Ich bin etwas erschüttert. Erschüttert, dass ich NICHT erschüttert bin,
über das, was ich heute per mail von meinen ehemaligen Kollegen
geschrieben bekam: Nachdem ich mich vor Jahren in Unfrieden - auch wegen
Ärger mit meinem damaligen Chef - aus einer Firma verabschiedet hatte,
las ich kürzlich dessen Namen in einer Todesanzeige und fragte nach, ob
es sich um ihn handelt.
In der Tat scheint ihm seine Abenteuerreisen zum Verhängnis geworden zu
sein: Passiert ist es bei einer Safari in Ostafrika: Sie waren auf einem
Tourbus unterwegs, um zu fotografieren. Diese Busse sind zwar offen,
aber in der Regel sicher, wenn man genug Abstand zu den Tieren hat. Dann
kam es: Um einem sich bildenden Pulk von anderen Bussen mit Touristen
auszuweichen, fuhr der Fahrer einfach von der Piste runter, um das
Szenario der staunenden Gucker zu umfahren, wobei er näher an das
Löwenrudel ran fuhr, als gedacht und erlaubt. Die Löwen sind in der
Regel total desinteressiert und liegen auch dann noch faul rum, wenn die
Autos 5m an ihnen vorbeifahren. Sie hatten aber Junge und eine Löwin
stellte sich dem Auto entgegen. Ergo setzte er zurück um an ihm vorbei
zukommen, stiess aber gleich auf den nächsten, den er hätte überfahren
müssen. Die Löwen hatten sich inzwsichen erhoben und kamen interessiert
näher. Die Touristen warenecht heiss und fotografierten wohl, was das
Zeug hält. Beim Hinundhermanövrieren des Busses wurden die Löwen aber
immer aggressiver, wobei einer mit der Pranke nach den Gästen langte.
Nun muss man wissen, dass die Busse oben offen sind und manche mit den
Beinen direkt am Gitter sitzen. Durch dieses wurde mein (Ex-)Chef
hindurchgezogen. Der verärgerte Löwe biss (wohl zur Abwehr) mal satt ins
Bein. Weil dabei aber der Fahrer Vollgas gab, wurde mein Chef noch
weiter rausgezogen und hing nun mit der Hüfte im Gitter, immer noch den
Löwen am Bein. Irgendwie hat diese Szene dann die anderen Löwen
ebenfalls aktiviert, zuzufassen. Schlieslich hingen drei dran und wurden
mit dem Bus mitgezogen. Meinen Chef hat es schließlich fast komplett
rausgezogen und die Löwen bissen nochmal etwas rein. Nur weil die
anderen ihn festhielten, hat es ihn nicht ganz rausgezogen. Der
Wildlhüter hatte zwar mehrfach geschossen, aber die Löwen hat auch dies
nicht gross interessiert. Ausserdem war die Sache gegessen, bis der sein
Gewehr flott hatte. Ergebnis: 3 angeschossene Löwen, einer tot. Mein
Chef ist auf dem Weg zum Krankenhaus an Verblutung gestorben.
Wie gesagt, nehme ich das irgendwie einfach zur Kenntnis. Nicht dass ich
ihm das gewünscht hätte, ich war nur nicht gut auf ihn zu sprechen.
Irgendwie berührt einen sowas mit der Zeit nicht mehr. Wahrscheinlich
schon zuviel mitgekriegt im Leben.
Na, für ihn sicher nicht. Lass Dich mal durch ein Schutzgitter ziehen,
durch dass Du ohne viel Kraft nicht durchrutschen kannst.
Ich weiss immer noch nicht, was ich dasvon halten soll. Was meint ihr?
Die anderen sammeln.
Die Kommentare sind fast noch lustiger als die Geschichte, mir tut schon
richtig der Bauch weh!
Das hätte der Mann als Chef aber schon wissen müssen, immerhin sagen
Chefs ja immer: Fressen oder gefressen werden.
Na, lustig ist daran ja wohl gar nichts. Eine ziemliche Verrohung hier.
Stellt euch vor, es wäre euer Vater, euer Sohn, eure Frau, wenn ihr
sonst nicht zu Gefühl in der Lage seid.
Ein Löwe hing am meinem Bein und meint' es sollt' bald seines sein.
Prompt biss der Gute auch noch rein, es war ja schließlich nicht sein
Bein.
Nun fing er an daran zu ziehen, worauf ich schon mal los geschrieen.
Über seine Wuschelmähne, schoss die rote Blutfontäne.
Alle fassten jetzt mit an, um zu retten was man kann.
Doch der Löwe, diese Nudel, holte daraufhin sein Rudel.
Sie glaubten wohl dabei zu leicht, dass ein Bein für alle reicht.
Demokratisch wie ich bin, gab ich mich gleich komplett hin.
Spannend so 'ne Safari, nächstes mal geht's wieder hi'.
Geniesser :-)
Es ist erbärmlich, wie hier mit einem Menschenleben umgegangen wird.
Es ist völlig schnuppe, ob er ein guter oder schlechter Mensch war - er
war einer! Jeder, der diese Geschichte nun "lustig" findet, möge sich
für einen kurzen Augenblick vorstellen (sofern sein Phantasiehorizont
dafür überhaupt ausreicht), wie es wäre, plötzlich selbst in so einer
Situation zu stecken. Oder jemand der einem sehr nahe steht. (Partner,
Kind, Elternteil, wer auch immer...) Und? Immer noch "lustig"?
Es gibt Sachen, die wünscht man nichtmal dem argsten Feind. Wo bleibt
die Pietät den Toten gegenüber?
Aber wenn nach dem nächsten Amoklauf das Gelaber wieder anfängt, man
solle "Killerspiele" verbieten, dann geht ihr auf die Barrikaden - es
sind ja nur harmlose Spiele, und schließlich ist es ja "lustig", per
Mausklick andere möglichst realitätsgetreu abzumurksen.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun? Ach! Das ist aber
argumentatives Premium-Futter für unsere oft so ahnungslosen Politiker
und Lobbyisten in dieser Debatte. Denkt mal darüber nach!
@Threadstarter: Die Frage wäre, was Dir die Beteiligung an der
Sammelaktion bringen würde. Wenn es "nur" um einen Kranz geht und Du
diese Geste von Deinem Standpunkt aus für unehrlich oder unangebracht
hältst, dann verzichte darauf. Wird für einen sinnvollen und guten Zweck
gesammelt, dann liegt die Beteiligungshürde möglicherweise niedriger. Es
ist ehrenswert von Dir, daß Du trotz der Diskrepanzen zwischen ihm und
Dir sachlich und NICHT menschenverachtend geschrieben hast.
Ach was, die Schrecken, die das Leben so mit sich bringt, sind nur mit
einer geballten Ladung schwarzen Humors zu verkraften. Habe die letzten
Tage zum größten Teil auf der Neurologischen Station eines großen
Allgemeinkrankenhauses verbracht. Was meinst du was da abgeht? Während
gegenüber der Patient kollabiert klebt ein Pfleger dem anderen einen
Zettel mit Aufschrift "Schweinevirus H5N1 hier" auf den Rücken. Oder in
der Intensivstation wurde letztes Jahr während die
Schlaganfall-Patienten frisch mit dem Rettungswagen reinkommen die
Fußball-EM mitverfolgt. Quasi "Tor für Deutschland", während das alte
Mütterchen gerade 30 Minuten vorher einen Hirninfarkt erlitt. Da ist man
dann schon ein wenig überrascht, wenn man frisch aus dem Keller mit den
Aufnahmen vom Computertomographen erscheint und das medizinische
Personal plötzlich in Feierlaune antrifft.
einfach an Monty Python denken .. ;)
Vielleicht sollte man so manchen Chef da mal hinschicken(zu den Löwen).
Aber ob die Chefs dann bessere Menschen werden halte ich für
illusorisch.
Mir fällt dazu die Attacken französischer Arbeiter ein die Ihre Manager
mal für ein paar Stunden in Gewahrsam nehmen. So lange alle gut in Lohne
und Brot(bischen angestaubt diese Floskel)stehen herrscht eitler
Frieden.
Aber wehe wenn nicht, dann knallst. Im Römischen Reich hat man
Unerwünschte
ja auch den Löwen zu Fraß vorgeworfen. Instinktiv wird sich da heute
kaum was geändert haben. Die Chefs würden ja gern auch mit Zuckerbrot
und Peitsche arbeiten wenns erlaubt wäre. Heute sind die Methoden
subtiler.
>Stellt euch vor, es wäre euer Vater, euer Sohn, eure Frau, wenn ihr>sonst nicht zu Gefühl in der Lage seid.
Das kommt auf die Familienverhältnisse an und da liegen Welten
dazwischen.
Tom schrieb:
> Es ist erbärmlich, wie hier mit einem Menschenleben umgegangen wird.
Meinst Du? Hast Du eine Ahnung, wie manche Chefs mit ihren Mitarbeitern
umgehen? Die Leute haben richtige Angstzustände, wenn die früh auf
Arbeit gehen und diese Verbrecher nutzen das noch gezielt aus. Manch
einer wusste nur noch einen Ausweg - den Selbstmord.
Auch das sind Menschenleben.
Tom schrieb:
> Es ist erbärmlich, wie hier mit einem Menschenleben umgegangen wird.>> Es ist völlig schnuppe, ob er ein guter oder schlechter Mensch war - er> war einer! Jeder, der diese Geschichte nun "lustig" findet, möge sich> für einen kurzen Augenblick vorstellen (sofern sein Phantasiehorizont> dafür überhaupt ausreicht), wie es wäre, plötzlich selbst in so einer> Situation zu stecken. Oder jemand der einem sehr nahe steht. (Partner,> Kind, Elternteil, wer auch immer...) Und? Immer noch "lustig"?
Ja. Ueber dieses Thema habe ich schon oefter nachgedacht und mit anderen
gesprochen. Ich kannte diesen Chef nicht, also ist er mir egal. Hast du
Mitleid mit jedem Verkehrstoten, verjungerten Kind irgendwo auf der
Erde, einfach jedem Todesfall? Ich denke nicht wirklich, nach aussen
sagst du das vielleicht, aber im Grund genommen sind sie dir
scheissegal. Und das ist auch gut so, wenn dir jeder dieser Tode Nahe
gehen wuerde, wuerdest du ueber kurz oder lang in der Klapse landen,
deine Psyche wuerde das nicht mitmachen.
Und das gilt wohl fuer ziemlich jeden Menschen heute, deshalb werte das
bitte nicht als Angriff gegen dich :)
Abgesehen davon ist sein Tod einfach wesentlich lustiger als ein Simpler
Verkehrstoter.
> Es gibt Sachen, die wünscht man nichtmal dem argsten Feind. Wo bleibt> die Pietät den Toten gegenüber?>> Aber wenn nach dem nächsten Amoklauf das Gelaber wieder anfängt, man> solle "Killerspiele" verbieten, dann geht ihr auf die Barrikaden - es> sind ja nur harmlose Spiele, und schließlich ist es ja "lustig", per> Mausklick andere möglichst realitätsgetreu abzumurksen.>> Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun? Ach! Das ist aber> argumentatives Premium-Futter für unsere oft so ahnungslosen Politiker> und Lobbyisten in dieser Debatte. Denkt mal darüber nach!
Das Argument wird nicht gut, weil die Politiker es bringen, den
Zusammenhang muesstest du erst nachweisen ;)
Die armen Löwen kann ich da nur sagen.
Ja stellt euch vor, ich mag Tiere mehr,
als ich manche Menschen mag.
Gibte es eigentlich schon Safaris speziell
für Manager, so richtig mit Löwenfütterung?
Hmm, ich glaube das wäre doch nicht so gut
für die Löwen, die könnten sich eventuell
vergiften.
>Ausserdem war die Sache gegessen, bis der sein Gewehr flott hatte.
lol! Sehr gut!
>Das hätte der Mann als Chef aber schon wissen müssen, immerhin>sagen Chefs ja immer: Fressen oder gefressen werden.
Jear! Wie geil!
>wenn ihr sonst nicht zu Gefühl in der Lage seid.
Doch. Die armen Löwen!
Das hier ist auch sehr schön:
>Autor: Tom (Gast)>Es ist erbärmlich, wie hier mit einem Menschenleben umgegangen>wird. Es ist völlig schnuppe, ob er ein guter oder schlechter Mensch war>er war einer!
Ich behalte meine Kommentare jetzt besser für mich. Sonst wird hier
wieder das Kindergarten-Bit gesetzt... :)
Was mir wirklich leid tut, sind die verletzten und toten Löwen, wenns
denn stimmt. Wie reagiert z.B. der Mensch, wenn jemand in sein
Territorium eindringt? Ach nein, habe ich ganz vergessen, wir sind ja
intelligent!
Conlost schrieb:
> Ja stellt euch vor, ich mag Tiere mehr,> als ich manche Menschen mag.
Genau. Das Tier tötet, um zu leben - der Mensch lebt, um zu töten.
>Und was lernen wir daraus? Löwen sind Raubtiere und die Savanne ist kein>Streichelzoo.
So sieht es aus, wenn man in sein Auto steigt und losfährt kann man auch
sterben, oder wenn man in der Dusche ausrutscht.
Dagegen ist ne Safari 1000x gefährlicher.
Außerdem sind auch Löwen gestorben, arme Tiere!
Ein mensch weniger fällt kaum auf, aber wann werden die Löwen vom
aussterben bedroht sein?
Pietät? Am Ar***!
Wenn ich in der Situation gewesen wäre hätte ich wohl gedacht:
Fu**, oh nein Löwen können ja Menschen fressen, warum wollt ich die nur
begaffen? Hoffentlich schmecke ich ihm nicht und ihm wird schlecht von
mir!
Tut doch was! Hilfe! Aua aua! Hätt ich doch blöß was anständiges in
meinem Leben gemacht, etwas gutes und nicht immer nur Mitarbeiter
gequält.
Sch*** Karma!
Oh ha! Der Löwe ist erwacht. Jez wirds lustich!
Hartmut Kraus schrieb:
>Genau. Das Tier tötet, um zu leben - der Mensch lebt, um zu töten.
woa woa woa... Und das aus deinem Mund/Tastatur??? Geilo!
Drehen und wenden wir uns heute, wie es der Mopp gerade verlangt?
Gast schrieb:
> Nicht dass ich ihm das gewünscht hätte, ich war nur nicht gut auf> ihn zu sprechen.
Die Löwen auch nicht ;-)
:-/ (Gast) schrieb:
> Stellt euch vor, es wäre euer Vater, euer Sohn, eure Frau, wenn ihr> sonst nicht zu Gefühl in der Lage seid.
Wieso denn das?
Martin Müller:
> Es ist erbärmlich, wie hier mit einem Menschenleben umgegangen wird.
Das mußt du den Löwen sagen.
Gast (Gast):
> Und was lernen wir daraus? Löwen sind Raubtiere und die Savanne ist> kein Streichelzoo.
So ist es. Wer sich in Gefahr begibt, der kommt drin um. Und wenn er
sich in diesem Fall der Gefahr nicht bewußt war, dann sollen die
Angehörigen die Filmheinis verklagen, die die Welt mit ihren
Tier-Schmachtfetzen überschwemmen und den Leuten weis machen, in der
Natur ginge es zu, wie bei Muttern zu Hause.
Uhu Uhuhu schrieb:
> Martin Müller:>> Es ist erbärmlich, wie hier mit einem Menschenleben umgegangen wird.>> Das mußt du den Löwen sagen.
Genau! Keine Killerspiele mehr für Löwen!
>Es ist völlig schnuppe, ob er ein guter oder schlechter Mensch war ...
Eben nicht...
(Arme Löwen, sitzen da friedlich rum, und werden dann einfach blöd
angemacht.)
Martin Müller schrieb:
> Oh ha! Der Löwe ist erwacht. Jez wirds lustich!>> Hartmut Kraus schrieb:>>Genau. Das Tier tötet, um zu leben - der Mensch lebt, um zu töten.>> woa woa woa... Und das aus deinem Mund/Tastatur???
Ich habe nur zitiert, weiß nicht so genau, wen. Aber sag' mir ein Tier,
das eigene Artgenossen in Massen unterdrückt, quält (physisch und
psychisch), tötet (und vielleicht noch Lust dabei empfindet)... Da kenne
ich ein einziges - das sich nur noch einbildet, seit geraumer Zeit
"höher" entwickelt zu sein - und das nennt sich "Mensch".
Knochenkotzer schrieb:
> Tut doch was! Hilfe! Aua aua! Hätt ich doch blöß was anständiges in> meinem Leben gemacht, etwas gutes und nicht immer nur Mitarbeiter> gequält.
Und woher sollten die Löwen das wissen? <:-)
@ Hartmut Kraus
Warst du nicht die Pfeife, die noch vor wenigen Tagen den Versuch gewagt
hat, Vegetarier in Verbindung mit Adolf Hitler zu bringen? Und heute
schön den "DerMenschIstJaSoBöse&Tier-Flüsterer" raushängen lassen? Ich
sag doch, du drehst dich immer so in den Wind wie es dir gerade passt.
So eine Lachnummer wie dich hab ich selten gesehen.
Nicht nach Afrika zu den Löwen!
Fahrt an die Nordsee zu den Möwen.
Spart ein die hohen Reisekosten,
verbiegt im Zoo Begrenzungspfosten!
Versucht Euch mit der Eisensäge
an der Tür vom Leu-Gehege.
Bringt als Geschenk für's Katzentier
einen Kasten Löwen-Bier!
Setzt Euch mit ihm gemütlich hin,
trinkt Bruderschaft mit Bier und Gin.
Am nächsten Tag hat wie der Vater
auch die Löwin einen Kater!
In diesem Sinne
Paul
> Ich habe nur zitiert, weiß nicht so genau, wen. Aber sag' mir ein Tier,> das eigene Artgenossen in Massen unterdrückt, quält (physisch und> psychisch), tötet (und vielleicht noch Lust dabei empfindet)... Da kenne> ich ein einziges - das sich nur noch einbildet, seit geraumer Zeit> "höher" entwickelt zu sein - und das nennt sich "Mensch".
Ich kann mich noch erinnern wie der Mäuserich den ein Freund als
Haustier hatte einfach so seine Kinder zerfleischt hat. Das wäre wohl
das Äquivalent einer Familientragödie. Spätestens seitdem war mir klar
dass die naive Idee "die Natur ist friedfertig, der Mensch ist
gewalttätig" Unsinn ist.
> Ich kann mich noch erinnern wie der Mäuserich den ein Freund als> Haustier hatte einfach so seine Kinder zerfleischt hat.
In der Natur wäre genug Platz gewesen um auszuweichen. Beim Streß im
kleinen Käfig ticken auch Tiere aus...
Gast schrieb:
> Ich kann mich noch erinnern wie der Mäuserich den ein Freund als> Haustier hatte einfach so seine Kinder zerfleischt hat.
Dafür kommen zwei Ursachen in Frage:
1. Streß unter beengten Verhältnissen. Dann neigen (nicht nur) Mäuse zu
Aggression.
2. Die Jungen stammten nicht von dem Mäuserich, der sie umbrachte. Er
riecht das und beseitigt sie, damit das Weibchen schneller
empfängnisbereit wird - für seine Jungen.
Auch bei Löwen läuft das übrigens so.
> Spätestens seitdem war mir klar dass die naive Idee "die Natur ist> friedfertig, der Mensch ist gewalttätig" Unsinn ist.
Die "Natur" kennt keine Moral. Das ist eine menschliche Kategorie, die
eine Grundlage für unsere Art des Zusammenlebens ist.
Martin Müller schrieb:
> @ Hartmut Kraus> Warst du nicht die Pfeife, die noch vor wenigen Tagen den Versuch gewagt> hat, Vegetarier in Verbindung mit Adolf Hitler zu bringen? Und heute> schön den "DerMenschIstJaSoBöse&Tier-Flüsterer" raushängen lassen?
Das Einzige, was dich schuldunfähig sprechen könnte, ist also: Du hast
definitv ein Rad ab.
Paul Baumann schrieb:
> Man muß die Tiere nur anständig abrichten, dann sind sie sogar eine> große Hilfe bei der Arbeit.
Oh ja, da hab' ich doch mal was von Kamelen, Maultieren, Eseln, Ochsen,
Pferden, Elefanten,... gehört... <:-)
>Die Kommentare sind fast noch lustiger als die Geschichte, mir tut schon>richtig der Bauch weh!>Das hätte der Mann als Chef aber schon wissen müssen, immerhin sagen>Chefs ja immer: Fressen oder gefressen werden.
Arschloch hin oder her, über sowas zu lachen ist krank. Such dir eine
Psychiatrie auf.
> Was daran krank ist, mußt du erklären.
Wenn du das nicht erkennen kannst, gehörst du auch zu diesen herzlosen
Volltrotteln. Wenn euch das Sterben nichts ausmacht, bitte schön...
Große Fressen, solange man nicht selbst betroffen ist...
>Man muß die Tiere nur anständig abrichten, dann sind sie sogar eine>große Hilfe bei der Arbeit.
Ist der nicht ein bisschen überarbeitet und wo ist eigentlich die
Lötdampfabsaugung? So wie der guckt werde ich jetzt dem Tierschutz
Meldung machen müssen - tut mir leid!
>So wie der guckt werde ich jetzt dem Tierschutz Meldung machen müssen - >tut mir
leid!
Bitte, bitte nicht!
Der Kater ist jetzt im Ruhestand und darf den ganzen Tag aus dem Fenster
gucken. ;-)
MfG Paul
Ich finde es auch schlimm, wenn jemand über solch ein Schicksal lacht.
Derjenige ist entweder total abgestumpft oder hat niemals selbst in
seinem Bekannten-/Verwandtenkreis solch ein Schicksal erleben müssen.
So wie die Reporter (Kameramänner), die beim Niederländischen Königstag
die im eigenen Blut liegenden Verletzten filmten, anstatt zu helfen. Die
gehören wegen unterlassener Hilfeleistung sofort verknackt.
@Gast (Thread-opener):
Das Ganze wird dir erst später richtig bewusst, lass es erst mal sacken!
ingFH schrieb:
>> Was daran krank ist, mußt du erklären.> Wenn du das nicht erkennen kannst, gehörst du auch zu diesen herzlosen> Volltrotteln. Wenn euch das Sterben nichts ausmacht, bitte schön...> Große Fressen, solange man nicht selbst betroffen ist...
Argumente? Fehlanzeige.
Stattdessen Beschimpfungen. Kennt man doch irgendwoher...
@Thilo
Da stimme ich Dir zu, aber nur insofern, daß den Anschlag ein armer
Irrer
begangen hat und die betroffenen Leute keine Möglichkeit hatten, dem zu
entkommen.
Es besteht aber keine Notwendigkeit, in Afrika herumzufahren und Löwen
in Natura zu bestaunen.
Wer mit dem Teufel speist, braucht einen langen Löffel....
MfG Paul
>Wer mit dem Teufel speist, braucht einen langen Löffel....
Stimmt auch wieder, wie der Satz der Apokryphen:
"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um".
Trotzdem würde ich niemals über den grausamen Tod eines Menschen lachen!
Paul und meine Wenigkeit verarbeiten solche Ereignisse halt gerne mit
einem kleinen Reim. Würde mich über so ein Schicksal nie lustig machen,
aber irgendwie begeben sich manche halt gerne in Gefahr. Wenn einer der
Wolkenkratzer hinaufkrabbelt halt mal daneben greift und abstürzt, dann
hält sich mein Mitleid in Grenzen. Dafür gibt es viel zu viele
"Normalos", die es aus heiterem Himmel und ohne das geringste Dazutun
plötzlich erwischt. Gerade erst wieder miterlebt.
ingFH schrieb:
> Wenn euch das Sterben nichts ausmacht, bitte schön...> Große Fressen, solange man nicht selbst betroffen ist...
Logisch, Tote sagen nichts mehr. <:-(
>Wenn einer der Wolkenkratzer hinaufkrabbelt halt mal daneben>greift und abstürzt, dann hält sich mein Mitleid in Grenzen.
Genau. Meines auch.
Und bei den ganzen Deppen erst, die sich in den Bergen aufgrund
selbstverschuldeter Lawinenabgängen zu Tode bringen ebenso.
Die haben keinen Respekt vor der Natur - da holt sich die Natur halt hie
und da so einen Spinner.
Recht so, kann ich da nur sagen. Das ist natürliche Selektion.
Spocki schrieb:
> Und bei den ganzen Deppen erst, die sich in den Bergen aufgrund> selbstverschuldeter Lawinenabgängen zu Tode bringen ebenso.>> Die haben keinen Respekt vor der Natur - da holt sich die Natur halt hie> und da so einen Spinner.>> Recht so, kann ich da nur sagen. Das ist natürliche Selektion.
Treffen sich zwei Yetis: "Du, gestern hab' ich Reinhold Messner
gesehen!" "Quatsch - meinst du, den gibt's wirklich?"
Schon beim ersten Lesen des ersten Posts musste ich an einen Test
denken, der OP ein (Hobby-)Soziologe, der sehen will, wie wir reagieren,
hatte noch wer den Gedanken?
Als ich die Überschrift gelesen habe, fiel mir sofort dieses Video ein
http://www.youtube.com/watch?v=jpaEW3uVKIU&feature=related
Es kann sein, dass die Menschen selber schuld sind, wenn sie sich
so in Gefahr bringen, aber lachen darüber kann ich nicht.
Eigentlich verstehe ich überhaupt nicht, worüber man da lachen kann.
Wenn ich überlege wie oft ich selber als Kind in Gefahr war, als
ich auf ungesicherten Baustellen herumgespielt habe. Oder mit
paar kV experementiert habe.
Klar wenn man den Menschen nicht persönlich kennt, erwartet man
keine tiefe Betroffenheit und Trauer, aber sich gedanklich zu sagen
".. armes Schwein" das ist doch mindestens drin.
@threadstarter
wenn es dir egal wäre (wie du sagst), dann würdest du hier nicht
so viel schreiben. wenn es dir wirklich egal wäre, hättest du die
email gelesen und wärest danach in die küche gegangen und dir einen keks
zum tee geholt ...
>> Was daran krank ist, mußt du erklären.>Wenn du das nicht erkennen kannst, gehörst du auch zu diesen herzlosen>Volltrotteln. Wenn euch das Sterben nichts ausmacht, bitte schön...>Große Fressen, solange man nicht selbst betroffen ist..
Hey hey, ich bin letztes jahr selbst fast abgekratzt.
Ich lag 2 Wochen im Koma inkl. einer Reanimation.
Die Ärzte haben damals meiner Familie gesagt das es unwahrscheinlich ist
das ich es packe.
Nachdem ich wieder da war waren die Ärzte wohl sehr beeindruckt weil sie
selten jemanden so haben kämpfen sehen.
Also entschuldige bitte wenn ich Witze über den Tod mache, ich kanns mir
erlauben, immerhin hat die Lusche gegen mich erstmal den kürzeren
gezogen.
Auch wenn man ueber einen toten Menschen keine Witze machen sollte...
ueber die Umstaende wie jemand zu Tode kommt geht das sehr wohl,
siehe Darvin Awards.
Der Tod ist sicher nichts witziges. Aber wo kämen wir denn hin, wenn wir
bei jedem Toten den wir in den Medien sehen oder selbst nur davon lesen
"trauern" würden??? Vor allem bei den heutigen sensationsgeilen Medien
kämen wir doch aus dem Heulen nicht mehr heraus.
Aber ganz ohne Frage ist jedoch, dass uns der Tod je nach
"Darreichungsform und Ausführlichkeit" mehr oder minder an die Nieren
geht.
Ich bin mir sicher, dass es bei dem folgenden Video nicht so viele Witze
geben würde... (außer von denen natürlich, die sich gerade jetzt
motiviert sehen)
http://www.youtube.com/watch?v=jqNbZfjBll4
HariboHunter hats auf den Punkt gebracht:
Beitrag "Re: Mein Vorgesetzter wurde von Löwen gefressen"
Hippie:
> Der Tod ist sicher nichts witziges.
Für wen?
Doch nur für die, die ihn noch vor sich haben. Und dafür kommen zwei
Gründe in Frage:
- Schmerzhafte Qualen will keiner erleiden - zu Lebzeiten.
- Bei religiösen Leuten Angst vor dem danach kommt.
Der zweiten kann man sich entledigen...
Uhu Uhuhu schrieb:
> HariboHunter hats auf den Punkt gebracht:> Beitrag "Re: Mein Vorgesetzter wurde von Löwen gefressen">> Hippie:>> Der Tod ist sicher nichts witziges.>> Für wen?>> Doch nur für die, die ihn noch vor sich haben. Und dafür kommen zwei> Gründe in Frage:>> - Schmerzhafte Qualen will keiner erleiden - zu Lebzeiten.> - Bei religiösen Leuten Angst vor dem danach kommt.>> Der zweiten kann man sich entledigen...
Spielst du jetzt auf das Thema "Inkarnation / Reinkarnation" an?
Uhu, laß doch jedem seinen Glauben! Um es mit dem alten Fritzen zu
sagen: Wenn Du nicht an die Wiederauferstehung glaubst, kannst Du ja am
jüngsten Tage einfach liegenbleiben ;-)
Nun zum weniger lustigen Inhalt: auch ich finde es schon beschämend wenn
einem Menschenleben so wenig Wert und Achtung beigemessen wird.
Das Tier hat diese Achtung aus dem Instinkt, der Mensch sollte sie aus
dem Wissen auch um die Heiligkeit des eigenen "Ich" besitzen.
Hat er dies nicht mehr, so sinkt er unter das Tier.
Der Chef mag ein unangenehmer Mensch gewesen sein, er bleibt doch ein
Mensch. Kritik sollte sich am Verhalten festmachen, nicht an der Person.
Überdies sollte man sich die menschliche Größe eines CDU-Bürgermeisters
vor Augen halten, der gefragt wurde, warum er die Trauerfeier für die
Beerdigung von RAF-Terrorismus nicht einschränke.
Er antwortete: "Die Feindschaft endet mit dem Tod."
Will heißen: die Auseinandersetzung beschränkt sich auf die Inhalte,
nicht die Personen.
Überhaupt haben alle Greuel des 20. Jahrhunderts ihre Wurzel in der
Depersonalisierung des Gegners, sei es die Gulags, die
Konzentrationslager aller Länder, Terrorbombardierungen (bis zur
Atombombe),...
Die Begrenzung des Konflikts auf die Sache ohne Dämonisierung /
Dehumanisierung der Sache macht den großen Unterschied und den Weg zur
wahren menschlichen Größe aus.
Das 20. Jahrhundert sollte uns in dieser Hinsicht Mahnung genug sein.
@Rüdiger
Welch große, ja erhabene Worte Du gefunden hast! Erst Deine
tiefgreifenden,
schon philosophisch anmutenden Worte habe mir die Augen geöffnet:
Ja, auch ich werde nun Idioten, die in Ausübung abstruser Hobbys und
Sensationsgier auf der Jagd nach immer neuen Adrenalinschüben so
tragisch endeten auf das Tiefste bedauern.
Schnöde Verkehrsunfälle und andere Ereignisse, die Unbeteiligte zu Tode
brachten, strafe ich ab heute mit Mißachtung und Ignoranz.
Kopf schüttelnd
Paul
Rüdiger Knörig schrieb:
> Uhu, laß doch jedem seinen Glauben!
Das war eine Antwort auf Hartmut Kraus Frage. Es bleibt natürlich dir
überlassen, ob du diese Meinungsäußerung zum Evangelium erheben willst,
oder nicht ;-)
> Wenn Du nicht an die Wiederauferstehung glaubst, kannst Du ja am> jüngsten Tage einfach liegenbleiben ;-)
Genau das werde ich tun...
> Das Tier hat diese Achtung aus dem Instinkt,
Woher weißt du das? Ist das nicht viel eher mal wieder so eine
anthropomorphe Fehlinterpretation artfremden Verhaltens?
Wenn ich z.B. die Eulen betrachte, kann ich nur feststellen, daß bei
denen Kategorien wie Achtung/Mißachtung ganz einfach nicht vorkommen.
Töten ist ihr Handwerk und sie greifen alle Vertreter fremder Arten an,
von denen sie sich einigermaßen sicher sind, daß sie sie überwältigen
können. Sie machen dabei nichteinmal vor anderen Eulenarten Halt.
Das Einzige, was zählt, ist die Tatsache, daß man sehr schnell aus dem
Leben katapultiert werden kann, wenn man sich dabei verschätzt.
Mit Achtung hat das wenig zu tun.
> Der Chef mag ein unangenehmer Mensch gewesen sein, er bleibt doch ein> Mensch. Kritik sollte sich am Verhalten festmachen, nicht an der Person.
Ich denke, HariboHunter hat die Sache ein bischen weiter oben sehr gut
auf den Punkt gebracht.
> Überdies sollte man sich die menschliche Größe eines CDU-Bürgermeisters> vor Augen halten, der gefragt wurde, warum er die Trauerfeier für die> Beerdigung von RAF-Terrorismus nicht einschränke.> Er antwortete: "Die Feindschaft endet mit dem Tod."> Will heißen: die Auseinandersetzung beschränkt sich auf die Inhalte,> nicht die Personen.
Und das Lachen in unserm Fall über die Art des Todes, nicht über das
Opfer.
> Überhaupt haben alle Greuel des 20. Jahrhunderts ihre Wurzel in der> Depersonalisierung des Gegners, sei es die Gulags, die> Konzentrationslager aller Länder, Terrorbombardierungen (bis zur> Atombombe),...
