wie 2.5D Teil Fräsen

Gast #4591593
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Hallo zusammen

Ich habe da mal ein Problemchen. Ich würde gerne ein 2,5D Teil Fräsen 
allerdings ist das Teil Gesamt gut 70mm Hoch und hat in der Mitte einige 
recht Tiefe kleine ausschnitte. ca 60mm bei nur 4mm breite zb. Also bin 
ich gezwungen einen kleinen Fräser zu verwenden. Aber der ist keine 60mm 
lang.

Was gibt es für Lösungen um so ein Teil herzustellen? Mal außer 3d 
Druck.
Material Aluminium.
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#4591601
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Umkonstruieren, daß es sich vernünftig herstellen läßt.

 - z.B. aus zwei Teilen bestehen lassen, die verstiftet werden, damit 
die Tasche nicht in einem gefertigt werden muß (oder in einem Teil 
komplett durchgeht)

 - z.B. dafür sorgen, daß die Tasche nicht so eng ist

 - z.B. die Tasche im Grundkörper groß genug machen und ein Einlegeteil 
mit der genauen Innenform konstruieren.

 - z.B. eine durchgehende Tasche erzeugen, daß es nur noch ein 2D-Profil 
ist, das sich erodieren läßt.

 - ...
(Firma: HEGRO GmbH) #4591612
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Walter T. schrieb:
> Und nebenbei: Spitz zulaufende Fasen an Innenecken - das ist schon für
> sich ein teurer Spaß.
Für ne CNC macht das keinen Unterschied. Nur Sinn macht das nicht, da 
eben solche Fasen praktisch nicht hergestellt werden können.

Im Prinzip hast du ja im ersten Post schon die Antwort gegeben: 
Fertigungsgerecht zeichnen.

Ohne zu wissen, welchen Sinn und Zweck das Teil erfüllt ist es auch 
schwierig da weiterzuhelfen. Wenn die Fasen keinen Sinn erfüllen, würde 
ich einen Kegelfräser einfach entlang der Nut fahren lassen.
#4591784
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Reginald L. schrieb:
>> Und nebenbei: Spitz zulaufende Fasen an Innenecken - das ist schon für
>> sich ein teurer Spaß.
> Für ne CNC macht das keinen Unterschied.

Wenn es eine 5-Achsen-CNC ist.

Der Maschinenstunde ist teurer.

Bei einer 3-Achsen CNC kann man mit einem Fasenfräser (Kegelfräser) halt 
nur abgerundete Innenecken erzeugen.

Wolfgang schrieb:
>> Oder mit einem simplen Schaftfräser mit einem in zwei Achsen geneigten
>> Kopf in zwei Durchgängen.
>
> Aber bestimmt nicht ohne Innenradien

Doch, nur eben mit 5 Achsen.

Manfred Lub schrieb:
> Also bin
> ich gezwungen einen kleinen Fräser zu verwenden. Aber der ist keine 60mm
> lang.

Geben tuts die schon.

Wie im grossen und ganzen von allen geeschreiebn: Man zeichnet kein 
Bauteil und wünscht sich dannd asß es billig herstellbar ist, sondern 
konstruieren heisst so pfiffige Bauteilgeometrien zu finden, daß es sich 
einfach herstellen lässt.
Gast #4591943
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Michael B. schrieb:

> Wolfgang schrieb:
>>> Oder mit einem simplen Schaftfräser mit einem in
>>> zwei Achsen geneigten Kopf in zwei Durchgängen.
>>
>> Aber bestimmt nicht ohne Innenradien
>
> Doch, nur eben mit 5 Achsen.

Ich glaube, es gibt hier ein Missverständnis.

Dass die scharfen Innenecken an der FASE herstellbar
sind, ist, glaube ich, unstrittig.

Die Frage ist: Wie stelle ich die scharfen, senkrecht
verlaufenden Innenecken in der NUT mit einem Schaftfräser
her?

Das geht mMn auch mit einer Fünfachsmaschine nur, wenn man
das Werkstück zweiteilig gestaltet und mit "liegendem"
Fräser durch das Material fährt. Kann dann nach Wunsch
ein Scheiben- oder ein Schaftfräser sein.
#4592094
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Otto schrieb:
> Innenecken: Drahterodieren
> Komplett: senkerodieren

Ich würde auch Drahterodieren.
Ok, Startlochschießen wird auch nötig sein (oder bohren).
Für das Senkerodieren braucht man ja noch die Elektrode.
Ist halt eine Kostenfrage.
Stückzahl hat er ja leider nicht angegeben.

