Hallo zusammen,
ich möchte 1TB an Daten (es sind lauter kleine Dateien nicht eine große)
von einer externen USB2.0 HDD (NTFS) auf eine andere externe USB2.0 HDD
(NTFS) Festplatte kopieren.
Beide Platte sind herkömmliche mechanische HDDS und kein SSDs!
Wichtig ist mir hierbei dass die Daten FEHLERFREI kopiert werden!
Jetzt würde ich gerne ein Programm nutzen, dass eine Art Checksumme
bilden kann und quasi nach dem Kopieren prüft ob alle Daten richtig
geschrieben wurden. Was würdet ihr da empfehlen?
Mein Betriebssystem ist Win7 (oder ist ein Live Linux evtl besser
geeignet?).
Oder wäre es evlt besser wenn man die zu lesende HDD (Sata HDD im
externen USB2.0 Gehäuse) in den Desktop Rechner fest einbaut?
Die Geschwindigkeit des Kopiervorganges ist mir nicht wichtig, wie
gesagt es muss sichergestellt sein, dass die Kopie fehlerfrei ist.
Falls jemand von euch da Erfahrung hat bitte melden.
Danke ;)
Idee: Alles in ein Archiv, dann am Stück mit einem Dateimanager, der
Dateien sofort schreibt und nicht erst buffert, nutzen zum Übertragen.
Mir fällt spontan FlashFXP ein. Wenn eine zu kopierende Datei abbricht,
dann kann man es einfach noch einmal versuchen und es macht da weiter,
wo es aufgehört hat.
nimm das Windows eigene Robocopy, das kann alles was du willst, ist aber
ein Kommandozeilen Programm
Es gibt dazu eine GUI http://YARCGUI.wilkes.es mit der kannst du die
Parameter einfach einstellen
Teracopy kann das z.B.
https://www.codesector.com/teracopy
Aber USB2 nach USB2 dauert bei der Datenmenge fast 1 Tag. Am besten
beide intern verwenden und clonen.
HyperMario schrieb:> Total Commander, der prüft nach dem kopieren die Dateien komplett.
das musst du dann aber erst in der Konfig unter Kopieren/Löschen
einstellen.. Haken bei Verifizieren nach dem Kopieren (MD5-Quersumme)
einstellen.
Robocopy ist an der Stelle deutlich besser, auch wenn ich TCMD schon
seit Version 1.0 nutze
Bit Kopierer schrieb:> ich möchte 1TB an Daten (es sind lauter kleine Dateien nicht eine große)> von einer externen USB2.0 HDD (NTFS) auf eine andere externe USB2.0 HDD> (NTFS) Festplatte kopieren.>> Beide Platte sind herkömmliche mechanische HDDS und kein SSDs!>> Wichtig ist mir hierbei dass die Daten FEHLERFREI kopiert werden!>> Jetzt würde ich gerne ein Programm nutzen, dass eine Art Checksumme> bilden kann und quasi nach dem Kopieren prüft ob alle Daten richtig> geschrieben wurden. Was würdet ihr da empfehlen?
rsync kann das.
Für Windows gibt es das meines Wissens nach als Teil des cygwin
Projekts.
Falls die Übertragung über USB keine Fehler erkennen können sollte oder
im RAW Modus durchgeführt wird und eine Fehlererkennung dabei
weggelassen werden sollte, hilft allerdings das beste Programm nichts.
Aber diese Frage können dir sicher die Elektroniker hier genauer
beantworten.
Ich glaube USB bietet so etwas wie error correction, CRC und verify für
mass storage devices.
Aufgrund der Datenmenge wäre es aber dennoch besser, die Festplatten aus
dem externen USB Gehäuse auszubauen und über SATA oder eSATA direkt an
den Rechner anzuschließen.
Über SATA geht das einfach viel schneller.
Nano schrieb:> Aufgrund der Datenmenge wäre es aber dennoch besser, die Festplatten aus> dem externen USB Gehäuse auszubauen und über SATA oder eSATA direkt an> den Rechner anzuschließen.> Über SATA geht das einfach viel schneller.
Geschwindigkeit ist ihm nicht wichtig, die Datensicherheit ist wichtig..
dazu würde ich auf keinen Fall irgendeine HDD aus dem Gehäuse ausbauen,
wer weiss was ihm dabei passiert und die Daten sind auf der Quelle
defekt!!!
