Moin moin,
benutzt ihr beim Bestücken (SMD) eine Lupe, ein Mikroskop, o.Ä.? Wenn
ja, welcher Typ, Bezugsquelle, Preis, etc? Bin mittlerweile bei so
kleinen Bauteilen angelangt, dass ich mit meinen alten Augen nicht mehr
mitkomme ;)
MfG
Moin, moin,
Ich weiß ja nicht wie alt Du bist, aber ich habe mein Elektronikdasein
mit ECC81, EL34 etc. begonnen.
Zum Prüfen von SMD Platinen nehme ich ab und zu eine Uhrmacherlupe.
Zum Bestücken nehme ich ein High-Tech instrument:
Bezugsquelle: Kaufhaus, Jahrmarkt, Strassenverkauf etc.
Preis: ca 1-2 Euro
Typ: ganz normale Plastiklesebrille, die es mir ermöglicht im Abstand
von ca 10-15 cm (wieder) scharfzusehen.
Gruß
Reiner
Nein, nein, so alt bin ich nicht, das war eher ironisch gemeint.
Trotzdem habe ich schlechte Augen ;) Danke für die Tipps ich werde mich
mal umhören. Natürlich bin ich immer noch für jeden Hinweis dankbar.
Wichtig ist beim Stereo-Mikroskop, dass man auch schräg unter SMD-Pins
schauen kann, viele sind fest abgewinkelt. MBS10, ist das das russische
Mikroskop mit dem schmalen Tunnelblick? Bessere haben vor allem einem
größeren Blickwinkel
Wenn ich SMD-Lötstellen checken muss, nehme ich zur Not meine Brille ab.
Bei Kurzsichtigkeit mit 6 Dioptrien kann man ohne Brille so nah an die
Lötstellen ran, dass man keine Lupe mehr braucht ;o).
Also ich benutze das Bresser Biolux ICD Stereo-Mikroskop.
Das gibts für 40-50 und hat mir bisher für alle SMD-Typen genügt.
Natürlich gibt es bessere aber eben auch deutlich teurere Geräte.
Wie gesagt TQFP wie zb beim ATMEGA128 oder SSOP sind sehr gut zu löten
damit.
Ich habe ein Objektiv aus einem alten Diaprojektor ausgeschlachtet. Die
Linsen darin bringen gute Vergrößerung und haben nichts gekostet.
Ansonsten gehts bis zu SMD 0603 eigentlich noch ganz gut ohne Lupe.
Ich meinte sowas (hier aus dem Farnell-Katalog 2004, auf den Webseiten
gibts keine Bilder dazu), da ist der Neigungswinkel einstellbar,
außerdem passen kleinere Platinen und Geräte darunter, ohne störenden
Mikroskop-Sockel. Der Preis scheint in der üblichen Größenordnung zu
liegen.
Zu Hause habe ich vom Flohmarkt ein Stereomikroskop ohne Halterung,
hoffentlich nicht irgendwo geklaut, hat damals 50 DM gekostet. Ich
nehme einen Kugelkopf-Schraubstock zur Befestigung.
Bei uns kauft man eine Lesebrille am Kiosk, oder in der Drogerie fuer 10
Euro. Wenn man zum Lesen eine 1er nehmen wuerde, nimmt man zum Loeten
einer 3er, oder eine 4er. Wirst eh eine brauchen - kostet nicht die
Welt.
Und so sieht ein Mega88 im MLF bei 14 facher Vergrösserung aus:
http://mauerer.m.googlepages.com/DSCF0038.JPG/DSCF0038-full.jpg
Auch durch ein Okular eines Stereomikroskopes fotographiert.
Das Ding möchte ich nicht mehr missen - hat mir schon etliche Stunden
Arbeit gespart. Auch bei der Fehlersuche und sehr engem Löten hilfreich
(Brücken, Haarrisse o.Ä.)
Gruss
Mario
> Als Handlupe bewaehrt sich seit langem ein altes Umkehrokular von einem
laengst verstorbenen Teleskop....
Ein altes Kleinbild-Objektiv geht auch sehr gut.
Weitere Tipps:
Ordentliche Lupenleuchte
Vergrösserungsbrille "Max-Detail" von Eschenbach, ganz gut zum
SMD-bestücken
Wichtig ist gute Belüftung beim Löten, sonst hat man schnell Bodennebel
auf der Optik.