Hallo und Frohe Ostern,
ich brauche Hilfe zur Realisierung einer "stromgesteuerten Stromsenke"
bzw einer elektronischen Last.
Die elek. Last soll in Abhänigkeit der schwankenden Stromaufnahme einer
gegebenen Schaltung gesteuert werden. Ziel ist es eine konstante
Stromaufnahme der Schaltung zu realisieren. Die Last muss dabei in der
Lage sein 3-4 Watt zu "verbrauchen".
Wie könnte man dieses Problem angehen.
Mfg C. Wiggum
Anbei ein Prizipbild, mit dem ich sowas mal gelöst habe. Also erprobt -
aber dennoch nur Shuntregler. Ich fürchte, was anderes gibt die
Aufgabenstellung nicht her ...
http://eiskaltmacher.de/gallery/main.php?g2_view=core.DownloadItem&g2_itemId=10210&g2_serialNumber=3
so mache ich das, wohlgemerkt ist das spannungsgesteuert. wenn es
stromgesteuert sein soll, schickst du statt einer steuerspannung den
steuerstrom über einen passenden widerstand gegen masse. der opamp
regelt den fet dann so, dass die spannung am shunt gleich der spannung
über dem widerstand am steuerstrom ist. für 3-4w würde ich einen to220
auf nem niedlichen kühlkörper nehmen. für wechselströme lässt sich das
auch erweitern
Danke für die Vorschläge.
Die Variante mit dem OPV funktioniert gut.
Leider noch nicht direkt so, wie ich es benötige. Noch mal zum
Sachverhalt:
Uin=20V -> Iin=100mA
Uin=10V -> Iin=200mA
d.h. mit sinkender Eingangsspannung steigt die Stromaufnahme der
Schaltung. Die Stromaufnahme soll aber konstant gehalten werden
Ich brauch also eigentlich eine stromgesteuerte Stromquelle (oder
Stromspiegel), die invertierend wirkt.
Wenn die Stromaufnahme der Schaltung sinkt, muss die Stromaufnahme der
zusätzlichen Last steigen, sodass die gesamte Stromaufnahme in etwa
konstant bleibt.
Vieles ist machbar. Was soll denn die Bandbreite der Schaltung sein ?
Falls die Bandbreite tief genug ist, wuerde sich ein Controller
anbieten, irgendwelche Charakteristiken zu rechnen
Die EL2010 sollte eigentlich genau für deine Vorstellungen genügen:
http://dareal.info/test/last_2010.gif
mal der Grundschaltplan ohne den firlefanz ... I = konstant
Kannst du dann je nach bedarf Dimensionieren ...
- größerer/kleinerer Shunt (je nach Strombereich)
- Anpassung der OPV-Verstärkung (ne nach gewähltem Shunt)
- Andere MOSFET(s) für evtl. mehr Leistung
- Anpassung der Ansteuerung ...
aber halt Vorsicht, sonst kann auch sowas passieren:
http://dareal.info/test/last_1003.jpg
;)
@Ma (Gast)
Was unterscheidet deine Variante von meiner (25.03.2008 19:59) -
zumindest was das Prinzip angeht? Auch die von Erik D. funktioniert nach
dem selben Prinzip.
@ C.Wiggum (Gast)
Unklar bleibt, warum du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist? Die
vorgestellten Schaltungen erfüllen die bisher von dir genannten
Kriterien. Mit dem Fühlwiderstand und der Referenzspannung (bzw. den
Spannungsteilern R3 und R3 bei Ma) musst du die Stromaufnahme so
einstellen, dass 200mA fließen - unabhängig davon, was deine
nachfolgende Schaltung braucht.
Erläutere mal, was die OP-Schaltungen liefern und was dir daran nicht
gefällt.
Nicht erwarten kannst du bei den Bedingungen
>Uin=20V -> Iin=100mA>Uin=10V -> Iin=200mA,
dass unabhängig von Uin immer nur 100 mA fließen ... :-)
@HildeK: Sorry, ist natürlich das gleiche in umgekehrter Polarität, ich
hatte in Deiner Schaltung die Hälfte übersehen, zuviel Kaffee am
Nachmittag vorher...
Grüße
Hallo,
die oben gezeigten Schaltungen verhalten sich schon so wie ihr es auch
beschrieben habt.
Ich denke ich habe meine Anforderung nicht klar dargelegt.
Also was ich suche ist folgendes:
Es ist ein Gesamtstrom Iges gegeben, der möglichst konstant bleiben
soll. Dieser Strom setzt sich aus dem Strom Ilast und Izu zusammen.
Ilast schwankt über mehrere 100mA. Izu soll diese Schwankungen
ausgleichen sodass Iges unabh. von der Eingangsspannung konstant bleibt.