Ich kann nur sagen Robocopy erfüllt seit vielen Jahren genau diese
Anforderung, protokolliert alles was man will und arbeitet absolut
zuverlässig ohne grafische GUI die beim kopieren sinnlos ist
Hallo Bit Kopierer,
Bit Kopierer schrieb:> Jetzt würde ich gerne ein Programm nutzen, dass eine Art Checksumme> bilden kann und quasi nach dem Kopieren prüft ob alle Daten richtig> geschrieben wurden. Was würdet ihr da empfehlen?
z.B. "MD5Summer".
https://www.heise.de/download/search?terms=md5summer
Du kopierst die Dateien mit dem Tool Deiner Wahl.
Dann nutzt ein Programm wie "MD5Summer" um die Prüfsummen im Quellordner
zu berechnen.
Im nächsten Schritt überprüfst Du mit der Prüfsummendatei die Kopie im
Zielordner.
Es ist hilfreich, wenn sich Quelldatein und Zieldateien in einem Ordner
befinden, zumindest für den Moment der Generierung der Prüfsummendatei
und der anschließenden Überprüfung.
>> Mein Betriebssystem ist Win7 (oder ist ein Live Linux evtl besser> geeignet?).
Ich sehe keinen Mehrwert in einem Live-Linux-System.
>> Oder wäre es evlt besser wenn man die zu lesende HDD (Sata HDD im> externen USB2.0 Gehäuse) in den Desktop Rechner fest einbaut?>> Die Geschwindigkeit des Kopiervorganges ist mir nicht wichtig, wie> gesagt es muss sichergestellt sein, dass die Kopie fehlerfrei ist.>> Falls jemand von euch da Erfahrung hat bitte melden.>> Danke ;)
Problematisch beim Kopieren sind sehr viele kleine Dateien auf ein
Medium ohne Write-Cache. Das dauert aufgrund der Transaktionen pro Datei
ewig und drei Tage, liefert nicht annähernd die Byterate vom Interface.
Thomas S. schrieb:> HyperMario schrieb:>> Total Commander, der prüft nach dem kopieren die Dateien komplett.>> das musst du dann aber erst in der Konfig unter Kopieren/Löschen> einstellen.. Haken bei Verifizieren nach dem Kopieren (MD5-Quersumme)> einstellen.
Direkt nach dem Kopieren zu vergleichen würde ich vermeiden. Dabei
erwischt man doch nur die Daten aus einem der diversen Cache-Layer.
Ich würde es ganz normal rüber kopieren und anschließend per Total
Commander "Verzeichnisse synchronisieren"-Funktion einen
Komplettvergleich nach Dateiinhalt starten. Da man dies "1 TB später"
macht, kann man sich ziemlich sicher sein das man die tatsächlich
geschriebenen Daten und nicht irgendwas in einem der Caches vergleicht.
Stefan P. schrieb:> Direkt nach dem Kopieren zu vergleichen würde ich vermeiden. Dabei> erwischt man doch nur die Daten aus einem der diversen Cache-Layer.> Ich würde es ganz normal rüber kopieren und anschließend per Total> Commander "Verzeichnisse synchronisieren"-Funktion einen> Komplettvergleich nach Dateiinhalt starten. Da man dies "1 TB später"> macht, kann man sich ziemlich sicher sein das man die tatsächlich> geschriebenen Daten und nicht irgendwas in einem der Caches vergleicht.
und wieder Robocopy, dies nach dem kopieren ein 2. mal starten, dann
werden die Dateine verglichen und nur unterschiedliche Dateien kopiert
und wunderschön in einem Log dargestellt welche Dateien kopiert wurden
Noch eine Variante, die zugegebenermaßen auch recht lang dauert, dafür
aber auch zukünftig defekte Dateien repariert werden können, wäre
MultiPar.
Damit kannst du Paritydaten erzeugen.
xxcopy bietet sich aber auch an.
Stefan P. schrieb:> Direkt nach dem Kopieren zu vergleichen würde ich vermeiden. Dabei> erwischt man doch nur die Daten aus einem der diversen Cache-Layer.
Unter linux wäre das Problem einfach zu lösen:
1
sync; echo 1 > /proc/sys/vm/drop_caches
Und zum vergleichen sha256sum. Oder cmp. Oder diff. Oder...
