Prinzipiell gibt es für diese Anforderung 3 mögliche Lösungen:
1. die schon angesprochene Häusermann / Würth technik. Dabei werden
einzelne Leiterbahnen mit dicken Kupferdrähten / -platten (400µm)
verstärkt. Dies ist dann sinnvoll, wenn man im Mittleren
Stückzahlbereich ist und nur wenige Leitungen hat, welche diesen Strom
tragen müssen.
Daneben gibt es eine ähnliche Technik, welche gestanzte Kupferbleche auf
die Platine bringt. Vorteil: bei hohen Stückzahlen unglaublich
preiswert, Nachteil: man hat keine ebene Oberfläche der LP, was sich
beim SMD bestücken als hinderlich erweisen wird. bzw. muss man im Design
besonderen Wert darauf legen.
3. gibt es noch die sog. Iceberg Technologie (z.B. Fa. KSG) dort nimmt
man 400µm Kupfer"folien" und ätzt diese Sequentiell vor dem Verpressen
auf 70µm zurück. Dieses Verfahren ist sinnvoll, wenn man viele
Stromführende Verbindungen und nur wenig Steuerelektronik unterbringen
muss.
Diese ist dann in den 70µm Bereichen angesiedelt, der Rest hat 400. Es
ist somit quasi die Invertierung des Häusermann Prinzips, wo man nur
sequentiell das benötigte Kupfer aufdickt.