Wie funktioniert dieser Drehgeber?

Gast #7356254
Lesenswert?

Hallo,

ich habe eine alte Canon Kamera, die ich über einen ESP32 steuern möchte. Die Kamera hat um dem Objektiv einen Drehring mit dem man z.B. die Belichtungszeit verändern kann. Diesen Drehgeber möchte ich durch einen ESP32 ersetzen. Dazu muss ich aber erstmal den Drehgeber verstehen. Dazu habe ich die Kamera auseinandergenommen. Der Drehgeber besteht aus einem Metallring, der sich unter einer kleinen Platine dreht. Er erkennt Schritte in beide Richtungen, siehe Bild Drehgeber1.jpg. Die Platine besteht aus zwei kleinen Bauteilen, siehe Drehgeber2.jpg. Die Bauteile sehen ungefähr aus wie SMD-Widerstände der Reihe 0805. Die haben aber keine Aufschrift sondern einen etwas helleren Streifen in der Mitte. Lichtschranken sind das nicht. Könnte das irgendwie induktiv funktionieren?

Danke für jede Hilfe...

Angehängte Dateien:
Gast #7356257
Lesenswert?

Wenn der Ring keine Magnete aufweist, tippe ich auf induktive Sensoren die in einer A/B Spur Konfiguration verbaut sind. Ändert sich ab den Sensoren der Ausgang wenn etwas metallisches bzw. magnetisches den Sensor bedämpft?

#7356270
Lesenswert?

Hallo,

nee Reflexlichtschranken sind das nicht. Die kleinen Bauteile sind geschlossen. Bei Reflexlichtschranken kann man immer die optischen Komponenten (IR-LED und Fototransistor) als kleine Flächen erkennen.

Was bedeutet: in einer A/B Spur Konfiguration verbaut sind?

Ich kann hier nicht messen, da die Bauteile sehr klein sind (ca. 1 x 2mm).

Markant ist halt dieser graue Strich quer über dem Bauteil.

#7356369
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:

nee Reflexlichtschranken sind das nicht. Die kleinen Bauteile sind geschlossen. Bei Reflexlichtschranken kann man immer die optischen Komponenten (IR-LED und Fototransistor) als kleine Flächen erkennen.

So ein Quark. IR-LED und Fototransistor sind bei so miniaturisierten Reflexkopplern natürlich keine diskreten Bauteile mehr, sondern die Chips sind zusammen vergossen. Mit IR-durchlässigem Epoxyd und einem Trennsteg dazwischen.

Guckstu z.B. hier: https://www.reichelt.de/reflexlichtschranke-0-7mm-submin-4-pol-eli-tr8307-p114341.html

Gast #7356458
Lesenswert?

Thomas O. schrieb:

angenommen es steht gerade 01 an und bei der nächsten Abtastung 00 kann man daraus die Richtung z.B. links bestimmen.

Und was machst du beim Übergang von 11 nach 00 wenn die Umschaltung nicht exakt synchron erfolgt, also über Zwischenzustände 11-10-00 oder 11-01-00? Genau - dicke Backen. Ein Hamming-Abstand von genau 1 zwischen den Zuständen hilft da ungemein. Lies mal etwas über Gray-Code nach. https://de.wikipedia.org/wiki/Gray-Code

Gast #7356529
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:

Und was machst du beim Übergang von 11 nach 00 wenn die Umschaltung nicht exakt synchron erfolgt, also über Zwischenzustände 11-10-00 oder 11-01-00?

Das ist durch die Konstruktion eines Drehgebers mit Quadraturausgang technisch ausgeschlossen (es sei denn er ist kaputt). Man muss nicht krampfhaft nach nicht existierenden Problemen suchen.

Georg

#7356559
Lesenswert?

Axel S. schrieb:

Thomas B. schrieb:

nee Reflexlichtschranken sind das nicht. Die kleinen Bauteile sind geschlossen. Bei Reflexlichtschranken kann man immer die optischen Komponenten (IR-LED und Fototransistor) als kleine Flächen erkennen.

So ein Quark. IR-LED und Fototransistor sind bei so miniaturisierten Reflexkopplern natürlich keine diskreten Bauteile mehr, sondern die Chips sind zusammen vergossen. Mit IR-durchlässigem Epoxyd und einem Trennsteg dazwischen. Guckstu z.B. hier: https://www.reichelt.de/reflexlichtschranke-0-7mm-submin-4-pol-eli-tr8307-p114341.html

Ja aber die Bauteile vom TO haben ja nun Mal deutlich zu sehen KEINE optischen Öffnungen im Gehäuse - eine Reflexlichtschranke braucht die aber.

