wir haben in unserem Sportverein Probleme mit unserem Ton-Mischpult.
Fotos habe ich beigefügt.
Hier die Fehlerbeschreibung:
Seit längerem haben wir beim einschalten das Problem das wir ein sich wiederholendes Knallen auf den Lautsprechern haben.
Das Pult steckt in unserem Vereinshaus immer am Netz wird aber beim verlassen über einen Hauptschalter welcher die Schukosteckdosen schaltet abgeschaltet.
Die Einschaltreihenfolge beachten wir hierbei immer, da wir vor die Lautsprecher eine 230V Einschaltverzögerung gebaut haben und diese so immer erst 5Sek nach dem einschalten des Pultes eingeschaltet werden.
Hier sehe ich aber auch nicht das Problem da man an den Clip LEDs und an den Peak LEDs auf dem Pult die Ausschläge sehen kann bevor die Lautsprecher zugeschaltet werden. Dies betrifft auch alle Kanäle. Zudem leuchtet die Power LED während der Knalleffekte nicht!
Sobald aber das Pult einmal aus und wieder eingeschaltet wird knallt es einmal sehr laut und das Problem mit dem Knallen und der Power LED ist behoben. Danach funktionier das Pult ohne Probleme.
Erst hatten wir das Steckernetzteil in Verdacht und haben hier auch bemerkt das wohl irgendwann jemand ein 12V/DC 1,5A Netzteil aus unserer Kabelkiste versehentlich angeschlossen hat. Hiermit hat das Pult auch immer funktioniert (Wenn auch mit den Knalleffekten).
Richtig wäre aber Laut Handbuch ein 18V/DC 0,8A Netzteil. Dieses habe ich gestern auch gefunden und dann wieder angeschlossen. Leider ist das Problem damit nicht behoben aber das Knalle wiederholt sich nun in kürzeren Abständen. Bevor man dann wie weiter oben beschrieben das Pult einmal am Pultschalter aus- und wieder einschaltet.
Nun habe ich die Pult-interne Netzeingangsplatine in Verdacht. Evtl. könnte hier etwas an den Kondensatoren nicht passen oder einer der beiden Spannungsregler ist Schadhaft.
Optisch ist erstmal nichts zu erkennen.
Was würdet Ihr vermuten?
Falls die Beschreibung zu ungenau ist bitte gerne melden. Dann ergänze ich das ganze.
Würd mich im Namen unseres Sportvereins sehr freuen wenn Ihr mir hier mit der Fehlersuche etwas behilflich sein könntet.
Das ist relativ normal für Verstärkerketten mit Koppelkondensatoren, daher haben brauchbare Verstärker ja auch ein Relais, das den Lautsprecher erst 5s nach dem Einschalten anklemmt.
Danke schonmal für deine Antwort.
Nein die wurden tatsächlich noch nicht getauscht. Habe gestern die Siegel entfernt. Ist alles Original vom Hersteller:D
Meine Vermutung liegt halt auf der Netzteilseite da beim ersten Einschalten die Power LED vom Pult nicht leuchtet. Für mich deutet das auf eine fehlende Spannungsversorgung der eigendlichen "Signalwege" bzw. der Signalverarbeitenden Platine hin.
In meiner Überlegung schafft es die Netzteiplatine im ersten Moment scheinbar nicht die nötige Spannungsversorgung aufzubauen (Evtl. defekte Kondensatoren?!). Daher versucht die die restliche Elektronik zu starten, bricht aber immer wieder ein und endet dann in einer Art Loop.
Aber ich bin zugegebener Maßen auch kein Profi im Bereich Elektronik. Versuche mir das nur irgendwie zu erschließen.
ja das kenne ich auch von anderen Pulten.
Hier war ich mir nicht sicher ob das Pult die Einschaltreihenfolge auch durch ein Relais beachtet. Daher haben wir das verbaut. Schadet ja an sich erstmal nicht.
Aber soein Einschaltknallen kann ja nicht normal sein. Auch hier weise ich nochmal auf die Power LED hin. Das wirkt auf mich auf jeden Fall nich normal zudem dieses Knallen ja auch nicht einmalig auftritt sondern beim ersten Einschaltversuch in einer Art Loop sich so lang wiederhohlt bis ich das Pult manuel neu Starte. Danach gibt es kein Knallen mehr und die Power LED am Pult leuchtet dann auch.
