Da Einige hier auch Pelletöfen haben und sich damit auskennen, poste ich mein Problem mal hier. Nach 2 monatigem Zusammenbauen der selbstgebastelten Pellet-Saugförderung habe ich gestern bei der Inbetriebnahme Probleme mit der Saugsonde festgestellt:
Die Saugsonde von https://www.ebay.com/itm/257130808501 mit kurzen Stutzen sagt kurz, dann kommt nichts mehr. Wenn ich in den Pellets wühle, kommt wieder einige Sekunden was, dann blockiert es erneut.
Meine Vermutungen gehen in die Richtung:
Sonde zu nahe an der Wand montiert, weil Saugsonden mit langen Stutzen von Silos24 nicht nach Rumänien geliefert werden können (wollen)
Nicht-Standardpellets (zu gross, klein?)
Vielleicht kann ein erfahrener Pelletianer ja sofort das Problem erkennen!
Hintergrundinformationen: Genau die Schlüsselkomponenten habe ich nicht selbstgebastelt - so auch die Sonden. Die sollen ja auch unter einem Berg von 2t Pellets funktionieren! Lustigerweise funktioniert der Klappen-Injektor, gebastelt aus einem PVC-Rohr, auf Anhieb einwandfrei! Gebläse ist eine Seitenkanal-Turbine mit 1.5kW und China-Softstarter. Habe 2 Förderkreise: Einmal um von den angelieferten Palleten aus einer mobilen Materialaufgabe in den grossen Bunker zu fördern, und einmal vom grossen Bunker in den Tagesbunker der Pelletheizung. Die mobile Materialaufgabe hat einen ca. 15m langen Schlauch und ein Kabel für die fernsteuerung der Steuerung, basierend auf einer selbstgebastelten SPS mit ATmega2560.
die Sonde sieht genau so aus, wie die bei mir verbauten. Nur sind die bei mir nicht in so einem "Schacht" verbaut, wie bei dir. Ob das was ausmacht, kann ich nicht sagen. Ich muss halt gegen Ende des Heizjahres die Reste von Hand zur Sonde schaufeln. 😔
Kann es sein, dass du die beiden Schläuche vertauscht hast (Vor- und Rücklauf)? Oder zieht die Turbine Nebenluft über die Auswurfklappe? Es hört sich bei deiner Beschreibung ja so an, als wäre die Saug- und "Rühr"-Leistung zu gering.
Es hört sich bei deiner Beschreibung ja so an, als wäre die Saug- und
"Rühr"-Leistung zu gering.
Die 1.5kW Turbine war die grösste in 1-phasig, die bläst/saugt schon ziemlich gut. Über die vielen Röhren und Verbindungen sinkt halt die Leistung etwas. Das Mano im Filter am Eingang zur Turbine zeigt -50mbar im Leerlauf und geht bis zu -120mbar wenn sie Pellets fördert.
Habe jetzt die Sonde mal in die Mitte gesetzt, bringt aber keine Besserung!
Die 1.5kW Turbine war die grösste in 1-phasig, die bläst/saugt schon
ziemlich gut. Über die vielen Röhren und Verbindungen sinkt halt die
Leistung etwas. Das Mano im Filter am Eingang zur Turbine zeigt -50mbar
im Leerlauf und geht bis zu -120mbar wenn sie Pellets fördert.
Sorry, konnte mich leider nicht zurückhalten:
„Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann“ (Loriot)
Schade, dass meine Tipps/ Fragen ins Leere gelaufen sind. Aber vielleicht noch 'ne Idee: Hänge doch spaßeshalber mal einen L-förmig abgewinkelten Draht (kurzer Schenkel waagerecht, so ein paar Zentimeter lang, das lange Ende länger als Oberkannte Pellets) vor den Sauger und versuche, ob du den gedreht bekommst, wenn keine Pellets mehr transportiert werden. Dass ließe auf einen Hohlraum vor der Sonde schließen, weil keine Pellets mehr nachrutschen.
Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich. Skizze auf dem Handy geht nicht so leicht bei mir, da keine Hrafik-App installiert. 😔
Dass ließe auf einen Hohlraum vor der Sonde
schließen, weil keine Pellets mehr nachrutschen.
Die Idee ist gut. Könnte durchaus sein, dass die Pellets in den engen Schacht nicht nachrutschen. Deshalb sind die Bunker normalerweise auch schön angeschrägt.
Hänge doch spaßeshalber mal einen L-förmig
abgewinkelten Draht
Werde ich morgen machen! Habe Deine Beschreibung gut verstanden! Danke für den Tipp, ich habe beim wühlen versucht zu fühlen, ob es einen Hohlraum gibt, habe aber nichts konkretes gespürt.
das mit dem Draht probiert => eindeutig ein Hohlraum. Man sieht es auch deutlich, dass "Krater" nachrutschen, wenn wieder ein Schub geht!
statt des 12m Schlauchs ein kurzes 2m Stück an der Aufgabestation montiert und
mal 4 Säcke Pellets reingeschüttet, dass etwa 30-40cm Ueberdeckung da sind
Das ergibt eine geringfügige Verbesserung. Blockaden werden so oft nach einigen Sekunden wieder selbständig gängig, aber eben immer noch nicht zuverlässig.
Edit: Geringfügigste Erschütterungen an der Sonde geben den Transport wieder frei!
Werde vielleicht mal eine Kamera darin vergraben, wäre schon interessant, was da drinn passiert. Ich denke, es läuft auf eine Modifikation der Sonde raus. Aber dafür muss ich die zuerst verstehen.
Für morgen habe ich auf dem Plan:
mal Schläuche abklemmen um zu sehen, wo die (immer noch) 50mbar Vakuum herkommen - auch im Leerlauf und kurzem Schlauch! Sind es wirklich die vielen Uebergänge? Oder doch einfach die Turbine zu schwach?
Ja, ich gestehe, ich habe aus Kostengründen fixe Leitungsführungen in 50mm Wasserrohr (selbstverständlich mit eingezogenem Kupferdraht) ausgeführt. Da ist jeweils ein Uebergang von Schlauch zu Wasserleitung (konisch gefeilt).
Versuche mit Leitblecher brachte nur minimale Verbesserung. Die Pellets machen riesige senkrechte Wände. Da sind schon mal Löcher von 10cm Höhe und so.
Die ganzen Schläuche machen das Vakuum schon mal -50mbar. Stärker kann ich die Turbine nicht machen. Die nimmt im Anlauf schon einige Sekunden 4kW (mit Softstarter) und im Leerlauf 1kW!
Habe jetzt noch Vibratormotoren bestellt - rütteln ist das einzig Zuverlässige! Die Motoren kann ich dann über den Vakuumsensor ansteuern. Braucht halt nochmal 2 Schützen mehr. Oder SSR, mal schauen was ich hier habe, ob die induktive Lasten vertragen.
Ich sehe jetzt nicht genau, ob du das Ding voll füllst? Die Sonden müssen komplett bedeckt sein, damit sie funktionieren. Ob der Schacht ein Problem darstellt, weiß ich nicht, bei uns sind sie auf flachem Boden montiert und die Wände sind jeweils 70cm links und rechts entfernt.
Wenn unsere Sonden nicht mehr komplett bedeckt sind, saugen die nichts. Und kurz bevor sie rausspitzeln, gehen sie auch kaum noch.
Also meine Vermutung, sobald sie "frei" Luft saugen können, gehen sie nicht mehr richtig.
Habe jetzt noch Vibratormotoren bestellt - rütteln ist das einzig
Zuverlässige!
Hast du das mal "manuell" getestet? Man kann ja mit einem Hammer von außen auf den Schacht klopfen.
Ich hätte aber noch eine Idee für einen Versuch. Warum "versenkst" du die Sonde in diesem Schacht! Lass den doch einfach weg (als Versuch). Die Sonde einfach auf das Niveau der Kanten der Schräge anheben. Klar bleiben dann ein paar Pellets übrig, wenn das Silo leer ist, aber das ist nicht die Welt. Ob es dann klappt: "Versuch macht kluch".
Ich habe die verschiedensten Positionen probiert, mit Blechen drunter, mit Blechen nebendran. Das hat gar nichts geändert.
Ich glaube es liegt an den Pellets einerseits und vielleicht ein bisschen zu wenig Leistung der Turbine. Aber die kann ich nicht noch grösser machen. Ich frage mich, wie die kommerziellen Turbinen funktionieren. Immer zuverlässig, über 2kW?
Vielleicht liegt es bei dir ja an der Länge der Saugleitung. Bei meiner Anlage (Windhager) sind es etwa 4 m vom Kessel (oder der Turbine) bis zum "Sondenumschalter". Dahinter nochmal bis zu 3 m Schlauch und dann die Sonden. Ich habe bei mir 3 Sonden, die über den "Umschalter" einzeln an die Turbine geschaltet werden. Quasi ein zweipoliger Umschalter mit drei Positionen. Mein Lagersilo ist länglich und ich habe keine große Höhe. Daher passen bei mir nur kleine Schrägen an den Längsseiten rein. Sonst würde zu viel Lagervolumen wegfallen. Zwischen den Schrägen und den Sonden ist jeweils ca 20 bis 30 cm Platz. Aber der Aufbau funktioniert hier schon viel Jahre ohne Probleme. 🙂
Fotos gehen leider zur Zeit nicht, da das Lager schon voll ist.
Ich hoffe mal für dich, fass die Fibrationsmotoren die Lösung für dein Problem sind
Die Höhe sollte meiner Meinung nach nicht so schlimm sein. Die Schläuche laufen bei mir vom Lagerraum auch an der Decke lang zum Kessel bzw. Turbine. Kommt denn die "Rückluft", also der Luftstrom von der Turbine zum Lager/der Sonde komplett an oder geht da was verloren? Das könnte ein Grund für die zu schlechte "Rührwirkung" an der Sonde sein. Ist aber nur eine Vermutung.