Vielleicht auf der Unterseite und das PCB hat da Aussparungen?!?

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7356569
Lesenswert?

T. Baumbach schrieb:

Lichtschranken sind das nicht.

Auf dem Foto sind auf jeden Fall keine Linsen oder sonstwas zu erkennen.

Auch solche kleinen SMD-Reflexkoppler wie der OPR5005 oder der EE-SY1200 oder der EE-SY199 haben erkennbare Linsen oder Lichtkanäle

Jochen S.... schrieb:

Wenn der Ring keine Magnete aufweist

Der Ring selber könnte abwechselnd magnetisiert sein...

T. Baumbach schrieb:

Diesen Drehgeber möchte ich durch einen ESP32 ersetzen.

Dazu würde ich einfach mal an den 4 Leitungen (eine der 5 wird ja wohl die Masse sein) messen und schauen, was passiert, wenn ich drehe.

Gast #7356573
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:

Auf dem Foto sind auf jeden Fall keine Linsen oder sonstwas zu erkennen.

Mach doch mal mit nem Multimeter Diodenmessung. Dabei hältst Du Deine Smartphone-Kamera auf das Teil (die kann nämlich IR Licht erfassen). Da wird dann mit Sicherheit Licht aus dem Diodenteil der Dinger kommen.

Ist doch ein super einfacher Test.

Werner

#7356765
Lesenswert?

Teo D. schrieb:

H.Joachim S. schrieb:

Für einen Reflexkoppler hätte man das Geberrad nicht so aufwändig bearbeiten müssen,

Das Ding dient evtl. ja noch nem anderen Zweck, zB. einer mechanischen Kopplung zum Rest des Objektives.

Ja aber trotzdem sind es dennoch keine Reflexlichtkoppler. Auch bei den Miniaturisierten sieht man eindeutig den Expoy-Verguss - diese sind beim TO nicht ansatzweise zu erkennen.

Ich tippe auf Hall.. Ich tippe sogar auf einen selbstinduktiven Hall.

Moderator #7356801
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:

Ein Hall-Sensor hätte schon gerne ein Magnetfeld.

Es gibt welche, die bringen ihr eigenes Magnetfeld in Form eines integrierten Permanentmagneten mit.

Die Frage an den TE wäre, ob der Metallring überhaupt ferromagnetisch und nicht etwa aus Aluminium o.ä. ist. Auf Aluminium funktioniert ein Hall-Sensor natürlich nicht, da käme dann höchstens ein induktiver Sensor in Frage. Ich weiß nicht, ob es diese (mit integrierter Spule) in so kleinen Gehäusen gibt, aber denkbar wäre das schon.

#7356811
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:

Ja, aber technisch gesehen tendieren Optobauteile zur Transparenz.

Was mir nun aber wirklich abgeht, ist die intransparente Trennung von Sender/Empfänger. Das würde doch so nie funktionieren..... Außerdem glaube ich, den Strich schon mal auf Hallsensoren gesehen zu haben. Zeigen denke ich, den Sensorpunkt und Richtung an(?).

Also, alles auf Retoure.... Ich Vote nun auch für Hallsensoren. :} (Das hat Heute aber viele Tassen Kaffee gebraucht, puh:)

PS: Könnte solch Weicheisen, auch zum abschirmen von darunterliegenden Magneten dienen?!

#7356890
Lesenswert?

Hi,

wow - danke für die Diskussion und die vielen Hinweise! Ich habe jetzt mal einen Test gemacht. Ich habe den Metallring eingescannt und in CorelDraw das Muster nachgebildet und dann auf Papier ausgedruckt, siehe Anhang. Diesen 'Papierring' habe ich über den Sensoren gedreht, als wäre es der Metallring - und siehe da - die Kamera reagiert so als wäre es der Metallring. Demnach hatte ich Unrecht und es scheint wirklich ein Reflexkoppler zu sein - oder reagieren Hallsensoren auch auf Hell/Dunkel auf Papier? Jetzt gilt es herauszufinden, welche der 5 Leiterbahnen für was ist. Auf dem Foto mit der kleinen Platine (im ersten Post von mir) sieht man, dass rechts oben ein gemeinsamer Kontakt ist. Habe mal eine einzelne Litze drangehalten und mit einem Multimeter gegen die Masse der Kamera gemessen - aber da war keine Verbindung. Es scheint als hat die kleine Platine ihre eigene Masse. Wenn es nun ein Reflexkoppler ist müsste ich ja rausfinden, an welchen Kontakten die Diode und wo der Transistor liegt - wie mache ich das am Besten? Und wie könnte ich das Signalmuster dann mit meinem ESP32 nachbilden?

Danke schonmal für weitere Tipps und Hilfen :-)

Angehängte Dateien:
#7357028
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:

Demnach hatte ich Unrecht und es scheint wirklich ein Reflexkoppler zu sein - oder reagieren Hallsensoren auch auf Hell/Dunkel auf Papier?

Tja. Und nun?

Die Reflexkoppler bestehen aus IR-LED und Fototransistor. Erstere können bei 2 Stück durchaus in Reihe geschaltet sein. Letztere haben entweder den Kollektor jeweils an Vcc (seltener) oder den Emitter jeweils an GND (öfter). Und dann einen Pulldown bzw. Pullup zur jeweils anderen Rail. Hochohmig (CMOS-Eingang reicht) kann man das Signal da abgreifen.

#7357077
Lesenswert?

wenn man es in der Software auswerten spielt die Bitfolge doch keine Rolle. Wenn der Binärwert um 1 größer wird oder überläuft habe ich eben die eine Richtung wenn der Wert um 1 kleiner wird oder unterläuft die andere Richtung

Man kann auch auswerten ob Flanke A der Flanke B folgt oder gegenläufig wechselt und hat dadurch auch die Richtung bestimmt. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/68/Quadrature_Diagram.svg/330px-Quadrature_Diagram.svg.png

Wenn Flanke B steigt und Flanke A steigt = Richtung 1 Flanke B fällt und Flanke A fällt = Richtung 1 Flanke B steigt und Flanke A fällt = Richtung 2 Flanke B fällt und Flanke A steigt = Richtung 2

und bei jedem Flankenwechsel, Wert speichern und mit dem vorherigen Wert verglichen.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7357108
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:

und es scheint wirklich ein Reflexkoppler zu sein

Kannst du mal ein gutes Foto von den Bauteilen machen? Oder beser noch ein paar gute Fotos aus verschiedenen Winkeln?

Denn so unscharf wie das aus dem ersten Post ist könnte man fast meinen es wäre sowas wie der Omron EE-SY199 bzw. der offenbar baugleiche Sharp GP2S60B, dort geht der hellgraue "Strich" an der Seite weiter. Die sind mit 2,7x1,7 mm² allerdings auch größer als 0805 mit 2x1,2 mm².

Yalu X. schrieb:

Thomas B. schrieb:

wie könnte ich das Signalmuster dann mit meinem ESP32 nachbilden?

Mit jeweils einem Transistor

Ich würde dann (auch wegen der Potentialtrennung) gleich einen Optokoppler nehmen. Das ist es bisher ja auch schon... ;-)

Thomas O. schrieb:

es in der Software auswerten

Das Drehen des Rings soll nicht ausgewertet, sondern nachgebildet werden, denn

T. Baumbach schrieb:

Diesen Drehgeber möchte ich durch einen ESP32 ersetzen.

Also müssen nicht diese Signale eingelesen, sondern angesteuert werden.

#7357228
Lesenswert?

T. Baumbach schrieb:

Die Kamera hat um dem Objektiv einen Drehring mit dem man z.B. die Belichtungszeit verändern kann. Diesen Drehgeber möchte ich durch einen ESP32 ersetzen.

Das Vorhaben hat ein prinzipielles Problem: der Stellring arbeitet relativ, d.h. man kann den Belichtungswert durch Drehen erhöhen oder erniedrigen, aber der aktuelle Wert ist nur der Kamera-Elektronik bekannt. Einen Nullpunkt gibt es nicht, das ist bei allen Drehgebern ohne 3. Kanal so.

Man kann also nicht gezielt einen bestimmten Wert einstellen, sondern nur "2 Blendenwerte weniger" usw. Es ist fraglich ob man so eine Fernsteuerung einrichten kann.

R.K.

Beitrag #7357236 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7357266
Lesenswert?

Reinhard K. schrieb:

Man kann also nicht gezielt einen bestimmten Wert einstellen, sondern nur "2 Blendenwerte weniger" usw. Es ist fraglich ob man so eine Fernsteuerung einrichten kann.

Die Belichtungszeit hat einen minimalen Wert, da könnte man also bis zum Ende "fahren" und dann den gewünschten Wert gezielt anfahren.

Bei der Blende wird es schwieriger. Denn minimale und maximale Blende legt das Objektiv fest. Auch die Abstufung kann feiner oder gröber als die gebräuchliche halbe Blende sein.

Allerdings scheint es sich um den Drehgeber auf der Rückseite der Kamera zu handeln. Da kann man eigentlich nur die Belichtungskorrektur einstellen (für anderes muß man vorher ins Menü wechseln).

Die Belichtungskorrektur hat zwar feste Grenzen (IIRC 2 Blenden) aber man kann bei Canon die Belichtungskorrektur wahlweise in halben oder in drittel Blenden steuern.

Also: alles nicht so einfach.

#7357456
Lesenswert?

T. Baumbach schrieb:

Die Kamera hat um dem Objektiv einen Drehring mit dem man z.B. die Belichtungszeit verändern kann.

Der Drehring scheint vorne zu sein (siehe oben) Es wird sich wahrscheinlich um eine Kompakt bzw. Bridgekamera handeln. Bei der ist das Objektiv fest und bekannt. "Referenzfahrt" ist also durchaus möglich.

Andererseits stellt sich die Frage, ob es nicht auch so oder so über USB (Stichwort "remote shooting") funktioniert. In Darktable z.B. kann ich meine Canon per USB an den Rechner hängen, Blende und Verschlusszeit wählen und auf den (virtuellen) Auslöser drücken.

Das geht auch mit Powershot G1...G9 Modellen, soweit ich weiß. Grundlage ist die Kommunikation via USB, die meines Wissens in irgendeinem Canon SDK offengelegt ist (jedenfalls die Funktionen, mit denen man die Kamera nicht kaputt machen kann).

Wenn man also einen Controller hat, der per USB (Host) mit der Kamera sprechen könnte, dann müsste ggf. noch nicht mal in die Elektronik eingreifen.

Aber das nur so nebenbei.

Nisse

#7357521
Lesenswert?

Hallo,

ich habe auch mal ein Blatt Papier zwischen Ring und Sensoren gehalten und gedreht - und da funktioniert es nicht mehr. Es scheinen also wirklich Reflexkoppler zu sein. Ja es ist richtig, ich möchte den Drehgeber nachbilden nicht auswerten. Aber ich muss halt erstmal herausfinden, wo die Diode ist und wo der Transistor und wie herum. Bei so einem kleinen Bauteil sind die Spitzen des Multimeterkabels schon zu groß, damit komme ich nicht an die Kontakte. Ich werde mich mal drangeben und versuchen das auszumessen. Ich brauche für meine Zwecke auch keinen Start- Endpunkt. Ich muus nur vom aktuellen Punkt aus vor und zurückkommen, als würde ich das Rad manuell drehen.

Habe nochmal Fotos von den Bauteilen beigefügt. Die Maße der Bauteile sind:

Länge: 1.4mm Breite: 1.0mm Höhe: 0.7mm

Der Omron bzw. Sharp sieht anders aus da sieht man ja ganz klar optische Ein- und Ausgänge. Ich habe mal mit einer Lupe draufgeschaut, der graue Streifen sieht so aus als wäre der aufgedruckt. Mich wundert es wirklich, dass das ein Reflexkoppler sein soll, weil wie gesagt, keinerlei optische Elemente zu erkennen sind. Das Bauteil ist von der Oberfläche her komplett geschlossen. Ich frage mich auch, warum die Platine 5 Leitungen nach außen führt. Für zwei Reflexkoppler würden ja 4 reichen:

  1. Vcc (für IR-LEDs und Fototransistor)
  2. Masse (für IR-LEDs und Fototransistor)
  3. Output Fototransistor1
  4. Output Fototransistor2
Angehängte Dateien:
Moderator #7357537
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:

Mich wundert es wirklich, dass das ein Reflexkoppler sein soll, weil wie gesagt, keinerlei optische Elemente zu erkennen sind. Das Bauteil ist von der Oberfläche her komplett geschlossen.

Na ja, da ist eben das gesamte Gehäuseoberteil aus IR-lichtdurchlässigem Kunststoff, so wie das auch bei vielen LEDs und Fotodetektoren der Fall ist.

Auf deinen letzten Bildern kann so etwas wie eine weiße Grundplatte erkennen, auf die wohl Sender und Empfänger aufgeklebt wurden. Anschließend wurde dann das dunkle Oberteil entweder ebenfalls aufgeklebt oder gegossen.

Gast #7357543
Lesenswert?

Yalu X. schrieb:

Auf deinen letzten Bildern kann so etwas wie eine weiße Grundplatte erkennen, auf die wohl Sender und Empfänger aufgeklebt wurden. Anschließend wurde dann das dunkle Oberteil entweder ebenfalls aufgeklebt oder gegossen.

Von AlpsAlpine gibt es solche Dinger, aber noch etwas kleiner.

#7357634
Lesenswert?

Ich habe mal einwenig getestet. Ich habe mir 'ne Lupenbrille aufgesetzt und an jeder der 5 Leiterbahnen eine (einzelne!!!) Litze aus einem flexiblen Kabel gelötet. Dann habe ich rumprobiert. Die mit einem blauen Pfeil gekennzeichneten Kontakte sind die Ausgänge der Fototransistoren. Wenn man nämlich an die entsprechenden Leiterbahnen 3.5V anlegt, dann reagiert die Kamera. Ich habe es halt durch manuelles anlegen nur sporadisch geschafft das 'Rad' vor- und zurück zu drehen, weil man eben durch kurzes Berühren der Drähte mit 3.5V nicht so exakt arbeiten kann wie das Drehrad. Aber die Kamera reagiert korrekt. Ich würde jetzt also meinen ESP32 hernehmen und mal zwei GPIO-Ausgänge mit meinen herausgeführten Litzen verbinden. Jetzt weiß ich aber immer noch nicht wie ich die Ausgänge zeitlich programmieren muss, damit sich das 'Rad' vor bzw. rückwärts bewegt. Die hier angegebenen Hilfen habe ich leider nicht verstanden :-(.

Kann mir vielleicht nochmal jemand bitte in einfachen Worten erklären, wie man das macht? Da wäre ich sehr dankbar :-)

Angehängte Dateien:
#7357692
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:

Kann mir vielleicht nochmal jemand bitte in einfachen Worten erklären, wie man das macht? Da wäre ich sehr dankbar :-)

1 an, 2 an, 1 aus, 2 aus = 1 Schritt linksrum 2 an, 1 an, 2 aus, 1 aus = 1 Schritt rechtsrum. Naja, evtl. sind jeweils 2 oder gar 4 Schritte, aber eben ein normaler Quadraturencoder. Mit ein bissel Glück klappt sogar "ein Pin ist Richtung, ein Pin ist Takt", also mit dem einen links oder rechts wählen und mit dem anderen "klickern".

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7357830
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:

der graue Streifen sieht so aus als wäre der aufgedruckt.

So passgenau um die Ecke gedruckt? Nein, das ist tatsächlich ein Trennsteg zwichen Sender und Empfänger, die auf dem weißen Substrat aufgebracht sind.

Thomas B. schrieb:

Ich würde jetzt also meinen ESP32 hernehmen und mal zwei GPIO-Ausgänge mit meinen herausgeführten Litzen verbinden.

Mach noch 100 Ohm-Angstwiderstände dazwischen, nicht dass dein Ausgang mal mit direkt dem Optokoppler kämpft...

Jetzt weiß ich aber immer noch nicht wie ich die Ausgänge zeitlich programmieren muss, damit sich das 'Rad' vor bzw. rückwärts bewegt.

Probier mal die übliche Quadraturimpulsfolge für die eine Richtung:

1
A   ______--------_______--------_______--------___________
2
B   _________--------_______--------_______--------________

Und andersrum dann so:

1
A   _________--------________--------________--------_______
2
B   _____--------________--------________--------___________
3
         ^   ^   ^   ^   ^
4
         |   |   |   |   |
5
         200ms

Der zeitliche Ablauf ist nicht allzu kritisch. Für den Anfang zwischen jedem Pegelwechsel mal 200ms, dann sieht man schon, was passiert.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren