Die Katze ist aus dem Sack

#1427851
Lesenswert?

Wenn ich die Elefantenrunde ansehen soll, geht mir jedesmal das berühmte 
Messer in der Tasche auf, deshalb guck ich die lieber nicht!

Seehofer hat ja im Vorfeld schon gesagt er würde nur einen 
Koalitionsvertrag unterschreiben, wenn Steuern gesenkt werden.
Westerwelle auch.
Da bin ich mal gespannt drauf, wer da was ges(ch)enkt bekommt.

Bestimmt Andreas, weil er mit diesem Forum einen Umsatz macht, der 
jenseits von Gut und Böse ist :-)
#1427987
Lesenswert?

Das wars dann wohl mit Menschen- und Bürgerrechten. Wer weiß, was der 
Überwachungsminister noch so alles in der Schublade hat. Das GG wird 
weiter ausgehöhlt und die oberen 10.000 werden entlastet. Die Ausgaben 
für Forschung und Entwicklung werden wohl drastisch zusammen gestrichen, 
vor allem die für erneuerbare Energie. Neue Kindergartenplätze gibt 
nicht, weil es nicht ins Familienbild der CDU aus dem 13. Jahrhundert 
passt, dass die Frau mit Kind arbeiten gehen will. Die hat gefälligst zu 
Hause zu bleiben. Naja. Traurig traurig. Den Leuten gehts offenbar noch 
viel zu gut, dass sie so einen Quatsch wählen. Unverständlich. Wieso 
soll ausgerechnet das aus der "Krise" helfen, was sie verursacht hat? 
Diese Logik erschließt sich mir nicht.


So, Andreas, kannst es wieder löschen :)
#1428087
Lesenswert?

Das Wahlergebnis* ist doch bestens!
Noch schneller kann das Ende der bunten Republik nicht herbeigeführt 
werden.
Dann gibt es hoffentlich einen Neuanfang und die derzeitigen 
Halsnichtvollkrieger bekommen dann eine Fahrkarte zum Mond (ohne 
Rückfahrt).

Bis es soweit ist, müssen wir uns noch auf einiges gefasst machen ua die 
Mwst auf 25%, Massenentlassungen, Kürzungen der Sozialleistungen, 
Plattmachen öffentlicher Schulen und Kindergärten, Arztbehandlungen 
werden unbezahlbar und auch eine astronomische Preissteigerung auf allen 
Gebieten.

2011 darf übrigens jeder EU-Migrant bei uns offiziell arbeiten. Merkt 
ihr was?

Wenn das obengenannte dann Realität wird, ist es vorbei mit der 
Massenberuhigung durch Brot und Spiele. Hoffe ich jedenfalls.

Platinenbauer



* welches mit 95%iger Sicherheit manipuliert ist. Denn, wie kommt es daß 
wieder die Mehrheit das schwarze Elend gewählt hat? ich glaub das 
einfach nicht.
Moderator Persönliche Seite #1428097
Lesenswert?

Platinenbauer .. schrieb:
> Denn, wie kommt es daß
> wieder die Mehrheit das schwarze Elend gewählt hat? ich glaub das
> einfach nicht.

Die Manipulation erfolgt nicht so simpel wie seinerzeit in der DDR,
sondern subtiler.  Da spielen vierbuchstabige Zeitungen eine Rolle
und auch die Tatsache, dass man missliebige Parteien halt gar nicht
erst zur Wahl zulässt.
#1428123
Lesenswert?

Christian R. schrieb:
> Das wars dann wohl mit Menschen- und Bürgerrechten. Wer weiß, was der
> Überwachungsminister noch so alles in der Schublade hat. Das GG wird
> weiter ausgehöhlt

Du scheinst dich der Illusion hingegeben zu haben, daß die Bürgerrechte 
bei Frau Zypries gut aufgehoben gewesen waren.

Das Gegenteil ist wahr. Wenn massiv Bürgerrechte abgebaut wurden, war 
immer die SPD mit von der Partie.

> und die oberen 10.000 werden entlastet.

Auch das verdanken wir zum nicht unerheblichen Teil der Regierung 
Schröder/Fischer und ihrer Agenda 2010. Schwarz/gelb hätte diese 
Schweinereien nicht so reibungslos durchziehen können.

Das einzige, was als unveränderliche Größe anzunehmen ist, ist die 
Vergeßlichkeit des Wahlviehs...
#1428141
Lesenswert?

>Noch schneller kann das Ende der bunten Republik nicht herbeigeführt
>werden.
>Dann gibt es hoffentlich einen Neuanfang und die derzeitigen
>Halsnichtvollkrieger bekommen dann eine Fahrkarte zum Mond (ohne
>Rückfahrt).

Soweit werden es die entsprechende Personen nicht kommen lassen. Warum 
sollten sie auch? Es würde reichen, hier amerikanische Verhältnisse zu 
installieren. Das ist der (für sie) best mögliche Kompromiss zwischen 
eigener Gewinn- und Ansehensmaximierung und einem Volk was sich mit Brot 
und Spielen zufrieden gibt.

Eine Massenarmut können sie nicht riskieren, um ihrer Macht willen.
Moderator Persönliche Seite #1428155
Lesenswert?

Jörg S. schrieb:

> Welche der nicht zugelassenen Parteien hätte deiner Meinung nach die
> absolute Mehrheit erreicht? Oder Zumindest die 5% Hürde?

Darum geht es doch nicht, aber sie hätten die Sache weiter
verschoben.  Insbesondere Frau Pauli wäre wohl zuzutrauen gewesen,
dass sie in ihrem Ländle einige Stimmen bekommt, die nun wohl
ihre ex-Partei erhalten hat bzw. die nun als Nichtwähler implizit
der stärksten Partei zu Gute kommen.  Das Nichtwähler-wählen-den-
Stärksten-mit-Prinzip trifft ebenfalls auf die Piraten zu.

Es gibt jedenfalls keinen vernünftigen Grund, warum man einerseits
regelmäßig darauf pocht, wie demokratisch das System doch sei, es
andererseits einer kleinen Partei schwieriger als nötig macht, am
demokratischen System teilzunehmen.  Selbst die 5 % sind ja da
schon reichlich fraglich, da sie halt eine ziemlich hohe Einstiegs-
hürde darstellen und dank Wahlkampfkostenfinanzierung aus dem
Staatssäckel indirekt mithelfen, das existierende N-Parteien-System
zu zementieren.  Wenn sich die Demokratie wirklich so sicher wäre,
den Namen zu verdienen, dann hätte sie das nicht nötig.
#1428159
Lesenswert?

M. I. schrieb:
> Eine Massenarmut können sie nicht riskieren, um ihrer Macht willen.

Woher nimmst du diesen Optimismus? Die "Finankrise" wurde vorsätzlich 
herbeigeführt, um genau das zu produzieren. Und zwar nicht nur in 
Deutschland, sondern in allen Ländern, in denen es was zu rauben und zu 
stehlen gibt.

Und daß sich die Räuber um ihre Quislings-Pappnasen im Ausland 
irgendwelche Sorgen machen, wäre auch neu.
#1428183
Lesenswert?

>Woher nimmst du diesen Optimismus? Die "Finankrise" wurde vorsätzlich
>herbeigeführt, um genau das zu produzieren. Und zwar nicht nur in
>Deutschland, sondern in allen Ländern, in denen es was zu rauben und zu
>stehlen gibt.

In welchem Land sollen sie ihren Wohlstand denn genießen, wenn alles den 
Bach runter geht? Was nützt ein dicker Geldbeutel, wenn man sich nicht 
mehr auf die Straße trauen kann? Wer baut die vergoldete Kloschüssel 
wenn alle arbeitslos sind?

Und eine dauerhaft ruinierte (Finanz-)Wirtschaft würde auch deren 
Reichtum mindern, denn grade solche Leute können den Hals nicht voll 
kriegen und riskieren gerne mal etwas bei der Geldanlage.

Schon bei russischen Verhältnissen würden einige Wohlhabende einpacken 
können. Dann spricht man nicht mehr von den oberen 10.000 sondern den 
oberen 100.
#1428190
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Die "Finankrise" wurde vorsätzlich
> herbeigeführt, um genau das zu produzieren. Und zwar nicht nur in
> Deutschland, sondern in allen Ländern, in denen es was zu rauben und zu
> stehlen gibt.
>
> Und daß sich die Räuber um ihre Quislings-Pappnasen im Ausland
> irgendwelche Sorgen machen, wäre auch neu.
Dabei is wohl irgendwas schiefgegangen, oder warum ist die Anzahl der 
Millionäre weltweit um 17% (Europa/USA 22%) eingebrochen?
#1428215
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:
> Platinenbauer .. schrieb:
>> Denn, wie kommt es daß
>> wieder die Mehrheit das schwarze Elend gewählt hat? ich glaub das
>> einfach nicht.
>
> Die Manipulation erfolgt nicht so simpel wie seinerzeit in der DDR,
> sondern subtiler.  Da spielen vierbuchstabige Zeitungen eine Rolle
> und auch die Tatsache, dass man missliebige Parteien halt gar nicht
> erst zur Wahl zulässt.

Für dieses Ergebnis gibt es keine monokausale Erklärung, da kommt 
einiges zusammen. Anscheinend haben etliche vor allem weibliche 
SPD-Wähler der Altersgruppe 48 bis 58 diesmal CDU gewählt mit dem 
Argument "Ich mag zwar die CDU nicht, aber ich wollte, dass Frau Merkel 
Kanzler(in) bleibt, weil ich den Steinmeier nicht leiden kann". Dann 
sind überproportional viele Wähler der SPD schlicht zu hause geblieben. 
Ein weiteres ist die schlechte Popularität von Ulla Schmidt, die viele 
mit den 10 Euro Praxisgebühr verbinden - Dienstwagenaffaire kommt noch 
obendrauf. Vor allem aber hat die SPD noch viel mehr ihrer Stammwähler 
eingebüßt, die sich bei der Linken besser aufgehoben sehen, weil die SPD 
sich nicht mit ihrer Agenda 2010 kritisch auseinandersetzt. Der SPD ist 
es auch nicht gelungen herauszustellen, dass die FDP den gesetzlichen 
Kassen auf den Pelz rücken möchte und das Gesundheitssystem weiter 
privatisieren will. Hier hat die SPD nach meiner Einschätzung 
entscheidend versagt, denn das wird vielen gesetzlich Versicherten 
womöglich noch mal schwere Nachteile einfahren.
#1428238
Lesenswert?

M. I. schrieb:
> In welchem Land sollen sie ihren Wohlstand denn genießen, wenn alles den
> Bach runter geht?

Es gibt doch längst dies Reichen-"Gettos", die rundum bewacht werden und 
in die der Pöbel nicht reinkommt. Sie haben doch längst vorgesorgt.

> Was nützt ein dicker Geldbeutel, wenn man sich nicht
> mehr auf die Straße trauen kann? Wer baut die vergoldete Kloschüssel
> wenn alle arbeitslos sind?

