Destilliertes Wasser von Quellwasser unterscheiden?

Gast #4033828
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Tja was es hier alles für Themen gibt nech. :)
Ich dachte vielleicht kann man messtechnisch rausfinden, in welcher 
Flasche ich das destillierte Wasser habe und welche ich mit Quellwassser 
gefüllt hatte? So rein optisch ist es schon mal schwierig, das kann ich 
gleich sagen. :)
#4033834
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Standardmethode für die Prüfung der Reinheit von Wasser besteht in einer 
Leitfähigkeitsmessung.
Dabei muss man Wechselspannung nehmen, denn bei Gleichspannung wird 
durch Elektrolyse das Wasser (oder die Elektroden)gleich mit den dadurch 
entstehenden Ionen verunreinigt.
#4033971
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Peter R. schrieb:
> Standardmethode für die Prüfung der Reinheit von Wasser besteht in einer
> Leitfähigkeitsmessung.
> Dabei muss man Wechselspannung nehmen, denn bei Gleichspannung wird
> durch Elektrolyse das Wasser (oder die Elektroden)gleich mit den dadurch
> entstehenden Ionen verunreinigt.

Die leichteste (qualitative) Leitfähigkeitsmessung läßt sich völlig 
problemlos mit DC und Elektrolyse vornehmen.
Am besten verwendet man dabei V2A- od. V4A-Elektroden, aber man kann 
auch Nägel oder Nadeln hernehmen.


Die Rangreihenfolge der Leitfähigkeit ist:

1) Dest. Wasser (hat im Prinzip die höchste Dielektrizitätszahl) 
http://www.forum-sondermaschinenbau.de/seiten/Dielektrizitaetszahl.htm

2) Brunnen- und Quellwasser liegen ziemlich gleich

3) Leitungswasser

batman schrieb:
> Ich dachte vielleicht kann man messtechnisch rausfinden, in welcher
> Flasche ich das destillierte Wasser habe und welche ich mit Quellwassser
> gefüllt hatte?

Du erkennst das bei Elektrolyse sofort:
Bei dest. Wasser werden weniger Bläschen erzeugt, als bei Quellwasser.

Wenn Du die Elektroden an z.B. 2 VDC anschließt, funktioniert das.
Kannst Du auch ganz einfach bewerkstelligen, indem Du z.B. zwei Nadeln 
(parallel zueinander, mit Abstand ca. 1 mm) durch z.B. einen 
PVC-Schlauch stichst.
Wenn Du die dann mit einer Spannungsquelle verbindest und einfach in's 
Wasser eintauchst, fängt es an, zu "sprudeln".

Wenn Du es heftiger sprudeln lassen willst, kannst Du die Spannung auch 
erhöhen.
Dann siehst Du auch schneller die Unterschiede zwischen dest. Wasser und 
Quellwasser.:)
Gast #4034007
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batman schrieb:
> So rein optisch ist es schon mal schwierig, das kann ich
> gleich sagen.

Das kommt auf die Methode drauf an. Üblicherweise bringt man vor dem 
Einfüllen eine eindeutige Markierung an den Probenflaschen an und 
vermerkt ggf. in einem Probennahmeprotokoll weitere Infos. Dann sind die 
Flaschen optisch ganz einfach zu unterscheiden ;-)

Als berührungslose Methode kannst du mit einem Spektrometer die 
Transmission angucken. Im Quellwasser wirst du im UV-B-Bereich einige 
Absorption durch Salze finden.
Gast #4034418
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L. H. schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>>> 1) Dest. Wasser (hat im Prinzip die höchste Dielektrizitätszahl)
>>> http://www.forum-sondermaschinenbau.de/seiten/Diel...
>>
>> Dass Dielektriziätszahl was mit der Leitfähigkeit zu tun hat, wäre mir
>> neu.
>
> Manchmal hilft googeln weiter, wenn einem etwas neu ist.
> Mach ich doch glatt (auch) für Dich.:)
> http://de.wikipedia.org/wiki/Permittivit%C3%A4t

Und wenn du das, was du ergoogelt hast, auch gelesen hättest, wärst du 
zu einer erstaunlichen Feststellung gekommen. Und zwar, daß die 
Permittivität die Durchlässigeit eines Materials für elektrische Felder 
angibt.

