Hallo an alle,
ich hatte letztens schon über PMR im Gebrige diskutiert. Aber bei der
ganzen Such treffe ich oft auf CB Funksystem. Damals war das ja alles
noch sehr verbreitet, vorallem bei Brummifahrer. Wird CB Funk heute
eigendlich noch genutzt?
Eine PMR Handfunke hat ja bei geringerer Leistung ähnlich hohe
Reichweiten wie eine CB-Handfunke. Außer das man vlt. ein "Nachbrenner"
anhängen kann. Nur das darf man glaube ich nicht.
Stirbt CB somit langsam aus?
Grüße
Bastian schrieb:> Wird CB Funk heute> eigendlich noch genutzt?
Meines Wissens bei den LKW-Fernfahrern schon. Sonst vermutlich nicht
mehr viel.
> Eine PMR Handfunke hat ja bei geringerer Leistung ähnlich hohe> Reichweiten wie eine CB-Handfunke.
Nö. PMR ist UHF und damit quasi-optisch. Hinter dem nächsten Hügel
ist Pumpe. Selbst die Bodenwelle auf 27 MHz ist da nicht so
empfindsam, und die Raumwelle hüpft fröhlich x-tausend Kilometer
durch die Gegend, so die Ionosphäre das zulässt. Dem Vernehmen nach
gehen wir ja nun endlich wieder auf ein Sonnenfleckenmaximum zu,
da wird es im Sommer wieder häufig Es-Ausbreitungen (Reflektionen an
der sporadischen E-Schicht) in die Mittelmeerländer auf 27 MHz geben.
Nein, nix "Nachbrenner" oder dergleichen, auch mit 4 W kommt man bei
"offener" Ionosphäre bequem so weit auf diesen Frequenzen.
Vor kurzem sind übrigens für SSB-Betrieb 12 W Ausgangsleistung
freigegeben worden im CB-Band. Da man damit an einem Feststandort
regelmäßig die 10-W-EIRP-Grenze für eine Standortbescheinigung
überschreiten dürfte, hat das vermutlich am ehesten für Mobilstationen
hierzulande eine Relevanz.
Oha, ich habe noch eine alte CB Handfunke im Schrank. 5 W glaube ich.
baer so weit kam ich nie mit dem ding. Ich war froh wenn ich 5km kam bei
Netzbetrieb. Im Akku betrieb weitaus weniger.
Alles eine Frage des Standortes und der Antenne. Ich hatte damals hier
im Allgäu schon Engländer drann. Die QSL-Karten sollten noch irgenwo
rumschwirren
Bastian schrieb:> Ich war froh wenn ich 5km kam bei> Netzbetrieb.
Klar, du hast ja auch nur die Bodenwelle benutzt, deren Reichweite
ist gering. Die Bodenwelle hat (verglichen mit den niedrigeren
Kurzwellenbereichen) schon ein wenig "UKW-Feeling", d. h. ihre
Intensität nimmt hinter Hindernissen schnell ab (aber nicht so
extrem wie bei UHF). Auch mit 100 W kommt man kaum mehr als 20
oder 30 km damit (selbst erlebt auf 28 MHz Amateurfunk).
Wenn einem die Ionosphäre aber mal Raumwellen-Ausbreitung gestattet
(was leider am oberen Kurzwellenende schon nicht mehr ganz so häufig
ist; zu Zeiten des Sonnenfleckenminimums praktisch nie), dann
profitiert man davon, dass die athmosphärische Dämpfung dieser
Frequenzen sehr gering ist. Dadurch kommt man eben auch mit 5 W
problemlos in den Mittelmeerraum (die sogenannten Es-Wolken, lokal
begrenzte reflektierende Regionen der sporadischen E-Schicht, bilden
sich vorrangig in den Bereichen südlich unserer Breiten aus, dadurch
gehen die Reflektionen dann vorrangig in den Mittelmeerbereich). Die
CB-Funker hört man dann schimpfen, dass da wieder "nur Spanier und
Italiener da sind, die ja sowieso alle mit einem Nachbrenner arbeiten".
Das Phänomen ist halt, dass man eine große tote Zone hat: die paar
Kilometer, die durch die Bodenwelle abgedeckt werden, sind nicht
viel, danach passiert eine ganze Weile nichts. Die Ionosphären-
Reflektionen sind dagegen in Höhenschichten, dass die reflektierte
Welle das erste Mal in vielleicht 800 km Entfernung von uns wieder
auf die Erde trifft.
Also Strahlt auch die kleine handfunke eine Vernüftige Raumwelle ab? Die
kann ich jedoch nicht empfangen, weil ich bzw. mein gegenüber a im Toten
Beriech ist, oder b die Heaviside-Schicht das nicht soweit trägt?
Ich wpohne in Lübeck, und ich habe noch keinen gehröt in den 5 Jahren in
den ich jetzt hier Wohne. Eigendlich müsste man doch die Bodenwelle
mitbekommen, oder wird die so stark von den gebäuden gedämpft?
Bastian schrieb:> Also Strahlt auch die kleine handfunke eine Vernüftige Raumwelle ab?
Hängt von der Antenne ab, die da dran ist. Marke "Gummiwurscht"
taugt bei diesen Frequenzen eher nicht mehr. Die 27-MHz-Babyphone,
die ich erlebt habe, konnte man allesamt weiter werfen, als man sie
empfangen konnte (auch mit einem besseren Empfänger).
> Ich wpohne in Lübeck, und ich habe noch keinen gehröt in den 5 Jahren in> den ich jetzt hier Wohne.
In den letzten 5 Jahren war es mit der Sonnenaktivität auch komplett
tote Hose.
Lübeck dürfte auch Es-mäßig im Sommer nicht mehr ganz so häufig
bedient werden. Das geht naturgemäß in den mittleren und südlichen
Breiten der Republik besser.
Aktuell sollte doch gerade ein Sonnensturm angefolgen kommen. Wäre
zumindest potenziell eine Chance auf Raumwellenausbreitung.
> Eigendlich müsste man doch die Bodenwelle> mitbekommen, oder wird die so stark von den gebäuden gedämpft?
Ja, vom Gebäude wird die auch gedämpft, du wirst also maixmal deine
3 (oder so) CB-Nachbarn hören. Oder eben, wenn die ihre Funke auch
alle nur in der Schublade liegen lassen, dann nicht einmal diese. ;-)
Schade eigendlich, Händy ist halt etwas bequemer denke ich. Aber CB
macht halt spaß, wenn man nicht gleich eine Funklizens haben mag. Bis
Kanal 40 ist es glaube ich auch ohne Lizens nutzbar.
Aber wenn ich die Antenne anpassen würde, könnte ich auch weiter Senden
als ich das ding werfen kann oder?
Bastian schrieb:> Eine PMR Handfunke hat ja bei geringerer Leistung ähnlich hohe> Reichweiten wie eine CB-Handfunke.Bastian schrieb:> Oha, ich habe noch eine alte CB Handfunke im Schrank. 5 W glaube ich.> baer so weit kam ich nie mit dem ding. Ich war froh wenn ich 5km kam bei> Netzbetrieb. Im Akku betrieb weitaus weniger.
Ich habe mit CB bessere erfahrungen in sachen Reichweite.
auf der Packung der PMR-dinger stand zwar 5000m reichweite ab mann hätte
eine Null duchaus weglassen können.
Bastian schrieb:> Bis> Kanal 40 ist es glaube ich auch ohne Lizens nutzbar.
Lizenzen gibt's nur im Patentwesen ...
CB ist in der BRD auch jenseits von Kanal 40 unter Einhaltung der
in der Allgemeinzuteilung genannten Bedingungen für jedermann
zulässig. (Allerdings sind diese Kanäle ein nationaler Alleingang
der BRD, also nicht in anderen EU-Ländern nutzbar.)
> Aber wenn ich die Antenne anpassen würde, könnte ich auch weiter Senden> als ich das ding werfen kann oder?
Antennen für 11 m Wellenlänge sind halt groß. Wenn du eine ordentlich
große Antenne da dran bekommst, hilft das sicher ein Stückchen, ja.
Basti schrieb:> Wie ist das eigendlich wenn man für CB die Antenne selber bauen will?> Man muss doch den Widerstand an die EMpfangs- bzw. Sendestufe> anpassen...
Ja, eine minimale Idee über HF-Technik sollte man dann schon haben. ;-)
Dafür gibt's Bücher, gedruckt auf Papier. Der "Rothammel" ist nach
wie vor der Klassiker, eine praktikable Mischung aus der Theorie und
praktischen Tipps.
Die Anpassungsprobleme werden aber oft auch überbewertet. Ein 50-Ω-
Ausgang bei dieser Leistung verkraftet in aller Regel Lastimpedanzen
zwischen 35 und 75 Ω problemlos.
Wie ist das eigenlich beim Handy? Handy sendet doch auch, je nach Band,
von 900MHz bis 1000MHz bis 1800MHz-1900MHz, also auch UHF bzw VHF. Das
wäre auch quasi optische Ferbindung, und trotzdem hält man über viele km
die Verbindung zum Funkmast der jeweiligen Zelle. Oder gibt es mehr
Funkmasten als ich jetzt denke?
Ja, es gibt viel mehr Funkmasten (sind wie Repeater beim Afu) als man
denkt.
Einfach ausgedrückt wird je nach Standort des Handys der Funkmast
gewechselt.
Basti schrieb:> Das> wäre auch quasi optische Ferbindung, und trotzdem hält man über viele km> die Verbindung zum Funkmast der jeweiligen Zelle.
Über "viele km" nur, wenn du in dünn besiedelten Gebieten bist.
Da du die Masten sehen kannst, ist auch klar, dass die Funkwellen
sich bei quasioptischer Sicht bis dahin ausbreiten können. ;-)
Anders gesagt: je größer das durch eine Basisstation abzudeckende
Gebiet, um so höher muss man die Antennen montieren.
Basti schrieb:> Wie ist das eigenlich beim Handy? Handy sendet doch auch, je nach Band,> von 900MHz bis 1000MHz bis 1800MHz-1900MHz, also auch UHF bzw VHF. Das> wäre auch quasi optische Ferbindung, und trotzdem hält man über viele km> die Verbindung zum Funkmast der jeweiligen Zelle. Oder gibt es mehr> Funkmasten als ich jetzt denke?
Da giebt es aber auch noc ander unterschiede.
Händys Senden mit bis zu 2Watt und PMR mit bis zu 500mW und die
Handymasten haben auch einfach bessere Antennen und Empfänger.
Und bei "zu vielen km" hat man beim handy ein anderes problem. Da trifft
das handy dann den zeitschlitz der codierung nicht mehr obwohl die
empfangs-/sendeleistung ausreichen würde...
Jörg Wunsch schrieb:> CB ist in der BRD auch jenseits von Kanal 40 unter Einhaltung der> in der Allgemeinzuteilung genannten Bedingungen für jedermann> zulässig. (Allerdings sind diese Kanäle ein nationaler Alleingang> der BRD, also nicht in anderen EU-Ländern nutzbar.)
Ist das mitlerweilen so? Ich musste mein CB Gerät damals (80er) bei
Postens mit Rufnamen anmelden und durfte auch noch zahlen.
Das galt aber da nur für den FM Teil mit 4W. Ein reines AM Gerät war
anmeldefrei.
Also CB-Funk ist praktisch tot, ausser den Sontagsrunden von
irgendwelchen sozialen Randgruppen passiert da garnix mehr.
Für die Handfunke war CB wegen der falschen Antennengröße eh immer
grottig und durchaus mit heutigen PMR zu vergleichen, wobei die mit
ihrer integralen Antenne und der Leistungsbegrenzung künstlich
runtergedrückt werden, was man aber wiederum leicht selber ändern
kann...
PMR446 hat nicht mehr zwingend eine integrierte Antenne. Die
entsprechende Vfg. enthält diesen Passus schon lange nicht mehr
(auch die für 149 MHz "Freenet" nicht), und irgendwo hatte ich schon
mal was von einer Funke mit abgesetzter Autodachantenne gelesen.
Tim T. schrieb:> Also CB-Funk ist praktisch tot, ausser den Sontagsrunden von> irgendwelchen sozialen Randgruppen passiert da garnix mehr.
ja ja nur weil man das anders als die übrige geleitete herde macht ist
man ne soziale randgruppe .
wo er die erkenntniss wohl her hat?
das mit der totenstille aufm band stimmt fast aber ich halte meine teure
anlage (mit nachbrenner)immer noch in ordnung .
die super12 liegt gut verpackt aufm dachboden ...
wenn die welt unter geht kann das eventuell noch was nützrn ...
was passiert wenn das handy plötzlich nicht mehr geht oder das inet
ausfällt ?
mal schaun wenn´s soweit ist ....
mfg
dolf schrieb:> das mit der totenstille aufm band stimmt fast aber ich halte meine teure>> anlage (mit nachbrenner)immer noch in ordnung .>> die super12 liegt gut verpackt aufm dachboden ...>> wenn die welt unter geht kann das eventuell noch was nützrn ...>> was passiert wenn das handy plötzlich nicht mehr geht oder das inet>> ausfällt ?>> mal schaun wenn´s soweit ist ....
...und den Strom im Eimerchen?
mit wem magst denn reden wenns soweit ist?
Tim T. schrieb:> In beiden ist die Rede von Handsprechfunkgeräten.
Das ist richtig, wobei das nichts über die benutzte Antenne aussagt.
Meine Afu-Handfunke ist auch eindeutig ein Handsprechfunkgerät,
trotzdem ist die Antenne dort aufgeschraubt und ich kann sie beliebig
austauschen.
In die EN 300 296 hatte ich wirklich noch nicht geschaut, die ist
in dieser Hinsicht eindeutig. (Ich glaube mich zu erinnern, dass
eine frühere Vfg. für 149 MHz auch den Passus der integrierten
Antenne noch drin stehen hatte, während die aktuelle es nicht hat.)
Nichtsdestotrotz habe ich vor einiger Zeit irgendwo eine Referenz
auf ein PMR-Gerät gesehen, das eine abgesetzte Antenne fürs
Kfz-Dach hatte. Ich kann mich aber nicht mehr dran erinnern, wo
es genau war, und es kann natürlich in der Tat gut sein, dass es
ein DMR446-Gerät war (bei dem die ETSI EN ja offenbar nicht so
explizit ist).
Ja, das könnte es sein. Den Hinweis der untrennbaren Verbindung hatte
ich damals zumindest nicht gesehen. Naja, bisschen bescheuert ist es
natürlich … was soll's. Wer mehr will, sollte halt eine Klasse-E-
Afu-Genehmigung machen, dann darf man die Antenne auch abschrauben. ;-)
Im Übrigens ist die ganze Regelungswut dafür ziemlicher Gummi:
"Beim Auftreten von Störungen werden für Funkanwendungen für
Sprachkommunikation über kurze Entfernungen mit Handsprechfunkgeräten
die Parameter der europäisch harmonisierten Norm EN 300 296-2 zu
Grunde gelegt."
Mit anderen Worten: solange keine Störungen auftreten, interessiert
es kein Schwein, wie du zum störungsfreien Betriebszustand gekommen
bist.
Oder noch weiter vereinfacht: Wo kein Kläger da kein Richter.
Solange keiner mitbekommt, das ich eine BNC-Buchse an mein PMR gebastelt
habe um falsch abgestimmte Stummelantennen zu benutzen interessiert das
ebensowenig wie das ich eine 2,5m Yagi an meinem Wlan habe...
BNC ist aber nicht mehr unbedingt das Mittel der Wahl für 400 MHz,
zumindest nicht die üblichen Billigteile. Es gibt auch BNC, die
bis 2 GHz geeignet sind, aber die sind recht teuer. Mit einer
billigen BNC-Buchse vermasselst du das bisschen Gewinn einer
besseren Antenne ganz schnell.
Falsch abgestimmte Stummelantennen werden ohnehin keinen
interessieren. ;-) Was man (verständlicherweise) wohl vermeiden
will ist, dass du dir da 'ne 12-Ele-Yagi dranhängst.
Jetzt frage ich mich, warum man beim PMR nicht die Antenne wechseln
darf, bei CB jedoch darf man das? Also die Bergündung ist doch
interessant. Wenn die geräte Sauber aufgebaut sind, dann ist eine
bessere Antenne doch nur für eine bessere Anpassung da. Bei CB kann man
das ohne weiteres machen, aber warum bei PMR nicht, was ist daran so
"gefährlich"
Basti schrieb:> Jetzt frage ich mich, warum man beim PMR nicht die Antenne wechseln> darf, bei CB jedoch darf man das?
Bei PMR ist nicht die Senderausgangsleistung limitiert, sondern die
ERP (abgestrahlte effektive Leistung am Dipol). Theoretisch könnte
also ein Funkgerätehersteller im Wissen um seine miese Antenne eine
Endstufe von mehr als 500 mW benutzen. Wenn du nun extern eine
bessere Antenne anbaust, bist du über dem Limit.
Im CB-Funk durfte man früher auch nur rundstrahlende Antennen
benutzen. Die Genehmigung zu besseren Antennen gibt's praktisch
erst, seit der CB-Funk ohnehin schon massiv an Popularität eingebüßt
hatte.
Klar, man hätte auch eine Leistungsangabe im Datenblatt des Funkgeräts
für verbindlich erklären können und dann den Nutzer verpflichten, dass
er mitsamt Antennengewinn abzüglich Kabelverluste nicht über die 500
mW ERP kommt ... da kommt dann aber noch dazu, dass bestimmte Antennen
u. U. die Oberwellen stärker abstrahlen, als man erwarten würde (und
oft nicht in die Hauptstrahlrichtung, sondern ganz woandershin).
Außerdem ist mit dem Begriff des "Handfunkgeräts" ganz offensichtlich
nicht gewollt, dass du dir auch eine Antenne aufs Dach baust (mit der
du dann, je nach Standort, bei dieser Leistung 100 km und mehr
überbrücken kannst).
Man kommt vom Hundertsten ins Tausendste damit. Ganz ehrlich: wer in
der Lage ist, all diese technischen Details zu überblicken, der kann
auch gleich die Afu-Klasse-E-Prüfung ablegen. So viel Unterschied ist
da auch nicht mehr.
Hallo,
das liegt daran das nicht einfach die Ausgangsleistung begrenzt ist,
sondern die abgetrahlte Leistung (ERP oder EIRP je nach Bezugsantenne).
Im klassischen CB Bereich (27 MHz) sind Antennen welche Gewinn gegenüber
einen Dipol (meist die Bezugantenne in den Vorschriften) schon recht
groß und können nur stationär aufgebaut werden, und wer brauchbare
Antennen im diesen Bereich aufbaut hat normalerweise ein bestimmtes
Mindestwissen also weis in etwa was er macht.
Desweiteren interessieren verstöße der Vorschriften im diesen
Frequenzbereich "keinen" mehr wirklich wenn dort nicht gerade mit 100W
und mehr mit einer schlecht aufgebauten Endstufe und einer
Mehrelementyagiantenne gesendet wird .
Im PMR Bereich sieht es schon anders aus:
Antennen mit Gewinn sind wesentlich kompakter und eigentlich "jede"
Antenne ist besser als die festinstallierte "Gummiwurst".
Wenn ich mich nicht irre ist das System für eine Reichweite für 6 km
ausgelegt (wobei die Auslegung der Reichweite sowieso in der Praxis
Unsinn ist).
Desweitern ist der PMR Bereich in vielen anderen Staaten an andere
Funkdienste vergeben, was in Grenznahen Bereichen zu komplikationen
führen kann.
Der Hauptpunkt wird aber (inoffiziell) der sein : der Frequenzbereich
70cm ist auch komerzielle beliebt, wenn ich nun 0,5W Ausgangsleistung
an eine relativ kleine Antenne mit größeren Gewinn gebe kommt man
schnell im Bereiche mit mehreren Watt abgestrahlter Leistung
(Antennengewinne von 3dB und mehr sind auf 70cm sehr einfach machbar,
selbst 10dB und mehr ist -stationär- kein goßes Problem ) und mit dieser
abgestrahlten Leistung sind auch bei einen mittelmäßigen Standort recht
beträchtliche Reichweiten machbar.
Der Bereich wäre also schnell von einigen wenigen "Bigguns" belegt und
für den eigentlichen Zweck zumindest Ballungsregionen nicht mehr
nutzbar.
mfg
"Ham"
Ham schrieb:> Desweitern ist der PMR Bereich in vielen anderen Staaten an andere> Funkdienste vergeben, was in Grenznahen Bereichen zu komplikationen> führen kann.
Bist du dir da sicher? Mir ist so, als wäre PMR446 europaweit
genormt (im Gegensatz zu "Freenet" 149 MHz, was ja deshalb auch
Betriebseinschränkungen im süddeutschen Raum hat).
Na klare wäre der es schon net schlecht die Funkprüfung zu machen. Aber
ich muss ganz ehrlich abwägen, wann Nutze ich Funk und in welchem
Umfang. Ich bastel halt gerne. Und da meine Ausbildung zum KEFU
(Kommunikat. Techniker Funktechnik) Ewigkeiten her ist und ich seit
meiner Lehre niewieder darinne gearbeitet habe. Kann man über CB und
PMR, vlt. das verlorene wissen wieder aufarbeiten. Aber wenn man eh
nicht am PMR rumschrauben darf, und CB nicht mehr so Populär ist. Naja
und soviel kenn ich nicht mit den man zusammen Funken könnte, stellt
sich mir einfach die Frage nach dem weiteren Nutzen der Funkprüfung.
Zumal ich es eine frechheit finde das es in der Ausbildung nie dabei
war.
Basti schrieb:> Wie ist das eigenlich beim Handy? Handy sendet doch auch, je nach Band,> von 900MHz bis 1000MHz bis 1800MHz-1900MHz, also auch UHF bzw VHF. Das> wäre auch quasi optische Ferbindung, und trotzdem hält man über viele km> die Verbindung zum Funkmast der jeweiligen Zelle. Oder gibt es mehr> Funkmasten als ich jetzt denke?
Viele km sind in den GSM-Netzen praktisch nicht drin! Ab rund 1 GHz wird
es sehr lichtähnlich. Zwar reflektieren hohe Frequenzen in den
Häuserschluchten der Städte gut, ansonsten ist aber quasi-optische Sicht
nötig. Probier mal GSM im ländlichen Raum mit viel Wald und wenigen
Umsetzern aus. Da kommst Du mit Mühe und Not die 10 km zum Umsetzer! GSM
geht nur wegen der großen Zahl an Umsetzern brauchbar und ist ganz klar
als Kurzstreckenfunk konzipiert.
Noch ausgeprägter ist des beim Satellitenfernsehen: Bei komplett freier
Sicht empfängst Du ein Signal aus 36000km. Aber wenn Nachbars Baum in
der Sichtlinie ist oder nur ein starker Gewitterregen, dann ist schnell
Schluß.
> Aber> ich muss ganz ehrlich abwägen, wann Nutze ich Funk und in welchem> Umfang. Ich bastel halt gerne.
Basteln ist der ursprüngliche Sinn des Amateurfunks. Sich mit anderen
Funkamateuren zu unterhalten diente ursprünglich nur dazu, die eigenen
Geräte sowie die Ausbreitungsbedingungen zu testen. Inzwischen hat sich
das etwas gewandelt, wer will kann aber immer noch basteln. Bei PMR ist
basteln nicht vorgesehen, das ist nur ein Mittel zum Zweck. CB ist
grenzwertig: Früher sehr viel als Mittel zum Zweck (sich unterhalten)
gebraucht, bastelte man, um sich mit mehr Leuten unterhalten zu können.
Servus
Michael
Was mich erhluch gesagt ärgert, aber nunmal so ist, ist die Tatsache,
das alle Handfunkgeräte im ungünstigen fall (CB und PMR), gerdae mal
soweit komme wie ich "Schreien" kann. 100m kann ich auch mit NF 600Hz
überbrücken :-D. Kräftige Organe schaffen das. Für allround funk bleiobt
wohl doch nur eine Funkanlage von MW bis UHF, dann könnte man alles
abdecken. Aber das könnte teuer werden.
Mal ne ganz andere Frage, kann ich ein CB Funkegrät auch an die
Autoradioantenne anhängen oder ist dei Fehlanpassung dann zu stark im
vergleich zum gummistummel?
Etwas verunsichert von dem was hier zum CB-Funk zu lesen ist bin ich nun
schon.Ich hab noch ein Alan 87 Funkgerät mit dem ich vor 20 Jahren am
CB-Funk beteiligt habe.Das das Gerät 271 Kanäle hat und wohl auch mehr
Power als 4 Watt an die Ant. liefen kann ist mir natürlich bekannt.SSB
beherrscht die Kiste sogar auch.Nun überlege ich ob eine
Wiederinbetriebnahme sinnvoll wäre.
Hallo,
erst einmal: ja es kann sein das ich mich geirrt habe und PMR europaweit
zugelassen ist und somit das "Grenzproblem" nicht auftritt, aber
eventuell bestehen verschiedene Auslegungen ? (Leistung und
Betriebsarten ).
Und nein das mit der Autoantenne wird nicht funktionieren da das SWR
total daneben liegt.
Im besseren Fall regelt das Funkgerät die HF Leistung einfach so stark
zurück das der Endstufe nichts passiert, im schlechtern Fall ist keine
Schutzschaltung vorhanden und die zurückreflektierte Leistung zerstört
dir die Enstufe.
Nebenbei: zurückreflektierte HF löst die "lustigsten" Effekte auf, z.B.
kribbelt es auf einmal wenn mann das Funkgerät leicht anlangt, seltsame
Anzeigen im Display leuchten auf, das Funkgerät schaltet sich ab usw.
Passiert gerne bei höheren Leistungen da selbst bei guten SWR von z.B. 1
: 1,2 noch einige Watt zurückkomen bzw. auf der Antennenleitung ihr
unwesen treiben.
mfg
"Ham"
Naja ich überlege auch, ob ich meine alte Hand CB Funke umbastel also
vernüftige Antenne, oder ob ich PMR nutzen soll. Ich wohne halt in
Norddeutshcland. PMR wird sich sicher gut für Skifahren nutzen, aber ob
CB im hohen Norden sin macht ist die nächste frage.
PMR ist so gesehen nicht zu vergleichen mit dem CB Funk.
Sondern es ist eher ein geschlossenes Funksystem mit CTCSS oder DCS
Tonsquelch.
Selbst wenn man am PMR die feste Antenne durch eine Bessere Feste
Antenne austauscht bleibt PMR denn noch langweilig.
Zu einen wird der PMR Bereich oft für Babyfonanwendungen missbraucht.
Zu zweiten tummeln sich dort viele Fahrschulen herum für die Motorrad
Fahrausbildung.
Oft findet man oft dort auch Betriebsfunkersatz von verschiedenen
Baustellen.
(z.b. Kranführungsanweisungen)
Selbst Ordnungshüter (Sicherheitsdienste) auf Privaten Veranstaltungen
nutzen teilweise PMR!
Private Anwendungen in PMR findet man sehr selten durch Spielende
Kinder.
Hier und da gibt es in einigen Gegenden auch einige Funk Gateways ins
Internet oder aber zu einen anderen Jedermannfunkbereich ( CB, LPD und
Freenet).
Richtige Private Gesprächsrunden (QSOs) findet man dort nur sehr selten.
Hat schon mal jemand das PMR Band mit ein Scanner und Dachantenne
abgehört ?
In allem, was du da genannt hast, sehe ich völlig legale und
berechtigte Anwendungen von PMR. Es ist halt eine Funkanwendung,
kein Funkdienst. Ein PMR mit VOX ist allemal jedem 08/15-Babyphone
überlegen, und man kann zusätzlich noch seinem Kind eine Rückmeldung
geben. Haben wir aus ebendiesem Grunde auch benutzt. Für die
kurzen Entfernungen auf 'ner Baustelle ist es doch auch ideal
passend, für eine Motorradfahrschule genauso.
Für eine Gruppe von Kindern auf einer Wanderung haben die PMR-Quaken
uns schon manchen langweiligen Weg erleichtert. ;-) Gut, wirklichen
Funkbetrieb lernt man auf diese Weise nicht, aber wenn ich das will,
dann nutze ich mittlerweile das Ausbildungsrufzeichen mit meinen
Kindern. Dafür ist es ja da.
Was durch PMR praktisch völlig verdrängt worden ist, sind die
seinerzeitigen Versuche, mit nur 10 mW im 434-MHz-ISM-Band
Walkie-Talkies zu etablieren.
Wer richtige QSOs mit x-beliebigen Partnern will, sollte sich einfach
eingestehen, dass Amateurfunk dafür das Mittel der Wahl ist, und den
Weg zur nächsten Prüfung bei der BNetzA nicht scheuen (wie du es ja
auch getan hast ;).
Ich schrieb:> Jörg Wunsch schrieb:>> CB ist in der BRD auch jenseits von Kanal 40 unter Einhaltung der>> in der Allgemeinzuteilung genannten Bedingungen für jedermann>> zulässig. (Allerdings sind diese Kanäle ein nationaler Alleingang>> der BRD, also nicht in anderen EU-Ländern nutzbar.)>> Ist das mitlerweilen so? Ich musste mein CB Gerät damals (80er) bei> Postens mit Rufnamen anmelden und durfte auch noch zahlen.> Das galt aber da nur für den FM Teil mit 4W. Ein reines AM Gerät war> anmeldefrei.
GEnau umgekehrt war es!
Sobald ein GErät AM konnte war es anmelde- und Gebührenpflichtig. Egal
ob nur 12K AM oder Kombigerät 40FM / 12AM. Reine FM Geräte waren zu
meiner CB Zeit (erste hälfte der 90er Jahre) aber schon komplett
befreit.
(Zur Einführung in den 70ern war es ja sogar so das man selbst für CB
einen BEDARF nachweisen musste. Es war tatsächlich soetwas wie
Betriebsfunk Light. Wer einfach nur ein wenig funken wollte hat KEINE
Genehmigung bekommen. Wurde aber recht schnell aufgehoben)
Später wo die 80Kanalgeräte kamen mussten auch reine FM Geräte
angemeldet werden wenn das GErät ORtsfest betrieben und die neuen KAnäle
genutzt werden sollten. Die Gebührenpflicht wurde auch aufgehoben, wobei
ich allerdings nicht mehr weisß ob vor oder nach der 80K Einführung. Die
Anmeldepflicht für bestimmte GEräte wurde aber ein ganzes Stück später
erst komplett aufgehoben.
dolf schrieb:> Tim T. schrieb:>>> Also CB-Funk ist praktisch tot, ausser den Sontagsrunden von>> irgendwelchen sozialen Randgruppen passiert da garnix mehr.>> ja ja nur weil man das anders als die übrige geleitete herde macht ist> man ne soziale randgruppe . wo er die erkenntniss wohl her hat?
Naja, das hat mit Erkenntniss wahrscheinlich nicht viel zu tun, sondern
eher mit Erfahrung...
Woebi ich sicher aber nur von meiner Region sprechen kann. Ich vermute
mal das es bei TIM einfach ähnlich ist/war.
Auf CB war wohl schon immer, zumindest ende der 80, Anfang der 90er der
Anteil an gewissen "Merkwürdigen" Persöhnlichkeiten sehr hoch. Das meint
jetzt "Sonderlinge" wie "angehörige von Randgruppen" gleichermaßen. Auf
30% kommt man sicherlich. Wobei einige davon "On Air" durchaus
interessante/angenehme GEsprächspartner waren, anderen hätte man am
libesten die Antenne vom Dach geholt.
Aber es waren auch viele Jugendliche mit Auto dabei die sich CB Funk
besorgt hatten um dann, wenn die in der Clique mal mit mehreren Autos
unterwegs sind, untereinander Sprechen zu können. Oder schlicht um sich
zu verabreden. Halt all das was man heute mit dem Handy macht. Oder auch
viele die Schlciht das MEdium Funk einfach spannend fanden genauso wie
diejenigen die das Konzept der zwanglosen Gesprächsrunden einfach toll
fanden. Im Prinzip war es ja nichts anderes als ein "VOICE CHAT".
Diejenigen die CB Funk zur Innercliquenkommunikation verwendet haben,
die nutzen heute das Handy und/oder das Internet. Diejenigen die wegen
der Gesprächsrunden da waren nutzen diverse Internetchats
(Schrift/Sprache).
Die das Medium Funk spannend fanden sind entweder noch schneller den
Schritt zum AFU gegangen oder aber haben das Interesse verloren.
NAchwuchs an den Funkinteressierten gab es aber immer weniger da mit dem
Aufkommen des Handys für jedermann die Fszination des Sprechfunks in der
Bevölkerung DEUTLICH zurückgegangen ist. Das hat hier dazu geführt das
der Anteil der "besonderen" CB Nutzer zwar Zahlenmäßig nicht gestiegen
ist, aber Prozentual überhand genommen hat, was dann weiter für
Verdrängung sorgte.
Ich habe diese Entwicklung lange mitgemacht und auch sogar sehr lange
noch das CB Gerät installiert gehabt. Immer mal wieder reingehört, nach
5min frustriert abgeschaltet und drei Monate später dasselbe Spiel. Wo
ich es abgebaut habe war es aber sicher schon zwei JAhre nicht mehr in
Betrieb...
Was ich daneben noch lange Zeit hatte waren "Funkkoffer" Einfach ein
Billiges CB Funk gerät wie die Formel1 die man schon zu Zeiten wo CB
Funk noch belebt war fr 20dm gebraucht bekan und eine kleine
Magnetfussantenne mit KAbel in einem 10DM Koffer. Wenn man dann mit
mehreren Autos unterwegs war Koffer genommen, Magentfussantenne aufs
dach und Stecker in den Zigarettenanzünder. HAt sich mit der Zeit aber
auch Totgelaufen da viele aus dem Freundeskreis, gerade die mit Auto,
auch AFU Scheine gemacht haben und wir damals alle Mobilgeräte im Auto
hatten, und jetzt machen wir längere Fahrten mit mehreren Autos kaum
noch. Selbst Dinge wo wir zu mehreren hinfahren fahren wir meist
getrennt an, da die einen ganz woanders wohnen oder der andere noch
länger arbeiten muss usw.
Wenn es sich aber doch mal wieder ergeben sollte das wir wirklich lange
im "Konvoi" fahren würde ich mit Sicherheit wieder irgendwas aus dem
Keller holen um Miteinander zu sprechen. ISt genug da. ICh kann mich da
an Fahrten erinnern wo wir vom Moment der Abfahrt bis zur Ankunft
durchgehend Spass hatten als wenn wir alle zusammen in einem großen Buss
sitzen. Das kommt beim Handy nicht auf, einzig vielleicht mit
Freisprechanlage und Konferenzschaltung...
Um auf die Ursprungsfrage zurückzukommen:
JA- CB Funk ist noch von Nutzen!
Aber nur für bestimmte Dinge. Neue Bekanntschaften in der Region oder
regelmäßige angenehme Gesprächsrunden mit (noch) unebkannten im Umkreis
wird man wohl kaum noch erleben. Die Zeit ist vorbei und wird auch wohl
nie wiederkommen.
Für Brummifahrer oder wenn man wirklich viel auf der Autobahn unterwegs
ist, insbesondere mit größeren Fahrzeugen (Wohnmobil o.ä.) kann es bei
längeren Fahrten schon mal hilfreich sein da man "reale"
Staueinschätzungen bekommt, genauso wie Hinweise auf "Messstellen" der
Polizei.
Wenn man mit mehreren Autos im geringen Abstand (maximal 2-5KM
auseinder) eine lange Strecke fährt, dann ist CB Funk aus meiner Sicht
immer noch die unterhaltsamste Art zusammen im Kontakt zu bleiben. Rein
praktisch gesehen auch die Schnellste. Eine Warung vor Blitze oder
Unfallstelle oder auch nur ein hinweis auf einen Defekt beim Auto des
anderen dauert sekunden, bei Handy muss man es dann erst entsperren,
wählen, warten das jemand rangeht.
Wenn wir jetzt auf ein Sonnenfleckenmaximum zusteuern wird sicher auch
wieder die eine oder andere Weitverbindung zustandekommen. Gerade wenn
man SSB fähige Ausrüstung besitzt. Ich denke da werden auch viele andere
wieder Ihre Technik herausholen. Für jemanden Ohne Afu schein eine nette
Möglichkeit direktverbindungen mit wenigen Watt mit Englang, Spanien
oder Italien mal live u erleben.
Gruß
Carsten
Wenn ich das so lese, hätte ich sofort Lust drauf, das ganze Zeug wieder
aus dem Keller zu holen. Ist noch alles da: CB-Funkgerät, Antenne,
PacketRadio, Netzteil...
Aber andererseits wird das wohl ein Schuss ins Leere!
Die Jugend von Heute nutzt glaub ich aus ein Paar gründen soetwas
ungern.
1. Groß und meist nicht Buntgenug
2. Es Steht eine Antenne über
3. Es kann von anderen Gehört werden (Facebook aber auch?)
4. Viele wissen nicht dass es Soetwas gibt.
5. Moderne Handys und Facebook ist cooler.
Bastler schrieb:> 5. Moderne Handys und Facebook ist cooler.
moin !!!
bis das system durch nen schwerwiegenden vorfall ausfällt ...
dann geht´s mit kurzwelle immer noch .
und n 12v autoakku reicht .
hab die anlage eingemottet ...
frisst ja kein brot .
mfg
Carsten Sch. schrieb:> Auf CB war wohl schon immer, zumindest ende der 80, Anfang der 90er der> Anteil an gewissen "Merkwürdigen" Persönlichkeiten sehr hoch. Das meint> jetzt "Sonderlinge" wie "angehörige von Randgruppen" gleichermaßen. Auf> 30% kommt man sicherlich. Wobei einige davon "On Air" durchaus> interessante/angenehme Gesprächspartner waren, anderen hätte man am> liebsten die Antenne vom Dach geholt.
Ja, gleich nach der Wende war das so und das hat hat damals richtig
Spass gemacht...
> Das hat hier dazu geführt das> der Anteil der "besonderen" CB Nutzer zwar Zahlenmäßig nicht gestiegen> ist, aber Prozentual überhand genommen hat, was dann weiter für> Verdrängung sorgte.
Jaja, die selbsternannten Kanal - Blockwarte...
> Immer mal wieder reingehört, nach> 5min frustriert abgeschaltet und drei Monate später dasselbe Spiel.
Auch das habe ich genau so erlebt, nur dass bei mir die Anlage samt Auto
"demontiert" wurde...
Gruss aus Berlin
Elux
Morse schrieb:> Wird eigentlich CW noch gepflegt, oder ist das auch schon ausgestorben?
Hör' doch einfach mal in den unteren Teil der Kurzwellenbänder rein.
Ja, na klar wird das noch benutzt. Ist gewissermaßen Nostalgiefunk,
und denen, die es mögen, macht es einfach Spaß, deshalb benutzen sie
es nach wie vor. Andere mögen es nicht und machen halt was anderes:
SSB, PSK31, FM auf VHF/UHF oder vielleicht ATV auf den Gigahertz-
Bändern.
Jörg Wunsch schrieb:> Hör' doch einfach mal in den unteren Teil der Kurzwellenbänder rein.
Bin gerade dabei, Morsezeichen hören zu lernen.
Ich Idiot habe aber den großen Fehler gemacht, vorher die Morsezeichen
optisch als Punkt-Strich-Muster auswendig zu lernen. Jetzt versucht mein
Gedächtnis immer den Umweg Gehör-> Lang/Kurz -> Morsetabelle ->
Buchstabe zu gehen. Sehr ärgerlich!
Morse schrieb:> … vorher die Morsezeichen> optisch als Punkt-Strich-Muster auswendig zu lernen.
Ja, das passt rein gar nicht zueinander. Beim Hören von CW prägt
man sich Klangbilder ein. Daher darf man auch nicht zu langsam
anfangen (sodass man in die Versuchung gerät, mitzuzählen).
Ich habe das als Kind mal mit 'ner billigen Blech-Spielzeugtaste
geübt (war mal in einem Elektrokasten dabei). Als ich dann wirklich
Jahre später zum Amateurfunk kam, ging es verdammt schnell, das als
Kind auf diese Weise erworbene Wissen für benutzbares CW-Hören
zu reaktivieren.
Jörg Wunsch schrieb:> Daher darf man auch nicht zu langsam> anfangen (sodass man in die Versuchung gerät, mitzuzählen).
Ich übe mit 25 bis 30 WPM, da ist es schon schwierig mitzuzählen.
Jörg Wunsch schrieb:> Prüfungstempo war früher 60 ZpM
Das empfinde ich als zu langsam, da ich mich dann wieder beim Mitzählen
erwische. Ich übe mit 5er Zufallszeichengruppen und verlängerter Pause
zwischen den Gruppen.
Morse schrieb:>> Prüfungstempo war früher 60 ZpM>> Das empfinde ich als zu langsam, da ich mich dann wieder beim Mitzählen> erwische.
Dann nimm 90 ZpM. Kann sein, dass man die Ziffern noch mitzählen
kann, aber das ist wenig relevant. Kritisch sind erfahrungsgemäß
eher sowas wie u, v und 4 zu unterscheiden.
> Ich übe mit 5er Zufallszeichengruppen und verlängerter Pause> zwischen den Gruppen.
Ja, das ist eine übliche Methode.
Komischerweise verstehe ich die Zeichen besser, wenn ich nebenbei
fernsehe, irgendwas lese, oder mich anderweitig ablenke. Wenn ich mich
gezielt auf die Morsezeichen konzentriere, fällt mir das eher schwer.
Ich hab ein CB im Auto, nur aus Spaß, aber ich höre manchmal rein. Die
Brummifahrer unterhalten sich da schon noch recht intensiv - meist über
das Wochende, die aktuelle Schinkenfahrt zum nächsten Lager oder über
den Verkehr.
Das ist manchmal schon ganz lustig ;-)
Immerhin habe ich letztens mit dem 4W Ding und der jämmerlichen
Auto-Antenne mit jemandem in Gummersbach gesprochen (ich: Düsseldof) -
das sind gut 100km und die Kommunikation war einwandfrei.
Wir sind schon mittendrinn in den Sonnenflecken. Dieses Jahr wird der
Höhepunkt erreicht und nächstes Jahr erreichen wir da Level des letzten
Jahres. Das bedeutet, Funkstationen welche mit etwas an Überleistungen
Senden (Russische Föderation und auch Rumänien, Bulgarie etc.) sind
derzeit von 8.00 Uhr bis gut 15.00 Uhr zu hören (Winter) im Sommer ab
5.00 Uhr früh bis etwa 22.00 Uhr. Ach ja CB Funk ist nicht tod und dem
Handy um längen überlegen, vor allen wenn die neue Art des CB Funk zur
Anwendung kommt. Der neue CB Funk hat heute eine Reichweite (mit legalen
Mitteln) über die ganze Erde und das völlig kostenfrei........
CB Calimero schrieb:> vor allen wenn die neue Art des CB Funk zur> Anwendung kommt
Meinst du etwa SSB? Du brauchst auch keine Überleistung, die 12W reichen
auch. Viel Spaß übrigens bei der Standortbescheinigung. Aber ich gehe
eher davon aus, dass es kaum eine CB-Funkstelle geben wird, die eine
Standortbescheinigung haben wird.
Juckt doch sowieso niemand. Genauso wenig wie die Funkerei auf 27.555
MHz.
Gruß
HF-Papst
HF-Papst schrieb:> Aber ich gehe> eher davon aus, dass es kaum eine CB-Funkstelle geben wird, die eine> Standortbescheinigung haben wird.
Musst halt Mobilfunk machen. ;-)
Jörg Wunsch schrieb:> Musst halt Mobilfunk machen. ;-)
Jörg,
das ist teilweise umstritten. Das, was viele als Mobilfunkbetrieb
verstehen - nämlich mit dem Auto irgendwo stationär stehen bleiben -
gilt leider nicht.
Aber ich habe auch dein ;-) bemerkt.
Gruß
HF-Papst
CB Calimero schrieb:> Wir sind schon mittendrinn in den Sonnenflecken. Dieses Jahr wird der> Höhepunkt erreicht und nächstes Jahr erreichen wir da Level des letzten> Jahres. Das bedeutet, Funkstationen welche mit etwas an Überleistungen> Senden (Russische Föderation und auch Rumänien, Bulgarie etc.) sind> derzeit von 8.00 Uhr bis gut 15.00 Uhr zu hören (Winter) im Sommer ab> 5.00 Uhr früh bis etwa 22.00 Uhr. Ach ja CB Funk ist nicht tod und dem> Handy um längen überlegen, vor allen wenn die neue Art des CB Funk zur> Anwendung kommt. Der neue CB Funk hat heute eine Reichweite (mit legalen> Mitteln) über die ganze Erde und das völlig kostenfrei........
Was soll dieses neue CB sein? SSB Funk auf 12W? geht das dann wirklich
so weit?
Hallo,
ganz einfach gesagt : Wenn die Ausbreitungsbedingungen stimmen (wichtig:
hohe Sonnenfleckenzahl) ist das kein Problem.
Auf dem 10m Band (AFU) ist immer wieder erstaunlich was alles mit (sehr)
geringer Leistung bei den richtigen Bedingungen möglich ist (USA,
Australien usw.), oder aber auch das es bei schlechten Bedingungen
(geringe Sonnenfleckenzahl) nur für lokale Verbindungen taugt.
Ein Nachteil des CB Funks ist das auf festen Frequenzen (Kanälen)
gearbeitet wird und wenn dann mal gute Bedingungen sind diese Kanäle
schnell überbelegt sind.
Weiterhin ist es leider so das trotz ähnlicher Vorschriften
(Sendeleistung, Frequenzenzuweisung) die CB Funker in einigen
südeuropäischen Staaten gerne eine "Leistungsreserve" von 10- 20dB
nutzen...
Das ist kein Vorurteil, sondern Tatsache. Sicherlich werden auch dort
von der Mehrheit die Vorschriften eingehalten aber.... ;-)
mfg
"Ham"
Was heist in den Südlichen Länder
mitte der Neunziger sa ich in B. 1KW Röhre in der Wohnstube eines
Freundes fest installiert in seinem Toyota 750W da zu jeweils eine 120
Kanal CB-Lincoln
Leipzig - Berlin wie Telefon mit Freisprecheinrichtung nie auch nur eien
moment Ärger nur das Licht im Wohnzimmer wurde dunkler.
Obwohl Italodeutschland kann man schon zu den Südeuropäern zählen.
Endlich hat man auch hier bis zum Staatsoberhaupt hinauf verstanden,
dass eine funktionierende Wirtschaft gut geschmiert sein will.
So gesehen passt doch wieder.
Namaste
Winfried J. schrieb:> Leipzig - Berlin wie Telefon mit Freisprecheinrichtung nie auch nur eien> moment Ärger nur das Licht im Wohnzimmer wurde dunkler.
Halte ich für ein Gerücht. Soweit kommt keine Bodenwelle auf 11 m,
auch nicht mit 1 kW. Power ist halt nicht alles, ich schrieb es
oben schon mal. Mit 100 W komme ich mit der Bodenwelle quer durch
Dresden, vielleicht 20 km, und das schon nicht mehr mit einer
Feldstärke, bei der es wie "Telefon mit Freisprecheinrichtung"
klingen würde. Zehnfache Leistung bringt ungefähr dreifache
Reichweite.
Bei der Raumwelle wiederum kommt man mit wenigen Watt sehr weit, aber
Leipzig-Berlin ist praktisch nicht drin auf 11 m, selbst im
Sonnenfleckenmaximum nicht. Die minimale Sprungweite am oberen Ende
der Kurzwelle beträgt deutlich mehr als nur diese 200 km. Um 200 km
zu überbrücken, muss man (je nach Tageszeit) irgendwo zwischen 3 und
10 MHz arbeiten.
@ Jörg
ich saß im Toyota in Leipzig und habe es live erlebt als er mit dem
OWchen "telefonierte", sonst hätte ich es selbst nicht geglaubt. Und ich
war auch des öfteren in der Wohnung, wenn diese QSOs liefen im gesamten
200 km Radius um seinen QTH. Wir haben damals viel mit dem ATARI
gemacht. und er hat Titanheizungenin Betrieb genommen. Seine Frau hat
ihm die Kundenadressen welche sie per Telefon bekam so übermittelt. Das
hat ihm viele Fahrten gespart.
Seine Zuckertüte stand auf dem 6.Stock in Hellersdorf nahe dem
Straßenbahnhof.
Ich muß mich jedoch mit der Jahresangabe korrigieren es war vor 1992.
Ich war noch nicht geschieden.
Hi,
Jörg Wunsch schrieb:> Halte ich für ein Gerücht. Soweit kommt keine Bodenwelle auf 11 m,> auch nicht mit 1 kW. Power ist halt nicht alles, ich schrieb es> oben schon mal. Mit 100 W komme ich mit der Bodenwelle quer durch> Dresden, vielleicht 20 km, und das schon nicht mehr mit einer> Feldstärke, bei der es wie "Telefon mit Freisprecheinrichtung"> klingen würde. Zehnfache Leistung bringt ungefähr dreifache> Reichweite.
Also zu den Reichweiten...
Die 20KM habe ich auch mit legalen 4Watt TX-Out und 10m RG58 bis zur
Antenne meist "locker" gechafft. Zumindest wenn die Gegenstelle eine
ordentliche "dachantenne" hatte.
Meine Antenne dabei war eine "MINI-Boomerang" Im Prinzip ein auf
mechanisch 1,2m verkürzter Strahler (Wendelantenne), der noch EIN
verstellbares Radial hatte. Elektrisch war das irgendetwas zwischen GP
und Groundplane (ist lange her...).
Diese war am Trittgitter für den Kamin auf dem Dach montiert,
Strahlerspitze knapp 30cm unter Gibelhöhe. EFH in Mitten
Kleinstättischer Bebauung in einem Wohngebiet mit EFH/ZFH.
Sprachqualität war verständlich, aber meilenweit von "heutiger"
Telefonqualität entfernt. Es gibt bei uns (Steinfurt, Münsterländer
Bucht) im Umkreis von 50-120KM entfernung einige höhnemäßig Exponierte
Parkplätze an/auf ausläufern des Teuteburger Waldes die damals gerne von
CB Funkern mit dem Auto gerne aufgesucht wurden. Mit fast jedem dieser
Plätze, selbst die entfernteren, konnte ich in guter Qualität sprechen.
Natürlich alles Bodenwelle
WENN die Antenne nur hoch genug steht geht auch mit CB einiges an
REichweite. Interessanterweise hatte ich später aber mit dem selben
Anschlusskabel (Bis auf das letzte Stück 1m Verlängerung was durch das
Dach durch ging) und einer SElbstgebauten 2m GP unter Dach (PL Buchse
und 5 x50cm Drahstücke) auf 2m mit 2,5W TX Out eine (etwas) größere
REichweite als mit dem CB Gerät.
(Natürlich ohne RElais, Mit Relais, z.b. dem damals noch auf 750 mit
deutlich größerer Reichweite als heute Arbeitenden DB0ZO ja einige
100KM)
Unter der Vorraussetzung das BEIDE Antennen wirklich hoch stehen, dann
sollte mit 750W auch Leipzig Berlin gehen.
INNERHALB der Straßenschluchten der einen Stadt mit dem Fahrzeug wenn
rechts und Links mehrstöckige Häuser stehen ist aber sicher nichts zu
wollen, selbst wenn die Gegenstelle auf einem hohen Gebäude steht. Da
wird 11m durch die GEbäude einserseits stark gedämpft ohne Reflektiert
zu werden. Mit 70cm würde ich schon fast wieder Chancen durch die
Reflexionen sehen. In Vororten mit lockerer niedriger Bebauung oder gar
auf dem freien Feld würde ich aber gute Möglichkeiten, selbst für gute
Verständigung, sehen.
DAVON ABGESHEN:
Überschreiten der zulässigen Ausgangsleistung um 10-20dB ist sicher kein
alleiniges Markenzeichen der "Südlichen" und "westlichen" CB Funker
gewesen. Was wohl stimmt, das ist die Aussage das in diesen Ländern die
Zahl der Hochleistungsendstufen mit >20dB wenn nicht gar >>20dB deutlich
größer war. Einige haben es ja auch mal auf 30dB gebracht...
So 10-150Watt war in dem mir damals bekannten Umfeld einfach Standard.
Ab und an auch mal einiges MEhr, da versahen im "ZETAGI" dann bis zu
DREI (oder waren es sogar vier?) EL519 ihren Dienst.
750Watt und darüber waren aber wirklich schon etwas besonderes, wenn mal
eine solch hohe Leistung vorhanden war, dann war es sogar oft ein AFU
der seine Kurzwellenausstattung mal auf 11m probieren wollte ;-)
Von Exportgeräten ganz zu schweigen. Die "DEUTSCHE WELLE" auf 31D USB
(bei President Jackson meine ich war das der Kanal) wollte doch genutz
werden ;-)
Wobei ich sehr Früh, schon vor meiner AFU Lizenz, Ausser Band arbeiten
konnte (Zuerst mit einer selbst modifizierte DNT Cockpit, Wobei die
Bandumschaltung mit DIP Schaltern die ich mit Heißleim im inneren
festgeklebt habe erfolgte, recht umständlich), später dann mit einer
President JAMES die ich entweder ertauscht oder als Lohn für eine
Reparatur einer P-Lincoln -bin mir gerade nicht sicher- bekommen habe,
die konnte man ja mit einer Tastenkombi umschalten)
SSB Fähige GEräte hatte ich selbst erst nach meiner AFU Prüfung ´96 wo
der CB Funk anfing weniger zu werden und ich mal eine defekte SOMMERKAMP
TS789DX geschenkt bekommen habe, dir ich wiederbeleben konnte. Da habe
ich aber selbst keinen Out of Band Sendebetrieb mehr gemacht, das einzig
nicht zulässige war das ich die später auch auf den "neuen" Kanälen
benutzt habe was nach damaliger Rechtsnorm natürlich nicht zulässig war.
Später sind noch eine President Jackson und eine P - Grant hinzugekommen
(Beides natürlich die Exportversion), dann noch eine Lincoln. 2005 im
Rahmen der Entrümpelung eines Bekannten noch eine "Super Cheetah" für
meine Sammlung. Die Sommerkamp ist ende der 90er Jahre durch Blitzschlag
draufgegangen, die Lincoln und Grant vor zwei Jahren durch Rohrbruch im
Keller meiner (zukünftigen) Schwiegerelten. Alle drei GEräte hat mir dir
jeweilige HAusrat aber "gut" ersetzt, für die Sommerkamp habe ich mein
erstes echtes echtes AFU Kurzwellengerät Kennwood TS120 gebraucht
gekauft. Die VS hat das anerkannt, Der Preis war ähnlich dem Neupreis
der 789. Die Jackson hatte ich schon vor Jahren verschenkt und die
"Super Cheetah" habe ich vor kurzem vertauscht.
Lediglich meine DNT Cokpit als erstes Gerät und die President James habe
ich noch und behalte die als Erinnerung. Falls ich beim Reinhören mit
dem IC706 doch mal wieder "interessante Leute" wahrnehmen würde könnte
ich die ja zum Mitsprechen wieder aufbauen. ISt aber schon Jahre her das
ich mal etwas gehört habe wo ich gedacht habe da würde ich
wohlmitmischen wollen.
Jaja, die alten Zeiten.
Gruß
Carsten