Man braucht ja nicht Milliarden vergoldeter Kloschüsseln. Für die 
wenigen reichen ein paar gut gemästete, aber austauschbare Domestiken. 
Und bei Massenelend stehen schon 100 Mann vor der Gittertür und warten 
auf Brosamen.

> Und eine dauerhaft ruinierte (Finanz-)Wirtschaft würde auch deren
> Reichtum mindern, denn grade solche Leute können den Hals nicht voll
> kriegen und riskieren gerne mal etwas bei der Geldanlage.

Deren Reichtum ist nicht das Geld. Das benutzen sie nur als 
Umverteilungsmittel.
#1428240
Lesenswert?

Jörg S. schrieb:

> .. Dabei is wohl irgendwas schiefgegangen, oder warum ist die Anzahl der
> Millionäre weltweit um 17% (Europa/USA 22%) eingebrochen?

Es ist doch klar, dass auch in diesen Kreisen Kapital verloren ging. 
Aber dort wird auch schneller Kapital wieder aufgebaut, während der 
Allgemeinheit bei uns Dank Finanzkrise ein riesen Haushaltsloch 
aufgebürdet wird (10 Millarden Neuverschuldung ohne Finanzkrise und über 
80 Milliarden mit Finanzkrise), dass uns auf Jahre (vielleicht zwei 
Jahrzehnte) belasten wird. Vor allem die normalen und unteren Einkommen 
dürfen das auf lange Sicht bezahlen, obwohl kein Normalo zuvor etwas von 
diesem Geld hatte. Die Lasten werden also den Falschen zugeschoben, weil 
man sich nicht traut denen die ihr Geld hauptsächlich aus 
Kapitalgewinnen einfahren diese Kosten zuzuführen.
#1428379
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> So sieht das Wahlergebnis wirklich aus: http://erdgeist.org/graph.pdf

Schönes Diagramm!
Das Beste daran ist übrigens, dass das Nazipack nicht signifikant 
hervorsticht!!! Sollte dafür der große Abschnitt der Nichtwähler 
verantwortlich sein?

Wenn die Nichtwähler wüssten, dass ihre Stimme nur denen nützt, die 
sowieso am Ruder sind, so würden sie vielleicht wählen gehen, falls sie 
was ändern wollten. Man kann sich darüber aufregen, oder auch nicht.
#1428403
Lesenswert?

Gerry E. schrieb:
> Wenn die Nichtwähler wüssten, dass ihre Stimme nur denen nützt, die
> sowieso am Ruder sind, so würden sie vielleicht wählen gehen, falls sie
> was ändern wollten. Man kann sich darüber aufregen, oder auch nicht.

Das setzt aber voraus, daß eine Stimme bei der Wahl einen Einfluß auf 
die Politik der nächsten Jahre hat. Dafür spricht aber leider so gut wie 
nichts.
#1428426
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Gerry E. schrieb:
>> Wenn die Nichtwähler wüssten, dass ihre Stimme nur denen nützt, die
>> sowieso am Ruder sind, so würden sie vielleicht wählen gehen, falls sie
>> was ändern wollten. Man kann sich darüber aufregen, oder auch nicht.
>
> Das setzt aber voraus, daß eine Stimme bei der Wahl einen Einfluß auf
> die Politik der nächsten Jahre hat. Dafür spricht aber leider so gut wie
> nichts.

Doch dafür spricht einiges, oder glaubst du Westerwelle setzt als 
kleiner Koalitionspartner die Inhalte der Sozialdemokraten fort? Dann 
müsste Westerwelle's FDP als erstes der CDU weitere Branchen bezogene 
Mindestlöhne abringen. Das wird aber nicht passieren bzw. eher fordert 
der Vorsitzende der Deutschen Industrie höchst persönlich den 
Mindestlohn für alle. :)
#1428502
Lesenswert?

Platinenschwenker .. schrieb:

> Doch dafür spricht einiges, oder glaubst du Westerwelle setzt als
> kleiner Koalitionspartner die Inhalte der Sozialdemokraten fort? Dann
> müsste Westerwelle's FDP als erstes der CDU weitere Branchen bezogene
> Mindestlöhne abringen. Das wird aber nicht passieren bzw. eher fordert
> der Vorsitzende der Deutschen Industrie höchst persönlich den
> Mindestlohn für alle. :)

....und da liegt der Hundt begraben....
#1428761
Lesenswert?

Platinenschwenker .. schrieb:
> Doch dafür spricht einiges, oder glaubst du Westerwelle setzt als
> kleiner Koalitionspartner die Inhalte der Sozialdemokraten fort?

Wo hat denn die SPD in der Regierung politik gemacht? Die haben doch 
immer nur so getan, als "seinen mit ihnen die Sauereien nicht zu machen" 
und hinterher hatten wir sie dann doch. Das, was die CDU ihnen als 
besondere Provokation zum Fraß vorgeworfen hatte, das haben sie 
"weggekriegt" - aber dazu waren die ja da.

Das einzige, was sie gebracht haben, war der CDU die Drecksarbeit im 
Finanzministerium abzunehmen und dieser Regierung die Fähigkeit zu 
geben, Verfassungsänderungen ohne Hilfe Dritter durchziehen zu können.

> Dann
> müsste Westerwelle's FDP als erstes der CDU weitere Branchen bezogene
> Mindestlöhne abringen.

Wieso? Die SPD hat sie zwar gefordert, aber konnte sie trotz - oder 
wegen - ihrer Nachgiebigkeit nicht durchsetzen.

Der einzige Unterschied wird jetzt sein, daß die SPD Mindestlöhne aus 
der Opposition fordern und die genausowenig durchsetzen wird. 
Schwarz/gelb wird sich darum so wenig kümmern, wie vor die beiden 
Parteien es vor der Wahl taten.
#1428869
Lesenswert?

Uhu, ich weiß nicht ob ich deine undifferenzierte Polemik hier noch 
ernst nehmen soll. Beschäftige dich mal mit den Themen 'Branchen 
spezifischer Mindestlohn' und 'flächendeckender Mindestlohn'. Die SPD 
hat für einige Branchen der Union den Mindestlohn abgerungen, wofür die 
Kanzlerin vom Wirtschaftsflügel der Union dann auch als 
"sozialdemokratisiert" betituliert wurde. Ferner hat die SPD sich sehr 
für einen in der Fläche geltenden generellen Mindestlohn eingesetzt, der 
aber nun mal partout auf Ablehnung in breiter Front bei der CDU/CSU 
stößt. Das kann man den Sozis deswegen nicht anlasten.

http://www.mindestlohn.de/meldung/weitere-branchenmindestloehne/

> Der einzige Unterschied wird jetzt sein, ..

Glaubst du im ernst die FDP würde sich jetzt ein sozialdemokratisches 
Deckmäntelchen anziehen und damit in die Verhandlungen zum gemeinsamen 
Koalitionsvertrag mit CDU/CSU eintreten? Da würde Westerwelle wohl 
einige Erwartungen enttäuschen ..
#1428894
Lesenswert?

Was hätte ich wählen sollen, damit endlich die Renten Ost an West 
angeglichen werden,(Prozentual)
Ihr diskutiert hier,und werdet Rentenpolitisch weiter betrogen(Ost)
Welche Partei hat denn in den letzten Jahren dies Ernsthaft unterstützt.
Und das geht doch Euch Alle etwas an,aber auch Ihr verliert kein Wort 
darüber.
#1428904
Lesenswert?

Die Angleichung der Rente hat sich die Linke auf die Fahne geschrieben 
und Uhu's Aussage es würde sich jetzt nix ändern hat der Spiegel heute 
beantwortet

"Energiebranche erwartet gewaltige Umbrüche"

"Schwarz-gelb kommt - und damit eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten. 
Den Energieriesen winken Milliardengewinne."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,651847,00.html

da freuen sich die Spezies ..
Gast #1428911
Lesenswert?

"Schwarz-gelb kommt - und damit eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten.
Den Energieriesen bleiben Milliardenverluste erspart."

müsste es heißen.

>Was hätte ich wählen sollen, damit endlich die Renten Ost an West
>angeglichen werden,(Prozentual)

Im Gegenzug bitte den Soli abschaffen, ist längst überfällig.

Ihr lest absolut zuviel Spiegel. ;)

Ach ja: kommt endlich mal im vereinten Deutschland an, die DDR gibt's 
nicht mehr. Ihr jammert hier wie die Kinder, die ihren Lutscher nicht 
gekriegt haben. Ertragt's wie Männer und reagiert darauf wie solche. 
Oder geht in die Politik und macht's besser.

Sorry, das musste mal 'raus!
Gast #1429129
Lesenswert?

Platinenschwenker .. schrieb:
> Thilo M. schrieb:
>>
>> Ihr lest absolut zuviel Spiegel. ;)
>>
>
> Komisch, was der Spiegel schreibt findet sich nicht selten auch in der
> SZ und mitunter sogar in der FTD. Kann also so falsch nicht sein.

Gewagte Folgerung. ;)
Wenn 1000 Fliegen um einen Sch...haufen kreisen muss der auch was tolles 
sein? :)

Nur weil's Viele behaupten muss es noch lange nicht stimmen.
#1429156
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>> Thilo M. schrieb:
>>>
>>> Ihr lest absolut zuviel Spiegel. ;)
>>>
>>
>> Komisch, was der Spiegel schreibt findet sich nicht selten auch in der
>> SZ und mitunter sogar in der FTD. Kann also so falsch nicht sein.
>
> Gewagte Folgerung. ;)
> Wenn 1000 Fliegen um einen Sch...haufen kreisen muss der auch was tolles
> sein? :)
>
> Nur weil's Viele behaupten muss es noch lange nicht stimmen.

Ach Thilo, dieses Sprüchlein mit den Fliegen zu bemühen ist nun wirklich 
mehr als peinlich und außerdem hat es sooo einen Bart ..
#1429157
Lesenswert?

Christian R. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>
>> Doch dafür spricht einiges, oder glaubst du Westerwelle setzt als
>> kleiner Koalitionspartner die Inhalte der Sozialdemokraten fort? Dann
>> müsste Westerwelle's FDP als erstes der CDU weitere Branchen bezogene
>> Mindestlöhne abringen. Das wird aber nicht passieren bzw. eher fordert
>> der Vorsitzende der Deutschen Industrie höchst persönlich den
>> Mindestlohn für alle. :)
>
> ....und da liegt der Hundt begraben....

lol nee nee, begraben ist mein ExChef noch lange nicht...der erfreut 
sich bester Gesundheit...leider...naja, ich warte ja schon auf seine 
Stellungnahme zur neuen Regierung auf der alljährlichen 
Weihnachtsmannversammlung... :)
Gast #1429272
Lesenswert?

Zum Thema Anpassung der Ost-Renten an die West-Renten

Könnten dann bitte in diesem Zug auch z.B. die Mieten im Osten an die 
Mieten im Westen angepasst werden. z.B. Magdeburg an Dortmund
http://www.immowelt.de/Immobilien/ImmoMarktMiete.aspx?GeoID=10815303000&EType=1&ESR=2
http://www.immowelt.de/Immobilien/ImmoMarktMiete.aspx?GeoID=10805913000&EType=1&ESR=2&npv=31
oder Dresden an München:
http://www.immowelt.de/immobilien/immomarktmiete.aspx?GeoID=10814262000&EType=1&ESR=2
http://www.immowelt.de/immobilien/immomarktmiete.aspx?GeoID=10814262000&EType=1&ESR=2

Zum Thema 5% Hürde ist zu hoch:

Leuten die sich mit der Geschichte unseres Landes auskennen, ist 
vielleicht bekannt, dass es während der Weimarer-Republik (1918-1933) 
keine 5% Hürde gab. Resultat: Es waren durchschnittlich 14,4 Parteien im 
Parlament vertreten. Es war also unheimlich schwer eine handlungsfähige 
Regierung zu bilden. Wie das Ganze dann geendet ist, sollte allen 
bekannt sein.

Zum Thema schwarz-gelbes Schreckgespenst:

Welche andere Option außer schwarz-gelb zu wählen gab es denn?
- Eine große Koalition die immer nur Kompromisse machen muss und somit 
nie irgendetwas richtig anpackt aber dafür unsere Steuern in völlig 
unwirtschaftlichen Abwrackprämien verbrennt. Nein, danke!
- Oder doch die Linken in einer rot-rot-grün Koalition. Wer sich einmal 
nur Ansatzweise das Wahlprogramm der Linken durchgelesen hat, sollte 
schnell feststellen dass absolut verrückt ist. Und ich denke die 
SED-PDS-Linken haben doch schon 41 Jahre lang (gemeint ist die DDR) 
bewiesen, dass Sie ein Land nur in den Ruin treiben können. Nein, danke!

Ich bin zufrieden mit dem Wahlergebnis.
#1429292
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:

> keine 5% Hürde gab. Resultat: Es waren durchschnittlich 14,4 Parteien im
> Parlament vertreten. Es war also unheimlich schwer eine handlungsfähige
> Regierung zu bilden.

Wer's gern zeitgenössischer mag, der kann sich in Israel umsehen. Und 
dabei feststellen, welche überproportionale Durchsetzungskraft für 
Randgruppeninteressen das zur Folge haben kann.
#1429295
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:

>SED-PDS-Linken haben doch schon 41 Jahre lang (gemeint ist die DDR)

Die jetzigen Schulden sind weit höher wie in der DDR,
also ist die BRD schon ruiniert.
Deswegen sind auch schon versteckt viele Sozialistischen Methoden wieder
eingeführt worden.
Der der IQ hier hoch ist ,sollte dies bekannt sein.
;-))
Gast #1429311
Lesenswert?

Juppi J. schrieb:
> Tobi M. schrieb:
>
>>SED-PDS-Linken haben doch schon 41 Jahre lang (gemeint ist die DDR)
>
> Die jetzigen Schulden sind weit höher wie in der DDR,
> also ist die BRD schon ruiniert.
> Deswegen sind auch schon versteckt viele Sozialistischen Methoden wieder
> eingeführt worden.
> Der der IQ hier hoch ist ,sollte dies bekannt sein.
> ;-))

Wie kommts dann aber, dass es die BRD immer noch gibt und die DDR seit 
ca. 20 Jahren nicht mehr? Aktuell sehe ich auch noch keine Leute auf den 
Straßen die "Wir sind das Volk" skandieren.
#1429327
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:

> Wie kommts dann aber, dass es die BRD immer noch gibt und die DDR seit
> ca. 20 Jahren nicht mehr?

Weil die DDR-Bürger es satt hatten mehr oder weniger eingesperrt zu sein 
und den Westen als goldenes Land sahen. Und Kohl eben eine 
Turbo-Vereinigung machte.

> Aktuell sehe ich auch noch keine Leute auf den
> Straßen die "Wir sind das Volk" skandieren.

Ich würde mich auch nicht anmaßen diesen Slogan nochmal zu benutzen.
Eher was anderes.
Moderator Persönliche Seite #1429354
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:

> Könnten dann bitte in diesem Zug auch z.B. die Mieten im Osten an die
> Mieten im Westen angepasst werden.

Willst du etwa den Sozialismus einführen und auf die Preisregulierung
per Angebot und Nachfrage verzichten?

Du tust ja so, als wäre das Mietniveau in den gebrauchten Bundes-
ländern überall einheitlich...

Im Gegensatz zu den Mietpreisen haben aber die Renten nichts mit
Angebot und Nachfrage zu tun, sondern sie werden einfach festgelegt.
Die ,,teuren'' West-Rentner werden ja beispielsweise auch nach
Leipzig gekarrt und dürfen dann dort die Mieten genießen, die
billiger sind als in München.

Dass man auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung da noch einen
Unterschied macht, ist einfach politisch unsinnig, denn es schürt
unnütz Spannungen und ein Gefühl, dass die, die da seinerzeit
angeschlossen worden sind, in der gemeinsamen Republik nach wie
vor einfach mal unwillkommen sind.  Das kann ja auch gut sein, dass
dem so ist -- aber dann hätte sich die Birne seinerzeit nicht so
schnell in das Abenteuer stürzen dürfen, ist ja nicht so, dass es
nicht genügend Warnungen gegeben hätte, dass das in der Form nicht
sinnvoll ist.

> Leuten die sich mit der Geschichte unseres Landes auskennen, ist
> vielleicht bekannt, dass es während der Weimarer-Republik (1918-1933)
> keine 5% Hürde gab. Resultat: Es waren durchschnittlich 14,4 Parteien im
> Parlament vertreten.

Dennoch scheinen die 5 % sehr willkürlich hoch gewählt zu sein.
Dänemark beispielsweise hat 2 % oder ein Direktmandat als
Sperrklausel, und scheint keineswegs so unregierbar zu sein wie
Israel.  Noch höher als wir geht man nur in Osteuropa zu Werke...
#1429373
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:

> gebrauchten Bundesländern

lol

> Dennoch scheinen die 5 % sehr willkürlich hoch gewählt zu sein.
> Dänemark beispielsweise hat 2 % oder ein Direktmandat als
> Sperrklausel, und scheint keineswegs so unregierbar zu sein wie
> Israel.  Noch höher als wir geht man nur in Osteuropa zu Werke...

Klar könnte man das mal auf so 2,5/3% absenken, aber dann wärs wohl auch 
sehr wahrscheinlich das irgendwelche Randgruppen (NPD, laut Althaus auch 
Piraten ;)) in den xx-tag reinkommen würden.
Gast #1429376
Lesenswert?

Nein ich tue nicht so als ob die Mieten in Westdeutschland überall 
gleich sind. Habe ja schließlich die Westdeutschen Beispiel München und 
Dortmund gebracht. Ich wollte prinzipiell nur darauf hinaus, dass die 
Lebenshaltungskosten in Ostdeuschland durchschnittlich niedriger sind 
als in Westdeutschland. Daher werden in Ostdeuschtland z.B. 
durchschnittlich auch niedrigere Löhne gezahlt wie im Vergleich zu 
Westdeutschland.
Moderator Persönliche Seite #1429397
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:
> Ich wollte prinzipiell nur darauf hinaus, dass die
> Lebenshaltungskosten in Ostdeuschland durchschnittlich niedriger sind
> als in Westdeutschland.

Die Renten werden aber eben nicht nach dem Wohnort bemessen,
sondern danach, wo man für die Rente gearbeitet hat.  Der Ostrentner,
der gern in die Nähe seiner Kinder ziehen möchte, die nach der
Vertreuhandung des Ostens schon seit Jahren irgendwo weiter westlich
leben, darf halt daher seine höheren Lebenshaltungskosten dennoch
von der geringeren Rente bestreiten, genauso wie der Westrentner, der
sich nach seinem Arbeitsleben in eine ruhige Ecke im Osten zurück
zieht, von den dort geringeren Lebenshaltungskosten profitieren kann.

Aber wie gesagt, das hauptsächliche Problem dabei ist das Politikum;
die paar Prozent Unterschied sind wirtschaftlich weniger als die
meisten regionalen Unterschiede in den Lebenshaltungskosten.
Gast #1429503
Lesenswert?

>von der geringeren Rente bestreiten, genauso wie der Westrentner, der
>sich nach seinem Arbeitsleben in eine ruhige Ecke im Osten zurück
>zieht, von den dort geringeren Lebenshaltungskosten profitieren kann.

Lol. Wieviele Westrentner kennst Du die freiwillig im Osten leben 
wollen?

IMHO fährt der Ostrenter immer noch ziemlich gut mit seiner Rente. 
Wieviel steht einem nach maximal 20 Jahren Beitrag zahlen wohl zu? Nicht 
annähernd sowiel wie die meisten Ost-Rentner bekommen werden.
#1429535
Lesenswert?

Hein G. schrieb:
>>von der geringeren Rente bestreiten, genauso wie der Westrentner, der
>>sich nach seinem Arbeitsleben in eine ruhige Ecke im Osten zurück
>>zieht, von den dort geringeren Lebenshaltungskosten profitieren kann.
>
> Lol. Wieviele Westrentner kennst Du die freiwillig im Osten leben
> wollen?

Oha, da bist du aber schlecht informiert, und deinen seltsamen 
Vorurteilen aufgesessen. Ich kenn´s zum Beispiel von Dresden, Görlitz, 
Bautzen usw. da ziehen massenhaft Rentner aus den westlichen 
Bundesländern hin. Die Städte sind extrem schön gemacht worden, die 
Lebenshaltungskosten sind gering. Klar, nach Schwedt oder 
Eisenhüttenstadt oder Hoyerswersa ziehen wohl kaum welche, aber die 
schönen Städte hier werden geradezu überrannt....
Moderator Persönliche Seite #1429536
Lesenswert?

Hein G. schrieb:

> Lol. Wieviele Westrentner kennst Du die freiwillig im Osten leben
> wollen?

Zumindest wurden eine zeitlang Westrentner nach Leipzig gekarrt,
weil man ihnen das Leben dort schmackhaft machen wollte.  Weiß aber
nicht, ob das dann wirklich Zuspruch gefunden hat.

Aber in einem ruhigen Fleckchen in Thüringen, wenn man vielleicht
aus Franken kommt, warum nicht?  Die Unterschiede in der Mentalität
dort dürften nicht so sehr groß sein.

> Wieviel steht einem nach maximal 20 Jahren Beitrag zahlen wohl zu?

Die Leute haben ein Leben lang gearbeitet und damit genauso viel oder
wenig zum Volksvermögen (Bruttosozialprodukt, wie auch immer du es
nennen willst) beigetragen wie der durchschnittliche Rennter im Westen.
Dass die finanziellen Bewertungssysteme dabei drastisch unterschiedlich
waren, spielt insgesamt eine geringere Rolle.  Hätte es wohl volks-
wirtschaftlich mehr gebracht, wenn sowohl Löhne/Renten als auch Preise
in der DDR das Fünffache von dem gewesen wären, nur damit nun auf dem
Papier höhere Einzahlungen stehen?  Die pro-Kopf-Verschuldung der
DDR betrug 1989 wohl ca. 1/3 der der BRD (die Zahlen im Netz variieren
ein wenig, aber es wird nirgends bestritten, dass der Staat DDR
insgesamt weniger "auf Pump" gelebt hat als die BRD), das heißt aber,
dass die entsprechenden Renteneinzahlungen auch letztlich einen realen
Gegenwert hatten.  Da die staatliche Rente sowohl in der DDR als auch
in der BRD ein Generationenvertrag sind (das Prinzip stammt noch von
Bismarck), kann man die Rente wohl nur volkswirtschaftlich fest machen.