Das hat überhaupt nichts mit der elektrischen Leitfähigkeit zu tun.
#4034565
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Peter R. schrieb:
> Standardmethode für die Prüfung der Reinheit von Wasser besteht in einer
> Leitfähigkeitsmessung.
> Dabei muss man Wechselspannung nehmen, denn bei Gleichspannung wird
> durch Elektrolyse das Wasser (oder die Elektroden)gleich mit den dadurch
> entstehenden Ionen verunreinigt.

Er müßte ja nicht gleich 30 L prüfen sondern wenige ml :-)
#4035027
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?!? schrieb:
> Und wenn du das, was du ergoogelt hast, auch gelesen hättest, wärst du
> zu einer erstaunlichen Feststellung gekommen. Und zwar, daß die
> Permittivität die Durchlässigeit eines Materials für elektrische Felder
> angibt.
>
> Das hat überhaupt nichts mit der elektrischen Leitfähigkeit zu tun.

Ach nein??
Nur ein bisschen oberflächlich (oder nur ganz oben :)) das hier zu 
lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Permittivit%C3%A4t
reicht noch nicht ganz aus.

Da steht nämlich w.u. noch etwas mehr:
"In der Elektrodynamik und auch in der Elektrostatik wird die 
Permittivität zur Beschreibung der o. a. Phänomene als 
Proportionalitätsfaktor im Zusammenhang zwischen elektrischer 
Flussdichte und elektrischer Feldstärke verwendet:..."

Über die el. Flussdichte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Flussdichte

kommt man dann zum Verschiebungsstrom:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verschiebungsstrom

Obwohl dest. Wasser eine enorm hohe Dielektrizitätszahl hat, verhält es 
sich beim Anlegen eines el. Feldes immer noch wie ein Elektrolyt.

Es gibt "bessere", wie z.B. w.o. in der Rangreihenfolge benannt:

- Quellwasser und Brunnenwasser ("Brunnen" kann auch nur Regenwasser 
enthalten):)

- Leitungswasser

Weshalb man sie auch per Elektrolyse unterscheiden kann.
#4035051
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L. H. schrieb:
> - Quellwasser und Brunnenwasser ("Brunnen" kann auch nur Regenwasser
> enthalten):)

https://de.wikipedia.org/wiki/Brunnen
1
Ein Brunnen ist ein Bauwerk zur Wassergewinnung aus einem Grundwasserleiter.

Was du meinst, nennt sich Zisterne - davon war aber bisher hier nirgends 
die Rede.

Mineralwasser - wenn es was besonderes ist - stammt aus Brunnen mit 
besonderem Mineralgehalt. Weniger besonderes macht man aus ganz 
gewöhnlichem Leitungswasser, dem man z.B. künstlich Kohlensäure zusetzt; 
die eigentliche Veredelung besteht dann darin, dass es auf Flaschen 
gezogen und mit Preisschild versehen wird.
#4035197
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Uhu Uhuhu schrieb:
> L. H. schrieb:
>> - Quellwasser und Brunnenwasser ("Brunnen" kann auch nur Regenwasser
>> enthalten):)
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/BrunnenEin Brunnen ist ein Bauwerk zur
> Wassergewinnung aus einem Grundwasserleiter.
>
> Was du meinst, nennt sich Zisterne - davon war aber bisher hier nirgends
> die Rede.

Töte mir bitte nicht den "Nerv", uhu :)
Wenn wir hier schon "Kniefieseleien" betreiben wollen:
Brunnen war meinerseits apostrophiert geschrieben: "Brunnen".
Deinerseits jedoch nicht (apostrophiert).

Durch die meinerseitige nähere Erläuterung, was ich mit "Brunnen" meinte 
(kann auch nur Regenwasser enthalten):), ist doch völlig klar, was 
gemeint war.

Ja - von Wasser aus Zisternen war bisher keine Rede.
Aber im Zusammenhang mit dem Thema geht es doch eigentlich um etwas ganz 
anderes.
Nämlich, daß bzgl. der el. Leitfähigkeit kein nennenswerter Unterschied 
zwischen:
a) Quellwasser
b) Brunnenwasser
c) gesammeltem Oberflächenwasser (= Regenwasser 
http://de.wikipedia.org/wiki/Regenwasser)
besteht.

Ob man bei c) das Wasser in Regentonnen, Regenwassersammlern, 
ausrangierten Öltanks oder Zisternen sammelt, ist doch bzgl. 
Leitfähigkeit so wurscht wie sonstwas.;)

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