Und du bist sicher, daß du da nicht Ursache und Wirkung verwechselst?
Es gibt nicht leicht ein Thema, von dem er nichts versteht.
So ein Massel, dass wir den dabei haben. Ohne den wär's langweilig.
Siehe
http://www.youtube.com/watch?v=qHF1i-oFdu8
Aber auch die Eule tötet nur aus der Notwendigkeit heraus, z.B. der des
Hungers. Ein "Töten nur aus Spaß" ist eher anatürlich.
Ich glaube schon, daß die Dehumanisierung des Gegners der Schlüssel für
die Greuel des 20. Jahrhunderts ist.
So hat man die Atombombe ja nicht über einer anderen menschlichen
Zivilisation abgeworfen, sondern über "gelbe Affen" - so wurden die
Japaner von der amerikanischen Propaganda dargestellt.
Ebenso wie die Spanier bei der "Remember-the-Maine"-Presseaktion +
"false-flag"-Aktivität als Affen dargestellt worden sind:
http://www.israpundit.com/2008/wp-content/uploads/2009/01/sp_brute.jpg
>Ein "Töten nur aus Spaß" ist eher anatürlich.
Was ist denn mit Katzen, die die gefangenen Mäuse erst noch ein bisschen
quälen, bevor sie ihnen dann ganz der Gar aus machen? (kenn mich da
nicht so auch weil ich keine Katze habe => lasse mich also gerne
belehren!)
**anatürlich ?!?!? Was eine hässliche Wortkomposition!
Rüdiger Knörig schrieb:
> Aber auch die Eule tötet nur aus der Notwendigkeit heraus, z.B. der des> Hungers. Ein "Töten nur aus Spaß" ist eher anatürlich.
Eulen haben einen starken Hang zur Vorratsbildung. Sie töten also auch,
wenn sie keinen Hunger haben und sich die Gelegenheit dazu bietet.
In mäusereichen Jahren führt das regelmäßig dazu, daß die Bruthöhlen und
externen Depots voll von stinkendem Aas sind.
> Ich glaube schon, daß die Dehumanisierung des Gegners der Schlüssel für> die Greuel des 20. Jahrhunderts ist.
War es nicht eher so, daß es um die Weltherrschaft ging und keiner der
Verlierer sein wollte? Um nicht den Kürzeren zu ziehen war dann jedes
Mittel recht...
> So hat man die Atombombe ja nicht über einer anderen menschlichen> Zivilisation abgeworfen, sondern über "gelbe Affen" - so wurden die> Japaner von der amerikanischen Propaganda dargestellt.
Das haben sie gemacht, um den Russen zu zeigen, wo der Bartel den Most
holt. Daß sie für weit geringere Zwecke über Leichen gehen, war auch
damals nicht neu und die Wahl traf Japan, weil Deutschland schon
kapituliert hatte, als die Bomben bereit standen.
Ähnliches ist beim Fuchs im Hühnerstall zu sehen: Das "Blutbad", dass
Menschen "grausam" finden, weil der Fuchs gar nicht so viele Hühner
fressen kann wie er tötet, ist Ausdruck des Jagdtriebes. In der freien
Natur trifft der Fuchs nur vereinzelt auf Beutetiere und ist daher
bemüht, jedes Beutetier was ihm vor die Nase kommt zu jagen und zu
stellen. Im Hühnerstall wird er plötzlich mit einer unnatürlichen
Anhäufung von Beutetieren konfrontiert, und reißt dann alles was er
kriegen kann.
>Schon mal gehört, dass es etwas gibt, das sich Konjunktiv nennt?
Wann entdecken eigentlich die foruminterne Rechtsschreibagenten?
Warum legst du mehr Wert auf die Form als auf den Inhalt?
Oder willst du vom Inhalt ablenken?
LFT schrieb:
>>Ein "Töten nur aus Spaß" ist eher anatürlich.> Was ist denn mit Katzen, die die gefangenen Mäuse erst noch ein bisschen> quälen, bevor sie ihnen dann ganz der Gar aus machen? (kenn mich da> nicht so auch weil ich keine Katze habe => lasse mich also gerne> belehren!)
Da ist die Maus aber selber schuld - die greift die Katze an! Zieht
natürlich den kürzeren.
Uhu Uhuhu schrieb:
> Rüdiger Knörig schrieb:>> So hat man die Atombombe ja nicht über einer anderen menschlichen>> Zivilisation abgeworfen, sondern über "gelbe Affen" - so wurden die>> Japaner von der amerikanischen Propaganda dargestellt.
Klar - die Diplomaten der "Affen" verließen das Gebäude in den USA mit
den Gesichten von Märtyrern. Wohl wissend, dass ihre Flugzeugträger in
Richtung Pearl Harbor schon unterwegs waren (die diese nun nicht gerade
kurze Strecke unbemerkt zurücklegen konnten). Also wer waren da die
Affen? Mit Sicherheit die Amis - die glaubten ja noch, als sie die
ersten japanischen Flugzeuge auf dem Radar hatten, es wären eigene.
> Das haben sie gemacht, um den Russen zu zeigen, wo der Bartel den Most> holt. Daß sie für weit geringere Zwecke über Leichen gehen, war auch> damals nicht neu und die Wahl traf Japan, weil Deutschland schon> kapituliert hatte, als die Bomben bereit standen.
Klar - und die geistigen Väter der Atombombe waren alles emigrierte oder
ausgewiesene Deutsche - oder? Also allein Hitlers Antisemitismus haben
wir's zu verdanken, dass Deutschland nicht die erste Atommacht der Welt
wurde. Ironie der Geschichte.
Uhu Uhuhu schrieb:
> Hartmut Kraus schrieb:>> Spielst du jetzt auf das Thema "Inkarnation / Reinkarnation" an?>> Nein. Man lebt nur einmal.
Nein. Wir sind alle nicht zum ersten Mal auf der Welt, aber wir erinnern
uns nicht an unserer früheres Leben. Aber es gibt Situationen, die sich
nicht anders erklären lassen.
Deshalb hat's auch keinen Sinn, sich das Leben zu nehmen: Dann wird dein
Geist sofort in einen anderen Körper auf der Erde inkarniert und muss
sich genau der gleichen Situation stellen.
>Also allein Hitlers Antisemitismus haben>wir's zu verdanken, dass Deutschland nicht die erste Atommacht der Welt>wurde. Ironie der Geschichte.
Einem puren Zufall haben wir's zu verdanken, dass Deutschland nicht zu
Hiroshima wurde. Die Bombe war für Deutschland gebaut worden.
Thilo M. schrieb:
>>Also allein Hitlers Antisemitismus haben>>wir's zu verdanken, dass Deutschland nicht die erste Atommacht der Welt>>wurde. Ironie der Geschichte.>> Einem puren Zufall haben wir's zu verdanken, dass Deutschland nicht zu> Hiroshima wurde. Die Bombe war für Deutschland gebaut worden.
Hab' ich auch schon gehört - aber was war der Zufall?
>Safari in Ostafrika: Sie waren auf einem Tourbus unterwegs, um zu>fotografieren.
Danke für die nette Geschichte. Kannst du der Vollständigkeit halber
noch den Reiseanbieter nennen? Ich würde mich bei meinem Chef auch gerne
mit einer spannenden Abenteuerreise bedanken, und es geht sicher vielen
ähnlich.
>Hab' ich auch schon gehört - aber was war der Zufall?
Der 'Zufall' war, dass die Amis sich an den Japanern die Zähne
ausgebissen haben. Auch die Russen gingen gegen Japan vor, ohne Erfolg.
Der WK2 sollte schnell beendet werden, also als Ziel die größte
Bedrohung wählen: Berlin. Da aber die Welt beunruhigt war, dass die
Weltmacht Amerika nicht mit den Japanern fertig wird (hohe Verluste bei
Invasionen) wurde als Ziel Japan gewählt.
Hier was zum schmökern:
http://p-h.ifrance.com/japan_ph.php?lang=de
Thilo M. schrieb:
>>Hab' ich auch schon gehört - aber was war der Zufall?>> Der 'Zufall' war, dass die Amis sich an den Japanern die Zähne> ausgebissen haben.
Nein, das wohl nicht, denn die USA haben den Krieg gegen Japan
absichtlich in die Länge gezogen.
Mit Deutschland konnten sie das nicht machen, weil sonst die Russen noch
weiter vormarschiert wären.
> Auch die Russen gingen gegen Japan vor, ohne Erfolg.
Eben. Deswegen hat der Trick mit Japan funktioniert, mit uns nicht. Wir
haben ein Riesenglück gehabt...
> Der WK2 sollte schnell beendet werden, also als Ziel die größte> Bedrohung wählen: Berlin.
Das galt nur noch bedingt, als sich das Ende abzeichnete. Dann begannen
sie nämlich zu überlegen, wie sie die Russen am besten erledigen.
Darauf hatten übrigens auch viele Nazis gehofft und versprachen sich
davon, zusammen mit den Amis gegen die SU weiter machen zu können. Das
wurde allerdings nichts...
> Da aber die Welt beunruhigt war, dass die> Weltmacht Amerika nicht mit den Japanern fertig wird (hohe Verluste bei> Invasionen) wurde als Ziel Japan gewählt.
Das erscheint mir nicht sonderlich plausibel.
Die Bomben wurden aus zwei Gründen auf Japan geworfen:
- Einschüchterung der Russen - militärisch war das völlig überflüssig.
- Gigantischer Menschenversuch, um die Wirkung der Bombe zu studieren.
Wegen letzterem haben die USA nach der Kapitulation auch in Hiroshima
und Nagasaki medizinische Zentren eingerichtet, die zwar die
Verletzungen der Bombenopfer akribisch dokumentiert, aber nichts
ernsthaftes zu ihrer medizinischen Versorgung unternommen haben
Uhu Uhuhu schrieb:
> Darauf hatten übrigens auch viele Nazis gehofft und versprachen sich> davon, zusammen mit den Amis gegen die SU weiter machen zu können. Das> wurde allerdings nichts...
Klar, die Westaliierten haben doch erst in den Krieg eingegriffen, als
feststand, dass Deutschland die Sowjetunion nicht schafft. Und dann
wurde doch "gefeilscht", und als etwa feststand, wer welchen Teil von
Deutschland kriegt, nur noch der Osten gezielt in Schutt und Asche
gebombt. Da haben wir in Thüringen wohl Glück gehabt, dass das erst den
Amis zugedacht war (der Deal gegen Westberlin lief ja erst nach
Kriegsende).
> Wegen letzterem haben die USA nach der Kapitulation auch in Hiroshima> und Nagasaki medizinische Zentren eingerichtet, die zwar die> Verletzungen der Bombenopfer akribisch dokumentiert, aber nichts> ernsthaftes zu ihrer medizinischen Versorgung unternommen haben
Echt rührend. Und was hab' ich da vor ein paar Jahren mal gelesen: Einer
der Architekten, der in Dresden mitarbeitet, ist der Sohn eines
Bomberpiloten von damals - mir kommen gleich die Tränen.
Hartmut Kraus schrieb:
> Einer> der Architekten, der in Dresden mitarbeitet, ist der Sohn eines> Bomberpiloten von damals - mir kommen gleich die Tränen.
Und was kann der Sohn für seinen Vater?