Ich verwende das DCF77-Modul CANADUINO® Atomic Clock AM Receiver Kit V4.
Angeschlossen wurde die Versorgungsspannung 5V und Masse.
Alle weiteren Pins außer OUT blieben unbeschalten.
Ich habe das Signal an OUT oszilloskopiert (siehe Bilder) und weiss gerade nicht
was ich hier falsch mache.
Sieht nach durch lokale Störer gestörtem Signal aus. Verbessere die Empfangssituation.
Suche einen besseren Platz für die Antenne, bzw. das Assy.
Störungen können durch den Messaufbau selbst entstehen. (Oberwellen von Röhrenhochspannungswandler und SNT des Oszilloskops.)
Einfach überprüfen kannst Du die saubere Taktung auch durch die LEDs. Dazu brauchst Du nicht unbedingt ein Oszilloskop.
Hmm ok, Danke erstmal, ja die Antenne liegt nur etwa 5cm erhöht auf meinem Tisch,
muss da wohl mal paar längere Kabelchen an die Pins der Dekoder Platine anbringen..
Sieht nach durch lokale Störer gestörtem Signal aus. Verbessere
die Empfangssituation.
Suche einen besseren Platz für die Antenne, bzw. das Assy.
Oder einfach zuerst mal: Warte noch eine Weile. Diese einfachen AM-Empfänger brauche oft längere Zeit, um ihre AGC korrekt einzupegeln.
Erst, wenn sich auch nach 'ner Minute oder so immer noch kein korrekter Sekundentakt ergibt, dann lohnt es, den von Karl B. vorgeschlagenen Ansatz weiter zu verfolgen.
Ok, ja, ich meinte Kabelchen an den OUT Pin und den versorgungspins
der Platine, nicht längere Kabelchen zur Antenne.
Ja habe schon ein Weilchen gewartet.
Verwendet habe ich uC-seitig den DCF77 Code von Ulrich Radig,
hier die Ausgabe auf dem UART:
Kann man der Messung trauen? Ich lese da einen Hi-Pegel von 0,5V ab.
Du solltest übrigens die Tastkopfeinstellungen und die Zeitbasis des Oszis mit in den Screenshot aufnehmen.
muss da wohl mal paar längere Kabelchen an die Pins der Dekoder Platine
anbringen
Da klemmt viel mehr. Da ist nicht ein einziger sinnvoller Sekundenimpuls zu sehen.
Versorge das Ding mal aus Batterien. Der Versorgungbereich ist ja immerhin 2V-5,5V.
das ist kein Fehler von dir. Ich habe das DCF-77-Modul von Pollin, und mein Oszillogramm sieht eigentlich genauso aus. Da sind einfach durch die HF-Einwirkungen von Schaltnetzteilen und anderen Störquellen zu viele Peaks, welche den Langwellenempfänger stören.
Ich habe mir auch mal eine Funkuhr gebaut. Die Pulse werden durch eine LED angezeigt, und die flackern auch mal zwischen den Pulsen.
Ich werte die Pulse mit einem Atmega 16 aus, ist übertrieben, wollte da aber noch weitere Features damit steuern. Habe da auch eine Duo-LED, die mir sagt, ob das Funktelegramm störungsfrei empfangen wurde, oder nicht. Leuchtet sie grün dann wurde die letzte Minute fehlerfrei empfangen, bei rot gab es Störungen. Auf dem LC-Display werden die letzten 8 Bits angezeigt, die wandern kontinuierlich durch, und auch da sieht man Störungen, wenn ein Bit nicht sichtbar von vorne nach hinten durchgeschoben wird.
Bei idealem Empfang synchronisiert sich die Uhr jede Minute, da Energiesparen nicht nötig ist, die Uhr hängt am Netz.
Der Aufbau ist auch nicht wirklich ideal. Die Ferritantenne bekommt sicher auch Schläge vom Prozessor, und den Leitungen zum LCD ab. Dann steht sie noch keine 80 cm von einem TV und zwei Monitoren samt PC entfernt und wird von einem Schaltnetzteil (Handylader) versorgt. Aber dennoch synchronisiert sie sich alle paar Minuten, ca 200 km vom DCF-77-Sender entfernt und quer zu ihm aufgestellt.
Nachts ist fast durchgehend guter Empfang.
Daher: Drehe mal die Antenne und beobachte das Oszillogramm. Meine Armbanduhr braucht auch manchmal 10 Minuten, bis sie sich Synchronisiert hat.
Ja na gut, mein Labornetzteil (Schaltnetzteil) steht in 50 cm Entfernung,
ich habe schon versucht die Antenne grob Richtung Frankfurt auszurichten,
leider ist diese Richtung gerade die Richtung durch meinen Wohnblock :-/
Auch habe ich probiert die Antenne gegenüber des Steckbrettes etwas anzuheben,
durch die kurzen Kabelchen konnte ich die Antenne aber nur 5cm höher stellen.
Mein doch eher billiger Radiowecker Mebus 41460 hat anscheinend nicht
solche Probleme - steht aber halt im Schlafzimmer weiter weg von Störquellen.
Na gut, ich Danke erst einmal Allen und melde mich wieder wenn
ich meinen Testaufbau verbessert habe.
Die Periodendauer wurde mit der Linealfunktion ausgemessen,
wie auf den Screenshots zu sehen.
Verwendet wurde ein USB Oszilloskop,
ja die Legende hätte ich noch mit screenshotten können,
richtig, aber die Periodendauer wurden eben wie gesagt mit der
Linealfunktion ausgemessen.
Die ungleiche Länge ist eindeutig zu erkennen,
beim regulären DCF77 Signal müsste die ja immer 1 Sekunden betragen.
ich habe schon versucht die Antenne grob Richtung Frankfurt
auszurichten,
Die sollte quer zur Richtung stehen.
Genau. Der Witz ist hierbei: das Maximum ist nicht sehr ausgeprägt, +-45° vom Maximum spielen nur eine untergeordnete Rolle. Aber das Minimum ist doch sehr ausgeprägt. Also gerade rund um die 90° ist wirklich Ebbe.
Das DCF-Modul braucht nur 3 Leitungen: GND, +5V und Signal.
Nimm 5 bis 10 Meter Kabel und halte VIEL Abstand von deiner Elektronik und dem DCF-Modul.
Dann darf da pro Sekunde nur ein Impuls sichtbar sein, entweder 100 ms lang ode 200 ms lang (+/- 30 ms), aber auf keinem Fall weitere Impulse dazwischen.
Das Ausgangssignal vom DCF-77-Empfänger von Conrad 2014 / Eingeätzt: BA 20084A0
Ausgangssignal in Ruhe = Low,
Die empfangenen Taktzeitabstände sind 0.9964 ... 1.0032 s,
Die Pausen bei der vollen Minute sind 1.9981 ... 1.9991 s
Die Einschaltzeiten "Kurz", Nennwert 0.1s sind 0.083459 ... 0.091393
Die Einschaltzeiten "Kurz", Nennwert 0.2s sind 0.181608 ... 0.186976
Das Modul sendet (im ) folgende - Rohdaten-Werte
Also:
für 0 nicht 0.1 s, sondern 0.144001 s ... 0.148603 s
für 1 nicht 0.2 s, sondern 0.188666 s ... 0.192470 s
Das liegt außerhalb üblicher Spezifikationen, meines liefert 118 bzw 219ms - den zugehörig älteren Thread finde ich nicht wieder. Das ist aber garnicht der Punkt hier, die Sekunde wird durch die fallende Flanke markiert und wiederholt sich in exakt dieser Zeit. Das Gezappel in Dirks Grafiken deutet auf Störer in der Nähe hin, die kein Empfangsmodul der Welt wegzaubern kann.