(Eine ähnliche Situation dürfte auch nach dem 2. Weltkrieg existiert
haben, auch dort haben Leute ihre Rentenbeiträge zu wesentlichen
Teilen in einem anderen Währungssystem eingezahlt, sodass eine
Anpassung an die realen Verhältnisse notwendig wurde.)
Gast #1429605
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:

> Die Leute haben ein Leben lang gearbeitet und damit genauso viel oder
> wenig zum Volksvermögen (Bruttosozialprodukt, wie auch immer du es
> nennen willst) beigetragen wie der durchschnittliche Rennter im Westen.

Die Leute haben aber in eine Rentenkasse eingezahlt die Pleite gegangen 
ist. D.h. die Ostrenter werden (wurden) vom Westen finanziert. Und dafür 
sollte die eigentlich ziemlich glücklich sein und sich nicht noch 
beschweren.

Dazu mal ein ganz einfaches Beispiel. Wenn ich Geld bei einer Bank 
anlege und dann diese Bank Pleite geht. Dann bekomme ich mein Geld auch 
nicht von einer anderen Bank wieder zurück.
#1429630
Lesenswert?

Hallo Jörg

Besser kann ich dies alles nicht formulieren.

Nur noch eins:
Die Jetzigen,welche nach 1990 hier in Osten arbeiten,
werden immer noch Rententechnisch betrogen.
Sie müssen Das gleiche  Prozentual in die Rentenkasse zahlen wie
in den Alten Ländern,
obwohl sie später weniger Rente Ausgezahlt bekommen.
Dies passiert auch wenn in Ost und West Gleicher Verdienst sein würde.

Das ist die Schweinerei, wo ALLE sich dagegen einsetzen müßten.

@Tobi M.
Böse gesagt haben die jetzigen Rentner West den Neuen Bundesländern
ein Riesenschuldenberg Übertragen.
;-)))
#1429644
Lesenswert?

Müsst ihr eigentlich mal wieder einen aktuellen Thread in eine "Ossi vs. 
Wessi Diskussion, gewürzt  mit DDR + Sozialismus" Themen abdriften 
lassen?

Fragt euch doch lieber mal wie Westerwelle sein 
Steuersenkungsversprechen mit dem er die naiven wechselwilligen Wähler 
geködert hat einlösen möchte, da wird es doch mal interessant. Nur zur 
Erinnerung:

Neuverschuldung im kommenden Jahr 2010 ohne Finanz u. Wirtschaftskrise: 
10 Milliarden Euro, schon darüber wurde gestöhnt, aber es kam bzw. ist 
anders

Bereits beschlossene Neuverschuldung 2010: 86 Milliarden Euro
Bereits beschlossene Neuverschuldung 2011: 72 Milliarden Euro
Bereits beschlossene Neuverschuldung 2012: 59 Milliarden Euro

1 Prozent Wirtschaftswachstum bringt 10 Milliarden Euro Steuereinnahmen 
!!

Wieviel Wachstum hatten wir seit Beginn der Finanzkrise: - 6 Prozent
Wieviel Wachstum haben wir aktuell: 1/4 Prozentpunkt

Jetzt kommt Westerwelle's Steuersenkungsversprechen: kostet rund 50 
Milliarden Euro !!

Anmerkung sogar einiger FDP'ler: "Wenn wir wieder Wachstum haben ist 
Platz für Steuersenkungen"

Merkel: "Steuersenkungen in 2010 haben wir mit der SPD zusammen bereits 
beschlossen, darüber hinaus brauchen erst wieder Wachstum für 
Steuersenkungen, ungeachtet dessen könne man am Steuersystem etwas 
machen" bla bla ..

Woher also nimmt Westerwelle seine Milliarden für sein Versprechen?

Noch mehr Neuverschuldung?
Den Etat für Arbeit und Soziales plündern?
Die Renten kürzen?

oder kleinlaut die Sache durch Neusprech mit der Zeit in sich ruhen 
lassen (kleines Placebo gibts natürlich) und damit die größte Steuerlüge 
aller Zeiten verzapfen .. ?
Gast #1429669
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:
>> Wieviel steht einem nach maximal 20 Jahren Beitrag zahlen wohl zu?
>
> Die Leute haben ein Leben lang gearbeitet und damit genauso viel oder
> wenig zum Volksvermögen (Bruttosozialprodukt, wie auch immer du es
> nennen willst) beigetragen wie der durchschnittliche Rennter im Westen.

Sicher, aber dann sollen die Ihren Anspruch bei demjenigen geltend 
machen, der die Kohle kassiert hat.

> Dass die finanziellen Bewertungssysteme dabei drastisch unterschiedlich
> waren, spielt insgesamt eine geringere Rolle.  Hätte es wohl volks-

Die Ostmark war nach der Wende mal quasi garnischt Wert im 
kapitalistischen Westen. Trotzdem wurde da von Bundesbirne und Genschman 
mal großzügig drüberweggesehen. Man wollte ja wiedergewählt werden.

Ich bin ein Kind der 70er, aufgewachsen in den 80ern. Damals gab es im 
Westen blühende Landschaften und stabile Sozialsysteme. Die Vereinigung 
hatte natürlich überhaupt keinen Einfluß darauf, dass es heute nicht 
mehr so ist.
#1429701
Lesenswert?

>Die Ostmark war nach der Wende mal quasi garnischt Wert im
Dafür war Golddeckung vorhanden und vieles Andere.

Das ist aber jetzt nicht mehr wichtig.

Aber was solls,auch hier will man nur über nicht durchsetzbare Probleme 
Diskutieren,machen schon gar nicht.

Wie schon gesagt,ich erlebe den Untergang der BRD noch.
#1429725
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:
> Zum Thema 5% Hürde ist zu hoch:
>
> Leuten die sich mit der Geschichte unseres Landes auskennen, ist
> vielleicht bekannt, dass es während der Weimarer-Republik (1918-1933)
> keine 5% Hürde gab. Resultat: Es waren durchschnittlich 14,4 Parteien im
> Parlament vertreten. Es war also unheimlich schwer eine handlungsfähige
> Regierung zu bilden. Wie das Ganze dann geendet ist, sollte allen
> bekannt sein.

Dann wage mal einen Blick in die israelische Knesset. Dort sind 10 
Pareien vertreten - das Land ist etwa so groß, wie Hessen - und trotzdem 
klappt es.

Daß die Weimarer Republik wegen fehlender Sperrklausel gescheitert ist, 
ist ein Märchen.
Gast #1429730
Lesenswert?

Platinenschwenker .. schrieb:

> Fragt euch doch lieber mal wie Westerwelle sein
> Steuersenkungsversprechen mit dem er die naiven wechselwilligen Wähler
> geködert hat einlösen möchte, da wird es doch mal interessant. Nur zur
> Erinnerung:

Mal überlegt was mit Deutschland passieren würde, könnten Gysi und 
Lafontaine ihr Wahlprogramm zu 100% umsetzen? Darüber möchte ich gar 
nicht nachdenken, aber ich denke das würde unsern Schuldenberg deutlich 
immenser erhöhen, als wenn wir wie Westerwelle es fordert die Steuern um 
50Mrd senken. Als weiteren Nebeneffekt würden uns Gysi und Lafontaine 
außenpolitisch komplett isolieren was für die Wirtschaft auch nicht 
gerade förderlich ist.

Es geht mir hier auch nicht im eigentlichen Sinne um eine Ossi vs. Wessi 
Diskussion. Ich kann nur nicht ansatzweise nachvollziehen, warum im 
Osten so viele Leute die Linken wählen.
#1429736
Lesenswert?

Reinhard S. schrieb:
> Klar könnte man das mal auf so 2,5/3% absenken, aber dann wärs wohl auch
> sehr wahrscheinlich das irgendwelche Randgruppen (NPD, laut Althaus auch
> Piraten ;)) in den xx-tag reinkommen würden.

Wie wärs denn mit einer inversen Sperrklausel: Wer mehr als 30% 
erreicht, bekommt keine Wahlkostenerstattung und muß draußen bleiben.
Gast #1429746
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:

> Dann wage mal einen Blick in die israelische Knesset. Dort sind 10
> Pareien vertreten - das Land ist etwa so groß, wie Hessen - und trotzdem
> klappt es.

Was klappt denn in Israel? Also mir ists da zu gefährlich. Und wie 
kommts, das seit 1948 die durchschnittlich Amtszeit eines israelischen 
Ministerpräsidenten gerade einmal 3,39 Jahre betragen hat, obwohl die 
Amtszeit regulär 7 Jahre beträgt?
Gast #1429755
Lesenswert?

M. I. schrieb:
>>Ich bin ein Kind der 70er, aufgewachsen in den 80ern. Damals gab es im
>>Westen blühende Landschaften und stabile Sozialsysteme.
>
> Schon damals lebte Deutschland über seinen Verhältnissen und auf Pump.
> Die Wiedervereinigung hat das nur schneller zu Tage treten lassen.

Quelle? Belegbare Zahlen?
Oder nur irgendwo mal irgendwas aufgeschnappt und weitergekaut?
#1429756
Lesenswert?

>Es geht mir hier auch nicht im eigentlichen Sinne um eine Ossi vs. Wessi
>Diskussion. Ich kann nur nicht ansatzweise nachvollziehen, warum im
>Osten so viele Leute die Linken wählen.

Die Linke kann man nur zu Teilen mit der alten SED in Verbindung 
bringen. Da sind mittlerweile sehr viele idealistische junge Leute 
dabei, die die DDR nur noch aus dem Geschichtsunterricht kennen. Ich 
glaube sogar, Leute wie Gysi und andere Ost-Linke sind wesentlich 
pragmatischer als die West-Linken aus der WASG, die aus dem 
Gewerkschaftsumfeld kommen und teilweise vom funktionierenden 
Sozialismus alter Vorstellung träumen.

Die DDR wollen auch in der Linken wohl die wenigsten zurück haben, es 
wird aber natürlich wo es nur geht, betont, dass ja nicht alles schlecht 
war. Und genau das will die Ost-Wählerschaft hören, die das ständige 
Lamentieren der Politiker im Westen über den Unrechtsstaat DDR immer 
mehr auf ihre persönliche Lebensgeschichte bezieht und sich damit 
persönlich beleidigt fühlt. Das nutzt die Linke geschickt aus und 
erklärt auch zum Teil die hohen Stimmenanteile. Sie spielt sich auf als 
"Ossi-Versteher", gibt den Menschen das Gefühl, dass sie sich als 
einzige Partei besonders um ihre Befindlichkeiten kümmert. Der Rest 
kommt freilich durch die schlechteren Lebensverhältnisse, die höhere 
Arbeitslosigkeit und allgemeine Politikverdrossenheit über die 
etablierten (West-)Parteien.
#1429757
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>
>> Fragt euch doch lieber mal wie Westerwelle sein
>> Steuersenkungsversprechen mit dem er die naiven wechselwilligen Wähler
>> geködert hat einlösen möchte, da wird es doch mal interessant. Nur zur
>> Erinnerung:
>
> Mal überlegt was mit Deutschland passieren würde, könnten Gysi und
> Lafontaine ihr Wahlprogramm zu 100% umsetzen? Darüber möchte ich gar
> nicht nachdenken, aber ich denke das würde unsern Schuldenberg deutlich
> immenser erhöhen,

Im Gegensatz zu Westerwelle hat Lafontaine aber gesagt woher er die 
Milliarden zur Umsetzung seiner steuerpolitischen Vorstellungen nehmen 
möchte.

> als wenn wir wie Westerwelle es fordert die Steuern um
> 50Mrd senken.

Rede mal nicht allgemein, sondern ziehe mal die Fakten zu rate, die ich 
oben genannt habe. Woher will Westerwelle die 50 Milliarden Euro PRO 
JAHR für seine Steuersenkungsversprechen nehmen? Ein Prozent Wachstum 
bringt gerade mal 10 Milliarden in den Staatshaushalt!
#1429758
Lesenswert?

Platinenschwenker .. schrieb:
> Fragt euch doch lieber mal wie Westerwelle sein
> Steuersenkungsversprechen mit dem er die naiven wechselwilligen Wähler
> geködert hat einlösen möchte, da wird es doch mal interessant.

Womöglich ist die Erklärung dafür völlig trivial:

Die Herrschaften wissen, daß der Euro sowieso in absehbarer Zeit in 
einem Inflationsstrudel untergehen wird und man sich keine Sorgen um 
Neuverschuldung machen muß. Es soll eben vorher noch so viel wie möglich 
von unten nach oben umverteilt werden.
#1429763
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>> Fragt euch doch lieber mal wie Westerwelle sein
>> Steuersenkungsversprechen mit dem er die naiven wechselwilligen Wähler
>> geködert hat einlösen möchte, da wird es doch mal interessant.
>
> Womöglich ist die Erklärung dafür völlig trivial:
>
> Die Herrschaften wissen, daß der Euro sowieso in absehbarer Zeit in
> einem Inflationsstrudel untergehen wird und man sich keine Sorgen um
> Neuverschuldung machen muß. Es soll eben vorher noch so viel wie möglich
> von unten nach oben umverteilt werden.

Währungsreform? :)
#1429770
Lesenswert?

>Quelle? Belegbare Zahlen?
>Oder nur irgendwo mal irgendwas aufgeschnappt und weitergekaut?

Es gibt sicher genug Quellen, die belegen, dass sich damals schon 
fröhlich verschuldet wurde, z.B. hier:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/e/ee/Staatsverschuldung4.png

Das Wirtschaftswunder war seit Mitte der  70er vorbei, man wollte aber 
trotzdem nirgendwo einschneidend eingreifen und genauso wohlständig 
leben wie bisher. Auch der demographische Wandel war damals schon 
abzusehen, getan wurde nichts.

Mittlerweile dürfte jeder wissen, dass die Schulden nie mehr zurück 
gezahlt werden können. Ein so starkes Wachstum über einen ausreichend 
langen Zeitraum wird es in Deutschland nicht (mehr) geben. Es wird schon 
schwierig werden, überhaupt mal einen ausgeglichenen Haushalt auf den 
Tisch zu legen in den nächsten 10 Jahren. Das Ziel kann nur sein, den 
Schuldenberg langfristig nicht weiter anwachsen zu lassen, so dass die 
Zinsen uns irgendwann erdrücken. Vermutlich kommt aber vorher die große 
Inflation.
#1429772
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>
>> Dann wage mal einen Blick in die israelische Knesset. Dort sind 10
>> Pareien vertreten - das Land ist etwa so groß, wie Hessen - und trotzdem
>> klappt es.
>
> Was klappt denn in Israel?

Wenn Iran sich erlauben würde, was Israel durchgehen gelassen wird, von 
der "internationalen Gemeinschaft", dann hätten die Amis längst 
Atombomben über dem Land ausgeklinkt.

Die Politik Israels ist seit Jahrzehnten unverändert, sie bekommen von 
den Amis die Milliarden nur so nachgeschmissen und von der BRD auch. 
Klappt doch prächtig. Wieso sollte die daran was ändern?

> Also mir ists da zu gefährlich.

Das mag ja sein, aber der Weg den Israel geht, geht es nicht erst seit 
gestern. Und er wurde im Wesentlichen von allen großen Parteien 
mitgetragen.

> Und wie
> kommts, das seit 1948 die durchschnittlich Amtszeit eines israelischen
> Ministerpräsidenten gerade einmal 3,39 Jahre betragen hat, obwohl die
> Amtszeit regulär 7 Jahre beträgt?

Das liegt nicht an den 10 Parteien in der Knesset, sondern daran, daß 
das Land seit Jahrzehnten auf Messers Schneide geht und Kriege führt, 
die es sich aus eigener Kraft nicht leisten kann und sich nebenbei noch 
den Luxus leistet, eine ganze Armee von religiös verbrämten 
arbeitsscheuen Tagedieben durchfüttert, die zwar kräftig polarisieren, 
aber andere Leute in die Kriege schicken, die sie provozieren.

Unter dem Strich muß man leider sagen, daß die Strategie aufgegangen 
ist.
#1429784
Lesenswert?

M. I. schrieb:

> Mittlerweile dürfte jeder wissen, dass die Schulden nie mehr zurück
> gezahlt werden können. Ein so starkes Wachstum über einen ausreichend
> langen Zeitraum wird es in Deutschland nicht (mehr) geben. Es wird schon
> schwierig werden, überhaupt mal einen ausgeglichenen Haushalt auf den
> Tisch zu legen in den nächsten 10 Jahren. Das Ziel kann nur sein, den
> Schuldenberg langfristig nicht weiter anwachsen zu lassen ..

Bill Clinton stand nach der Ära Ronald Reagen vor einem ähnlichen 
Problem, wie saniert man einen hoch verschuldeten Haushalt, der durch 
die Steuergeschenke der Republikaner an Besserverdienende in den Ruin 
getrieben wurde. Bill Clinton hat den Haushalt durch Steuererhöhungen 
(muss man sich mal vorstellen) saniert, indem er den Wohlhabenden die 
Steuerprivilegien gekürzt hat. Nur hierzulande denkt eine 
wirtschaftsliberale Partei Steuergeschenke würden sich selber 
finanzieren. Dabei gibt es Berechnungen die nachweisen, dass etwa nur 
1/3 der Ausgaben für Steuersenkungen wieder reinkommen, während 2/3 als 
ZUSÄTZLICHE Schulden bleiben.

(falls das Versprechen von Westerwelle überhaupt eingelöst wird, was 
sehr zweifelhaft ist ..)
Gast #1429800
Lesenswert?

M. I. schrieb:
>>Quelle? Belegbare Zahlen?
>>Oder nur irgendwo mal irgendwas aufgeschnappt und weitergekaut?
>
> Es gibt sicher genug Quellen, die belegen, dass sich damals schon
> fröhlich verschuldet wurde, z.B. hier:
> http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/e/ee/Staatsverschuldung4.png
>

Wiki - ja ne is klar. Aber dann schauen wir doch mal Deine lecker Grafik 
genauer an. Annähernd linear bis 88/89, dann fast exponentiell. Kann man 
da irgendwas draus ableiten? Ich weiß ja nicht. Da war wohl jemand 
fröhlich neue Wähler shoppen!?

Nebenbei bemerkt: unter der Bundesbirne pendelt sich die Verschuldung 
auf hohem Niveau ein (1998). Dann unter dem Armani-Kanzler gehts 
fröhlich weiter.
Gast #1429807
Lesenswert?

Platinenschwenker .. schrieb:

> Im Gegensatz zu Westerwelle hat Lafontaine aber gesagt woher er die
> Milliarden zur Umsetzung seiner steuerpolitischen Vorstellungen nehmen
> möchte.

Sicherlich lassen sich die 50Mrd. nicht allein durch Wachstum 
gegenfinanzieren. Ich denke wir müssen viel intensiver mal überlegen in 
welchen Bereichen wir in den letzten Jahren Steuergelder massiv 
verschwendet haben.
Beispiele:
- pro Jahr 2,5Mrd Steinkohlesubventionen
- 2009 5Mrd Abwrackprämie
- jedes Jahr werden auch unsere Landwirtschaft stark subventioniert ohne 
das ich einen Nutzen erkennen kann

Schau auch mal auf der schwarzen Liste vom Bund der Steuerzahler vorbei, 
da gibts auch nen Haufen sachen wo Geld massiv verschwendet wird.
http://schwarzbuch08.steuerzahler.de/start.php

Auch das Eintreiben der Steuern verschligt dank unserem kompliziertem 
Steuersystem nen Haufen.

Und erklär mir mal wie Lafontaine seine Wahlversprechen finanzieren 
will.
#1429819
Lesenswert?

>Wiki - ja ne is klar. Aber dann schauen wir doch mal Deine lecker Grafik
>genauer an. Annähernd linear bis 88/89, dann fast exponentiell. Kann man
>da irgendwas draus ableiten? Ich weiß ja nicht. Da war wohl jemand
>fröhlich neue Wähler shoppen!?

Es bestreitet ja keiner, dass die Einheit durch die Hau-Ruck-Methode 
wirtschaftlich eine Katastrophe war. Und natürlich ging es da um 
Wählerfang bzw. um den Platz in den Geschichtsbüchern. Das hört man 
heute noch raus wenn die Birne spricht. Alle Warner waren per se 
Vaterlandsverräter.

Dennoch sieht man deutlich, dass bis 1970 die Schulden sehr überschaubar 
waren, dann kam die Ölkrise und der Wohlstand war das erste Mal in 
Gefahr. Das setzte sich in den 80ern fort und es wurden eben munter 
Schulden gemacht. Die Einheit hat dann auf einen Schlag den Rest 
gegeben.
#1429866
Lesenswert?

Hein G. schrieb:


> Nebenbei bemerkt: unter der Bundesbirne pendelt sich die Verschuldung
> auf hohem Niveau ein (1998). Dann unter dem Armani-Kanzler gehts
> fröhlich weiter.

Ich würde eher sagen das ab 98 die Schulden langsamer zunahmen bzw. auch 
mal getilgt (UMTS sei dank) wurden. Meine Quelle siehe in meinem Beitrag 
weiter oben.
#1429910
Lesenswert?

Sal Oppenheim freut sich schon mal im voraus

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Atomkraft-Bundestagswahl-CDU-FDP;art271,2911234

Zitat

"Diese Wahl ist Milliarden wert. Jeder Tag, den ein bereits 
abgeschriebenes Atomkraftwerk Strom produziert, bringt dem 
Kraftwerksbetreiber eine Million Euro. Analysten von Sal. Oppenheim 
haben einmal überschlagen, wie eine Verlängerung der Laufzeit um acht 
Jahre bei den deutschen Marktführern wirkt: RWE könnte sich über acht 
Milliarden und Eon sogar über zwölf Milliarden Euro zusätzlicher 
Einnahmen freuen. Kein Wunder, dass die Aktienkurse der Energieversorger 
am Montag in die Höhe schossen."

ei, ei .. :)
#1430047
Lesenswert?

Platinenschwenker .. schrieb:
> Sal Oppenheim freut sich schon mal im voraus
> "Diese Wahl ist Milliarden wert. Jeder Tag, den ein bereits
> abgeschriebenes Atomkraftwerk Strom produziert, bringt dem
> Kraftwerksbetreiber eine Million Euro. Analysten von Sal. Oppenheim
> haben einmal überschlagen, wie eine Verlängerung der Laufzeit um acht
> Jahre bei den deutschen Marktführern wirkt: RWE könnte sich über acht
> Milliarden und Eon sogar über zwölf Milliarden Euro zusätzlicher
> Einnahmen freuen. Kein Wunder, dass die Aktienkurse der Energieversorger
> am Montag in die Höhe schossen."
>
> ei, ei .. :)
Geplant ist das die Betreiber für die Laufzeitverlängerung blechen 
müssen. Ob wirklich und wieviel sei allerdings mal dahingestellt....
.
.
.
#1430175
Lesenswert?

Es wird hier immer über Verschuldung des Staates gesprochen.
Wo ,oder bei wem ist der Staat verschuldet?

..bei den Banken ,welche der Staat jetzt in der Bankenkrise
gerettet haben will?
...wenn wir weiter gut leben wollen,machen wir Schulden und  das klappt.
Werte schaffen braucht keiner.

Warum also nicht doppelt so viel Schulden machen,die nächsten 100 Jahre?

Ich kriege das jedenfalls nicht gerade gebogen.
#1430270
Lesenswert?

Juppi J. schrieb:
> Es wird hier immer über Verschuldung des Staates gesprochen.
> Wo ,oder bei wem ist der Staat verschuldet?
>
> ..bei den Banken ,welche der Staat jetzt in der Bankenkrise
> gerettet haben will?
> ...wenn wir weiter gut leben wollen,machen wir Schulden und  das klappt.
> Werte schaffen braucht keiner.
>
> Warum also nicht doppelt so viel Schulden machen,die nächsten 100 Jahre?
>
> Ich kriege das jedenfalls nicht gerade gebogen.

Musst Du auch nicht, denn Exponetialfunktionen werden allerhöchstens auf 
Logarithmenpapier zur Geraden.

Schneeballsysteme sind ja eigentlich streng verboten. Da unser 
Wirtschaftssystem aber auch ein Schneeballsystem ist, muss es irgendwann 
kollabieren. Beweis: die Zinseszinsformel ist eine Exponentialfunktion.
#1430365
Lesenswert?

Hein G. schrieb:
> Sicher, aber dann sollen die Ihren Anspruch bei demjenigen geltend
> machen, der die Kohle kassiert hat.

Tobi M. schrieb:
> Die Leute haben aber in eine Rentenkasse eingezahlt die Pleite gegangen
> ist. D.h. die Ostrenter werden (wurden) vom Westen finanziert. Und dafür
> sollte die eigentlich ziemlich glücklich sein und sich nicht noch
> beschweren.

Irgendwie habt ihr das mit dem Generationenvertrag nicht verstanden.

Tobi M. schrieb:
> Dazu mal ein ganz einfaches Beispiel. Wenn ich Geld bei einer Bank
> anlege und dann diese Bank Pleite geht. Dann bekomme ich mein Geld auch
> nicht von einer anderen Bank wieder zurück.

Und das Rentensystem ist eben keine kapitalgedeckte Privatrente, wo 
aus einem Topf, den man früher gefüllt hat, Beträge ausgezahlt werden, 
sondern ein Umlagesystem. Daher ist es völlig Schnitte, ob das 
Ost-Rentensystem zusammen mit der DDR duschen gegangen ist, weil die 
Ex-Ost-Rentern nunmal nicht mehr in der DDR leben. Und da die jüngere 
Generation, welche die Renten bezahlt, ebenfalls nicht mehr in der DDR 
arbeitet und ihre Abgaben leistet, ist es ja nur logisch, dass die 
Renten eben auf Basis des jetzigen Rentensystems gezahlt werden.

Was ist daran so schwer zu verstehen?

/Hannes
#1430391
Lesenswert?

Johannes Studt schrieb:
> Und das Rentensystem ist eben keine kapitalgedeckte Privatrente, wo
> aus einem Topf, den man früher gefüllt hat, Beträge ausgezahlt werden,
> sondern ein Umlagesystem.

Ganz so einfach ist das nicht.

In den Rententopf zahlen die Rentenversicherungspflichtigen ein. 
Verteilt wird das Geld dann gemäß den Rentenansprüchen, die jeder 
Rentner während seiner aktiven Zeit erworben hat.

Nun haben die DDR-Bürger aber nicht in den BRD-Rententopf einbezahlt und 
genaugenommen bis 1990 keine BRD-Rentenansprüche erworben.

Es wird aber jetzt so getan, als hätten sie doch in den BRD-Topf bezahlt 
und dem West-Rentenzahler werden dieses Zeiten aufgebürdet, für die 
eigentlich der Staat aufkommen müßte.

Und wie zum Hohn werden die Ossis auch noch mit verminderten Renten 
abgespeist.

> Daher ist es völlig Schnitte, ob das
> Ost-Rentensystem zusammen mit der DDR duschen gegangen ist, weil die
> Ex-Ost-Rentern nunmal nicht mehr in der DDR leben.

Ist es leider nicht.
#1430405
Lesenswert?

Vergessen:
Wie begründest du ,das alle welche nach 1990 im Osten Arbeiten weniger 
Rentenanwartschaften erwirtschaften..
Also die Jetzige Jugend Betrogen wird, obwohl sie mit der DDR nix am Hut 
haben.

Dafür sollte man sich einsetzen, dies abzuschaffen, sonst wird noch in 
40 Jahren noch ein Zweivölkersystem Deutscher bestehen.
#1430408
Lesenswert?

Juppi J. schrieb:
> Vergessen:
> Wie begründest du ,das alle welche nach 1990 im Osten Arbeiten weniger
> Rentenanwartschaften erwirtschaften..
> Also die Jetzige Jugend Betrogen wird, obwohl sie mit der DDR nix am Hut
> haben.

Juppi, ich begründe garnichts. Ich habe nur beschrieben, wie die Sache 
aussieht.

Meine Meinung: Was hier der freiheitlichste Staat, den es je auf 
deutschem Boden gab, tut, ist nichts anderes, als die Kompensation eines 
Unrechts mit einem anderen.

Für die Ostrentenzeiten bis 1990 haben alle aufzukommen, nicht nur die 
Rentenversicherten.

> Dafür sollte man sich einsetzen, dies abzuschaffen, sonst wird noch in
> 40 Jahren noch ein Zweivölkersystem Deutscher bestehen.

Das ist das alte "Teile und herrsche"...
Gast #1430413
Lesenswert?

Juppi J. schrieb:
> Vergessen:
> Wie begründest du ,das alle welche nach 1990 im Osten Arbeiten weniger
> Rentenanwartschaften erwirtschaften..
> Also die Jetzige Jugend Betrogen wird, obwohl sie mit der DDR nix am Hut
> haben.
>
> Dafür sollte man sich einsetzen, dies abzuschaffen, sonst wird noch in
> 40 Jahren noch ein Zweivölkersystem Deutscher bestehen.

Du sagtest doch schon, dass die jetzigen 'ost'-Rentenversicherungszahler 
den gleichen Prozentsatz abführen. Was ist dann falsch? Vollen 
Rentenanspruch hat ein 'ex-DDRler' eben erst 36 Jahre nach 
Einzahlungsbeginn, also frühestens ab 2026. Genau wie ein 
Westarbeitnehmer auch. Sei froh, dass die Zeit für die jetzigen 
Ostrentner nicht wie die eines Wessis berechnet wurde. So wie das System 
jetzt ist, teilen sich Ost- und Westarbeitnehmer die Kosten für die 
jetzigen Ostrentner. Das System kann erst ab 2036 vollkommen angeglichen 
sein.

Das Ganze ist eben ein soziales System, da kann schon mal die eine oder 
andere Generation mehr belastet werden.
#1430422
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
> So wie das System
> jetzt ist, teilen sich Ost- und Westarbeitnehmer die Kosten für die
> jetzigen Ostrentner.

...und was ist mit den DDR-Zeiten derer, die heute in dir 
BRD-Rentenversicherung einzahlen?

Ginge es gerecht zu in diesem Land, dann müßte der Bund dafür aufkommen. 
Tut er aber nicht. Stattdessen treibt er die künftigen Rentner mit der 
"Rieseterrente" in die Arme der Versicherungskonzerne. (Und nein, das 
war nicht die CDU.)

Das hat den Charm, daß man Kapitalstöcke veruntreuen kann, Umlagerenten 
nicht...
Gast #1430434
Lesenswert?

>...und was ist mit den DDR-Zeiten derer, die heute in dir
>BRD-Rentenversicherung einzahlen?

Genau genommen haben auch die nur Anspruch auf die Zeit, die sie in die 
BRD-Rentenversicherung einzahlen.
Genau genommen wären alle Rentner ost, die 1990 schon in Rente waren, 
nach der Wende Sozialhilfeempfänger. Da hätte sich bei denen, die 
inzwischen in Rente gingen, nicht wesentlich viel dran geändert.
Das ist ein Punkt, der vor der Wende langfristig hätte vorbereitet 
werden müssen.
#1430451
Lesenswert?

@Thilo

Das ist doch Mist.
Es kann nicht sein das alle welche in Ost arbeiten weniger 
Rentenanwartschaften erwirtschaften.
In 40 Jahren bekommen diese bei gleicher Arbeit und gleichen Lohn 
weniger Rente.

Das ist wirklich nur mit

>Das ist das alte "Teile und herrsche"...

zu begründen.

...oder die Westler halten sich für bessere Deutsche.
Punkt!
#1430462
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
>>...und was ist mit den DDR-Zeiten derer, die heute in dir
>>BRD-Rentenversicherung einzahlen?
>
> Genau genommen haben auch die nur Anspruch auf die Zeit, die sie in die
> BRD-Rentenversicherung einzahlen.
> Genau genommen wären alle Rentner ost, die 1990 schon in Rente waren,
> nach der Wende Sozialhilfeempfänger.

Und das findest du gerecht?

Der BRD-Staat als Rechtsnachfolger der DDR müßte dafür aufkommen, nicht 
die Rentenversicherten.

> Das ist ein Punkt, der vor der Wende langfristig hätte vorbereitet
> werden müssen.

Nein, nicht langfristig. Das hatte man mit einem Federstrich machen 
können:

"Die Bundesrepublik Deutschland steht für die Rentenanwartschaften der 
Bürger der DDR so ein, als hätten die seit Beginn ihres Arbeitslebens in 
die BRD-Rentenkasse diejenigen Beiträge bezahlt, die ein BRD-Bürger in 
vergleichbarer Stellung bezahlt hat."

Aber man zog es vor, zu betrügen. Und wie zum Hohn wurde dann auch noch 
das Rentensystem für bankrott erklärt und damit begründet, daß jetzt zum 
einen bis 67 gearbeitet werden muß und zum anderen die kapitalgedeckte 
Rente eingeführt wurde. Damit die Versicherungskonzerne auch was von dem 
Raubzug haben...
Gast #1430476
Lesenswert?

>"Die Bundesrepublik Deutschland steht für die Rentenanwartschaften der
>Bürger der DDR so ein, als hätten die seit Beginn ihres Arbeitslebens in
>die BRD-Rentenkasse diejenigen Beiträge bezahlt, die ein BRD-Bürger in
>vergleichbarer Stellung bezahlt hat."

Das findest du gerecht?
Ein Arbeitnehmer ost, der zu DDR Zeiten nicht gearbeitet hat soll 
ebenfalls volle Rente kriegen?
Das Problem ist, dass die Ostrentner in das Westsytem übernommen wurden. 
Und da zählt der Sozialversicherungsnachweis, sonst nix.
Alles, was den Ostrentnern zusätzlich zugestanden wurde war 
Flickschusterei.

>Der BRD-Staat als Rechtsnachfolger der DDR müßte dafür aufkommen, nicht
>die Rentenversicherten.

Wer denkst du denn ist der Staat?
Die Rente wird eben aus dem Rententopf bezahlt, nicht von der kfz-Steuer 
(so sollte es jedenfalls sein).
Gast #1430490
Lesenswert?

Juppi J. schrieb:
> @Tilo
>>Ein Arbeitnehmer ost, der zu DDR Zeiten nicht gearbeitet hat soll
>
> Du hast wirklich keine Ahnung.
> Wo lebst Du und wie erhältst du deine Informationen.?

Ich weiß schon, da gab es keine Arbeitslosen (.. auf zuteilung von 
Arbeit wartend ...). ;)

Du wirst mir nicht erzählen wollen, dass dort damals alle in Lohn und 
Brot standen?

Das Problem ist der lückenlose Nachweis der Sozialabgaben. Den gab es 
dort eben nicht in jetzt nachvollziehbarer Form.

Ach ja: ich habe ein 'h' nach dem 'T'. :)
#1430492
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:

> Dazu mal ein ganz einfaches Beispiel. Wenn ich Geld bei einer Bank
> anlege und dann diese Bank Pleite geht. Dann bekomme ich mein Geld auch
> nicht von einer anderen Bank wieder zurück.

Gabs dafür nicht (auch schon laaange vor der Krise) irgendeinen 
Fond/Vereinigung, in dem alle Banken sind und der genau das macht?
#1430495
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
>>"Die Bundesrepublik Deutschland steht für die Rentenanwartschaften der
>>Bürger der DDR so ein, als hätten die seit Beginn ihres Arbeitslebens in
>>die BRD-Rentenkasse diejenigen Beiträge bezahlt, die ein BRD-Bürger in
>>vergleichbarer Stellung bezahlt hat."
>
> Das findest du gerecht?
> Ein Arbeitnehmer ost, der zu DDR Zeiten nicht gearbeitet hat soll
> ebenfalls volle Rente kriegen?

Was bedeutet denn "in vergleichbarer Stellung"?

> Das Problem ist, dass die Ostrentner in das Westsytem übernommen wurden.
> Und da zählt der Sozialversicherungsnachweis, sonst nix.
> Alles, was den Ostrentnern zusätzlich zugestanden wurde war
> Flickschusterei.

Nein, das ist keine Flickschusterei, sondern eine Frage der 
Gerechtigkeit

>>Der BRD-Staat als Rechtsnachfolger der DDR müßte dafür aufkommen, nicht
>>die Rentenversicherten.
>
> Wer denkst du denn ist der Staat?

Nicht nur die Rentenversicherten, sondern Unternehmer, Selbständige, 
Beamte Politiker und Atompanscher - kurz: alle hätten dafür aufkommen 
müssen, nicht nur die Arbeit-"nehmer".
#1430496
Lesenswert?

@Thilo M.

>Ich weiß schon, da gab es keine Arbeitslosen (.. auf zuteilung von
>Arbeit wartend ...). ;)

Ich hätte allen Grund mich von dem DDR-System zu distanzieren.
aber wenn ich solchen gequirlten Quark lesen muß,
könnte ich zum DDR-Liebhaber werden.

Jetzt konkret:
Du findest es also richtig ,das Alle welche in Ost nach 1990 arbeiten 
weniger Rentenanwartschaften erwirtschaften.
Das auch noch bis Ultimo.

P.S. Das bedeutet das bei gleicher Arbeit und gleichen Lohn
weniger Rente gezahlt wird.
Gast #1430504
Lesenswert?

>Du findest es also richtig ,das Alle welche in Ost nach 1990 arbeiten
>weniger Rentenanwartschaften erwirtschaften.

Wie kommst du darauf?
Ich hab' doch klar und deutlich geschrieben (das hast auch schon klar 
erkannt), dass ab 1990 die Rentenbeiträge in Ost und West gleich sind. 
Also ist der Rentenanspruch ab 1990 in Ost und West gleich.
Ich habe den Eindruck, du hast das Rentensystem West nicht ganz 
verstanden?
#1430508
Lesenswert?

> Ein Arbeitnehmer ost, der zu DDR Zeiten nicht gearbeitet hat...

Den gab es nicht. Denn es gab neben dem Recht auf Arbeit auch die 
Pflicht zur Arbeit . Damit sind nicht die evtl. drei-vier Wochen 
zwischen Beenden eines alten Arbeitsverhältnisses und dem Beginn eines 
neuen Arbeitsverhältnisses, die ließ man noch halbwegs durchgehen. Wer 
aber über längere Zeit kein Arbeitsverhältnis hatte, dem wurde 
gerichtlich bzw. amtlich "Arbeitsplatzbindung" verordnet. Bei 
Nichterscheinen zur Schicht hatte sich der Arbeitgeber darum zu kümmern, 
dass der Kollege erscheint, denn er (das Kollektiv) hatte den 
"Problembürger" zu erziehen. Eine Kündigung war übrigens nicht 
vorgesehen. Es gab auch Leute, die wegen wiederholter Arbeitsbummelei zu 
Knast verurteilt wurden.

...
Gast #1430516
Lesenswert?

Juppi J. schrieb:
> @Thilo
>>Also ist der Rentenanspruch ab 1990 in Ost und West gleich.
>
> Wie kann man solchen Mist verzapfen.
> Jetzt hast du dich bei Allen disqualifiziert.
>
> P.S.
> Informiere dich BITTE!

Das ist Deine Aussage.
Du sagtest, die Abgaben sind prozentual gleich, also besteht der gleiche 
Rentenanspruch.
Informiere Du dich bitte, wie die Rente hierzulande funktioniert. ;)
Gast #1430534
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Thilo findet es eben einfach immer OK, wenn andere die Zeche bezahlen
> müssen. Die Begründungen dafür sind beliebig.

Uhu, bist du auch Ossi?
Falls nicht: die Zeche der Wiedervereinigung zahlst auch DU.
Ausser du hast keinen Job, was deine 24/7 Anwsenheit im Forum vermuten 
lässt.
#1430545
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
> Uhu, bist du auch Ossi?

Nö.

> Falls nicht: die Zeche der Wiedervereinigung zahlst auch DU.

Da ich nie einen Cent in die Rentekasse bezahlt habe, hält sich das 
relativ in Grenzen.

> Ausser du hast keinen Job, was deine 24/7 Anwsenheit im Forum vermuten
> lässt.

Na ja, ich hab meine Schäfchen im Trockenen...
Moderator Persönliche Seite #1431085
Lesenswert?

Uhu Uhuhu schrieb:

> Ginge es gerecht zu in diesem Land, dann müßte der Bund dafür aufkommen.

Das ist korrekt.  Schließlich war die Rentenversicherung der DDR
ja auch eine staatliche, d. h. die entsprechenden Beiträge einschließ-
lich ihrer Nachweisführung hat der Staat BRD vom Staat DDR halt mit
geerbt, damit auch die entsprechenden Verpflichtungen.

Falls übrigens jemand hier glauben sollte, dass man auch nur einen
müden Rentenprozentpunkt geschenkt bekäme, für den man nicht die
entsprechenden Zahlungen zu DDR-Zeiten nachweisen könnte: kommt mal
bitte zu einem ,,Kontenklärungsgespräch'' hospitieren.  Auch der
Grundsatz: ,,Im Zweifel zu Gunsten des Angeklagten'' existiert nur
im Strafrecht, im Zivil- und Sozialrecht gibt es sowas nicht.  Was
du nicht nachweisen kannst, bekommst du nicht -- und das, obwohl
die entsprechenden staatlichen Nachweisführungen (der alten Renten-
und Sozialversicherungen) garantiert fein säuberlich deutsch büro-
kratisch archiviert worden sind.  Beim Deutschen kommt ja kein Fetzen
Papier weg.  Aber auf dieses Papier darfst du als potenzieller Renten-
anwärter nicht zugreifen, du musst das alles mit dem beweisen, was
du davon selbst noch hast.  Wehe dem, der in der Euphorie 1989
vielleicht seinen alten Wehrpass weggeschmissen hat und: "Nie wieder
NVA!" gerufen...  Der hat dann plötzlich rentenrechtliche Fehlzeiten.
#1431146
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
> ...
> Das Problem ist der lückenlose Nachweis der Sozialabgaben. Den gab es
> dort eben nicht in jetzt nachvollziehbarer Form.

Wo hast du denn dieses Pseudowissen her! Wenn ich nicht so nett wäre, 
würde ich dir mal Dieter Nuhr zitieren. ;-^

Der lückenlose Nachweis war/ist in der Tat gegeben, pragmatisch und 
kompatkt in Form eines kleinen Büchleins mit Namen 
Sozialversicherungsausweis. Und da war sogar noch viel mehr drin, als 
die geleisteten Sozialabgaben. Heutzutage füllt das ganze Renten-Palaver 
schon gut einen Aktenordner. - Was für ein bürokratischer Unfug!

Mit dieser ganzen Verwaltung wird viel zu viel Geld verbrannt, und damit 
bewusst den Versicherten entzogen!
Egal ob Renten- oder Krankenkassen, im Prinzip wird da treuhänderisch 
das Geld der Einzahler verwaltet. Wie kann man da so eine Verschwendung 
in der Verwaltung erlauben! Da sind Heerscharen von Sachbearbeitern und 
-Innen ;-), regiert von sich die Taschen vollstopfenden Hirarchien, 
damit beschäftigt, die Ansprüche und Notwendigkeiten schwerstkranker und 
pflegebedürftiger Menschen kleiner und kleiner zu rechnen, und deren 
Versorgung damit auf unmenschliche Art und Weise einzuschränken. DAS 
finde ich eine bodenlose Frechheit.
#1431160
Lesenswert?

Thilo M. schrieb:
>>...und was ist mit den DDR-Zeiten derer, die heute in dir
>>BRD-Rentenversicherung einzahlen?
>
> Genau genommen haben auch die nur Anspruch auf die Zeit, die sie in die
> BRD-Rentenversicherung einzahlen.
> Genau genommen wären alle Rentner ost, die 1990 schon in Rente waren,
> nach der Wende Sozialhilfeempfänger. Da hätte sich bei denen, die
> inzwischen in Rente gingen, nicht wesentlich viel dran geändert.
> Das ist ein Punkt, der vor der Wende langfristig hätte vorbereitet
> werden müssen.

Wie war das eigentlich bei der Gründung der BRD? Da hätten ja auch nur 
die was bekommen dürfen, die schon was eingezahlt hatten. - Also erst 
mal keiner!

ABER: Es steht nun mal ein "Generationenvertrag" dahinter, mithin zahlen 
die Arbeitnehmer von heute für die Rentner von heute, in dem festen 
Glauben, das dies auch in der Zukunft noch Bestand hat.
Gast #1431205
Lesenswert?

Mich würde ja mal interessieren wie die Situation heute aussehen würde, 
wenn damals bei der Wiedervereinigung die Ostrentner nicht mit in die 
Westrentenkasse übernommen wären worden. Anstelle dessen hätte man eine 
separate Ostrentenkasse nach dem gleichen Generationenvertragsprinzip 
eingeführt wie im Westen.
Ich denke dann wäre heute der Beitrag im Westen deutlich niedriger als 
im Osten.
Daher denke ich schon, dass die Westrentner und die Westerwerbstätigen 
die Ostrentner finanzieren.
Übrigens die durchschnittliche Rente im Osten ist aktuell höher als die 
im Westen. Grund: Die niedrigere Arbeitslosigkeit in der ehemaligen DDR 
aufgrund der dort herrschenden Arbeitspflicht und der damit verbundenen 
"Vollbeschäftigung". Ohne die Arbeitspflicht (bzw. laut DDR-Grundgesetzt 
hieß das ja Recht auf Arbeit) wäre die Arbeitslosenquote in der DDR bei 
15%-30% gewesen da die Arbeitskraft der Beschäftigten dort nicht voll 
ausgenutzt wurde. Dies ermittelte 1990 das Ifo Institut für 
Wirtschaftsforschung.
#1431208
Lesenswert?

>Jetzt konkret:
>Du findest es also richtig ,das Alle welche in Ost nach 1990 arbeiten
>weniger Rentenanwartschaften erwirtschaften.
>Das auch noch bis Ultimo.

>P.S. Das bedeutet das bei gleicher Arbeit und gleichen Lohn
>weniger Rente gezahlt wird.


Warum regt das die Betroffenen nicht auf?
Wenn solche persönlichen Dinge keinen Interessieren,
dann sind andere Probleme rein polemischer Natur.
Moderator Persönliche Seite #1431401
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:

> Ich denke dann wäre heute der Beitrag im Westen deutlich niedriger als
> im Osten.

Ja, aber nur deshalb, weil praktisch alle die, die hier keine Arbeit
mehr finden konnten, gen Westen gewandert sind.  Die hätten dann
fairerweise ihre Beiträge in die Ost-Rentenkasse einzahlen müssen,
wenn du es mit deiner Aufteilung ernst meinst.

Summa summarum dürfen letztlich alle die, die arbeiten, für die, die
nicht arbeiten blechen.  Das kann auch nicht anders sein -- egal ob
über Steuern oder Rentenbeiträge.  Irgendwoher muss ja die Gegen-
leistung kommen.  Insofern müsste uns allen daran gelegen sein, dass
möglichst viele Arbeitsfähige auch die Gelegenheit haben, Werte zu
schaffen, denn nur dann können sie auch zu dieser Umlage beitragen.
Solange es aber solche Perversitäten wie ,,Aufstocker'' gibt, also
Leute, die sich von ihrer Arbeit nicht einmal selbst ernähren können,
sehe ich da schwarz-gelb (oder so :).
#1431422
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:

> Solange es aber solche Perversitäten wie ,,Aufstocker'' gibt, also
> Leute, die sich von ihrer Arbeit nicht einmal selbst ernähren können,
> sehe ich da schwarz-gelb (oder so :).

Sehe ich genauso. Und wen gibt es jetzt noch in der Regierung, um dem 
entgegen zu wirken? Jetzt gibt es nur noch Opposition, die die 
Dummheiten beim Namen nennt ..
#1431433
Lesenswert?

das ganze Dilemma

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,652360,00.html

" .. steigt der deutsche Schuldenstand, also der Anteil der 
Staatsverschuldung am BIP, den Berechnungen zufolge 2009 auf den 
Rekordwert von 74,2 Prozent. Im vergangenen Jahr lag er noch bei 65,9 
Prozent. Ursache für den Anstieg bei Defizit und Schuldenstand sind 
teure Konjunkturprogramme und die wegen der Wirtschaftskrise 
wegbrechenden Steuereinnahmen. Beides erfordert neue Kredite in 
Milliardenhöhe."

nochmal

" die wegen der Wirtschaftskrise wegbrechenden Steuereinnahmen. Beides 
erfordert neue Kredite in Milliardenhöhe."

und da möchte Westerwelle die Steuereinnahmen noch zusätzlich 
verringern? Das ist finanzpolitisches Harakiri

Öffentliche Schulden steigen im ersten Halbjahr auf 57,2 Milliarden Euro

" Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das Defizit von Bund, 
Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen im ersten Halbjahr 2009 auf 
57,2 Milliarden Euro gestiegen - das sind 50,2 Milliarden Euro mehr als 
noch vor einem Jahr.

Grund für die negative Entwicklung waren einmal mehr die enormen Kosten 
für die Bankenrettung, die Kurzarbeit und die beiden Konjunkturpakete."

nochmal

Verursacher der Schulden waren

BANKENRETTUNG !!
Kurzarbeit
Konjunkturpakete

konservativ-rechts (Baring, Hüter, Hundt etc.) versucht per Gehirnwäsche 
das umzudeuten in Verursacher = Sozialausgaben, Sozialausgaben, 
Sozialausgaben
Gast #1440913
Lesenswert?

So, da haben wir es schon wieder. Alle Leute die so fleißig die Linken 
und den Lafontaine gewählt haben dürfen jetzt feststellen, dass er sich 
mal wieder sofort aus der Verantwortung herrauszieht. Das Ganze 
verwundert mich auch eigentlich gar nicht, denn er wird wahrscheinlich 
selbst wissen, dass das Wahlprogramm der Linken absolut utopisch und 
nicht ansatzweise finanzierbar ist.
#1440956
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:
> So, da haben wir es schon wieder. Alle Leute die so fleißig die Linken
> und den Lafontaine gewählt haben dürfen jetzt feststellen, dass er sich
> mal wieder sofort aus der Verantwortung herrauszieht.

Mh? Sag mal bitte was, bin da nicht so auf dem Laufenden.
Gast #1441001
Lesenswert?

Reinhard S. schrieb:
> Tobi M. schrieb:
>> So, da haben wir es schon wieder. Alle Leute die so fleißig die Linken
>> und den Lafontaine gewählt haben dürfen jetzt feststellen, dass er sich
>> mal wieder sofort aus der Verantwortung herrauszieht.
>
> Mh? Sag mal bitte was, bin da nicht so auf dem Laufenden.

Er möchte von den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag abgeben und 
evtl. auch auf sein Bundestagsmandat verzichten.
#1441016
Lesenswert?

Michael L. schrieb:
>> Genau genommen haben auch die nur Anspruch auf die Zeit, die sie in die
>> BRD-Rentenversicherung einzahlen.
>> Genau genommen wären alle Rentner ost, die 1990 schon in Rente waren,
>> nach der Wende Sozialhilfeempfänger. Da hätte sich bei denen, die
>> inzwischen in Rente gingen, nicht wesentlich viel dran geändert.
>> Das ist ein Punkt, der vor der Wende langfristig hätte vorbereitet
>> werden müssen.
>
> Wie war das eigentlich bei der Gründung der BRD? Da hätten ja auch nur
> die was bekommen dürfen, die schon was eingezahlt hatten. - Also erst
> mal keiner!

Von den alten Nazibeamten haben alle ihre Pensionen in voller Höhe und 
ohne irgendwelche Abzüge für eventuelle Fehlzeiten, weil sie jahrelang 
vor lauter Mitlaufen völlen außer Atem waren, vernaschen dürfen.

Und die alten Nazipauker in der Schule waren eine Pest...
#1441023
Lesenswert?

Tobi M. schrieb:
> Mich würde ja mal interessieren wie die Situation heute aussehen würde,
> wenn damals bei der Wiedervereinigung die Ostrentner nicht mit in die
> Westrentenkasse übernommen wären worden. Anstelle dessen hätte man eine
> separate Ostrentenkasse nach dem gleichen Generationenvertragsprinzip
> eingeführt wie im Westen.

Das wäre ganz einfach gewesen: Der Bund als Rechtsnachfolger der DDR 
hätte den Umlagenanteil für die Ostrentner in den Rententopf einzahlen 
müssen. Mit dem Wechselkurs - der ja absichtlich großzügig "gestaltet" 
worden war, um die Ost-Industrie binnen Wochen in die 
Zahlungsunfähigkeit zu treiben - hätte man die alten Rentenansprüchen in 
DM umrechnen müssen, um die Höhe der Zahlungen festzulegen. Für 
Versicherungsmathematiker wäre es eine kleine Fingerübung, sowas 
auszurechnen.

> Ich denke dann wäre heute der Beitrag im Westen deutlich niedriger als
> im Osten.

Nein, alle würden die gleichen Prozentsätze zu zahlen haben.

> Daher denke ich schon, dass die Westrentner und die Westerwerbstätigen
> die Ostrentner finanzieren.

Nicht nur. Die Kosten für die Frühverrentung in den 90ern, mit deren 
Hilfe die Betriebe sich der älteren Mitarbeiter entledigten, wurden 
großzügig auch der Rentenversicherung aufgebrummt - der Trick hatte 
einmal vorzüglich funktioniert, warum nicht auch ein zweites mal...
#1441047
Lesenswert?

Auch wenn die Vergangenheit nicht zu ändern ist,sollte JEDER
einsehen ,das es nicht für ein Gemeinsames Deutschland förderlich 
ist,das die jetzigen Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern
weniger Rentenanwartschaften erhalten,bei gleicher Prozentualer 
Einzahlung.

Die Arbeitgeber Ost könnten auch Argumentieren,das sie ,wenn der 
Gleichheitsgrundsatz noch gültig ist,zu viel prozentual an die 
Rentenkasse abführen.

Ich habe diese Frage Arbeitgebern gestellt:
Wegen den paar Prozentpunkten.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren