Hallo zusammen,
ich versuche aktuell das schaltnetzteilbedingte Fiepen/Summen eines Canon i-SENSYS X C1127iF zu beheben. Kurzer Hintergrund zu mir: Ich komme aus der IT/Programmierung, habe grundlegendes Verständnis für Datenblätter/Schaltpläne und gehe mit dem nötigen Respekt an die Primärseite (400V Elko usw.) heran.
Bisheriger Stand & Diagnoseschritte:
- Sekundärseite / Elkos:
- Auf der Sekundärseite sitzen drei Glättungselkos (2x 6,3V 2200µF und 1x 6,3V 1000µF).
- Bei einer Messung im laufenden Betrieb (AC-Kopplung) zeigte einer der 2200µF-Elkos eine Ripple-Spannung von ca. 3,18V.
- Ich habe vorsorglich alle drei Elkos gegen low-ESR Typen getauscht (Panasonic FR: 2x 2200µF/10V, 1x 1000µF/10V).
- Ergebnis: Das Fiepen war danach deutlich leiser, aber noch nicht ganz verschwunden.
- Mechanische Ursache / Trafo:
- Durch vorsichtiges Drücken auf den Transformator mit einem Holzstab verschwand das Rest-Gerausch vollständig.
- Ich habe daraufhin die Spaltmaße/Außenseiten des Trafo-Kerns mit normal trocknendem Epoxidharz getränkt/versiegelt (siehe Pfeile im Anhang).
Meine Fragen an euch:
- Ist das mechanische Verkleben des Trafokerns mit Epoxidharz an diesen Stellen so fachgerecht bzw. dauerhaft ausreichend, oder gibt es hier bessere Alternativen (z. B. spezieller Plastik-Lack/Tränklack)?
- Gibt es bei diesem Fehlerbild an Schaltnetzteilen noch weitere typische Verschleißkandidaten, die ich mir anschauen sollte, bevor ich das Gerät wieder komplett montiere? (Z. B. kleine Anlauf-Elkos auf der Primärseite?)
- Gibt es noch auffällige Ripple-Werte, die ich auf der Primär- oder Sekundärseite gegenprüfen sollte?Als Messgerät steht mir ein BSIDE 2-in-1 (Multimeter/Oszilloskop) zur Verfügung.
Vielen Dank vorab für eure Tipps und Einschätzungen!



