Hallo Christian S.
Christian S. schrieb:
Drei Typen lassen sich unterscheiden:
Eigene Symbole (häufig nötig, z. B. für eher etwas seltene ICs).
Eigene Footprints (ab und zu nötig, z. B. für Elektromechanik wie
Steckverbinder und Schalter).
Eigene Step-Dateien für die 3D-Ansicht. Bin allerdings eher nicht so der
CAD-Zeichenkünstler und habe mich damit begnügt, anderswo gefundene
Dateien hineinzukopieren und im x,y,z Offset anzupassen.
Du hast die bei den Projekten verwendeten Unterschaltpläne vergessen, die sich sehr oft auch in anderen Projekten wiederverwenden lassen.
Soll ich diese Dateien einfach "flach" im Projektordner ablegen? Oder
spezielle Unter-Ordnernamen anlegen? Welchen Alias-Namen (erforderlich)
im Pfade-Setup soll ich wählen? Es wäre schön, wenn die Namensgebung
robust gegen Änderungen des Projektnamens wäre.
In den aktuelleren KiCad Versionen (ab Vers. 6?) sind sowohl die Symbole als auch die Footprints in den Schaltplan und Platinendateien selber enthalten.
Trotzdem ist es sinnvoll, zusätzlich eigene Unterordner im Projekt anzulege, wo die Symbole, Footprints, 3D Daten und auch PDF-Datenblätter liegen. Das erspart Zeit beim suchen, und Du hast immer alles beisammen, und kannst komplette Projekte so weiterreichen.
Es wäre schön, wenn die Namensgebung
robust gegen Änderungen des Projektnamens wäre.
Relative Pfade verwenden, keine globalen!
WIMRE konnte man bei älteren KiCad-Versionen den Projektnamen nicht
einfach ändern. Heutzutage geht das allerdings schon über "Speichern
unter..."
Ja, Du kannst das komplette Projekt unter neuem Namen Speichern. Die Namen, die von KiCad Projektspezifisch SELBER vergeben werden, werden mit geändert. Aber was Du sonst mit dem Projektnamen im Namen gespeichert hast, Nicht .
Ergibt es Sinn, die Ordnernamen oder die Aliase mit # oder _ beginnen zu
lassen, damit die eigenen Spezial-Libs nicht mittendrin in einer
alphabetischen Liste stehen, sondern immer am Anfang?
Must Du selber wissen. Jeder hat eigene Erfahrungen und Ordnungsvorlieben.
Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, das es generell sehr sinnvoll ist, sich bei Datei- und Ordnernamen auf die "normalen" lateinischen Groß- und Kleinbuchstaben (ohne Umlaute und andere Sonderlocken wie "ß"), sowie die Zahlen und ".", "-" und "_" zu Beschränken, nicht nur bei KiCad.
Speziell bei KiCad bin ich selber mal hereingefallen, als ich in einem Footprint ein Kaufmansund "&" verwendet habe, weil ich die Angewohnheit habe, in solche Dateinamen oft den Hersteller zu Benennen, und der Herstellername enthielt so etwas. Zumindest das damalige KiCad verwendete den Dateinamen intern in einer Platinendatei. Gleichzeitig bedeutete das "&" KiCadintern eine Escapesequenz, was zur Folge hatte, das der
Footprint zu einem Abbruch des Programms führte.
Ob das immer noch so der Fall ist, weiss ich nicht. Aber nachdem ich soetwas einmal erlebt habe, sehe ich solches Verhalten auch gelegentlich bei anderen Programmen.
Darum bin ich da Vorsichtig.
Bei den Namen verwende ich ein Schema wie: "HTFS-Series_LEM-HallEffektCurrentTransducer_RevA_16Oct2013.kicad_mod", also eine Zusammensetzung aus Bauteilbezeichner, Hersteller, Funktionsbeschreibung, Revision und Erstellungsdatum.
Dabei wird CamelCase verwendet, und die Blöcke durch Tiefstriche getrennt.
Das Datum enthält immer den Monatsnamen mit 3 Stelliger Buchstabenabkürzung und Trennt die vierstellig geschriebene Jahreszahl von der Tageszahl. So ist immer klar, was gemeint ist, auch wenn man die einschlägige Norm vergessen hat. :O)
Habe ich etwas in der KiCad-Doku übersehen? Gibt es ein Beispielprojekt,
in dem jemand das schön gelöst hat?
Ich habe mir schon lange die Beispielprojekte in KiCad selber nicht mehr angesehen. Die könnten als Vorbild dienen, aber sind vermutlich auf der anderen Seite sehr verkürzt.
Ich habe selber mal solche Beispiele erstell, aber zuletzt für ein KiCad 6.
Meine Motivation ist folgende: Die selbstangelegten Libs von einem
Projekt von 2018 werden vielleicht in einem Projekt von 2026 wieder
gebraucht. Daher möchte ich das Ganze übersichtlich halten und auf einen
Blick sehen können, was selbst angelegt wurde und was aus vordefinierten
KiCad-Libs stammt.
Lege Dir einen eigenen Ordner irgendwo an, in der Du ein eigenes Bibliothekssystem Pflegst, in das Du schon einmal erfolgreich verwendete Bibliotheken, egal ob "originale" KiCad Bibliotheken oder eigene Bibliotheken. einpflegst.
Bei zukünftigen Projekten nimmst Du bevorzugt aus diesen Bibliotheken, und erst wenn das nicht mehr langt, nimmst Du kiCad Bibliotheken oder baust etwas neues.
Die Folge ist, dass Du meistens schon erprobte Bibliotheken verwendest, was die Gefahr von unangenehmen Überraschungen vermindert.
Danke im Voraus für Hilfe und Tipps!
Viel Erfolg!
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http:www.dl0dg.de