WIFI für PI ohne USB

Gast #4689118
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:
> Warum sollte ein Modul, dass mit jedem Arduino funktioniert, mit einem
> Pi plötzlich den Dienst verweigern?

Das Teil arbeitet in diesem Modus als echtes WLAN Modul nicht als USART 
Brücke oder ähnliches. Also eher wie einem USB Wlan Stick mit Einbindung 
in das Betriebsystem über Kernaltreiber das ist schon etwas anderes.
Gast #4689275
Lesenswert?

döfd schrieb:
> Das Teil arbeitet in diesem Modus als echtes WLAN Modul nicht als USART
> Brücke oder ähnliches. Also eher wie einem USB Wlan Stick mit Einbindung
> in das Betriebsystem über Kernaltreiber das ist schon etwas anderes.

Ähm nein, ist mit SPI angeschlossen, und kann auf UART umgestellt 
werden. Wie üblich bei den Dingern.
Gast #4689282
Lesenswert?

Draco schrieb:
> Ähm nein, ist mit SPI angeschlossen, und kann auf UART umgestellt
> werden. Wie üblich bei den Dingern.

Ähm doch, lies mal den Text. Der Flash der bei den Modulen üblicherweise 
die AT-Firmware enthält wird ausgelötet. Stattdessen wird der Chip mit 
einer vom Systemtreiber vorgegebenen Firmware gebootet die via SDIO 
hochgeladen wird.
Danach steht das W-LAN Modul direkt dem System zur verfügung, als wäre 
es ein PCI oder USB W-LAN Dongle.
Das ist schon eine etwas andere Verwendung für das Modul als bisher 
üblich ;)
Gast #4689408
Lesenswert?

Der Flash muss nicht ausgelötet werden! Es wird neben dem  ESP-12F  nur 
eine Adapterplatine und 6 Widerstände gebnutzt.

Die Anbindung erfolgt über SDIO als 4 bit statt 1 bit (SPI).
Das verspricht deutlich höhere Datenraten - ob die halt auch praktisch 
erreicht werde interessiert mich.

Draco schrieb:
> Es geht doch hier um den ESP8266 oder nicht? Der junge Mann hat halt
> einfach die Kirche ums Dorf getragen, mehr nicht.

Der junge Mann hat praktisches reengeniering auf sehr hohem Niveau 
praktiziert und herausgefunden das sich die ESP8266 wie die Vorgänger 
ESP8089 verhalten (Sie sind wohl auch vom Design in weiten Teilen 
identisch). Dadurch kann man wohl den ESP8089 Linux Treiber nutzen und 
hat so ein ultra-lowbudget Linux WIFI Modul.

Wohl nicht gans so schnell wie ein moderner USB Stick.

Würde mich halt interessieren ob/wie praktisch funktioniert.
Habe leider kein ESP-12F hier
Gast #4689451
Lesenswert?

Draco schrieb:
> Ja aber der ESP8266 hat doch von Haus aus SDIO? Ganz offiziell, im
> Datenblatt stehend.

Aha, nur weil der Chip SDIO hat und W-LAN kann, denkst du automatisch es 
wäre normal dass man das W-LAN via SDIO nutzen kann?
Ganz schön weit hergeholt...

döfd schrieb:
> Der Flash muss nicht ausgelötet werden! Es wird neben dem  ESP-12F  nur
> eine Adapterplatine und 6 Widerstände gebnutzt.

Er schreibt:

"All available ESP8266 modules use all six pins of the SDIO interface 
for the SPI flash. That means that the SPI flash will need to be removed 
from the module to gain access to the SDIO bus. The ESP-12E would be 
ideal for this since it breaks out the 6 SDIO signals to castellations, 
but it has a soldered-down shield making it difficult to desolder the 
flash. The popular ESP-01 has no shield, but from the PCB art posted 
online also has GPIO15 strapped low via a trace under the QFN, making it 
impossible to boot into SDIO mode. I ended up with the ESP-03, which has 
no lid and brings all the GPIOs needed for boot mode strapping out to 
pads."

Hab ich am Ende was überlesen, dass der Flash bleiben kann, weil er 
nicht stört?
Gast #4689484
Lesenswert?

Tom schrieb:
> Hab ich am Ende was überlesen, dass der Flash bleiben kann, weil er
> nicht stört?

Jetzt wo du den Text zitiert bin ich mir auch nicht mehr sicher. Ich 
hatte das nicht zuletzt wegen einem anderem Artikel so verstanden das 
der drin bleiben kann.
http://oshlab.com/esp8266-raspberry-pi-gpio-wifi/

Ich denke du hast recht und bei mir war mal wieder der Wunsch Vater des 
Gedankens .
#4702885
Lesenswert?

Ich habe das Ganze mal getestet, und es funktionniert wunderbar bei mir.

Nur ein Problem hatte mich etwas länger aufgehalten: der GPIO (n° 21), 
den ich zum resetten (CH_PD) benutze, war als Input mit Pull-Down 
konfiguriert, und obwohl ich einen extra Absatz im Overlay für diesen 
GPIO habe, ging dieser nach dem Reset des Moduls sofort wieder auf Input 
mit Pull-Down.
Damit es funktionniert lasse ich das Modul nun über rc.local starten, 
nachdem ich mit dem Programm "raspi-gpio" den GPIO auf Pull-Up gesetzt 
habe, so etwa:

raspi-gpio set 21 pu & sudo modprobe esp8089

Schade dadurch ist, dass das WiFi etwas später erst einsatzbereit ist, 
aber für mein jetziges Projekt ist das nicht wirklich ein Problem.
#4703592
Lesenswert?

Nein, den Flash brauchte ich nicht auszulöten. Habe wohl die 33 Ohm 
Resistenzen eingesetzt.

Ich habe noch keinen Test zur Datenübertragung gemacht. Ich warte dazu 
noch auf einen Kamerachip. Wollte testen wieviele FPS ich rübergeschoben 
bekomme.

Mit welchem Programm/Befehl könnte man solche Datentest am einfachsten 
testen?

Ich benutze oft "scp" um Daten von meinem PC auf den Raspberry zu 
übertragen, aber ich habe keine Ahnung, ob da nicht zu viel Overhead mit 
bei ist.
#4703797
Lesenswert?

Bei scp sollte das eigentlich mit "-p" schon genügen. Aber halt wie 
gesagt, ich kenne nicht den genauen Overhead (selbst wenn ich denke, 
dass er nicht allzu groß sein sollte).

Danke Liz, ich werde auch deine netcat-Befehle versuchen. (frühestens 
heute Abend, spätestens am Sonntag). Verstehe ich es richtig, dass 
dadurch eine 512 MB große Datei von Nullen über den Port 2222 von einem 
Rechner zum anderen geschoben werden, und auf dem letzteren erst gar 
nicht gespeichert werden und so im Nichts verschwinden?
#4704372
Lesenswert?

Also, der Transfer vom PC zum Raspberry hat das folgende ergeben:
536870912 Bytes (537 MB) kopiert, 200,911 s, 2,7 MB/s
Vom Raspberry zum PC gibt es die folgenden Werte:
536870912 bytes (537 MB) copied, 231.106 s, 2.3 MB/s

Beide Werte wurden durch die Netcat-Methode ausgegeben.

Mein PC hängt über Ethernet an einem Router, an dem der RPI über WiFi 
angeschlossen ist. Das sind zwar nicht so gute Werte, aber ich bin mir 
sicher, dass man da noch etwas dran herumwerkeln kann. Ich habe in dem 
Artikel von hackaday gelesen, dass man ein wenig optimieren kann...
Gast #4704383
Lesenswert?

Mac L. schrieb:
> Also, der Transfer vom PC zum Raspberry hat das folgende ergeben:
> 536870912 Bytes (537 MB) kopiert, 200,911 s, 2,7 MB/s
> Vom Raspberry zum PC gibt es die folgenden Werte:
> 536870912 bytes (537 MB) copied, 231.106 s, 2.3 MB/s

Mit einem WLAN-USB-Stick geht das definitiv schneller.
Gast #4704475
Lesenswert?

Nutzt die halbe Bandbreite, 54 Mbit vom g Protokoll. Interessant ware 
win weiterer test wenn man den Router auf exclusive n Protokoll 
configuriert sofern er das n protokoll Kennt.
Router welche g/n fahren limitieren n auf die g Geschwindigkeit sofern 
ein Klient g fahrt,
Oder etliche Modelle auch wenn kein g Klient vorhanden ist.

Wenn die Datenverbindung direkt geht, halbe Bandbreite, wenn es aber 
über den Router geht was ich stark vermute, dann nutzt es die volle 
Bandbreite.
Um das festzustellen braucht man eine WLAN Karte welche die Daten 
mitschneiden kann, promiscus mode, bzw abgeschaltet er mac filter.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren