, der Kalk besser löst als Amidosulfonsäure ohne das Chrom der Armaturen anzugreifen, aber sofort auf die Atemwege schlägt. Heute enthält das Produkt desselben Namens nur noch Essig. Damit kriegt man gar nichts sauber.
Ich hab hier auch einen Dusch-Reiniger von 1980, der Kalk besser löst
als Amidosulfonsäure ohne das Chrom der Armaturen anzugreifen, aber
sofort auf die Atemwege schlägt. Heute enthält das Produkt desselben
Namens nur noch Essig. Damit kriegt man gar nichts sauber.
Ein Duschreiniger ist nicht nur Entkalker, sondern enthält auch Fettlöser, um den Haut-Fett-Schmodder zu lösen. Der Grund, warum Amidosulfonsäure in der Dusche so schlecht funktioniert, ist das Fett und Wachs (Talg), das auf dem Kalk sitzt, und ihn vor der Säure schützt. Daher sind professionellen Reinigern auch Alpha-Olefin-Sulfonate oder Alkylbenzolsulfonate versetzt.
Ein Duschreiniger ist nicht nur Entkalker, sondern enthält auch
Fettlöser, um den Haut-Fett-Schmodder zu lösen. Der Grund, warum
Amidosulfonsäure in der Dusche so schlecht funktioniert, ist das Fett
und Wachs (Talg), das auf dem Kalk sitzt, und ihn vor der Säure schützt.
Daher sind professionellen Reinigern auch Alpha-Olefin-Sulfonate oder
Alkylbenzolsulfonate versetzt.
Habe einen Test bei MyProjectFarm gesehen und bemerkenswert war, wie
sehr viel besser halogenierte/chlorierte Bremsenreiniger klebrigen
Fett-Kuchen lösen können.
Früher hat man mit TriChlorEthen oder TetraChlorMethan rumgepanscht ohne sich etwas dabei zu denken.
Da das Zeugs aber hochgradig giftig und auch Krebserregend ist und die Ozonschicht geschädigt hat wurde es weitgehend verboten.
Früher hat man mit TriChlorEthen oder TetraChlorMethan rumgepanscht ohne
sich etwas dabei zu denken.
Da das Zeugs aber hochgradig giftig und auch Krebserregend ist und die
Ozonschicht geschädigt hat wurde es weitgehend verboten.
Kurz danach hielt man Perchloretylen für ungefährlich und machte sorglos damit weiter. Es zeigte sich, das das nicht ganz so schlimm ist, aber die Nachteile trotzdem überwogen.
Metylenchlorid (Dichlormethan) gehört dem selben chemischen Zoo an.
Metylenchlorid (Dichlormethan) gehört dem selben chemischen Zoo an.
Wobei hier der ausschlaggebende Faktor war, dass es schwerer ist, als Luft, und sich einige Handwerker mit Abbeizer in Keller/geschlossenen Räumen umgebracht haben. Was in Anbetracht der Alternative (nämlich gar keine brauchbare Beize mehr zu haben) ein geringer Verlust ist. Es stand groß und fett auf der Packung, dass es ziemlich tödlich ist, sowas dummes zu machen. Aber Eigenverantwortung und Denken darf es scheinbar in der EU nicht mehr geben.
Was in Anbetracht der Alternative (nämlich gar
keine brauchbare Beize mehr zu haben) ein geringer Verlust ist.
Natronlauge hat diese Nebenwirkungen nicht und entfernt Lacke ebenfalls sehr gut. Wird sogar in industriellem Maßstab verwendet.
Wir hatten in der Galvanik Anfang der 90er ein mehrere Kubikmeter umfassendes Becken als Entlackung. 24h darin und du brauchtest nur noch den Schlamm abkärchern.
Was in Anbetracht der Alternative (nämlich gar
keine brauchbare Beize mehr zu haben) ein geringer Verlust ist.
Mit dem gleichen Argument ballern die Leute dann den "tollen" Bremsenreiniger auf irgendwelches Zeug um es zu "entfetten". Erstens verpufft die Plörre dank des fetten Strahls beinahe wirkungslos, zweitens gibt es weitaus bessere Mittel zum reinigen.
Maschinenreiniger (stark verdünnt als Allzweckreiniger verkauft)
Dünne Öle (Petroleum, Diesel, Multifunktionsöl)
Alkohol (IPA)
Aceton
Natron (als Pulver)
Waschverdünnung (naja, im Freien, Handschuhe tragen, problematisch!)
Putzlappen (Quelle: Alte Bettlaken, ... kann man aber auch teuer kaufen)
Aber alles was überteuert in einer Sprühflasche verkauft wird, muss auch unbedingt besser sein.
Früher hat man mit TriChlorEthen oder TetraChlorMethan rumgepanscht ohne
sich etwas dabei zu denken.