Es kann z.B. sein, dass Ilast=100mA bei Ub=10V aber auch bei Ub=20V. Es
gibt kein lineares Verhalten zwischen Ub und Ilast.
Die Idee mit dem Shuntregler ist schon der richtige Ansatz denke ich.
C.Wiggum wrote:
> Also was ich suche ist folgendes:>> Es ist ein Gesamtstrom Iges gegeben, der möglichst konstant bleiben> soll. Dieser Strom setzt sich aus dem Strom Ilast und Izu zusammen.>> Ilast schwankt über mehrere 100mA. Izu soll diese Schwankungen> ausgleichen sodass Iges unabh. von der Eingangsspannung konstant bleibt.> Es kann z.B. sein, dass Ilast=100mA bei Ub=10V aber auch bei Ub=20V. Es> gibt kein lineares Verhalten zwischen Ub und Ilast.>>> Die Idee mit dem Shuntregler ist schon der richtige Ansatz denke ich.
Jau, der Shuntregler ist die richtige Wahl.
Bei deinem Anwendungsfall müsstest du halt die vorhandene Schaltung
parallel zu Drain und Source von T1 der oben erwähnten Schaltung
(http://dareal.info/test/last_2010.gif) hängen.
Gruß,
Magnetus
hmm .. du willst also eine Schaltung mit konstandem Strom betreiben oder
verstehe ich das falsch?
Falls doch, dann so eine "elektronische Last" in reihe zum Verbraucher,
die Last dann auf die gewünschte Stromstärke einstellen und dann
versucht die Last den eigenen Innenwiderstand so zu regeln, dass immer
100 mA z.B. fließen ...
So wie ich ihn verstanden hab, soll die Summe des Stromes, welcher
durch die bestehende Schaltung und die zusätzliche Last fließt, einen
festen Betrag aufweisen.
Sprich: I(Schaltung) + I(Shunt) = Konstant
Gruß,
Magnetus
Genau so wie masterof es schreibt! Die Gesamtschaltung soll nach außen
hin immer die selbe Stromaufnahme haben. Die Stromaufnahme der
"eigentlichen" Schaltung schwankt, sodass eine Last parellel geschaltet
wird umd die Differenz in der Stromaufnahme auszugleichen.
Na dann einfach deine schaltung parallel zum Mosfet in der
elektronischen last schalten ...
Somit wird der gesamtstrom über dem Shunt gemessen und der Mosfet immer
so gesteuert, dass der gleiche strom fließt.
mit welcher hier gezeigten Schaltung würde dass denn am besten
funktionieren.
Ein weiteres Problem dabei ist, dass ich den Strom nur High Side messen
kann.
Wie geh ich das an?
Bis auf das High-Side-Kriterium erfüllt die Schaltung von
Autor: HildeK (Gast)
Datum: 25.03.2008 19:59
doch genau deine Bedürfnisse. Oder sehe ich das falsch? Unabhängig von
der Versorgungsspannung regelt der Verstärker doch immer einen
konstanten Strom durch den Feedback-Widerstand. (Vorausgesetzt die
Referenzspannung ist unabhängig von der Versorgungsspannung)
Schöne Grüße,
Alex
Hallo,
ja genau die Schaltung würde am besten passen. Jetzt besteht das Problem
der High Side Messung noch. Muss ich das mit ein em zweiten OPV machen
oder geht das auch anders?
>Bis auf das High-Side-Kriterium erfüllt die Schaltung von>Autor: HildeK (Gast)>Datum: 25.03.2008 19:59>>doch genau deine Bedürfnisse.
Die High Side Variante wurde im Vorschlag von
Autor: Ma (Gast)
Datum: 11.04.2008 18:30
gezeigt. Notwendig ist ein OP, der bei der Versorgungsspannung messen
kann und bis fast zu VCC aussteuern kann. Stichwort Rail-to-Rail.
Alternativ die Versorgung des OP ca. 3V höher legen als die Spannung der
Last.
Also - es ist alles vorhanden, du musst es nur aufbauen ...
Hallo,
Du kannst den Strom auch mit einem MAX4080/4081 messen.
Ich versuche gerade so einen ähnliche Schaltung aufzubauen.
Der EL2010 von ELV ist ganz nett, doch versuche ich
eine Stromsenke aufzubauen die mir 100W verheizen kann.
Das einzige was mich bei den Schaltungen bislang stört, ist das
einstellen des gewünschten Stroms über ein Poti. Ich suche noch nach
eine Lösung, um den FET mit einem µC zu Steuern.
Hat heirfür jemand einen Denkanstoß?
Martin A. wrote:
> Das einzige was mich bei den Schaltungen bislang stört, ist das> einstellen des gewünschten Stroms über ein Poti. Ich suche noch nach> eine Lösung, um den FET mit einem µC zu Steuern.>> Hat heirfür jemand einen Denkanstoß?
Poti durch PWM mit Tiefpass ersetzen...?
Gruß,
Magnetus
HildeK wrote:
> Alternativ die Versorgung des OP ca. 3V höher legen als die Spannung der> Last.
3V höher als die herabgesetzte Spannung (durch spannungsteiler) der
Last.
Beim EL2010 hat man als Vorgabe durch den Spannungsteiler z.B. eine
Stromvorgabe die mit 0 - ~1V in den OPV geht. Diese kann direkt mit der
über dem Shunt abfallenden Spannung verglichen werden.
10A bei 0,1 Ohm -> 1 Volt Spannungsfall.
Die min. Ausgangsspannung des OPVs ist weniger wichtig, da die meisten
FETs erst ab einigen Volt leitend werden. Hauptsache die obere
Ausgangsspannung ist hoch genug um den FET ausreichend durchzusteuern.
Ich habe nun die Schaltung von
Autor: Ma (Gast)
Datum: 11.04.2008 18:30
aufgebaut.
Leider noch ohne die erhoffte Funktion.Bei Ub=10V messe ich an OPV- 9,8V
an OPV+ 9,7V und an OPVout 9,7V.
Unabhängig der nachgeschalteten Last bleibt OPVout immer gleich und es
flißet kein Strom über den PMOSFET.
Wieso?
OPV ist der OP291. Wird direkt von der selben Versorgung versorgt, an
der auch die Last hängt.
Bei Ub=10V messe ich an
OPV- -> 9,98V;
OPV+ -> 9,77V;
OPVout->9,93V
Bauteilewerte bezogen auf den Stromlaufplan von
"Autor: Ma (Gast)
Datum: 11.04.2008 18:30":
R1=1R
R2=18k
R3=470k
R4=10k
Last:
RL=100R IL=100mA bei Ub=10V
Irgendwo ist doch noch ein Denkfehler. Ube von Q1 wird nicht klein genug
um den Transistor leitend werden zu lassen.
Keiner eine Idee? Ich trete auf der Stelle...
In der Spice Simulation funktiniert die Schaltung auch so wie sie soll,
in der Realität leider überhaupt nicht.
Ich kann die Messwerte aus der Simulation auch in der aufgebauten
Schaltung nachmessen, bis auf OPVout (Ua).
>OPV ist der OP291. Wird direkt von der selben Versorgung versorgt, an>der auch die Last hängt.
Die Versorgungsspannung des OP muss vor R1 angeschlossen sein, also an
der Z-Diode. Damit ist sichergestellt, dass die Eingänge des OP nicht
außerhalb des Versorgungsbereichs betrieben werden. Ev. mal, zum Testen,
VCC um 2-3V höher anlegen. Außerdem: wie soll der OPA versorgt werden,
wenn er an der geschalteten Spannung hängt, für die er erst den
Transistor öffnen soll?
Henne-Ei-Problem?
Mögliche andere Probleme, aber eher unwahrscheinlich:
- Der Spannungsteiler aus R2 und R3 ist vielleicht etwas hochohmig.
Teste mal mit Faktor 5 kleineren Werten.
- Zur Offsetstromkompensation sollten +Eingang und -Eingang eigentlich
etwa den gleichen Quellwiderstand sehen, allerdings hat dieser OP einen
recht geringen Wert.
- Siehe Beitrag von JensG
>Außerdem: wie soll der OPA versorgt werden,>wenn er an der geschalteten Spannung hängt, für die er erst den>Transistor öffnen soll?>Henne-Ei-Problem?
Natürlich Quatsch! War wohl gedanklich beim Längsregler.
@Marco Schwan (masterof)
>Wenn es nach der schaltung von Ma (Gast) ist dann sind die Eingänge>vertauscht.
nöö, würde ich nicht sagen - scheinen richtig rum zu sein
Kann das Problem auch an der VICR (common mode input voltage range)
liegen?
Die Eingangsspannungen des OPVs liegen ja sehr dicht an der
Versorgungsspannung des selbigen.
kommt drauf an, was das Datenblatt dazu sagt. Sowas sollte dort ja
angegeben sein (zumindest, wenn es im Gleichtakt nicht bis an die
Versorgungsspannung gehen darf)
Dat steht im DB:
ABSOLUTE MAXIMUM RATINGS1
Supply Voltage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . 16 V
Input Voltage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GND to
VS 10 V
Differential Input Voltage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . 7 V
-> Inputvoltage dürfte das Problem sein, wenn Betriebspannung > 10V
(wobei ich "GND to VS" nicht so richtig verstehe).
Aber egal, wenn ich mir das "Simplified Schematic" anschaue, dann sind
die Eingänge zumindest richtung +Ub nicht R2R, weil da PNP's hinterm
Eingang sind. D.h., für diese Schaltung musste wohl einen anderen OPV
suchen.