Thomas S. schrieb:> und wieder Robocopy, dies nach dem kopieren ein 2. mal starten, dann> werden die Dateine verglichen und nur unterschiedliche Dateien kopiert> und wunderschön in einem Log dargestellt welche Dateien kopiert wurden
Ja wir hams ja begriffen... Dein Tool will halt einfach keiner.
Als fauler User habe ich öfter rar oder ein Prüfsummenprogramm benutzt
und dann die paar Prüfzahlen verglichen. Es nützt aber wenig, nur
Prüfzahlen zu vergleichen, wenn man vorher keine Recht hat, ALLE Dateien
zu kopieren! Deswegen könnte ein komplettes Image besser sein.
Danke erstmal für die zahlreichen Rückmeldungen. Auch vielen Dank, dass
die meisten hier verstanden haben, dass ich die Daten nicht möglichst
schnell sondern SICHER kopieren will.
Ein komplettes Image scheidet aus, da sich auf der Zielfestplatte
bereits Daten befinden.
Was mich jetzt noch interessieren würde:
Welche Schnittstelle ist aufgrund Ihrer "Architektur" sicherer bei der
Datenübertragung (USB2.0 oder SATA)? Ich denke da auf Bit Ebene und
meine damit was passiert wenn eine Flanke auf der Schnittstelle falsch
erkannt wird. Da gibt es bestimmt unterschiedlich Arten der Absicherung
(CRC oder was weiß ich....)
Die ganze Absicherung der Daten geschieht vermutlich auf Protokoll
Ebene...
nur was ist jetzt die geeignetste Schnittstelle wenn man Daten sicher
kopieren will? USB oder Sata?
Scheinbar scheint die Absicherung der Daten (USB und Sata) über CRC
(oder was weiß ich alles ) ja nicht sicher zu funktionieren. Sonst würde
es ja keine Softwareprogramme geben die prüfen ob die Daten richtig
kopiert wurden...
Man merkt schon... ich habe noch nie eine Sata oder eine USB
Schnittstelle entworfen/programmiert ;D Aber hier gibts bestimmt einige
die das schon gemacht haben :)
Der Ausbau der HDDs aus den externen USB Gehäusen stellt kein Problem
dar...
Bit Kopierer schrieb:> Welche Schnittstelle ist aufgrund Ihrer "Architektur" sicherer bei der> Datenübertragung (USB2.0 oder SATA)?
Im Zweifelsfall würde ich sagen SATA.
Da du über USB "nur" eine weitere Ebene darauf legst (die Festplatte ist
ja trotzdem per SATA an dem USB-SATA-Interface angeschlossen) wird der
direkte Anschluss per SATA zuverlässiger - oder zumindest nicht weniger
zuverlässig - sein.
MfG, Arno
Bit Kopierer schrieb:> Ein komplettes Image scheidet aus, da sich auf der Zielfestplatte> bereits Daten befinden.
Wenn Daten wirklich wertvoll sind, dann schafft man sie nicht nur auf
ein Backup und benutzt verschiedene Methoden. Eine neue HD ist billiger
als Ontrack.
Hallo Bit Kopierer,
Bit Kopierer schrieb:> Danke erstmal für die zahlreichen Rückmeldungen. Auch vielen Dank, dass> die meisten hier verstanden haben, dass ich die Daten nicht möglichst> schnell sondern SICHER kopieren will.>> Ein komplettes Image scheidet aus, da sich auf der Zielfestplatte> bereits Daten befinden.>> Was mich jetzt noch interessieren würde:>> Welche Schnittstelle ist aufgrund Ihrer "Architektur" sicherer bei der> Datenübertragung (USB2.0 oder SATA)? Ich denke da auf Bit Ebene und> meine damit was passiert wenn eine Flanke auf der Schnittstelle falsch> erkannt wird. Da gibt es bestimmt unterschiedlich Arten der Absicherung> (CRC oder was weiß ich....)>> Die ganze Absicherung der Daten geschieht vermutlich auf Protokoll> Ebene...> nur was ist jetzt die geeignetste Schnittstelle wenn man Daten sicher> kopieren will? USB oder Sata?
Deine Ansprüche an Vermeidung von Datenverfälschung legen nahe, dass Du
Dir einen ZFS-basierten Server kaufst/baust.
Dabei solltest Du dann auch die Backups nicht vergessen, denn für
defekte zpools scheint es keine Recoverysoftware zu geben und die Profis
nehmen dafür mutmaßlich fünfstellige Eurobeträge.
Wenn Du nun von der Verfälschung durch die Schnittstelle sprichst,
darfst Du auch das RAM nicht ignorieren. Das muss dann ECC-RAM sein.
Bit Kopierer schrieb:> Jetzt würde ich gerne ein Programm nutzen, dass eine Art Checksumme> bilden kann und quasi nach dem Kopieren prüft ob alle Daten richtig> geschrieben wurden. Was würdet ihr da empfehlen?
Wenn es manuell angestoßen werden darf:
https://www.exactfile.com/downloads/ und da die Version: 1.0.0.15 Beta
Sowohl SATA als auch USB spezifizieren für den Physical Layer eine
Bitfehlerrate von < 1* 10^-12 . Also sind 16 Bitfehler für das Kopieren
von 1 TB erlaubt, was inakzeptabel schlecht ist. Diese müssen daher in
höheren Schichten von SATA bzw. USB erkannt und wiederholt werden. Aber
ich habe keine Ahnung wie sich die beiden hier unterscheiden.
Blechbieger schrieb:> was inakzeptabel schlecht ist.
Ich habe beim Kopieren von Videofiles unter Win7 mit USB3 diverse
fehlerhafte Files gehabt. Am selben PC (Bootmanager) auf die selbe
Platte mit USB2 unter XP gibt es keinerlei Ausfälle.
Sieht nach einem Problem von USB aus - na jedenfalls schleppe ich nun
Checksumdateien mit, an die eigentliche Ursache komme ich nicht heran.
Mad schrieb:> Thomas S. schrieb:>> und wieder Robocopy, dies nach dem kopieren ein 2. mal starten, dann>> werden die Dateine verglichen und nur unterschiedliche Dateien kopiert>> und wunderschön in einem Log dargestellt welche Dateien kopiert wurden>> Ja wir hams ja begriffen... Dein Tool will halt einfach keiner.
Woran man sehr schön sehen kann, wie dumm doch die Welt ist. Denn das
Tool bietet alle nur denkbaren Vorteile:
- Es ist im System schon vorhanden.
- Es ist umfassend getestet.
- Es leistet alles, was in der konkreten Anwendung nötig ist (und noch
einiges mehr, was hier bisher garnicht erwähnt wurde, es kann nämlich
mit den ganzen NTFS-Spezialitäten korrekt umgehen, von komprimierten
oder verschlüsselten Dateien über AFS und ACLs bis hin zu den diversen
Möglichkeiten der Verlinkung innerhalb eines oder zwischen mehreren
NTFS-Volumes).
Für das Kopieren auf FS-Ebene von NTFS zu NTFS gibt's nichts Besseres.
Mad schrieb:> Thomas S. schrieb:>> und wieder Robocopy, dies nach dem kopieren ein 2. mal starten, dann>> werden die Dateine verglichen und nur unterschiedliche Dateien kopiert>> und wunderschön in einem Log dargestellt welche Dateien kopiert wurden>> Ja wir hams ja begriffen... Dein Tool will halt einfach keiner.
Doch, ich. Ich habe den Beitrag nicht erstellt, erfreue mich aber über
den Tipp, denn Robocopy kannte ich noch nicht.
Es ist außerdem nicht sein Tool, sondern das von Microsoft.
Ich finde es sinnvoll, gleich das vom Hersteller zu nehmen.
Daher ist der Tipp gut.
Auch wenn du das nicht hören willst.
paar Gedankengänge dazu:
warum sollte eine Copy nicht fehlerfrei sein?
In welchem Sinne sind hier "Fehler" gemeint?
Dateien kaputt oder Kopierabbrüche?
Oder fehlt am Ende etwas ohne dass es Fehlermeldungen gibt?
man kann es u.U. haben, dass man z.B. versteckte Dateien
unter Windows nicht kopiert.
Wie sieht überhaupt die Qualität der Festplatten aus?
Was sagen Crystaldisk (und Co)?
wenn da eine Platte schon fehlerhafte Bereiche hat und es imme rmehr
werden...
