Ich will in meinem fertigen Neubau eine LAN-Verkabelung einbauen
(Leerrohre sind vorhanden).
Da treten jetzt ein paar Fragen zum Kabel und zu den Switchen auf :-)
Kabel:
Ich denke ich nehme CAT7-Kabel zumal der Preisunterschied zu CAT5e
gering ist und CAT7 "zukunftssicherer" scheint?
Insgesamt werde ich so ca. 150-200 Meter brauchen.
Bei Reichelt gibt es jetzt zwei verschiedene CAT7-Verlegekabel von Draka
Das "normale" CAT7 UC900 für 0,86€ bei 100 Metern:
http://www.reichelt.de/Verlegekabel-Netzwerkkabel/4X2-AWG23-100D/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=81956&GROUPID=5851&artnr=4X2+AWG23-100D
und das Multimedia-Kabel UC1500 für 1,16€ bei 100 Metern:
http://www.reichelt.de/Verlegekabel-Netzwerkkabel/4X2-AWG23-100MM/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=81959&GROUPID=5851&artnr=4X2+AWG23-100MM
Beim Multimedia-Kabel steht was von Breitband-Video.
Was ist denn damit eigentlich gemeint?
Würdet Ihr auf den Hersteller des Kabels Wert legen oder kann man auch
preiswertere Kabel verwenden?
Hier
https://www.deluxecable.de/verlegekabel-cat7-100m-1016009-ligawo/a-1016009/
gibt es den Meter CAT7 von Ligawo für 0,49€ pro Meter.
Marke oder Preiswert? Lieber ein paar Euro mehr ausgeben und seine Ruhe
haben?
Das Patchpanel und die Dosen werde ich in Keystone-Technik bauen.
Switch:
Ich brauche 2 Switche im Haus die folgende Eigenschaften haben sollen:
- 8 Ports 10/100/1000 ( die 10 für einen AVRNETIO )
- lüfterlos
- geringer Stromverbrauch
- zuverlässig ( 24/7 )
Die Plastikbomber möchte ich glaube ich nicht, ein Metallgehäuse sollte
schon vorhanden sein.
Macht evtl. auch ein smart-managed Switch Sinn um mal nach
Übertragungsfehlern schauen zu können?
Was würdet Ihr verwenden?
Vielen Dank für Eure Hilfe
Also der Unterschied zwischen UC900 un UC1500 ist ja nur dieser
'patentierte Folienschirmung um je zwei Paare'
Ob das wirklich was bringt ? Vielleicht wirklich nur bei der
Videoübertragung ?
Für das Netzwerkzeug wird das UC900 reichen...
hausbauer schrieb:> Lieber ein paar Euro mehr ausgeben und seine Ruhe> haben?
Halte ich für angebracht, verwende selber eins von Za-Tec, verbaut der
Elektriker meines Vertrauens auch in seine Neubauten...
hausbauer schrieb:> Ich denke ich nehme CAT7-Kabel zumal der Preisunterschied zu CAT5e> gering ist und CAT7 "zukunftssicherer" scheint?
Auf absehbare Zeit wird es keine Anwendung geben, welche CAT7 erfordert,
eher werden sich andere Technologien, z.B. Glasfaser, durchsetzen. Wenn
du die guten technischen Eigenschaften von CAT7-Kabel nutzen willst,
müßten auch Dosen sowie Patchpanele und -kabel in CAT7 ausgeführt
werden. Das willst du erstens nicht bezahlen und zweitens ist eine
CAT7-gerechte Installation sehr anspruchsvoll und von einem nicht
geübten Heimwerker ohne entsprechendes Werkzeug kaum hinzubekommen.
Auf solch kurze Entfernungen ist CAT5e für Gigabit mehr als ausreichend.
Völlig unabhängig vom Preis würde ich es vorziehen, weil es sich
wesentlich leichter verlegen und verarbeiten läßt. CAT7-Kabel ist bspw.
überhaupt nicht dafür geeignet, in die üblichen Schalterdosen
hineingequetscht zu werden. Die vorgeschriebenen Biegeradien lassen sich
dort unmöglich einhalten. Ich würde CAT7 nur in speziellen Fällen
einsetzen, z.B. bei großen Entfernungen (50m oder mehr) oder wenn das
Kabel über längere Distanzen parrallel zu stromführenden Leitungen
liegt.
hausbauer schrieb:> Ich brauche 2 Switche im Haus die folgende Eigenschaften haben sollen
Wenn es das Budget erlaubt, LANCOM GS-1108 oder GS-1108P (letzterer mit
PoE). Wenn es billig sein muß, Netgear GS108GE. Den Punkt
Zuverlässigkeit kannst bei allen Billigmodellen jedoch gleich abhaken.
hausbauer schrieb:> Die Plastikbomber möchte ich glaube ich nicht, ein Metallgehäuse sollte> schon vorhanden sein.
Qualitativ gibts da meist keinen Unterschied, managebar brauchts bei
normalem Hausgebrauch nicht.
Icke ®. schrieb:> Den Punkt> Zuverlässigkeit kannst bei allen Billigmodellen jedoch gleich abhaken.
Kann ich nicht bestätigen, die Plastikbomber aus dem Sonderangebot
laufen hier seit Jahren zuverlässig.
Schreiber schrieb:>> Kann ich nicht bestätigen, die Plastikbomber aus dem Sonderangebot> laufen hier seit Jahren zuverlässig.
Worauf man sich aber nicht verlassen sollte
Schreiber schrieb:> Kann ich nicht bestätigen, die Plastikbomber aus dem Sonderangebot> laufen hier seit Jahren zuverlässig.
Ich verstehe unter "zuverlässig":
- hält nahezu ewig
- ist unempfindlich gegen Störungen, z.B. Spikes aus dem Stromnetz
- muß nicht regelmäßig oder gelegentlich kaltgestartet werden, weil er
wiedermal hängt.
Ewiges Leben gibts dank Schaltnetzteiltechnologie so gut wie nicht mehr,
jedenfalls nicht bei den billigen Geräten. Und daß die Dinger aus nicht
nachvollziehbaren Gründen jeglichen Datenverkehr verweigern, bis sich
jemand erbarmt und den Stecker zieht, kommt leider auch viel zu oft vor.
Es ist halt die Gretchenfrage, kann ich damit leben und spare am Kauf
oder lege ich etwas mehr Geld an und habe meine Ruhe.
2K schrieb:>> Kann ich nicht bestätigen, die Plastikbomber aus dem Sonderangebot>> laufen hier seit Jahren zuverlässig.>> Worauf man sich aber nicht verlassen sollte
aber dafür kann man sich jedes Jahr einen neuen kaufen und hat immer
noch gespart. Auch teure Switchs veralten genauso schnell wie billige.
Icke ®. schrieb:> Und daß die Dinger aus nicht> nachvollziehbaren Gründen jeglichen Datenverkehr verweigern, bis sich> jemand erbarmt und den Stecker zieht, kommt leider auch viel zu oft vor.
Daran kann ich mich nicht erinnern.
Und wenn doch: Ein Heimnetzwerk ist keine Industrieanlage bei der jede
Sekunde Störung viel Geld kostet.
Icke ®. schrieb:> Ewiges Leben gibts dank Schaltnetzteiltechnologie so gut wie nicht mehr,> jedenfalls nicht bei den billigen Geräten.
Bei den Steckernetzteilen kann ich aus den letzten fünf Jahren ebenfalls
nicht von Ausfällen berichten. Ein Überspannungsschutz im
Sicherungskasten ist aber keine schlechte Idee.
Eingebaute Netzteile sind da sehr viel lästiger und im Falle eines
Falles nur sehr schwer zu ersetzen.
hausbauer schrieb:> Ich denke ich nehme CAT7-Kabel zumal der Preisunterschied zu CAT5e> gering ist und CAT7 "zukunftssicherer" scheint?
Ich kann icke hier nur recht geben. Cat7(a) ist Unfug, denn richtig
umgesetzt bräuchte es dafür durchgängig neue Stecker - und dazu dann
natürlich die Dosen und Gerätesnschlüsse passend:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Tera_steckverbinder.JPG
Cat6A wäre eine Möglichkeit, wenn man bis 500Mhz sicher sein will und
10GBASE-T über viele lange Strecken funktionieren muß. Allerdings kann
ich aus der Praxis berichten, dass 10GBASE-T über hausübliche Distanzen
schmerz- und fehlerfrei auch über Cat5e läuft.
Viel wichtiger ist die Qualität der Dosen, die Auflegequalität (hallo
Schlitzeklopper!) und die Struktur der Verkabelung, Thema PA u.ä.
Wenn der Erbauer durch nicht Nachdenken fette Ausgleichsströme auf dem
Schirm fliessen lässt, nutzt auch Cat9999999-super-duper-gold nichts
mehr.
Schönes Beispiel für Deppen-Pfusch:
http://www.smarthelpers.de/images/stories/Artikel/Netzwerkeinrichtung/Praxistipp_Patchfeld_anschliessen/4.JPG
Andreas R. schrieb:> Es gibt schon welche die unter 1W verbrauchen.
Jein. Derart niedrigen Verbrauch gibt es nur, wenn inaktive Ports
automatisch abgeschaltet werden. Bei einem Watt sind alle Ports aus.
In der Praxis kann man ca. 1/2 W für einen gelinkten Port annehmen.
Nochmal ca. 1/2 W dazu, wenn dort nennenswert Daten fliessen. Das kann
natürlich je nach Hersteller und Typ schwanken, bei den sparsamsten
ihrer Art kommen die Annahmnen aber gut hin.
Sinnvoll darauf zu achten ist es natürlich trotzdem.
Schreiber schrieb:> Daran kann ich mich nicht erinnern.> Bei den Steckernetzteilen kann ich aus den letzten fünf Jahren ebenfalls> nicht von Ausfällen berichten.
Dann bist du einer der Glücklichen, die auf der Sonnenseite der EDV zu
Hause sind.
> Eingebaute Netzteile sind da sehr viel lästiger und im Falle eines> Falles nur sehr schwer zu ersetzen.
Jein. Das Problem bei den Wandwarzen ist hauptsächlich die völlig
unzureichende Kühlung, weil die Dinger i.d.R. voll gekapselt sind. Sie
werden also schweineheiß und wenn dann noch schlechte Elkos verbaut
sind, ist der Ausfall vorprogrammiert. Bei in Geräten verbauten
Netzteilen ist die Kühlung meist besser, das sind dann oft auch
Lüftungsschlitze vorhanden. Auswechseln geht bei der Warze natürlich
schneller, das ist richtig.
Old P. schrieb:> Hmmm....Was ist daran Deppenpfusch? Ok, die Schirmung ist "lustig"> aufgelegt, aber sonst?
er meint bestimmt, das die Verdrillung nicht mehr vorhanden ist. Sie
sollte möglichst lange weitergeführt werden.
Klaus schrieb:> Magst Du bitte mal auf Auffälligkeiten hinweisen wegen denen Du von> Pfusch schreibst? Das wäre nett und ich kann möglicherweise lernen es> richtig(er) zu machen.
- Ausführung Schirmung & Zugentlastung ist grausig
- Verdrillung nicht mehr vorhanden , die gehört bis zur Klemmleiste
geführt
- Aderlänge unterschiedlich
- Aderenden teils nicht ordentlich abgeschnitten, einige liegen noch im
Panel
Nicht im Bild zu sehen: PA?
Für sowas wie im Bild würde ich jeden Auftragnehmer achtkantig
rauswerfen.
Hallo.
Also ich finde das Patchpanel auch ok aufgelegt. Ist halt kein Cat6 mit
einzelnem Folienschirm um die Doppeladern. Der Schirm hätte etwas
sauberer unter die Schelle gelegt werden können aber sonst ok.
Martin
hausbauer schrieb:> Switch:> Ich brauche 2 Switche im Haus die folgende Eigenschaften haben sollen:> - 8 Ports 10/100/1000 ( die 10 für einen AVRNETIO )> - lüfterlos> - geringer Stromverbrauch> - zuverlässig ( 24/7 )
ich habe im Wohnzimmer einen Netgear 308 switch der mich echt
überraschte mit sehr geringer Stromaufnahme, gemessen um 1,2W nicht zu
vernachlässigen bei Dauerbetrieb, einige Funksteckdosen brauchen schon
on oder off 2W und mehr, auch mein Durchläufer braucht nach werksangabe
4W und das summiert sich.
Statt also überall "switche" zu installieren hilft es eher dort wo
gebraucht den zu installieren und freie Ports per Kabel anderswo
hinzuführen, Kabel ist eine einmalige Investion, aber mehrere "switche"
ein dauerhafter Verbraucher 24h/365d zumal wenn nur 4 von 8 Ports belegt
sind.
ich schrieb:> Und nicht an dosen sparen, nehm gleich doppel Kabel. War emin größter
genau!
hier ich schrieb:> - Aderlänge unterschiedlich
erwartest du wirklich das Braune und Blaue paar gleich lang sein sollen?
Dann muss man aber die Drähte scharf umknicken und dann kommt der
nächste und sagt der Biegeradius ist nicht eingehalten.
>Für sowas wie im Bild würde ich jeden Auftragnehmer achtkantig>rauswerfen.
Sicher Digger. Was ist den im Vertrag vereinbart?
"Auflegen auf Patchfeld nach Kat5, Kat6, Katirgendwas" oder
"Auflegen auf Patchfeld nach ästetischen Gesichtpunkten des
Auftraggebers, siehe Anlage A..Q".
Spinner!
- Aderlänge unterschiedlich
Im Kabel sind die mit absicht unterschiedlich stark verdrallt um den
crosstalk zu mindern... dann schieß mal los wie du sie exakt gleich lang
bekommen willst.
Ich würde stur Cat7 nehmen, sofern genug Platz im Leerrohr. Ist eh kaum
teurer als Cat5e und bei Cat 5 bekommt man recht viel Murks zu kaufen.
Dafür gibt es widerum Cat5, das fast dünner ist als gewöhnliches
Telefonkabel, das ist ein guter Problemlöser bei engen Rohren.
Dosen würde ich z.B. zu denen von Telegärtner greifen. Die kann man
durchweg von "vorne" montieren und auflegen. Glaub mir, die paar € mehr
sind es dir spätestens nach der zweiten Dose wert. Einfach Schicht für
Schicht in die Wand stopfen, statt am Ende fluchend das Kabel irgendwie
in die UP-DOse zu pressen und dabei abzuknicken.
Dazu kommen deutlich bessere LSA-Leisten, da hatte ich mit der
Billigware schon Ausfälle.
Panelseitig BTS oder Telegärtner. Da kann man zur Not auch ein
einfacheres Cat6 oder notfalls sogar 5e Panel nehmen und später
aufrüsten. Denn da hat man ja normalersweise "etwas" Reserve an Kabel.
EDIT: Das LSA-Tool von Krone kann man sich auch leisten. Deutlich
angenehmer als das 3,50 billigteil und weniger Ärger sowieso.
SuperGrobi schrieb:> Sicher Digger. Was ist den im Vertrag vereinbart?
Abnahme durch Inaugenscheinnahme & Meßprotokoll.
> Spinner!
Deine Eltern meinten es wohl nicht sehr gut mit dir, das du so
unterschreibst...
Geh' weiter Schlitze kloppen.
hier ich schrieb:> - Verdrillung nicht mehr vorhanden , die gehört bis zur Klemmleiste> geführt
Ja, das geht gar nicht und ist eine häufige Ursache für Störungen auf
dem Netzwerk. Bei 10 MBit ist es noch egal, bei 100 MBit kann es schon
Ärger geben und bei GBit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
hier ich schrieb:> - Aderlänge unterschiedlich
im besten fall gleichen die Leiterbahnen bis zu Buche genau den
Längenunterschied wieder aus. Wenn du die Drähte gleich lang machst,
dann wird es damit sogar "falscher".
hausbauer schrieb:> Macht evtl. auch ein smart-managed Switch Sinn um mal nach> Übertragungsfehlern schauen zu können?
Was du auch nimmst, nimm keinen TP-LINK TL-SG108E, ist ein "easy managed
switch". Der vergisst, wenn er mal stromlos wird, glatt seine Config und
stellt dann seine IP wieder auf 192.168.0.1. Pech, wenn der Router die
selbe IP hat.
Icke ®. schrieb:> Ja, das geht gar nicht und ist eine häufige Ursache für Störungen auf> dem Netzwerk. Bei 10 MBit ist es noch egal, bei 100 MBit kann es schon> Ärger geben und bei GBit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
100Mbit gehen auch über Telefonkabel ohne Verdrillung.
Ob man die 2-3cm ohne Verdrillung überhaupt im Messprotokoll sieht?
debian8 schrieb:>> Hmmm....Was ist daran Deppenpfusch? Ok, die Schirmung ist "lustig">> aufgelegt, aber sonst?> Ich vermute: Vielleicht das Erdungskabel was scheinbar nur unter das> Patchpanel geklemmt ist und nicht auf Erde geführt?
PA ist wahrscheinlich nicht gemacht, sieht jedenfalls so aus. Hier
ging's aber um die exquisite Verarbeitung des Kabelgesamtschirms.
Wenn man schon die Schirme Potentialfrei halten will (wofür es
berechtigte Gründe geben kann), dann doch bitte mit ungeschirmten
Patchkabeln.
hier ich schrieb:> Klaus schrieb:>> Magst Du bitte ...>> ...> - Ausführung Schirmung & Zugentlastung ist grausig> - Verdrillung nicht mehr vorhanden , die gehört bis zur Klemmleiste> geführt> - Aderlänge unterschiedlich> - Aderenden teils nicht ordentlich abgeschnitten, einige liegen noch im> Panel>> Nicht im Bild zu sehen: PA?
Dankeschön soweit.
Zwei Fragen hätte ich allerdings noch dazu, falls Du so nett sein
willst, sie zu beantworten.
1. Was meinst Du genau mit "grausig". Ich sehe wie das aussieht, aber
ich fände es sehr nett, wenn Du das etwas konkreter beschreiben
könntest.
2. Was ist "PA"?
Wir verlegen cat7 uc900. Patchfeld als edat Modul von btr und Dosen
ebenfalls btr Lsa+ cat6a wenn in der Dose die Folienschirmung der paare
nicht bis zur lsa Klemme geht merkt man das Sofort bei der 500Mhz
Messung und dann heißt es neu auflegen... Die btr Module hatten bisher
noch nie nen next Fehler... Bei hohlwanddosen/Br Kanal lassen sich auch
edat Module auf ne Frontplatte einsetzen.
Ein großer kunde schwört auf nexans... Bei Erweiterungen dieses
Netzwerkes muss es nexans sein...(Isn Krampf..Dosen und Module) bisher
hat bei jeder Lieferung die Schraube der Abdeckung der Dose gefehlt...
Warum auch immer :(
http://blog.itforum-saar.de/wp-content/uploads/2010/07/kabel-241.jpg
Das ist Messtechnisch nahezu perfekt
Wichtig ist das der Schirm unter der Zugentlastung guten Kontakt hat und
das die Folie so weit es möglich ist die Adern komplett umwickelt
Wenn du das geflächt länger lässt und einige Male öfters um die da's
wickelst hält es noch Besser da viele der Bügel klammern zu groß
fallen...
Michael P. schrieb:> Wir verlegen cat7 uc900. Patchfeld als edat Modul von btr und Dosen> ebenfalls btr Lsa+ cat6a wenn in der Dose die Folienschirmung der paare> nicht bis zur lsa Klemme geht merkt man das Sofort bei der 500Mhz> Messung und dann heißt es neu auflegen...
schön das man so etwas messen kann.
Laut wiki kann man selbst über ein Cat5e Kabel ohne Schirm je Adern paar
10Gigabit/s bis 45m übertragen. Das sollte auch für die nächste Jahre
Privat ausreichend sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ethernet#Kabell.C3.A4ngen
Doch, natürlich. Schau mal hier:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0603191.htm
""Twisted Pair" ist die englische Bezeichnung für ein Kupferkabel mit
gekreuzten, verdrillten bzw. verseilten Adernpaaren. Es hat Ähnlichkeit
mit dem in Deutschland verwendeten Telefonkabel, das man als
Installationskabel J-Y(ST)Y bezeichnet.
Kabel mit verseilten Adernpaaren werden schon sehr lange bei der Signal-
und Datenübertragung eingesetzt. Zum Beispiel in der Telefon- und
Netzwerktechnik."
Ja, Telefontechnik. Ohne Verdrillung hättest du in der analogen
Fernsprechtechnik ein deutliches Übersprechen zwischen den Aderpaaren
gehabt. Schon in der Hausverkabelung, die insbesondere in
Mehrfamilienhäusern ja auch schon einige Meter Leitung erfordert hat,
erst recht aber in den kilometerlangen Erdkabeln.
By the way:
Patchpanel wie das zweite gezeigte haben extra einen Längenausgleich auf
der Leiterplatte. Ebenso wie ernsthafte Netzwerkdosen ein bisschen
Kompensation für die Anordnung der Paare im RJ45 haben.
Ich krempele allerdings gerne die Schirmung über das Kabel zurück und
klemme die dann dort. So hat das etwas mehr Halt. Messtechnisch genauso
gut.
Klar ist: bei CAT 7 den Paar-Folienschirm bis zur Klemme und den
Gesamtschirm, so vorhanden, sauber auflegen. Patchpanel wollen geerdet
werden, das hat sonst gerne mal interessanteste Effekte.
Als Switche kann man sich mal die lüfterlosen HPs angucken, die gibts
teils auch in managed.
Wenn man UTP-Kabel hat peinlichst auf die Verseilung achten. Einige
Zentimeter an unverseilten Paaren sieht man doch überraschend deutlich
im TDR.
Peter II schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Doch, natürlich. Schau mal hier:>> http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0603191.htm>> dann suche doch mal nach>> A-2Y(L)2Y>> oder J-Y(ST)Y 2x2x0,6>> keine Verdrillung der paare.
Seufz. Danach muss ich nicht suchen. Ich hab' genug von dem Zeug in den
Fingern gehabt, die waren ALLE verdrillt. Mit wesentlich längerem Schlag
als CAT5/6/7, sicher, aber trotzdem verdrillt.
Und noch 'ne Quelle:
http://www.gpon.eu/breitband/telefonnetz.html
"Die Kupferdoppeladern sind verdrillte Kupferdrähte mit PE-Isolierung.
Durch das Verdrillen der Kupferdrähte, wird das
Übersprechen/Nebensprechen (Crosstalk) zwischen den benachbarten
Kupferdoppeladern kostengünstig reduziert."
Und noch eine:
http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/impedanz.html
"Telefonkabel sind nur schwach verdrillt. Bei J-Y(St)Y sind die a-Adern
der Paare (fast) alle weiß. Um die zugehörig verdrillte b-Ader zu
finden, muß das Kabel ggf. nochmal ca. 10 cm abgemantelt werden. "
Noch 'n Jedicht bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verdrillung
"In der Fernmeldetechnik wird die Verseilung zur Verminderung der
Übersprechkopplung eingesetzt. Das wesentliche Maß bei der Verseilung
ist der Drall – auch Dralllänge, Drallschritt oder Schlaglänge genannt.
Der Drall ist die Ganghöhe oder Steigung der Schraubenlinie, die sich
bei der Verseilung der Drähte ergibt und hat Einfluss auf die
Leitungsbeläge.
...
Zwei Einzeladern sind zu einem Adernpaar (Doppelader) verseilt. Typische
Anwendungen von Paarverseilung sind z.B.
...
Telefon-Installationskabel
J-Y(St)Y (ab 3-paarig, 2-paarig ist viererverseilt)
Dann wäre da noch ein nicht ganz kleiner Händler:
http://www.kabelscheune.de/J-Y-ST-Y-Telefonkabel/
"Telefonkabel vom Typ J-Y(St)Y werden sowohl im gewerblichen als auch im
privaten Bereich eingesetzt. Die einzelnen Kupferdrähte sind zu
Aderpaaren (Doppeladern) verdrillt."
Reicht das?
Hallo,
ich habe vor 5 Jahren (fast) alle Koxialkabel und Telefonkabel durch
CAT7 ersetzt. Das war zwar eine Woche Arbeit aber die hat sich gelohnt.
Der Großteil der Geräte die früher über Wlan verbunden waren hängen
jetzt am drahtgebundenen Netzwerk. Ausser halt das Tablet, hat leider
keine Netzwerkbuchse und ein alter Printserver für den ich keine freies
Kabel mehr hatte. Seit dem läuft alles ohne Probleme im Vergleich zu
früher. Den Aufwand würde ich jedem empfehlen.
Kabel sind an drei Punkten auf die typischen Patchfelder aufgelegt
(Bühne, Eingang und Werkstatt) und bei jedem Patchfeld hängt ein Allied
Telesis GS950-16. Alle Patchfelder und Dosen sind von BTR.
Ich hatte vor 5 Jahren gehofft, dass der SAT-IP Standard schneller Fuß
fasst. Das hatte eine kleine Verzögerung in der kompletten Installation
bewirkt, dass ich zuerst nur Rechner und andere netzwerkfähige Endgeräte
eingebunden habe und noch zwei Koaxialkabel direkt vom Multiswitch
bestanden. Aber allein die Telefone über den S0-Bus hinstellen zu
können, wo man möchte hat schon etwas. Kurz an das Patchfeld, Patchkbel
richtig stecken und schon steht das Telefon mit der Vitrine an der
gegenüberliegenden Wand.
Allein schon deswegen hatte sich der Aufwand gelohnt.
Jetzt hängt hinter dem Multiswitch noch ein Triax TSS400 SAT-IP Server
und streamt das TV-Programm (für 4 unabhängige Clients!!!) über das
Netzwerk. Die neu angeschafften TV-Geräte (1x 24" und 1x 50") wurden von
Panasonic mit integrierten SAT-IP Client beschafft. Fernseher auspacken
an das Netzwerk und an die Spannungsversorgung einschalten und gut.
Läuft tadellos. Wenn wieder irgendwer etwas umstellen will oder
fussballgeiler Besuch kommt schnappt man den 24" und stellt ihn auf die
Terasse. Der Besuch freut sich, dass er immer wieder ein Blick auf das
Spiel erhaschen kann und die Tore sieht und ich weil ich kein Aufwand
habe. Sehr viel angenehmer als wenn ständig der Spielstand auf den
Handys gecheckt werden muss.
Zusätzlich kann man an jeden Tablet oder am PC mit VLC auch fernsehen.
Selbst auf älteren Gerät funktioniert es dank DLNA mit etwas mehr
Aufwand (bei der Bedienung).
Ich hatte mich nach der Umbauaktion auch etwas geärgert, aber nur weil
der Sat-IP Standard ewig nicht kam. Dadurch, dass Panasonic jetzt
TV-Geräte mit integrierten SAT-IP Tuner anbietet und somit kein extra
Gerät benötigt wird, habe ich das erreicht was ich wollte. Ich würde in
einem Neubau mit Sicherheit neben dem normalen Stromnetz nichts anderes
als CAT7 verlegen! Es ist universell einsetzbar und funktioniert mit
(hochwertigen) Komponenten tadellos.
Der grobe Aufbau ist:
Dach: Satelittenschüssel mit Quad-LNB
Bühne: 24 Port BTR Patchfeld, Allied Telesis GS950-16, Speedport Hybrid
Eingang: TAE-Hauptanschlussdose, Telefonanlage, 24 Port BTR Patchfeld,
Allied Telesis GS950-16
Werkstatt: 24 Port BTR Patchfeld, Allied Telesis GS950-16
Jetzt mag einer sagen, warum immer die 16 Port Switches, die sind doch
nur teuer! Ganz klar, in der Werkstatt sind nur 6 Ports belegt, auf der
Bühne jedoch 15 und im Eingang auch nur 8. Ganz einfach, stirbt einer
der beiden stark belegten Switches, kann ich diesen durch den aus der
Werkstatt ersetzen, da tut es mir nicht weh, wenn 5 Tage kein Netzwerk
läuft.
Viele Grüße
Sascha
Michael P. schrieb:> http://blog.itforum-saar.de/wp-content/uploads/2010/07/kabel-241.jpg
Vielen Dank für das Bild. Ich widme die Linkwiederholung all jenen, die
mir weiter oben den virtuellen Vogel für meine Kritik an
unterschiedlichen Leiterlängen gezeigt haben. Eben jene blicken jetzt
mal konzentriert auf das verlinkte Bild und fragen sich, warum denn da
vor den Klemmen 6, 3, 2 und 1 mäander-artige Leiterbahnen zu sehen
sind.
(Ja, es gibt unterschiedlichen Ausführungen. Ja, der Installateur muss
selber hinsehen und entscheiden.)
Bei ner normalen Wohnhausverkabelung würd ich nur ungeschirmtes Kabel
einsetzen. Ethernet betreibt einen ziemlichen Aufwand um die
Signalleitungen galvanisch vom System zu trennen (Trenntrafos für jedes
Adernpaar) und der Schirm macht alles wieder kaputt. Da hat man dann
auf einmal Ausgleichsströme drauf, bildet Masseschleifen, ein mieses
Gerät, dass seinen HF-Dreck auf dem Schirm ablädt oder den Schirm als
"Erde" missbraucht, etc.
Lieber eine (zumindest auf der Ethernetseite) 100%-ige galvanische
Isolierung der Geräte. Und wenn ich in meiner Hausverkabelung
irgendwann mal 100Gig brauche, leg ich mir Glasfaser ;-)
Vllt. noch ein Tip zum Thema:
http://www.mindfactory.de/product_info.php/100-00m-Cat--7-Verlegekabel-S-FTP-PiMF-1000MHz-auf-Orange-halogenfrei-Rol_686705.html
Habe ich gerade verlegt, das taugt ganz gut und der Preis ist auch top.
Muss allerdings sagen, dass ich nicht viel Vergleichswerte habe.
Ich habe mich auch für CAT7 S-FTP entschieden, weil die bessere
Schirmung im Vergleich zu niedrigerem CATx auf jeden Fall was bringt und
man mit CAT7 evtl. auch etwas "Luft nach unten" hat, wenn man kein Profi
im Aufpatchen (speziell der Schirmung) ist.
Michael P. schrieb:> Wenn du das geflächt länger lässt und einige Male öfters um die da's> wickelst hält es noch Besser da viele der Bügel klammern zu groß> fallen...
Ist es nicht so gedacht, dass man das Kabel MIT Isolierung und
zurückgeschlagener Schirmung da klemmt und nicht nur das abisolierte
Kabel mit Schirm? Lässt man die isolierung weg ist die Klemme
selbstverständlich zu groß.
Klaus schrieb:> 1. Was meinst Du genau mit "grausig". Ich sehe wie das aussieht, aber> ich fände es sehr nett, wenn Du das etwas konkreter beschreiben> könntest.
Es ist eben einfach schlampig ausgeführt. Beidrähte, Folien und Geflecht
kreuz und quer durcheinander, nicht ordenlich abgelängt, nicht
ordentlich um den Mantel gewickelt, nicht gleichmäßig und ordentlich
geklemmt.
> 2. Was ist "PA"?
Potentialausgleich. Obgleich fachlich eigentlich falsch, gerne
umgangssprachlich auch oft "Erdung" genannt.
Beachtet man das Thema nicht, kann man sich mit einer
Netzwerkverkabelung auch locker die Bude abbrennen. Die richtige oder
beste Lösung gibt es aber nicht, weil die Rahmenbedingungen variieren.
asdfasd schrieb:> Bei ner normalen Wohnhausverkabelung würd ich nur ungeschirmtes Kabel> einsetzen.
Aber bitte nur für die Patchkabel.
Alternativ in elektrisch "schwierigen" Umgebungen den Schirm an den
Dosen auflegen, am Panel aber isolieren (oder vice versa). Auch ein
einseitig angeschlossener Schirm fängt schon viel Dreck weg.
Ich schrieb:> weil die bessere> Schirmung im Vergleich zu niedrigerem CATx auf jeden Fall was bringt
Was "bringt" die denn? 1GBase-T ist über Cat5e UTP spezifiziert, selbst
10GBASE-T geht.
(Zuviel) Schirmung ist ein sehr deutsches Phänomen.
> > Bei ner normalen Wohnhausverkabelung würd ich nur ungeschirmtes Kabel> > einsetzen.> Aber bitte nur für die Patchkabel.
Eben nicht. Es hat schon einen Grund, warum Ethernet auf galvanische
Trennung aufgebaut ist. Geschirmtes Kabel dann, und nur dann, wenn
sichergestellt ist, dass beide Enden gleiches Potential haben. Wenn du
mehr als 10m Kabel brauchst, wird das schon fraglich sein. Das
Patchpanel im Keller hat nicht das gleiche Potential wie die
Stromversorgung im Gartenhaus, das Schlafzimmer im 2. Stock, der
Nachbar, der dein Netz mitbenutzt oder die ganzen 2-adrigen Geräten,
deren "Masse" aus einem Kondensator nach L oder N besteht.
Btw, was bringen dir ungeschirmte Patchkabel, wenn du an der Dose einen
gewischt bekommst, weil 100V auf der Schirmung liegen.
> Alternativ in elektrisch "schwierigen" Umgebungen den Schirm an den> Dosen auflegen, am Panel aber isolieren (oder vice versa).
In "einfachen" Umgebungen brauchst du keinen Schirm, genau dafür ist
Ethernet ausgelegt. In "schwierigen" Umgebungen (z.B. innerhalb eines
Racks) brauchst du es eventuell - ein Wohnhaus gehört nicht dazu.
Und über einseitig erden streiten sich die Fachleute - für die einen ist
es akzeptabel, für die anderen macht es noch mehr Probleme. Ich stehe
da eher auf dem Standpunkt, nicht unbedingt meterlange Antenne auslegen
zu müssen ;-)
hier ich schrieb:> Ich schrieb:>> weil die bessere>> Schirmung im Vergleich zu niedrigerem CATx auf jeden Fall was bringt>> Was "bringt" die denn? 1GBase-T ist über Cat5e UTP spezifiziert, selbst> 10GBASE-T geht.>> (Zuviel) Schirmung ist ein sehr deutsches Phänomen.
Stichwort Abstände der Verkabelung, die sind auch spezifiziert und nach
denen darfst du bspw. Stromkabel nur mit großem Abstand und durch eine
metallische Trennwand mit Stromkabeln verlegen (Quelle finde ich leider
gerade nicht mehr, war ein ca. 100 Seitiges PDF in dem ich das erst
kürzlich nachgelesen habe). Mit geschirmten Kabeln musst du dir da
weniger gedanken machen. Nebeneinander darf man Netzwerk und Strom sogar
nur verlegen, wenn beide voll geschirmt sind.
asdfasd schrieb:> Btw, was bringen dir ungeschirmte Patchkabel, wenn du an der Dose einen> gewischt bekommst, weil 100V auf der Schirmung liegen.
Dann ist der Potentialausgleich deiner E-Anlage entweder nicht vorhanden
oder total vermurkst und du solltest vielleicht mal einen Elektriker
kommen lassen. Einen Pfusch mit einem anderen Pfusch auszugleichen, ist
keine Lösung, sondern Pfusch hoch zwei.
Peter II schrieb:> 100Mbit gehen auch über Telefonkabel ohne Verdrillung.
Wie oben schon vom Vorredner ausgeführt, sind auch "Telefon"kabel
verdrillt (CAT3). Meine praktischen Erfahrungen damit fallen sehr
unterschiedlich aus, von "geht tadellos" bis "geht gar nicht". Das Kabel
ist für 100MBit nicht vorgesehen, dennoch KANN es funktionieren. Muß
aber nicht. Ob es geht, hängt von einigen Faktoren ab, z.B. Kabellänge,
Qualität des Kabels, Qualität der Netzwerkkomponenten (Switch, NIC) und
sauberes Auflegen.
Ich habe in der Wohnung selbst einen Strang über CAT3 mit 100MBit zu
laufen, der einwandfrei funktioniert. Die Länge beträgt ca. 12m. Beim
Nachbarn ist das Kabel nur ein paar Meter länger und dort ist eine
stabile Verbindung nur mit 10MBit möglich. Bei 100MBit geht alle paar
Sekunden der Link verloren. Den gleichen Effekt (Link down, Link up in
Endlosfolge) hatte ich auch schon bei (vom Elektrofachbetrieb) schlecht
aufgelegten Dosen und Panelen, wo die Verdrillung nicht bis zur Klemme
beibehalten wurde (siehe obiges Bild). Nach erneutem, sauberen Auflegen
gab es keine Probleme mehr.
hier ich schrieb:> asdfasd schrieb:>> Bei ner normalen Wohnhausverkabelung würd ich nur ungeschirmtes Kabel>> einsetzen.>> Aber bitte nur für die Patchkabel.>> Alternativ in elektrisch "schwierigen" Umgebungen den Schirm an den> Dosen auflegen, am Panel aber isolieren (oder vice versa). Auch ein> einseitig angeschlossener Schirm fängt schon viel Dreck weg.
Für einen großen, internationalen Konzern hab ich in seinen Fabrikhallen
Cat6a UTP (also ungeschirmt) verlegt, quer durch Hallen etc. Hat die
Prüfungen auch bestanden.
Matthias L. schrieb:> Peter II schrieb:>> 100Mbit gehen auch über Telefonkabel ohne Verdrillung.>> Ähh - Telefonkabel hat aber eine Verdrillung...
sicher dat, verdrillt seit ich Telefonkabel als solche kenn.
Vielleicht meint der Poster Klingelleitung, aber das ist kein
Telefonkabel obwohl viele Starkströmer den Unterschied nicht kennen.
Ich hatte 1987 alle Zimmer mit Telefonkabel 16x2 verlegt und seit DSL
vom Übergabepunkt 8 Adern (4 Paare) als Netzwerkschnitte genutzt, zwar
noch 100 Mbit aber es läuft, kann ja sein das 1 Gbit nicht läuft, aber
dann lege ich eben Cat 7 Kabel ein in die Leerrohre und Sockelleisten.
Ich schrieb:> hier ich schrieb:>> Ich schrieb:>>> weil die bessere>>> Schirmung im Vergleich zu niedrigerem CATx auf jeden Fall was bringt>>>> Was "bringt" die denn? 1GBase-T ist über Cat5e UTP spezifiziert, selbst>> 10GBASE-T geht.>>>> (Zuviel) Schirmung ist ein sehr deutsches Phänomen.>> Stichwort Abstände der Verkabelung, die sind auch spezifiziert und nach> denen darfst du bspw. Stromkabel nur mit großem Abstand und durch eine> metallische Trennwand mit Stromkabeln verlegen (Quelle finde ich leider> gerade nicht mehr, war ein ca. 100 Seitiges PDF in dem ich das erst> kürzlich nachgelesen habe).
Vielleicht lieg ich falsch, aber die ganzen Brüstungskanäle haben höchst
selten eine metallische Trennwand.
haben mal verschieden ausgeführte Platinenanbindungen beim 100Base-TX
CAT5e Kabel gemäß IEEE 802.3 mit einem Profigerät durchgemessen.
(Dämpfung, übersprechen, Reflexion ...).
Es kamen Kabel mit 100 Meter Länge zur Verwendung.
Dabei sind Unterschiede in den Litzenlängen von 1-3cm in den
Messprotokollen nicht erkennbar.
Wenn einzelne Litzenpaare streckenweise schlechter verseilt sind, so
hängt es von der "umschlossenen Fläche" ab, wie sehr das stört und
natürlich der darauf eingestrahlten Störung. Bei wenigen mm2, dazu noch
in einem geschirmten Gehäuse, ist die Störung sehr gering.
Viel wichtiger ist eine guten Schirmung wobei ich das Thema "Einseitig
oder beidseitig aufgelegt" jetzt nicht eröffnen will.
Wichtig zu wissen ist, dass bei den üblichen Leitungsmessungen gemäß
IEEE der Schirm nicht berücksichtigt wird, weil es dafür keine
Messvorschrift gibt.
Martin schrieb:> Dabei sind Unterschiede in den Litzenlängen von 1-3cm in den> Messprotokollen nicht erkennbar.
Hier schon. Ist aber auch was "dickes" zum Messen (R&S
Netzwerkanalysator, genauen Typ müsste ich abkritzeln gehen).
Zugegeben, in kleinen, unkritischen Installationen reissen die
unzähligen Fehlerkorrekturen alles wieder raus. In großen,
professionellen Installationen ist sowas trotzdem ein no-go.
hier ich schrieb:>> Dabei sind Unterschiede in den Litzenlängen von 1-3cm in den>> Messprotokollen nicht erkennbar.>> Hier schon. Ist aber auch was "dickes" zum Messen (R&S> Netzwerkanalysator, genauen Typ müsste ich abkritzeln gehen).
Ist es dann aber noch in der Spezifikation ist doch die Frage?
Was für ein Aufriss. Fast Ethernet ist für 100m CAT5 UTP spezifiziert,
fast alle Phys, die ich getestet habe, schaffen locker 150m. Wenn man
also im Einfamilienhaus max. 50m Länge hat, hat man jede Menge Reserve.
CAT5e mit Schirmung vernünftig verlegt ist auch für GBit mehr als
ausreichend, CAT7 ist völlig übertrieben, wie irgendwer hier schon
schrieb, dann wird es eher Glasfaser werden.
Viel kritischer finde ich die Diskussion mit der Zuverlässigkeit der
Switche. Bei uns läuft mitlerweile auch Fernsehen und Telephon über
Ethernet, wenn man gelegentlich die Switche neustarten muss, (vor allem
wenn man auf Dienstreise ist und die Frau dann per Telephon mal ums Haus
schicken muss, um alle Switche rauszuziehen) ist der WAF tiefrot. Das
geht gar nicht.
Gruss
Axel
Axel L. schrieb:> Viel kritischer finde ich die Diskussion mit der Zuverlässigkeit der> Switche. Bei uns läuft mitlerweile auch Fernsehen und Telephon über> Ethernet, wenn man gelegentlich die Switche neustarten muss, (vor allem> wenn man auf Dienstreise ist und die Frau dann per Telephon mal ums Haus> schicken muss, um alle Switche rauszuziehen) ist der WAF tiefrot.
Das Problem sind hier nicht die "dummen" Switche, sondern eher die
Router. Selbst eine Fritz-Box stürzt mindestens einmal im Jahr ab, die
Hardware des Internetproviders ist auch nur begrenzt zuverlässig...
Einfache Switche sind hier wirklich (selbst die Billig-Plastikteile)
extrem zuverlässig, das einzige was sie nicht mögen ist Wärme.
Dementsprechend gehört ein Switch nicht in den geschlossenen
Netzwerkschrank auf dem Dachboden sondern auf ein Regalbrett im Keller.
Ein Überspannungsschutz an der Stromversorgung ist auch kein Luxus
sondern eine Notwendigkeit.
Reinhard S. schrieb:>> Stichwort Abstände der Verkabelung, die sind auch spezifiziert und nach>> denen darfst du bspw. Stromkabel nur mit großem Abstand und durch eine>> metallische Trennwand mit Stromkabeln verlegen (Quelle finde ich leider>> gerade nicht mehr, war ein ca. 100 Seitiges PDF in dem ich das erst>> kürzlich nachgelesen habe).>> Vielleicht lieg ich falsch, aber die ganzen Brüstungskanäle haben höchst> selten eine metallische Trennwand.
Haha, gerade erst gesehen, es sollte natürlich ein mal Stromkabel und
das adere mal NETZWERKKABEL heißen! Im genannten PDF auf Seite 67.
http://www.ampnetconnect.eu/neptun/neptun.php/oktopus/image/6175
asdfasd schrieb:>> > Bei ner normalen Wohnhausverkabelung würd ich nur ungeschirmtes Kabel>> > einsetzen.>>> Aber bitte nur für die Patchkabel.>> Eben nicht. Es hat schon einen Grund, warum Ethernet auf galvanische> Trennung aufgebaut ist. Geschirmtes Kabel dann, und nur dann, wenn> sichergestellt ist, dass beide Enden gleiches Potential haben.
Also, die Cat5-Teile die ich als Kabel und Dosen verbaut habe sind
selbstverständlich alle geschirmt. Was Anderes hätte ich nicht genommen.
Auch Switch und anderes Geraffel sind selbstverständlich geschirmt.
Aaaaber: Alle geschirmten Buchsen sind galvanisch vom jeweiligen Rest
der Schaltung getrennt. Anders kenne ich das (bei ordentlichem Zeug)
nicht. Selbst in den Doppeldosen sind beide Buchsenschirmungen nicht
untereinander verbunden. In den Switchen allerdings schon, aber auch
getrennt von der übrigen Masseführung der Schaltung. Alle Leitungen habe
ich dann am "Patchfeld" mit Erde (echter Staberder, 12m tief) verbunden.
Ich würde selbst jetzt bei "Gigabit-LAN" nicht auf die Idee kommen das
Kabel- und Dosengeraffel gegen Cat7 auszutauschen. Wozu auch? Neue
Switche und feddich... ;-)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Also, die Cat5-Teile die ich als Kabel und Dosen verbaut habe sind> sekbstverständlich alle geschirmt.
die Frage ist warum? In andere Ländern sind UDP Kabel auch üblich, nur
in DE schein jeder unbedingt einen Schirm zu brauchen.
Und wenn man sich eine Fritzbox anschaut, scheint der Schirm auch kein
Gegenstück zu haben.
Peter II schrieb:> Und wenn man sich eine Fritzbox anschaut, scheint der Schirm auch kein> Gegenstück zu haben.
doch, das Patch-Panel hat üblicherweise einen Erdanschluss. Dort, und
NUR dort, wird der Schirm des Kabels geerdet.
Icke ®. schrieb:> Peter II schrieb:>> http://www.voka.de/front_content.php?idcat=17&idart=122&parentID=17
Sieh dir doch einfach mal das von dir selbst verlinkte Bild an - die
Verdrillung ist gar nicht zu übersehen.
Für jeden, den es interessiert, ist die Verdrillung der Telefonleitung
hinreichend belegt. Ob du nun deine persönliche Meinung an die Realität
anpasst oder nicht, ist mir ehrlich gesagt schnuppe - also für mich EOD.
Schreiber schrieb:> doch, das Patch-Panel hat üblicherweise einen Erdanschluss. Dort, und> NUR dort, wird der Schirm des Kabels geerdet.
und wenn man von patch panel zu patch panel geht? nur eine seite oder
beide?
Matthias L. schrieb:> Für jeden, den es interessiert, ist die Verdrillung der Telefonleitung> hinreichend belegt.
danke dafür, hier sind so viele "Spezialisten" die alles anzweifeln.
(. ) (. ) schrieb:> Schreiber schrieb:>> doch, das Patch-Panel hat üblicherweise einen Erdanschluss. Dort, und>> NUR dort, wird der Schirm des Kabels geerdet.>> und wenn man von patch panel zu patch panel geht? nur eine seite oder> beide?
Lies dir mal das von mir zitierte PDF durch, da geht es auch um solche
Sachen. Das kommt immer auf die vorliegende Installation an aber ich
würde wenn ein gescheiter PE Anschluss da ist auf jeden Fall beide
erden. Es geht ja immer darum Störungen möglichst niederohmig über den
PE abzuleiten. Wenn beide Seiten jetzt niederohmig am PE hängen wird
auch kein Strom über deinen Schirm fließen.
leute, leute..
einseitig an den potentialausgleich
cat5 ist ausreichend
cat 7 wird eh meist so verarbeitet, dass es mehr ein graus ist
entsprechende messung (cable analyzer) inkl. doku muss sein
verdrillung nicht aufheben, kabel nicht stark knicken usw.
Na, wenn sich alle zur Verkabelung äußern, will ich mich mal dem
Switchen widmen.
Achte auf folgendes
- 10/100/1000 MBit wie du schon geschrieben hast
- Managed, VLANs sollten möglich sein
- POE (auf POE+ kann man, sofern es keinen expliziten Grund gibt, IMHO
verzichten) damit du eventuell Accesspoints direkt an die Decke
flanschen kannst. Die gibt es im Rauchmelder-Design.
Mein konkreter Vorschlag:
http://geizhals.de/netgear-prosafe-m4100-d12g-gsm5212-100nes-a898855.html?hloc=at&hloc=de
Bei uns sind die Dosen mit der Schirmung des Kabels verbunden und die
Patchbays mit handelsüblichem 6mm² grüngelb auf den Potentialausgleich
des Gebäudes gelegt.
Seither ist Ruhe. Vorher hatten manche Geräte Party, wenn man gewisse
andere Kollegen ans Netz gestöpselt hat.
Wobei ich in einem anderen Fall strikt galvanisch getrennt habe. Dort
kamen vom Gebäudeseitigen Patchverteiler öfters mal "Bisse" daher. Da
half dann tatsächlich ein Switch mit ungeschirmten Buchsen, damit es
nimmer gebitzelt hat. Gigabit logischerweise.
Es kommt da halt immer auf den konkreten Fall an. Aber wenn man das
irgendwo schirmt und erdet, dann muss das auch ordentlich erfolgen. Das
heißt eben auch, dass man zumindest die Patchpanel erdet. Sonst hat man
keine Schirmung sondern eine richtig tolle Antenne.
Bei Konstrukten, wo mehrere räumlich getrennte Patchbays existieren,
kann es helfen, jeweils nur an dem Ende, das näher am Gebäudeerder
liegt, den Schirm aufzulegen. Das kann helfen, keine Rahmenantenne zu
bauen.
Allerdings sollte man, wenn man in diese Größenordnung vorstößt langsam
an Glasfaser als Stammkabel denken.
Für den Hausgebrauch tut es da aber auch, nur das Patchfeld im Keller
auf den Potenzialausgleich zu legen und die Unterverteiler über die
Schirmung der dorthin führenden Stammkabel zu "erden". WObei wie immer
gilt: große Drahtscleifen sind böse.
Icke ®. schrieb:> ....Netgear GS108GE. Den Punkt> Zuverlässigkeit kannst bei allen Billigmodellen jedoch gleich abhaken.
Habe 3 soclher Netgear-Teile im Einsatz, z. T. sein Jahren 24/7. Bisher
keine Probleme.
Reinhard S. schrieb:> Michael P. schrieb:>> http://blog.itforum-saar.de/wp-content/uploads/2010/07/kabel-241.jpg>>>> Das ist Messtechnisch nahezu perfekt>> Wobei die Zugentlastung nur auf den Schirm und nicht auf den Mantel mMn> zugtechnisch nicht optimal ist. Das kann man aber außerhalb vom> Patchfeld abfangen.
Vor der Schirmklemme ist noch nen Abfänger welcher mit nem Kabelbinder
ans Patchfeld nochmals die Leitung entlastet und da mit Mantel :)
Ich mag die lsa patchfelder eh nicht btr edat Module sind da doch bissl
bequemer
J. A. schrieb:> Habe 3 soclher Netgear-Teile im Einsatz,
den 108er (dummerweise Fehlkauf sollte auch ein 308 werden habe nur
nicht die Nummer beachtet) tut aber seit Jahren, der 308er daheim ist
noch einen Tick besser schrieb ich ja, vor allem sparsam. Beide laufen
seit Jahren rund um die Uhr, noch NIE ein kleines Problem gehabt.