ja ich weiss das hier eigentlich keine Politikthemen erwünscht sind, aber ich finde die drohende Staatspleite der USA in 3 Tagen ist von historischer Relevanz! Was denkt ihr wird passieren wenn es keine Einigung geben wird? Theoretisch müsste dann doch jede größere Bank und Versicherungsgesellschaft auf der Stelle pleite sein, in dessen Folge die Einlagen der Kunden ebenfalls weg sind !
G G G G he, he, he... Endlich hören die Kriege auf. Die Amis können auch nicht mehr nach hause geholt werden und da es auch kein Nachschub mehr gibt, bekommen die restlichen auch ordentlich eine auf den Sack.
M. neuer schrieb: > historischer Relevanz! Was denkt ihr wird passieren wenn es keine > Einigung geben wird? Das noch weiss niemand. > Theoretisch müsste dann doch jede größere Bank und > Versicherungsgesellschaft auf der Stelle pleite sein, in dessen Folge > die Einlagen der Kunden ebenfalls weg sind ! Erst wenn die USA erklären sollten, die Staatsanleihen überhaupt nicht zurückzuzahlen. Darum geht es aber nicht - das wäre m.W. auch nicht verfassungsgemäss.
Markus Müller schrieb: > Endlich hören die Kriege auf. Die Amis können auch nicht mehr nach hause > geholt werden und da es auch kein Nachschub mehr gibt, bekommen die > restlichen auch ordentlich eine auf den Sack. Bist du arbeitslos? Falls nicht: Ist dir die Aussicht auf deine eigene Arbeitslosigkeit (oder in deiner Familie) diesen Moment des Triumphes wert?
Das Ende des heutigen Sklavensystems muss doch irgend wer feiern. http://www.youtube.com/watch?v=KwiSRcvr1tE&feature=player_embedded
...zumindest sollte man hoffen, dass die Politiker dann AUCH keinen Gehaltsscheck mehr bekommen. Dann werden sie sich schon bald einigen. Im übrigen läuft in den USA derzeit eine kriminelle Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Staat bzw. dem Gemeinwohl ab.
Gast
#2286190
> historischer Relevanz! Was denkt ihr wird passieren wenn es keine > Einigung geben wird? > Das noch weiss niemand. doch, natürlich. Es ist ja keine Pleite im eigentlichen Sinn, sondern eine Runterstufung des Ratings der Kreditwürdigkeit. Das hätte dann erst einmal massive Kurseinbrüche an der US und der deutschen Börse, etc. zur Folge - jeder, der in irgendeiner Form in USA Firmen, Banken beteiligt ist. Letztendlich würden dann in USA einige Banken konkurs gehen (darauf sind ja auch die Teaparty-Konservativen aus) und dann wird es sehr interessant, ob in Deutschland die Bankenwelt wieder mit Milliarden gestützt wird oder nicht ?!
Andererseits - wozu gibt es denn eine Schuldenobergrenze, die bis jetzt ständig je nach Bedarf nach oben geschoben wurde? Zurückgezahlt können die 14 Billionen eh nicht (bzw. wird das durch eine heftige Inflation erledigt, alle Schulden lösen sich in Luft auf) So wurde es immer gemacht, und so wird es weiter gemacht. Allerdings ohne jeden Lerneffekt. Ausser ein paar Ankündigungen am Anfang, die dann wieder Stück für Stück aufgegeben werden.
Autor: M. neuer (mneuer) warst du nicht auch der, der geglaubt hat, dass im winter "strom fehlen" wird? es ist wohl an der zeit, dir sensationsgeilheit oder naivität zu unterstellen.
Michael K-punkt schrieb: > ...zumindest sollte man hoffen, dass die Politiker dann AUCH keinen > Gehaltsscheck mehr bekommen. Dann werden sie sich schon bald einigen. > > Im übrigen läuft in den USA derzeit eine kriminelle > Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Staat bzw. dem Gemeinwohl ab. Sehe ich ganz genau so. Diese elende verlotterte kriminelle Organisation namens "Tea-Party Bewegung" gibt lieber Billionen Dollars für den Irakkrieg aus (da hätten sie mal protestieren sollen) als für die Zahlung von Renten für die eigene Bevölkerung. Diese Drecksäcke sind so abgebrüht, das scheint sogar den gemäßigten Republikanern inzwischen zuviel zu werden. Totalblockade fahren und lieber das eigene Land, den US-Finanzplatz und damit vielleicht sogar die ganze westliche Industrination mit in den Abgrund reißen - ist denen alles egal, hauptsache Obama beschädigen und kein Geld für Soziales. Eine Sache bedenken sie aber dabei nicht und zwar dass das eigene Volk - Schulden hin oder her - dies nicht gutheißen wird, wenn daraus eine große Krise hervorgeht. Am Ende werden nämlich nur Verlierer übrigbleiben und zu denen wird dann auch die Tea-Party Bewegung gehören. Aber soweit wird es denke ich nicht kommen.
Platinenschwenker .. schrieb: > Diese elende verlotterte kriminelle Organisation > namens "Tea-Party Bewegung" Kriminell trifft es nicht. Fanatisch schon eher. > gibt lieber Billionen Dollars für den > Irakkrieg aus (da hätten sie mal protestieren sollen) Entstand im jetzigen Umfang erst danach, aus Bankenrettung und Gesundheitspolitik heraus, aufgemischt mit Rassismus (Kenianer als Präsident) und Religion. Die Wurzeln sind zwar viel älter, aber es brauchte Bush&Co um dieses Niveau zu erreichen. > Diese Drecksäcke sind so > abgebrüht, das scheint sogar den gemäßigten Republikanern inzwischen > zuviel zu werden. Bin nicht so sicher ob die wirklich alle so abgebrüht sind, oder von dritter Seite aufgebrüht werden und Angst um ihren Arsch haben: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,777111,00.html NB: Soviel zum Thema "imperatives Mandat" und dessen Nebeneffekte. Selbst diejenigen, die wollten, sie können nicht, denn sie dürfen nicht. Sie befürchten, von den eigenen Wähler bei nächster Gelegenheit gelyncht zuwerden. > US-Finanzplatz und damit vielleicht sogar die ganze westliche > Industrination mit in den Abgrund reißen Es gibt einige Leute, und eben nicht nur im Kongress, die darin keinen Untergang sondern eine Gesundung sehen. Da allerdings ca. 95% der Deutschen aus deren Sicht sowieso reine Sozialisten sind dürfte es hierzulande nur wenige Leute geben, die das nachvollziehen können. > Eine Sache bedenken sie aber dabei nicht und zwar dass das eigene Volk - > Schulden hin oder her - dies nicht gutheißen wird Ist nicht so einfach. Forenkommentare zu Zeitungsartikeln/Kommentaren sind genauso rabiat gespalten wie die Politik selbst. Da gibts auch Rückendeckung aus dem Volk, wenn auch vielleicht nicht von der Mehrheit. > Am Ende werden nämlich nur Verlierer übrigbleiben Da steht zu befürchten. Aber das nächste Mal, wenn jemand aus den USA den Asiaten mehr Demokratie empfiehlt, gibts wahrscheinlich Tote. Vor Lachen. Leider.
Michael H. schrieb: > Autor: M. neuer (mneuer) > warst du nicht auch der, der geglaubt hat, dass im winter "strom fehlen" > wird? > es ist wohl an der zeit, dir sensationsgeilheit oder naivität zu > unterstellen. achso wusste garnicht das Juli schon Winter ist. Abgerechnet wird immer zum Schluss, ich werde dich daran erinnern ! Naiv sind eher Leute wie du, die denken es wird schon alles gut gehen.
A. K. schrieb: > Entstand im jetzigen Umfang erst danach, aus Bankenrettung und > Gesundheitspolitik heraus, aufgemischt mit Rassismus (Kenianer als > Präsident) und Religion. Die Wurzeln sind zwar viel älter, aber es > brauchte Bush&Co um dieses Niveau zu erreichen. Es brauchte wohl erst einen wie Obama (in deren Augen schon kein Sozialist mehr, sondern eher ein "Kommunist"), damit sich die Hardliner der Republikaner als eigene Bewegung formieren und die gemäßigten Republikaner jetzt vor sich her treiben. Interessant die Parallelen, die sich hier auftun: "Der radikale Teil der Republikaner fordert den Rückzug des Staates aus Wirtschaft und Gesellschaft." http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,777458,00.html Das würde den Finanzjongleuren bestimmt gut passen, wenn jegliche staatliche Kontrolle ganz wegfallen würde. Hat die Tea-Party eigentlich auch so revoltiert als es um die Milliarden für die Finanzmärkte ging?
Platinenschwenker .. schrieb: > Das würde den Finanzjongleuren bestimmt gut passen, wenn jegliche > staatliche Kontrolle ganz wegfallen würde. Ja. Aber nur bis zum nächsten Crash. Dann sitzen sie auf der Strasse. > Hat die Tea-Party eigentlich > auch so revoltiert als es um die Milliarden für die Finanzmärkte ging? Aber das war ja in der ausgehenden Bush Ära und der war doch der "Gute"! Im Übrigen sind massive Ausgaben, wie auch im Fall von Afghanistan und Irak, kombiniert mit Steuersenkungen, im Sinne der Amy Rand Ideologie durchaus sinnvoll, denn sie treiben den Staat dorthin, wo er hin soll: in den Abfluss (wieder Norquist: "I simply want to reduce it to the size where I can drag it into the bathroom and drown it in the bathtub"). Also Mittel zum Zweck u.A. die verhassten Sozialausgaben loszuwerden. Anders als auf dem Weg einer massiven Ausgabenkrise kriegt man die nicht weg. Am Militär zu sparen ist sehr sehr unpatriotisch und Leuten Geld wegzunehmen bäh. Also Ausgaben rauf, Einnahmen runter => Sozialausgaben streichen. Nimmt ja niemandem etwas weg - man gibt es ihnen nur nicht mehr. Abbau von Sozialismus eben.
A. K. (prx) schrieb: > Am Militär zu sparen ist sehr sehr unpatriotisch Nur sind die auch betroffen. Lies mal den Teil über "staatliche Vertragspartner" im SPON-Artikel. Und dann sind da noch die Kriegsversehrten etc. "Betroffen wären Abermillionen Rentner, Behinderte, Soldaten, Veteranen und Kriegsversehrte. Im Monat August fallen nach Erhebungen des Bipartisan Policy Centers allein 49 Milliarden Dollar an Rentenzahlungen an, davon 23 Milliarden Dollar am 3. August. Hinzu kommen 50 Milliarden Dollar für die Krankenversicherung von Senioren (Medicare) und Armen (Medicaid), 12,8 Milliarden Dollar für Arbeitslosenhilfe, 14,2 Milliarden Dollar für Beamtensaläre und 2,9 Milliarden Dollar Sold." Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,777454,00.html
Platinenschwenker .. schrieb: > Nur sind die auch betroffen. Lies mal den Teil über "staatliche > Vertragspartner" im SPON-Artikel. Und dann sind da noch die > Kriegsversehrten etc. Die zeitweilige Einstellung von Zahlungen auf diesem Weg ist ja nicht das eigentliche Ziel, nur die unmittelbare Konsequenz. Das Ziel besteht darin, über staatliche Reformen Ausgaben wie Medicare/Medicaid einzudampfen. Die Veteranen würden bei der erwünschten parlamentarischen Entscheidung garantiert nicht in gleichem Masse gerupft wie die anderen Sozialfälle. Unpopulär, aber wo gehobelt wird fallen Späne. Ausserdem hoffen die Reps, dass diese Leute dann auf Obama sauer sind. Zunächst fällt das ja auf ihn zurück, denn es ist der Staat, der ihnen das Geld nicht bzw. nicht rechtzeitig gibt, nicht die Abgeordneten. Die Hoffnung (der GOP) ist, dass die Betroffenen nicht weiter denken als bis zum nächsten Laternenpfahl.
A. K. schrieb: > Die zeitweilige Einstellung von Zahlungen auf diesem Weg ist ja nicht > das eigentliche Ziel, nur die unmittelbare Konsequenz. Das Ziel besteht > darin, über staatliche Reformen Ausgaben wie Medicare/Medicaid > einzudampfen. Ich weiß, ich weiß. > Ausserdem hoffen die > Reps, dass diese Leute dann auf Obama sauer sind. Das was den Tea-Party Leuten doch am wichtigsten ist, ist jegliche Steuererhöhungen für den wohlsaturierten Besitzstandsklüngel in USA zu verhindern, seien sie auch noch so unspürbar für den Einzelnen (Reichen). Lieber lassen diese Strolche Millionen in der Armut verrecken (Krankenversorgung streichen) bevor auch nur ein einziger Wohlhabender mit einem Jahreseinkommen von 250 T USD ein paar Dollar mehr Steuern zahlen müsste. Keiner zahlt natürlich gerne mehr Steuern, aber dass sich hier in dieser Krise mal nicht der patriotische Geist erhebt (wär' doch mal was oder?!) und aufbegehrt ist mir schleierhaft. Ist diese Einkommensschicht die sich da von der Tea-Party fürsprechen und vertreten lässt tatsächlich so verkommen, dass sie lieber eine große Staatskrise (und mehr) riskiert, als mal ihren Teil zur Lösung des US-Defizits beizutragen? Die müssten doch eigentlich wissen, dass Medicare zwar Geld kostet, aber das Haushaltsdefizit noch aus der Zeit von Gerorge Walker Bush stammt und der hat ja bekanntlich nicht den Armen das Geld hinterhergeworfen. Warum reflektieren diese (im Vergleich zu ihren Landsleuten recht wohlhabenden) US-Bürger eigentlich nicht, dass ein Land schnell wirtschaftlich schwere Nachteile erleiden kann, wenn die Kaufkraft von Millionen US-Bürger angeknabbert wird und damit dann auch ihr Wohlstand mit hoher Wahrscheinlichkeit sinken wird? Warum wird dort so wenig fiskalpolitisch gedacht und so stark ideologisch? Man könnte das ganze Gehabe ja vielleicht noch ansatzweise nachvollziehen wenn die USA sozialpolitisch ein Schlaraffenland wäre .. Aber damit, dass ein Großteil der Finanzmittel der USA aus dem Lande einer kommunistischen Einparteien-Diktatur kommt haben die meisten wohlhabenden US-Bürger (die den Sozialismus den es in USA gar nicht gibt verhindern möchten) wohl widerum kein Problem oder?! Zitat (China, Wikipedia) "Kommunismus als Staatsziel Trotz des staatlich geförderten marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystems hat die KPCh ihr Ziel, den Kommunismus aufzubauen, nicht aufgegeben. "
Leider ist "nimm den Reichen und gib den Armen" auch kein Erfolgsmodell. Beiden nimmt man die Motivation...
Platinenschwenker .. schrieb: > aber dass sich > hier in dieser Krise mal nicht der patriotische Geist erhebt (wär' doch > mal was oder?!) und aufbegehrt ist mir schleierhaft. Schau dich mal bei "Ayn Rand" um, ihrer Philosophie des Objektivismus und dem Roman "Atlas Shrugged". Kennt hierzulande kein Aas, ist dort aber das bedeutende Fundament der Weltsicht um die es hier geht. Selbst gelesen hab ich das auch nicht, bin aber in diesem Zusammenhang dauernd drüber gestoplert. Kannst es eine philosophische Grundlage des Egoismus nennen, des Radikalkapitalismus. > als mal ihren Teil zur Lösung des US-Defizits beizutragen? Genau das tun sie damit doch. Aus ihrer Sicht. Das Defizit nicht dadurch abzubauen, dass man mehr Dollarscheine reinsteckt, sondern indem man die Ursachen abbaut, den ihm zugrunde liegenden Sozialismus. Der die eigentliche Ursache für Armut sei, indem er der den Leuten die Motivation für eigene Arbeit und Leistung nimmt. > Aber damit, dass ein Großteil der Finanzmittel der USA aus dem Lande > einer kommunistischen Einparteien-Diktatur kommt haben die meisten > wohlhabenden US-Bürger (die den Sozialismus den es in USA gar nicht gibt > verhindern möchten) wohl widerum kein Problem oder?! Aber die Schulden sollen doch radikal abgebaut werden! Es sind die linken Demokraten, die sie mit dem Lüpfen des Schuldendeckels erhöhen wollen, nicht die (auf)rechten Republikaner. Staatshaushalt habieren und dann nochmal halbieren, das ist das Ziel. Erst vor ein paar Tagen wurde vom Repräsentantenhaus ein insgesamt von vorneherein hoffnungsloser Versuch verabschiedet, dem Staat einen ausgeglichenen Staatshaushalt verfassungsmässig vorzuschreiben. Komplett mit formalem Gelöbnis und Gedöns. Such mal nach "Cut, Cap, and Balance". PS: Um das mal klarzustellen: Ich versuche hier, deren Motive zu beschreiben. Das deckt sich nicht mit meinen Vorstellungen. Ich schätze es ist der Weg in jene Strukturen, durch die sich die dritte Welt auszeichnet, sehr wenige Wohlhabende, die sich einmauern, und der Rest kommt grad so durch. Während die Grundlage der westlichen Gesellschaften, auch der USA, wirtschaftlich wie politisch, im soliden mittleren Bereich der Gesellschaft liegt. Der dadurch sukzessive abgebaut wird und es genau dorthin führt, wo die dritte Welt raus will.
A. K. schrieb: > PS: Um das mal klarzustellen: Ich versuche hier, deren Motive zu > beschreiben. Das deckt sich nicht mit meinen Vorstellungen. Ich schätze > es ist der Weg in jene Strukturen, durch die sich die dritte Welt > auszeichnet, sehr wenige Wohlhabende, die sich einmauern, und der Rest > kommt grad so durch. Während die Grundlage der westlichen > Gesellschaften, auch der USA, wirtschaftlich wie politisch, im soliden > mittleren Bereich der Gesellschaft liegt. Der dadurch sukzessive > abgebaut wird und es genau dorthin führt, wo die dritte Welt raus will. Keine Angst, ich weiß dass du kein Anhänger der Tea-Party Ideologen bist, sondern nur hier deren Denkweise versuchst darzustellen. H.joachim Seifert (crazyhorse) schrieb: > Leider ist "nimm den Reichen und gib den Armen" auch kein Erfolgsmodell. > Beiden nimmt man die Motivation... Es geht ja gar nicht darum hier einfach immer neue Geldquellen zu erschließen und Reichtum über die Maßen zu besteuern, sondern erst mal um das Abwenden einer akuten Krise, die ALLE bedroht (auch und vor allem die Reichen) und da kann nun mal jemand dem das nicht sofort extrem weh tut mehr beitragen als den ärmsten Schluckern auch noch die elementarsten Grundbedürfnisse zu entreißen. Wir reden hier ja nicht über ein Entwicklungsland wie Somalia, sondern immerhin über eine der reichsten Industrienationen der Erde. Wenn den Reps die Ausgaben bzw. deren Begrenzung so wichtig sind bzw. ist, wie sie momantan vorgeben, dann müssen sie halt auch mal kräftig ans Militärbudget ran und dort abknabsen. Bush's Kriege haben das Schuldendesaster mitverursacht, nicht die Sozialausgaben. Obamas Krankenversicherung ist doch bereits von den Reps kräftig zusammengestutzt worden. immerhin ist bei den Militärausgaben noch immer das meiste zu holen. Man muss nicht bei den Ärmsten beginnen. Oder hab ich da was verpasst und die Amerikaner gönnen sich a' la Griechenland plötzlich obsolete Rentenzahlungen? Das wäre mir neu. Bitte nicht immer die einglasige Brille aufsetzen. Ich halte auch nichts von einer Besteuerung, die jegliche Motivation im Keim erstickt. Aber gewisse Mindeststandards kann und sollte eine insgesamt noch immer reiche Industrination wie die USA sich doch erlauben dürfen oder? Wenn man das verneint, dann kann man auch gleich sagen, die Wirtschaft läuft grundsätzlich nur wenn die Ärmsten massiv ausgebeutet und wie Dreck behandelt werden und früher sterben müssen, damit die Reichen ihren Status wahren können. Wie wäre es statt dessen wenn man lieber daran arbeiten würde, die Auswüchse im Finanzmarkt unter Kontrolle zu bekommen? Das müsste eigentlich auch im Sinne zumindest eines guten Teils der sehr Wohlhabenden sein. Ich glaube nicht, dass grundsätzlich alle die man dieser Schicht hinzurechnen kann sozialkalte Rafkes sind, die über Leichen gehen. Das ist auch nur eine Minderheit, die aber anscheinend große Schäden anrichten kann durch beispielsweise ihren Einfluss auf den Kapitalmarkt.
Der ganze Rummel bisher konnte extrem gut darueber hinwegtaeuschen, dass die USA eh pleite sind. Denn ob sie von 12 auf 14 gehen oder nicht, ist egal. Sie werden's nicht zurueckzahlen. Die Frage hier sollte sein : wann gehen sie von 14 auf 16 oder auf 20 ? Ende naechsten Jahres, oder Ende dieses Jahres. Denn die Probleme sind struktureller Natur, die bekommt man mit Geld nicht weg. Leider haben sie in kapitalistischer Manier alles ins Ausland ausgelagert, geblieben sind ein paar Fabriken fuer grossvolumige Autos, der Rest wird alles importiert. Wenn der Dollar auf die Haelfte faellt, wird das Importzeug doppelt so teuer. Das Oel uebrigens auch. Auch wenn das Oel noch in Dollar bezahhlt wird. Wenn die anderen Marktteilnehmer ploetzlich das Doppete fuer das Oel zahlen, so ist der Oelpreis eben beim Doppelten. Die Infrastruktur ist auch etwas veraltet. Das sieht eh schlecht aus, ob nun erhoeht wird oder nicht. Die Russen haben damals den besseren Abgang gemacht. Der Gorbi rief Glasnost und Perestroika aus, dann kam ein betrunkener Praesident und gut war's.
Oktav Oschi schrieb: > Der ganze Rummel bisher konnte extrem gut darueber hinwegtaeuschen, dass > die USA eh pleite sind. Denn ob sie von 12 auf 14 gehen oder nicht, ist > egal. Sie werden's nicht zurueckzahlen. Das wär dann aber erst recht ein Grund den Führungsanspruch in der Welt aufzugeben und die damit verbundenen Militärausgaben kräftig herunterzufahren und nur noch das auszugeben, was der laufende Haushalt auch hergibt.
Solange kein anderer mit einem Fuehrungsanspruch daherkommt... ein kleiner drei-Unzen Gorilla wuerde genuegen den alten dreizentner Gorilla wegzuschieben. Die anderen sind eben auch pleite. wie die Force-de-Frap .. Subventionsbezueger.
Mal ein paar Zahlen zum Thema "Vom Überschussland zum Schuldenberg" http://www.faz.net/artikel/C30770/vereinigte-staaten-vom-ueberschussland-zum-schuldenberg-30475930.html Bush's Schulden der Jahre 2001 bis 2008 Steuersenkungen: 3 Billionen Dollar Bildung, Verteidigung, Veteranen: 1,7 Billionen Dollar Irakkrieg, Afghanistankrieg: 1,4 Billionen Dollar Landwirtschaft u.a. 0,9 Billionen Dollar Obama's Schulden 2009 bis 2011 Konjunkturprogramme etc.: 1,45 Billionen Dollar Steuerausfälle durch Rezession: 3,6 Billionen Dollar Finanzschulden: 0,7 Billionen Dollar ========= ergibt SUMMA SUMMARUM + 12,75 Billionen Dollar mehr Schulden
Und weiter geht's mit : Steuerausfälle durch Rezession: 3,6 Billionen Dollar Den kann man die naechsten 10 Jahre noch bringen.
Wie man das eben so kennt: Die Rechten können mit Geld umgehen und die Linken sind bekannt dafür Schulden zu machen. ;-)
Oktav Oschi schrieb: > Und weiter geht's mit : > > Steuerausfälle durch Rezession: 3,6 Billionen Dollar > > Den kann man die naechsten 10 Jahre noch bringen. Was heißt hier "bringen"? Das ergibt sich einfach aus der Lage der Konjunktur. D-Land hatte doch jüngst überraschend Steuerzuwächse aus einem Haushaltsüberschuss. Es geht also auch anders herum. Bushs Steuersenkungen waren nur falsch adressiert. Die gingen soweit man las an die Wohlhabenden und haben dort die Vermögenszuwächse gepuscht. Dumm gelaufen.
M. neuer schrieb: > Naiv sind eher Leute wie du, die denken es wird schon alles gut gehen. ohje... du wirst vermutlich nie begreifen, dass da noch nicht einmal ein problem existiert. medialer sturm im wasserglas - falls überhaupt. http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerloch
A. K. schrieb im Beitrag #2286820: > Platinenschwenker .. schrieb: > >> Bushs Steuersenkungen waren nur falsch adressiert. Die gingen soweit man >> las an die Wohlhabenden und haben dort die Vermögenszuwächse gepuscht. > > Sie gingen an alle, zeitlich befristet. Deshalb wurde sie mit murrender > Zustimmung einiger Demokraten Ende letzten Jahres um zwei Jahre > verlängert - ohne Zustimmung hätten alle dran glauben müssen. > Wiedervorlage Herbst nächsten Jahres. Da bist du glaube ich nicht richtig informiert. Bush hatte gezielt die Reichen entlastet und warum Obama das Spielchen mitgemacht hat ergibt sich aus der Machtverteilung zwischen Demokraten und Reps. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/usa-steuergeschenke-fuer-reiche-obama-knickt-ein-1.1033005 beachte die Vokabel "weiterhin" Zitat "Nach langem Ringen stimmte er zu, dass auch Reiche und Superreiche weiterhin in den Genuss von Steuererleichterungen kommen. Im Gegenzug erreichten die Demokraten unter anderem allerdings, dass Arbeitslose länger Unterstützung erhalten." "Die Demokraten hatten die Vergünstigungen ursprünglich nur für Haushaltseinkommen bis zu 250.000 Dollar verlängern wollen. Die Republikaner lehnten dies aber strikt ab."
@ A. K. (prx) Warum hast du deinen Beitrag gelöscht? Zu voreilig gepostet? :)
Sozialismus: die Leute kommen nie zu Wohlstand und Reichtum Kapitalismus: die Leute kommen kurzzeitig zu Wohlstand und Reichtum und verlieren ihn dann wegen Staatsüberschuldung. Für t gegen Unendlich dürfte das Integral über den zeitabhängigen Wohlstand bei Sozialismus und Kapitalismus den gleichen Wert annehmen.
Michael K-punkt schrieb: > Sozialismus: die Leute kommen nie zu Wohlstand und Reichtum > Kapitalismus: die Leute kommen kurzzeitig zu Wohlstand und Reichtum und > verlieren ihn dann wegen Staatsüberschuldung. In deiner Aufzählung fehlt noch der Chinesische Ein-Parteien-Staatskommunismus. Superreiche Chinesen gibt es ja wohl genug. ;)
Platinenschwenker .. schrieb: > Da bist du glaube ich nicht richtig informiert. Bush hatte gezielt die > Reichen entlastet Ich hatte den Beitrag gelöscht, weil die Sache sich komplizierter darstellt. Es gab ja mehrere Senkungen, wobei m.W. nur eine davon speziell eine Entlastung der Reichen darstellte.
A. K. schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: > >> Da bist du glaube ich nicht richtig informiert. Bush hatte gezielt die >> Reichen entlastet > > Ich hatte den Beitrag gelöscht, weil die Sache sich komplizierter > darstellt. Es gab ja mehrere Senkungen, wobei m.W. nur eine davon > speziell eine Entlastung der Reichen darstellte. Ja sicher, man kann das alles noch genauer aufdröseln, aber der Grundtenor bleibt. Es wurden Steuersenkungen an jene erteilt die das gewiss nicht nötig hatten und noch dazu auf Pump. Das was verheerend. Das rächt sich jetzt wie man sieht. Im Grunde müssten die Amis die gewährten Steuernachlässe schnellstens wieder kassieren wie die SZ schreibt. "Die Finanzprobleme, in die die USA dann rutschen, sind so gewaltig, dass sie nur mit kräftigen Ausgabenkürzungen und kräftigen Steuererhöhungen zu lösen sind." Nur das blokiert die Tea-Party-Bewegung (und deren Einfluss auf die Reps) natürlich auf ganzer Linie.
Platinenschwenker .. schrieb: > Es wurden Steuersenkungen an jene erteilt die das > gewiss nicht nötig hatten Die Trickle-Down-Theorie. Gib den Reichen mehr Geld und die Armen profitieren auch davon: "A rising tide affects all boats." Linke wie Krugman schreiben nun, dass hätte die letzten Jahrzehnte noch nie wirklich funktioniert. Falsch. Es hat. Global betrachtet. Das, was dabei seit Reagan runter tröpfelte, kam nur auf lange Sicht gesehen nicht in den USA sondern wirklich unten an, in Asien. Der umgekehrte Weg geht natürlich ebenso in die Fritten. An sich haben die USA mit einem System, dass meistens zum Kompromiss zwingt, das passende System. Solange bis sich eine Seite als völlig kompromissunfähig erweist, weil zu ideologisch besetzt. Dann wirds kritisch. Ein Kompromissvorschlag, mit dem bei weniger ideologischer Betrachtungsweise die Reps viel gewonnen hätten, der war längst da.
A. K. schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: > >> Es wurden Steuersenkungen an jene erteilt die das >> gewiss nicht nötig hatten > > Die Trickle-Down-Theorie. Gib den Reichen mehr Geld und die Armen > profitieren auch davon: "A rising tide affects all boats." Linke wie > Krugman schreiben nun, dass hätte die letzten Jahrzehnte noch nie > wirklich funktioniert. Falsch. Es hat. Global betrachtet. Das, was dabei > runter tröpfelte, kam nur nicht in den USA sondern in Asien an. Es wäre aus meiner Sicht auch nichts dagegen einzuwänden gewesen wenn Bush zu diesem Zeitpunkt über einen Haushaltsüberschuss verfügt hätte. Nur leider war das nicht der Fall und die Steuersenkungen sind alle auf Pump in der US-Staatsverschuldung gelandet (wo sie jetzt das ganze Land bedrohen), ohne die gewünschte fiskalpolitische Wirkung zu entfalten (Stichwort: einfach Steuern senken, dann entstehen automatisch mehr Jobs ist die Mär die bei der deutschen FDP noch immer vorherrscht). Man müsste hierzu auch mal die Zunahme der privaten Vermögen gegenüberstellen (quer über alle Gesellschaftsschichten). Wie haben sich in der Zeit der Bush-Ära die Vermögen verändert, vor allem die der sehr Wohlhabenden?
Platinenschwenker .. schrieb: > Grundtenor bleibt. Es wurden Steuersenkungen an jene erteilt die das > gewiss nicht nötig hatten und noch dazu auf Pump. Das was verheerend. > Das rächt sich jetzt wie man sieht. Du bist immer noch auf dem sozialistischen Trip ;-). Nicht "es rächt sich", sondern es wurde damit der erwünschte Effekt erzielt und man ist jetzt genau da, wo man damit auch hin wollte. Faule Kompromisse mit Steuererhöhungen würden diesen Effekt wieder zunichte machen. In Sinne dieser Ideologie darf es nur eine Lösung geben: Ausgaben runter, danach Ausgaben runter und dann nochmal Ausgaben runter. Zwischendurch wieder die Steuern senken. Staat massiv schrumpfen. Wozu braucht man den denn überhaupt? Sicherheit, ok, und sonst?
A. K. schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: > >> Grundtenor bleibt. Es wurden Steuersenkungen an jene erteilt die das >> gewiss nicht nötig hatten und noch dazu auf Pump. Das was verheerend. >> Das rächt sich jetzt wie man sieht. > > Du bist immer noch auf dem sozialistischen Trip ;-). Nicht "es rächt > sich", sondern es wurde damit der erwünschte Effekt erzielt und man ist > jetzt genau da, wo man damit auch hin wollte. Das kann man unterstellen, aber das ist nun mal nicht die Begründung von Bush gewesen warum man den Wohlhabenden die Steuern senkte. Da müssen wir schon genau bleiben und nicht die dahinterligende Ideologie zur offiziellen Lesart hochstilisieren. Bush hat jeliche Steuersenkungen mit der Zunahme von Jobs begründet und genau das sollte auch die Messlatte sein. Oder hast du jemals andere offizielle Begründungen von ihm diesbezüglich gehört? Ich nicht.
Platinenschwenker .. schrieb: > Oder hast du jemals andere offizielle Begründungen von ihm > diesbezüglich gehört? Kann es sein, dass du zwar jedes einzelne Wort von Merkel und Westerwelle in Frage stellst und dahinter sinistre Motive witterst, aber Bush jedes Wort glaubst? ;-)
A. K. schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: > >> Oder hast du jemals andere offizielle Begründungen von ihm >> diesbezüglich gehört? > > Kann es sein, dass du zwar jedes einzelne Wort von Merkel und > Westerwelle in Frage stellst und dahinter sinistre Motive witterst, aber > Bush jedes Wort glaubst? ;-) Darum geht es doch gar nicht. Es muss für jede Handlung im Parlament eine Begründung geben und genau daruf beziehe ich mich (und im übrigen funktionieren auch so die Parlamente). Das ist auch bei Merkel nicht anders. Merkel hatte die Laufzeiten für AKW verlängert mit der Begründung der vorhandenen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Welche weiteren Gründe da mitschwingen wie beispielsweise die Nähe der Union zur Großindustrie ist ein Nebengleis und spielt da erst mal keine Rolle. Übrigens würde ich die FDP auch bei genau diesem (falschen) Argument (Steuersenkungen = mehr Jobs (1:1)) stellen und nicht bei schwammigen ideologischen Debatten, aus denen sie sich leicht herauswinden können.
Ich glaube die Diskussion um Steuervergünstigungen verkompliziert die Sache zu sehr. Letztendlich haben doch die Stadtwerke Guantanamo, mit ihren zu hohen Gebühren für Wasser und Strom, die USA in Schieflage gebracht. Zehntausend-faches simuliertes Ertränken und jahrelange 24-Stunden Lichtfolter sind einfach zu viel für einen Staat der seine Einnahmen nur demokratisch erwirtschaftet.
Gast
#2288136
A. K. schrieb: > Die Rechten können mit Geld umgehen und die > Linken sind bekannt dafür Schulden zu machen Das ist auch richtig, nur meint der bigotte Dreckshaufen natürlich die eigene Bereicherung zu Lasten anderer. Es ist schließlich christliches Fundamentalprinzip die größten Sauereien durch ein einfaches Hallelujah reinzuwaschen. Sonst wären diese Typen auch nicht in Mehrzahl Katholiken oder schlimmeres. - Dieses Schuldentheater ist doch jedes Jahr das gleiche. Die USA haben eine feste Obergrenze (ein sinnvolles Gesetz angesichts der ganzen Selbstbediener in den Entscheidergremien) also wird hat jedes Jahr angehoben, egal wer gerade die sog. "Mehrheit" hat. Der Schuldenstand wird in Staatsschulden / GDP berechnet. Der ist in Deutschland in etwa in gleicher Höhe wie in den USA. Interessante wird das ganze eher dadurch das die USA das einzige Land sind bei dem mit einem Derating durch die Agenturen "gedroht" wird wenn Sie sich nicht noch höher verschulden. Das ist halt einer der schrägen Auswüchse beim Tanz um das goldene Kalb.
