Ich hatten vor Jahrzehnten einen Monacor Dip-Meter, der mir lange Zeit wertvolle Dienste geleistet hat. Leider ist das Teil seit langem nicht mehr auffindbar. Also wollte ich das Teil nachbauen, was eig. kein Problem sein sollte. War es aber doch, denn einen passenden Drehkondensator zu finden ist heutzutage unmöglich. Also muss ein Selbstbau her...
Mit nem Bambulab X2D im Haus hab ich mich dran gemacht ein Modell zu entwerfen. Herausgekommen ist eine Variante, die modular auf beliebige Kapazitätswerte abstimmbar ist..
Danke für Deine Mühen und Deine Anregungen.
Ich trage mich mit ähnlichen Überlegungen für eine QRP Matchbox.
Von der Seite:
"Hinweis:
Da PLA hitzeempfindlich ist, wird dringend empfohlen, die Anschlüsse zuerst zu löten, bevor der Kondensator zusammengebaut wird!"
Das ist nicht nur für das Löten ein wichtiger Hinweis.
Das Dielktrikum kann auch sonst etwas warm werden. z.b. wegen des Wetters (PLA ist da richtig kritisch) oder weil man den Kondensator in einer Sendematchbox einsetzt.
Daher ist es eher angeraten, für diesen Einsatzzweck PLA ganz zu meiden.
Selbst wenn das Teil konstruktionsbedingt nicht so leicht zu Kurzschlüssen neigt, so ist es doch unangenehm wenn das Plattenpacket irgendwo schleift.
Das macht die Bedienung ruckelig und auch die Kapazität läuft weg.
Die relative Dielektrizitätskonstante von PLA wird übrigens mit 1,5 bis 3,5 angegeben, je nach Füllstoff (z.B. Luft bei geringer Füllung). PLA ist stark hygroskopisch, das wirkt da auch noch hinein. Wasseraufnahme 0,5-50%.
Der Verlustwinkel von reinem PLA ist gar nicht mal so übel, aber hängt auch stark am Füllstoff.
Interessant wären wärmeunempfindlichere Filamente mit einem höheren Anteil an passenden keramischen Füllstoffen, aber wenn der Anteil zu hoch wird, wird das ganze brüchiger.
Wie Bernd richtig bemerkt hat, das Ding ist nicht für Leistung gedacht. Meine Anwendung ist ein Dipmeter. Alles auf Empfangsseite ist machbar. Antennentuner für Endstufen ist nicht die Anwendung an die ich gedacht habe. Ansonsten passts.
PLA hat ein epsr von ca. 2,8 ... 3. Der Drehko ist ohne Hohlräume gesliced.
Die Teile sehen fast so aus wie früher die Annecke Teile. Bis auf das die von Annecke GF-Epoxid Endplatten hatten, und die von Schubert spritzgegossene Endplatten mit Verstärkungsrippen haben.
Aber ok, die Teile sind so eng an der Physik gebaut, dass da Designunterschiede nicht sehr sinnvoll sind. Andere Plattenschnitte würde man nur verwenden, wenn man den Frequenzverlauf anders haben möchte.
Könnte bei einem Dipper interessant sein, bei einer Matchbox eher nicht.
Von da wo sie nichts hatten gibt es ein schönes Buch: „Rundfunk und Fernsehen selbst erlebt“. Im ersten Kapitel bastelt man eine Spule und einen Kondensator aus Schokoladenpapier, und im letzten Kapitel ist das Konzept für einen einfachen SW-Fernsehempfänger beschrieben.
Nur die Röhren muss man kaufen, Punktschweissen und Glas blasen wird nicht behandelt. Aber dafür gibt es schöne Youtube-Videos von dieser Redneck-Walküre. Der/Die hat das wirklich drauf.
Von da wo sie nichts hatten gibt es ein schönes Buch: „Rundfunk und
Fernsehen selbst erlebt“. Im ersten Kapitel bastelt man eine Spule und
einen Kondensator aus Schokoladenpapier, und im letzten Kapitel ist das
Konzept für einen einfachen SW-Fernsehempfänger beschrieben.
Nur die Röhren muss man kaufen, Punktschweissen und Glas blasen wird
nicht behandelt. Aber dafür gibt es schöne Youtube-Videos von dieser
Redneck-Walküre. Der/Die hat das wirklich drauf.
Na, und einen kleines Oszilloskop wird dort auch gebaut.
Und ein Dipmeter mit der EC92. Und Röhrenradios vom
Einkreiser bis zum Super, auch mit Batterieröhren und
Germaniumtransistoren.
Eine spätere Auflage brachte dann noch einmal alles transitorisiert,
ließ aber dann das Fernsehen weg.
Von da wo sie nichts hatten gibt es ein schönes Buch: „Rundfunk und
Fernsehen selbst erlebt“. Im ersten Kapitel bastelt man eine Spule und
einen Kondensator aus Schokoladenpapier
Das ist von 1070, da war ich schon auf der Uni. Als Kind im späteren Beitrittsgebiet hatte ich zwei wesentlich ältere Bücher von Martin Selber:
"Mit Spulen, Draht und Morsetaste (1953)" und "Mit Radio, Röhren und Lautsprecher (1956)".
Leider lebte ich als Kind in einem Haushalt ohne jeden einschlägigen Input. Es gab nicht mal einen Schraubendreher und niemand wusste aus dem Stegreif, wie herum man eine Schraube drehen musste. Da blieb es dann dabei, diese Bücher wieder und wieder zu lesen. Teile gab es auf dem Dorf ohnehin nicht zu kaufen. :-(
Ich hoffe es ist hilfreich. Ziel war ein elektrisch einstellbarer Kondensator für einen Antennentuner, der mit mindestens 100 W umgehen kann. Die Kondensatorplatten sind Leiterplatten von JLCPCB und das Dielektrikum ist aus selbstklebenden Polyimid-Folien ("Kapton"). Hat eigentlich gut funktioniert, aber ich habe seitdem nicht mehr daran weitergemacht.
Da es mittlerweile um die verschiedenen Bauformen geht, werfe ich mal noch den Quetscher in die Runde.
Das waren Trimmkondensatoren mit Glimmer als Dielektrikum. Waren sehr gebräuchlich in CB-Funkgeräten der 70er Jahre.
Mit nem Bambulab X2D im Haus hab ich mich dran gemacht ein Modell zu
entwerfen. Herausgekommen ist eine Variante, die modular auf beliebige
Kapazitätswerte abstimmbar ist..
Da es mittlerweile um die verschiedenen Bauformen geht, werfe ich mal
noch den Quetscher in die Runde.
ich nehme für solche Anwendungen auch gerne Quetschkos und habe mal günstig ein Beutelchen voll bei Ali gekauft.
So ähnliche wie der hier:
https://www.ebay.de/itm/266971877840
Leider passt die benötigte Kapazität nicht immer, dann muss man noch Cs in Reihe und parallel schalten.
Von da her ist so ein Selbstdruck-Drehko eine super Sache.
Bei Drehkos besteht die Kunst darin, die Plattengeometrie sowie die Übersetzung des Antriebs so zu gestalten, dass bei der angedachten Anwendung ein möglichst liearer Frequenzverlauf heraus kommt.
sorry mate, ich möchte dir das nicht madig machen, finde dein Projekt
prima, aber, wer benutzt sowas heutzutage noch....außer mir ;-)
In Zeiten, wo ein VNA locker im Amateurbudget liegt, sind Dipmeter etwas
aus der Mode gekommen.
Nimm mal einen neuen 100 nF THT, löte die Anschlüsse am Ende der
Anschlussdrähte zusammen, und bestimme die dominierende Resonanz
dieses Gebildes. Und stoppe die Zeit, bis der VNA dir ein Ergebnis
präsentiert.
Mit einem Dipper ist so eine Messübung in einer Minute erledigt.
Da bist du noch dabei, im Zubehör deines VNAs zu kramen...
Gut konstruierte und aufgebaute Dipper sind schon aufwendiger.
Und liegen damit wohl nicht mehr im Amateurbudget.
Ich kann die Blechböden der kleinen Erdnussbüchsen empfehlen, die sich prima schneiden und biegen lassen. Für die präzise Lagerei muss man aber ganz schön fummeln. Mit Luft als Dieseleklektrikum hält das Zeug auch HF-Leistung aus.
Der Erfindergeist war unermesslich vom Schokoladenpapier bis zu zweiseitigen Leiterplatten. Nur für die Feineinstellung wäre noch das spielfreie Zahnradgetriebe mit 2 mit Federn verspannten Zahnrädern zu ergänzen?
Das mag von der Schokoladenmarke abhängen.
Ich hab neulich mal so ne extra dicke Tafel von irgendner fancy Marke bekommen, die kam in ner normalen Kunststoffumhüllung und war innen nochmal in Gedöns eingeschlagen, das von einer Seite wie Papier, von der anderen wie Alufolie aussah.
Leider hab ich mir die Marke nicht gemerkt. War irgendein ziemlich hektisches orangelastiges (Farbe nicht die Frucht) Design drauf, sah aus, als hätte jemand wild mit verschiedenen orangen Buntstiften draufrumgekritzelt.
sorry mate, ich möchte dir das nicht madig machen, finde dein Projekt
prima, aber, wer benutzt sowas heutzutage noch....außer mir ;-)
In Zeiten, wo ein VNA locker im Amateurbudget liegt, sind Dipmeter etwas
aus der Mode gekommen.
Man Leute macht euch doch mal locker.
Bei so was schwingen Erinnerungen mit. Wer noch nie Nachts mit dem Detektorempfänger auf Kurzwellenjagd gegangen ist kann das natürlich nicht nachvollziehen. Ich hab im Garten den Antennen-draht vom Kirschbaum ins Zimmer gezogen. Der Heizkörper war dann die Erde und ich fühlte mich wie Jules Verne als dann Chinesich, Russisch und was weiß ich noch alles aus dem Ohrhörer brabbelte.
Dipmeter ist immer noch ein brauchbare Sache. Trotz VAA würde ich den nicht hergeben. Nostalgie auch.
Drehkos lassen sich auch wie die damaligen und fast nicht mehr erhältlichen Valvo Tauchtrimmer aufbauen..um mal was anderes ins Spiel zu bringen.
damaligen und fast nicht mehr erhältlichen Valvo Tauchtrimmer
Mann, ich habe diese Dinger geliebt. Hatte mir extra ein Abstimmtool gebaut, einen Plastikstab, wo vorne ein Sechskantloch reingebrannt wurde.
Gerne an die Zeiten denk´ ich, da alle Glieder noch gelenkich (g)
bis auf eins.
Doch die Zeiten kehr´n nicht wieder
und steif sind alle Glieder,
bis auf eins.🤣
Am einfachsten lassen sich Drehkos nach dem Prinzip des Folienquetschers herstellen.
Die Platten kann man einfach mit einer normalen Schere, aus Bratfolie zuschneiden.
Nichts, denn:
Bereits vor über 100 Jahren war man schon weiter als du mit deinem
Kondensator. Und sie waren vor allem tauglicher. Vergiß das nicht.
Das ist ein übertrieben hartes Urteil. Du kannst aktuell kaum noch solche Teile bekommen, und der Selbstbau ist dann halt eine Alternative. Und 3D-Druck ist eine durchaus sinnvolle Methode sich soetwas herzustellen.
Ob der Kondensator dann "gut oder schlecht" ist, hängt an vielen Details.
z.B. das Material des Dielektrikums und die Metallbeschichtung.
Und nicht zuletzt an der Fragestellung: Ist er gut genug für die konkrete Aufgabenstellung?
Bei HF Leistung erwärmen sich manche Kunststoffe und verformen sich oder fangen an zu brennen. Das hängt dann am Verlustfaktor des Dielektrikums, und der hängt vom Material und der Frequenz ab.
Bei höheren Spannungen treten oft Glimmentladungen und Überschläge auf, besonders an Spitzen und scharfen Kanten. Wie da eine geschnittene Alufoile abschneidet....aber für eine QRP-Matchbox bestimmt ok, wenn der Abstand groß genug ist.
Steif und Verwindungsfrei sollte ein Drehkondensator Korpus auch sein.
Das Teil mag nicht ideal sein, kann aber gut funktionieren.
Ich hatten vor Jahrzehnten einen Monacor Dip-Meter, der mir lange
Zeit wertvolle Dienste geleistet hat. Leider ist das Teil seit langem
nicht mehr auffindbar. Also wollte ich das Teil nachbauen
Frag doch einfach mal nach einem Dipmeter dieser Bauart, am besten noch mit einem Info was es dir wert wäre. Vermutlich einfacher lösbar als so eine Baustelle.
Ich hatten vor Jahrzehnten einen Monacor Dip-Meter, der mir lange
Zeit wertvolle Dienste geleistet hat. Leider ist das Teil seit langem
nicht mehr auffindbar. Also wollte ich das Teil nachbauen
Frag doch einfach mal nach einem Dipmeter dieser Bauart, am besten noch
mit einem Info was es dir wert wäre. Vermutlich einfacher lösbar als so
eine Baustelle.
Ich hätte ein 'Leader LDM 815' in Originalverpackung abzugeben.
Bei Bedarf -> PN mit Email Adresse und/oder Telefonnr.
Ich wollte den Thread nicht sprengen und bitte um Entschuldigung.