Hallo,
ich habe als Kind in den 70gern am Radio gesessen und diese Zahlenfolgen
aufgeschrieben "Fünnef" und "Nojen" sind mir noch vertraut. Damals sagte
mir mein Vater, dass das die codierten Botschaften für Ost Agenten
seien.
Ich bin gestern nacht bei gutem Emnpfang auf die Suche gegangen mit
meinem "CTR Universum Ghettoblaster" aus den 80igern, der einen super KW
Empfang hat und...... yep, sie sind noch da, in Deutsch...hurra, der
Kalte Krieg lebt noch :-) Auch das Getute von UVB-76 aus RUS ist noch
da, wohl seit mehr als 20 Jahren tut der rum.
Da der One-Tap Code damals und heute unknackbar ist nehme ich den Salat
zwar nicht auf aber frage mich: Wer benutzt heute noch solche
antiquierten Codes im Zeitalter von PGP, Internet und digitalen
Funknetzen? Da die Sprache Deutsch war muss es ja für Deutschland
bestimmt gewesen sein.
Gruss,
Christian
Christian J. schrieb:> Wer benutzt heute noch solche> antiquierten Codes im Zeitalter von PGP, Internet und digitalen> Funknetzen?
Jeder, der einen guten Grund hat, seinem Agenten keine Gerätschaften
oder Unterlagen mit auf den Weg zu geben, die ihn im Zweifelsfall in
Verdacht geraten lassen könnten.
Dass die Zahlenkolonnen mit One-Time-Pads verschlüsselt sind, ist eher
unwahrscheinlich - das Schlüsselmaterial müsste auf einem sicheren Weg
zum Agenten transferiert werden und der Agent dürfte keine Sendung
verpassen, weil er sonst nicht mehr synchronisieren kann.
Die Ver- und Entschlüsselung wird mit Verfahren gemacht, die man mit
Bleistift und Papier ausführen kann.
> Da die Sprache Deutsch war muss es ja für Deutschland bestimmt gewesen> sein.
Nicht zwangsläufig. Die Bedeutung von zehn Worten kann jeder lernen.
Uhu Uhuhu schrieb:> das Schlüsselmaterial müsste auf einem sicheren Weg> zum Agenten transferiert werden und der Agent dürfte keine Sendung> verpassen
Das könnte man in den Klein- oder Kontaktanzeigen einer Tageszeitung
verstecken. Fällt doch nicht auf, wenn sich der "Agent" jeden Tag die
FAZ holt.
Marek N. schrieb:> Das könnte man in den Klein- oder Kontaktanzeigen einer Tageszeitung> verstecken. Fällt doch nicht auf, wenn sich der "Agent" jeden Tag die> FAZ holt.
Das ist unpraktikabel, denn der Schlüssel muss so lang sein, wie die zu
chiffrierenden Nachrichten.
Zudem müsste dann ja der Agentenführer die FAZ mit solchen Aufträgen
versorgen - was im Zweifelsfall Ermittlungsansätze liefert.
Marek N. schrieb:> Fällt doch nicht auf, wenn sich der "Agent" jeden Tag die> FAZ holt.
Doch, doch. Bei der geringen Abonnentenzahl fällt jeder zusätzliche auf.
;-)
MfG Paul
Uhu Uhuhu schrieb:> Dass die Zahlenkolonnen mit One-Time-Pads verschlüsselt sind, ist eher> unwahrscheinlich […]>> Die Ver- und Entschlüsselung wird mit Verfahren gemacht, die man mit> Bleistift und Papier ausführen kann.
Welches Verschlüsselungsverfahren außer OTP ist für Papier und Bleistift
geeignet und trotzdem halbwegs sicher?
Wikipedia liefert (wie so oft) noch ein paar weitere Informationen zu
dem Thema:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlensender
Das Zeug habe ich (neben RTL) auch gehört.
Ich hatte einen VEF206.
Das ist für Stasi-Agenten, die irgendwo tief im Schwarzwald versteckt
sind, und noch nichts von der Wende wissen.
Oder für BND-Agenden irgendwo in der Uckermark, die ebenfalls von der
Wende noch nichts gehört haben.
;)
Detlef Kunz schrieb:> Das ist für Stasi-Agenten, die irgendwo tief im Schwarzwald versteckt
Gut, dann mache ich mich mal gleich auf die Suche hier in Triberg :-)
Agenten hatten wohl Codekarten mit, zudem ist jede Tageszeitung wie
geschrieben dazu geeignet.
Lasst mich Arzt schrieb:> Von denen kann man lernen wie man moderne Technik einsetzt.> Nämlich gar> nicht.
Es muss nicht modern sein.
Es muss nicht schön sein.
Aber es muss funktionieren.
Moderne Sachen sind meist so optimiert, dass schon geringe Störungen zum
Zusammenbruch des Systems führen können.
Und sie sind unganzbar (das Gegenteil von unkaputtbar) ;)
Paul Baumann schrieb:
> Marek N. schrieb:>> Fällt doch nicht auf, wenn sich der "Agent" jeden Tag die>> FAZ holt.>> Doch, doch. Bei der geringen Abonnentenzahl fällt jeder zusätzliche auf.> ;-)
Soll er sich halt eine gängige Fachzeitschrift kaufen, wie das High Time
Magazin. Oder MAD-Hefte, da gibt es sogar eine Rubrik "Spion & Spion".
http://www.madmagazine.com/
Hier ist die Anleitung für Verschlüsselung nach KOBRA des MfS der DDR:
http://scz.bplaced.net/kobra.html#kobra-mfs
Sind auch solche Fünfergruppen.... narrensicher. Typisch Beamtendeutsch,
der Text.
Detlef Kunz schrieb:> Moderne Sachen sind meist so optimiert, dass schon geringe Störungen zum> Zusammenbruch des Systems führen können.
Das ist auch ein Grund. Ich kenne jemanden bei der Polizei, der arbeitet
auch ab und zu mit Kollegen zusammen, die für die ganz großen Jungs
zuständig sind. Drogenhändler, Mafia. Bei denen können sie das komplette
Überwachungsprogramm anwenden, so sie die Erlaubnis dazu bekommen. Also
Handy orten und abhören, das Internet beim ISP anzapfen und Email Konten
überwachen. Aber die finden auch in 100 Jahren nichts gerichtlich
verwertbares, die ganz großen benutzen die Technik nicht. Da wird dann
für eine einfache Nachricht ("Ja, kannst ihn umlegen" oder "Übergabe
morgen Mittag") tausende Kilometer mit dem Auto gefahren. Ja von den
großen Verbrechern kann man auch noch was lernen :-).
Uhu Uhuhu schrieb:> Jeder, der einen guten Grund hat, seinem Agenten keine Gerätschaften> oder Unterlagen mit auf den Weg zu geben, die ihn im Zweifelsfall in> Verdacht geraten lassen könnten.
Blöd nur, daß auch von weit her feststellbar ist, WER solche Sendungen
empfängt, durch Erfassungen der Super-Zwischenfrequenz oder
Demodulation, so daß jeder Agent dadurch sofort auffällt (die paar
Zufallshörer wie Christian aussen vor gelassen, die tun sich das ja
nicht lange an), auch wenn man nicht gleich weiss, was ihm gesendet
wurde.
Dazu geht man dann in die Wohnung...
Yalu X. schrieb:> Aber da steht doch schon in der Überschrift, dass der Code geknackt> worden ist ;-)
Ich weiß nicht, wie allgemeingültig das ist, was der Israeli da in 2
Monaten ausgeheckt hat. Zwischen "eine Nachricht knacken" und das ganze
Verfahren knacken liegen zuweilen nochmal Welten.
Bisher kannte man jedenfalls nur einen Known-Plaintext Angriff auf das
Verfahren.
Michael Bertrandt schrieb:> auch wenn man nicht gleich weiss, was ihm gesendet wurde.
Dazu muss man "ihn" aber erst mal in Verdacht haben, denn so groß ist
die Reichweite der ZF nun auch nicht.
Der Vorteil solcher Verfahren ist ihre Einfachheit und Robustheit und
dass man den Agenten, der gerade nicht im Dienst ist, nicht anhand
einschlägiger Utensilien einem Verdacht aussetzt.
Der Agent an der Sende-/Empfangsanlage ist natürlich gefährdet, wenn die
Gegenseite einen tragfähigen Verdacht hat.
Kann mal jemand erklären wieso es so schwer ist die Standorte der Sender
ausfindig zu machen? Ich meine jeder der sendet kann auch angepeilt
werden, da Radiowellen ja eine Richtung haben.
Es geht um den Empfang unterfahrene der Funkstille. Das Senden erfolgt
meist ganz legal. Es gibt auch Empfänger welch gar keine Zf abstrahlen ,
da sie keinen lo benutzen.
@Christian
Die Peilung ist vermutlich deshalb schwierig, weil die Kurzwellen an der
Ionosphäre reflektiert werden (und damit rund um die Erde empfangen
werden können). Durch die Reflexion ändert sich natürlich die Richtung.
Über diese "Raumwelle" den Sender zu orten, dürfte vermutlich daher sehr
schwer sein, da man eigentlich nicht weiss, wo und wie oft die Welle
reflektiert worden ist. Erst, wenn man in die Nähe des Senders kommt,
und die Bodenwelle empfangen kann, kann ich mir vorstellen, dass eine
Ortung möglich wird.
Vermutlich kann man aber, wenn man die Bedingungen in der Ionosphäre
kennt, die Richtung der Wellen ungefähr bestimmen.
Weiss da wer noch genaueres drüber?
Tobias Plüss schrieb:> @Christian>> Die Peilung ist vermutlich deshalb schwierig, weil die Kurzwellen an der> Ionosphäre reflektiert werden (und damit rund um die Erde empfangen> werden können).
Sicher wird nicht alles reflektiert, ein Satellit hat es wahrscheinlich
einfacher mit der Peilung. Jedenfalls kann per Satellit auch Richtfunk
abgehört werden.
MfG,
Ok,
jedenfalls käme ich mir bescheuert vor wie hier so manche tag für Tag
ein Bzzzzzz....Bzzzzz.... aufzuzeichnen und gleich einen Stream ins Netz
zu stellen, wenn da mla ein Pfurz anders ist wie sonst.
https://www.youtube.com/watch?v=nCC8Xb7K0c8
Vielleicht senden da ja die untoten Nazis aus dem "Outer RIM" von dem
Kult-Film "Outpost - Zum Kämpfen geboren" :-)
Marek N. schrieb:> Fpga Kuechle schrieb:>> Jedenfalls kann per Satellit auch Richtfunk>> abgehört werden.>> Wie denn das?
Ganz einfach! Der Satellit muß dazu nur in genauer Verlängerung der
Richtfunkstrecke knapp über dem Horizont am Fimament prangen.
Michael Bauer schrieb:> Marek N. schrieb:>> Fpga Kuechle schrieb:>>> Jedenfalls kann per Satellit auch Richtfunk>>> abgehört werden.>>>> Wie denn das?>> Ganz einfach! Der Satellit muß dazu nur in genauer Verlängerung der> Richtfunkstrecke knapp über dem Horizont am Fimament prangen.
James Bond gucken ist das eine, an die Technik von James Bond glauben
das andere.
Dir ist nicht klar, das ein Satellite nicht an jeder beliebigen Position
stationär stehen kann, um irgend welche Richtfunkstrecke (natürlich
dann nur in eine Richtung !) zu belauschen.
Michael Bauer schrieb:> Ganz einfach! Der Satellit muß dazu nur in genauer Verlängerung der> Richtfunkstrecke knapp über dem Horizont am Fimament prangen.
So mit 5-20 Watt Sendeleistung? 5 Minuten? 10 Minuten?
@winne deshalb hasse ich die oft in dem Kontext oft wiedergekäute
Behauptung "jeder Empfänger ist auch ein Sender"... wobei ich mich frage
ob ein Empfänger der keinen LO hat bzw perfekt geschirmt ist und auch
keine HF verstärkt/leckt dann irgendwie doch dadurch anpeilbar ist dass
er Energie wegnimmt?
Die Amis sind abr echt blöd, dass sie derart scharfe Bilder ihres "E5"
auf deutschem Boden nicht schwärzen :-)
https://www.google.de/maps/@50.0037379,8.6109578,176m/data=!3m1!1e3
Wenn man noch näher ran zoomt verschwinden die Kuppeln plötzlich, wenn
die neueren Bilder gezeigt werden.
Links unten die KW Antenne.
Christian J. schrieb:> Die Amis sind abr echt blöd, dass sie derart scharfe Bilder ihres> "E5"> auf deutschem Boden nicht schwärzen :-)>> https://www.google.de/maps/@50.0037379,8.6109578,1...>> Wenn man noch näher ran zoomt verschwinden die Kuppeln plötzlich, wenn> die neueren Bilder gezeigt werden.>> Links unten die KW Antenne.
Hmm, bei mir verschwindet nichts.
Die Auflösung ist toll, man kann die einzelnen Elemente der Antennen
erkennen.
Bei mir schon..... das ganze Areal ändert sich und wird kleiner und
moderner... die Wetterkuppeln sind weg. Ist defintiv "E05" der Amis,
wird mit einem KW Radio ohne Antenne nachgewiesen, wo volle
Sendeleistung bestand.
Christian J. schrieb:> Wenn man noch näher ran zoomt verschwinden die Kuppeln plötzlich, wenn> die neueren Bilder gezeigt werden.
Das ist bei google üblich:
"Die Rasterdaten basieren auf Satellitenaufnahmen verschiedener
„Generationen“. In der höchsten Zoomstufe sind sehr unterschiedliche
Qualitäten erkennbar. Besonders die ländlichen Regionen, die nicht der
„westlichen Welt“ zugehören, sind meist sehr grob aufgelöst."
https://de.wikipedia.org/wiki/Google_Maps#Google_Maps_und_Google_Earth
Irgendwo unten wird das Jahr der Aufnahme angezeigt. Das kann auch
zwischen Google earth/map und verwendetet version schwanken.
MfG,
Christian J. schrieb:> Bei mir schon..... das ganze Areal ändert sich und wird kleiner> und> moderner... die Wetterkuppeln sind weg. Ist defintiv "E05" der Amis,> wird mit einem KW Radio ohne Antenne nachgewiesen, wo volle> Sendeleistung bestand.
Ich sah füher(™) auch kleiner und moderner aus. ;)
Ah, Langener Waldsee. Vor 12 Jahren hat mich da auf einem Waldweg, ich
mit der Karre unterwegs, eine Art Förster angehalten "was ich da mache
und ich hätte doch bestimmt eine Knarre im Kofferraum zum Wildern" - was
ich verneinte. Reingucken wollte er aber dann doch auch nicht. Sehr
seltsam, aber da das in direkter Nähe zur Antennenanlage war (von der
ich nix wußte, ich ging da immer baden), war das vielleicht gar kein
Förster??
Schade, den ganzen schönen Sand haben sie im Waldsee weggebaggert und
vermutlich in unschöne neue Spargel in FFM verwandelt :-(
Die Zahlensender auf KW hörte ich früher auch mal öfters.
Es gibt auch noch andere Signale, im VLF-Bereich.
Unter Forum: HF, Funk und Felder "CQ CQ CQ SAQ SAQ SAQ"
sind auf Bildern dummerweise teilweise nebenbei kurze
breitbandige Impulse zu sehen.
Auch andere Dauerträger gibt es.
Fragen dazu stelle ich keine,
Antworten wirds auch nicht dazu geben...
So interpretiere Ich Jedenfalls dort den Kommentar
vom:Datum: 23.07.2014 14:43
Nicht sehen, darüber hinwegsehen....
Michael Bauer schrieb:> Ganz einfach! Der Satellit muß dazu nur in genauer Verlängerung der> Richtfunkstrecke knapp über dem Horizont am Fimament prangen.
Falsch. Er muss etwas unterdem Horizont prangen.
Die Radiowellen werden genauso wie Licht durch die Erdatmosphäre
gebeugt.
Es ist einfach irre wieviel in solche Projeke an Manpower bzw. Geld
gesteckt wird. Da muß wohl einfach nur die Angst möglichst irrational
sein. Erinnert mich immer an einen Science-Fiction Film, in dem es
letztlich so war, daß die eigene Angst der Beteiligten die fremde Macht
stärkte.
Michael Bertrandt schrieb:> Blöd nur, daß auch von weit her feststellbar ist, WER solche Sendungen> empfängt, durch Erfassungen der Super-Zwischenfrequenz oder> Demodulation, so daß jeder Agent dadurch sofort auffällt (die paar> Zufallshörer wie Christian aussen vor gelassen, die tun sich das ja> nicht lange an), auch wenn man nicht gleich weiss, was ihm gesendet> wurde.>> Dazu geht man dann in die Wohnung...
Das glaube ich so nicht! Klar, wenn die auf dem Dachboden hocken,
vielleicht, aber an der nächsten Straßenecke ist doch wohl Sense. Da
rauschen dutzende Radios und Küchenmaschinen dazwischen, was soll das
noch auswertbar sein? Außerdem sind die Oszillatoren einfacher Radios
nun ooch nich sooo genau. Vielleicht habe ich um diese Uhrzeit auch
einen Denkfehler.... Ich hielt und halte das noch heute für eine
Kackhausparole, gestreut um abzuschrecken. ;-)
Old-Papa
Gibt es bei den Zahlensendern eigentlich auch mal "Pause". Wenn ich so
ein Ding betreiben würde, dann würde ich das System immer auslasten. Das
hat den Vorteil, dass der Gegner nie weis wann es "verstärkte
Aktivitäten" gibt. Außerdem könnte man dadurch keine Zusammenhänge
stellen wie "immer wenn gesendet wird ist Herr Schmidt gerade nicht am
Schreibtisch sondern aufm Klo". Ich würde darum leere Sendezeit immer
mit zufälligen Zahlen versehen. Im besten Fall versucht der Gegner noch
diese zu dekodieren und bindet damit seine Resourcen.
Vielleicht wird es ja so gemacht und seit Jahren werden einfach nur
Zufallszahlen gesendet weil man das System nicht abschalten will. Man
könnte es ja noch einmal brauchen.
Michael Bertrandt schrieb:> Blöd nur, daß auch von weit her feststellbar ist, WER solche Sendungen> empfängt, durch Erfassungen der Super-Zwischenfrequenz oder> Demodulation, so daß jeder Agent dadurch sofort auffällt
Jaja. Davon abgesehen, dass es mittlerweile sogar direkt wandelnde
SDRs gibt, liegt der zulässige Grenzwert der LO-Abstrahlung bei
wenigen Nanowatt (4 nW, meine ich mich zu erinnern). Wenn du dich
jetzt mal erinnerst, dass man die mittlerweile zulässigen 50 nW der
kleinen UKW-Sender gerade mal wenige Meter aufnehmen kann, dann kannst
du dir – selbst ohne die heute (leider) üblichen Störnebel – ausmalen,
wie nah man an ein derartiges Radio heran muss, bevor man das LO-Signal
aufnehmen kann. Die Methode eignet sich dann bestenfalls noch als
zusätzliches Indiz, wenn man demjenigen sowieso schon dicht auf den
Fersen ist.
Christian J. schrieb:> Wer benutzt heute noch solche antiquierten Codes
Nun, es ist ja nicht so, dass sich mit dem Ende des Kalten Kriegs
plötzlich alle Geheimdienste aufgelöst hätten. Es ist nur gerade mal
einer, der da zwangsaufgelöst wurde (und über den nun deshalb alle
reden können, einschließlich derer, die mal dabei waren), aber alle
anderen geheimniskrämern doch munter weiter.
Matthias xxx schrieb:> Ich würde darum leere Sendezeit immer> mit zufälligen Zahlen versehen
Wird auch so gemacht, an dem langweiligen Sonntag gestern einige
Stunden eingelesen in das Thema. Vieles ist Desinformation. Ansonsten
aber ein geniales System eine große Anzahl eigener Agenten weltweit zu
koordinieren, jeden einzelnen aber auch alle zusammen, zb wenn sie das
Land verlasssen sollen. Keinerlei zurück verfolgbare Kanäle, selbst der
"tote Briefkasten" ist noch modern wie eh und je. Der Verzicht auf
Verwendung jeglicher High Tech macht den Agenten quasi unsichtbar.
Nur der das Code Tap hat kann die Nachricht für ihn decodieren. Damals
und wohl auch heute geschieht das wohl mit programmierbaren
Taschenrechnern, die Nachrichten sind so gut wie unknackbar:
Archiv der "Zeit" von 1982. Sehr guter Artikel.
http://www.zeit.de/1982/11/die-kunst-der-geheimen-verfremder
Werden die damals beliebten HP 67 Rechner gewesen sein mit Magnetkarte
die man einschieben konnte.
Beim Super Agenten Schalck Goldokowski wurden als man ihn in die Mangel
nahm auch ein Code-Tap Buch in Briefmarken Größe gefunden.
Ist also ganz pfiffig und dass heute scheinbar so viel geschnüffelt wird
wie nie zuvor, dürfte das nur eine Variante sein.
"Edgar Allen Poe, der sich für einen Chiffrier-Experten hielt, hatte
kategorisch behauptet, jede Geheimschrift ließe sich entziffern, es sei
nur eine Frage der Zeit. Poe irrte sich. Denn nur eine geringe
Verbesserung der Lauftextsubstitution liefert eine absolut bruchsichere
Methode. Erdacht hat sie der amerikanische Nachrichtentechniker G. S.
Vernam vor 65 Jahren. Statt eines Textes benutzt die Vernam-Chiffrierung
schlichten Unsinn, eine Zufallsfolge aus den Ziffern 0 bis 25, so lang
wie der zu chiffrierende Text. Wenn so ein Schlüssel jeweils nur ein
einziges Mal benutzt wird, kann niemand den Code brechen"
Klar, aus "MORGENANGRIFFUM5UHR30" kann auch "MUTTIHATDICHGANZLIEB"
werden, wenn der Modulo Schlüssel derart ist, dass die Summe das ergibt.
Jörg Wunsch schrieb:> Wenn du dich> jetzt mal erinnerst, dass man die mittlerweile zulässigen 50 nW der> kleinen UKW-Sender gerade mal wenige Meter aufnehmen kann, dann kannst> du dir – selbst ohne die heute (leider) üblichen Störnebel – ausmalen,> wie nah man an ein derartiges Radio heran muss, bevor man das LO-Signal> aufnehmen kann.
Tja, früher fing man Hasen, indem man ihnen Salz auf den Schwanz
streute. Bei Agenten mit KW-Empfänger ist es genauso...
Christian J. schrieb:> Pfeffer.... gib dem Hasen "Peffer" = Schrotkugeln.
Der Witz mit dem Salz scheint dich etwas zu überfordern...
Brutale Gewalt vernebelt eben den Verstand.
Christian J. schrieb:> "Edgar Allen Poe, der sich für einen Chiffrier-Experten hielt, hatte> kategorisch behauptet, jede Geheimschrift ließe sich entziffern, es sei> nur eine Frage der Zeit. Poe irrte sich. Denn nur eine geringe> Verbesserung der Lauftextsubstitution liefert eine absolut bruchsichere> Methode. Erdacht hat sie der amerikanische Nachrichtentechniker G. S.> Vernam vor 65 Jahren. Statt eines Textes benutzt die Vernam-Chiffrierung> schlichten Unsinn, eine Zufallsfolge aus den Ziffern 0 bis 25, so lang> wie der zu chiffrierende Text. Wenn so ein Schlüssel jeweils nur ein> einziges Mal benutzt wird, kann niemand den Code brechen">> Klar, aus "MORGENANGRIFFUM5UHR30" kann auch "MUTTIHATDICHGANZLIEB"> werden, wenn der Modulo Schlüssel derart ist, dass die Summe das ergibt.
Nein, denke ich! Vertausche mal Schlüssel mit Nachricht, dann wird
sofort klar, daß der Schlüssel bestimmte Eigenschaften haben muß, damit
das wirklich perfekt ist:
Er muß eine 'wirkliche' Zufallsfolge sein! Also in mathematischen Sinne.
Dafür gibts spezielle Prüfverfahren.
Jede Regelmäßigkeit im Schlüssel, vereinfacht die Dekodierung!
Öffentlich zugänglich ist z.B. eine Analyse der PIN-Zahlen der Banken.
Der Verfasser kommt zu dem Schluß, das man nur ca. 106 Proben machen muß
um einen gültigen PIN zu finden.
Andersherum: Eine Bande klaut in großem Stil diese Karten und probiert
sie über Mittelsmänner aus, nachdem diese von einem Experten drei
PIN-Nummern zur Probe übermittelt bekamen. Dann würde jede 106 Bankcard
geknackt! Nett, oder? Muß man nur noch statistisch im Durchschnitt über
diese geknackten Karten genug Geld reinbekommen, damit man das System
insgesamt bezahlen kann, schon hat man die Gewinnzone erreicht. Und das
ist nur das was öffentlich bekannt ist. Wer weiß was es noch alles im
Verborgenen dazu gibt. Vielleicht ist die Zahl 106 nur 23 ?
Wäre mal interessant, was hinter den Zufallszahlengeneratoren der
modernen Prozessoren steckt. Ich ahne da schon wieder böses, wenn da
NIST-Standard bei steht.
Wir haben hier einen Experten für sowas: Hagen Re. Vielleicht schreibt
er ja mal wieder was. Obwohl es sicherlich tausendfach irgendwo anders
bereits erklärt ist.
Abdul K. schrieb:> Öffentlich zugänglich ist z.B. eine Analyse der PIN-Zahlen der Banken.> Der Verfasser kommt zu dem Schluß, das man nur ca. 106 Proben machen muß> um einen gültigen PIN zu finden.
Hierbei kommt allerdings erleichternd dazu, das die Länge schon mal
bekannt ist. Ausserdem sind bei Plastikkarten so gut wie immer nur
Ziffern im Spiel.
Diese unnötige Beschränkung ist natürlich ein dickes Sicherheitsloch und
sollte von der Bankengemeinde schnellstens mal geändert werden.
Matthias Sch. schrieb:> sollte von der Bankengemeinde schnellstens mal geändert werden.
Sollte schon. Aber warum?
Ist doch nicht deren Geld sondern unseres.:-(
Aus Informationen, welche die Plattform für investigativen Journalismus
ProPublica zusammen mit der New York Times vergangene Woche
veröffentlichte, geht jetzt hervor, dass der entsprechende Standard in
der Tat gezielt so von der NSA beeinflusst wurde, dass der Geheimdienst
am Ende "der alleinige Verfasser" der Publikation war. Die Beeinflussung
durch die NSA war Teil des SIGINT Enabling Project, welches zum Ziel
hat, IT-Unternehmen und Standardisierungs-Gremien so zu manipulieren,
dass Verschlüsselungen von der NSA umgangen werden können
Abdul K. schrieb:> Nein, denke ich! Vertausche mal Schlüssel mit Nachricht, dann wird> sofort klar, daß der Schlüssel bestimmte Eigenschaften haben muß, damit> das wirklich perfekt ist:> Er muß eine 'wirkliche' Zufallsfolge sein!
Ein Schlüssel der a) genauso lang ist wie die Nachricht selbst und er b)
nur einmal verwendet wird ist UNKNACKBAR. Dazu reicht die simple
Additionen der Buchstaben aus, da nur die Summe den Klartext ergibt.
Weder der Schlüssel allein, noch die Ciphernachricht allein reichen aus.
Das ist erwiesen wenn a) und b) gegeben sind. So funktioniert der One
Tap Code. Auch der Doppelwürfel ist unknackbar, solange keine Vermutung
über den Inhalt der Nachricht besteht und die Länge der beiden Schlüssel
nicht bekannt ist.
Oliver Stellebaum schrieb:> Wo kann man denn heute noch Zahlensender hören?> Haben die auch einen Livestream im Netz?
Du kannst Dir das Zeug downloaden.
Na jetzt bin ich aber doch platt, bilde ich mir doch ein wir hätten das
Thema hier nicht zum ersten Mal diskutiert. Ebenso die Fragen zur
Schlüsselsicherheit und zur Kompromitierung durch wiederherholte Nutzung
des gleichen Schlüssels .....
Marek N. schrieb:> Meinst du Tap-Code http://en.wikipedia.org/wiki/Tap_code oder doch den> One-Time-Pad https://de.wikipedia.org/wiki/One-Time-Pad ?
Den OTP, ein einfaches wie auch narrensicheres Verfahren. Ich bin kein
Kryptologe und Mathe ist auch nicht meine Stärke aber ich weiss, dass
Codes nach dem Prinzip geknackt werden den Schlüsselraum einzugrenzen.
Und das geht nur wenn ein Schlüssel mehrfach verwendet wird oder wenn
die Botschaft "trivial" war. Tippte man auf der Enigma 10 Mal den
Buchstaben A gab die resultierende Codefolge Aufschluss über die
Walzenstellung und man hatte ihn. Der Fehler der Enigma war, dass sie
niemals ein A auf ein A abbildete. Damit wurde sie geknackt. Unter
"Numberphile" gibt es bei youtube gute Videos darüber am Beispiel einer
Original Maschine.
Ne gute Aufgabe für ein paar Freak hier: Man löse die Riemannsche
Vermutung, dass alle Primzahlen auf einen Geraden liegen und morgen
sind alle RSA Verfahren der Welt knackbar. Das Desaster wäre nicht
auszudenken, wenn das Produkt zweiter Primzahlen genauso schnell wieder
zerlegt wäre, wie es multiplizierbar ist :-)
"Das Institut in Massachusetts hat ein Preisgeld von einer Million
US-Dollar für eine schlüssige Lösung des Problems in Form eines
mathematischen Beweises ausgelobt."
Christian J. schrieb:> Den OTP, ein einfaches wie auch narrensicheres Verfahren.
Einfach, narrensicher, aber für Anwendungen, wie Zahlensender völlig
ungeeignet.
Christian J. schrieb:> Der Fehler der Enigma war, dass sie> niemals ein A auf ein A abbildete. Damit wurde sie geknackt.
Nicht ganz. So einfach war es nun doch nicht, zum Knacken der Enigma
durch die Polen hat wesentlich die schlechte Funkdisziplin und
vorhersehbare Verhaltensweisen, wie die Wiederholung des ersten
Codeblocks beigetragen.
Die Jungs in Bletchley Park haben später gesagt, das bei einer
ordnungsgemässen Verwendung es unter Umständen nicht gelungen wäre, die
Verschlüsselung zu knacken. Die schlechte Funkdisziplin vor allem der
Luftwaffe hat sehr zum Erfolg beigetragen.
Als die Marine den Code änderte und eine weitere Walze einführte, sassen
die Jungs erstmal ziemlich im Dunkeln, wobei die dt. Marine allerdings
die klassische Funkpeilung (und die Funker 'Handschrift') sehr
unterschätzte.
Uhu Uhuhu schrieb:> Einfach, narrensicher, aber für Anwendungen, wie Zahlensender völlig> ungeeignet.
Warum? Solange niemand weiss, was der Agent als Schlüssel benutzt, ist
das alles bestens. Wenn z.B. die Vereinbarung wäre, immer die 5. Seite
der New York Times vom Vortag zu nehmen, wäre alles cool, bis jemand das
herauskriegt. Dann sind natürlich alle folgenden Nachrichten ein offenes
Buch.
Roland L. schrieb:> ist die Frage ernst gemeint?
Ja!
Natürlich ist mir klar dass wohl kein Geheimdienst (ausser vielleicht
den Nordkoreanern) so verwegen ist das vom eigenen Server aus ins Netz
zu pumpen.
Sowas wie dieses niederländische SDR-Webradio meinte ich. Vielleicht
gibt es ja Freaks die sowas schon fest eingestellt ins Netz einspeisen.
Oliver Stellebaum schrieb:> Natürlich ist mir klar dass wohl kein Geheimdienst (ausser vielleicht> den Nordkoreanern) so verwegen ist das vom eigenen Server aus ins Netz> zu pumpen.
Das Einstellen ins Netz ist nicht das Problem. Der Absender der
Nachrichten ist nicht geheim.
Aber kein Agent wäre so blöd, die Seite anzuschauen (außer vielleicht
US-Amerikaner, die bezahlen ja auch noch mit ihrer eigenen Kreditkarte,
wenn sie vor der Polizei untertauchen wollen).
Eine grundlegende Eigenschaft dieser Nachrichtenübermittlung ist die,
dass der Empfänger nicht ermittelt werden kann und getarnt ein normales
Leben führen kann.
Moderne Kommunikationswege (auch heutiges Telefon) sind dafür
ungeeignet, da immer gespeichert wird, wer wann mit wem kommuniziert
hat. Das ist schon fast so aussagekräftig wie der Inhalt der Nachricht
selbst.
Bei den Zahlensendern braucht der Empfänger nur ein handelsübliches
Radio, das er vor Ort beschaffen und im Falle eines Defektes auch Ersatz
besorgen kann, ohne mit seinem Auftraggeber in Verbindung treten zu
müssen.
Selbst bei einer Hausdurchsuchung oder Haushaltsauflösung nach dem Tod
des Agenten ist nichts zu finden, was ihn enttarnen könnte.
Matthias Sch. schrieb:> Uhu Uhuhu schrieb:>> Einfach, narrensicher, aber für Anwendungen, wie Zahlensender völlig>> ungeeignet.>> Warum?Beitrag "Re: Wer braucht heute noch deutsche Zahlensender?"> Wenn z.B. die Vereinbarung wäre, immer die 5. Seite> der New York Times vom Vortag zu nehmen
Das ist aber kein OTP, weil in den Daten ein sehr deutliches Muster
steckt.
Oliver Stellebaum schrieb:> (ausser vielleicht den Nordkoreanern)
Unterschätze die Nordkoreaner mal nicht. Bisher haben die es noch immer
geschafft, selbst gegen die Weltmacht USA nicht den Kürzeren zu ziehen
und mit ihren Kernwaffen dürfte ihnen das auch künftig gelingen.
Christian J. schrieb:> Ein ganzes Leben für den KGB, was letzlich damit endet, dass die> Top-Agenten fallen gelassen werden und für Jahre in einem deutschen> Knast enden :-)
Fallen gelassen? Das Verhalten der Russen wird handfeste Gründe gehabt
haben, über die sie - das ist unverzeihlich! - Die Welt nicht informiert
haben.
Sowas ist Berufsrisiko, ähnlich dem des Dachdeckers, vom Dach zufallen.
Christian J. schrieb:> Abdul K. schrieb:>> Nein, denke ich! Vertausche mal Schlüssel mit Nachricht, dann wird>> sofort klar, daß der Schlüssel bestimmte Eigenschaften haben muß, damit>> das wirklich perfekt ist:>> Er muß eine 'wirkliche' Zufallsfolge sein!>> Ein Schlüssel der a) genauso lang ist wie die Nachricht selbst und er b)> nur einmal verwendet wird ist UNKNACKBAR. Dazu reicht die simple> Additionen der Buchstaben aus, da nur die Summe den Klartext ergibt.> Weder der Schlüssel allein, noch die Ciphernachricht allein reichen aus.> Das ist erwiesen wenn a) und b) gegeben sind. So funktioniert der One> Tap Code. Auch der Doppelwürfel ist unknackbar, solange keine Vermutung> über den Inhalt der Nachricht besteht und die Länge der beiden Schlüssel> nicht bekannt ist.
Ich denke wird beide sind da nicht fest genug drin, um das abschließend
beantworten zu können.
Stell dir nur vor, zu verschlüsselnder Text und Schlüssel sind beide
kurze periodische Textstücke. Das ist doch ganz sicher knackbar.
Ich sagte ja schon, Klartext und Schlüssel sind direkt gegeneinander
austauschbar! Es gibt keinen Unterschied zwischen beiden!
Eine echte Zufallsfolge ist komplett irrational, also eine Folge die
sich nimmer wiederholt. Das heißt, sie schließt JEDE Information des
Universums ein, egal ob die Zahl 2015 oder den Bibeltext oder die Zahl
pi und auch jede vergangene sowie zukünftige Information. Außerdem kann
es nur eine Zufallsfolge geben, auf der alle anderen möglichen
Startpunkte (also alle 'anderen' Zufallsfolgen) sich nur durch einen
Startindex auf dieser unterscheiden. Was dann dazu führt, daß man sich
diese Zufallsfolge als vierdimensionalen Ring vorstellen kann. Dieser
Ring ist equivalent zur Darstellung des Universums zu jedweden realen
Zeitpunkt.
Eine technisch realisierbare Folge ist dagegen immer problembehaftet.
Abdul K. schrieb:> Eine echte Zufallsfolge ist komplett irrational, also eine Folge die> sich nimmer wiederholt.
Das bedeutet aber, dass auch der gewählte Schlüsseltext irgendwo in
dieser Zufallsfolge zu finden ist.
Ausgangspunkt eures Disputes war es ja, dass der Schlüssel genauso lang
ist wie der zu verschlüsselnde Text. Damit greift auch dieses Argument
nicht
> Stell dir nur vor, zu verschlüsselnder Text und Schlüssel> sind beide kurze periodische Textstücke
Man nehme nur eine Periode des Textes, einen gleich langen Schlüssel.
Jede weitere Wiederholung ergibt dann nur noch für den Angreifer, dass
sich die Nachricht wiederholt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das
irgendeinen Anhaltspunkt für die Entschlüsselung bietet.
Ein wesentlicher Punkt bei der Enigma Entschlüsselung war es auch, dass
zb der Wetterdienst bzw. Wetterstationen dieselben Tagesschlüssel
benutzen. Fing man eine Nachricht auf, von der man wusste, dass es sich
um eine Wetterinformation handelt, dann konnte man Vermutungen darüber
anstellen, welche Worte wohl in der Nachricht vorkommen würden. Dann
wurde die berühmte Bombe darauf angesetzt, die systematisch verschiedene
Schlüssel durchprobierte und die codierte Nachricht damit zu
entschlüsseln versuchte. Ergab sich ein Treffer mit einem geratenem
Wort, dann hatte man den Tagesschlüssel, der dann zb für die ganze
Luftwaffe für diesen Tag galt. Das Verfahren schien sehr effektiv zu
sein, wie ich einem Bericht über eine Führung aus Bletchly Park
entnehme.
https://www.youtube.com/watch?v=QZFol3gH1pg
Christian J. schrieb:> Ein Schlüssel der a) genauso lang ist wie die Nachricht selbst und er b)> nur einmal verwendet wird ist UNKNACKBAR.
Wenn der Schlüssel per Zufallsgenerator erzeugt ist. Sonst stimmt das
nicht.
Nabend zusammen,
schaut Euch mal den Code zum cache GC1VYPY an. Der wurde ohne
Zufallsgenerator erstellt und bisher nur mit Hilfe geknackt, obwohl er
grundsätzlich sehr einfach ist. Man sollte allerdings unbedingt den hint
beachten...
Viele Grüße
Roland
Abdul K. schrieb:> Ich denke wird beide sind da nicht fest genug drin, um das abschließend> beantworten zu können.>> Stell dir nur vor, zu verschlüsselnder Text und Schlüssel sind beide> kurze periodische Textstücke. Das ist doch ganz sicher knackbar.> Ich sagte ja schon, Klartext und Schlüssel sind direkt gegeneinander> austauschbar! Es gibt keinen Unterschied zwischen beiden!
OGYCO MOPQD VCKQD LOMSS MCPDN EMBSF BGPJI PTPXY JVBVD WGGGS EUPYH
PQMTQ FNACC PVWMX GNCJA
Dann knack mal, 100 Euro winken, das Forum ist Zeuge:-)
Ich hab schon diverse Matheklausuren nicht knacken können ;-)
Tut mir leid. Ich bin nicht gut genug. Das muß einen aber nicht davon
abhalten, Gedankengänge anzustellen und manchmal sogar richtig gute zu
haben.
Wie gesagt, mein Gott ist Hagen Re.
Wie schafft ihr es eigentlich immer, diese Sender zu empfangen? nach
mühseliger Suche habe ich gestern Abend mal eine sehr spärliche und vor
allem uralte Frequenzliste gefunden. Mit einem Kenwood Ts2000 habe ich
auf KW versucht, ein paar Sender zu erwischen, aber habe nur The Pip
empfangen (siehe Wikipedia). Einen Sender, wo eine Stimme in der Tat
Zahlen vorliest, habe ich noch nie gehört :-(
Soviel Geheimdienstler gibts leider nicht. Daher mußt schon etwas
warten/suchen. Aber sie rüsten ja gerade wieder auf. Hey Leute, da gibts
frische Jobs!
Außerdem gibts auch moderne Verfahren. Schau mal 23,4KHz an. Oder die
Längstwelle für U-Boote bei um die 80Hz.
(Ja, ich habe sie original gehört, die Dame aus dem Osten(?). Ist aber
mehr als 30 Jahre her und auch zufällig. Man war das spannend als junger
Schüler)
Tobias Plüss schrieb:> Einen Sender, wo eine Stimme in der Tat> Zahlen vorliest, habe ich noch nie gehört :-(
Tja, das ist dann wohl die Ungnade der späten Geburt ;-)
Ich habe die früher mit jedem Taschenradio auf allen möglichen Bändern
rein bekommen. Wozu und an wen war uns immer klar, nur eben das "Was"
natürlich nicht. Bei einer meiner Freundinnen im Haus hörte ich das mal
durch Zufall auf dem Klo (aus dem Nachbarklo, war ein
"Arbeiterschließfach"). Entweder war da auch nur jemand neugierig oder
hat tatsächlich Zahlen aufgepinselt ;-)
Old-Papa
Tobias Plüss schrieb:> Einen Sender, wo eine Stimme in der Tat> Zahlen vorliest, habe ich noch nie gehört :-(
Mann, die Lotto-Tante kommt aber jede Nacht vorbei, voll
sexy Stimme! Als ich 10 war (1975) war die dauernd on air.
Her ist die Vorhersage für die ganze Woche, mächtig was
los bei James Bond & Co.
http://priyom.org/number-stations/station-schedule
Zieh Dir mal die Morse-Stationen rein. Den Dip-didipp-dipedidipp...Beat
kriegst du nicht mehr aus dem Ohr :-))
Das war noch echtes Agenten-Fieber! Das Intro habe ich auf Kassette:
https://www.youtube.com/watch?v=74wGghbn-EI
@Abdul
leider besitze ich keinen Receiver, der bis 23 kHz runter geht. 80 Hz
erst recht nicht :-) Was kann man auf 80 Hz noch übertragen? Sprache
doch sicher nicht, oder?
@Christian
danke für den Link. Werde bei nächster günstiger Gelegenheit ein wenig
rein hören, und hoffen, dass ich diesmal auch ein paar "Achtung, 5
Gruppen, Neuen, Füneff ..." erwische ;-)
[weiss wie es klingen soll, halt nur aus Aufnahmen ;-) ]
Gruss
Christian J. schrieb:> Tobias Plüss schrieb:>> Einen Sender, wo eine Stimme in der Tat>> Zahlen vorliest, habe ich noch nie gehört :-(>> Mann, die Lotto-Tante kommt aber jede Nacht vorbei, voll> sexy Stimme! Als ich 10 war (1975) war die dauernd on air.
Hier ein Video der Tante mit der sexy Stimme:
https://www.youtube.com/watch?v=9MY8HblDAHQ
Rick McGlenn schrieb:> Hier ein Video der Tante mit der sexy Stimme:>> Youtube-Video "Stimme, Sprachgenerator für Zahlensender"
Jaja, die gute alte 'Zahlen-Else' :-) Das war unser Spitzname im OV für
diese strenge Dame.
Tobias Plüss schrieb:> 80 Hz erst recht nicht :-)
Die 80 Hz halte ich auch für ein Gerücht.
> Was kann man auf 80 Hz noch übertragen?> Sprache doch sicher nicht, oder?
Sprachübertragung fällt mangels Bandbreite bei allen VLF-Frequenzen
aus.
Jörg Wunsch schrieb:> Tobias Plüss schrieb:>> 80 Hz erst recht nicht :-)>> Die 80 Hz halte ich auch für ein Gerücht.>
Ich finds immer wieder geil, wenn Leute meinen ich würde Blödsinn
scheiben.
Jeder der absichtlichen Schwachsinn von mir findet, bekommt ein
Malzbier!
Und das gerade bei dir, wo du mich doch halbwegs kennst und wir Sachsen
müssen doch zusammenhalten gegen das emperialistisch-kapitalismus
Ausland der Gelbpinkler&Co. .
>> Was kann man auf 80 Hz noch übertragen?>> Sprache doch sicher nicht, oder?>> Sprachübertragung fällt mangels Bandbreite bei allen VLF-Frequenzen> aus.
Sind ellenlange Pseudozufallsfolgen, die irgendwas codieren, z.B. laß
Boje am Seil auftauchen und stelle darüber ne Satellitenverbindung für
High-Speed Duplex her. Also so ein Bit pro Minute. Viel mehr ist es
vermutlich nicht.
Man brauch bei diesen Frequenzen eigentlich nur einen großen Eisenblock
oder eine 500m Langdrahtantenn geschleppt, einen hochlinearen
Vorverstärker und bisserl DSP für den Empfang im U-Boot.
Eine "Landfunkstelle" für U-Boot Kommunikation gibt es irgendwo in
Kanada.
Die gehen auch weit unter 80Hz.
Als Antenne wird eine zig kilometerlange Überlandleitung verwendet.
Den Draht könnte man aber auch in die Erde eingraben, das ergibt keinen
Unterschied.
Man verwendet sogar die "schlecht leitende" Küstenlinie von größeren
Inseln als Antenne.
Der Frequenzbereich <<1kHz birgt so manch seltsame Ideen und
Konstruktionen.
Im Netz fand ich mal einen Beitrag von einem Schweden oder Norweger, der
die Leitplanke einer Autobahn als VLF Empfangsantenne verwendet.
Schöne Idee und überaus effektiv.
Wen die VLF und ELF Thematik interessiert sollte sich mal auf
"www.vlf.it" umschauen.
Ist z.T. sehr speziell, aber auf sehr hohem Niveau.
Winfried J. schrieb:> Und weiter geht's. Und nun ahne ich auch woher die gelben Z80 stammen> welche bei ebay umherirren.
Cool! Die sind da ja alle drin! Original!
Da ich einen SSB Kurzwellenempfänger betriebsbereit halte frage ich mich
ob ich jetzt unter verstärktem Spionageverdacht stehe.
Ach ne, ich habe ja das pdf des Handbuch des Empfängers im Internetz
gesucht. Schlapphüte bekommen da sicher Anweisungen vom
Führungsoffizier.
Aber echt ist nicht wahr. Ich mach mich morgen mal auf die Suche. Leider
ist das Wetter nicht so pralle. Weiss jemand wo ich die Wurmtabellen im
Netz finden kann?
/scnr.
Aber die Idee mit dem Sony-Weltempfänger, der im Display die Botschaft
anzeigt, die ist doch super. Fällt gar nicht auf. Falsche Frequenz
eingestellt und er spielt normalo-Musik und RDS. Und sonst eben
fünfer-Buchstaben ;-))
die 27 geräte mit mehreren Prozessoren wurden nach 1989 im Jahr 1990
produziert.
Außerdem handelt es sich in den Geräten durchweg um Z84Cxxxx
aber wo diese waren da war auch anderes. Darauf verwette ich meinen
Arsch
Hier noch ein Schmankerl
an minute 3:06 / 3:07
https://www.youtube.com/watch?v=EsgWLhZ30_Q
ist für eine sekunde ein Blick auf eine FuMes Funkmess-undortungssystem
Sw zu erhaschen eingestellt ist der emfängervom typ minilock aus bamberg
und eine oberfläche mit biszu 4 wählbaren peilempfängern ist zu erkennen
ein weiter beim Bismarkturm .... eingemessen wird gerade ein FM Sender
;)
Namaste
Abdul K. schrieb:> Aber die Idee mit dem Sony-Weltempfänger, der im Display die Botschaft> anzeigt, die ist doch super. Fällt gar nicht auf. Falsche Frequenz> eingestellt und er spielt normalo-Musik und RDS. Und sonst eben> fünfer-Buchstaben ;-))
link ?
Winfried J. schrieb:> Hier noch ein Schmankerl>> an minute 3:06 / 3:07>> https://www.youtube.com/watch?v=EsgWLhZ30_Q>> ist für eine sekunde ein Blick auf eine FuMes Funkmess-undortungssystem> Sw zu erhaschen eingestellt ist der emfängervom typ minilock aus bamberg> und eine oberfläche mit biszu 4 wählbaren peilempfängern ist zu erkennen> ein weiter beim Bismarkturm .... eingemessen wird gerade ein FM Sender> ;)>
Nett. Mit Kaffeetasse und Safe.
Was ich noch interessant finde: in keinem Video, wo man die Zahlenelse
sehen kann, wird verraten, wo das ist oder woher die Leute die Geräte
haben. Sind die Dinger überhaupt echt? Wieso wird um die immer noch ein
Geheimnis gemacht, wenn doch die betreffenden Zahlensender ausser
Betrieb sind und wie kommen dann doch Privatpersonen in den Besitz
davon? wenn das doch echtes Geheimdienstmaterial wäre, dann wären die
Dinger doch bestimmt bei der Stillegung der Sender verschrottet worden.
Tobias Plüss schrieb:> Was ich noch interessant finde: in keinem Video, wo man die Zahlenelse> sehen kann, wird verraten, wo das ist oder woher die Leute die Geräte> haben. Sind die Dinger überhaupt echt? Wieso wird um die immer noch ein> Geheimnis gemacht, wenn doch die betreffenden Zahlensender ausser> Betrieb sind und wie kommen dann doch Privatpersonen in den Besitz> davon? wenn das doch echtes Geheimdienstmaterial wäre, dann wären die> Dinger doch bestimmt bei der Stillegung der Sender verschrottet worden.
bis zu Ende schauen und lesen
Youtube-Video "Number Stations Revealed - Final: Swapping datacards and
the interior"
Nach der Wende wurde in der Normannenstraße (Berlin) Stasitechnik wie
auf dem Flohmarkt durch die Treuhandgesellschaft verrammscht. Dort habe
ich die Interfaceboxen IF3000IF6000 für meine damalige S3004
Schreibmaschine erworben. An einen Farblaserdrucker wie er jetzt neben
mir steht war noch nicht mal in meinen Träumen zu denken.
Namaste
Verschrotten ist nicht immer verschrotten. Weist du was die Russen alles
"verschotten" haben als sie die Kassernen in Deutschland verlassen
mussten. Sie wussten genau dass das schöne Leben jetzt vorbei war, in
Russland hatten Sie nichts. Da hast du für eine Flasche Schnaps, Geld
oder ein Auto auch mal eine kalaschnikow bekommen. (Doku kam erst
gerstern Abend im Fernsehen)
Ansonsten erinnert mich die Frauenstimme an meine Freundin. Sie sagt
etwas, ich hab den Inhalt micht verstanden, habs eh schon wieder
vergessen, ist aber auch egal weil sie es mir heute bestimmt noch
zwanzig mal erzählen wird;)
Tobias Plüss schrieb:> Wieso wird um die immer noch ein> Geheimnis gemacht, wenn doch die betreffenden Zahlensender ausser> Betrieb sind und wie kommen dann doch Privatpersonen in den Besitz> davon? wenn das doch echtes Geheimdienstmaterial wäre, dann wären die> Dinger doch bestimmt bei der Stillegung der Sender verschrottet worden.
Oh, du glaubst gar nicht, was während der Wiedervereinigung alles an
Stationen mehr oder weniger über Nacht einfach verlassen wurde. Da musst
man nur reingehen und sich bedienen.
Auto war nicht schlecht, denn viele Geräte sind Bootsanker Qualität
gewesen.
Nördlich von Berlin (Nähe Lanke/Biesenthal) gabs z.B. eine dicke
Satellitenstation mit 3 Stück 10m Schüsseln und ziemlich interessanter
Hardware...
Matthias Sch. schrieb:> Nördlich von Berlin (Nähe Lanke/Biesenthal) gabs z.B. eine dicke> Satellitenstation mit 3 Stück 10m Schüsseln und ziemlich interessanter> Hardware...
...und heute hast Du wenig Platz im Garten? ;-D
Patrick Dohmen schrieb:> ...und heute hast Du wenig Platz im Garten? ;-D
Hehehe, die Schüsseln haben wir damals stehengelassen. Leider konnte man
auch nicht reinklettern, weil sie alle ordentlich zum Zenit gedreht
waren. Auf Satellitenbilder von 1996-2000 konnte man die Spiegel noch
sehen, heutzutage nicht mehr. Scheinen demontiert und den Doppelhäusern
gewichen zu sein.
Hallo Christian.
Christian J. schrieb:> ich habe als Kind in den 70gern am Radio gesessen und diese Zahlenfolgen> aufgeschrieben "Fünnef" und "Nojen" sind mir noch vertraut.
Wem nicht....ebenfalls die Fanfare von Radio Tirana oder vom "Sender für
Frieden und Fortschritt". ;O)
Wegen der hohen Feldstärken und der überforderten Eingangsstufen hörte
ich das auf Kurzwelle quasi immer im hintergrund mit, wenn auch stark
verzerrt. Aber die "Jingels" waren so markant, dass ich sie immer
erkannte, auch wenn sonst nur Gegurgel zu hören war.
> Ich bin gestern nacht bei gutem Emnpfang auf die Suche gegangen mit> meinem "CTR Universum Ghettoblaster" aus den 80igern, der einen super KW> Empfang hat und......
Sowas ähnlich hatte ich auch. Später einen Trio 9R59D.
> zwar nicht auf aber frage mich: Wer benutzt heute noch solche> antiquierten Codes im Zeitalter von PGP, Internet und digitalen> Funknetzen?
Die Personenkreise mit ähnlichen Anliegen wie die, die das damals auch
gemacht haben ;O)
> Da die Sprache Deutsch war muss es ja für Deutschland> bestimmt gewesen sein.
Nicht zwangsweise.....siehe meine Vorredner.
Da das ganze aber eh "offtopic" ist, im Anhang
"Traum_Nummerngirls_November2007.pdf" mit passendem Bezug.
und, ja, das ganze ist die Niederschrift eines Traumes, was einige
Merkwürdigkeiten erklären dürfte. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd Wiebus schrieb:> Aber die "Jingels" waren so markant, dass ich sie immer erkannte, auch> wenn sonst nur Gegurgel zu hören war.
Das Kreml-Glockenspiel von Radio Moskau war ähnlich markant. ;-)
Stefan M. schrieb:> Eine "Landfunkstelle" für U-Boot Kommunikation gibt es irgendwo in> Kanada.> Die gehen auch weit unter 80Hz.
Gingen. soweit ich weiss, ist die NATO Anlage (Sanguine) am Clam Lake
seit über 10 Jahren stillgelegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sanguine
mit dem Link:
http://fas.org/nuke/guide/usa/c3i/fs_clam_lake_elf2003.pdf
Das östliche Gegenstück dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/ZEVS
mit dem Link:
http://www.vlf.it/zevs/zevs.htm> Der Frequenzbereich <<1kHz birgt so manch seltsame Ideen und> Konstruktionen.
Das die Sanguine Sendeanlagen mit den langen Drahtantennen nicht mehr
existieren, muss nicht bedeuten, dass in dem Frequenzbereich nicht mehr
gesendet werden kann.....
Es könnte z.B. der Luxemburgeffekt verwendet werden, um das ELF
Sendesignal durch Mischung in der Ionosphäre erst zu erzeugen. ;O)
Ist wohl energetisch noch mieser, kommt aber dann mit deutlich kleineren
Antennen aus. ;O)
Allerdings würde mann dann auch ein Signal feststellen, wenn es nicht
gut als Rauschen getarnt ist. ;O)
Wikipedia Link zum Luxemburg Effekt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Luxemburgeffekt> Im Netz fand ich mal einen Beitrag von einem Schweden oder Norweger, der> die Leitplanke einer Autobahn als VLF Empfangsantenne verwendet.> Schöne Idee und überaus effektiv.Kopf wieg Naja, bei LF bringt Antennenhöhe noch deutliche Vorteile.
Eine "Beverage on the Ground (BOG) ist als Sendeantenne ineffektiv (aber
effizienter als nix).
Empfangsmäßig sieht das aber besser aus.
Allerdings ist es bei den Frequenzen durchaus nicht mehr einfach, eine
Beverage Antenne in Bauchnabelhöhe zu ziehen. Da ist das Ausrollen von
Feldtelephonleitungen auf dem Boden oder eben der Missbrauch von
Leitplanken schon eine Alternative. ;O)
Persönlich habe ich eher schlechte Erfahrungen mit der Verwendung von
Eisenbahnschienen als Antenne für 160m. 100m 2,5mm² in 5 bis 10m Höhe in
eine Baumreihe geworfen oder schon meine 12m Fieberglasvertical sind
deutlich besser.
>> Wen die VLF und ELF Thematik interessiert sollte sich mal auf> "www.vlf.it" umschauen.
Danke!
Aus meiner Link Sammlung auch noch was für die Hobby Cryptoanalytiker
mit historischem Interesse: :
http://chris-intel-corner.blogspot.gr/2012/09/army-command-and-administrative-network.htmlhttps://sites.google.com/site/ticomarchive/home
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Weil es so gut reinpaßt, denn die richtigen Leute sind anwesend:
Weiß jemand wo eine Doku zu den Bundeswehr-Krypto-Geräten, die mit dem
SEM25 betrieben wurden, zu finden ist?
Komischerweise konnte man mit dem SEM25 zumindest auch einen UKW-FM
Sender (War wohl SWR3) empfangen.
SEM93 ist ein neumodischer Nachfolger, nein ich meine schon SEM25.
Eigenartigerweise findet man vom SEM25-System ja viele Bilder und
Berichte, aber bei Modem und Verschlüsselungsgerät ist ebbe.
Kann ja nicht so geheim sein nach so vielen Jahren.
Abdul K. schrieb:> Weil es so gut reinpaßt, denn die richtigen Leute sind anwesend:> Weiß jemand wo eine Doku zu den Bundeswehr-Krypto-Geräten, die mit dem> SEM25 betrieben wurden, zu finden ist?
Meinst du die KW7?
http://jproc.ca/crypto/kw7.html und
http://michael-reinwald.jimdo.com/amateurfunk-technik/> Komischerweise konnte man mit dem SEM25 zumindest auch einen UKW-FM> Sender (War wohl SWR3) empfangen.
Das dürften die Tonträger der Fernsehsender im Bereich I gewesen sein.
Arno
Wie die Geräte genau funktionieren, weiß ich auch nicht. Das Prinzip ist
meines Wissens ähnlich wie bei der Enigma, nur eben elektronisch zum
Anschluß zwischen Fernschreiber und Funkgerät.
Arno