Hallo,
ich arbeite seit einiger Zeit an einem relativ aufwändigen ESP32-Projekt auf Arduino-Basis. Eine Kernkomponente ist eine mittlerweile umfangreiche HTTP REST API mit EspAsyncWebserver. Leider unterstützt der kein SSL (auf dem ESP8266 schon, aber die Antwortzeiten waren vollkommen inakzeptabel). Andere Lösungen für Arduino scheinen nur verlassene Projektruinen in der Wüste zu sein.
Anfangs dachte ich zähneknirschend, dass ich verzichten kann. Mittlerweile kommen aber doch ein Paar sensiblere Daten zum Übertragen dazu.
Bei IDF scheint der https server zumindest Herstellersupport zu haben und FreeRTOS macht im Nachhinein betrachtet auch mehr Sinn für mein Projekt (ich weiß, dass ich das auch unter Arduino nutzen kann).
Ich bin allerdings jetzt doch einigen Bibliotheken aus dem Arduino-Framework verfallen, ArduinoJSON möchte ich ungern in meinen HTTP handlern missen und da es sich um ein LED-Projekt handelt, kann und will ich eigentlich nicht auf FastLED verzichten. Da gibt es einfach nichts, was ansatzweise so mächtig ist (lass mich da gerne korrigieren!).
Ich könnte jetzt Arduino als component in IDF einbinden (muss ich eigentlich, weil ich praktisch nicht auf FastLED verzichten kann). Aber irgendwie wirkt das "falsch". Ich kann den Overhead nicht abschätzen und weiß auch nicht, welche Risiken das noch so bergen würde. Einen riesen Migrationsaufwand erwarte ich sowieso, dabei ist unverschlüsseltes HTTP das einzige, was mich an meinem Projekt wurmt gerade. Und nach meiner Erfahrung mit HTTPS unter ESP8266 fürchte ich, dass ich am Ende vor einem inakzeptablen Performanceeinbruch meiner REST-API (Latenzen) stehe. Am liebsten würde ich einfach in der Arduino-Welt bleiben und HTTPs ans Laufen kriegen.
Ich weiß, dass in dem ganzen Getexte hier keine so richtig konkrete Fragestellung drin steckt. Meine Hoffnung ist, dass jemand mein Problem nachvollziehen und mir ein paar gute Denkanstöße geben kann.