Hallo,
ich möchte, wie schon im Betreff steht, ein Kamera-Verfolger-System
bauen. Das heißt also, ein Teil, bestehend am Besten aus 2 Servos, um
die beiden Achsen zu verfolgen, einem Empfänger, einem Steuergerät und
einem Akku. Und dann noch einmal ein Teil, bestehend aus einem Sender.
Nun soll der Empfänger den Sender "orten" und die Daten an das
Steuergerät weitergeben. Dieses soll dann den Servos Befehle geben,
damit diese sich nach dem Sender ausrichten und somit die oben
aufgebaute Kamera immer den Sender filmt. Das ganze sollte so auf eine
Entfernung von 1-150 metern funktionieren. Leider bin ich aber Laien was
Funk, etc. angeht, das einzige was ich habe ist Zeit... Ich wollte hier
also mal Fragen, wie und ob man überhaupt das
Sender-Empfänger-Steuergerät Problem lösen kann. gibt es da irgendwelche
Fertigmodule? Mein Budget ist leider nicht das größte - ich bin
Schüler... Naja, ich freue mich auf Antworten!
Jannis
Es gibt so etwas fertig. Ein Stativ mit Schwenkeinrichtung + GPS Sender.
Zum Start muss man den Sender an das Stativ halten und einmal drücken
damit er die Position des Stativs kennt. Daraus wird dann der Winkel
berechnet und das Stativ automatisch eingestellt. Weiß gerade aber nciht
mehr wie das Produkt hieß. Es gibt jedenfalls ein Youtube Video mit
Produktwerbung und am Strand gefilmten Surfern.
Gruß,
Hermann
PS: Alternativ als Selbstbaulösung gibt es vom Mikrocopter Projekt ein
"Follow Me" Teilprojekt, das auch deine Aufgabe löst. Inkl.
Foto-Halterung und allen Berechnungen.
Hallo Jannis
Was für eine Kamera, was für ein Objekt(Größe/Eigenschaften etc.),
welcher Zeitrahmen (Minuten oder Tage, wie schnell bewegt sich das
Objekt) und welche Freiheitsgrade (360° in X und Y)?
Wenn es irgend eine Möglichkeit gäbe, dass per Objekt-Erkennung im
Kamera-Bild (Web-Cam!?) zu machen, solltest Du Dir mal OpenCV anschauen.
"Einfach" die X-Y ablenkung so steueren, dass das Objekt immer in der
Bild-Mitte gehalten wird. Evenutell kann man das sogar auf einem Rasbery
Pi zum laufen bekommen, ansonsten Laptop o.ä.
Ja, das Problem ist nur, dass man für das Soloshot ne menge Geld bezahlt
und es durch die Lösung per GPS auf kurze Entfernungen wohl ziemlich
ungenau, ist, das gleiche gilt wahrscheinlich bei hohen
Geschwindigkeiten von Sender und Empfänger... Das gleiche Problem hat
man dann wohl auch beim "Follow Me".
Es soll so ähnlich wie beim Soloshot sein, nur das ganze ein bisschen
kompakter und genauer, und logischerweise nicht für 600€.
Die Kamera wird wohl eine GoPro sein. Per Objekt-Erkennng kann ich wohl
knicken, das ist wahrscheinlich zu umständlich und fehleranfällig, vor
allem weil ich es unter anderem dem einen z.B. auf den Kopf schallen
will, der andere bekommt dann den Sender und es geht zum Skifahren, etc.
Das wäre wohl zu schnell, vor allem wenn dann noch der Kopf bewegt wird.
Bewegt werden sollte es im optimalen Fall 180° auf der Y-Achse und
unbegrenzt auf der X-Achse. Mechanisch sollte das mit einem
Motor(X-Achse) und einem Servo(Y-Achse) aber zu verwirklichen sein.
Aber leider funktioniert das Ganze dort auch nicht per "Funkortung"...
Ist es überhaupt möglich, jemanden per Funk zu orten? Wenn ja, wie genau
ist das Ganze?
Jannis schrieb:> Ja, das Problem ist nur, dass man für das Soloshot ne menge Geld bezahlt> und es durch die Lösung per GPS auf kurze Entfernungen wohl ziemlich> ungenau
Bei einem Entfernungsbereich von 1-150m gibt es noch ein ganz anderes
Problem: Der Objektmaßstab ändert sich auch um einen Faktor 150.
Das ist kein Problem :) Es geht mir erstmal nur darum, dass ich mich
selber aufs Skifahren konzentrieren kann und nicht andauernd den Kopf
rumdrehen muss. Wahrscheinlich reicht letztendlich auch eine Entfernung
von 1-75m.
Jannis schrieb:> Aber leider funktioniert das Ganze dort auch nicht per "Funkortung"...> Ist es überhaupt möglich, jemanden per Funk zu orten? Wenn ja, wie genau> ist das Ganze?
Um eine dreidimensionale Ortung zu gewährleisten brauchst Du drei
Empfänger siehe GPS.
Sicher ist es möglich jemanden via Funk zu orten, das geht je nach
Verfahren auf den Millimeter genau.
Und wenn Du mal aktiv in metager suchst findest Du auch viele Beispiele
und weiterführende Literatur.
Jannis schrieb:> Ist es überhaupt möglich, jemanden per Funk zu orten? Wenn ja, wie genau> ist das Ganze?
Die Kollegen von der Vermessungstechnik kommen mit GPS auf 8mm
Genauigkeit im Umkreis von 10km um den Referenzempfänger.
Michael schrieb:> Jannis schrieb:>> Ist es überhaupt möglich, jemanden per Funk zu orten? Wenn ja, wie genau>> ist das Ganze?>> Die Kollegen von der Vermessungstechnik kommen mit GPS auf 8mm> Genauigkeit im Umkreis von 10km um den Referenzempfänger.
Wie genau funktioniert das? Was ist ein Referenzempfänger? Danke für die
Antwort!
Jannis schrieb:> Wie genau funktioniert das? Was ist ein Referenzempfänger?
Das Verfahren läuft unter dem Begriff RTK-Vermessung (Real Time
Kinematic).
Dabei wird nicht die absolute Position bestimmt, sondern die relative
Lage zweier Stationen. Eine Station wird üblicherweise an einem
Bezugspunkt fest aufgestellt und wird dann als Referenzstation
bezeichnet. Wegen der geringen Stückzahl, des zahlungskräftigen
Klientels und des höheren Aufwandes sprengen die Empfänger allerdings
deutlich den üblichen Hobby-Etat.
Aber schon mit EGNOS als DGPS-System ist die Positionsbestimmung
deutlich genauer als mit einem reinen GPS-Empfänger.
Jannis schrieb:> Mir würde ja rein theoretisch die Richtung reichen.
Du brauchst genaugenommen zwei Richtungsparameter, z.B. den Azimut und
den Höhenwinkel.
Hi,
mir schwebt da spontan das Bild von den Sonnenfolgern (Solarzellen) mit
4 Stück Lichtsensoren vor den Augen herum.
In Analogtechnik relalisiert richtet sich das ganze dann so aus das die
Helligkeit auf den 4 Sensoren gleich ist.
Das könnte man nun mit Infrarottechnig machen und die zu filmende Person
bekommt ein Stirnband mit entsprechenden Sendedioden.
Wenn man das Ganze nun mal statt mit Licht dann mit Funkwellen
durchdenkt
würde man an der Kamera halt 4 gegeneinander geschirmte Empfänger
benötigen,
bei denen man das RSSI (Feldstärkesignal) abgreifen kann.
Dann hätte der gefilmte einen Sender in der Tasche und die Servos
stellen sich so ein dass die Feldstärke bei allen Empfängern in etwa
gleich ist.
Gruss Klaus de Lisson
Oh, sorry hab die anderen Beiträge nicht gesehen. Das mit dem
Dopplerpeiler werde ich mir noch mal wenn ich Zeit haben genauer lesen,
danke! Ihr meint also, dass ich z.B. ein Viereck habe, an jeder Ecke
klebt ein Empfänger, in der Mitte des Vierecks klebt die Kamera und dann
richtet sich das ganze automatisch immer so aus, dass alle 4 Empfänger
die gleiche Entfernung zum Sender haben? Wie genau ist das denn, und wie
schnell? Wie weit müssten die Empfänger voneinander entfernt sein?
Danke!
Hermann schrieb:> Genauer, kompakter und günstiger als der Soloshot soll es also werden...> Und ohne GPS...>> Das Projekt damit schon tot spezifiziert.
Nein. Für Stückzahl >= 10^7 ist das vermutlich kein Problem ;)
Ich hatte leider nicht vor, die Teile gleich 10^7 mal zu basteln :)
Aber das hilft leider nicht weiter, wisst ihr ob es überhaupt per Funk
möglich ist? Danke!