Jens Martin schrieb: > A. K. schrieb: >> Die Rechten können mit Geld umgehen und die >> Linken sind bekannt dafür Schulden zu machen > > Das ist auch richtig, Die letzten Regierungsjahre der USA zeigen eigentlich eher das es genau umgekehrt ist. Haushaltsüberschuss am Ende der Ära der Demokraten mit Bill Clinton und Schuldendesaster am Ende Ära der Republikaner mit George Walker Bush. > nur meint der bigotte Dreckshaufen natürlich die > eigene Bereicherung zu Lasten anderer. Es ist schließlich christliches > Fundamentalprinzip die größten Sauereien durch ein einfaches Hallelujah > reinzuwaschen. Sonst wären diese Typen auch nicht in Mehrzahl Katholiken > oder schlimmeres. Es sind eher die Evangelikalen und die sind auch in erster Linie weniger "Kirchengänger" als viel mehr Ultra-Hardliner der Rechtspopulisten und das sind ganz besondere Spalter, die die Nation zerreißen, anstatt die Nation voranzubringen, wofür Obama mal antrat. Die USA hätten die Steuergeschenke an die Reichen wieder einsammeln müssen, die Bush so hemmungslos auf Pump verschleudert hat, um sich bei den Reichen lieb Kind zu machen. Dazu ein interessantes Interview mit dem Wirtschaftsweisen Bofinger "Bofinger Der US-Staat ist heillos unterfinanziert. Die Staatseinnahmen machen in den USA nur noch 31 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus; in der Euro-Zone sind es 45 Prozent. Den USA fehlen Mittel für dringend nötige Investitionen in den Bildungssektor. Für die Infrastruktur und für den sozialen Ausgleich wird dort ohnehin zu wenig ausgegeben. Ohne Steuererhöhungen, die Präsident Obama offensichtlich nicht durchsetzen kann, gehen die USA vor die Hunde." Quelle: http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Der-Konjunkturaufschwung-geht-zu-Ende_aid_1016588.html
Hier ein schonungloser Kommentar: http://www.ftd.de/politik/international/:einigung-im-us-schuldenstreit-obama-laesst-sich-zum-narren-halten/60086076.html
@ Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
>http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Der-Konjun...
Bla. Platitüden^3. Die USA sind die Perferktionierer des Kapitalismus.
Und das KNALLHART, auch gegen die eigenen Leute, nach aussen als
"American way of life" verpackt.
In dem Laden wird manipuliert und gezockt bis der Arzt kommt. Und jedes
Jahr 300-400 MILLIARDEN für "Verteidigung" rausgeschmissen. Mal zu Info,
Deutschland hat einen Haushalt von um die 300 Milliarden Euro, wovon
"nur" 22 in die Armee, oder was man dafür hält, geht.
Es fehlt an Mitteln für Bildung und Infrastuktur? Ja und? Bildung ist
nicht gewollt, denn gebildete Leute lassen sich nicht dämliche Kredite
für dämliche Konsumwaren aufschwatzen. Die essen auch nicht bei McDoof
und Co. Womit ein Großteil des "American way of life" sich in Luft
auflösen würde. Und mit ihm viel Umsatz. Bildung ist also nur schädlich.
MFG
Falk
Gast
#2288746
Da hat er wohl den schwarzen Peter gezogen, wie metaphorisch.
>Und jedes Jahr 300-400 MILLIARDEN für "Verteidigung" rausgeschmissen.
Viel mehr. Mittlerweile sind es etwa 700 Milliarden. ;)
Edit: ah du meintest vermutlich Euro ^^
Falk Brunner schrieb: > Es fehlt an Mitteln für Bildung und Infrastuktur? Ja und? Bildung ist > nicht gewollt, denn gebildete Leute lassen sich nicht dämliche Kredite > für dämliche Konsumwaren aufschwatzen. Die essen auch nicht bei McDoof > und Co. Womit ein Großteil des "American way of life" sich in Luft > auflösen würde. Und mit ihm viel Umsatz. Bildung ist also nur schädlich. > > MFG > Falk Mal vorab, es ist doch müßig den US-Verteidigungshaushalt mit unserem zu vergleichen oder haben wir neuerdings das weltgrößte Nuklearwaffenarsenal? Außerdem sind die USA auch zufällig ein bisschen "größer" als das kleine unbedeutende Germany. Weiter oben schrieb ich außerdem, dass sie als erstes mal beim Verteidigungshaushalt einsparen sollten. Genau genommen geschieht das jetzt sogar im vereinbarten Sparpaket. Diese Kröte mussten die Reps schlucken als (leichtes) Gegengewicht für die grausamen Sozialkürzungen. Woher weißt du eigentlich dass für jeden US-Abgeordneten gilt "Bildung fürs Volk ist nicht gewollt"? Wenn du Obama und den Demokraten mal zugehört hättest, wüsstest du das dem nicht so ist. Nur mit dem was die Reps jetzt an Sozialkürzungen der Regierung reingewürgt hat wird die Bildung für Leute mit schmalem Geldbeutel bestimmt nicht besser. Aber ich weiß, der Falk Brunner plegt sein Feindbild und da gibt es nun mal nur Schurken in Staaten. Zu deiner These "gebildete Leute" würden sich nichts aufschwatzen lassen, dazu nur die Anmerkung, die Leman-Abzocker-Kreditpapiere gingen hierzulande nicht an die "Unterprivilegierten" mit Hauptschulbildung. Da haben die wirtschaftlich Erfolgreichen (die man im Allgemeinen nicht zu den "Doofen" zählt) kräftig zugeschlagen, weil nun mal gilt, Gier frisst Hirn. Und du glaubts gar nicht wer alles bei "Mc Doof" isst. Das geht quer durch alle Gesellschaftsbereiche. Es gibt ein schönes Video, wo einer der erfolgreichten Menschen der Erde nach einer Produktpräsentation einsam in einer halbdunklen Ecke (zufällig von der Kamera erfasst) steht und aus einer Mac-doof Tüte einen Hamburger verspeist. Der Mann von dem ich spreche trägt den Namen Bill Gates (einige Jahre her). Lustig oder? Einer der nur mit dem Figer zu schnippen bräuchte vor lauter Reichtum und das Tischlein würde sich biegen vor hochwertigen Speisen gibt sich mit einem lauwarmen Burger zufrieden. (ne, war kein Werbevideo; glaub' es oder glaub es nicht, ist aber wahr). Außerdem, du weißt hoffentlich wem du hier "BlaBla" unterstellt hast? Wenn du dich für kompetenter in solchen Sachzusammenhängen als Herrn Bofinger der ja immerhin die Bundesregierung berät hältst, dann solltest du dich vielleicht als Wirtschaftsweiser anbieten. Ich jedenfalls halte viel von diesem Mann und mir gefällt seine meistens zutreffende Beschreibung der Sachzusammenhänge.
@ Platinenschwenker .. (platinenschwenker) >Mal vorab, es ist doch müßig den US-Verteidigungshaushalt mit unserem zu >vergleichen Sicher, aber es ging um die Frage, das die USA nicht genug Geld für Bildung und Infrastruktur hätten. > oder haben wir neuerdings das weltgrößte >Nuklearwaffenarsenal? Gott sei Dank nicht. >Außerdem sind die USA auch zufällig ein bisschen >"größer" als das kleine unbedeutende Germany. SOOOO viel auch nicht. Einwohnerzahlmässig gerade mal Faktor vier. Flächenmässig "etwas" mehr. >außerdem, dass sie als erstes mal beim Verteidigungshaushalt einsparen >sollten. Genau genommen geschieht das jetzt sogar im vereinbarten >Sparpaket. Diese Kröte mussten die Reps schlucken als (leichtes) >Gegengewicht für die grausamen Sozialkürzungen. Wieviel wird denn real dort jetzt "gespart"? >Woher weißt du eigentlich dass für jeden US-Abgeordneten gilt "Bildung >fürs Volk ist nicht gewollt"? Seit wann machen die Abgeordneten die Politik? Money makes the world go round. > Wenn du Obama und den Demokraten mal >zugehört hättest, wüsstest du das dem nicht so ist. Jaja, und morgen kommt das Christkind. Eine kleine Showeinlage für die letzten Träumer. >ich weiß, der Falk Brunner plegt sein Feindbild und da gibt es nun mal >nur Schurken in Staaten. Es gibt mehr als genug Schurken mit mehr als genug krimineller Energie. Und die meisten tragen Anzug und Krawatte und nicht Turban und Vollbart. >Zu deiner These "gebildete Leute" würden sich nichts aufschwatzen >lassen, dazu nur die Anmerkung, die Leman-Abzocker-Kreditpapiere gingen >hierzulande nicht an die "Unterprivilegierten" mit Hauptschulbildung. Bildung schütz vor Gier nicht ;-) Zocken und absahnen wollen sie alle. Auch hierzulande. >den "Doofen" zählt) kräftig zugeschlagen, weil nun mal gilt, Gier frisst >Hirn. Eben. > Und du glaubts gar nicht wer alles bei "Mc Doof" isst. Ich auch! Aber eher selten, wenn's hoch kommt 1 Mal im Monat. Ausserdem war das nur ein Beispiel, ein Sinnbild für diverses anderes Fehlverhalten. >(einige Jahre her). Lustig oder? Einer der nur mit dem Figer zu >schnippen bräuchte vor lauter Reichtum und das Tischlein würde sich >biegen vor hochwertigen Speisen gibt sich mit einem lauwarmen Burger >zufrieden. Ob er damit "zufrieden" war, oder ob es nur eine schlechte Angewohnheit ist, weil er ja mit der "Esskultur" aufgewachsen ist, sei mal dahingestellt. >Außerdem, du weißt hoffentlich wem du hier "BlaBla" unterstellt hast? Einer der der vielen "Wirtschaftsexperten", die 1+1 als große VWL verkaufen. >Wenn du dich für kompetenter in solchen Sachzusammenhängen als Herrn >Bofinger der ja immerhin die Bundesregierung berät hältst, Gerade DAS macht ihn zum Mittäter! Jeder der halbwegs bei Verstand ist, und ein WENIG hinter die Kulissen dieses Systems geschaut hat, kann nicht mehr ersthaft von "Wirtschaft" und Fairness und ähnlichem reden. Aber du braucht bis dahin noch etwas Zeit. > dann solltest >du dich vielleicht als Wirtschaftsweiser anbieten. ICH habe kein Interesse, ein Betrugssystem schön zu reden. >Ich jedenfalls halte >viel von diesem Mann und mir gefällt seine meistens zutreffende >Beschreibung der Sachzusammenhänge. Dir gefällt wahrscheinlich auch das Krippenspiel zu Weihnachten. Njoy. MfG Falk
Platinenschwenker .. schrieb: > dass sie als erstes mal beim Verteidigungshaushalt einsparen > sollten. Dazu ein schönes Bild: http://4.bp.blogspot.com/-FQIBb0R8iHE/Tfz5ITdQduI/AAAAAAAAHoI/ItBXhjcP_gM/s1600/Wouldn%2527t%2BIt%2BBe%2BNice%2BIf%2BSchools%2BWere%2BFully%2BFunded%2BAnd%2BThe%2BMilitary%2BHas%2BTo%2BHave%2BBake%2BSales%2BTo%2BBuy%2BBomb.jpg (hoffentlich funktioniert der Link)
Falk Brunner schrieb: (etwas gekürzt) > .. es ging um die Frage, das die USA nicht genug Geld für > Bildung und Infrastruktur hätten. Ne, es geht viel eher um die Frage, wer verhindert das genug Geld für Bildung und Infrastruktur bereitsteht? >> oder haben wir neuerdings das weltgrößte >>Nuklearwaffenarsenal? > Gott sei Dank nicht. Siehst du, deswegen haben wir uns hier auch nie Gedanken machen müssen wie man ein strategisches Gleichgewicht zu anderen Nuklearmächten erreicht, was ja auch nicht ganz billig in der Unterhaltung ist. Ah doch, einmal hat Altväterchen Schmidt auch mal die "Ehre" gehabt über so eine Frage nachzudenken - das hat damals die Republik fast aus den Angeln gehoben. >> Außerdem sind die USA auch zufällig ein bisschen >> "größer" als das kleine unbedeutende Germany. > SOOOO viel auch nicht. Einwohnerzahlmässig gerade mal Faktor vier. > Flächenmässig "etwas" mehr. Dann stell dir mal vor, es wären damals statt 16 Millionen plötzlich 240 Millionen DDR-Bürger zu uns "rübergemacht". In der Fläche ist der Unterschied (D-Land vs. USA) noch ein wenig auffälliger. Dagegen wirken wir schlicht lächerlich unbedeutend. > Wieviel wird denn real dort jetzt "gespart"? Das ist wohl nicht sooo eindeutig (300 Mrd??), weil dieser ausgehandelte Stufenplan ja noch vorsieht, dass Sparvorschläge gemacht werden müssen oder automatische Kürzungen greifen. Erspare mir jetzt bitte das aufzudröseln. > Seit wann machen die Abgeordneten die Politik? Money makes the world go > round. Das werden einige leider recht hart zu spüren bekommen, dass da gerade "Politik" gemacht wurde. >> Wenn du Obama und den Demokraten mal >> zugehört hättest, wüsstest du das dem nicht so ist. > > Jaja, und morgen kommt das Christkind. Eine kleine Showeinlage für die > letzten Träumer. Das war Realpolitik Falk, Show hatte Bush mit seinen falschen Ansprachen über den Irak-Krieg veranstaltet. Das hier war aber ein Hauen und Stechen wie selten zuvor. Der Dreckshaufen der sich Tea-Party nennt hat "ganze Arbeit" geleistet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,777201,00.html Zitat "Sie sehen sich nicht mehr als Teil des politischen Systems, sondern als dessen Feind. Sie sind Amerikas APO, eine außerparlamentarische Opposition, auch wenn sie im Parlament sitzen und dort die Vorzüge jener staatlichen Krankenversicherung genießen, die sie anderen Amerikanern nicht gönnen." "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" "Die Tea Party hingegen, und deswegen kann sie Amerikas vernetzte Demokratie so lahmlegen, ist die parlamentarische Fortsetzung von George W. Bushs Maxime im Terrorkrieg: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns." Sie will den Staat in den Bankrott treiben, koste es, was es wolle. " > Es gibt mehr als genug Schurken mit mehr als genug krimineller Energie. > Und die meisten tragen Anzug und Krawatte und nicht Turban und Vollbart. Schurken gibt es überall. Auch hier im Forum. Überall. >> Und du glaubts gar nicht wer alles bei "Mc Doof" isst. > > Ich auch! Siehst du. > Aber eher selten, wenn's hoch kommt 1 Mal im Monat. Das ist wie wenn man den Raucher nach seiner Anzahl gerauchten Zigaretten fragt. Da bekommt man auch immer ein "och .. ganz wenig. So zwei drei pro Tag". :) (bei Alkohol ähnliche Antworten) > Ausserdem > war das nur ein Beispiel, ein Sinnbild für diverses anderes > Fehlverhalten. Wie langweilig wäre das Leben ohne "Fehlverhalten"?! Lass' den Leuten ihren Spass. > Einer der der vielen "Wirtschaftsexperten", die 1+1 als große VWL > verkaufen. Bofinger genießt einen ausgezeichneten Ruf. Mir ist er sehr sympathisch. > .. DAS macht ihn zum Mittäter! Jeder der halbwegs bei Verstand ist, > und ein WENIG hinter die Kulissen dieses Systems geschaut hat, kann > nicht mehr ersthaft von "Wirtschaft" und Fairness und ähnlichem reden. > Aber du braucht bis dahin noch etwas Zeit. Ach Falk, markiere hier mal nicht den Oberschlauen. Erstens ist Fairness auch nur ein Aspekt von vielen und zweitens gibt es eine ganze Reihe von Mechanismen um mehr Fairness in der Wirtschaft zu erreichen (das Gegenteil gibt es natürlich auch). Selbst die schwarz-gelbe Regierung hat solche Mechanismen auf den Plan gerufen (z.B. Branchen-bezogene Mindestlöhne) wenn auch nur mit Widerwillen und unter dem Druck der Öffentlichkeit. Auch unser Gesundheitssystem ist in vielen Bereichen "unfair", aber den Vergleich mit den Amis braucht es dennoch nicht zu scheuen. Die haben ganz andere Sorgen als "Ich bin Kassenpatient und bekomme nicht so fix einen Termin wie ein Privatpatient, heul, nörgel ..". Über sowas wird ein Geringverdiener in USA der "ohne Kärtchen" dasteht nur mit Stirnrunzeln reagieren. Also ab und an mal wieder daran denken, was man hat und nicht nur immer rumjammern. > ICH habe kein Interesse, ein Betrugssystem schön zu reden. Macht das Bofinger? Du hörst wohl immer recht selektiv was?! > Dir gefällt wahrscheinlich auch das Krippenspiel zu Weihnachten. Njoy. Könnte etwas langweilig sein, aber warum nicht?! Alles eine Sache der Ausgestaltung. So ein politisches Krippenspiel könnte ich mir schon vorstellen. :)
Gast
#2290321
Platinenschwenker .. schrieb: > Es sind eher die Evangelikalen und die sind auch in erster Linie weniger > "Kirchengänger" als viel mehr Ultra-Hardliner der Rechtspopulisten und > das sind ganz besondere Spalter, die die Nation zerreißen, anstatt die > Nation voranzubringen, Typische Christen halt, jetzt höre ich aber mit den platten Vorurteilen auf. wofür Obama mal antrat. Die USA hätten die > Steuergeschenke an die Reichen wieder einsammeln müssen, die Bush so > hemmungslos auf Pump verschleudert hat, um sich bei den Reichen lieb > Kind zu machen. Primitive Schlagwörter zur Volksverdummung. Wie hoch ist denn die Steuerquote der genannten und wie hoch die Einnahmen in blanken Dollars? Auf der einen Seite werden es immer mehr und Sie werden immer reicher (zahlen also Steuern), auf der anderen haben Sie "Steuergeschenke" erhalten. Da kann doch was nicht stimmen. > > Dazu ein interessantes Interview mit dem Wirtschaftsweisen Bofinger > > "Bofinger Der US-Staat ist heillos unterfinanziert. Die Staatseinnahmen > machen in den USA nur noch 31 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus; Was soll daran falsch sein? >in > der Euro-Zone sind es 45 Prozent. Die dann irgendwelchen Beamten und EU Schmarotzern in den Rachen geworfen werden? >Den USA fehlen Mittel für dringend > nötige Investitionen in den Bildungssektor. Das ist auch dort wohl Ländersache (die Finanzhoheit haben und eigene Steuern erheben) und hat mit dem worum sich Staat und Kongress streiten nichts zu tun. > Für die Infrastruktur und > für den sozialen Ausgleich wird dort ohnehin zu wenig ausgegeben. Na dann schau dir mal die Infrastruktur in Deutschland an. Da wo der Staat mit seiner 45% Abgabenquote (sind da eigentlich Müllgebühren ZwangsGEZ Schornsteinfeger Kammerabgaben Innungskartellkosten etc. schon mit drin?) rumfuhrwerkt sieht es nicht besser aus als in den USA. > Ohne > Steuererhöhungen, die Präsident Obama offensichtlich nicht durchsetzen > kann, gehen die USA vor die Hunde." Schwachsinn, dann hätte er mit Notverordnungen regiert oder Staatsangestellte "freigesetzt" (wäre nicht das erste mal). Wie schnell wäre dann wohl die Grenze angehoben worden? Spekulativ von mir: Ging es wohl darum vor den nächsten Präsidentschaftswahlen Ruhe vor den Thema zu haben. Das hat einiges gekostet. Die US-Sicht auf deutsch wird hier dargestellt: http://usaerklaert.wordpress.com/2006/06/25/die-grobstruktur-der-usa-oder-wo-man-vor-bush-am-sichersten-ist/ kann ich nur empfehlen. Zu den Präsidenten dieser Welt ein Zitat : "Das Hauptproblem - EINES der Hauptprobleme, denn es gibt mehrere - eines der vielen Hauptprobleme beim Regieren von Leuten ist, von wem man sich das gefallen lässt; oder vielmehr, wer es schafft, die Leute soweit zu kriegen, daß sie es sich' gefallen lassen. Zusammenfassend: Es ist eine allseits bekannte Tatsache, daß die Leute, die sich am meisten WÜNSCHEN, Leute zu regieren, gerade deshalb diejenigen sind, die am WENIGSTEN DAZU GEEIGNET sind. Um die Zusammenfassung zusammenzufassen: Jeder, der imstande ist, sich zum Präsidenten wählen zu lassen, sollte um alles in der Welt daran gehindert werden, dass er seinen Job ausübt. Aus: "Das Restaurant am Ende des Universums"