Ihr mit Eurem mistigen Kram immer, ich kenne Euch!!! ;)
WENN man das schon unter Win machen will, würde ich für das Kopieren
den Rechner vom Web abklemmen und den Virenscanner abschalten.
aber vorher aktualisieren, nicht dass der (oder anderes) mit
irgendwelchen Mist-Meldungen dazwischen kloppt.
ausserdem würde der Virenscanner bei jeder Datei
immer erst noch gerne prüfen wollen, was damit los ist...
kann man natürlich auch zum Anlass nehmen,
das endlich mal zu checken :D
Live-System...
weiss man, ob das die Hardware wirklich effizient anspricht?
nicht, dass das dadurch noch nen halben Tag länger dauert.
● J-A V. schrieb:> Oder fehlt am Ende etwas ohne dass es Fehlermeldungen gibt?> man kann es u.U. haben, dass man z.B. versteckte Dateien> unter Windows nicht kopiert.
Auch nicht jede im Zugriff befindliche Datei wird immer zuverlässig
kopiert und ob USB3 in jedem Fall sauber funktioniert, wäre noch zu
klären.
Manfred schrieb:> auf die selbe Platte mit USB2 unter XP gibt es keinerlei Ausfälle.
Treiber ok, Kabel ok? Man sollte mal den Datenstrom am Oszi sehen. Nicht
jeder schnellere Impuls wird schön aussehen?
unter Win7 kommt es ausserdem bei falscher Einstellung
"gerne" immer zu diesem elendigen Ladebalken.
Dann rödelt die Festplatte bei Multimedia-Geschichten rum wie blöde.
Abhilfe dazu hier:
Beitrag "Windows Explorer ewiger grüner Balken, Lösung"
● J-A V. schrieb:> ausserdem würde der Virenscanner bei jeder Datei> immer erst noch gerne prüfen wollen, was damit los ist...> kann man natürlich auch zum Anlass nehmen,> das endlich mal zu checken :D
ja, dann sind bei 1TB Daten 3 Dateien dabei die ins Virenmuster passen
und werden in Quarantäne verschoben oder gelöscht.. dann war es das mit
1:1 Kopie.. nee sind ja dann auf beiden HDDs gelöscht
verstehe nur nicht was die Diskussion über die rudimentäte Schnittstelle
SATA oder auch USB bringt. Das ist doch völlig egal, wichtig ist doch
nur dass das verwendete Tool sicherstellt das die Daten nach dem
kopieren exakt gleich sind, selbst wenn das Tool es 1Mio mal versuchen
muss zu kopieren
Danke, dass es auch noch andere hier gibt, die in Zeiten von bunten
Bilder Soft auch noch die Konsolenprogramme nutzen.
Nochmals der Tip Richtung Robocopy, mit den richtigen Schaltern haben
wir damit viele Terabyte Fileserver übertragen.
Der einzige Haken unter Windows ist, dass zu lange Pfad- und Dateinamen
dabei richtig Scheiße produzieren können, dazu hatten wir mal nen
robocopy "Trockenlauf" laufen lassen, der die Problematischen Fälle
erstmal rausfiltert und auflistet. Nur so als Tipp, falls das in Deinem
Szenario vorkommen könnte.
(Eine Gewisse Abteilung hatte immer halbe Romane mitsamt
Sonderzeichenzoo in Pfad und Dateinamen geschrieben, die Honks)
Man kann Robocopy so einsetzen, dass man erstmal einzelne Brocken z.B.
oberste Verzeichnisordner wegsichert und dann das in der Zwischenzeit
aufgetretene Delta als reine Differenzsicherung nachzieht.
Ich hab die richtigen Parameter nicht mehr im Kopf, aber das Goorakel
wird helfen ;-)
Gruß
Aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten daß mir bislang nur genau
ein einziges Mal in den letzten 35 Jahren Daten beim Umkopieren
kaputtgegangen sind - und dann gleich gründlich mehrere Terabyte - und
das ließ sich dann recht schnell ursächlich auf defektes RAM im
betreffenden Rechner zurückführen. Überall unterwegs und auf der Platte
sind die Daten mit CRC abgesichert, nur nicht während der kurzen Zeit in
der die nackten Daten ohne weitere Verpackung im Speicher herumliegen
und darauf warten wieder geschrieben zu werden. ECC-RAM soll hilfreich
sein, sagt man.
Jörch B. schrieb:> Der einzige Haken unter Windows ist, dass zu lange Pfad- und Dateinamen> dabei richtig Scheiße produzieren können, dazu hatten wir mal nen> robocopy "Trockenlauf" laufen lassen, der die Problematischen Fälle> erstmal rausfiltert und auflistet. Nur so als Tipp, falls das in Deinem> Szenario vorkommen könnte.
Achtung, es gibt mehrere Versionen vom Robocopy,
XP010 war bis XP gedacht, läuft stabil und schnell hat aber die Probs
mit allzu langen Pfaden, kommt aus dem Resourcekit
XP026 war dann wohl schon bei Vista dabei und hat die Probs nicht, ist
aber etwas langsamer
> Ich hab die richtigen Parameter nicht mehr im Kopf, aber das Goorakel> wird helfen ;-)
die über 70 Parameter muss man nicht im Kopf haben
wichtig ist doch wohl, das nach dem abeschlossenen Kopiervorgang, dieser
nochmals angestoßen wird, das Programm dann alle Dateien prüft und
sollte beim Kopieren ein Fehler aufgetreten sein, dieser behoben wird.
Erst nach einem komplett erfolgtem kopieren kann man feststellen ob sich
vielleicht in der Verzeichnisstruktur ein Fehler eingeschlichen hat
Thomas S. schrieb:> vielleicht in der Verzeichnisstruktur ein Fehler eingeschlichen hat
Genau da ist der wunde Punkt, wenn die Rechte nicht reichen oder
komische Datei$nam§en Ärger machen. Deswegen wäre mir ein 1:1 Image
lieber als 1000 einzelne Dateinamen mit Problemen. Das heißt aber nicht,
daß RAM-Fehler oder andere HW-Probleme noch "viel Spaß" machen könnten.
Durch Fehler wird man klüger.
oszi40 schrieb:> Deswegen wäre mir ein 1:1 Image> lieber als 1000 einzelne Dateinamen mit Problemen.
Ich kaufe mir in bestimmten Abständen für meinen Laptop eine neue
HDD/SSD und clone diese in einer externen Dockingstation mit
Clonefunktion, die macht eigenständig ohne PC/Windows eine 1:1 Kopie,
die ich dann in meinem Laptop verwende. Die "alte" HDD lege ich in den
Schrank und habe für den Notfall eine voll lauffähige HDD mit Stand vom
xx.xx.xxxx, damit fahre ich recht gut.
>> Ja wir hams ja begriffen... Dein Tool will halt einfach keiner.
Robocopy ist imo erste Sahne. Nur weil man sich den Kindergarten hier
passiv reinzieht und nicht gleich damit hausieren geht bedeutet das noch
lange nicht das es keiner will.
>> Woran man sehr schön sehen kann, wie dumm doch die Welt ist. Denn das> Tool bietet alle nur denkbaren Vorteile:
Aber es ist halt Kommandozeile und man kann eine Menge Unfug damit
anstellen.
Oder andersrum, wer damit umgehen kann kennt es sowieso.
Thomas S. schrieb:> Erst nach einem komplett erfolgtem kopieren kann man feststellen ob sich> vielleicht in der Verzeichnisstruktur ein Fehler eingeschlichen hat
Meiner einer überträgt Daten komprimiert. Theorie dahinter ist, dass
dann Übertragungsfehler herausfallen und man die Integrität auf einer
höheren Ebene prüfen kann.
was haltet ihr von dem Ansatz?
Im Widerspruch dazu nehme ich dann zip obwohl man das schlechter
reparieren kann wie z.B. tar.
Bernd K. schrieb:> und> das ließ sich dann recht schnell ursächlich auf defektes RAM im> betreffenden Rechner zurückführen.
Das ist mir auch mal passiert. Windows lief im 1. Speicherriegel
einwandfrei. Als Cache hat es aber den 2. Riegel genommen und der war
defekt. Nach einer größeren Aufräumaktion waren dann alle Dateien
geschreddert.
HyperMario schrieb:> Meiner einer überträgt Daten komprimiert. Theorie dahinter ist, dass> dann Übertragungsfehler herausfallen und man die Integrität auf einer> höheren Ebene prüfen kann.>> was haltet ihr von dem Ansatz?
Nehmen wir mal an du hättest dieses Kommentar hier als Textdatei
gespeichert.
Wenn du die jetzt kopierst und dabei aus welchem Gründen auch immer,
z.B. defektes RAM, ein Fehler auftreten würde.
Dann wird halt bspw. aus dem Wort Kommentar das Wort "Kom§entar".
Ein Fehler, der zwar stört, aber von den Auswirkungen keine große Rolle
spielt.
Hast du stattdessen die Datei gepackt, dann kommt es darauf an, welche
Einstellung du beim Packen verwendet hast, also mit Fehlerkorrektur oder
ohne.
Im schlimmsten Fall kannst du dann die gesamte Datei nicht mehr
entpacken.
Und die Integrität hilft dir dann lediglich zu sagen, dass die Datei
kaputt ist, nicht aber genau wo.
Das gilt zumindest dann, wenn ohne Fehlerkorrekturmöglichkeit
komprimiert wurde.
Die Erfahrung hatte ich jedenfalls mal früher mit den Disketten machen
müssen.
Aus Platzmangel habe ich die Daten gepackt und als ich darauf irgendwann
mal wieder zugreifen wollte, war die Datei nicht mehr lesbar und
entpackbar, da kaputt.
Eine nicht gepackte Datei wäre wie oben gezeigt zwar auch fehlerhaft
gewesen, aber der Text wäre noch lesbar gewesen.
Wenn man also komprimiert, dann sollte man darauf achten, dass man eine
Kompression mit der Möglichkeit einer Fehlerkorrektur verwendet.
Nano schrieb:> Wenn man also komprimiert, dann sollte man darauf achten, dass man eine> Kompression mit der Möglichkeit einer Fehlerkorrektur verwendet.
Das ist sicher richtig. Der Vorteil ist aber da man das Archiv schon vor
dem Übertragen prüfen kann.
Falls es dann ganz sicher sein soll:
Wenn ich das nächste mal Daten kopiere mach ich vorher die Windows
Speicherdiagnose und einen Systemintegritätsbericht.
Jörch B. schrieb:> Der einzige Haken unter Windows ist, dass zu lange Pfad- und Dateinamen> dabei richtig Scheiße produzieren können
IMO gibts dafür, bzw. daGEGEN, den Schalter "/256". Damit werden
überlange Pfad-/Dateinamen ignoriert. Sollte natürlich geloggt werden,
um hinterher aufräumen zu können. Oder auch nicht, wegens der gerechten
Strafe für User, die das Dateisystem mit Twitter verwechseln.
Robocop schrieb:> Schalter "/256". Damit werden überlange Pfad-/Dateinamen ignoriert. Sollte >
natürlich geloggt werden, um hinterher aufräumen zu können.
Diese 256 rechnen die aber ab der Wurzel! Wenn dann einige Ordner weiter
unten
/Land/Stadt/Straße/Hausnummer/Gebäude/Etage//die-Datei_mit_langen_Namen_
der $Straße_im_Hinterhof.docx kommt, wird der Namensraum schon recht
knapp.
einer schrieb:> Platzmangel habe ich die Daten gepackt
Kann man machen, aber der kluge Bauer legte nie alle Eier in einen Korb.
oszi40 schrieb:> Diese 256 rechnen die aber ab der Wurzel!
Genau. Das ist ja auch exakt das Problem: Das Win32-API hat "exakt"
(nicht wirklich, weil: MAX_PATH=260) diese Beschränkung. NTFS und der
Windows-Kernel haben sie nicht.
Daraus resultiert das Problem: Der Unterbau kann mehr als der Aufsatz.
(das soll bei anderen OS auch vorkommen, harharhar...)
Was nun Robocopy betrifft, kann das einerseits bestehende Strukturen
ohne Verluste kopieren, auch wenn sie die Grenzen des API verletzen,
andererseits aber auch eben diese API-Grenzen sicherstellen.
Mehr kann man von einem derartigen Tool nicht verlangen. Es obliegt
schlicht dem Anwender, zu entscheiden, was ihm im konkreten Fall
wichtiger ist: entweder alles zu kopieren oder die Grenzen des API
einzuhalten.
So sollte es sein: Alle Macht dem Anwender eines Tools! Wenn der nicht
hinreichend kompetent ist: kein Mitleid, er könnte ja einfach LERNEN!