ich besitze ein elektronisches Lattenrost Modell Typ Duo 6, für das ich dringend ein Ersatznetzteil benötige. Das defekte Netzteil habe ich durchgemessen und festgestellt, dass es nicht mehr funktionstüchtig ist.
Im Anhang finden ihr Bilder des betroffenen Ersatzteils. Laut Hersteller kann das Original-Ersatzteil nicht mehr bezogen werden und mir wurde eine komplett neue Elektronik angeboten. Kann mir vielleicht hier im Forum jemand weiterhelfen und sagen, ob ich wo anders ein neues Netzteil bestellen kann?
Ist der Screenshot, den Du aus irgendeinem Grund von einem Bildschirm
abphotographiert hast, die Beschriftung des Trafos in den restlichen
Bildern?
Das passt nicht zum Typenschild, auf dem 170 Watt draufsteht, denn auf
dem Trafo steht nur 45 VA, was man mit 45 Watt gleichsetzen kann.
Und was hast Du "durchgemessen"? Kommt auf der Sekundärseite des Trafos
keine Spannung raus?
Ja genau, der Trafo hat an der Sekundärseite keine 22,5V. Die 220V an der Primärseite sind vorhanden. Das Bild 3 zeigt das Typenschild der gesamten Elektronik. Defekt ist aber nur der Trafo. Da er im Gehäuse sitzt, müsste ein neuer Trafo genauso groß oder halt kleiner sein und die selben Anschlüsse besitzen.
Defekt ist aber nur der Trafo. Da er im Gehäuse sitzt,
müsste ein neuer Trafo genauso groß oder halt kleiner
sein und die selben Anschlüsse besitzen.
Es handelt sich anscheinend um einen Standard-EI-Kern. Solche
Trafos sind zumindest als 24V-Trafos überall erhältlich. Viel-
leicht solltest Du vom neuen Trafo einige Windungen abwickeln,
um Deine 22,5 VAC zu bekommen. Und in Zukunft solltest Du Dich
an die auf dem Gehäuse aufgedruckten Kurzzeitbetrieb-Hinweise
halten.
Ja genau, der Trafo hat an der Sekundärseite keine 22,5V. Die 220V an
der Primärseite sind vorhanden
Spannung liegt an, aber ist auch sicher, das Strom fließt?
Was sagt der Durchgangsprüfer (Widerstndsmessbereich DVM)?
Ich dachte da speziell an die unseeligen Thermosicherungen, die sich manchmal einfach so verabschiedet haben. Nach "Wärme gesehen" sieht der Trafo ja nicht aus. Wenn man Pech hat, sind die eingewickelt, wenn man Glück hat, sind die in einer Aussparung im Wickelkörper, oder im Wickel unter der Isolierfolie.
Ich dachte da speziell an die unseeligen Thermosicherungen, die sich
manchmal einfach so verabschiedet haben. Nach "Wärme gesehen" sieht der
Trafo ja nicht aus. Wenn man Pech hat, sind die eingewickelt, wenn man
Glück hat, sind die in einer Aussparung im Wickelkörper, oder im Wickel
unter der Isolierfolie.
Der Aufdruck auf den ersten beiden Bildern verrät es. Th.Si.115°C
Ganz so einfach wirds wohl nicht sein? Erst mal sollte man die URSACHE des Ausfalls kennen. Wenn zufällig ein Motor Kurzschluss hat, werden auch 1000 neue Netzteile den Fall nicht lösen. Außerdem sollte das neue NT für Möbeleinbau zugelassen sein (Brandgefahr).
22,5Volt ist auch die nominale Ausgangsspannung bei Trafos in vielen Diaprojektoren. Die Reflekta Diaprojektoren mit entweder 150 oder 250Watt sind für kleines Geld auf dem Flohmarkt zu bekommen. Allerdings sind diese Trafos "echte" 150 oder 250Watt und möglicherweise zu groß?
Die Reflekta Diaprojektoren mit entweder 150 oder
250Watt sind für kleines Geld auf dem Flohmarkt zu bekommen.
Mag sein, aber Dein Projektor ist für Dauerbetrieb und das Lattenrost wird in einer Minute hoch- oder hinuntergefahren. Deswegen kann der eingebaute, kleinere Trafo kurz überlastet werden, könnten sich die Entwickler gedacht haben. Kannst gerne mal Trafodaten nach Maß und Leistung vergleichen. z.B. in der Röhrenbude https://www.jogis-roehrenbude.de/Transformator.htm
Du kannst ja mal den Trafo ausbauen und die Isolation vorsichtig entfernen.
Es gibt da schon mal welche, die aussen eine Thermosicherung draufhaben. Die austauschen und schon läuft das Ding mit Glück wieder. Aber zuvor natürlich erstmal alles dahinter auf Kurzschluss, kaputte (El)kos, fester Motor, klebende Relais, usw prüfen.
Bei meinem Kaffeevollautomat hatte letztes Jahr auch die Thermosicherung aufgegeben. Diese hatte ich als "Reparaturmaßnahme", weil absolut nicht austauschbar, durch eine kleine ersatzweise eingelötete Schmelzsicherung überbrückt. Die Sicherung war zwei Monate später auch durch... - teilweiser Schluss in der Primärwicklung.
Ähnlich würde ich das auch bei dem Trafo realisieren. Zeige daher nochmal eigene Bilder von dem Trafo auf denen keine Leitungen die freie Sicht behindern. Bitte keine einfache Überbrückung der Thermosicherung. Das kann im einfachen Fall mit nur viel Gestank enden.
Die Elektronik ist von Bj 1997 und es gibt keine Ersatzteile mehr. Der Hersteller hat mir zum Austausch der kompletten Elektronik geraten, Kostenpunkt liegt hier bei 250,-€
Ich denke, dass wäre am sinnvollsten die komplette Elektronik auszutauschen.
ERST mal Fehler suchen. Die neue Elektronik muß nicht besser sein, wenn ein Schaltnetzteil verbaut wurde. Ein Trafo lebt oft länger als ein Schaltnetzteil mit ausgetrockneten Elkos.
Vielleicht geht auch sowas von der Stange?
https://www.conrad.de/de/p/elma-tt-iz61-universal-netztransformator-1-x-230-v-2-x-12-v-ac-40-8-va-1-70-a-514306.html
Andererseits wird es einen Grund haben, weshalb der verbaute Trafo im Leerlauf "nur" 29V-DC nach dem Gleichrichter zur Verfügung stellt.
Und ja: der hier gezeigte hat 40VA, statt 48. Hab ich gesehen.
Würde mich interessieren, was noch alles auf der Leiterplatte drauf ist und evtl. die 35V-Elkos gegen andere tauschen. Immernoch besser, als 250€ für eine komplette neue Elektronik zu bezahlen.
Die Stellmotore werden ganz sicher 24V-Typen sein. man kann also durchaus darüber nachdenken (wurde ja auch schon vorgeschlagen), sich hier mit einem 24V Schaltnetzteil in entsprechender Leistungsklasse auszuhelfen, statt dem riesigen Eisentrafo, der ja sicher immer am Netz hängt, zu ersetzen. Die 24V lassen sich ja bestimmt direkt am Lade-Elko hinterm Gleichrichter einspeisen.
edit:
https://www.amazon.de/TOBWOLF-Netzteil-Transformatoren-Netzkabel-Sicherheitssystem-24V-5A/dp/B0BG2VMQ5Q
TME hat noch einen 22.5V Typeen, aber nur mit 18VA.
Sich hier mit einem 24V Schaltnetzteil in entsprechender Leistungsklasse
auszuhelfen, statt dem riesigen Eisentrafo, der ja sicher immer am Netz
hängt, zu ersetzen.
Das müsste dann aber wohl mindestens die fünffache Leistung des z.Z
verbauten Netzteils haben, um auch die Anlaufströme des Motors zu
verkraften. Manchmal haben auch noch in heutiger Zeit die alten
"Eisenschweine" ihre Vorteile.
Ich wollte mal eine 50W halogenlampe mit nem 60W SNT betreiben, keine Chance. Das NT pumpte immer, die Halo fing kurz an zu glimmen und das wars.
Lediglich 35W funzte. Wie gesagt, mach vorsichtig den äusseren PapierWickel vom Trafo vorsichtig runter, mit Glück steckt da eine kaputte Thermosicherung drunter.
Wenn nicht, kannst du immer noch nach nem passenden Trafo suchen. Der ist allemal billiger wie die komplette Platine.
Die Thermosicherung ist defekt, wenn ich beide Kontakte auf Durchgang prüfe, kommt da nichts. Ich habe mal Bilder gemacht und vergrößert. Kann ich die Sicherung einfach rauslöten und eine neue reinlöten?
Kann ich die Sicherung einfach rauslöten und eine neue reinlöten?
ja. 85 Grad sollte passen.
Es sieht so aus, als ob die Sicherung in irgendeiner Pampe eingebettet ist. Vermutlich, um eine bessere thermische Ankopplung zu den Windungen zu erhalten. Ganz "Freiluft" würde ich also die Thermosicherung nicht laufen lassen. Versuche mal mit Wärmeleitkleber, die neue Sicherung zu fixieren
Temperatursicherungen gibt es auch als kleine Röhrchen zu kaufen, könnte man am Wicklungspaket mit ankleben, gern auch eine Nummer kälter auswählen.
Aber ich würde das lassen.
Da die "Elektronik" keine Nullstandbytechnik hat (man sieht, wie die Zuleitung direkt an den Trafo geht), hängt der Trafo 24/7 mit einem Standby von ~4 Watt am Netz (so zumindest bei dem optisch 99% gleichen Exemplar was ich hier schon hatte). Die Stromkosten von 2 Jahren finanzieren dagegen ein Schaltnetzteil komplett. Wenn es groß genug ist, verkraftet es auch die Anlaufströme, oder es hat direkt eine Strombegrenzung für solche Fälle. Ich habe inzwischen sowohl Trafo- als auch schaltnetzteilbestückte Lattenrostantriebe repariert und kann den Tipp zum Schaltnetzteil weiter oben nur ausdrücklichst unterstützen. Dazu muss das Netzteil nicht einmal in den Antrieb verpflanzt werden, neue Lattenroste kommen oft mit einem externen Ziegel als Versorgung und so kann und sollte man das hier auch machen.
Wenn die original 115° hat, dann nimm wieder dieselbe. Übrigens solltest du die nur dann einlöten, wenn du den Anschlussdraht mit ner Kombizange oder ähnlichem, was die Wärme ableitet anfasst. Ich geh davon aus, dass du nicht über einen Lötkolben verfügst, der schnell eine grosse Menge Wärme liefert, so dass anders die Gefahr besteht, dass die über die Anschlussdrähte abfliessende Wärme deine Thermosicherung gleich wieder zerstört.
Wenn die original 115° hat, dann nimm wieder dieselbe. Übrigens solltest
du die nur dann einlöten, wenn du den Anschlussdraht mit ner Kombizange
oder ähnlichem, was die Wärme ableitet anfasst. Ich geh davon aus, dass
du nicht über einen Lötkolben verfügst, der schnell eine grosse Menge
Wärme liefert, so dass anders die Gefahr besteht, dass die über die
Anschlussdrähte abfliessende Wärme deine Thermosicherung gleich wieder
zerstört.
Ich verfüge zwar über eine Lötstation, bei der die Temperatur einstellbar ist, aber ehrlich gesagt habe ich darüber noch nicht nachgedacht. Es wäre ja unsinnig, den Widerstand bei 300 Grad einzulöten, da er dann sofort wieder defekt wäre. Danke für den Hinweis. Der aktuell defekte Widerstand ist mit einer Folie auf der Kupferwicklung befestigt. Ich muss diese lösen, um den Widerstand zu entfernen. Wie kann ich sicherstellen, dass ich die Folie später wieder ordnungsgemäß anbringen kann?
Der aktuell defekte Widerstand ist mit einer Folie auf der
Kupferwicklung befestigt. Ich muss diese lösen, um den Widerstand zu
entfernen. Wie kann ich sicherstellen, dass ich die Folie später wieder
ordnungsgemäß anbringen kann?
Entweder die alte Folie mit Kaptontape oder notfalls normalem Klebeband wieder fixieren. Wenn die alte Folie hin ist, dann eben PET Folie o.ä. zuschneiden und die fixieren.
Nimm halt, was du hast und was funktioniert. Wichtig ist einzig und allein, das die neue Thermosicherung dauerhaft thermischen Kontakt zur Trafowicklung hat.
Ob du aus Streichhölzern Keile schnitzt und die Folie verkeilst oder einen Kabelbinder nimmst ist egal. Das Ergebnis zählt :-)
Der aktuell defekte Widerstand ist mit einer Folie auf der
Kupferwicklung befestigt. Ich muss diese lösen, um den Widerstand zu
entfernen. Wie kann ich sicherstellen, dass ich die Folie später wieder
ordnungsgemäß anbringen kann?
Entweder die alte Folie mit Kaptontape oder notfalls normalem Klebeband
wieder fixieren. Wenn die alte Folie hin ist, dann eben PET Folie o.ä.
zuschneiden und die fixieren.
Nimm halt, was du hast und was funktioniert. Wichtig ist einzig und
allein, das die neue Thermosicherung dauerhaft thermischen Kontakt zur
Trafowicklung hat.
Ob du aus Streichhölzern Keile schnitzt und die Folie verkeilst oder
einen Kabelbinder nimmst ist egal. Das Ergebnis zählt :-)
Danke dir, sehe ich genauso ;) Hält ein Kabelbinder noch bei 115 Grad Celsius?
Also einen Wasserschlauch bwi 100°C in einer Kaffemaschine hält er nicht, kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Das war aber nicht mein Murks, sondern vermutlich in China vom Band gefallen und "nachgebessert"
Es gibt aber auch Kabelbinder aus Edelstahl, wenn man ganz sicher sein will :-)
https://www.tme.eu/de/katalog/werkstattausrustung_112607/?queryPhrase=kapton
Kaptontape hatte ich ja schon weiter oben erwähnt. Kann man am Bastelplatz immer mal gebrauchen. Das Zeug ist hitzebeständig, verkohlt nicht, ist chemikalienbeständig und einiges mehr.
Markenprodukte, mit irgendwelchen Zertzifizierungen, das es in den Weltraum fliegen kann, o.ä. kosten dann auch mal soviel, wie Blattgold. Aber auf Ali oder von mir verlinkt, auf TME, geht das inzwischen auch zum Preis einer Fahrt beim öffentlichen Nahverkehr :-)
Die Übertemperatursicherung geht nicht grundlos kaputt, oder wurde zuvor
stundenlang damit gespielt?
In einer Anleitung stand, dass man das Lattenrost nicht als Personenlift mißbrauchen soll, da sonst der Antrieb überlastet wird. Was beim TO die Ursache war, ist bisher noch geheim.
Die Übertemperatursicherung geht nicht grundlos kaputt, oder wurde zuvor
stundenlang damit gespielt?
In einer Anleitung stand, dass man das Lattenrost nicht als Personenlift
mißbrauchen soll, da sonst der Antrieb überlastet wird.
Das wäre ein möglicher Grund. Ändert nichts an meinem Ansatz, ohne Übertemperatursicherung zu schauen, ob der unauffällig funktioniert.
Wie früher bei der klassischen 29DM-Kaffeemaschine: Schutzelement brücken, Kaffee kochen und feststellen, dass der Thermostat klebt. Also ab in die Tonne, anstatt unnütz die Übertemperatursicherung zu erneuern.