Jens Martin schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: >> Es sind eher die Evangelikalen und die sind auch in erster Linie weniger >> "Kirchengänger" als viel mehr Ultra-Hardliner der Rechtspopulisten und >> das sind ganz besondere Spalter, die die Nation zerreißen, anstatt die >> Nation voranzubringen, > > Typische Christen halt, jetzt höre ich aber mit den platten Vorurteilen > auf. Unfug, die sind genau so wenig Christen wie radikalisierte Islamisten Moslems sind. Diese Gruppen pervertieren die jeweiligen Religionsgemeinschaften. >> wofür Obama mal antrat. Die USA hätten die >> Steuergeschenke an die Reichen wieder einsammeln müssen, die Bush so >> hemmungslos auf Pump verschleudert hat, um sich bei den Reichen lieb >> Kind zu machen. > Primitive Schlagwörter zur Volksverdummung. Das sind keine Schlagwörter, das ist eine Tatsache an der man nicht vorbei kommt. > Wie hoch ist denn die > Steuerquote der genannten und wie hoch die Einnahmen in blanken Dollars? Lies die Ausführungen Bofingers. > Auf der einen Seite werden es immer mehr und Sie werden immer reicher > (zahlen also Steuern), auf der anderen haben Sie "Steuergeschenke" > erhalten. Da kann doch was nicht stimmen. Deine Betrachtung stimmt einfach nicht. Diejenigen Reichen denen die Steuergeschenke gewährt wurden zahlen in USA viel zu wenig Steuern und werden viel zu stark begünstigt. Anders ist ja gar nicht zu erklären, warum deren Wohlstand stetig steigt und die Masse verarmt. Die Zinsen für diese Reichen müssen von der Allgemeinheit erarbeitet werden, die dafür bluten muss. Das ist ein unerträglicher Zustand der auf Dauer in der Selbstzerstörung mündet. Siehe dazu auch die Ausführungen vom Börsenprofi Dirk Müller alias "Mr. Dax" aus Frankfurt a. Main. >> Dazu ein interessantes Interview mit dem Wirtschaftsweisen Bofinger >> >> "Bofinger Der US-Staat ist heillos unterfinanziert. Die Staatseinnahmen >> machen in den USA nur noch 31 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus; > > Was soll daran falsch sein? Das hat Bofinger doch erklärt. >> in >> der Euro-Zone sind es 45 Prozent. > Die dann irgendwelchen Beamten und EU Schmarotzern in den Rachen > geworfen werden? Blabla, dummes Stammtisch Geschwäsch. Das Beispiel USA zeigt ein ganz anderes Szenario. Das Geld fehlt überall für soziale Aufgaben. Das Land verlottert, weil eine Oberschicht den Hals nicht voll genug bekommt und eine Drecks Tea-Party-Bewegung, die gesteuert ist, von Milliarden schweren Kapitalgebern alles was "Steuer" heißt als Sozialismus darstellt. Deren ach so bschworener Kampf für die "Freiheit" ist in Wahrheit ein Kampf für die Interessen einer reichen Minderheit, die diese Deppen ausnutzen um populistisch eine Schlacht gegen den Staat zu führen. Wer das nicht erkennt kann sich gleich bei denen einreihen. >> Den USA fehlen Mittel für dringend >> nötige Investitionen in den Bildungssektor. > > Das ist auch dort wohl Ländersache (die Finanzhoheit haben und eigene > Steuern erheben) und hat mit dem worum sich Staat und Kongress streiten > nichts zu tun. Natürlich hat das was damit zu tun. Die Tea-Party-Bewegung hat sich auf die Fahnen geschrieben das staatliche Schulsystem abzuschaffen und durch Privatschulen zu ersetzen (die sich der einfache Amerikaner natürlich erst mal leisten können muss). Das wirkt genauso auf die jeweiligen Bundesstaaten zurück. Die konservativen Abgeordneten (Republikaner) der jeweiligen Bundesstaaten werden dazu genötigt ein Gelöbnis zu unterschreiben, eine Urkunde, in der steht, dass man unter keinen Umständen für mehr Steuern zustimmen werde. Wer das bei den Republikanern nicht unterschreibt, den setzen die Hardliner einfach einen Gegenkandidaten in den Wahlkreis. Der Rest ist Lobbyarbeit. Der Unwillige ist dann weg vom Fenster. Dieser Mechenismus wirkt. Das hat mit Demokratie nix mehr zu tun. >> Für die Infrastruktur und >> für den sozialen Ausgleich wird dort ohnehin zu wenig ausgegeben. > > Na dann schau dir mal die Infrastruktur in Deutschland an. Da wo der > Staat mit seiner 45% Abgabenquote (sind da eigentlich Müllgebühren > ZwangsGEZ Schornsteinfeger Kammerabgaben Innungskartellkosten etc. schon > mit drin?) rumfuhrwerkt sieht es nicht besser aus als in den USA. Na wenn dir nur das Beispiel mit dem Schornsteinfeger einfällt, dann ist das das Land Germany ja noch zu retten. Mit einer Abgabenquote wie in der USA hätten auch wir längst keine Krankenversicherung mehr. >> Ohne >> Steuererhöhungen, die Präsident Obama offensichtlich nicht durchsetzen >> kann, gehen die USA vor die Hunde." > > Schwachsinn, dann hätte er mit Notverordnungen regiert oder > Staatsangestellte "freigesetzt" (wäre nicht das erste mal). Wie schnell > wäre dann wohl die Grenze angehoben worden? Dein Argument ist "Schwachsinn". Was meinst du warum Obama diesen Weg nicht gegangen ist? Denk mal darüber nach. Kleiner Tipp, denke mal daran, wie die Neokonservativen damals mit Bill Clinton umgesprungen sind, als dieser sie ausgebootet hatte und es ("endlich") einen formalen Anlass gab ihm ans Bein zu pinkeln: Stichwort Amtsenthebungsverfahren. Dieser Anlass wäre hier gegeben gewesen und du glaubst doch wohl nicht, dass die Tea-Party Leute sich diese Chance hätten entgehen lassen? > Spekulativ von mir: Ging es wohl darum vor den nächsten > Präsidentschaftswahlen Ruhe vor den Thema zu haben. Das hat einiges > gekostet. Natürlich wollte Obama nicht in die Falle gehen, das Schuldenthema kurz vor Widerwahl erneut euf den Tisch zu bekommen. > .. eines der vielen Hauptprobleme beim Regieren von Leuten ist, von wem > man sich das gefallen lässt; oder vielmehr, wer es schafft, die Leute > soweit zu kriegen, daß sie es sich' gefallen lassen. Dann schau mal was die Tea-Party Leute machen. Sie hetzen gezielt ihre Mitbürger (man könnte auch sagen "den unzufriedenen Bodensatz") auf, um genau die Interessen derer zu verfolgen, von denen sie ausgebeutet werden. Deren Parole heißt Gehirnwäsche, mit Schlagworten wie "Freiheit ist bedroht" - "verteidigt die Freiheit" - "kämpft für die Freiheit" - "verhindet den Sozialismus" - Obama ist angeblich ein Muslim, ein Kommunist sowiso, er will das Land zerstören usw. usw. Diese Parolen werden den einfachen Leuten immer wieder eingetrichtert - dazwischen Partystimmung - die Hausfrau ans Mikrofon - "ruft alle an" - Betonung wie "die Gruppe wächst" - noch ne Tea-Party - "ruft noch mehr an" - "es geht um euer Land" usw. Die Zurückgebliebenen werden förmlich eingesammelt, indoktriniert und gleichgeschaltet. Sie benutzen dazu gezielt Falschinformationen, reden den Leuten ein, die staatliche Krankenversicherung werde ihnen Leistungen kürzen, der Staat wollte "SIE" (die Bürger) "unter KONTROLLE" bekommen. Tea-Party Leute (wurde im Phoenix gezeigt) fälschen bei Amazon Bewertungen. Sie geben falsche Rezensionen ab, loben Bücher konservativer Hardliner, die sie nie gelesen haben (das geben sie vor der Kamera zu), geben negative Kommentare zu Werken wie Sicko von Michael Moore ab - versuchen alles was nicht auf ihrer Linie liegt zu desavouieren. Sie halten Leute gezielt an es ihnen nach zu machen. Das ist eine virale Bewegung, die von mächtigen Interessengruppen gesteuert ist, wie im Phoenix zu sehen war und die Strippenzieher halten sich bedeckt, lassen ihre Milliarden Dollar wirken.
Mal den guten Plusminus-Beitrag zum Thema anschauen http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/432744_plusminus/7827308_finanzkrise-und-staatsverschuldung?type=null&buchsta Zitat aus dem Beitrag "Reagan senkte massiv die Steuern für Unternehmen und Spitzenverdiener. Denen ging es danach tatsächlich besser, aber die erhofften höheren Staatseinnahmen blieben aus. Die Schulden stiegen massiv an. George W. Bush senkte die Steuern noch weiter und gab gleichzeitig Unsummen fürs Militär aus. Die Verschuldung der USA stieg auf 10 Billionen Dollar und in der folgenden Krise noch weiter. Heute gibt es in den USA soviele Reiche wie noch nie und die sind so reich wie nie. Gleichzeitig ist ein großer Teil der Mittelschicht in die Armut abgerutscht und die Staatsschulden sind massiv gestiegen." Ende Zitat Bofinger verweist auf die skandinavischen Länder, die die wenigsten Probleme mit der Verschuldung haben und bei denen die Staatseinnahmen bei etwa 50 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen. Laut Plusminus-Bericht sind seit dem Jahre 2000 die Verschuldung bei uns um 800 Milliarden Euro gestiegen, seit der Senkung der Steuersätze in der Nach-Kohl-Ära. DIE WIRTSCHAFT ANKURBELN DURCH STEUERSENKUNGEN IST EIN IRRTUM, eine Schimäre, ein Trugbild, eine Täuschung. Steuersenkungen nützen in Wahrheit nur Wenigen und die Masse muss dafür dann bluten und die Zinsen erwirtschaften.
Und was lernen wir daraus? Richtig, Staat abschaffen, dann gibt es auch keine Staats-Schulden mehr.
Markus Müller schrieb: > Und was lernen wir daraus? > > Richtig, Staat abschaffen, dann gibt es auch keine Staats-Schulden mehr. Geh' als Eremit in die Pampa, fernab von jeglicher Zivilisation. Da hast du keinen "Staat" mehr. Fragt sich nur, ob das Leben dann einfacher, angenehmer, bequemer und interessanter wird. Nö, statt "Staat abschaffen" lieber Zinseszins-System abschaffen. Dann gibt es diesbezüglich auch keine Schneeball-Finanzblasen mehr und keinen Grund mehr großen Geldmengen hinterherzuhecheln, die sich von selbst vermehren und anderen (der Normalbevölkerung) dann zur Zinslast werden. Man könnte es auch auf den Nenner bringen: Armut bekämpfen heißt letztlich Reichtum begrenzen (wohlgemerkt begrenzen, nicht abschaffen). (begrenzen im Sinne von entgegenwirken und nicht mit einer absoluten Grenze versehen)
Gast
#2290766
> Bofinger verweist auf die skandinavischen Länder, die die wenigsten > Probleme mit der Verschuldung haben und bei denen die Staatseinnahmen > bei etwa 50 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen. Schweden hat seinen Wohlfahrtsstaat auch zurückgefahren, weil sie gemerkt haben, daß so eben auch nicht geht. Anderes Beispiel ist Estland, wo die Verwaltung computerisiert ist und deshalb wenig Kosten für den Staatshaushalt anfallen - es geht nämlich auch mit weniger Staat und in Deutschland gibts auch eine Viezahl von Möglichkeiten, die aus unterschiedlichen Gründen nicht tangiert werden, quasi zum Tabu erklärt werden! Man erhöht sogar hierzulande noch die Staatsquote, indem man die Zahl der Abgeordneten erhöht, usw.,usw. ... soviel zu Deiner Staats-Allmacht. Es werden immer mehr hochbezahlte Posten und Pöstchen geschaffen - nein Danke. > DIE WIRTSCHAFT ANKURBELN DURCH STEUERSENKUNGEN IST EIN IRRTUM, eine > Schimäre, ein Trugbild, eine Täuschung. Steuersenkungen nützen in > Wahrheit nur Wenigen und die Masse muss dafür dann bluten und die Zinsen > erwirtschaften. das Problem sind nicht die Steuersenkungen, die defacto ja gar nicht stattfinden, sondern unser Steuersystem, das komplizierteste der Welt! Wenn mir die Progression einen guten Teil meines Lohns raubt, ist die Motivation natürlich dementsprechend! Problem ist die Progression - Linearisierung will man nicht stattdessen Sozialneid, dem Du ja auch unterliegst. Man will es nicht ändern, weil eine bestimmte Klientel davon mächtig profitiert - wer staatlich subventioniert nimmt diese Gelder wahr und wenn er sie in den Sand setzt, völlig egal. Als Selbstständiger (ab einer bestimmten Größenordnung versteht sich) oder "Reicher" (wer immer das nach Deiner Definition ist?) kannst Du Dich steuerlich auf H4 Niveau runterrechnen - genau diesen Punkt übersiehst Du nämlich. Da kannst Du Steuern für die "Reichen" ruhig erhöhen - es trifft dann nur gutverdiendende Arbeitnehmer, der Rest lacht sich kaputt.
S. B. schrieb: > Man erhöht sogar hierzulande noch die Staatsquote, indem man die Zahl > der Abgeordneten erhöht, usw.,usw. ... soviel zu Deiner Staats-Allmacht. > Es werden immer mehr hochbezahlte Posten und Pöstchen geschaffen - nein > Danke. Das alles hat nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun. > das Problem sind nicht die Steuersenkungen, die defacto ja gar nicht > stattfinden, Rede keinen Unsinn. Die Steuern wurden seit Kohl massiv gesenkt. Mach dir mal die Mühe und wirf einen Blick in den Plusminus-Bericht. > sondern unser Steuersystem, das komplizierteste der Welt! Das kommt noch oben drauf. > Wenn mir die Progression einen guten Teil meines Lohns raubt, ist die > Motivation natürlich dementsprechend! > Problem ist die Progression - Linearisierung will man nicht stattdessen > Sozialneid, dem Du ja auch unterliegst. Immer wieder der selbe Käse der Gebetsmühlenhaft erzählt wird. In USA wird bei Steuern vorm Sozialismus gewarnt und hierzulande der angebliche Sozialneid ausgerufen. In Wahrheit wird mit einem falschen Steuermodell gerade die Mittelschicht ausgebeutet und zwar hier wie auch in den USA. Nicht die Höhe ist entscheidend, sondern die Ausgestaltung (ab wann setzt der Spitzensteuersatz ein etc.). Werden zu wenig Steuern eingenommen wird die Mittelschicht mit Zinsen belastet, die die Rettungspakete, Konjunkturmaßnahmen, das Zuschießen bei den Sozialsystemen usw. uns aufbürden. Außerdem ging es um den Unsinn den in USA die Tea-Party und hierzulande die FDP immer verbreitet: Steuern runter schafft Arbeitsplätze. DAS IST FALSCH wird aber von der Spaßpartei noch immer propagiert. > Da kannst Du Steuern für die "Reichen" ruhig > erhöhen - es trifft dann nur gutverdiendende Arbeitnehmer, der Rest > lacht sich kaputt. Das ist ebenso falsch bzw. eine Schimäre. Jede Volkswirtschaft kann das Steuersystem etablieren was sie möchte (bei uns im europäischen Rahmen). Wenn Reiche sich per Abschreibungsmodellen vor Steuern drücken können, liegt das nicht an der Höhe des Steuersatzes, sondern an den eben diesen Anschreibungsmöglichkeiten, die man auch auflösen kann. Nochmal, damit du das verstehst. Wohin ein Staat driftet der zu wenig Steuern einnimmt zeigt das Desaster der USA, aber auch Griechenland und andere Staaten. Die gehen vor die Hunde. Und dein Argument Reiche würden sich "kaputtlachen" über Steuern, nun in den USA hat kein Reicher über die Steuerpläne Obamas gelacht. Ganz im Gegenteil, die haben ihre Tea-Party Mädels angestachelt alles dafür zu zun um genau DAS zu verhindern. Warum wohl? Denk mal darüber nach. Ungeachtet dessen lassen sich Verwaltungen auch so verschlanken und verbessern. Nur musst du auch mal bedenken, alle Maßnahmen die Arbeit entschlacken und Prozesse beschleunigen gehen auch immer zu lasten von Beschäftigung. Wenn du so willst, schaffe eine Armee von wartungsarmen Robotern an, die die Produktionshallen füllen. Nur was machst du dann mit den Heerscharen neuer Arbeitsloser? Die musst du auch irgendwie unterbringen oder letztlich alimentieren. So einfach ist die Welt eben nicht wie in deiner Vorstellung.