Edit:
5-Achsenmaschine hin oder her.
Einmal umspannen wird nötig sein.
#4592711
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Wolfgang schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Wolfgang schrieb:
>>>> Oder mit einem simplen Schaftfräser mit einem in zwei Achsen geneigten
>>>> Kopf in zwei Durchgängen.
>>>
>>> Aber bestimmt nicht ohne Innenradien
>>
>> Doch, nur eben mit 5 Achsen.
>
> Das mach mal vor - bin gespannt.

Och, das geht schon, da unter der Fase genug Raum ist, um den Fräser 
auslaufen zu lassen.

Wären die Taschen durchgängig, käme auch Räumen infrage.




Mark B. schrieb:
> Wolfgang A. schrieb:
>> peter.n schrieb:
>>> Wie kommt man eigentlich darauf, dass das ein 2,5D Teil ist?
>>
>> Wieviele Dimensionen würdest du dem Teil denn zuschreiben?
>
> Wie wär's mit drei?

Naja, 2,5-Fräsen, 3D-Fräsen sind in der Fertigungstechnik feststehende 
Begriffe.

2D: Durchgehende Konturen (kann man fräsen, drahterodieren, 
wasserstrahl-, plasma-, brenn- oder laserschneiden).

2,5D: "aufeinandergeschichtete 2D-Elemente" - läßt sich auf 
3-Achsen-Fräsen fertigen, die CAM-Systeme sind einfach und preisgünstig, 
die Z-Achse wird relativ wenig verfahren (das ist bei 
Konsolenfräsmaschinen, bei denen die Z-Achse signifikant langsamer als 
X- und Y-Achse ist, wichtig). Es kann viel mit einfachen Schaft-, Fasen- 
und Radienfräsern gearbeitet werden. Früher oder in anderen Ländern wäre 
da auf Kopierfräsen eine Möglichkeit.

3D: Nicht genau festgelegt.

  a) Es kommen Freiformflächen vor, die auf einem 3-Achsen-System mit 
einem Kugelfräser bearbeitet werden müssen. Das ist signifikant 
langsamer und teurer als 2,5-Fräsen

  b) Alles, was über 2,5D-Fräsen hinausgeht. Manchmal wird aber, in 
Einklang mit der Anzahl der notwendigen frei steuerbaren Maschinenachsen 
von 4D-, 5D-Fräsen geschrieben, womit hier eben die 
Maschinenfreiheitsgrade gemeint sind.




Tany schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> was spricht eigentlich gegen den 3D Druck (der bei Metall Lasersintern
>> heisst)?
>
> hast eine Ahnung, was das kostet?

Wenn das Teil wirklich so aussehen muß (was ich nicht glaube), könnte es 
billiger als Fräsen sein.




morph1 schrieb:
> Ich würde auch sagen, dass sollte man anhand der geplanten Funktion
> unter Berücksichtung der Fertigung neu entwerfen.

Das stand doch schon nach der ersten Antwort fest, oder?
#4592844
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Possetitjel schrieb:
> Ich glaube, es gibt hier ein Missverständnis.
>
> Dass die scharfen Innenecken an der FASE herstellbar
> sind, ist, glaube ich, unstrittig.
>
> Die Frage ist: Wie stelle ich die scharfen, senkrecht
> verlaufenden Innenecken in der NUT mit einem Schaftfräser
> her?

Richtig, ich habe mich auf die Innenkante der Fase bezogen
und die Innenkante der senkrechten Vertiefung ausser Acht
gelassen, nach dem Motto: Oben hat es einen Innenradius,
dann hat es unten auch einen Innenradius.

Dass die Einhaltung eines geringen Innenradius, sagen wir 1mm
durch eineen 2mm Fräser, bei einer Tiefe von 60mm ein Problem
wird, ist aber wahr.
#4592924
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Brumm schrieb:
> Walter T. schrieb:
>> Oder mit einem simplen Schaftfräser mit einem in zwei Achsen geneigten
>> Kopf in zwei Durchgängen.
>
> Kapier' ich nicht: wie kommen damit die 5 unten liegenden "Innenecken"
> zustande?

Jetzt hast Du Dich vermutlich verwechselt. Du bist derjenige, der das 
Teil gefräst haben will, keiner von denen, die lästern, wie schlecht das 
konstruiert ist.
Gast #4593554
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Walter T. schrieb:
> 2,5D: "aufeinandergeschichtete 2D-Elemente"...

Gut, einverstanden!
Da das Teil keine Schrägen sondern nur Fasen hat, ist es ein 2,5D 
Werkstück
und wäre auf einer solchen Maschine auch zu fertigen, da Z jeweils auf 
der selben Ebene verbleiben kann.
"Radienfrei" wirds so wohl nur aus 5 Einzelteilen zu fertigen sein:
2x bei den Taschen geschnitten plus Bodenplatte...

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