Der Januar bleibt nachrichtenintensiv. Im Rahmen der Auslieferung von CircuitPython 9.2.2 spricht Adafruit über Pläne mit Zephyr, während die Raspberry Pi Trading Sicherheitslücken im RP2350 zugibt. Außerdem gibt es neue regulatorische Probleme, die den Import und Export von Chips zu einer interessanten Aufgabe machen.
u-blox: wir verlassen den Funkmodulmarkt (NB-IoT, etc)
Der in der Schweiz ansässige Modulhersteller begann vor einigen Jahren damit, eigene Chips für die hauseigenen Funkmodule zu entwickeln. Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst RCR berichtet nun darüber, dass die für Funkmodule zuständige BU aufgrund mangelnder Rentabilität geschlossen wird:
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In der Quelle findet sich ein Round-Up verschiedener Analystenmeinungen zum Thema. Der Gutteil führt als Gründe erstens mangelnde Größe im Markt und zweitens die fehlgeschlagene Wette auf NB-IoT ins Rennen.
5G RedCap: Module im Anmarsch
Dass sich 5G RedCap insbesondere im Bereich der IoT-Vernetzung gut etablieren wird, dürfte sich aus der Medienaufmerksamkeit ableiten lassen. Problematisch ist, dass es bisher nur wenige Module für die Technologie gibt. Der schwedische IoT-Vernetzungsspezialist TechShip informiert nun in einem an seine Kunden versandten Newsletter nach folgendem Schema über das Auftauchen verschiedenster Module:
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PX5: Containertechnologie fürs Echtzeitbetriebssystem.
PX5 dürfte Lesern von Mikrocontroller.net für zweierlei bekannt sein: Einerseits implementiert das Betriebssystem POSIX-APIs, zweitens stammt es aus der Feder der Person, die einst für das Design von Azure RTOS verantwortlich war. In einem an PX5-Interessenten versendeten Newsletter findet sich nun unter anderem die folgende Grafik, die ein Containersystem für das Echtzeitbetriebssystem avisiert.

Bildquelle: https://px5rtos.com/px5-modules/
Eine als Module Manager bezeichnete Klasse ist dabei für das „Laden und Makeln“ verantwortlich - es ist eine an Docker erinnernde Intention avisiert. In der Dokumentation findet sich außerdem die folgende Passage, die auf die sehr strenge Speicher-Segmentierung im Bereich der Module hinweist:
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CircuitPython 9.2.2 verfügbar, Neuigkeiten zur Weiterentwicklung
Wer die von Limor Frieds Frauen gepflegte Embedded-Pythonruntime verwendet, darf sich über eine neue Version erfreuen. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um ein Wartungsrelease. In der unter der URL https://blog.adafruit.com/2025/01/09/circuitpython-9-2-2-released/ bereitstehenden Ankündigung findet sich unter der folgende Change-Log, der über die neuen Funktionen informiert:
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Interessant ist auch das unter der URL https://blog.adafruit.com/2025/01/07/scott-and-ladyada-talk-circuitpython-2025-circuitpython-circuitpython2025/ bereitstehende und leider vergleichsweise langatmig ausfallende Interview. Um die dritte Minute gibt Linor Frieds Chefentwickler beispielsweise offen zu, dass das Mikropython-Team die Innovations-Führerrolle einhält, während die CircuitPython-Entwickler vor Allem für gut befundene Features kopieren. Um 10:30 herum folgt eine „Wefzung“ von NXP; Spezifischerweise fühlt sich die Truppe durch das komplizierte Build-System auf den Schlips getreten. Interessant sind außerdem die Ausführungen dazu, dass das „Einpflegen“ einer neuen Chiparchitektur in CircuitPython derzeit mit erheblicher Arbeit einhergeht. Als „Lösung“ avisiert man im Hause Adafruit - für diensterfahrene Entwickler wenig überraschend - die Verwendung eines Echtzeitbetriebssystems; Spezifischerweise das von der Linux Foundation verwaltete Zephyr. Ab etwa Minute 16 findet sich eine kleine „Belobigung“ des quelloffenen Stücks Software.
NXP – neue Version von MCUExpresso
NXP scheint die Kritik von Limor Fried – berechtigterweise – nicht sonderlich ernst zu nehmen. Wenige Stunden nach dem Erscheinen des Interviews liefert man eine neue Version des SDKs aus, die verschiedene Fehlerbehebungen mitbringt:
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Neue Exportbeschränkungen für Chips „hohe Dichte“
Die weltpolitischen Wirren wirken sich naturgemäß - Stichwort Bestellen eines STM32N6- Entwicklerboards - auch auf das Leben des Mikrocontrollerentwicklers aus. Verschärfungen stehen nun ante Portas. Der im Allgemeinen gut informierte angelsächsische Branchennewsdienst Toms Hardware berichtet unter der URL https://www.tomshardware.com/tech-industry/us-bans-sales-of-14nm-and-16nm-chips-with-over-30-billion-transistors-to-china folgendes:
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Als Quelle wird seinerseits der Finanz-Nachrichtendienst Bloomberg angeführt, der im Allgemeinen ebenfalls in höchstem Maße glaubhaft ist. Schade ist lediglich, dass der ursprüngliche Bericht nur noch zahlenden Abonnenten zur Verfügung gestellt wird.
Weitere Informationen zur Themenkomplex AI-Regulation der US-Regierung finden sich im - teilweise kostenlos lesbaren - und unter der URL https://semianalysis.com/2025/01/15/2025-ai-diffusion-export-controls-microsoft-regulatory-capture-oracle-tears/ bereitstehenden Bericht aus dem Hause Semi Analysis. Besonders interessant empfand der Newsautor die „überblickshafte Darstellung“ der diversen Angriffsvektoren:
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OLIMEX: Varianten der Entwickler-Ports mit RP 2350 verfügbar.
Der Raspberry Pi-Mikrocontroller wird ab sofort auch vom bulgarischen Entwicklungsboard-Hersteller OLIMEX zur Verfügung gestellt. Spezifischerweise stehen zwei Evaluationsboards zur Verfügung, die sich vom Design her wie in der Abbildung gezeigt präsentieren.

Bildquelle: https://www.olimex.com/Products/RaspberryPi/PICO/PICO2-XXL/
Beide Varianten exponieren dabei alle 48 GPIO-Pins des Mikrocontrollers. Das „Luxusmodell“ bringt 16 MB Remanentspeicher und 8 MB PS RAM mit; für „größere Mengen“ von Massenspeicher steht außerdem ein MicroSD-Steckplatz zur Verfügung. Wie im Falle der meisten anderen von OLIMEX angebotenen Evaluationsboards gilt auch hier, dass die Designfiles quelloffen sind. Wer sie en Detail ansehen möchte, kann dies unter der als Bildquelle angegebenen URL tun.
Seeed Studio - Redesign der Xiao-Serie mit mehr GPIO-Pins.
Die Seed-Entwicklungsboards der Xiao-Serie sind unter anderem deshalb berühmt, weil sie die erste öffentliche Vorstellung des RP2350 waren. Der angenehm kompakte Formfaktor hat insofern seine Nachteile, als die Anzahl der zur Verfügung stehenden Pins aus physischen Gründen eng beschränkt ist. Mit einer neuen Variante sucht Seed Studio nun, diesen Missstand abzuräumen. Spezifischerweise bringen diese Platinen zwischen den für Steckplatinen geeigneten Pins zusätzliche Lötinseln mit, die ausschließlich bei der Oberflächenmontage der Evaluationsboards auf Träger-PCBs verwendet werden können.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/blog/2025/01/02/seeed-studio-xiao-plus-more-castellation-ios-for-smd-soldering/
Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels plant Seeed Studio drei unterschiedliche Varianten auf Basis von Espressif - und Nordic Semiconductor-Prozessoren. Weitere Informationen finden sich - wie immer - in der als Bildquelle angegebenen URL.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/blog/2025/01/02/seeed-studio-xiao-plus-more-castellation-ios-for-smd-soldering/
Haut den Upton - drei Sicherheitslücken im RP2350 mit je 20 000 US-Dollar prämiert.
Der RP2350 wurde im Rahmen seiner erstmaligen Ankündigung von einer „Hack me-Challenge“ flankiert, die für erfolgreiche Angriffe gegen das Sicherheitssystem des Controllers eine Prämie von 20000 US-Dollar ausloten. Unter https://www.raspberrypi.com/news/security-through-transparency-rp2350-hacking-challenge-results-are-in/ berichtet die Raspberry Pi Trading nun von den Ergebnissen - insgesamt wurden drei Angriffs-Vektoren gefunden, die mit je 20 000 US-Dollar prämiert:
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Interessant ist außerdem ein kleiner Seitenhieb gegen andere Mikrocontrollerhersteller:
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Lesestoff: Mehr über EU-Regulationen im Health Technologies-Bereich.
Spätestens seit dem Erfolg des österreichischen Start-Ups Runtastic ist erwiesen, dass sich mit „Medical Technologies“ gutes Geld verdienen lässt. Problematisch ist in der Praxis meist, dass die regulatorischen Probleme nicht unerheblich sind. Die EU-Kommission - im Bereich der Schaffung von neue Bürokratie gar nicht faul - hat eine neue Standardisierungsrichtlinie ins Rennen geschickt, die 2025 in Kraft tritt. Die Anwaltssozietät Schönherr bietet unter der URL https://mailchi.mp/schoenherr.eu/contenthappy-new-regulation-the-new-health-technology-assessment-regulation-kicks-off-in-early-2025?e=0c4e einen „Reader“ zur Thematik an.
Lesestoff, zur Zweiten - kostenlose eBooks, nicht nur zur Elektronik.
Wer sich zu verschiedenen Themen von Audio bis RF fortzubilden sucht, findet unter der URL http://www.vias.org/electronics.html eine Zusammenstellung von - nach Ansicht des Autors durchaus brauchbaren - eBooks. Besonders interessant ist neben den diversen Elektronik-Büchern auch eine digitale Version des einst bei O‘Reilly erschienenen Standardwerks, dass das PNG-Bildformat en Detail beschreibt.
Lesestoff, zur Dritten - Drohnen und Fahrzeuge variabler Geometrie
Im Hause Arduino sieht man Robotik seit längerer Zeit als Wachstumsbereich - einem Trend, dem man unter anderem durch das „Hervorheben“ interessanter Projekte aus der Community Ausdruck zu verleihen versucht. Nach Ansicht des Newsautors verdienen die unter den URLs https://blog.arduino.cc/2025/01/12/this-maker-designed-a-custom-flight-controller-for-his-supercapacitor-powered-drone/ und https://blog.arduino.cc/2025/01/13/this-robot-can-dynamically-change-its-wheel-diameter-to-suit-the-terrain/ bereitstehenden Projekte dabei besondere Aufmerksamkeit - das eine beschreibt das Design einer Drohnensteuerung, während das andere ein „Radfahrzeug“ mit variablem Räderdurchmesser realisiert.