Gast
#2291670
> Das alles hat nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun. genau das ist eines der wesentlichen Probleme. Es gibt zu viele Staatsbedienstete in hohen Positionen, am Beispiel Griechenland kann man sehen wohin sowas führt. > Rede keinen Unsinn. Die Steuern wurden seit Kohl massiv gesenkt. ach ne, für wen denn bitte? Für die Großunternehmen. Wir haben nach wie vor ein progressives Steuersystem und das ist der eigentliche Grund für das Elend ... das will auch niemand hier abschaffen, auch nicht die FDP, die reden nur. > Mach dir mal die Mühe und wirf einen Blick in den Plusminus-Bericht. hab ich nicht gesehen, hab ich jetzt eine Wissenslücke. > In Wahrheit wird mit einem falschen Steuermodell > gerade die Mittelschicht ausgebeutet und zwar hier wie auch in den USA. Wie das in USA aussieht weiß ich nicht, hätten wir hier in Deutschland ein lineares Steuersystem wäre das die Lösung. > Nicht die Höhe ist entscheidend, sondern die Ausgestaltung (ab wann > setzt der Spitzensteuersatz ein etc.). Klar, die Leute, die es sich leisten können, sind sowieso schon außer Landes, der Rest soll jetzt bluten - wo soll denn Dein Spitzensteuersatz ansetzen und wie hoch soll der sein ... Sozialismus pur und der Spitzensteuersatz trifft dann den Mittelstand! > Werden zu wenig Steuern eingenommen wird die Mittelschicht mit Zinsen > belastet, die die Rettungspakete, Konjunkturmaßnahmen, das Zuschießen > bei den Sozialsystemen usw. uns aufbürden. ja, dann läßt man eben die Banken Konkurs gehen und es gibt einen Reinigungsprozeß, so hat man natürlich das falsche Signal gesetzt und die Banker machen weiter wie bisher, denn der Steuerzahler zahlt ja für jede Fehlleistung der Banker. Die Teaparty-Bewegung war übrigens dieser Auffassung und genau in diesem Punkt haben sie auch recht. > Außerdem ging es um den Unsinn den in > USA die Tea-Party und hierzulande die FDP immer verbreitet: Steuern > runter schafft Arbeitsplätze. DAS IST FALSCH wird aber von der > Spaßpartei noch immer propagiert. Steuern runter schafft erst einmal mehr Geld in der eigenen Tasche, wenn Du mit Steuern Lohnsteuern meinst ... genau diese Steuerart ist unter Kohl und seinen Nachfolgern nicht gesenkt worden. Massiv gesenkt wurden m.W. Unternehmenssteuern - das hatte dann letztendlich neue Ausbeutungmodelle wie die ganzen Dienstleister zur Folge - denn die Großfirmen schwimmen im Geld und können sich diesen Luxus locker leisten. > Jede Volkswirtschaft kann das > Steuersystem etablieren was sie möchte (bei uns im europäischen Rahmen). > Wenn Reiche sich per Abschreibungsmodellen vor Steuern drücken können, > liegt das nicht an der Höhe des Steuersatzes, sondern an den eben diesen > Anschreibungsmöglichkeiten, die man auch auflösen kann. Richtig und die Betonung liegt auf "kann" - bist Du wirklich so naiv zu glauben, daß sich daran was ändern wird ... da müßte es hier schon zur Revolution kommen. > Wohin ein Staat driftet der zu wenig Steuern einnimmt zeigt das Desaster > der USA, aber auch Griechenland und andere Staaten. Total falsch - Du wirfst Steuereinnahmen und Kreditaufnahme in einen Topf und genau das ist Dein Denkfehler. Das Problem der Staaten ist die massive Kreditaufnahme. Staatliche Einnahmen durch unterschiedliche Arten von Steuern hat jeder Staat - wenn aber die Kreditwürdigkeit dazu mißbraucht wird den Staatshaushalt ins Uferlose auszudehnen, dann wird es gefährlich und genau das haben die USA getan durch massive Militärausgaben, usw. Griechenland ist sowieso ein Sonderfall - da ist die Staatsquote hoch und gleichzeitig die Wirtschaftsleistung schwach - die sind nur aufgrund von Bilanzfälschungen zum Euro gekommen. > Und dein Argument Reiche würden > sich "kaputtlachen" über Steuern, nun in den USA hat kein Reicher über > die Steuerpläne Obamas gelacht. Ganz im Gegenteil, die haben ihre > Tea-Party Mädels angestachelt alles dafür zu zun um genau DAS zu > verhindern. Warum wohl? Denk mal darüber nach. schon klar - und warum? Weil die anders als in Deutschland dann auch zahlen müssen und sich nicht durch Steuertricks wie hierzulande arm rechnen können oder a la Schumi und Co in Monaco oder der Schweiz wohnen. In Deutschland gibt es außerdem noch Subventionen für bestimmte Lobbygruppen ... darüber solltest Du mal nachdenken! > Wenn du so willst, schaffe eine Armee von wartungsarmen > Robotern an, die die Produktionshallen füllen. Nur was machst du dann > mit den Heerscharen neuer Arbeitsloser? Die musst du auch irgendwie > unterbringen oder letztlich alimentieren. Uneffektive Jobs bringen es auf Dauer nicht, sondern wirken sich kontraproduktiv auf die gesamte Wirtschaftsleistung des Staates aus. Im Extremfall zerfällt deswegen auch mal ein Staat (Sowjetunion). Denke weiterhin auch nur mal an das Zeitalter der Industralisierung. Leider gibt es eben bestimmte Jobs von früher nicht mehr ... dafür gibt es heute Jobs, von denen früher niemand geträumt zu wagen hätte. So schizophren ist nun mal die Welt.
S. B. schrieb: > Es gibt zu viele > Staatsbedienstete in hohen Positionen, am Beispiel Griechenland kann man > sehen wohin sowas führt. Nein, das ist nicht das eigentliche Problem. Überlege mal, ob sich was ändert, wenn die gleiche Anzahl Staatsdiener bei privaten Firmen angestellt wären? Entweder braucht man die Leute oder nicht, wo sie beschäftigt sind ist da zweitrangig. Die ganz andere Frage ist, ob deren Verdienst vielleicht zu hoch war und die Rentenanwaltschaften. Das könnte der Fall gewesen sein. Ich wette übrigens die Skandinavier haben auch viele Staatsbedienstete. Die fahren mit ihrer Staatsquote von 50% bedeutend besser als die USA mit 30% die faktisch in die Staatspleite geführt hat. In Griechenland gab es nicht mal ein Katasteramt und infolge dessen keine Möglichkeit beispielsweise Steuern auf Luxusvillen zu erheben. Der Oberschicht hat das bestimmt jahrelang gut gefallen, der Staat geht durch sowas aber auf Dauer vor die Hunde. Die Steuermoral war in Griechenland gleich null. Als Lösung soll sich der Staat jetzt kaputtsparen. Das wird auch nicht funktionieren. >> .. Die Steuern wurden seit Kohl massiv gesenkt. > ach ne, für wen denn bitte? Wirf mal einen Blick ins Video. http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/432744_plusminus/7827308_finanzkrise-und-staatsverschuldung?type=null&buchsta Der Spitzensteuersatz wurde unter SPD Schröder massiv gesenkt. http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,60whqvyjy5gc3foo~cm.asp >> Mach dir mal die Mühe und wirf einen Blick in den Plusminus-Bericht. > hab ich nicht gesehen, hab ich jetzt eine Wissenslücke. Wie man sieht JA. Wenn deine Hardware das nicht abspielt mach dir mal Gedanken woran das liegt. >> In Wahrheit wird mit einem falschen Steuermodell >> gerade die Mittelschicht ausgebeutet und zwar hier wie auch in den USA. > Wie das in USA aussieht weiß ich nicht, hätten wir hier in Deutschland > ein lineares Steuersystem wäre das die Lösung. Linear progressiv ist er doch bereits (aber mit Bauch). Du meinst wohl eher eine Flattax. Da würden sich die höchsten Einkommen hierzulande sicher drüber freuen und die anderen dürften bluten. > wo soll denn Dein Spitzensteuersatz > ansetzen und wie hoch soll der sein ... Sozialismus pur und der > Spitzensteuersatz trifft dann den Mittelstand! Schröder hat den Spitzensteuersatz gesenkt. War er damit in deinen Augen ein Sozialist? >> Werden zu wenig Steuern eingenommen wird die Mittelschicht mit Zinsen >> belastet, die die Rettungspakete, Konjunkturmaßnahmen, das Zuschießen >> bei den Sozialsystemen usw. uns aufbürden. > ja, dann läßt man eben die Banken Konkurs gehen und es gibt einen > Reinigungsprozeß, so hat man natürlich das falsche Signal gesetzt und > die Banker machen weiter wie bisher, denn der Steuerzahler zahlt ja für > jede Fehlleistung der Banker. Nur überlege mal wessen Geld solche Krisen befeuert. Wenn es durch Steuer- und Abschreibungsmöglichkeiten immer mehr Superreiche gibt, muss sich keiner darüber wundern, dass immer mehr Geld ins Spekulations-Schneeballsystem wandert. > Die Teaparty-Bewegung war übrigens dieser Auffassung und genau in diesem > Punkt haben sie auch recht. Worin haben sie recht? Die Tea-Party-Hausfrauen sollten sich mal vor Augen führen wer die Krise in USA veruracht hat, nämlich gerade die Konservativen unter Bush (d.h. der eigene Laden) und wer die vielen Milliarden Dollar für den Rüstungshaushalt zu verantworten hat - da sind wir wieder bei den Konservativen und ihren Kriegen (Bush Irak, Afghanistan). DAGEGEN sollte die Tea-Party als erstes aufbegehren und NICHT gegen die Krankenversicherungspläne Obamas. Das ist einfach nur krank. Das ist PERVERS. > Das Problem der Staaten ist die massive Kreditaufnahme. Und wofür hat beispielsweise OBAMA Kredite aufnehmen müssen? Für Konjunkturmaßnahmen. Das heißt, das sind Investitionen im Gegensatz zu dem was Bush gemacht hat: Steuergeschenke für Superreiche und die Militätausgaben hochgeschraubt. >> Und dein Argument Reiche würden >> sich "kaputtlachen" über Steuern, nun in den USA hat kein Reicher über >> die Steuerpläne Obamas gelacht. Ganz im Gegenteil, die haben ihre >> Tea-Party Mädels angestachelt alles dafür zu zun um genau DAS zu >> verhindern. Warum wohl? Denk mal darüber nach. > schon klar - und warum? Weil die anders als in Deutschland dann auch > zahlen müssen und sich nicht durch Steuertricks wie hierzulande arm > rechnen können oder a la Schumi und Co in Monaco oder der Schweiz > wohnen. In Deutschland gibt es außerdem noch Subventionen für bestimmte > Lobbygruppen ... darüber solltest Du mal nachdenken! Mach ich gerne. Das Thema heißt Steuerschlupflöcher schließen. >> Wenn du so willst, schaffe eine Armee von wartungsarmen >> Robotern an, die die Produktionshallen füllen. Nur was machst du dann >> mit den Heerscharen neuer Arbeitsloser? Die musst du auch irgendwie >> unterbringen oder letztlich alimentieren. > Uneffektive Jobs bringen es auf Dauer nicht, sondern wirken sich > kontraproduktiv auf die gesamte Wirtschaftsleistung des Staates aus. Nur was machst du mit alle denen, die die Wirtschaft nicht mehr braucht? Wie in Las Vegas in die Kanalisation treiben? War auf Phoenix im Filmbericht zu sehen. Und nein, das waren keine "Penner" mit Rotweinpulle in der Hand. Das waren Leute die einfach keinen Job mehr kriegen. Menschen brauchen in einem Wirtschaftssystem wie dem unseren aber Einkommen. Also muss du dir was einfallen lassen mit denen die scheinbar nicht mehr gebraucht werden und es werden immer mehr .. --- Für einen Poster Die Sache mit Bill Gates und dem Fastfood Burger war soweit ich mich erinnere in einer Dokumentation über Microsoft zu sehen (damals nur im Fernsehen). Es ist schon lange her, es könnte die (oder eine) Präsentation von XP gewesen sein (oder sogar noch von NT - älter ist es aber nicht). Aber ich kann das leider nicht mehr sagen. In den Filmarchiven schlummert der Beitrag bestimmt noch irgendwo. Würde ihn selber mal gerne wieder sehen. War irgendwie kurios. ;)
Auch ein guter Beitrag zum Thema http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778316,00.html Zitat "Amerika hat sich verändert. Es hat sich vom Westen entfernt. Der soziale Zerfall dieses reichen Landes ist atemberaubend. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hat ihn jüngst beschrieben: Das reichste Prozent der Amerikaner reklamiert gut ein Viertel des Gesamteinkommens für sich - vor 25 Jahren waren es zwölf Prozent. Es besitzt 40 Prozent des Gesamtvermögens - vor 25 Jahren waren es 33 Prozent. Stiglitz sagt, dass sich in vielen Ländern der sogenannten Dritten Welt die Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich reduziert hätten. In den USA sind sie gewachsen. " und ferner heißt es Zitat "Die Abhängigkeit der Abgeordneten und Senatoren von den Spenden der Reichen ist zu groß. Auch einen revolutionären Sturm auf irgendeine Bastille wird es nicht geben. Die Wut im Volk ist groß, aber es ist den Eliten längst gelungen, diese zu kontrollieren und zu kanalisieren. Bei der Gründung der Tea-Party-Bewegung standen die Brüder David und Charles Koch Pate, milliardenschwere Industrielle, und ihr Sprachrohr ist Rupert Murdochs Hetzsender Fox News. " Ende Zitat Es anscheinend ein leichtes für die Tea-Party Leute (die selber nur Handlanger mächtiger Interessengrupen sind, ohne das zu reflektieren) die allgemeine Unzufriedenheit zu nutzen, in dem sie den Leuten gebetsmühlenhaft eintrichtern "die Freiheit" sei in Gefahr. Auf diesen dumpfen Populismus kann dann jeder so alles mögliche an persönlichem Frust projizieren, ohne jemals konkrete Fakten zu nennen. Fox News hat schon für Bush die Kriegstrommel bedient - jetzt ist wieder Krieg - Krieg gegen alles was der Staat unternimmt um das Elend in der Fläche zu bekämpfen (Krankenversicherung; Konjunkturprogramme; Bildungsinitiativen etc.) und diejenigen die wirklich die Kohle in USA besitzen lachen sich dabei ins Fäustchen - Arm bekämpft Arm - Wohlhabend ist aus dem Schneider und scheffelt Geld. Die Eliten (wenigstens ein Teil davon) müssten sich jetzt endlich zu Wort melden und ihre Stimme erheben, denn was die Tea-Party da treibt heißt irgendwann Bürgerkrieg.
Gast
#2292301
Platinenschwenker .. schrieb: > Nein, das ist nicht das eigentliche Problem. Überlege mal, ob sich was > ändert, wenn die gleiche Anzahl Staatsdiener bei privaten Firmen > angestellt wären? Wo ist der Unterschied zu dem Argument das Hartz IV Empfänger der Gesellschaft am nützlichsten sind da Sie ja in einer Firma viel mehr verdienen würden? > Entweder braucht man die Leute oder nicht, wo sie > beschäftigt sind ist da zweitrangig. Das erster ist meist der Fall, Staatsunternehmen sind nachweislich ineffizient, das ist in einigen Bereich notwendig, Gott bewahre uns vor Effizienzen z.B. der Bundeswehr, aber in den meisten Fällen sind es teure Pfründe und Feudalsysteme. Sichtbar wird es bei jeder Privatisierung 2/3 Schmarotzeranteil (was ich jedem persönlich gönne aber hier geht es um ne Metaebene). > Die ganz andere Frage ist, ob deren > Verdienst vielleicht zu hoch war und die Rentenanwaltschaften. Das > könnte der Fall gewesen sein. Das ist nicht "eine ganz andere Frage" sondern definiert die Ineffizienz. > Ich wette übrigens die Skandinavier haben > auch viele Staatsbedienstete. Die fahren mit ihrer Staatsquote von 50% > bedeutend besser Warum vergleicht du nicht gleich mit Luxembourg oder der Schweiz? > als die USA mit 30% die faktisch in die Staatspleite > geführt hat. Wo bitte sind die USA zahlungsunfähig? Die Streiterei kommt von der absoluten Deckelung der Staatsschulden die natürlich jedes mal angehoben wird.
Gast
#2292309
Platinenschwenker .. schrieb: > "Die Abhängigkeit der Abgeordneten und Senatoren von den Spenden der > Reichen ist zu groß. Auch einen revolutionären Sturm auf irgendeine > Bastille wird es nicht geben. Die Wut im Volk ist groß, aber es ist den > Eliten längst gelungen, diese zu kontrollieren und zu kanalisieren. Bei > der Gründung der Tea-Party-Bewegung standen die Brüder David und Charles > Koch Pate, milliardenschwere Industrielle, und ihr Sprachrohr ist Rupert > Murdochs Hetzsender Fox News. " Transponiert: "Die Abhängigkeit der Bundestags- und Bundesratsabgeordneten von den Posten der Industrie ist zu groß. Auch einen revolutionären Brand bei irgendeinem Reichstagsgebäude wird es nicht geben. Die Wut im Volk ist groß, aber es ist den Eliten längst gelungen, diese zu kontrollieren und zu kanalisieren. Bei der Gründung der FDP, der Christlichen Gewerkschaften, der Arbeitgeberverbände usw. standen milliardenschwere Industrielle Pate. Ihr Sprachrohr sind Springers Hetzblätter und das öffentlich rechtliche Politpropaganda- und Verdummungsfernsehen.
Jens Martin schrieb: > Staatsunternehmen sind nachweislich > ineffizient Es gibt eine Menge Aufgaben die beim Staat besser aufgehoben sind als in der freien Wirtschaft und EFFIZIENZ ist auch nicht der göttliche Maßstab aller Dinge. Lebensmittelkontrollen möchte ich nicht von der Farma oder sonstwem gesponsorten Privatunternehmen durchführen lassen. Lehrkräfte an Regelschulen möchte ich auch nicht von Coka-Cola bezahlt wissen. > Wo bitte sind die USA zahlungsunfähig? Das waren sie gerade. Ist dir das entgangen? > Die Streiterei kommt von der > absoluten Deckelung der Staatsschulden die natürlich jedes mal angehoben > wird. "Natürlich" ist da gar nix angehoben worden. Was soll diese unsachgemäße Darstellung?
> Transponiert:
Man muss ja nicht jeden Schwachfug deinerseits kommentieren.
Gast
#2292334
Platinenschwenker .. schrieb: > Es gibt eine Menge Aufgaben die beim Staat besser aufgehoben sind als in > der freien Wirtschaft welche? > und EFFIZIENZ ist auch nicht der göttliche Maßstab aller Dinge. Sondern? > Lebensmittelkontrollen möchte ich nicht von der Farma oder > sonstwem gesponsorten Privatunternehmen durchführen lassen. Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Fast alle Labore werden privatwirtschaftlich Betrieben und auch bezahlt. > Lehrkräfte > an Regelschulen möchte ich auch nicht von Coka-Cola bezahlt wissen. Wäre "und der örtliche Drogenhändler sollte nicht den Kinderarzt finanzieren" für dich auch ein Diskussionsbeitrag?
Gast
#2292338
Platinenschwenker .. schrieb: > Man muss ja nicht jeden Schwachfug deinerseits kommentieren. Politische Verblendung sitzt halt tief. Fragt sich nur auf welcher Seite ;-). Bin mal weg.
Viel interessanter ist dies hier http://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-haushaelter-barthle-erzuernt-die-union-von-wellen-der-wut-ueberrollt-1.1127897 "Problem Deutschland" (vergleiche die Parallelen zu den Republikanern USA) Zitat "Der CDU-Haushaltspolitiker Norbert Barthle hat sich überlegt, wie die beschlossene Steuersenkung seriös bezahlt werden könnte. Mit seinem Vorschlag rührt er in seiner Partei an ein Tabu - und wird heftig attackiert." "Was also ist passiert? Barthle hat getan, was der Haushälter der größten Regierungsfraktion als seine oberste Aufgabe betrachtet: Er hat sich überlegt, wie eine inzwischen in der Koalitionsspitze beschlossene, aber noch nicht finanzierte Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen seriös bezahlt werden könnte. Und weil Barthle zudem auch für gute Fachkräfte was tun möchte, hat er den Vorschlag unterbreitet, einerseits den Spitzensteuersatz erst bei größeren Einkommen greifen zu lassen, andererseits Spitzenverdienern aber etwas mehr abzuverlangen." "Derlei ist in der schwarz-gelben Koalition offiziell ein Tabu, insbesondere bei Liberalen und Christsozialen. Viele CDU-Ministerpräsidenten und Teile der Unionsfraktion dagegen sind hinter vorgehaltener Hand seit langem der Meinung, dass Steuersenkungen ohne Gegenfinanzierung nicht zu verantworten sind - angesichts der öffentlichen Schulden."
...immer weniger Leute haben immer MEHR vom Gesamtvermögen. Das mag ne Weile gut gehen. Irgendwann kippt das Ganze. Die Super-Reichen wären also gut beraten, wenn sie ihr Schärflein mittrügen an der Sanierung der Staatsfinanzen. Bei der Titanic war es nachher auch egal ob man 1. Klasse oder Holzklasse gebucht hatte.
Michael K-punkt schrieb: > Bei der Titanic war es nachher auch egal ob man 1. Klasse oder > Holzklasse gebucht hatte. Stimmt nicht ganz. Aus der ersten Klasse überlebten prozentual mehr als aus der 3. Klasse. Jogibär
heute Ratingabstufung der USA, Ausblick negativ. Das heisst wenn die USA nicht noch ne ordentliche Schippe an Sparmaßnahmen/Steuererhöhung rauflegen kommt die nächste Herabstufung innerhalb der nächsten 12 monate zu 100%. Die steigenden Zinsen tun ihr übriges ...
> USA, Ausblick negativ Ist kein Wunder. Die Schuldenlast alleine durch Sparmaßnahmen anzugehen wird die US-Konjunktur eher noch mehr abwürgen. Die Republikaner blockieren Steuererhöhungen in bestimmten Bereichen, haben einen eisernen Schutzwall um die sehr Wohlhabenden errichtet und die Normaleinkommen sollen bluten. Die USA reiten sich so in die Rezession hinein. Ergebnis: Panik an den Finanzmärkten. Rückfall in die Lehman-Krise. http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:wochenausblick-notenbanker-sollen-panik-in-den-griff-kriegen/60088106.html Das Drama gleicht einem Fukushima der Finanzmärkte. Dumm nur, dass Obama gerad regiert. So wird man ihm zuschreiben was im Wesentlichen Republikaner verbrochen haben.
Michael H. schrieb im Beitrag #2294596:
> und dann WERDEN WIR ALLE STERBEN!!1!
Das nicht, aber uns wehmütig an Zeiten erinnern als Finanzplätze und die
Weltkonjunktur noch einigermaßen im Lot waren (und von derartigen
Problemen wie jetzt gar nicht die Rede war).
Es gab mal eine Zeit, da waren Finanzmärkte reguliert ..
Das Erste was abgeschafft gehört ist der Computerhandel an den Börsen.
Gast
#2294666
Platinenschwenker .. schrieb: >> USA, Ausblick negativ Was auch sonst? War auch vorher wohl allen klar. > > Ist kein Wunder. Die Schuldenlast alleine durch Sparmaßnahmen anzugehen > wird die US-Konjunktur eher noch mehr abwürgen. So wie die Idee einen Abtrag durch noch mehr Kredite anzugehen. Es ist gehupft wie gesprungen. > Die Republikaner > blockieren Steuererhöhungen in bestimmten Bereichen, haben einen > eisernen Schutzwall um die sehr Wohlhabenden errichtet und die > Normaleinkommen sollen bluten. Woher hatt du die Informationen? Aufgebauscht bis zum nicht mehr wiedererkennen. Ebenso bei den sog. Sozialleistungen wo es eher um einen Streit um Zuständigkeiten zwischen Bund und den Einzelstaaten geht > Die USA reiten sich so in die Rezession > hinein. Ergebnis: Panik an den Finanzmärkten. Rückfall in die > Lehman-Krise. Sie haben doch gerade die Schuldengrenze um geschätzt 15% angehoben. Was willst du denn noch ;-) > > http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:wochenausblick... > > Das Drama gleicht einem Fukushima der Finanzmärkte. > Freu dich doch, du sitzt auf der Sonnenseite. Wirtschaftlich hat die Schröder Regierung alles richtig gemacht und mittels Unterjochung der Arbeitnehmerschaft Deutschland zur schlagkräftigsten Industrienation des Westens ausgebaut. Da die Staaten Konkurrieren ist der Fall des Imperiums doch nur gut. Zumimdest relativ gesehen ;-). > Dumm nur, dass Obama gerad regiert. So wird man ihm zuschreiben was im > Wesentlichen Republikaner verbrochen haben. Nun, wer so blöd und machtgeil ist sich auf dieses kalkulierte Theater einzulassen hat es auch nichts anders verdient. Die Reps. haben nicht umsonst einen klapprigen Unbekannten Greis zum "Gegenkandidaten" aufgebaut und damit auch ja genug Leute den "Nigger" wählen jeden vermeintlichen Schwächeanfall ihres "zukünftigen Präsidenten" in der Presse breit getreten.
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb: > Das Erste was abgeschafft gehört ist der Computerhandel an den Börsen. Keine Ahnung obs stimmt, aber angeblich sollen die Gebäude gleich neben der Börse sehr beliebt sein: Dort stellt man seine Server rein und hat damit eine tolle Anbindung an die Finanzmärkte um möglichst schnell reagieren zu können... Letztes Jahr(?) gabs an einem Tag ja auch mal plötzlich einen Kurzabsturz, der sich aber sehr schnell wieder erholt hatte. Man wusste nicht was es ist. Schätzungen gingen in Richtung von, Fehler in einem Computerprogramm, Tippfehler beim Handel etc. Aber was ich erschreckender finde: An der Börse wird kein einziger Cent wirklich "erwirtschaftet". Es wird nur immer Geld verschoben. Die Personen die Werte wirklich "erzeugen", sind die Arbeiter, Ingenieure, Büroarbeiter und jeder andere auch der einem anständigem Beruf nachgeht. Dieses Geld wird dort verspielt... Mag zwar etwas drastisch ausgedrückt sein, aber man sollte sich mal Gedanken machen wodurch der Wert eines Unternehmens entsteht... Bin auch gespannt wann diese Gold-Blase endlich mal platzt. Beim Preis pro Gramm fehlen nur noch ein paar Euro, dann wäre Gold soviel Wert wie Platin. Lange geht das nicht mehr gut. Genauso wie die 2.0-Blase: Facebook, Linkedin, usw. sollen alle Milliarden Wert sein. KEIN Finanzierungskonzenpt haben, aber MILLIARDEN Wert sein? logisch...
S. B. schrieb: > Anderes Beispiel ist Estland, wo die Verwaltung computerisiert ist und > deshalb wenig Kosten für den Staatshaushalt anfallen - es geht nämlich > auch mit weniger Staat und in Deutschland gibts auch eine Viezahl von > Möglichkeiten, die aus unterschiedlichen Gründen nicht tangiert werden, > quasi zum Tabu erklärt werden! Nach dem nächsten Weltkrieg haben wir auch wieder eine schlanke Verwaltung. Das ist nach Staatszusammenbrüchen normal und war hier vor 60 und vor 85 Jahren schon mal so...
Jens Martin (jens-martin) schrieb: >> Die Republikaner >> blockieren Steuererhöhungen in bestimmten Bereichen, haben einen >> eisernen Schutzwall um die sehr Wohlhabenden errichtet und die >> Normaleinkommen sollen bluten. > Woher hatt du die Informationen? Aufgebauscht bis zum nicht mehr > wiedererkennen. Ebenso bei den sog. Sozialleistungen wo es eher um einen > Streit um Zuständigkeiten zwischen Bund und den Einzelstaa Jens ich weiß, dass du irgendwie ein Problem mit gewissen Wahrheiten hast, aber man muss doch deswegen nicht gleich die Realitäten komplett ausblenden oder? Willst du etwa leugnen, dass Republikaner dazu genötigt wurden und werden Urkunden persönlich zu unterschreiben, die ein Gelöbnis enthalten, Steuererhöhungen um jeden Preis zu verhindern? Was meinst du warum beim "Schuldenkompromiss" (den mehr ein Schuldendiktat seitens der Republikaner ist) sich die Demokraten mit ihrem Vorschlag auch die Superreichen mit ins Boot zu holen nicht haben durchsetzen können? Die gemäßigten Republikaner sind derart dominiert von ihrem radikalen Tea-Party Flügel, dass sich keiner der Gemäßigten mehr getraut hat diesbezüglich den Mund aufzumachen. Informiere dich einfach mal besser. Ich hab auch keine Lust mich hier mit Leuten zu beschäftigen, die genauso verbohrt erscheinen, wie diese Tea-Party-Deppen, die sich von einer Geld geilen Machtelite Instrumentalisieren lassen und alles was nach mehr Steuern für extrem Wohlhabende riecht als Sozialismus niederschreien. Diese Leute verursachen in mir Brechreiz, um es mal ganz klar auszudrücken. Diese Dummköpfe sind am Niedergang der USA maßgeblich schuld. Das einzige worum es diesen Irrgeleiteten geht ist Obamas Krankenversicherung zu kippen, während sie nicht ein Iota ihrer Kraft dafür einsetzen den allesverschlingenden Militärhaushalt zurückzufahren. Wo waren diese Leute als es um die Milliarden schweren Rettungspakete ging? Da hätten sie sich formieren können UND MÜSSEN, um gegen die WALLSTREET-Banker und Goldman-Sachs aufzubegehren. Diesen Staatsstreich der dort nachgewiesendermaßen abgelaufen ist, dagegen hat keine Tea-Party-Pallin revoltiert. Ja, mukiert haben sie sich schon, aber im Vergleich zu dem was sie gegen Obama abziehen war das ein Witz. Michael Moore hat die Verhältnissen in USA in "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" schön zugespitzt aber sinnig dargestellt. Die Interviews die Moore zeigt sagen mehr aus als vieles was sonst so zum Thema publiziert wird. Zu sehen ist leider nur der Trailer: http://spielfilm.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,1020923_idDispatch:10805540,00.html?dr=1 Und wenn du ein guter Beobachter bist werden dir die Parallelen zu uns nicht entgangen sein. Die Reaktion die Unionsmitglieder zeigten, als einer aus ihren Reihen sich endlich mal dem Dogmatismus (Reiche schonen, koste es was es wolle) widersetzte sprechen Bände. Ist alles Öffentlich Jens, brauchst es nur zu lesen: http://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-haushaelter-barthle-erzuernt-die-union-von-wellen-der-wut-ueberrollt-1.1127897 Die Westlichen Industriestaaten haben nicht nur eine Schuldenkrise. Die Konservativ-Rechte hier wie drüben hat sich tief in Schützengräben verschanzt und schießt gnadenlos auf alles, was das stetige Ansteigen des Reichtums blockieren oder in Frage stellen könnte. Die gesamte Entwicklung seit Anfang der Neunziger Jahre ist: Reichtum nimmt zu, Armut nimmt zu, die Masse dazwischen soll das alles bezahlen. Leider erkennen zu viele nicht, dass man bei der ganzen Schuldendiskussion auch immer den Reichtum der Bürger eines Landes betrachten muss. Weder hierzulande noch in USA sind die Bürger als ganzes betrachtet wirklich ärmer geworden die letzten 15 Jahre. Dafür sind seit Öffnung/Liberalisierung der Finanzmärkte Industriegesellschaften massiv in finanzielle Schieflage geraten. Wenige (prozentual) haben seitdem unvorstellbar profitiert, viel zu viele dürfen die Sozialkosten dafür tragen (über Rettungspakete, Konjunkturpakete, Arbeitsplatzabbau, Minderentlohnung, Sozialkürzungen, Kostensteigerungen etc. etc.). Fhutdhb Ufzjjuz (weinbauer) schrieb: > Das Erste was abgeschafft gehört ist der Computerhandel an den Börsen. Das werden die nur nicht mehr machen. Aber es wäre schon ein Fortschritt wenn man das Geschäft verteuern würde z.B. durch eine Finanztransaktionssteuer. Wahrscheinlich braucht es erst einen erneuten globalen Finanzcrash bis sowas kommt (wenn es dann nicht zu spät ist). Damit mich keiner falsch versteht, sparen an der richtigen Stelle kann trotz allem richtig sein. Das Wichtigste in einem auf Wachstum basierenden Wirtschaftssystem wie dem unserem ist aber der Konjunkturmotor. Am Fall Griechenland wird sich exemplarisch zeigen, was übermäßiges Sparen im Krisenfall bewirkt, besonders wenn man die Reichen dabei schont: Abstieg!
Gast
#2294821
Platinenschwenker .. schrieb: > Jens ich weiß, dass du irgendwie ein Problem mit gewissen Wahrheiten > hast, das kann ich zurückgeben, allein das Wort "Wahrheiten" zeigt mir das jemand glaubt zu wissen. > aber man muss doch deswegen nicht gleich die Realitäten komplett > ausblenden oder? Welche? Die Medienrealität? Diese Auswürfe dreckiger Journaillegesindel deren einzige Wahrheit die Klickrate ist? > Willst du etwa leugnen, dass Republikaner dazu genötigt > wurden und werden Urkunden persönlich zu unterschreiben, die ein > Gelöbnis enthalten, Steuererhöhungen um jeden Preis zu verhindern? Na dann zeig mir doch mal die Originalurkunde oder zumin. eine Glaubhafte Quelle. > Was > meinst du warum beim "Schuldenkompromiss" (den mehr ein Schuldendiktat > seitens der Republikaner ist) sich die Demokraten mit ihrem Vorschlag > auch die Superreichen mit ins Boot zu holen nicht haben durchsetzen > können? Schlagworte aneinanderreihen kann jeder von der Zeitung verblödete Nachrichtenjunkie. Zeig das du keiner bist und nenn mir die Steuerbelastung der einzelnen Einkommensschichten in den USA in Sachen Bundessteuer im Verhältnis zur BRD. > Die gemäßigten Republikaner sind derart dominiert von ihrem > radikalen Tea-Party Flügel, dass sich keiner der Gemäßigten mehr getraut > hat diesbezüglich den Mund aufzumachen. Woher hast du das? > > Informiere dich einfach mal besser. Ich hab auch keine Lust mich hier > mit Leuten zu beschäftigen, die genauso verbohrt erscheinen, wie diese > Tea-Party-Deppen, Nun den Vergleich gebe ich gern zurück. Du weißt doch nicht mal wie die Marktschreier in den USA aufgenommen werden. Die Leute sind dort nicht so staatsgläubig wie hier und Partien trauen Sie schon gar nicht. > die sich von einer Geld geilen Machtelite > Instrumentalisieren lassen und alles was nach mehr Steuern für extrem > Wohlhabende riecht als Sozialismus niederschreien. Diese Ebene ist mir einfach zu blöd. Zur Klarstellung: Von mir aus können die "Reichen" gern das ganze Sebstbedienergesocks in den Parlamenten EU Gremien staatlichen Scheinfirmen, und deren Pensionskassen und überbezahlte Leiter bezahlen. Wie lange hält übrigens Bill Gates gesamtes Vermögen (der davon 90% gestiftet hat) um den Staatsapparat zu mästen? 1 Woche 10 Tage oder was? > Diese Leute > verursachen in mir Brechreiz, um es mal ganz klar auszudrücken. Diese > Dummköpfe sind am Niedergang der USA maßgeblich schuld. Der Niedergang ist der Selbstüberschätzung, den feigen "kollateralen" Morden an Zivilisten in allen möglichen Ländern, der feigen Kriegsführung, der Israelhörigkeit, Guantanamo, Nichtanerkennung aller zwischenstaatlichen Regelungen und dem ganze anderen Dreck und Lügen den die Damen und Herren in Washington verzapft haben zu verdanken. Diese schwachmatische Partybewegung ist nur das Sahnehäubchen des Niedergangs. > Das einzige > worum es diesen Irrgeleiteten geht ist Obamas Krankenversicherung zu > kippen, während sie nicht ein Iota ihrer Kraft dafür einsetzen den > allesverschlingenden Militärhaushalt zurückzufahren. Wo soll bitte eine Krankenversicherung gekippt werden? Es gibt Medicare, Mediaid und wie Sie alle heißen. Obama will Sie an die Zentralregierung ranziehen. Das ist so als ob die korrupte undemokratische EU Kommission deine KV verwalten soll. Ich denke das "informieren" etwas anders ist als das was du machst. Ich nenne das sich von den Medien verblöden zu lassen.
Grad kam im Radio, S&P ist ein "Rechenfehler" unterlaufen und die müssten die Zahlen nochmal kontrollieren. S&P hat wohl einen größeren Bestechungsscheck bekommen.
Markus Müller schrieb: > Grad kam im Radio, S&P ist ein "Rechenfehler" unterlaufen und die > müssten die Zahlen nochmal kontrollieren. > S&P hat wohl einen größeren Bestechungsscheck bekommen. Es ging doch nur um 2 Billionen, nicht so tragisch.
M. neuer schrieb: > heute Ratingabstufung der USA, Ausblick negativ. Aber m.E. nicht primär wegen der Schulden, sondern wegen der Entscheidungsunfähigkeit, bzw. der gezeigten Bereitschaft, aus innenpolitischen Motiven heraus mit der die Rückzahlung von Schulden flexibel umzugehen und die wirtschaftliche Lage als nachrangig zu betrachten. Der Last-Minute Kompromiss hat daran nicht viel geändert - das festgefahrene Hauen und Stechen wird voraussichtlich bis mindestens Herbst nächsten Jahres so weitergehen.
Gast
#2294940
> - das festgefahrene Hauen und Stechen wird voraussichtlich > bis mindestens Herbst nächsten Jahres so weitergehen. Das wird einfach so lange weitergehen, bis es eine "Währungsreform" ( kurz für Zwangsenteignung der Sparer ) o.ä. gibt. Wahrscheinlich im Domino-Effekt, einer nach dem anderen; allein die Schweizer bleiben am Ende vielleicht einigermassen ungeschoren.
Jens Martin (jens-martin) > .. Medienrealität? Diese Auswürfe dreckiger Journaillegesindel > deren einzige Wahrheit die Klickrate ist? Dein Vorwurf passt sicher auf solche Auswürfe wie den Sender Fox News, aber gewiss nicht auf Quellen wie die SZ, SPON, FAZ, Phoenix etc. >> Willst du etwa leugnen, dass Republikaner dazu genötigt >> wurden und werden Urkunden persönlich zu unterschreiben, die ein >> Gelöbnis enthalten, Steuererhöhungen um jeden Preis zu verhindern? > Na dann zeig mir doch mal die Originalurkunde oder zumin. eine > Glaubhafte Quelle. War kürzlich in einer Doku auf Phoenix zu sehen. Dort wurde auch die Urkunde (die nannten das Schriftstück noch anders) gezeigt, dort wurde auch gezeigt wer dieses Schriftstück initiiert hat (es gibt da einen sehr bekannten, einflussreichen Mann in USA der hinter dieser Aktion steckt, leider habe ich mir nicht jede Einzelheit merken können, so hoffe ich, dass der Beitrag demnächst nochmal wiederholt wird), es wurden auch Reaktionen einzelner Republikaner gezeigt. Zwar ist niemand bei den Republikanern gezwungen diese Urkunde zu unterzeichnen, aber im Film wurde auch von der Konservativen-Rechten ganz klar gesagt, was bei einer Verweigerung passiert. Originaltext aus dem Gedächtnis: "Wer das nicht unterschreibt .. nun ja .. es gibt dann halt plötzlich in seinem Wahlkreis einen Gegenkandidaten" - dabei wurde hämisch gegrinst. Recherchiere ein bisschen und du wirst entsprechendes auch in der Presse darüber finden. >> Was >> meinst du warum beim "Schuldenkompromiss" (den mehr ein Schuldendiktat >> seitens der Republikaner ist) sich die Demokraten mit ihrem Vorschlag >> auch die Superreichen mit ins Boot zu holen nicht haben durchsetzen >> können? > Schlagworte aneinanderreihen kann jeder von der Zeitung verblödete > Nachrichtenjunkie. Zeig das du keiner bist und nenn mir die > Steuerbelastung der einzelnen Einkommensschichten in den USA in Sachen > Bundessteuer im Verhältnis zur BRD. Jo, klar. Für dich mach ich jetzt auch noch Steuerbelastungsrecherche im Detail. Sonst bist du noch ganz Gesund oder? Das tut überhaupt nichts zur Sache. Hier geht es nicht um die absolute Höhe der Steuern sondern darum, die Lasten aus der Kapitalaufstockung nicht nur einer Gruppe, den kleinen Leuten zuzumuten. >> Die gemäßigten Republikaner sind derart dominiert von ihrem >> radikalen Tea-Party Flügel, dass sich keiner der Gemäßigten mehr getraut >> hat diesbezüglich den Mund aufzumachen. > Woher hast du das? Aus vielerlei Berichten. Oder hast du etwa einmal gehört, dass EIN Republikaner sich getraut hat GEGEN DIE VORGABE seiner Partei auch Steuererhöhungen für Reiche mit in die Waagschale des Schulden-Kompromisses zu werfen? Schon vergessen, Zitat "Auch der republikanische Mehrheitsführer John Boehner muss seiner Partei noch erklären, warum sie den Plan akzeptieren sollte - vor allem der radikalen Tea-Party-Bewegung, die auf noch drastischere Kürzungen bei den Sozialprogrammen des Staates dringt." Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kompromiss-im-us-schuldenstreit-zurueck-in-die-fuenfziger-jahre-1.1126603 Und bei all dem immer in Erinnerung rufen: Die USA "strotzt" nur so von Sozialstaatlichkeit. Quasi ein Schlaraffenland, wo Milch und Hong auf Bäumen wächst. > Du weißt doch nicht mal wie die > Marktschreier in den USA aufgenommen werden. Die Leute sind dort nicht > so staatsgläubig wie hier und Partien trauen Sie schon gar nicht. Doch, genau das weiß ich sehr wohl. Stell dir mal vor! Die Berichte diesbezüglich haben genau das immer wieder betont. Das ist ja gerade das Groteske. Die Tea-Party-Leute machen sich das mangelnde Vertrauen in die eigene Regierung vieler Amerikaner zu eigen, bauen darauf einfach ihre Lügen über die Krankenversicherung und andere Richtungsentscheidungen von Obama auf und fangen die Leute dann mit ihrer Parole "die Freiheit ist bedroht" oder "USA droht Sozialismus" ein. Dann werden die Leute auch noch vom Sender Fox News täglich aufgestachelt (mit Lügen, dass sich die Balken bieren) und irgend wann glauben sie, Obama ist der zweite Hitler (das haben einzelne Amis wortwörtlich auf Kundgebungen der Tea-Party herausposaunt und die Meute um sie herum hat nicht wiedersprochen - kein Einziger!). > .. Zur Klarstellung: Von mir aus > können die "Reichen" gern das ganze Sebstbedienergesocks in den > Parlamenten EU Gremien staatlichen Scheinfirmen, und deren > Pensionskassen und überbezahlte Leiter bezahlen. Was soll denn solches sinnloses Stammtischgequake? Das ist genau die Art der "Argumentation" einer Sarah Palin. > Wie lange hält übrigens Bill Gates gesamtes Vermögen (der davon 90% > gestiftet hat) um den Staatsapparat zu mästen? 1 Woche 10 Tage oder was? Gates macht etwas was in USA große Tradition hat. Charity hat in USA einen großen Stellenwert. Davon könnten sich hierzulande viele Super-Wohlhabende mal eine Scheibe abschneiden. Bei uns wird zwar auch gespendet, aber im Vergleich dazu ist die USA eine ganz andere Nummer. (wenigstens mal etwas Positives) > Der Niedergang ist der Selbstüberschätzung, den feigen "kollateralen" > Morden an Zivilisten in allen möglichen Ländern, der feigen > Kriegsführung, der Israelhörigkeit, Guantanamo, Nichtanerkennung aller > zwischenstaatlichen Regelungen und dem ganze anderen Dreck und Lügen den > die Damen und Herren in Washington verzapft haben zu verdanken. Diese > schwachmatische Partybewegung ist nur das Sahnehäubchen des Niedergangs. Unterschreibe ich alles. > Wo soll bitte eine Krankenversicherung gekippt werden? Es gibt Medicare, > Mediaid und wie Sie alle heißen. Obama will Sie an die Zentralregierung > ranziehen. Das ist so als ob die korrupte undemokratische EU Kommission > deine KV verwalten soll. Obama will eine Verbesserung für viele, das solltest du nicht in Abrede stellen. Dafür hat er gekämpft, das war sein Anliegen. Was davon übrig geblieben ist, das kann man ablesen. Da Amerika unter Busch ein extrem gespaltenes Land geworden ist, ist es für eine Regierung wie die Aktuelle nicht mehr möglich Wahlversprechen umzusetzen. Die Machtverhältnisse geben das nicht mehr her. Die Republikaner haben sich entschlossen das Land lieber vor die Hunde gehen zu lassen, als an Obama Zugeständnisse zu erteilen. Zitat "Überall in Amerika finden sich inzwischen diese Radikalen. Sie schreiben in Magazinen und talken im Fernsehen, sie treten in Kirchen auf und erbrechen sich in Kilobyte-Stärke auf einschlägigen Webseiten. Selten kreuzen sie die Klingen direkt - sie bestärken sich lieber gegenseitig und heischen Beifall im eigenen Biotop. Ihre Wurzeln haben sie in der Bewegung der Evangelikalen und auch der Patrioten, die - wenn nicht schon seit McCarthy oder Kennedy, so doch spätestens seit der Anti-Vietnam-Bewegung - die Übernahme ihres Landes durch Linke und Kommunisten fürchten. Ronald Reagan, im Tagesgeschäft ein Pragmatiker, ist ihr fiskalisches Idol." Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/die-usa-und-der-haushaltsstreit-die-nation-der-extreme-1.1126597 > Ich denke das "informieren" etwas anders ist als das was du machst. Ich > nenne das sich von den Medien verblöden zu lassen. Jaja, immer die bösen Medien. Es ist schon erstaunlich, dass man gerade bei Leuten die "DIE Medien" generell für alles verantwortlich machen meistens die größte Uninformiertheit findet. Übrigens, derartige Medienschelte ist ganz stark in rechtsnationalen Kreisen zu verzeichnen. Nein, es braucht dazu keinen Godwin. Das ist einfach so. Frage einen Rechtsnationalen danach wie Geschichte (33 bis 45) verlaufen ist und er wird alles anzweifeln, was "DIE Medien" darüber schreiben oder dazu sagen. Er wird immer mit Sätzen kommen wie beweise mir dieses, beweise mir jenes. Es macht also keinen Sinn mit solchen verbohrten Typen sich auszutauchen. Zeit zu schade!
Platinenschwenker .. schrieb: > auch gezeigt wer dieses Schriftstück initiiert hat (es gibt da einen > sehr bekannten, einflussreichen Mann in USA der hinter dieser Aktion > steckt, leider habe ich mir nicht jede Einzelheit merken können, so > hoffe ich, dass der Beitrag demnächst nochmal wiederholt wird), Das war der oben schon erwähnte Grover Norquist. Wdh: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,777111,00.html
>Gates macht etwas was in USA große Tradition hat. Charity hat in USA >einen großen Stellenwert. Davon könnten sich hierzulande viele >Super-Wohlhabende mal eine Scheibe abschneiden. Bei uns wird zwar auch >gespendet, aber im Vergleich dazu ist die USA eine ganz andere Nummer. >(wenigstens mal etwas Positives) Man sollte vielleicht dazu erwähnen das den reichen Spendern erhebliche steuerliche Vorteile zugute kommen welche es lukrativ machen zu spenden,in Amerika spenden die wenigsten aus reiner Nächstenliebe ...
Gast
#2295423
>Zeig das du keiner bist und nenn mir die > Steuerbelastung der einzelnen Einkommensschichten in den USA in Sachen > Bundessteuer im Verhältnis zur BRD. > Jo, klar. Für dich mach ich jetzt auch noch Steuerbelastungsrecherche im > Detail. Sonst bist du noch ganz Gesund oder? Das tut überhaupt nichts > zur Sache. Hier geht es nicht um die absolute Höhe der Steuern sondern > darum, die Lasten aus der Kapitalaufstockung nicht nur einer Gruppe, den > kleinen Leuten zuzumuten. das tut eine ganze Menge zur Sache ... die kleinen Einkommensschichten werden sicherlich auch entlastet - sonst wär die Anhängerschaft nicht so groß. Leider keine Infos, insofern schwer sich eine neutrale Meinung zu bilden. > Und bei all dem immer in Erinnerung rufen: Die USA "strotzt" nur so von > Sozialstaatlichkeit. Quasi ein Schlaraffenland, wo Milch und Hong auf > Bäumen wächst. ja, die ticken da etwas anders - hab nämlich auch mal einen Bericht auf Deinem geliebten Phoenix-Sender gesehen, da wurde eine von der Wirtschaftskrise betroffene abgerutschte Amerikanerin interviewt und die meinte allen Ernstes, daß Sie auch selbst daran Schuld hätte und aus eigener Kraft da wieder rauskommen müsse. > Charity hat in USA einen großen Stellenwert. Davon könnten sich > hierzulande viele Super-Wohlhabende mal eine Scheibe abschneiden. Bei > uns wird zwar auch gespendet, aber im Vergleich dazu ist die USA eine > ganz andere Nummer. > (wenigstens mal etwas Positives) das ist da der Ausgleich zu unserem sozialen Netz - hierzulande spendet keiner für soziale Absteiger, weil davon ausgegangen wird, daß der Staat schon alles fair regelt! > Obama will eine Verbesserung für viele, das solltest du nicht in Abrede > stellen. Dafür hat er gekämpft, das war sein Anliegen. Was davon übrig > geblieben ist, das kann man ablesen. Obama wird in den deutschen Medien ja fast schon als Heiland dargestellt und die Konservativen als dumm und bösartig - vor allen Dingen als naiv, das nennt man Medien-Meinungsmache. > Jaja, immer die bösen Medien. Es ist schon erstaunlich, dass man gerade > bei Leuten die "DIE Medien" generell für alles verantwortlich machen > meistens die größte Uninformiertheit findet. das liegt daran, daß die Medien hier eben auch gleichgeschaltet sind. Schauhe Dir z.B. mal Dokus von russischen Sendern an - die bekommst Du im Netz teilweise mit deutscher Übersetzung. Hab ich im deutschen TV noch nie gesehen. > Das ist einfach so. Frage einen > Rechtsnationalen danach wie Geschichte (33 bis 45) verlaufen ist und er > wird alles anzweifeln, was "DIE Medien" darüber schreiben oder dazu > sagen. das hat nichts mit Rechtsnational zu tun, sondern damit, daß die Leute es leid sind ständig die Frankfurter Schule zu hören. Man möchte vielleicht auch mal eine andere Sichtweise hören dürfen, sei Sie noch so abstrus. Interessant sind auch US-Dokus - das ist dann US-Sichtweise, aber IMO informativer als die des Herrn Guido Knopp. Eine Meinung darf man sich ja wohl noch selbst bilden, oder? Da informiert man sich auch woanders als in den political correct Medien, wie gut sie auch immer sein mögen - manchmal gibts ja informative Infos in diesen Medien, das will ich ja gar nicht in Abrede stellen. > Er wird immer mit Sätzen kommen wie beweise mir dieses, beweise > mir jenes. Es macht also keinen Sinn mit solchen verbohrten Typen sich > auszutauchen. Zeit zu schade! keine gute Einstellung - wenn etwas falsch ist, muß man in der Lage sein stichhaltige Argumente liefern zu können, sonst ist man am Ende genauso verbohrt wie die Verblendeten.
Dass die Staaten zu hohe Schulden haben weiß man schon seit Jahren bzw. Jahrzehnten. Jetzt kommt so eine dahergelaufene Rating-Agentur daher und kommt vom AAA aufs AA+. Die Chinesen manteln sich auf, weil sie (dummerweise) den Amis Geld geliehen haben bzw. die Papiere gekauft haben. Und die Börsen brechen ein, während der Yen einen Höhenflug erlebt. Und? Die Schuldenquote Japans ist noch viel höher als die der USA. Was sagen da die großen Rating-Leute? Rating kommt von Raten.
Michael K-punkt schrieb: > Und? Die Schuldenquote Japans ist noch viel höher als die der USA. > Rating kommt von Raten Der Unterschied: Japan ist nicht vom Ausland abhängig, es ist bei sich selbst verschuldet. http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/:trotz-horrender-schulden-japan-ist-weit-von-der-pleite-entfernt/60027332.html Raten ist beteiligt, aber ein bisschen komplexer als nur Prozente der Wirtschaftsleistung zu vergleichen ist das schon. Sonst gäbe es diese Agenturen nicht. S&P erwähnt explizit die festgefahrene politische Situation der USA, die nach wie vor einer Lösung der Schuldenfrage im Weg steht.