In meiner Überlegung schafft es die Netzteiplatine im ersten Moment
scheinbar nicht die nötige Spannungsversorgung aufzubauen (Evtl. defekte
Kondensatoren?!). Daher versucht die die restliche Elektronik zu
starten, bricht aber immer wieder ein und endet dann in einer Art Loop.
Dann wude es aber nicht nur 1 x ploppen und danach laufen,
sondern wiederholt Pumpgeräusche machen.
Bei Schaltnetzteilen wären solche Anlaufversuche wegen gealterter Elkos möglich
Das wirkt auf mich auf jeden Fall
nich normal zudem dieses Knallen ja auch nicht einmalig auftritt sondern
beim ersten Einschaltversuch in einer Art Loop sich so lang wiederhohlt
bis ich das Pult manuel neu Starte.
Was meinst du mit "manuell neu starten"?
Das Pult hat also ein Steckernetzteil und zusätzlich einen Schalter, der die Stromversorgung über das Steckernetzteil ein und ausschaltet.
Und wenn du das Pult über den Hauptschalter einschaltest, dann leuchtet keine Power Anzeige, sondern sie blinkt nur kurz wenn das Knallen passiert?
Evt. ist das Steckernetzteil ein Schaltnetzteil, das immer wegen Überstrom abschaltet, evt. weil die Elkos im Pult erst geladen werden müssen.
Nur seltsam, dass es dann funktioniert, wenn du den Schalter des Pults benutzt.
kannst du bitte mal ein Bild von der Vorderseite und Rückseite der Mischpultplatine einstellen?
Die Mischpulte die ich kenne haben eine symmetrische Versorgung. (+15V & -15V)
Ich vermute einen Fehler im Schaltungsteil für den virtuellen Ground.
Also wir haben die Steckdosen in dem Raum über ein Schütz in der Verteilung geschaltet. Daher haben wir im Eingangsbereich einen Schalter mit dem wir die Spannung in unserem Vereinshaus an den Steckdosen einschalten können.
Das Pult ist an sich mit seinem Schalter auf der Rückseite neben den Anschlüssen immer eingeschaltet. Das Steckernetzteil steckt also auch immer drin.
Nun ist der normale Weg bei uns immer einfach die Steckdosen einzuschalten.
Seit längerem Knallt/Pumpt das Pult hier aber wie beschrieben. Statt dann aber die Steckdosen abzuschalten gehen wir aktuell immer an das Pult und schalten es direkt aus und wieder ein.
Die Power Anzeige leuchtet beim ersten einschaltvorgang garrnicht. Das ist der Zeitraum in dem die Boxen/Ausgänge am Pult so lang Pumpen bis wir das ganze wie beschrieben neustarten. Nach dem Neustart leuchtet die LED und das Pumpen ist weg.
Wahrscheinlich gäb es den gleichen Effekt wenn ich das Steckernetzteil rausziehe und dann wieder reinstecke. Das Probiere ich nachher einmal aus.
Nun ist der normale Weg bei uns immer einfach die Steckdosen
einzuschalten.
Seit längerem Knallt/Pumpt das Pult hier aber wie beschrieben. Statt
dann aber die Steckdosen abzuschalten gehen wir aktuell immer an das
Pult und schalten es direkt aus und wieder ein.
Eine mögliche Ursache könnte sein, dass das Steckernetzteil ein Schaltnetzteil ist. Wenn es mit dem eingeschalteten Mischpult ans Netz geschaltet wird, muss es sowohl seine Ausgangselkos als auch die Netzteilelkos des Mischpults laden. Das ist für die Überstromerkennung im Netzteil zu viel und es schaltet ab und versucht es dann zyklisch immer wieder.
Wenn du jetzt das Pult ab und wieder einschaltest, dann hatte das Netzteil Zeit seine Ausgangselkos zu laden und zu starten. In dem Fall reicht es dann, um die Netzteilelkos des Mischpults zu laden ohne dass es wegen Überstrom abschaltet.
Ursache wäre dann eine Alterung des Netzteils und oder des Mischpults, und ein knapp bemessenes Netzteil.
Das Pult steckt in unserem Vereinshaus immer am Netz wird aber beim
verlassen über einen Hauptschalter welcher die Schukosteckdosen schaltet
abgeschaltet.
Ursache wäre dann eine Alterung des Netzteils und oder des Mischpults,
und ein knapp bemessenes Netzteil.
Man könnte natürlich mal probieren, das Mischpult über den integrierten "Netzschalter" einzuschalten, nachdem das Netzteil (per Schütz-Fernsteuerung) eingeschaltet wurde
BTW. Sieht dem "Behringer" verdächtig ähnlich.
Das hatte vormals serienmäßig ein Trafonetzteil mit 2 x 18 V afaik.
Kein Schaltnetzteil.
Das "Knallen" kam erst bei Zuschalten der 48 V Phantomspannung.
Deswegen den Master-Schieber immer zu Beginn auf Minimum.
Bei dem Mischpult sehe ich kein Endverstärker. Da muss noch ein Endverstärker zwischen Mischpult und Lautsprecher sein. Ich sehe das Problem eher dort. Das kleine Steckernetzteil hat kaum genug Power für eine Endstufe. Oder sind es Aktivboxen?
Was für eine Art von Endverstärker (für die Lautsprecher) ist hinter dem Mischpult angeschlossen?
Was passiert, wenn die Verbindung vom Mischpult zum Endverstärker getrennt ist und (wie Hinz schon vorgeschlagen hat) statt des Endverstärkers nur ein Kopfhörer am Mischpult angeschlossen ist.
Knallt es dann im Kopfhörer?
Was passiert, wenn das Mischpult von Anfang an nicht eingeschaltet ist sondern erst dann, wenn alles andere schon eine Weile eingeschaltet ist?
Ich habe da nicht unbedingt (nur) das Mischpult im Verdacht...
Eine mögliche Ursache könnte sein, dass das Steckernetzteil ein
Schaltnetzteil ist. Wenn es mit dem eingeschalteten Mischpult ans Netz
geschaltet wird, muss es sowohl seine Ausgangselkos als auch die
Netzteilelkos des Mischpults laden. Das ist für die Überstromerkennung
im Netzteil zu viel und es schaltet ab und versucht es dann zyklisch
immer wieder.
Wenn du jetzt das Pult ab und wieder einschaltest, dann hatte das
Netzteil Zeit seine Ausgangselkos zu laden und zu starten. In dem Fall
reicht es dann, um die Netzteilelkos des Mischpults zu laden ohne dass
es wegen Überstrom abschaltet.
Ursache wäre dann eine Alterung des Netzteils und oder des Mischpults,
und ein knapp bemessenes Netzteil.
Aber ich bin zugegebener Maßen auch kein Profi im Bereich Elektronik.
Wenn es nicht eine der bereits diskutierten Ursachen sein sollte, kann es auch an einem oder mehreren durchschlagenden Elkos liegen, die einfach die Spannung nicht mehr isolieren können.
Einen solchen Effekt hatte ich mal an einem PLL-Tuner und an einem Receiver mit PLL-Empfangsteil beobachtet, der eine ploppte laut, der andere brachte ein kratzendes Geräuch sporadisch immer wieder, aber nicht regelmäßig.
Aufschluß kann das Betrachten der Betriebsspannungen mittels Oszilloskop geben, notfalls über einen kleinen Kondensator mittels Kopfhörer.
Was für eine Art von Endverstärker (für die Lautsprecher) ist hinter dem
Mischpult angeschlossen?
An dem Pult hängen anscheinend Aktivboxen. Der TO schrieb, daß die Lautsprecher mittels einer 230V-Einschaltverzögerung um 5 Sekunden verzögert eingeschaltet werden.
erstmal vielen Dank an alle die sich an dem Thema beteiligt haben.
Ja genau vor Ort hängen Aktivboxen ohne Endverstärker.
Dass das Pult immer direkt am Schalter eingeschaltet werden sollte ist mir klar.
Wenn nur ich selber den Raum nutzen würde dann wär das auch gängige Praxis. Leider ist das aber nicht der Fall.
Entweder die Leute vergessen das Pult auszuschalten oder die Lautsprecher. Eins von beidem ist immer der Fall.
Da haben die meisten nicht das nötige technische Verständnis für.
Leider.
Zurück zum Problem.
Ich habe das ganze eben nochmal getestet. Tatsächlich gibt es nur einen lauten Knall wenn das Pult direkt am Schalter eingeschaltet wird.
Sobald das Pult eingeschaltet ist und ich das Steckernetzteil einstecke pumpt das ganze wieder. Dann neustarten und es geht wieder....
Daher liegt Udo denke ich schon ganz richtig.
Netzteil zu knapp bemessen und/oder gealterte Elkos.
Ich würd es evtl. mal mit einem etwas stärkeren Netzteil ausprobieren um zu schauen ob dieses dann den Ausgangsstrom für beide Netzteile liefern kann die dann ja zusammen hochfahren. Ohne das dann die Mischpult Platine in diesen Loop gerät.
Hiermit hat der Hersteller wahrscheinlich nicht gerechnet da dieser von der richtigen Einschaltreihenfolge ausgeht. (Vom Hersteller Vorgegeben sind 18V/DC, 800mA)
Ist zwar nicht der "richtige" Weg aber ich kenne ja leider die Praxis bei uns im Verein.
Habt Ihr da bedenken bezüglich eines Netzteils mit höherem Ausgangsstrom?
kannst du bitte mal ein Bild von der Vorderseite und Rückseite der
Mischpultplatine einstellen?
Die Mischpulte die ich kenne haben eine symmetrische Versorgung. (+15V &
-15V)
Ich vermute einen Fehler im Schaltungsteil für den virtuellen Ground.
Hat man gerne gemacht, weil damit symmetrisch Versorgung einfach machbar
war.
Das geht nur jetzt nicht mehr, da ein Netzteil mit Netztrafo die EU-Vorgaben für die maximale Leerlaufleistung reißt.
Der PowerFactor von einem Trafonetzteil mit Gleichrichter und Ladeelko ist auch grottenschlecht und weit weg von 1.
Also wird ein externes Schaltnetzteil, ggf. mit PFC, benutzt und man macht geräteintern aus der gelieferten Gleichspannung mit Schaltreglern die benötigten anderen Spannungen, z.B. eine negative Versorgung.
Ggf. ca. 500 mV höher, als benötigt und dann noch LDO Linearregler dahinter für weniger Ripple und Störungen, falls es wie bei Audiotechnik darauf ankommt.
Das geht nur jetzt nicht mehr, da ein Netzteil mit Netztrafo die
EU-Vorgaben für die maximale Leerlaufleistung reißt.
Es gibt nach wie vor Ausnahmen.
Zitat:
"...Professionelle Mischpulte (Audio-Equipment für die gewerbliche Nutzung):Diese Geräte sind von den strengen Standby-Grenzwerten (0,5W) komplett ausgenommen..."
/Zitat
Ich würde da dann mal einen anderen Verstärker (oder eben andere Aktivboxen) an den Mischer anschließen. Nicht, dass das eigentliche Problem hinter dem Midcher kommt.
Wäre auch interessant, auszuprobieren, ob man den gesamten "knallbehafteten" Einschaltzyklus auch mit ausgesteckten Lautsprechern (Mischerausgang ausgesteckt) durchführen kann, oder ob das ein Zusammenspiel von Mischerausgang und Aktivboxeingang ist.
Ich würde da dann mal einen anderen Verstärker (oder eben andere
Aktivboxen) an den Mischer anschließen. Nicht, dass das eigentliche
Problem hinter dem Midcher kommt.
Wäre auch interessant, auszuprobieren, ob man den gesamten
"knallbehafteten" Einschaltzyklus auch mit ausgesteckten Lautsprechern
(Mischerausgang ausgesteckt) durchführen kann, oder ob das ein
Zusammenspiel von Mischerausgang und Aktivboxeingang ist.
Was für eine Art von Endverstärker (für die Lautsprecher) ist hinter dem
Mischpult angeschlossen?
Was passiert, wenn die Verbindung vom Mischpult zum Endverstärker
getrennt ist und (wie Hinz schon vorgeschlagen hat) statt des
Endverstärkers nur ein Kopfhörer am Mischpult angeschlossen ist.
Knallt es dann im Kopfhörer?
Was passiert, wenn das Mischpult von Anfang an nicht eingeschaltet ist
sondern erst dann, wenn alles andere schon eine Weile eingeschaltet ist?
Ich habe da nicht unbedingt (nur) das Mischpult im Verdacht...
Schau nach der Zahl der Adern von der Buchse zur Platine!
Das sieht jeder.
Aber bei der Auswahl der Fotos hat das, wo die Typenbezeichnung der Spannungsregler-ICs deutlich zu sehen ist, doch wohl die eindeutigere Aussagekraft.
Da sieht man auch, dass die Spannungen +15V und +5V sind.
Nicht wie beim "Behringer"-Äquivalent +-18V.
Glücklicherweise hat der TO sich die Mühe gemacht, aus verschiedenen Winkeln Fotos zu machen.