Ich kenne noch 1,1,1-Trichlorethan zum Entfetten, hatten wir in der Firma. Es knackt das Fett auf, aber jeglich anderer Schmutz wird damit nicht weggespült. Das 'versenkte' auch Ölflecken durch den Betonboden.
Mit Trichlorethylen, was wohl auch TriChlorEthen heißt, haben wir aus schlagzähen Polystyrolplatten Kleingehäuse geklebt.
Kurz danach hielt man Perchloretylen für ungefährlich und machte sorglos
damit weiter.
Perchlorethylen war doch das Zaubermittel der chemischen Reinigung und scheint noch immer im Einsatz zu sein. Die Beschreibung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist von 2020:
Aber Rauchen bleibt erlaubt? Hier gehen die Todeszahlen in die Millionen.
Nichts für ungut. Dass so viele Handwerker daran verstorben sind (hier meine ich vor allem Krebs als Ursache) liegt weniger daran, dass die Stoffe gefährlich sind, sondern dem absolut laschen Umgang mit PSA. Die "alte Generation" (heute 60-70) hat kaum Wert auf Sicherheit gelegt. Von dieser Generation wird man ja sogar teilweise blöd angeschnauzt, wenn man PSA einsetzt/verlangt. Man wäre ja ein Weichei, wenn man sich schützt und früher hat man das alles nicht gebraucht und das übliche Gefasel.
Heute gilt diese Ausrede nicht mehr. Denn obwohl schon damals bekannt war, dass vieles von den Lösungsmitteln absolut schädlich oder gar giftig sind, bauen heutzutage Berufsgenossenschaften einen enormen (finanziellen) Druck auf Unternehmen auf, sich an die Regeln des Personenschutzes zu halten.
Früher nahm ich das auch nicht ernst, weil mir einfach niemand erklärt hat, worin die Risiken stecken und ich als Kind/Jugendlicher sehr viel im Selbststudium ohne nennenswerte Quellen (wie Youtube) erlernen musste. Inkl. aller Fälle von Dummheit für die eigene Gesundheit.
Heutzutage hat man aber ein riesiges Informationsangebot. Und so ein dämlicher Atemschutz für Lösungsmittel kostet keine 30 Euro und ist mein ständiger Begleiter geworden, wenn ich Stoffe abseits von Akrylfarben auf Wasserbasis einsetze.
Aber Rauchen bleibt erlaubt? Hier gehen die Todeszahlen in die
Millionen.
Durch übermäßigen Verzehr von Fraß noch viel mehr...
Genau.
Farbenlobby < Tabaklobby < Lebensmittellobby
Der Regulierungsgrad sortiert sich nach der Lobbygröße.
Es geht überhaupt nicht darum, die Menschen zu schützen, sondern darum, wer am wenigsten Geld hat, ein Regulativ der EU auszureden.
Nicht falsch verstehen; Beschränkungen haben bessere Produkte hervorgebracht. Die Autohersteller haben bei den Anpassungen der Lacke in den 2000ern ziemlich Probleme gebracht, die man aber in den Griff bekommen hat. LED-Lampen sind mittlerweile so gut, dass niemand mehr freiwillig Glühobst einsetzt. Aber das gilt halt nicht für alle Fälle. Gerade beim Thema Abbeizer hat sich nicht wirklich viel getan. Ich probiere da immer mal wieder was aus, aber keiner kann mit der Krähe von damals mithalten. Und Ablaugen ist bei Holz ein graus, weil Lauge das Lignin aus dem Holz herauszieht und damit zerfasert. Bei meinem Thema Bremsenreiniger stoßen die Klassiker bei verschmodderten Fahrradketten halt einfach an ihre Grenzen. Oder Benzingeräte (wie Kettensägen). Da habe ich so ziemlich alles frei käufliches durch. Und dann sind da so dumme Schoten, wie "keine Batteriesäure mehr", oder "Nitromethan böse"...
Bei meinem Thema
Bremsenreiniger stoßen die Klassiker bei verschmodderten Fahrradketten
halt einfach an ihre Grenzen.
Nimm Diesel/Heizöl/Petroleum her. Gibt nix besseres.
Das Schöne dabei ist, dass sich der Dreck im Diesel absetzt, du kannst die Brühe also mehrfach verwenden. Bremsenreiniger ist einfach nur weg, Dose leer.
Bei meinem Thema
Bremsenreiniger stoßen die Klassiker bei verschmodderten Fahrradketten
halt einfach an ihre Grenzen.
Nimm Diesel/Heizöl/Petroleum her. Gibt nix besseres.
RME!
Rapsmethylester (RME)? Das Zeug verharzt doch. Wenn, dann HVO (synthetischer Diesel). Das Zeug reinigt, stinkt nicht und ist soweit ich weiß, biologisch abbaubar. Also das Richtige für die Kette, wenn Reste durch die Fliehkraft in der Botanik verteilt werden ;-)