A. K. schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: > >> auch gezeigt wer dieses Schriftstück initiiert hat (es gibt da einen >> sehr bekannten, einflussreichen Mann in USA der hinter dieser Aktion >> steckt, leider habe ich mir nicht jede Einzelheit merken können, so >> hoffe ich, dass der Beitrag demnächst nochmal wiederholt wird), > > Das war der oben schon erwähnte Grover Norquist. > Wdh: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,777111,00.html Ja, danke für deinen Beitrag. Den SPON-Artikel hab ich irgendwie nicht mitbekommen. Du hattest weiter oben diesen Namen schon mal erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich den Kerl noch gar nicht. Dann kam ein Bericht auf Phoenix (oder es war im ZDF) wo dessen Einfluss auf die Republikaner ins Visier genommen wurde. Das hält man echt nicht für möglich, dass sich der ganze konservative Klüngel in USA derart erpressen lässt und solche Schriftstücke unterzeichnet. Das hat nichts mehr mit Demokratie gemein. Hier legt ein einziger, mächtiger Lobbyist buchstäblich das ganze Parlament lahm - die Republikaner als Marionetten dieses Strippenziehers. Zitat "Damit gehört er zu den entscheidenden Strippenziehern im US-Haushaltsstreit. Aufgrund der Blockade der Republikaner im Kongress steuert Amerika derzeit auf ein Finanzdesaster zu." Und im Grunde hat dieser Erzlobbyist seinem Land einen Bärendienst erwiesen, denn das Finanzdesaster wird dank seiner Initiative noch schlimmer für die USA. Dazu ein Zitat des Mannes von Standard & Poor’s (S&P), der die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA vornahm bzw. die Verantwortung dafür trägt: Zitat "14:24 Der Chef-Analyst von S&P, David Beers, macht Hoffnung, dass die Ratingagentur ihren Ausblick für die Vereinigten Staaten wieder auf "stabil" setzen könnte. Das aber nur, wenn die am 2. August beschlossenen Sparplan umgesetzt werde und Präsident Barack Obama die unter George W. Bush beschlossenen Steuersenkungen zurücknähme, sagte Beers." Quelle: http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/:maerkteticker-saemtliche-s-p-500-werte-schliessen-im-minus/60088608.html Eine Klatsche für Grover Norquist und die Tea-Party Schergen.
Michael K-punkt schrieb: > Dass die Staaten zu hohe Schulden haben weiß man schon seit Jahren bzw. > Jahrzehnten. > > Jetzt kommt so eine dahergelaufene Rating-Agentur daher und kommt vom > AAA aufs AA+. Die Chinesen manteln sich auf, weil sie (dummerweise) den > Amis Geld geliehen haben bzw. die Papiere gekauft haben. Und die Börsen > brechen ein, während der Yen einen Höhenflug erlebt. > > Und? Die Schuldenquote Japans ist noch viel höher als die der USA. Was > sagen da die großen Rating-Leute? > > > Rating kommt von Raten. Da wird dir dieser Artikel hier gefallen "Ein paar Idioten in einer korrupten Organisation" http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ein-paar-idioten-in-einer-korrupten-organisation/4473970.html ;-)
Die Rueckstufung von AAA auf AA+ ist meines Erachtens sehr konservativ. Ich haette die auf B gestuft. Auch wenn der Greenspan, ex Notenbankchef, meint, die USA wuerden ganz sicher zurueckzahlen, ist das leider dummes Geplapper, denn er redet von US dollars zurueckzahlen. Ich rede von Wert zurueckzahlen. Leider wenn der Kurs auf die Haelfte eingebrochen ist, ist die Rueckzahleung noch die Haelfte, das bedeutet, sie haben die andere Haelfte nicht zurueckbezahlt. Bedeutet einen Kreditausfall von 50%. Desgleichen der Euro. Der Euro ist ein einem halben Jahr um 30% eingebrochen, dh ich hab auf einem Euroguthaben 30% verloren. Wuerd ich auch auf B setzen. Sorry.
Oktav Oschi schrieb: > Die Rueckstufung von AAA auf AA+ ist meines Erachtens sehr konservativ. > Ich haette die auf B gestuft. Klingt noch ganz vernünftig. > Auch wenn der Greenspan, ex Notenbankchef, > meint, die USA wuerden ganz sicher zurueckzahlen, ist das leider dummes > Geplapper, denn er redet von US dollars zurueckzahlen. Ich rede von Wert > zurueckzahlen. Leider wenn der Kurs auf die Haelfte eingebrochen ist, > ist die Rueckzahleung noch die Haelfte, das bedeutet, sie haben die > andere Haelfte nicht zurueckbezahlt. Bedeutet einen Kreditausfall von > 50%. Der Kurs von was im Vergleich zu was? Wenn du als Schweizer in Dollar investierst und der Dollar sinkt dann hast du eben zum Bonitätsrisiko auch noch ein Fremdwährungsrisiko. Tipp: Durch entsprechende Puts und Calls absichern! Das Währungsrisiko kann man aber nicht dem Emittenten anlasten. Wenn die Schweiz in den Strudel käme und du einen Fremdwährungsgewinn machtest würdest du auch nicht in die Hände klatschen und die Amis heilig sprechen. > Desgleichen der Euro. Der Euro ist ein einem halben Jahr um 30% > eingebrochen, dh ich hab auf einem Euroguthaben 30% verloren. Wuerd ich > auch auf B setzen. Sorry. Sorry. Auch hier fehlt jeder Vergleich.
Oktav Oschi schrieb: > Desgleichen der Euro. Der Euro ist ein einem halben Jahr um 30% > eingebrochen, dh ich hab auf einem Euroguthaben 30% verloren. Wuerd ich > auch auf B setzen. Sorry. Du hast Franken gehabt und in Euro investiert? Selbst schuld. Ganz ehrlich: wen interessiert schon der Wechselkus CHF/EUR? Zum Dollar hält sich der Euro sehr gut und nur das zählt. Das Pfund hechelt dem Euro hinterher, der Yen ist für Europa auch nicht wirklich bedeutend. Und am Beipiel CHF sieht man jetzt sehr schön, was mit kleinen Währungen passieren kann: die werden zu Spielbällen. Und die Schweizer sind nicht in der Lage, sich zu wehren - ihre Produkte verteuern sich extremst. Erst letzte Woche kam hier ein Brief eines Schweizer Lieferanten an, dass man sich gezwungen sähe, die Preise uswusf. Konsequenz für uns: wir kaufen jetzt bei den Dänen - die waren vorher 20% zu teuer. Die Schweizer Unternehmen sind alles andere als glücklich darüber (jetzt mal die paar bei Aldi ausgenommen). Hätten wir jetzt die DM, stünde uns dasselbe bevor: mal eben in sechs Monaten 30-40% teurere Produkte ... Lustig ist anders - auch im Alpenstaat. Der Euro hat nicht versagt - nur die Politik des Nichtsaktionierens und Wegschauens. Das sollte man sauber trennen. Chris D.
Der Euro (und USD) und die Politik gehoeren zusammen. Die Aussage ist : jeder Teilnehmer darf prassen - der Rest bezahlt. Italien steht vor der Tuer, Frankreich hat auch Probleme. Da ist eine Abwertung auf 30% vorprogrammiert. Natuerlich kann man das Waehrungsrisiko dem Emitenten anlasten wenn die Abwertung vorprogrammiert ist. Es ist wie ein Pendel eine Differentialgleichung, die sich abspult. Man muss daher die vorprogrammierte Abwertung in die Betrachtung einbeziehen. Wenn man nun im Waehrungsraum steht, dh ohne Wechselkurse operieren kann, und eine 50% Teuerung ist vor der Tuer, dann hat man eben auch verloren.
Chris D. schrieb: > Ganz ehrlich: wen interessiert schon der Wechselkus CHF/EUR? Mich, denn ich wohne grenznah und lebe und arbeite hie wie da ;-) Das eröffnet auch dem Kleinen einiges an Fehlerpotenzial aber auch an Mitnahmen. hier in der Gegend schaut man sehr genau auf den Tageskurs http://boerse.raiffeisen.ch/raiffeisen2/currencies/exchangeRate.jsp Hier bahnt sich gerade ein Kurswechsel an nach dem gestrigen Allzeithoch des CHF. Namaste
Die Absurdität beim Gold geht weiter: Der Preis je Feinunze liegt jetzt schon über dem Preis für Platin o_O Wenns noch extremer wird, dann gibts in den "normalen" Läden keinen Gold und Silberschmuck mehr sondern nur noch Platin und Silberschmuck? ;-) Wenn man sich die Verschuldung und die Schuldengrenze Amerikas ansieht (siehe Anhang) dann ist es doch fraglich warum es überhaupt so eine Grenze gibt wenn sie nach Belieben angepasst wird. Außerdem scheint der Verlauf exponentiell zu sein....
>Außerdem scheint der Verlauf exponentiell zu sein....
Der Verlauf IST exponentiell.
Markus Müller schrieb: >>Außerdem scheint der Verlauf exponentiell zu sein.... > > Der Verlauf IST exponentiell. Ist ja auch ein Wachstumsprozess, und solche weisen gemeinhin e-Funktionen auf. `Das darf man in seine ganz privaten Kalkulationen als Ing. oder Techniker schon auch mal einfließen lassen und nicht wie jeder Ottonormalo nur linear denken. ;-) Namaste
Er muss exponentiell sein, Zinseszins ohne zwischenzeitliche Tilgung ... Die darf dann irgendwann der Steuerzahler als "Umschuldung" übernehmen ... + Neuverschuldung dazu ... Ist dort wie hier das Gleiche. Es wird kommen, weil es kommen muss wegen des genannten Effektes, die Frage ist nur, verschiebt man den Event / Interrupt an unsere Nachkommen oder übernehmen wir das (Rettungsschirm, Bad-Bank). Ich für meinen Teil halte die Verschiebung an die Folgegeneration für unverantwortlich.
Selsamerweise ist der Goldpreis in CHF stabil... um die 41 kFr/kg
>Ich für meinen Teil halte die Verschiebung an die Folgegeneration für
unverantwortlich.
Wie in Afrika. Da muessen die Eltern den Kindern sagen : Kinderchen, wir
sind ueber Generationen hinaus verschuldet, daher duerfen die Fremden
alles abtransportieren. Wandert doch bitte in ein besseres Land aus.
>Selsamerweise ist der Goldpreis in CHF stabil... um die 41 kFr/kg
Ist doch Logisch: der CHF verliert nicht an Kaufkraft.
Hingegen der EUR/$ schon.
Dann kann man aber auch nicht von einer exponentiellen Goldpreisentwicklung reden...
Oktav Oschi schrieb: > Dann kann man aber auch nicht von einer exponentiellen > Goldpreisentwicklung reden... Wieso nicht? Relativ zum Dollar und zum Euro - der sich ja letztlich auch nur über den Dollar definiert - sieht es ziemlich exponentiell aus. Das ist eben immer eine Frage des Blickwinkels...
Uhu Uhuhu schrieb: > Das ist eben immer eine Frage des Blickwinkels... ..., eher der Basis(des Standpuntes), der Blickwinkel ergibt sich von daher. Namaste
..Verdammt noch mal,wo haben die Staaten Schulden,wenn jeder Staat verschuldet ist Gibt es dann eine große Versteigerung,oder kauft das Volk alles auf, und es wird wieder Volkseigentum. Leute steht auf,denn ihr sollt rasiert werden!
Gast
#2298908
Oktav Oschi schrieb: > Dann kann man aber auch nicht von einer exponentiellen > Goldpreisentwicklung reden... Dann steigt das eben nicht, sondern fällt exponentiell... Der Ing nennt das Abklingvorgang ;-)
Juppi, Du bist ja nen Blitzmerker. ;-) Das Messer sitzt schon am Hals Deiner Ururenkel, aber das nur nebenbei. Namaste
Gast
#2299402
Juppi J. schrieb: > Verdammt noch mal,wo haben die Staaten Schulden,wenn jeder Staat > verschuldet ist Der "Staat" ist nur ein Teil einer Gesellschaft, in Deutschland wird das oft verwechselt ;-). Wenn du zum Beispiel eine Lebensversicherung hast legt die Versicherung das Geld ja irgendwo an. Einen Teil in festverzinsliche die nicht zu Unrecht Rentenpapiere genannt werden. > Leute steht auf,denn ihr sollt rasiert werden! Ja, aber vom Staat. Schau dir mal an was in dessen Strukturen so abgeht und was das alles kostet. Winfried J. schrieb: > Das Messer sitzt schon am Hals Deiner Ururenkel, aber das nur nebenbei. Sie werden dieses "Erbe" dankend ausschlagen. > Dann kann man aber auch nicht von einer exponentiellen > Goldpreisentwicklung reden... Der Goldpreis hat sich in den letzten 3 Jahren verdoppelt mehr nicht. Kann auch wieder sinken. Es ist ein Metall das aus der Erde gekratzt wird und hauptsächlich Schmuckzwecken dient. Es gibt vermutlich Millionen Tonnen von Gold in der Erdkugel und wenn sich der Abbau lohnt kommt neues auf den Markt. Das Metall rottet auch nicht, so gerät immer mehr davon in die Hände der Menschheit und bleibt da auch. Man muss es lagern, Echtheit ist schwer prüfbar, es gibt keine Zinsen und im Krisenfall werden alle gleichzeitig verkaufen müssen. Das goldene Kalb ist eine (S)Chimäre, schon in der Bibel beschrieben.
Jens Martin schrieb: > Juppi J. schrieb: >> Leute steht auf,denn ihr sollt rasiert werden! > Ja, aber vom Staat. Schau dir mal an was in dessen Strukturen so abgeht > und was das alles kostet. Jo klaro, was da "so abgeht" beim pösen Staat. Mach die Augen auf und schau nach England. Da hast du den zurückgedrängten Staat. Da kannst du besser sehen "was da so abgeht" wo kein Staat mehr ist. Winner-Looser Kultur. Ergebnis: Strassengangs, Plünderungen, brennende Stadtviertel, sich formierende Bürgerwehren, Angst der Normalbürger vor dem Mob, überforderte Polizisten, Zerstörung von Eigentum. Was DAS alles kostet!
Da hast du Recht. Leider wird die Soziale Sicherheit vom Steuerzahler bezahlt,und dadurch werden wesentlich mehr Gewinne gemacht,welche aber nicht an die Arbeitnehmer weitergegeben werde. ..gutes Beispiel Fußball,das aber nur neben bei. Ich sehe die Situation so, dass das Schlimmste Verbreitet wird,damit der dumme Michel mit weniger Schlechten sehr zufrieden ist. Mahlzeit
Gast
#2300194
Platinenschwenker .. schrieb: > Jo klaro, was da "so abgeht" beim pösen Staat. Mach die Augen auf und > schau nach England. Da hast du den zurückgedrängten Staat. Das bei Pauschalisierern dieses vielschichtige Thema schon bei einer einzigen These (die nun mal per se einseitig ist) zu pawlowschen Reflexen führt ist mir klar. Mir ist aber a.) kein Massenaufstand in England bekannt. Das was da zur Zeit passiert sehe ich hier 1 x im Jahr am 1. Mai, > Da kannst du > besser sehen "was da so abgeht" wo kein Staat mehr ist. Winner-Looser > Kultur. Ergebnis: Strassengangs, Plünderungen, brennende Stadtviertel, > sich formierende Bürgerwehren, Angst der Normalbürger vor dem Mob, > überforderte Polizisten, Zerstörung von Eigentum. und b.) ist die Staatsquote dort in etwa genau so hoch wie hier. Das dies mit "Rückzug des Staates" wenig, Schmarotzerei, Fehlsteuerung und unsozialer Gesetzgebung sehr viel zu tun hat kann man dem von der Tagespresse verblödeten Wahlvolk schwerlich nahe bringen. Übrigens: Obwohl ich der Meinung bin das man diese Gewalt bekämpfen muss kann ich die Plünderer auch verstehen. Für Sie! gibt es schließlich keinen Staat und wenn jeder seines Glückes Schmied ist warum dann im Gesetzesrahmen der ausschließlich andere begünstigt?
Jens Martin schrieb: > Platinenschwenker .. schrieb: >> Jo klaro, was da "so abgeht" beim pösen Staat. Mach die Augen auf und >> schau nach England. Da hast du den zurückgedrängten Staat. > > Das bei Pauschalisierern dieses vielschichtige Thema schon bei einer > einzigen These (die nun mal per se Einseitig ist) zu pawlowschen > Reflexen führt ist mir klar. Ja nun, erst mal war das DEIN Reflex, nicht wahr?! > Mir ist aber a.) kein Massenaufstand in England bekannt. Was einer Verharmlosung von extremer Gewalt gleich kommt. > Das was da zur > Zeit passiert sehe ich hier 1 x im Jahr am 1. Mai, Ich weiß nicht wo du jedes Jahr ganze brennende Stadtviertel siehst, hier in Deutschland kommt das was dort zu sehen war in dieser Dimension jedenfalls nicht jährlich vor. >> Da kannst du >> besser sehen "was da so abgeht" wo kein Staat mehr ist. Winner-Looser >> Kultur. Ergebnis: Strassengangs, Plünderungen, brennende Stadtviertel, >> sich formierende Bürgerwehren, Angst der Normalbürger vor dem Mob, >> überforderte Polizisten, Zerstörung von Eigentum. > > und b.) ist die Staatsquote dort in etwa genau so hoch wie hier. Was ja noch gar nichts darüber aussagt, für was der Staat in England Geld ausgibt. > Das dies mit "Rückzug des Staates" wenig, Der Rückzug des Staates gerade bei den wenig Privilegierten in England ist doch ganz offenlichtlich. Sagen doch die Leute selber. > Schmarotzerei, Fehlsteuerung > und unsozialer Gesetzgebung sehr viel zu tun hat kann man dem > von der > Tagespresse verblödeten Wahlvolk Jaja. Und wo war "deine Blödheit" in Bezug auf diesen Herrn hier http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,777111,00.html Da hast du mir doch weiter glatt unterstellt das all das von mir erwähnte über die Republikaner kaum der Wahrheit entsprechen könnte. Dabei warst du selber mal NULL informiert. > Übrigens: Obwohl ich der Meinung bin das man diese Gewalt bekämpfen muss > kann ich die Plünderer auch verstehen. Für Sie! gibt es schließlich > keinen Staat und wenn jeder seines Glückes Schmied ist warum dann im > Gesetzesrahmen der ausschließlich andere begünstigt? Nur leider ist kaum die richtige Antwort auf deren Probleme noch weniger Staat. Davon haben die Underdogs mal rein gar nichts. Diesen Zustand haben sie außerdem augenblicklich.
