Ich suche nach einer Entwicklungsumgebung für ARM Controller die
folgende Kriterien erfüllt:
- Reibungsloses debugging von AT91SAM7 controllern mit Wiggler oder
JtagKey-Hardware
- Gute Verbreitung (viele Samples für genannten Controller)
- Einfaches Handling (ich will nicht viel mit makefiles, linker scripts
etc rum machen müssen, wäre super wenn das einigermaßen einfach geht)
Das ganze sollte preislich nicht im top Segment liegen, also ein
moderater Anschaffungspreis wäre gut.
Hallo Mark,
ich arbeite mit Rowley CrossWorks für ARM.
Das kann ich empfehlen, weil:
- Es ist relativ günstig. Eine Personal License gibts für 75 Pfund
(vorrausgesetzt Du willst nichts Kommerzielles damit treiben)
- Es unterstützt den Wiggler
- Alles ist in die IDE integriert, also compilieren und Debuggen ohne
Hexerei
- guter Support
- Support Packages für viele µCs- und Boardtypen
- Läuft auch unter Linux
Das ganze kann man 30 Tage kostenfrei und ohne Beschränkungen testen.
Die stellen sich aber auch nicht so an, wenn man (auch mehrmals) die
Evaluation Phase verlängern möchte.
Der einzige Haken an der Sache ist, dass die meisten Beispiele, die man
so im Netz findet, eher unter IAR entwickelt wurden und nicht ohne
kleine Änderungen mit den CrossWorks-Libs laufen.
Gruß, Nils
Ein paar kluge? Ratschlaege meinerseits duerfen natuerlich auch nicht
fehlen ;-)
Erst mal schliesse ich mich der Meinung des Vorschreibers komplett an,
Crossworks ist das Paket, das Du beschrieben hast und es ist stabil und
wenn Du recht gut bist in Englisch, dann wird auch der Support von Paul
gut sein. Fuer IAR und Keil gibt es wohl mehr Beispiele im Netz und auch
deutschsprachigen Support aber die sind dann wahrscheinlich in dem
Segment was Du als Top Preise bezeichnest. Allerdings sind die echten
Top-Preise von Greenhills und ARM (RVDS) selbst. Da gibt es fuer mehr
Geld deutlich weniger als von IAR oder Keil, z.B. keinen Flash
algorithmus. Also Rowley http://www.rowley.co.uk bietet einfach gute
Leistung fuers Geld. Wenn das Budget es erlaubt wuerde ich immer noch
Keil oder IAR kaufen weil damit auch Betriebssystemanbindung einfacher
ist aber die sind einfach etwas teurer in der Anschaffung.
Robert
Ich arbeite jetzt seit längerem mit den Keil Vision Tools für ARM, und
kann die nur empfehlen. Preislich im mittleren Segment, Top-Support und
eine Vielzahl von Beispielen zu allen gängigen Boards. Zudem gibt es
eine codegrössenbegrenzte Demo (16k?). Sehr schön ist auch der jeweils
mitgelieferte Startup-Code für die einzelnen Controller-Derrivate, was
einem eine Menge Arbeit erspart.
Habe mir vor kurzem das AT91SAM7X-Board zugelegt. Keil µVision
angeworfen, Beispiel geladen, compiliert und runtergeladen, läuft.
Sozusagen ein plug&play-quickstart :-) Ich möchte nicht mehr drauf
verzichten!
Zudem sei noch bemerkt, dass hinter den Keil ARM Tools standardmässig
der "grosse" ARM-Compiler von ARM, also der aus RVDS, seinen Dienst tut.
Und für ARM-basierte µCs gibtz wohl keinen besseren Compiler als den
ARM-Compiler selbst ;-) Sowohl in der Effizienz des Codes als auch in
der Grösse des erzeugten Codes liegt dieser Compiler sehr weit vorne,
was z.B. bei komerziellen Entwicklungen RAM/FLASH sparen würde zur
Verwendung des nächst-kleineren Controllers.
Greetz,
/r.
Hallo,
ich benutze die Yagarto Toolchain.
Damit arbeite ich zur Zeit auf dem AT91SAM7SE512.
Bevor ich mit dem ARM angefangen haben, habe ich die verschiedenen Tools
ausprobiert (IAR, WinARM, usw.)
Ich bin damals am meinfachsten mit der Yagarto Variante zurecht gekommen
(http://www.yagarto.de).
Der Schnellste Weg zu einem Lauffähigen Code war die IAR-Toolchain,
jedoch ist diese doch recht teuer. Wenn man Code mit nur wenigen
KB-Schrieben will, dann kann man diese Benutzen.
Gruß,
Markus Scheuer
Sofern man das Entwicklungssystem nicht kommerziell einsetzt, bietet die
"Personal License" von Rowley eine technisch unbeschränkte* Version für
einen noch bezahlbaren Preis.
*) keine Codegrößenbeschränkung o.ä., nur das Verbot, damit entwickelte
Programme/Libraries etc. kommerziell einzusetzen.
also ich nutze (wenn ich nicht gerade auf kriegsfuß mit den arms stehe)
auch die rowley-umgebung (zwar die alte 1.5'er, und das [zu meiner
schande] auch nicht ganz legal) aber ich bin von dem paket so begeistert
das ich mir die personal license demnächst ordern werde.
allerdings habe ich (weiß nicht ob aus dummheit oder nicht-lesen-können)
ein problem mit der 1.5'er version und meinem at91sam7s256.
damit bekomme ich kein programm in den arm. mit einem lpc2106 läuft
alles prima (von den paar sachen die ich damit gemacht habe).
kennt jemand das problem (1.5'er und at91sam7s256) oder bin ich es
selbst schuld ? (wegen nicht ganz legaler kopie)
hoffe es kann/darf mir jemand antworten.
mir geht es eigentlich nur darum rauszufinden ob ich mir den controller
zerschossen haben könnte (stichwort samba) oder ob die 1.5'er noch
probleme mit den damals "neueren" arms hatte. (wohlgemerkt nur das
programmieren !!, compilieren lief einwandfrei wie beim lpc2106 auch)
@Markus Scheuer:
Yagarto habe ich auch schon ausprobiert, die toolchain ist nicht
schlecht aber irgendwie lief das debugging bei mir nicht so stabil.
@Random:
Mit den original compiler von ARM habe ich auch schon einmal was
gemacht, den fand ich auch sehr ansprechend. Wenn man den von ARM
bezieht ist der aber nicht ganz billig (das nannte sich damals ARM
Developer Suite). Also ich probier jetzt erstmal Crossworks aus, wenn es
das nicht sein sollte halt Keil.
@rufus
ist dir bekannt das die 1.5'er version den at91sam7s256 nicht richtig
programmiert ?
der lpc machte keine probleme, aber der at91sam7s256 lässt sich nicht
programmieren. beim auslesen des speichers stand immer noch der selbe
inhalt darin wie vorher.
Nö, ist mir nicht bekannt - habe die Kombination nicht verwendet. Mal
den Rowley-Support deswegen kontaktiert? Paul Curtis von Rowley ist auf
lpc2000@yahoogroups.com sehr aktiv, vielleicht hilft auch ein Posting
dort.
@rufus
erstmal danke.
werd mal mit der 1.7'er version rumspielen und wenns klappt kauf ich mir
diese. (habe ich ja eh vor).
noch eine frage an alle :
woher kann man die personal license für rowley beziehen ?
habe bei elmicro (angegebener distributor von rowley) nachgefragt und
die hatten nur die commercial license.
in dem shop (link von rowley) gibts ebenfalls nur die commercial
version.
muß man da extra anrufen und eine personal license bestellen ?
(also bei rowley direkt)
Hallo Gast,
wenn Du vorher mit Samba programmiert hast, sind wahrscheinlich die
Lock-Bits gesetzt, so dass Du nicht mehr den Flash beschreiben kannst.
Erst ab Version 1.6 (glaube ich) löscht CrossWorks die Lock-Bits, bevor
es den Flash beschreibt.
Mit Version 1.7 sollte es auf jeden Fall gehen.
Gruß, Nils
@nils
mit samba hab ichs nicht probiert. wollte direkt programmieren und
debuggen.
hab also versucht das programm runterzuladen (einmal mit gesteckem TST
jumper und eimal ohne), und beide male stand im flash was anderes drin.
werde mal die 1.7'er version testen.
vielen vielen dank !!
Hallo Gast,
das mit dem TST-Jumper läuft anders. Wenn du nochmal irgendwann mit
Samba programmieren willst, dann mußt Du:
- TST Jumper stecken
- Board einschalten
- 10 Sekunden warten
(In der Zeit wird der Bootloader an den Anfang vom Flash kopiert)
- Board ausschalten
- Jumper abziehen
- Board wieder einschalten
- Mit SAM-BA flashen
Aber -wie schon oben angedeutet- dann setzt SAM-BA wieder die Lock-Bits
für den Bootloaderbereich.
Gruß, Nils
@nils
danke für die hinweise.
samba ist für mich allerdings erstmal uninteressant, da ich voerst eh
nur programmiere und debugge. den bootloader kann man später vielleicht
mal brauchen. hauptsache das dingen bekomme ich überhaupt zum laufen.
ist eigentlich ne schande das ich immernoch nicht in der lage bin mit
den arms was gescheites zu machen (und das nach 2 jahren) obwohl ich
schon msp430 und avrs programmiere wie blöd ...
ich mach wohl was falsch :-(